Indiana Tribüne, Volume 28, Number 7, Indianapolis, Marion County, 31 August 1904 — Page 4

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Zndiana Tribüne. HerauSgezedtn von der Sutenberg S. Indianapolis, Ind.

Hany C. Thudium - - Präsident. GeschäftSlocal: No, 31 Süd Delaware Straße. Telephone ses. Kr.teiei at tke Post" Office of Indianapoli as second dass matter. Polnischer Aufstand in Sicht? Die .Kölnische Zeitung" schreibt: Als der Krieg gegen Japan begann, wurden im Weichselgediete massenhaft Aufrufe verbreitet, die, um es kurz zu sagen, die polnische Bevölkerung dort aufforderten, sich für den Kampf gegen die russischen Bedrücker" vorzubereiten. Die Währung unter der russisch-polni schen Bevölkerung nahm rasch zu, da aber die Behörden nachdrücklich ein schritten, warnten die Klügeren vor dem unzeitgemäßen Uebereifer. Auch sie freilich ließen durchblicken, daß sie glaubten, die Stunde der Vergeltung sei nahe. Je schwieriger sich die Lage KxropatkinS im fernen Osten gestaltet, desto mehr nimmt im polnischen Lager die Zahl derer zu, die losschlagen wollen. ES ist ein sehr demerkenswertheS Zeichen der Zeit, daß der Posener Oredownik, ein Blatt, das mit jenen polnischen Kreisen Fühlung unterhält, vor einigen Tagen die Angelegenheit behandelte in der diplomatisirenden Art, die diese Zeitung stets ausgedehnet hat. Es warnte vor unbesonnenen Schritten, aber leugnete nicht, daß die Umstände andere Entschlüsse von der polnischen Nation erfordern könnten. Also offen herausgesagt: sind die Umstände günstig, steht ein Erfolg in Aussicht, dann bricht im Weichselgebiete ein polnischer Aufstand aus. - Gewiß, alle Polen verwahren sich gegen eine derartige Absicht; niemand schreit aus, daß er einen Aufstand vorbereitet. Die Polen Rußlands sind heute besser organisirt, als bei den früheren Auf ständen, sie rechnen namentlich damit, daß die Garnisonen im Westen allzu sehr geschwächt werden müssen. Diese Hoffnung trügt; die russische Armee kann in Ostasien auf das Doppelte ih reZ heutigen Bestandes gebracht werden, ohne daß die Truppen der Militärbe zirke Warschau, Wilna und Kiew zu schwach sind, einen Ausstand im Keime zu ersticken. Hätte der Oredownik" das Schwergewicht seiner Ausführungen darauf gelegt, daß man sich kor linde sonnenheit hüten müsse, so betont das Lemberger Slowo Polökie" schärfer, daß die Polen mehr Ursache zur Rache hätten, als die Finnen. Aber die ganze polnische Nation dürfte sich trotzdem nicht an den Umtrieben der russischen Revolutionäre be theiligen, das bleibe, den einzelnen Po len überlassen. Die Gesammtheit müsse die . Vorgänge in Rußland ab wartend beobachten. Es könnte ja schließlich ein Augenblick kommen, wo die Polen die innere Schwächung Rußlands zu ihren Gunsten ausnutzen dürften. Darin, daß die Polen an den Erfolg eines AusstandeS glauben, ist die eigentliche Gefahr zu erblicken. Daß jeder polnische Aufstand von Rußland allein niedergeschlagen werdm wird, steht ja außer Zweifel." John Mitchell, der Präsident der Grüben-Arbeiter-Gewerkschaft, ist von seiner Europareise zurückgekehrt. Jedenfalls werden die von dem tüch. tigen Arbeiterführer in Europa ge sammelten Ersahrungen ihm den drei ieren Gesichtskreis gebracht haben den er zu erlangen wünschte. Wenn recht viele Nassegenossen deS St. Louifer Negers, der- sein Leben gegen $5 auf Roosevelt'S Erfolg tuet tete, ebenso wetteten, würden die Wähler des Landes schon dafür sorgen, daß die Negersrage gelöst werde, wenn sie auch populistisch stimmen müßten. Was ist ein. öffentlicher Park? Das ist eine' Frage, die hier in JndianapoliS am leichtesten dadurch gelöst werden kann, daß, um . eine WirthschaftslicenS in der Nähe irgendeines unbebauten Platzes, der städtisches Eigenthum ist, nachgesucht wird. Heililiger Webster! Wo bleiben deine sonst für alle. Welt maßgebenden Desinirungen, wenn Eli, der Ritter, eS anders wiü Webster hat sich einfach mal geirrt. Ein öffentlicher -Park ist nicht, wie er sagt, ein dem allgemeinen Pudlikum. zugängliches, mit Blumen gerWl4 sAM.. zL 4.Ii , iiyrnuuto (uuwi; Uiiuciu ein Uüll

