Indiana Tribüne, Volume 28, Number 5, Indianapolis, Marion County, 29 August 1904 — Page 5

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LieveSwttndtt.

Ton E. v. Weitra. -Du bist für mich daZ große Wunderland. Las ich mit heilig scyeucm uft btixt CM Nun wandt' ich staunend seit den Pfad ich fand Inmitten deines Herzens Rosenbectenl Tu bist für mich ein Märchen fort und fort Möcht' ich die Seiten dieses Märchens lesen, Mit süßcr Spannung lauschend jedem Wort, Den Schleier lüftend über deinem Wcscnl Gleich wie ein Meer mit cw'gcm Wellenschlag, Gleich einem Bronnen uncrschöpfi mir bleibend. Bist du mir seltsam neu mit jedem Tag, Ein Rosenstrauch unendlich Blüthen treibend! .... Tie Fahnenweihe. Novellette von 0. SculteinZ. Meine Herren", sagte der Regimentscommandeur in der OffizierVersammlung, am nächsten Sonntag wird dem Kriegerverein zu Eschenbürg eine Fahne verliehen, wir sind verpflichtet, eine Offiziersdeputation dorthin zu entsenden. Ich wünsche, daß die Herren Blankensee, Lindemann und von Große daran theilneh-men."-Die benannten Herren nahmen die Hand an die Mütze. Oberleutnant Blankensee und Lindemann waren wenig erbaut von dem Kommando, Leutnant v. Große um so mehr. Er war vor 8 Tagen Offizier geworden und sich der Schwere seiner diplomatischen Mission voll und ganz bewußt. Bei Tisch im Casino trank er eine Flasche Sekt, um' sich allmählich in die Rolle eines Attaches hineinzuleben, träumte bereits von glänzenden Commandos nach Berlin, als Militärttach6 in Washington und der damit unbedingt verbundenen Verlobung mit der Tochter eines Multimillion'ärs. ' Er fand sich schnell in die ersehnte Situation hinein und bestellte auf die gedachte Verlobung hinnoch eine Pulle. Der Sonntag kam und alle drei Herren fuhren per Wagen nach dem nahegelegenen Städtchen. Blankensee ' memorirte fortgesetzt seine zu haltende Rede, Lindemann rauchte in gottergebener Stimmung keine Cigarre, v. Große als jüngster hatte allein die Nase hochgereckt und schaute um sich mit edler Gönnermiene, als ob es ohne ihn nicht ginge und der Kriegerverein sich glücklich schätzen mußte, daß er durch sein Erscheinen dem Feste erst die rechte Weihe und Würze b. Eschenburg war reich geschmückt. Alle Straßen hatten Flaggenschmuck angelegt.ungezählte Tannenguirlanden rankten sich um die Flaggenmasten und verbanden die Häuser. Pappschilder mit verschiedenen, theils unmotivirten Aufschriften hingen an den Guirlanden, das Pflaster war mit Blumen, Tannengrün und bunten Papierschnitzeln besät und das Kriegerdenkmal auf dem mit Bäumen bestandenenMarktplatze war von fragwürdigen Palmen und anderen Topfpflanzen umgeben. Hier auf dem Markte sollte die Feier vor sich gehen. Tribünen für die Damen waren dem Denkmal gegenüber aufgestellt. Alles schwamm in den Landesfarben. Die Kinder hatten frisch gewaschene weiße Kleider an, welche besonders bei den kleinen Mädchen etwas zu viel Stärke aufwiesen, so daß sie sich wie Crinolinen um die zarten Glieder blähten. Da ein Kanonenschuß! Der Festzug hatte begonnen. An der Spitze marschirte das Musikcorps mit abgeschabten, speckglänzenden Gehiöcken und vorsintfluthlichen Tylindern. Die gemarterten Instrumente intonirten eine Weise, die musikalisch gebildeten Leuten als eine ParaPhrase zu dem bekannten wehmüthigen polnischen Liede dünkte, in Wirklichkeit aber der altbewährte Peußenniarsch sein sollte Hinter der Musik kam die neue Fahne, getragen von einem muskulösen Metzgermeister, der schwitzend und prustend das im Winde lustig wallende Wahrzeichen hingebender Königstreue und Vaterlandsliebe mit beiden Fäusten festhielt. Rechts und links begleiteten ihn zwei Veteranen mit bunten Schärfreu und griesgrämigen Gesichtern, da sie beide anscheinend von den weißen feierlichen Halsbinden gewürgt und dem mit einem Knopf über dem Maaen zugeknöpften Gehrock gezwickt wurden. Was thut man nicht alles aus Patriotismus. Dann folgten der Herr Landrath, der Bürgermeister mit güldener Amtskette, die drei commandirten Offiziere, die Stadtverordneten und die übrigen Mitglieder des KriegerVereins, der Größe nach in Sectionen zu sechs Rotten mit Cylinder und weißen baumwollenen Handschuhen, dazu die sämmtlichen Orden und Ehrenzeichen angelegt, so daß das Bild von hoher patriotisch rührender Stim- . mung durchsetzt erschien. Aus allen Fenstern wurden Taschentücher geschwenkt, saubere na

