Indiana Tribüne, Volume 28, Number 8, Indianapolis, Marion County, 1 September 1904 — Page 4

Jndiana Tribüne, 1 September 190;

Jndiana Tribüne. HerauZgezeben von der Sutderg Es. J,Manapolis, Ind. Varry O. Thudlum Präsident. GeschäftSlocal: No, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269.

Kntered at the Post Office of Indianapolis at second dass matter. Zur Vermeidung der Streiks. Abendpost.l Einem Gerücht zufolge, sollen d!e großen Pullman'schen Fabriken am 1. September auf unbestimmte Zeit geschlossen werden, nachdem schon während der letzten Monate von Zeit zu Zeit Entlassungen stattfanden, welche die Zahl der zur Zeit dort beschäftigten Leute auf rund 2000 herabminderten bei vollem Betriebe finden etwa 7000 Personen in den Fabriken Be schäftigung. Als Grund für diese Entlassungen und d!e (angeblich) für den 1. Sept. geplante völlige BetriebZeinstellung wird Mangel an Arbeit" angegeben. Neue Austräge liefen, so heißt es, schon seit längerer Zeit nicht mehr ein und wenn die älteren Aufträge vollständig ausgeführt sein werden, was eben in ein paar Tagen der Fall sein wird, dann wird die Gesellschast keine Arbeit mehr haben oder doch nicht genug, die Fabriken in Betrieb zu halten. Höch stenS könnten sie- ein paar hundert Mann in Reparaturarbeiten deschäfti gen, aber das würde sich kaum lohnen und so will ie lieber ganz schließen und die nöthigen Reparaturarbeiten in seinen östlichen Werkstätten vornehmen lassen. Dagegen wird sich wenig sagen las sen. Man wird der Gesellschaft schwer lich nachweisen können, daß sie genug Arbeit, ihre Leute zu beschäftigen, haden oder beschaffen könnte, wenn sie nur wollte, und selbst wenn man das könnte, so gäbe eS doch kein Mittel, sie zu zwingen, das zu thun. So weit sind wir noch nicht und werden wir wohl vorerst noch nicht kommen. Man darf auch annehmen, daß Fabriken nie-mal-oder doch nur in ganz vereinzelten Fällen aus reiner Niedertracht, etwa um den Arbeitern einen Streich zu spielen, geschlossen werden. Denn wie der Arbeiter in die Fabrik geht um zu derdienen, so werden Fabriken gebaut des Verdienstes wegen, den man sich von ihrem Betrieb verspricht. Stillstehende Fabriken verdienen" nichts und ohne Grund werden Fabrikanten und Fabrikationögefellschasten ebenso wenig ihre Fabriken schließen, wie der Mann, der auf den Lohn seiner Arbeit angewiesen ist, ohne Grund die Arbeit niederlegt. Der Grund mag allerdings Andern nicht einleuchten, aber auf das was andere darüber denken, kommt'S hier auch nicht an. Wenn ein Arbeiter nicht länger bei einer gewissen Arbeit bleiben will, weil er nicht so v'el verdient, wie er glaubt zum Leben nöthig zu haben oder beanspruchen zu dürfen, so darf kein Mensch sagen, er mußweiterarbeiten, wenngleich nach Anderer Ansicht der Lohn völlig ausreichend ist. Und ebenso muß man dem Fabrikanten das Recht zugesten, darüber zu entscheiden, ob sich der Betrieb seiner Fabrik für für ihn lohnt oder nicht. Die Arbeiter der Pullman'schen Fabrik werden sich also dem Beschluß der Gesellschast auch dann ruhig fügen müssen, wenn eS ihnen scheinen will, als sei die Schließung gar nicht nöthig. Und darüber läßt sich zum Mindesten sehr streiten. Etwas Wahres wird an der Behauptung, es mangele an Auftrügen, schon sein. Die PullmanGesellschast hat eö, sofern sie nicht für eigene Rechnung Wagen baut, mit den Eisenbahngesellschasten zu thun, und eS ist bekannt, daß diese seit längerer Zeit mit Neuanschaffungen und Ver-desserungS-und Vergrößerungsarbeiten zurückhalten, und zwar aus genau den selben Gründen, welche die Pullman Gesellschast zur Verminderung ihrer Arbeitskräfte bewogen und die zur völligen Schließung führen sollen: ' der schlechtere Geschäftsgang und das Streben, die Unkosten und ' Betriebskosten zu verringern! ES wurde niemals offen eingestanden, aber es ist sonnenklar und ein öffentliches Geheimniß, sozusagen, daß die Eisenbahnen ihre geplant gewesenen großen VerbegeiungS und Neubauten vertagten in der Hoffnung, sowohl auf tit MaterialalS auch auf die Arbeitspreise einen Druck auszuüben, und alles

