Indiana Tribüne, Volume 28, Number 16, Indianapolis, Marion County, 10 September 1904 — Page 6
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Europäische Nachrichten. Hesterreich-'Angarn. Wien. Auf dem Konstantinhugel imPrater schoß sich der 31j. Kellner A. Zipfer, der aus Qlmütz von der Wasfenübung nach hier kam, aus einem Revolver eine Kucel in die rechte Schläfe und stürzte übe? den Abhang des Zügels in den Teich. Ein Wachmann zog ihn aus dem Wasser. Die Freiwillige Nettungsgesellschaft, die sofort zur Stelle war, konstatirte eine Verletzung am Kopfe und transportirte ihn in das Spital der Barmherzigen Brüder. Zipfe: soll die That wegen Stellenlosigkeit verübt haben. Der neun Jahre alte Schulknabe Karl Weber fiel von einem Floße am Vrigittagelände in den- Donaukanal und verschwand in den Wellen. Die Leiche des verunglücktenKnaben konnte nicht geborgen werden. Der noch nicht fünfzehn Jahre alteFleischhauerlehrling Joseph Neumann wurde im Vorzimmer des Geschäftslokals seines Meisters Johann Pirko in der Brigittenau, Jägerstraße No. 14, erhängt aufgefunden. Wiederbelebungsversuche, welche man sogleich anstellte, sind erfolglos geblieben. Baden. Der hiesige Gemeinderath votirte in nichtöffentlicher Sitzung der Wittwe des verstorbenen Dichters Hermann Rollet:, Frau Meta Rollett, einen lebenslänglichen Gnadengehalt von jährlich 720 Kronen. B r ü n n. Alois Gürtler, Chef der hiesigen Firma Moritz Gürtler, feierte mit sein Gemahlin, Frau Luise Gürtler, geb. Neumeister, das Fest der silbernen Hochzeit. Eger. In Miskolz starb dieser Tage die Mutter der dortigen Spitaloberarztes Singer im' Alter von 109 Jahren. 40 ihrer Enkel, 51 Urenkel und ein Ururenkel sind außer vier t rer Kinder noch am Leben. E u l a. In seinem Wohnhause in dem Ortstheile Gesteinigt wurde der 54 Jahre alte Daniel Fritschke, Unterbeamter der sächsischen Staatsbahn in Bodernbach, erhängt aufgefunden. Graz. Der wiederholt vorbestrafte gefährliche Einbrecher Karl Mahl wurde von der SicherheitsbeHorde ausgeforscht und verhaftet. Es wurden bei ihm 600 Mark Baargeld vorgefunden. Karlsbad. Hier wurde der Vertreter einer Schreibmaschinenfabrik, Wilhelm Wassermann, wegen Wechselfälschung und Betruges verhaftet. Klagenfurt. Hier hat sich in seinem Comptoir der hiesige StadtbaumeisterValentin Polbat durch zwei Revolverschüsse in die Schläfe entleibt. K o m o t a u. In der hiesigen Landwehrkaserne erschoß sich derLandwehrmann Josef Winter mit seinem Dienstgewehr. Die Ursache soll unglückliche Liebe sein. Schweiz. Bern. In der Wollspinnerei und Leinwandfabrik Schetty & Schill in der Matte brach ein gefährlicherBrand aus, der beträchtlichen Schaden verursachte. Die Brandursache ist nicht genau festgestellt. Basel. In Basel starb Herr Jacob Niggen Niggenbach - Zollinger, Direktor der Magazine zum Wilden Mann, im Alter von nur 55 Jahren. Grindelwald. Zwei Brüder Casella von Paris wollten das Wetterhorn besteigen. Sie werden seither vermißt. Vier Führer gingen ab, um sie zu suchen. Die Casella hatten die Glecksteinhütte mit einer Partie Grm delwaldner verlassen, blieben aber unterwegs zurück. Bei der Rückkehr auf dem' Staffel sahen die Grindelwaldne? die Herren noch im Couloir. Die Grindelwaldner stiegen nach Rosenlaui ab. Seitdem