einem Zaun umgebenes Dreieck, auf welches die Kinder, die darauf spielen wollen, nur gelangen können, wenn sie auf allen Vieren unter die Zaunpfühle durchkriechen. Die Eounty'Eommissäre haben, wie an anderer Stelle berichtet, einem gewissen Earson, der eine Wirthschaft an der Alabama und Arch Str. einrichten wollte, eine Licenz bewilligt da kam der edle Ritter zum Eomptroller Dunn wies mit seinem dürren Zeigefinger aus eine Regel der Parkbehörde, welche das Eröffnen einer Wirthschaft im Umkreis von 500 Fuß nahe einem Parke derbietet. Die Nachbarschaft, welche wohl das eingezäunte Dreieckchen kannte, und wußte, daß es für Naturgaszwecke ursprünglich bestimmt war, erfuhr plötzlich, daß sie Besitzerin eineSöffentlichen Parks ist. Bruder Dunn begriff und verweigerte die Licenz. Bruder Dunn vermag zwar keine Armeen aus der Erde zu stampfen, aber wie eS scheint, kann er ParkS" aus der hohlen Hand wachsen lassen.

Am 5. September wird im Ap praiser'S StoreS" Gebäude in New Jork durch das Ackerbau-Departement ein chemisches Laboratorium zur Untersuchung importirter Nahrungsmittel eröffnet werden, in welchem fünf auf Grund von außerordentlichen Prüfungen ernannte, erfahrene Chemiker thätig sein werden. Es wird das erste einer Anzahl von in Hafenstädten zu errichtenden Laboratorien zur FernHaltung ungesunder und verfälschter im Auslande produzirter Nahrung?Mittel sein, die nach den Ner. Staaten versandt werden. Der Congreß wird um Geldbewilligungen für weitere Laboratorien in Boston, Philadelphia, New Orleans, San Francisco und Chicago angegangen werden. Das Gesetz gegen die Einfuhr ungesunder Nahrungsmittel ist länger als feit einem Jahre in Kraft und hat das Stadium des ExperimentirenS überschritten. Dr. H. W.iWiley, der Chef des chemi schen Bureaus des Ackerbau-Departe-mentS, hat erklärt, es sei nunmehr die Absicht de? Departements, die Cchrauden anzuziehen". Achtzig Prozent der importirten Nahrungsmittel kommen in New Jork an und von nun an werden Proben einer jeden Sendung direkt vom Appraiser" . nach dem Laboratorium geschickt werden, wodurch der Zeitverlust wegfällt, der bisher dadurch entstand, daß der Ackerbausekretär erst beim Schatzamtssekretär um solche Proben nachsuchte und diese erst nach Washington zur Analysirung geschickt wurden. Als das sogenannte Pure FoodGesetz in Kraft trat, fand es sich, daß nur 73 Prozent der importirten Nah rungsartikel und Getränke unter den Bestimmungen des Gesetzes zulässig waren. Seitdem ist die Zurücksen dung zahlreicher Sendungen nach dem Orte ihrer Herkunst verfügt worden, wodurch die Qualität solcher Importe gehoben wurde, sodaß jetzt 85 Prozent derselben unter dem Gesetze zulässig sind. Der Ackerbausekretär hat eben erst das erste Gesuch eines Importeurs gewährt, eine Sendung, welche aus verfälschtem Olivenöl bestand, vernich ten zu dürftn, anstatt sie zurückzuschicken. Der Ackerbausekretär erwartet zur Zeit eine Auslegung eines Theiles des Gesetzes, durch welchen, wie er glaubt, die Einfuhr von NahrungsMittel die aus Ländern kommen, wo die Einfuhr derselben Artikel aus den Ver. Staaten verboten ist, ausgeschlossen werden kann. Deutschland ver bietet die Einfuhr von amerikanischer Wurst und wenn der Generalanwalt das Gesetz in diesem Punkte so auslegt, wie erwartet wird, wird das Verbot gegen die Einfuhr deutscher Wurst durchgeführt werden. DaS chemische Bureau deS Ackerbau-Departe-mentS hat eine Reihe von Winken für Importeure von Nahrungsmitteln ausgearbeitet, worin spezifische Jnformation darüber enthalten ist, welche Artikel als gefälscht, unrein, betrügerisch markirt und in anderer Weife dem Gesetze zuwiderlaufend betrachtet resp. nicht betrachtet werden. WaZ u. A. schottischer WhiSkey"betrifft, so istdie Ausschließung dieses Getränkes auf Grund vorgenommener Analysen beabfichtigt, wie Dr. Wiley, der Chef deS chemischen BureauS, erklärt hat. Er behauptet wie schon berichtet, es befinde sich nicht ein einziges Faß reiner fchottischen Whiskey in den Ver. Staaten. -MM Chicago. General M. S. HaS call ist gestorben. Er hat an vielen Schlachten des Bürgerkrieges theilgenommen.