deutet darauf hin, daß dieses Streben auch für die Pullman-Eefellschast ausschlaggebend ist. So schlimm, wie die Vertreter der großen Eisenbahnen sie schilderten, als sie vor einigen Monaten das Verschieben ihrer Baupläne bekannt gaben, einen Theil .ihrer Werkstätten schloffen und Tausende Arbeiter entließen, ist die Lage glücklicherweife nicht man verfolgte mit jenem Grau in grauMalen eben den oben angedeuteten Zweck , aber daß das Geschäft seit etwa einem Jahre stark abgeflaut hat, kann doch keinem Zweifel unterliegen. Damit hat sich die Lage deS ArbeitS markteS zu Ungunsten der Arbeiter verschlechter und daS sucht der Arbeitgeber nun auszunutzen beiläufig gesagt, gerade so wie die Arbeit mit Recht jede ihr günstige Veränderung deS Marktes nach Kräften auszunutzen be strebt ist, indem sie höhere Löhne, leichtere Arbeitsbedingungen als seit Iahren und damit daS Arbeitsangebot größer also niedrigere Löhne! Die Großschlächter kündigten eine Herabsetzung der Löhne an und die Folge war ein Streik, kostspielig sür sie und verhängnißvoll für viele. Tausende Arbeiter. Die Bahnen machten's anderZ: sie stellten alle Arbeit, die nicht gerade fein mußte, ein, entließen Tausende Arbeiter und erzielten eS hier und da, indem sie weitere Entlassungen in indem sie weitere Entlassungen in Aussicht stellten, daß die verbliebenen Arbeiter in ihren Werkstätten sich eine kleine Lohnverminderung gefallen ließen. Sie gingen den Streiks aus dem Wege nnd gelangten doch zu ihrem Ziel es würde ihnerr Voraussichtlich jetzt schon nicht schwer werden, alle gewünschten Arbeitskräfte zu bekommen zu etwas niedrigeren Löhnen. Aus diesem Beispiel hat die Pullman - Gesellschaft offensichtlich gelernt. Wenn es ihr auch an Bestellungen mangeln mag, fo könnte sie doch ohne Zweifel ihre Fabriken in Betrieb hal;en, wenn sie das wollte, denn sie könnte Wagen für den eigenen Bedarf bauen, aber dazu sind ihr die ArbeitSlöhne zu hoch, und da sie aus eigener früherer und Anderer Erfahrung erwarten muß, daß eine Lohnbeschneidung von den Arbeitern mit einem Streik beantwortet werden würde, schließt sie lieber ganz, in der sicheren Erwartung, daß die Arveiter nach einiger Zeit sehr sroh sein werden, zu den niedrigeren Löhnen wieder arbeiten zu können. Wenn dieses neue Mittel zur Vermeidung von Streiks so gut arbeitet, wie man erwarten muß, dann wird es voraussichtlich weitere Anwendung sinden, und wie wird dann die organisirte Arbeit dieser neuen Waffe die sie gewiffenraßen dem Unternehmeethum" selbst in die Hand drückte, begegnen?

Sqnitatsrath Dr. Schmidt's Vor. lesungen über rationellen Turnunterricht" werden von seinen aufmerksamen Zuhörern als mit das -Beste bezeichnet, was uns die Weltausstellung auf pä dagogifchem und hygienifHen Gebiete bis jetzt noch gebracht. Hoffentlich behält der verdienstvolle Gelehrte auch uns hier in so gutem Andenken, wie wir inn! Westl. Post. In der Londoner Morning Post" fordert ein englischer Gelehrter seine Landsleute auf, im eigensten Jntereffe die deutsche Sprache zu erlernen. Von kaum einer andern modernen Sprache bringe die Kenntniß so große Vortheile, wie die der deutschen. Für den Verkehr mit dem Auslande, für das gefammte geschäftliche und Wissenschaftliche Leben, sei die Kenntniß der deutscheu Sprache von unberechenbarem Vortheil. Der Schreiber deS Artikels bezeichnete die deutsche Sprache als den Schlüssel zu der Hälfte alles geistigen Lebens im heutigen Europa. Wer die deutsche Sprache nicht verstehe, könne auch die ' großen Männer der Neuzeit nicht verstehen und ebensowenig ihre Werke. Er könne nur eine ganz einseitige Auffaffung der modernen Geschichte und des modernen Europas bekommen, der Welt also, in der er leben müffe. In der Volks Wissenschaft, der vergleichenden Sprach Wissenschaft, in der Chemie und auf vielen Gebieten der Technik, den militürischen Wissenschaften und auch in der Erdkunde gehe Deutschland voran; ohne einen deutschen AtlaS komme kein englischer Ceograph mehr aus. Deutsche Gründlichkeit habe Kartenwerke geschaffen, wie sie keine andere Nation derWelt besitze, und gerade diesen Forttschritten , habe Deutschland auch