hat. man von den Parisern keine Nachricht. M e i r i n g e n. Beim sogenannten Zaunsteg in Runs verunglückte beim Steinbrechenim dortigen Steinbruch ein italienischer Arbeiter Namens Rißoni Antonio, 26 Jahre alt. Er stürzte über einen 30 Meter hohen Felsen, brach die Wirbelsäule und starb kurz darauf. Montreuz. Ein junger Mann Namens Friedli von Biberist, der bei einem Handwerksmann in Clarens in Arbeit stand, stürzte beim AlpenrosenWolleshofe n. In der Fabrik für photographische Artikel von Dr. Smith und Co. brach Feuer aus. Das Fabrikgebäude brannte vollständig aus. Viel Mobiliar und Waaren konnten gerettet werden. Doch ist ein Theil beschädigt. Gebäude und Mobiliar waren für über 300,000 Frcs. versichert. Luxemburg. Luxemburg. Herr "Anton Vraas, Unterbüreauchef in der PostVerwaltung, ist zum Postperceptor in Beltemberg ernannt worden. A spseslst. Es entstand Feuer in der Behausung des Gastwirths und Handelsmannes Ph. Aulner. Derselbe erleidet einen Schaden von 78000 Francs, der durch Versicherung gedeckt ist. Differdingen. Man fand die Leiche des ledigen Arbeiters Anton Brück auf seiner Arbeitsstelle zu ThireZgrund, Bann Differdingen. Auf der Usine von Differdingen wurde der Rangirer Peter Thill bclm Ankoppeln zweier Wagen an der Hüfte und am Unterleib schwer verletzt.
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Während den letzten drei lange Nacht des Elendes. Es Zeit nur auszuhalten im Stande
laufen, und erlitt außerdem gleichzeitig einen schweren Sturz. Dies geschah unglücklicher Weise während der monatlichen Periode, und die Folgc war so schlimm, wie man sich nur denken konnte. Entzün-
dung und Eiterung folgten, nicht schen Röhren.
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Mein Arzt that sein
Linderung sei nicht möglich, ausgenommen durch eine Operation, welche ich
lehnte. Ich probirte dann verschiedene berühmte Heilmittel, ohne irgend welchen Erfolg, bis meine Mutter mir empfahl, den mne ot Cardui zu probiren, da derselbe ihr empfohlen worden sei. Ich nahm ihn, wie eine ertrinkende Person noch nach einem Strohhalm greift, und er erwieS sich, wie von Gott gesandt, für mich. Meine - Schmerzen wurden allmählich geringer, das
tägliche Kopfweh, das ich zu
besserte sich, und in dreizehn Wochen war ich vollständig genesen. Keine wendig. Der Wine ot Cardui erwies sich als meinen o ,
Netter, und ich bin sehr Kur zuzuschreiben. Unsere (?tVenval),len. Obschon die Förderer der Luftschifffahrt in den letzten Jahren unleugbare Fortschritte gemacht haben und obschon einer dieser Herren eine FlügvorlZchtung erfunden haben will, die nur $1&00 kosten soll, wird es doch voraussichtlich noch lange dauern, ehe wir durch die Luft reisen oder gar auf diesem Wege Frachten befördern können. Von einer regelmäßigen Luftschiff - Verbindung zwischen Chicago, New Jor! und San Francisco wird in den nächsten Jahren wohl noch nich; die Rede sein. Mehr thalsächliche Fortschritte haben die mit lettrizUät betriebenen Bahnen gemacht. Ihr Betrieb ist verhältnißmäf'.lg billig und schnell; auch wird von ihnen gerühmt, daß dieFahcgaste nicht drch den 5Zohlenrauch der Lokomotiven zu leiden haben. Auch die Locomobile sind in größere Aufnahme gekommen. Sie werden mehr als früher zur