Eine Burgerverfammlung einöe-

rufen. In einer der letzten Sitzungen 'deS Stadtraths wurde eine Ordinanz eingereicht, krast welcher eS verboten sein soll, leicht brennbare und zur Explcsicn geneigte Stoffe, wie Gasolin, Päroleum, Benzin :c, innerhalb der Stadt grenzen in größeren Quantitäten !auf Lager zu halten. j Diese Ordinanz wurde an dasComite für öffentliche Moral verwiefer. Die Sache hat in weiten Kreisen Änklang gefunden und es ist auf heute Abend eine Bürgerversammlung mbe rufen worden, um im Jntereffe dieser Ordinanz Beschlüsse zu fassen. Die Versammlung findet im S:ale des Stadtraths statt. Grundeigenthums Uebertragunken. Louisa Camphausen an William H. Ramfey jr., Theil von Lot 157 in McCartyS 5. Westside Add., in West Indianapolis. $3,500. Arthur V. Brown an Josephine H. Sherwood, Lot 3, Greenleas's Srbd. Theil von Oak Hill, westl. von Brichtwood; Theil von Lot 9, Jandeö Si.b., Theil von Außenlot 131, nahe Memll und Eckert Str. S1,550. Edwin C. Huntington, Commiffionär, an May Hinkle, Theil von Cec. 35 Township 16, Range 4, Wanen Township. $11,106. Gerge E. Bridenbucher. an Rahel S. Bridenbucher, Lot 2, Berlin u. A. Sub. von Bruce Place. nahe Broldway und 25. Str. $2000. Frederick Moehlmann an Charles E. McL aughlin, Lot 472 in Spann & Co.'S zweiter Woodlawn Add., östlich von Shelby und nördlich von Prospect Straße. 81650. Ellen Torrey an Jesse C. Pike, Lot 14 in Meikel's Sudd. der Außevlot 164, westlich von West Str. und nördlich von Jndiana Ave. S1600. - John Ehndris an Sarah Thompfm, ein Theil- der nordöstlichen ViertelSectisn 22, Tfhp. 17, Range 3 von Washington Tsh. 84200. George Gunseth an C. A. Ecklm, Theil Lots 39 und 40StevenS's Sub., Außenlot 103, nahe Stevens und Caft Str. 81750. Hany F. Zion an Lyman W. M'x', Theil von Block H, McCarty'ö 3. Westseite Add., West Jndpls. $2250 Elvira M. Anthony an Josephine S. Hubbard, Lot 53, Wood's Subd. von Außenlot 1, New Jersey Str., naheNorth. 87500. George Wolf u. A. an Christian W. Seigman, Lot 76, 2. Sect. Windhorst Place, westlich von Madison Ave., nördlich der Gürtelbahn. 81200. Sarah A. Fisk an William S. Crouse, Lot 115, Englewood Add., südlich von Ost Washington Str., westlich der Gürtelbahn. 82500. ElliS Roberts an Albert M. RobertS, Tract an Illinois Str., nördlich non30. .82000. . i Perry F. Brunson an denselben, Theil von demselben. 82000. Albert M. Roberts an Perry T. Brunson, dieselbe. 84000. Edwin P. Ervin an Lillian E. Lane, Lot 18, Bruces Subd., Theil von von BruceSIdd, Central Ave., nahe 25. Str., 81600. John I. Johnson an David Johnson, Lot 10, Johnson'S 1. Add., West Indianapolis, und Theil von Lots 13 und 15 an denselben. George W. Walton an .Jsaac O. Russell, Lot 29, Block 4, Forest Park Add., südöstlich von Pennsylvania Eisenbahn-Werkstätten. 81500. John Feil an David Goldman, Lot 30 in Norwood'S Subd. von Outlot 122,. Ecke Illinois und McCärty Str. 87,350. Howard S. Moffett an Jennie S. MyerS, Lots 84, 85 und 66 in LewiS & Cos. Arsenal Heights And., östlich von Woodruff Place. 81,550. Connecticut Mutual Life Insurance Co. an Katherine Washington, Lot B" in Meikel'S Subd., Theil von Square 32. an Ecke Ohio und Senate Ave. 89,000. Niedriger Fahrpreis nach California via Pennsylvania Linien. August 15. bis 27. einschließlich, und vom 23. bis 9. September einschließlich. Excurstons - Tickets nach San Francisco und Los Angeles, in Anbetracht des dreijährigen ConclaveS der Knights Templar und Sovereign Großloge I. O. O. F. werden über Pennsylvania Linien verkauft. Für völlige Information bezüglich Fahrpreiz. Route u.s.w., spreche man bei den Ticket-Agenten dieser Linien vor, oder schreibe an W. W. Richardscn, Distrikt Paffagier-Agent, Jndianapoliö, Ind.