viele seiner Errungenschaften auf dem Handelsgebiet zu verdanken. Wer die deutsche Sprache verstehe, dem stehe ein großer Schatz zur Bereicherung seines Wissens zur Verfügung. Den mahnenden Worten dieses klugen Engländers sollten in erster Linie auch diejenigen Deutsch - Amerikaner Beachtung schenken, die allzu leicht bereit sind, ihren Kindern die Vortheile vorzuenthalten, welche eine gute Kenntniß der deutschen Sprache bietet.

September-Witterung während der letzten 33 Jahren. , Der Monat September soll alle Regenprophezeiungen so ziemlich zu Schanden machen: September muß nämlich mit einem Durchschnitts-Niederschlag von 2.33 Zoll als recht trocken" bezeichnet werden, denn während der 33jährigen Beobachtungsperiode hat man im Monat September nur je acht Tage gezählt, die einen meßbaren Niederschlag (wenigstens einhundertflel Zoll) auswiesen. Ausnahmen bedeuten nichts, sondern bestätigen auch hier die Regel. So hatte der September des Jahres 1896 einen Maximal-Niederschlag von 5 und der des JahreS von 1900 einen Minimal-Niederschlag von etwas über i Zoll. In dem Ausnahmemonat vor acht Jahren fiel beinahe die Hälfte der Regenmasse, nämlich 2.36 Zoll in den 24 Stunden vom 23. zum 29. Ein weiterer Beweis von der Trockenheit" des September liegt in dem Umstand, daß der Monat durchschnittlich 13 ganz klare Tage hat. An 10 Tagen ist der Himmel etwas bewölkt und auf 7 Tage entfüllt trübes Wetter. Hinsichtlich der Temperatur hat die Wetterwarte einen Durchschnitt von 69 Grad ermittelt mit einem Maxi mum von 76 im Jahre 1831 und einem Minimum von 64 im Jahre 1879, also sehr geringe Schwankungen. Dabei fehlt es jedoch an Extremen nach oben und unten durchaus nicht. So schmorte die Menschheit am 6. September 1899 bei 99 Grad im Schatten und sror wenige Wochen später, am 30., bei 3.5 Grad. i Der statistische Ausweis nennt das die niedrigste Temperatur, die im Berichtsmonat beobachtet wurde.. Mit dieser Angabe hat er jedenfalls einen Bock geschössen, denn in der nächsten. Zeile heißt eS in dem Ausweis, daß am 3Q. September 1888 der erste killing" Frost vorkam. Demnach kann die niedrigste Temperatur während der Beobachtungöperiode nicht am 30. Septem ber 1899 geherrscht haben, sondern es muß am 30. September 1833 gewesen sein. Die herrschende Windrichtung war Südost mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fünf Meilen. Die höchste Geschwindigkeit wurde am 22. September 1885 erreicht, als es mit 40 Meilen die Stunde aus Nordwest blies. Frank Malatesta wird nicht ausgeliefert. Vor einigen Tagen würde hier der Italiener Frank Malatesta auf Veranlassung des Charles Bononi von PittSbürg unter der Anklage des CrlangenS von $2000 unter falschen Vorspiegelungen verhaftet. Malatesta weigerte sich, freiwillig nach PittSburg zurückzukehren. In Folge dessen stellte Gouverneur Pennypacker von Pennfhlvanien Requisttionspapiere betreffs Auslieferung deS Italieners aus. Dieselben wurde jedoch vom Gouverneur Durbin nicht honorlrt, nachdem er erfahren hatte, daß Malatesta in Pittsburg ein Geschäft gegründet hatte, welches ihn S20,000 gekostet hatte, einen Theil der Summe hatte er geliehen. Er machte jedoch Bankerott und als er von den Gläubigern gedrängt wurde, kam er nach hier. Bononi, welcher seine Verhaftung erwirkt hatte, war einer der Creditoren. Da eS sich also nur um eine Schuldforderung handelt, so fand der Gouderneur, daß eine Auslieferung des Mannes nicht gerechtfertigt war. Bankerott. Samuel N. Gold in Firma S. N. Gold & Co. meldete im Bundesgericht seinen Bankerott an. Den Passiva von $13,816.64 stehen Activa von $6461.13 gegenüber Die Hauptgläubiger sind: George B. Jandes mit $2300; JameS L. Keach mit $1440.94 und die Philoxemia Loge No. 44 deS Odd Fellow Orden.