Beförderung ron Menschen und theilweise sogar von Fracht benutzt; aber es dürfte ncch lange -dauern, ehe sie verläßlich und billig genug sind, um allgemein für Reisen und für die Versendung von Gütern gebraucht zu werden. Es stehen deshalb heute noch die mit Dampf betriebenen Eisenbahnen an der Spitze der Beförderungsmittel auf dem Lande. Die amerikanischen Eisenbahnen hatten am 30. Juni dieses Jahres nach einem uns vorliegenden Bericht eine Länge von 205.313 Meilen und sie stellten einen Werth von rund 12,600,000.000 dar. Sie beförderten in dem am genannten Tage abgelaufenen Jahre 695 Millionen Reisende und 1304 Millionen Tonnen Fracht. 'Die Gesammteinnahmen bezifferten sich auf mehr als 1.900 Millionen Dollar, was eine? Zunahme von 174 Millionen gegen das Vorjahr gleichkommt. Die Ausgaben betrugen 1.257K Millionen Dollar; 141 Millionen Dollar mehr als im Jahre vorher. Nach Abzug der zu zahlenden Zinsen blieben 269 Millionen Dollar für den Reservefond und für Dividenden übrig. An Betriebsmitteln hatten die Bahnen 48,871 Lokomotiven und 1,753,389 Wagen aller Art. Bei EisenbahnUnfällen wurden 9840 Leute gei'ödte: und 76,553 verwundet. Die Getöoteten und Verletzten waren großentheils Angestellte, weil diese begreift!cher Weise größerer Gefahr ausgefegt sind, als die Reisenden. Diese Zahlen sehen sehr gefährlich aus, aber von den auf unseren Bahnen Fahrenden wurde nur einer von je 70.630 Menschcn geiödtet. Rechnet man die verhältnißmäßig große Zahl der Angestellten ab, welche verunglückten, so wird der Prozentsatz der zu Tod: gekommenen Reisenden noch viel kleiner. Jedenfalls erleiden im Verhältniß bei Fahrten mit Wagen noch viel mehr Leute Schaden. Die Zahl der Todesfälle könnte aber bedeutend vermindert werden, wenn die Bahngesellschaften bei Straßenübergängen (namentlich in den Städten) Schutzvorrichtungen anbringen müßten. Unser Eisenbahnwesen hat sich "viel schneller und auch viel besser entwickelt, als beispielsweise das britische. In den mit 1903 abschließenden fünf Iahren vermehrten, sich der Verkehr von Reisenden in Großbritannien um 9.64 Procent, der Frachivcrkehr um 5.74 und die Gesammt-Einnahmen um 9.4 Procent. In den Vereinigten Staaten aber betrug die Zunahme der entsprechenden Zahlen 74.73, 46.19 und 43.89 vom Hundert. Dabei ist in den Vereinigten Staaten der Preis für Frachtbeförderung beständig herabgesetzt worden, während er auf den britischen Inseln im Wesentlichen gleich blieb. Und doch stiegen die Löhne, welche die Eisenbahnen, hier ihren Angestellten zahlen, ganz erheblich und .sind viel höher als in England. . Die gewaltige Zunahme des Verkehrs und der Einnahmen unserer El senbahnen wird erklärt durch die schnelle Zunahme und Ausdehnung unserer Bevölkerung, sowie dadurch, ta die vermehr e Bevölkerung ein: ent-
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Lake Genevieve. Wis.. den 20. Nov.. ISO?. Jahren war mein Leben, meiner Gesundheit halber, für mich nur eine
schien, daß ich all das Elend zu erdulden war. Vor nunmehr drei Jahren erkältete nur in der Mutter, sondern auch in den denkbar Bestes zur Linderung, jedoch nach
ertragen hatte, verschwand. Meine Gesundheit im Allgemeinen
erfreut, ihm allein meine vinei
zweite Lkce.PrSsidentw, Teachers' Allociation.
