Indiana Tribüne, Volume 28, Number 10, Indianapolis, Marion County, 3 September 1904 — Page 1

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w Grsrtzeint feden Narhnrittag. Jahrgang 28. Indianapolis, Ind., Samstag, 3. September U)04 sjj0 10, MMBaMMnBBBMaMBBMMB . - - i - :

Großfeuer in Memphiö, Xm. M e m p h i S, Tenn., 3. Septbr. Ein großes FeueL im Herzen des EngrcS'DigriktZ zerstörte heute Morgen Eigenthum im Werthe von annähernd $800,000. Das Feuer brach im Gebäude der Oliver Finneh Grocerh Co. aus und verbreitete sich mit solcher Schnelle, daß das gesammte WaarenLager der Ficma, sowie auch das e bäude in kurzer Zeit ein Raub der Flammen wurden. DaS angrenzende Lagerhaus von John DenieS & SonS, in welchem große Quantitäten Kalk aufgespeichert lagen, wurde durch die einstürzenden Wände des Grocery Ge bäudeS fast völlig zerdrückt. DaS Ge bäude der MemphiS Paper Co. wurde auch durch die einstürzenden Mauern zum Theile eingedrückt. Theilweife vom Feuer zerstört wurden die Gebäude der EngroS'CommissionS-Firma Mc Early & Co. und I. F. Ferguson & Co. Ein Feuerwehrmann wurde durch einen Sturz von der Leiter schwer Der letzt, während 6 weitere, die durch Rauch und Flammen litten, gleichfalls in's Hospital gebracht wurden. Alle werden mit dem Leben davonkommen. Der Verlust ist zum größten Theile durch Versicherung gedeckt. Leiche im Fall Cree! aufgefunden. In den Zweigen eines halb aus dem Wasser hervorragenden Baumes wurde heute Morgen kurz nach 7 Uhr im Fall Crcek, nahe dem Ausstellungsplatze die Leiche von Charles L. Hair, 1023 N. New Jersey Str., Secretär und Schatz meister der Royal Garment Company, 429 Madison Avenue, aufgefunden. Allem Anschein nach zu urtheilen, be ging der Mann Selbstmord während der Nacht, indem er von der Brücke sprang. Eine leere Morphiumflasche, sowie auch zwei Steine wurden in seinen ! Taschen gefunden. D'e Leiche wurde vom sofort benachrichtigten Corone? in sein Leichenhaus überführt. -m Des Pferdediebstahls beschuldigt. Die Detectivs Splan und Haley ver hafteten gestern Thomas Reed von Anderfon unter der Anklage des Groß diebftahls. Derselbe soll ein Pferd und Buggy, welches seinem Bruder gehörten, gestohlen haben. Fälscher Sahes an die Grokgeschworenen überwiesen. Hugh HayeS, der angeklagt ist, den Wirth T. D. Sommerville un der Ost Washington und Pine Straße mit einem werthlosen Check geleimt zu haben, wurde gestern im Polizeigerichte an die Großgeschworenen überwiesen. Hayes wurde durch die Polizisten Miller und Dickson nach heißer Jagd eingefangen. Er gab feinen Namen als John Wade an. Deutscher Frauen-Silfsberein. Der deutsche Frauen Hilfsverein hielt gestern seine regelmäßige monatliche GeschäftZversammlung ab. Fünfzehn bedürftigen Familien wurden von dem Vereine Unterstützungen zugewiesen. Am 16. Sept. wird der Verein ein Extra-Versammlung abhalten, um sür den kommenden großen November Ball die nöthigen Borbereitungen zutreffen. Deutscher Allgem. Protest. Wal-sen-Berein. Der Deutsche Allgem. Protest. WaU seN'Verein hält morgen Nachmit tag seine monatliche Versammlung nicht in der Anstalt, sondern in der Mayor'S Osfice im Erdgeschoß des Ge richtShauseS. Die Mitglieder des Vereins sollten sich zahlreich einfinden, da wichtige Ge schäfte vorliegen. Die JahreS Berichte der Beamten kommen zur Verlefrng und die neuen Beamten werden in ihre Aemter einge führt werden.