Ein aus dem Jrrenashl entflöhener Patient trotz seines Bittens wieder zurückgesandt. Er sagt, daß er dort Hunger leiden mußte.

Julius Heffner. der aus der Julietta Anstalt für unheilbare Irrsinnige entflohen, wurde gestern von Beamten der Anstalt hier abgeholt, um wieder zurück transportirt zu werden. Der Mann sprach gut deutsch und bat die hiesigen Beamten flehentlich, ihn nicht wieder zurückzusenden, sondern ihn hier zu behalten, da er dort habe hungern müffen, und erklärte zugleich, daß daS ihm vorgesetzte Essen ungenießbar gewesen sei. Er behauptete, daß er gestern in der hiesigen Polizeistation zum Mittagessen mehr zu sich genom men habe, als in Julietta während der gesammten Tagesmahlzeiten zusammen, da ihm hier das gute Essen so köstlich mundete. Heffner ist ein äußerst schmächtig gebauter Mann von etwa 35 Jahren und er schien an Muskelnzuckungen zu leiden, brachte aber, ' wenn er Deusch sprach, seine Sache in sehr vernünftiger Weise zu Gehör, setzte auch seiner Rückführund in die Anstalt keinen Widerstand entgegen, sondern bat . nur ihn nicht nach dort zu überführen. Er wurde an den Händen geschlossen dem Julietta Beamten übergeben. Eröffnung von Angeboten sür eine neue Brücke. Am nächsten Samstag Vormittag werden die CountyCommissäre Angebote für den Bau einer neuen Brücke über den White River an der West Michigan Str. eröffnen. Der Contract wird erst, nachdem die Angebote sorgsättig in Erwägung gezogen worden sind, vergeben werden; die Commercial Club Brücken und StroM'Commission wird ebenfalls zu Rathe gezogen werden. Angebote für die White River Brücke an der Morris Str. werden am 27. September von den Commissären entgegengenommen werden. Znm Jndiana Tag". , Gouverneur Durbin und fein Stab reisten gestern nach St. Louis ab, um an der heute stottsindenden Feier des Jndiana TagcS theilzunehmen. Für die Herrschaft ist QuartieriÄ Jnfide Inn" belegt worden. Die NewSboy's Kapelle dampft um Mitternacht nach St. Louis ab. Ein Gaft des Sotel Englifh dem jähen Tode ereilt. Wm. L. Bishop, Reisender für die Danville Wholesale Grocery Co. langte gestern Abend hier an und nahm im Hotel English Quartier. In demsel ben Augenblick, als er sein Zimmer betreten wollte, wurde er von einer Ohnmacht befallen und bald that er seinen letzten Athemzug. Ein Herzschlag hatte, wie die ärztliche Untersuchung ergab, seinem Dasein ein plötzliches Ende bereitet. Der Verblichene war etwa 45 Jahre alt; die Leiche wurde nach der Morgue des Coroner'S Tuteweiler überführt. Fahrunfall. Frau Louise Ball fuhr gestern Abend in einem Buggy die Nord Noble Str. entlang, als vor dem Hause No. 517 dasselbe gegen einen Haufen Steine stieß. Frau Ball wurde auflas Straßenpflaster geschleudert und am rechten Bein verletzt. Nachdem Dr. Jacobs ihr ärztliche Hülfe geleistet hatte, wurde sie nach ihrer Wohnung, 3014 Ost Washington Str. überführt. Die Leute des betreffenden Contractors, welcher an der Straße Arbeiten auszuführen hat, hatten es versäumt, vor dem Steinhaufen eine rothe Lateme anzubringen. ? Kohlensperre aufgehoben. Aus dem Big Four Hauptquartier kommt die Nachricht, daß die Sperre, die über die Jndiana-Kohle verhängt war, feit letzter Woche nicht mehr existirt. Die Southern Jndiana Bahn hat den Anstoß dazu gegeben, indem sie zu ihrer alten Transportrate für das Befördern von Kohlen aus den Gruben entlang ihrer. Linie nach Westport zurückgekehrt ist. Von dort werden die Kohlen für den GaSgürtel mit der Big Four-Bahn befördert.