soreende Entwiäelung der reich:." Hülfsmittel unseres Landes bewirkt hat. Das sollte doch Denjenigen zu den-, ken geben, welche fortwährend für die Beschränkung der Einwanderung wirken. Würde diese moderne VLlkerwanderung, welche uns im Jahre an drei viertel Millionen Menschen 'zuruft, plötzlich aitfhören, so wäre die naturgemäße Folge auch eine sehr langsame Entwicklung unseres Eisenbahnwesens. Und nicht nur auf diesem wirthschaftlichen Gebiete würde der Fortschritt verlangsamt werden, sondern es müßte sich naturgemäß fast überall eine Lähmung ver Entwicklung bemerkbar machen. Das Gerede von der Nothwendigkeit. die Bildung der Einwanderer zu prüfen, baltcn wir durchaus nicht für weise. Es kostet bekanntlich viel Müh? und Geld ein Menschenkind groß zu ziehen und die Landung eines solchen ist an sich ein Gewinn für unser Land; vorausgesetzt, die Ankömmlinge sind gesund und ehrlich. Ja mancher EinWanderer, der klassische Studien zemacht, sich aber später auf die liederliche Seite gelegt hat, ist viel weniger nützlich für unser Land, als ein ehrlicher Mann, der weder lesen noch schreiben kann, aber bereit zu ehrlicher Arbeit ist. Wir unterschätzen durchaus nicht den Werth guten Schulunterrichts; aber wir möchten keinen fleiftiaen Menscben Zurückweisen, weil ibm solcherUnterricht in seiner Jugend nicht ZU Theil wurde. Was er nicht, lernte. wird feinen Kindern hier gelehrt werden. Und nicht nur im Interesse der Eisenbahnen, fondern des ganzen Landes liegt es daher, daß den Einwanderern keine unnützen Schwierigkeiten bereitet werden. Die Entwicklung unseres EisenbahnWesens wird voraussichtlich mit der unseres Landes Schritt halten. Die Leiter dieser großen Verkehrswege suchen durch Verbesserung der Betriebsmittel und durch Anlage von neuen Schienenwegen in die ihnen naheliegenden Gegenden den Bau von Konkurren'zbahnen zu hindern. Man darf deshalb auf ein Steigen des Verkehrs sowie der Einnahmen der Bahnlinien rechnen und annehmen, daß unsere Eisenbahnlinien immer besser lohnende Kapitalanlagen werden. Dem Eigenschaftswort Roth mit seinen Verbindungen und Anwendungen sind in dem in Oxford erscheinenden neuen Englischen Lexikon 21h Spalten gewidmet. A b l a k t i r e n. Handelt es sich darum, einem Aft Nahrung zuzuführen oder kahle Stellen zu garniren so kann man sich des sogenannten Ablaktirens bedienen. Die Ausführung geschieht zur Z:;i, wo die Rinde der Unterlage sich lösen läßt; die als Edelreis dienenden Zweige oder Triebe werden in verlängerter schräger Fläche geschnitten, in der Mitte dieser schrägen Schnitte soll sich ein Auge befinden. Auf der Unterläge wird ein Quer- und Längenschnitt ausgeführt und die Rinde auf beiden Seiten spitz zulaufend aufgehoben, hierauf wird der , schräg geschnittene Theil des Edelreises unter der gelösten Rinde eingefchoben und verbunden. Als besie Zeit hierzu ist diejenige zwischen Juni bis September. GtÄMkmsplittrr. Sin wichtiger Punkt in der Erziehung ift die Aufrichtigkeit; wie schwer hält e3, sie den Kindern abzugewöhnen! Je mehr Heilmittel gegen eine Krankheit angepriesen werden, desto weniger heilbar pflegt diese Kran5heit zu sein. SS gibt Leute, die eS mit allen verderben, weil sie es mit n i e m a n d derderben wollen. Gar mancher, der vermeint, in den ruhigen Hafen der Ehe einzulaufen, mutz erfahren, daß eS darinnen erst recht wettert und stürmt. Eine du.nme Fraze belehrt uns mehr über den Geifte5hcrizont eines Menschen all zehn gescheite Reden. . Nicht nur eigene Verfehlung, auch fremde Tugend kann unS Gewissensbisse machen.