Ans dem OperationS-Tifch ge

storben. Grauenhaftes Ende eines sogen, blinden Passagiers. Dispensarimus Arzt Dr. Hawley wurde gestern Nachmittag nach der Kreuzung der 10. Str. und Bright wood Avenue gerufen, um einen schwer verletzten Mann zu behandeln. Der Doctor ermittelte jedoch, daß dem Unglücklichen beide Beine und Arme derartig zermalmt waren, daß sie amputirt werden mußten. Dr. Hawley ließ den Unglücklichen nach d m Stadthospitale überführen, woselbst der Verunglückte, während die Amputation seiner zermalmten Gliedmaßen vorgenommen wurde, auf dem OperationSTische durch den Tod von seine:: Leiden erlöst wurde. Jdentificirt ist die Leiche bis jetzt noch nicht. mi ni mm Einem Schlaganfall erlegen. Herr L o u i S F y e, der bekannte Metzgermeister von Cumberland, ist am Donnerstag Abend in Folge eines Schlaganfalls plötzlich aus dem Leben geschieden. Er war ein CharterMit glied der Cumberland Loge der Mo dern Woodmen" und des Deutschen Metzger'VereinS von Marion County. Der Verblichene hinterläßt seine Wittwe und ein Töchterchen. - Einbrecher verscheucht. Dennis Beech, 23 N. New Jersey Str., berichtete im PolizeiHauptquar tier, daß er während der Nacht jemand im Hause hörte, jedoch glaubend, daß eZ einer seiner Köstgänger sei, der Sache weiter keine Aufmerksamkeit midmete, bis ihm feine Frau zurief, daß Einbrecher im Haufe feien. Er sprang sofort auf und als er hinten auf den Hausflur kam, wurde plötzlich das Licht dort abgedreht und er hörte wie jemand sich in den Keller schlich. Er sprang sofort hinterdrein, fand jedoch, 'daß der Bandit durchs Keller fenster in Freie geklettert und entflohen fei. Anscheinend war der Einbrecher im Hause bekannt, wurde jedoch in sei nem Vorhaben zu rechter Zeit gestört, da im Haufe nichts vermißt wurde. Unter schwerer Anklage verhaftet. JameS Waltch, alias George Rice aus Indianapolis, sitzt augenblicklich unter der Anklage, verschiedene Ge schäfte in benachbarten Städten um mehr oder minder große Werthbeträge bestohlen zu haben, in Anderson, Ind., in Haft. Gestern wurde Waltch von der Polizei nach Sharpsville gebracht, wo er erzählte, wie er einen Geldschrank um etwas über 31000 erleichtert. Er verrieth den Beamten die verschie denen Stellen, an denen er seine Beute versteckt hatte, und Schmucksachen im Werthe von mehreren Hundert Dollars wurden wiedererlangt. Hier in seinem Hause hatte er in einem Ofenloche für etwas über 8100 Schmucksachen der. steckt. Auch zog er einen anderen In dianapolifer in Mitleidenschaft, indem er den Beamten preisgab, daß indessen Hause ebenfalls ein Theil der Beute versteckt sei. Eine Haussuchung beyätigte diese Angabe, indem auch hier eine Anzahl Schmucksachen gefunden wurRhebus ist jetzt gleichfalls nach Ander, son gebracht worden, wo er und Waltch j?tzt in Hast gehalten werden, um sich später wegen Raubes zu verantworten. Eine Ehe ohne Honigmonate. glorence Lulu Wycog brachte gegen ihren Gatten Leroy Thomas Wycoff, mit dem sie uur 15 Tage in Ehe lebte, eine äußerst interessante Scheidungkklage vor. Sie zeiht ihn der grausa men und unmenschlichen Behandlung und sagt außerdem, daß er sich weigerte sie vor seinen Freunden und Ver wandten als seine Frau anzuerkennen. DaS Zusammenleben mit ihm sei für sie aus diesem Grunde höchst genierend gewesen. Auch habe er weder für ein eigenes Heim, noch für ihren Unterhalt gesorgt.

Polizei-

Scrgt.

meuchlings Durch Messerstiche liegt

darnieder.

Der Angreifer tödtlich verletzt. Seine Identität bis jetzt noch nicht aufgeklärt.