Rrkeg im Frieden.

Die Annccmanööcr auf dem Schlachtz fclde von Bull Nun. Historische Ncminisccnzen Tle Kämpfe der Konfödcrirtcn und Unionstrupp, im Bür, gcrkriege Buk Run-Brücke und Henry House-ManövergSste. Die großen Armee-Manöver, welche auch heuer zur Erprobung und kriegsgemäßen Schulung der Bundes- und Miliztruppen in den Ver. Staaten stattfinden, dürften diesmal ihres Schauplatzes wegen in weiten Kreisen der Bevölkerung ganz besonderes Interesse wachrufen. Einen Grund hiefür bietet der Umstand,, daß dieser moderne Scheinkrieg, an dem zwischen 25.000 bis 35.000 Mann Truppen theilnehwen. sich diesmal auf historischer Stätte, dem durch den Bürgerkrieg berühmt gewordenen Schlachtfelde von Bull Run vollzieht. Bekanntlich haben dort, im Thale des Bull RunFlüßchens im nordöstlichen Virginien m den beiden ersten Jahren des Bürgerkrieges zwei der denkwürdigsten und blutigsten Schlachten in dem gewaltigen Ringen zwischen Nord und Süd stattgefunden und der männermordende Kampf zwischen den Blauen und Grauen gelangt nun nach 42 Jahren, seiner taktischen Bedeutung wegen, als Krieg im Frieden zur Wiederholung. Das berühmte Schlachtfeld umfaßt eine Fläche von etwa 50 Quadratmeilen. Da die Ernte in diesem überaus fruchtbaren Landstrich zur ManöMmimm vwuMnwari wrarair Bull Nun.Monument und Henry House. derzeit, um die Mitte September, bereits eingeheimst ist, machte es der Bundesregierung keine sonderlichen Schwierigkeiten, die Erlaubniß der Grundeigcnthümer zur Benützung des Geländes für militärische Zwecke zu gewinnen. Die Truppen operiren unter dem Oberbefehle von Generalmajor Henry . C. , Corbin, in ' zwei von den Brigadegenerälen Fred. D. Grant und I. Franklin Bell geführten Divisionen gegeneinander und die Milizregimenter sind dabei zur Hebung ihrer militärifchen Leistungsfähigkeit wechselseitig zvischen die regulären Truppen eingereiht. .Als Schlachtplan dienen die Kämpfe zwischen den Konföderirten unter Äauregard, Johnston und Lee, und der Unionsarmee unter McDowell und Pope in den Jahren 1861 und 1862. Tie Fiktion, läßt sich umso leichte? festhalten, als sich die Gegend wenig verändert hat. Da ist noch die alte Bull Run-Brücke. wo im Bürgerkriege beide Schlachten ihren Anfang nahmen, und ebenso steht immer noch als einziges Haus auf dem blutgetränkten Grunde das Henry House, dessen kranke Besitzerin vor der Furie des Krieges nicht fliehen konnte und von einer Granate zerrissen wurde. Es fehlt also wahrlich nicht an Remmiscenzen. um das lehrreiche Kriegsspiel interessant zu gestalten und damit die Erinnerung an die Sturmund Drangperiode der Union wachzurufen. Besonders in Veteranenkreisen dürften sich zahlreiche Schlachtenbummler" finden, welche die Reise nach dem Manöverfelde nicht scheuten, um unter den Segnungen des Friedens eine neue