hatte, was eine Frau in dieser
ich mich beim Schlittschuh Eierstöcken und den fallopi drei Monaten erklärte er. auf das Entschiedenste ab Operation war noth . o aner, Ein Amokläufers auf einem deutslnen Pafsagierda:nz?fcr. Der zwischen Singapore und Su--matra fahrende deutsche Dampfer Sumatra" hatte auf einer feiner letzten Reisen einen Japaner an Bord, der Plötzlich zu rasen begann. Mit tiner Axt in der einen Hand und einem grcfcn Messer in der anderen stürzte cr stÄ auf die anderen Fahrgäste, hieb auf sie ein und brachte vier Personen schreckliche Wunden bei. Bevor man sich jedoch um diese Opfer bekümmern tonnte, mußte man den Verrückten festzunehmen suchen. Der erste Ofjizier, Namens Reekcn, folgte den Vlu:spuren und fand den Javaner im Salon, konnte ihm aber nicht cntgegcntrcten. weil cr unbewaffnet war. Er lief deshalb in seine Kabine, holte seinen Revolver und feuerte damit einen Schuß auf den Irren ab. Dieser rannte darauf aus der Kajüte nach dem Maschincnraum, wo er den Kapitän Winne traf, den er gleichzeitig mit seiner Axt bedrohte. .Aber der Kapitän ließ den Mann nahe an sich herankommen und streckte ihn dann mit einem Gewehrschusse nieder. Leute von der Mannschaft eilten nun herbei, entwanden dem Japaner seine Waffen und legten ihm Handschellen an. Den Schisfsoffizieren war es jetzt vor Allem darum zu thun, zunächst der an Bord entstandenen furchtbaren Panik entgegenzuwirken. Als ihnen dies nigermaßen gelungen war, sorgten sie für die Verwundeten. Zum Glück befand sich unter den Passagieren ein Ar.zt, Dr. Schindler. Er konnte indessen dem einen Opfer, einem Jndier, nicht mehr helfen. Die anderen Verwundeten, chinesische Kuli, wurden verbunden. Dr. Schindler ging auch an den irren Japaner heran, doch dieser war noch immer in sinnloser Wuth; bald darauf wurde er bewußtlos und gab seinen Geist auf. Am folgenden Moi gen kam man nach Deli, mit aufgehißter Polizeiflagge. Die' holländische Polizei erschien an Bord und schaffte die Leichen wie die Verwundeten an Land. Die Singapore Free Preß", die das Vorstehende mittheilt, sagt, Kapitän Winne und sein erster Offizier verdienten alles Lob wegen ihres mannhaften und besonnenen Verhaltens während der ausregenden Szene. Die Erbschaften in Frankreich betrugen im Jahre 1903 nach einem Berichte des FinanzMinisters 399,164 und erreichten einen Gesammtbetrag von 8,320,000,000 Francs (1 Franc gleich 18.8 Cents). Nach Abzug der Passiven verblieben 4.923.948,060 Francs für 386,032 Hmterlassenschaften. Durch Wespen verunglückt. David Zindar von Depere, Wis., war mit der Erntemaschine mit Fruchtschneiden beschäftigt, als die Pferde in ein Wespennest traten; von den Wespen gepeinigt, gingen sie durch. Der Farmer stürzte von der Maschine, gerieth unter die Messer und hatte sich beinahe verblutet, ehe man ihm ärztliche Hilfe bringen konnte. Die Goldproduktion Britifch-Columbias betrug während der ersten sechs Monate des laufenden Jahres 123,339 Unzen. An Silber wurden produzirt 2,037,061 Unzen, Kupfer 17,513,586 Pfund und Blei 16.500,000 Pfund. Die Produktion während des Vorjahres war: Gold 232,831 Unzen, Silber 2,996,201 Unzen, Kupfer 34,395,921 Pfund und Blei 18,089,283 Pfund. Grauenvoller SelbstMordversuch. Der Schuhmacher Heimich Königstetter in Mannheim, Baden, schlitzte sich neulich mit einer Schusterkneipc an drei Stellen den Leib auf, so daß die Eingeweide, hervortraten. Alsdann brachte er sich noch eine tiefe Schnittwunde am Hals bei. In offnungslosem Zustande wurde der 62 t. I w & - ' YL . - o laore ai:e iucannr otn ein ungeuuarca beiden zu dem Schritt getrieben hatte, dem Krankenhaus übergeben.