Ein soweit unbekannter Mann im Alter von annähernd 27 bis 23 Iah. ren brachte gestern Abend zwischen 7 und 3 Uhr dem Polizei-Sergeanten Hagerman mehrere gefährliche Messerstiche bei. Augenzeugen des Vorfalles sagen aus, daß Hagerman sich in der Barbierftube des Frank Bany, 315 West Washington Straße befand und daß schon während dieser Zeit der An greiser sich hinter einem Pfosten derborgen hielt, offenbar auf den nichtsahnenden Sergeanten wartend. Sowie Hagerman den Plah verließ trat der' Unhold auf ihn zu und brachte ihm mit einem scharfen Messer mehrere Schnitte am Unterleibe, sowie auch an der Brust und am Handgelenk bei. Hagerman zog seinen Revolver und versuchte einen Schuß auf den An greiser abzugeben und derselbe entfloh, kehrte aber sofort wieder um, als' er sah daß die Waffe versagte, um seinen Angriff zu erneuern. Der nächste Schuß jedoch ging loS und nach wenigen Schritten sank der Angreifer, von einer Kugel durchbohrt, zu Boden. Dieselbe war an der linken Seite dicht unter dem Herzen eilige drungen und hatte sich im Rückgrat festgesetzt, eine voraussichtlich tödtliche Wunde verursachend. Bezüglich der Gründe, welche den Anlaß zu der That gegeben, läßt sich soweit nichts ermitteln, da Sergeant Hagermann den Angreifer nicht kennt, während der Mann selber durchaus alle Aussagen verweigert und auch seinen Namen anzugeben nicht zu bewegen ist. Keine JdentisicirungSmerkmale wurden an ihm gefunden. In Bezug auf seine That befragt, antwortete er nur, daß er sich nichts darausmache, wen er verwundet habe und wie, sowie auch, daß er sich seiner That freue. Auf dem Schauplatze der That hatte sich sofort eine große Menschenmenge eingefunden. Sergeant Hagerman wurde durch die Dispensariums-Aerzte Reed und Du BoiS in'S St. Vincents Hospital überführt, wo eine angestellte Untersuchung ergab, daß seine Wunden wohl ernstliche?, jedoch nur unter Umständen gefährlicher Natur sind. S:in Angreifer, den die HospitalAmbulanz nach dem Hospitale brachte. dürfte jedoch kaum mit dem Leben davonkommen. Hageman S Gattin, die von dem traurigen Vorfalle in Kenntniß gesetzt wurde war trostlos. Sie machte sich sofort nach dem Hospitale auf, um sich von dem Zustande ihres Gatten zu überzeugen. Detective und Polizisten waren die ganze Nacht auf den Beinen, um Licht in das Dunkel deS so mysteriösen Vorfalles zu bringen. Unter den vielen Zuschauern, welche Verletzte das sechste Gebot. Zelta B. Keffer verlangt von Ros coe Keffer geschieden zu sein. Sie giebt an, daß er sie verließ, ohne Mittel zum Unterhalte zu hinterlassen, so daß sie zu ihren Eltern zurückkehren mußte. Auch zeiht sie ihn der Untreue und giebt Arville Adams als diejenige an, mit der er unerlaubten Umgang pflegte. Er ist ein Reisender mit $1200 Iah. resgehalt; sie verlangt $3000 Alimente. Ferner ersucht sie um die Erlaubniß, ihren Mädchennamen Zelta Bennett wieder annehmen zu dürfen. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellow".

agcrmann angegriffen. er schwer vemimdet jetzt Zeugen ' der That gewesen und unter den Hunderten von Leuten, die den Angreiser sahen, ehe ihn die Ambulanz abholte, war keiner, der den Mann kannte. Der verwundete Sergeant beweist eine bewundernswerthe Ruhe. Im St. Vincent Hospital zeichnete sich der verwundete Sergeant durch eine geradezu wunderbare Ruhe aus. Er erklärte, während die Aerzte noch mit seinem zerschundencn Körper beschäftigt waren, daß er den Namen des Mannes nicht wisse, welcher den meuchlerischen Angriff auf ihn ausgeführt hatte. Während Dr. Oliver den linken Arm des Verwundeten in GypS legte, theilte der Patient seiner Umgebung mit, daß er erst dann zum Revolver gegriffen habe, als sein Angreifer ihn zum dritten Male mit seinem Messer eine Wunde beibrachte. Er (der Sergeant) sei der Ueberzeugung, daß der Meuchelmörder schon vor der Barbierftube auf ihn gelauert hatte. Wie ein wildes Thier sei dieser Mann auf ihn zugesprungen. . Erst nachdem derselbe ihn mit einem Messer verwundet hatte, hatte er seinen Revolver gezogen.' Der erste Schuß versagte; der zweite war insofern ein Erfolg, als die Kugel in die linke Seite des Gegners eindrang und denselben schwer verletzte. Der Sergeant selbst wußte nicht, als er in das Hospital überführt wurde, ob dieWunden, welche er erhielt gefährlich seien. Er ist der festen Ueberzeugung, daß er in Selbvertheidigung handelte. Dr. Oliver, welcher im Hospital den Verwundeten spät am Abend die nöthigen Verbände anlegte, erklärte, daß keine von denWunden bedenklich wären, und daß Aussicht vorhanden ist, daß der Sergeant schon in wenigen Tagen, wenn auch mit verbundenen Arm das Hospital wieder verlassen köanen. Mit dem Tode ringend. Im Stadt-Hospital wurde, als die Suche nach der Kugel seitens der Aerzte vorgenommen wnrde, die Ope ration unterbrochen, nachdem die von der Kugel durchbohrte Niere entfernt war. Der Verwundete zeigte derartige Spuren von Schwäche, daß es unmöglich war, mit der Operation weiter fortzufahren. Die Kugel hat sich nach Ansicht der Aerzte in'S Rückgrat einge bohrt. Der TodeScandidat weigerte lsich, als er wieder zur Besinnung gelangte, auf das Bestimmteste, seinen Namen und die Beweggründe, welche ihn zu dem Angriff veranlaßten, anzugeben. Dr. Schmidt abgereist. Sanitätörath Dr. Schmidt aus Bonn unternahm gestern Vormittag von den Herren A. Metzger, Robert Lieber, Wm. Stecher und Carl Emme rich begleitet, in einem Automobil eine Rundfahrt durch die Stadt. Ergab seiner Bewunderung über das Ge sehene lebhaften Ausdruck. Am Nachmittag reiste er nach Cin tinnati. Deutscher Militär - Verein. Heute Abend regelmäßige Versamm lirng in Ottmar Keller's Halle. Be. amten Nomination wird abgehalten werden. I. H i l d e b r a n d t , Secretär.