Nachrichten aus Jndiana.

Die Fair in Ft. W a y n e. Fort Wayne, 31. Aug. Am nächsten Dienstag beginnt die Fort Wayne Fair. Noch niemals wurden hier solche umfassenden Vorbereitun gen zur Veranstaltung einer landwirthschaftlichen Ausstellung getroffen, wie diesmal. Die Attraktionen sind vielseitiger und zahlreicher denn je zuvor. Die Ausstellung von Pferden, Rindvieh, Schafen und Geflügel war noch nie so großartig und vielseitig. ES kommen an $20,000 Prämien zur Vertheilung. Ferner wurden ausgegeben für neue AuSstellungSGebäude über 811,000, und die Amüsements, freie Vorstellungen, Tagfeuerwerke :c. werden über S2000 kosten. Herr H. A. Wieble hat die Konzession zur Leitung des ErfrischungS - Gartens" oder Deutschen PavillionS" erhalten. .Tödtlicher Unfall. Kendallville, 31. August. John Schifferlmg, ein bekannter Bür ger, schoß sich gestern und erlag turz darauf seinen Verwundungen. Er war auf eine Leiter gestiegen, um ein Eichhörnchen zu schießen, verlor seinen Halt und stürzte. Bei'dieser Gelegenheit entlud sich das Gewehr und der Schuß ging ihm durch den Kopf, ihn fast augenblicklich todtend. DerBruchderClarkCounty Republikaner. Jeffersonville. 1. Aug. Die als Big Four" bekannte Faktion hat auf der gestern Nachmittag in Jefferfon ville abgehaltenen County Convention einen vollständigen Sieg über die Insurgenten" davongetragen. ES handelte sich in der Hauptsache um die Nominativ sür daS Kreisrichteramt, und dieselbe siel dem Bannerträger der Big Four", Senator Ward H. Watson, zu. Sein Gegener war Horace Dunbar aus Jeffersonville. Als permanenten Vorsitzer einigte man sich auf den Big Four"-Mann Paul Burlingame,gegen den Insurgenten" Dr. Terry L. Mains. Als dann Watson und Dunbar in die Arena" traten gab eS große Unruhe, die jedoch durch zwei Polizisten beseitigt wurde. Wat son erhielt dreiundsechzig, Dunbar fünfunddreißig Stimmen. Dunbar war wüthend und wies die Nomination als Staatsanwalt grimmig ab. Der Riß in der Pariei ist größer, als je. zur Freude der County Democratie. Lormund für einen Beteranen verlangt. Damit es ihm ermöglicht wird, eine Monatspension von S3zu zieheh, wurde ein Gesuch zur Ernennung eines VormundeS für den Kriegsveteran Wm. E. Carpenter eingereicht. Carpenter wurde am 2. Aug. für irrsinnig erklärt und am 6. August wurde er inS Irrenhaus überführt. Auf dem Wege der Besserung. Warren Rummel, welcher am letzten Samstag Abend von George E. Kühlman1825 ShelbyStr. geschaffen wurde, weil er sich in unbefugter Weise auf dessen Grundstück umhergetrieben hatte, befindet sich auf dem Wege der Besse rung. Socialistische Partei. Eugene V. DebS, der Candidat der Socialistischen Partei für Präsident der Ver. Staaten, wird heute Abend in der Masonic Halle die NationalCampagne eröffnen. Die deutschen Mitglieder des hiesigen Zweigs der Partei sind ersucht, nach der Versammlung sich in Otmar Keller's Club-Local einzusinken; eS sollen dort die Vorbereitungen für die am 11. September stattfindende Wagen-Partie getroffen werden. Grundeigeuthums Uebertragungen. Arthur V. Brown an Thomas E. Miller it., Lots 11 und 12, Brown'ö Brookside Park Addition, östlich von Olney Strr, nördlich von 10. Straße, $900. Chauncey R. Hammond an Gottfried Aufderheide, Lot 8, Block 7, Indianapolis Car Co.'S 1. Add. südlich von Atlas Works. $500. Clara A. Stutzenberger an Clifford Horneg, Theil Lot 27, Warman Erben Haughville Sub. $600. ro Raucht die B0NANZA.

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