Generation ihre Kriegskunst an Bull Nnn.Brücke. den im Heldenbuche der Geschichte verzeichneten Thaten der Alten erproben zu sehen. Auch die Militärattaches der in Washington kkrcditirten fremden Mächte nehmen an den Manövern theil, bei denen Miliztruppen aus den verschiedensten ' Theilen der Union mitwirken. . Von dem Gesammt-Koh-l e n p r o d u k t in den Jcr. Staaten, das im Berichtsjahre 1903 die Höhe von 359,421,311 (kurzen) Tonnen erreichte, entfallen etwas mehr als 74,000,000 Tonnen auf die Anthracitgruben in Pennfylvanien.

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Australischer ZUescnrkclmmurm.

rötzenmatze, Aufenthalt, Fkgenarten und Fortbewegung des Thieres. In Australien lebt ein Regenwurm, der eine Länge von 3 Fuß 3 Zoll bis 4 Fuß 11 Zoll erreicht. Das sicherste Zeichen, daß dieser Wurm an irgend einer Stelle im Boden lebt, ist ein deutlich hörbarer glucksender Laut, den das in sein Erdloch sich tiefer zurückziehende Thier hören läßt, nachdem man mit den Füßen auf den Boden gestampft hat. Der Wurm lebt häufig an Stellen, wo der Boden vielfach von den Löchern der Landkrabbe durchwühlt ist. Diese Krabbcnart gräbt einen kleinen Gang, der in eine Kammer hinabführt, und durch diese Kammer führen zahlreich die Gänge' des Wurms hindurch. Am Eingange der Krabbenhöhle findet sich fast stets ein großer kegelförmiger Auswurfhaufen, der jedoch von der Krabbe, nicht von dem Wurm herrührt. Der Wurm schafft, im Gegensatze zu anderen Regenwürmern, seine Auswürfe nie an die Oberfläche der Erde. Es ist keine leichte Aufgabe, das Thier unbeschädigt aus der Erde zu ziehen. Sobald sein Erdgang aufgedeckt ist, sieht man den Wurm mit grotzer Schnelligkeit fortgleiten, wobei er oft den erwähnten glucksenden Laut hören läßt. Hält man den Wurm in der Mitte fest, so treibt er beide Enden seines Körpers auf, bis sie fest gegen die Wände des Loches gepreßt sind; wenn man ihn unter solchen Umständen zerrt, so zerreißt man den Körper. Die Gänge sind innen mit einer schleimigen Flüssigkeit ausgekleidet, welche aus den Rückenporen des Wurmes stammt und es diesem ermöglicht, schnell vorwärts zu gleiten. Die Bewegung erfolgt in der Weise, daß der Wurm das eine Körperende auftreibt und, auf diese Weise sich festhaltend, den übrigen Theil des Körpers zusammenzieht; bei der nächsten Bewegung wird das andere Ende aufgetrieben und als Stützpunkt benützt, worauf der übrige Körper ausgedehnt wird. Dieser Wechsel der Bewegung erfolgt so rasch, daß der Wurm gleichmäßig fortzugleiten scheint. Der Wurm hat einen eigenthümlichen, kreosotähnlichen Geruch; wenn er verwest, bildet sich eine ölige Flüssigkeit, welche von den (Eingeborenen als Heilmittel gegen Rheumaiismus verwendet wird. Das Federvieh rührt diesen Wurm nicht an, fei er lebendig oder todt. '