In finanziellen Schwulitäten Befindet sich die L. B. Rost Co. in Terre Haute.

Im Bundesgericht brachte gestern der Anwalt Abe Miller von der Advokaten Firma Henry Crane & Miller in Terre Haute im Namen der New Yorker Fir men Tefft. Weller Co.", Einstein Wolff & Co." und Shoninger Broö." das Gesuch ein. die L'. B. Root Co. in Terre Haute für bankerott zu er klären. Die Antragsteller sind Gläu. biger der Terre Haute'r Firma, deren Forderungen nicht befriedigt wurden. Die Activa der L. B. Root Co. sollen sich auf $75,000, die Passiva auf $90,. 000 belaufen; der JahreS-Umsah der Firma hat sich bis dahin auf $250,000 belaufen. Wahrscheinlich wird ein Massenverwalter für die Firma er nannt werden. Die Ernennung kann jedoch erst Ende deS Monats erfolgen, da Bundes. richter Anderson aus seiner Sommer rische nicht vor dem 25. September zurückkehrt. Ritter der Tugendbolde. Eli Ritter der Streiter für die Prohibitionisten hat gegen Erneuerung von Wirthschaftslicensen unter der Alley Claufel deS Nicholson.GefetzeS bei der County-Behörde remonstrirt. Nach dieser Clausel muß der Eingang zu Wirthschaften an einer öffentlichen Straße befindlich sein. William Carson hat seine- Staats Licens bezahlt und wird nun im Man damuswege die Erlangung der städti schen LicenS durchzusetzen suchen. LeK. tere wird ihm bekanntlich auS der lächerlichen Ursache verweigert, weil daS Dreieckchen, nah dem seine Wirth schaft eröffnet sein soll, als öffentlicher Park erklärt wurde. F eu er. In der Wohnung von Charles Work man, No. 1613 Nord Alabama Str., brach gestern kurz vor Mittag ein Feuer aus; dasselbe richtete einen Schaden von $900 an. Raucht die B0NANZA. GraSsamen-Truft in Clark County, Ind. Zwanzig der reichsten Grundbesitzer in Clark County haben einen GrassameN'Combine geschlossen und hoffen, den Markt kontern" zu können. Sie haben 2,000 Sack, die acht bis zehn Büschel enthalten, an sich gebracht und hoffen, den Preis von $1.10 auf $1.50 per Bushel hinaufschrauben zu können. Die Directoren des Combine" sind: Geo. T. Jacobö; James Shelby, William Haymaker, Samuel Lentz, Jletcher Willey, Floyd Frye und Cd ward Bently. Alle Verkäufe müssen durch zwei Männer vollzogen werden, Samuel- Lentz und Fletcher. Willey. Sobald ein Verkauf effektuirt ist, wird der Erlös proportionell unter die Mit glieder des Combine" vertheilt. Die ses Orchard" .Gras wird innerhalb von 350 Meilen allein inClark County. Ind., und in Shelby und Oldham County, Ky., gezogen. 60 Prozent deS Samens kommen aus Clark County. Der ganze Vorrath beträgt 30,000 Bushel, davon 18,000 in Clark County. Die Herren behaupten, der Farmer habe bisher für den Sa men nicht erhalten, was er hätte erhsl ten sollen, und was die Kentuckier Pro. duzenten erhalten hätten. Als zuerst von der Bildung eines Combine" die Rede war, stellte man lm Stillen Nach forschungen an, angeblich mit dem Re sultate, daß Louisviller Samengroß Händler achtzig Prozent ihres Orchard grassamens aus Clark Kounty erhielten und dafür nur fünfzig Prozent des Werthes bezahlten. Dadurch war die Meinung aufgekommen, der Markt sei überfüllt mit dem Samen. In einer in CharleStown, Ind., abgehaltenen Direktoren Versammlung des Com bine" wurde beschlossen, denGrasfa men auf ferne Märkte zu senden, falls in Louisville nicht $1.50 per Bushel bezahlt wird.