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Sein Cylinder. Schlag elf Uhr Vormittags betrat der Student der Theologie August Bräunlich das Zimmer des Professors Müller, vorschriftsmäßig angethan mit, Frack und glänzendem Cylinder, um für das demnächst stattfindende erste theologische Examen seine obligate Visite zu machen. Der Herr Examinator war die Liebenswürdigkeit selbst. Er führte in geohnler Manier das Gespräch, während der Lesuch sich begnüg, te, einzelne tiefsinnige Brocken dazwischen zu werfen. Herr Müller sprach gut und er sprach lane. Wenn er lange sprach, gerieth er in Feuer. So auch heute. Cestikulirend ging er im Zimmer auf und ab und am Schluß einer ungemein scharfsinnigenVeweisführung setzte er sich gleichsam als personifizirtes Ausrufungszeichen auf einen Stuhl neben dem Studiosus. -Im selben Moment aber sprang er auf und sah sich nach dem Ort um, den er eben verlassen hatte. Dort lag, von der Wucht des Professors zu einer unansehnlichen Fläche zusammengedrückt, der schöne Cylinder, den Bräunlich auf die Aufforderung, sich's bequem zu machen dorthin gestellt hatte. Herr Müller betrachtete entsetzt den Musensohn, um den Eindruck zu beobachten, den dieser Schiffbruch seines Eigenthums auf ihn hervorgebracht hätte. Aber um Bräunliös Lippen zog nur ein liebliches, unbefangenes Lächeln, und er sagte: O bitte, Herr Professor, das thut nichts, es hat ganz und gar nichts ZU sagen Als nach einer Viertelstunde Bräunlich die Thür hinter stch geschlossen hatte, gedachte Professor Müller im bevorstehenden Examen auf den jungen Mann Rücksicht zu nehmen, der mit solcher heroischer Liebenswürigkeit im Stande war, sich über ein Mißgeschick hinwegzusetzen. Nachdenklich trat er an das Fenster und sah auf die Straße hinaus. Dort unten kommt eben der Student Bräunlich aus dem Hause mit Frack und aber nein, der Professor reibt sich die Augen, der Studiosus trägt ja jetzt einen gewöhnlichen runden Hut! Wo hat er den so schnell herbekommen und wo ist der Cylinder, den kann er doch nicht in die Tasche gesteckt haben? In diesem Augenblick tritt des Professors Töchterlein in's Zimmer. Sie hält etwas in der Hand. Papa, was ist denn hier mit Deinem Cylinder passirt? Der ist ja ganz breit gedrückt Eine langeschwüle Pause. Professor Müller nimmt den schwarzen Torso und konstatirt, daß derselbe in der That sein Eigenthum ist. Dann wird ihm eine schreckliche Gewißheit! Der Studiosus Bräunlich hat überhaupt nie einen Cylinder besessen. Mit dem Umstände vertraut, daß er, der Examinator, seine Angströhre stets im Korridor an den Nagel hängte, nahm der verwegene Jüngling, als er die Wohnung betrat,' den Cylinder kaltblütig vom Nagel und hängte seinen eigenen Filz daran. Beim Hinausgehen machte er es umgekehrt. O weh," jammerte der Professor, ha habe ich mich auf meinen eigenen Hut gesetzt, da konnte der Herr StudiofuS freilich sehr ruhig bleiben, aber die Ruhe soll ihm vergehen!" Der Herr Professor ließ jedoch Gnade für Recht ergehen, und vorgestern war es, als Studiosus Bräunlich mit Glanz sein Examen bestand. Großer Goldklumpen. Den größten Klumpen vollständig reinen Goldes, der noch je in Montana gefunden wurde, hat Jack Klippel am Sucker Creek gefunden. Es ist ein glattes, fast rundes Stück Gold und hat einen Werth von $475. 'Das dickste Buch der W e lt ist das Register, welches in der kalifornischen Abtheilung der St. Louiser Weltausstellung für Besucher aufliegt und das auf fernen 4500 Seiten für 250.000 Namen Platz bietet. Die Dimensionen dieses hübsch in goldverzieries Leder gebundenen . Folianten, sind: Länge 23 Zoll, Breite 23 Zoll, Dicke 26 Zoll. Das Gewicht beträgt 520 Pfund.