Der Kat." Der Nationalhut der Koreaner ist unseren Lesern wohl schon irgendwo aufgestoßen, und man kann ihn, wenn man ihn einmal gesehen hat, schwer vergessen wegen seiner ganz sonderbaren Form, die gleichsam ein Zwischending zwischen der Fasson unserer Cylinder und unserer gewöhnlichen Strohhüte darstellt. Die Koreaner .nennen ihn kat." Verfertigt wird er aus feiner Sekde, die über ein mit Leim versteiftes Bambusgeflecht gespannt wird. Der kat" besißt einen kleinen cylindrischen, oben platten Kopf, eine sehr breite Krempe, außerdem lange Bänder zur Befestigung unter dem Kinn. Der breite Hutrand hat eine ganz besondere und auch merkwürdige Entstehung. In alten Zeiten, als sich die Herrscher in Korea noch sehr unsicher auf ihrem Thron fühlten, wurde nämlich durch einen allerhöchsten Erlaß verordnet, daß die Krempe an den Hüten eine sehr große Breite haben müßte. Man wollte' dadurch geradezu einer Verschwörung vorbeugen, indem die Leute, die eine solche beabsichtigten, durch die Größe der Hutränder daran verhindert werden sollten, sich im Flüsterton von ihren staatsgefährlichen Plänen zu unterhalten. Der schwerste Mann der Welt ist nach einem englischen Blatt der im Jähre 1848 geborene Engländer Thomas Lcngley. Er wiegt angeblich 620 Pfund und mißt um die Brust 70 Zoll, um den Gürtel 83 Zoll, seine Wade hat einen Umfang von 23 Zoll, seine Größe ist 6 Fuß 1 Zoll. Longley ist ein gebildeter und sehrintelligenter Mensch. Im Jubiläumsjahr ließ die Königin , Viktoria ein Telegramm an ihn senden, das ihn zu seiner guten Gesundheit beglückwünschte. Der Brief ist eingerahmt worden und hängt in dem Restaurationssaal des StarWirthshauses in Dover, wo Longley lebt. Zum elektrischen V ahnb a u. Vor Kurzem ist auf der ungefähr 21 Meilen langen Strecke Nieder-schöneweide-Spindlersfeld (bei Berlin) die erste elektrische Vollbahn in Deutschland mit Wechselstrombetrieb eröffnet worden. Es sollen nun während eines Jahres die nöthigen Erfahrungen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und technischen Einrichtungen gesammelt werden, um darnv wenn, sie günstig ausfallen, einen Versuch in größerem Maßstabe zu unternehmen, vielleicht das gesammte Stadtbahnnetz Berlin auf diese Weise zu betreiben. Schoß aus Irrthum seinen Sohn. T. S. Jones in Harper's Ferry, W. Va., hörte nächtlicher Weile, daß ein Schlcichdieb in seiner Wohnung war. Er begab sich nach dem Bureauzimmer und sah. wie der Mann davon lies. Draußen wollte der 23 Jahre al.e Sohn Jones' den davon laufenden Einbrecher aufhalten, doch glaubte der Vater, daß die in der Dunkelheit stehende Gestalt der Einbrecher sei, und schoß seinen Sohn. Die Wunde war lebensgefährlich. 1 . :

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