Nachrichten aus Jndiana.

Rücksichtsvoll gegen rück. ständige Steuerzahler. New A l b a n y, 2. Sept. Um rückständige Steuerzahler anzulocken", nahm der New Albanier Stadtrath vor drei Monaten einen Beschluß an, wo nach die lBezahler bis September ge wisse Abzüge erhielten. In der That sind im Juli und August $30,000 rückständige'.Steuern kollektirt worden. Gestern hielt ldaS Finanz.Comite deS TtadtrathS einelSitzung ab und be schloß, noch gnädiger zu sein. Wer im September und October be zahlt, erhält vier Prozent, im November . giebt'S zwei Prozent. Nach dem 1. Dezember folgt Strafzuschlag von zehn Prozent. Man hofft, durch diese Bestimmungen der Stadt sehr aufzu. helfen. Ein Schlangenbiß geführ det das Leben einer störn men Schwester. E van5ville, 2. Sept. Eineder frommen'Schwestern im Clarisson Klo ster an Kentucky Avenue wurde am Dienstag! das Opfer eines schlimmen Unfalls, der ihrjLeben auf's höchste ge. fährdete, der'jedoch, wie man jetzt hofft, unter entsprechender ärztlicher Behand lung ohne ernste Folgen verlaufen wird. Die Schwester war mit der Pflege der Blumen beschäftigt, als plötzlich eine unter demIBlumenflor versteckt liegende Schlangewelche dieZArbeit derSchwester jedenfalls in ihrer Ruhe gestört hatte, hervorschoß und ihre giftigen Jäne tief in den Arm der Clarissin einschlug j Leider gelang eö nicht, die Schlange zu tödten, sodaß man deren Art nicht zu bestimmen vermochte, was die ärztliche Behandlung erschwerte. Die Gebissene bei der sich alsbald die Folgen des Schlangenbisses be merkbar machten und die seitdem große Schmerzen zu erdulden hatte, wurde sofort mit dem" Fuhrwerk des Klosters nach dem CvanSville Sanitarium gebracht, wo Dr. Welborn sie in Behandlung nahm und Gegen Mittel anwandte, so weit das bei der Ungewißenheit über die Art des betref senden Schlangengift möglich war, sie wird jedoch mit dem Leben davon kom men. Ein mysteriöser Fall. H a m m o n d, 1. Sept. DaS mysteriöse Verschwinden der Frau Au gust Lorenz, die später in einem Chi cogo Logirhause als Leiche aufgefunden wurde, giebt ihren Verwandten und der Polizei ein schwer zu lösendes Räthsel. Frau Lorenz war die Gattin eineS bekannten Eisenbahnangestellten, sie verließ ihre Wohnung am Dienstag Nachmittag und eS wurde von ihr nichts gehört, bis sie in Chicago todt aufgefunden wurde. Sie verließ ihre Wohnung, um kleine Einkäufe zu machen. Es wird angenommen, daß sie temporär unzu rechnungsfähig, fortwanderte und daß sie einem Herzfehler erlag. Amerikanischer Schooner beschlagnahmt. N o r t h Sydney, B. B., 2. September. Der amerikanische Fische rei-Schooner Samosa" wurde heute vor diesem Hafen durch den Kreuzer Gladiator" von der canadischen Regie rung beschlagnahmt und in den Hafen gebracht. Der Capitän des Kreuzer behauptet, der Samosa" habe inner halb der DreiMeilenGrenze gefischt. Die Eigenthümer del beschlagnahm ten Fahrzeuges befinden sich in Duz bury, Massachusetts. In Sachen der Home Seating & Lkghtkng Co. Superior.Richter Carter bewilligte gestern das Gesuch der Marion Trust Co. in ihrer Eigenschaft als Massen Verwalter der Home Heating & Ligh ting Co. wesentliche Verbesserungen im Betriebssystem der Gesellschaft, welche geeignet sind,, derselben weitere Kund schaft zuzuführen und ihr die alte zu erhalten, ausführen zu lassen.