:uri:cy, venn es war sonmag, mmen regneten herab, natürliche und künstliche, und zahlreich johlten die Gassenbuben. , v., Große war von erhabener Stimmung geschwollen, mit Siegerblicken beaeanete er den Auaen der aus den Fenstern schauenden Mädchen- UND glaubte, daß alle diese heißen, fragenden Blicke nur ihm gälten, ihm, dem Triumphator, der aus siegreicher Schlacht ins Vaterland zurückkehrte. Seine Phantasie feierte Orgien, als ein' Blumenkranz feine Helmspitze traf und auf dem Helm liegen blieb; der Lorbeer dem Cäsar. Er vergaß auf den Weg aufzupassen, trat dem Herrn Landrath auf die Hacken und stieß mit der Schleppe seines Säbels einen der Stadtverordnetcn vor den Bauch. Pardon", murmelte er halblaut, indem ihn ein wüthender Blick des Landraths traf und der getroffene Stadtverordnete mit ,dem Rockzipfel den Schmutz von dem erhabensten Theile seines ftadtväterlichen Körpers abwischte. Auf dem Marktplatze angekommen, wurde ein Kreis gebildet, der Herr Landrath übergab die schöne, buntgestickte Fahne dem Verein und brachte ein Hoch auf den Landesherrn aus, welches die guten Eschenburger zu ungeahnter Stimmenentfaltung hinriß. Der ' Bürgermeister alsVorstand des Kriegervereins nahm mit tiefgefühltestem, ehrerbietigstem Dank das Zeichen hoher landesherrlicher Gnade entgegen und versprach im Namen ganz Eschenburgs unwandelbare Treue und Hingebung bis zum allerletzten Blutstropfen; er schloß mit einem Hoch auf den Verein und dieVeteranen und legte bewegten Gemüths einen übermenschlich umfangreichen Kranz am Denkmal nieder. Die festliche Seelenstimmung hatte ihren Höhepunkt erreicht. Die Damen weinten, die Kinder zupften beklommen an ihren steifgestärkten Waschkleidchen, alles war gerührt, nur die Stüfce von Thron und Altar, Leutnan.- v.' Große, stand auf seinen Säbel gestützt erhobenen Hauptes da, die einzig ungeschmückte Brust im ganzen Keise von Stolz und Selbstbewußtsein erfüllt. Hatte er auch nicht das Reich bauen helfen, er wollte es schützen und schirmen mit dem Schwerte seiner Ahnen, welches er sich von 14 Tagen für 23,50 M. erstanden hatte. Dic Feier war beendet und alles og in fröhlichster Festesstimmung zum Schützenhaus, wo die Festtafel, mit Damen natürlich, stattfinden sollte. v. Große war die dritte Tochter des Bürgermeisters zugetheilt, ein Mägdelein schlank unD blond und Augen wie die sieben Welträthsel. Er bemerkte mit ästthetisch geschultem Gefühl ihre rothen Hände und die abgeknabberten Fingernägel, sah mit Entsetzen einen Freundschaftsring (das Dutzend 75 Pfg.) auf dem rechten Goldsinger und roch den den Kleidern entströmenden frischen Plättgeruch der mütterlichen Küche. Sein Gegenüber bei der Tafel, das dralle Metzgertöchterlein, gefiel ihm besser, wenn es , auch roth wie ein frischgekochter Krebs war. v. Große sah ihr tief in die Augen, was ihren Tischherrn, einen Provisor der Eschenburger Apotheke, sehr verletzte. Das Gespräch drehte sich bei Tisch naturgemäß um die Fahnenweihe, die Wetteraussichten, den folgenden Ball und andere niedliche Klatschgeschichten aus dem biederen Städtchen. v. Große konnte fragen, was er wollte, sein blondes Grethchen antwartete nur mit Ja und Rein, saß mit gesenkten Augenwimpern da und drehte Brotkügelchen. Sie war sich der nie wiederkehrenden Ehre, einen Leutnant zum Tischherrn zu haben, voll und ganz bewußt, und Große war überzeugt, daß er in den nächsten vier Wochen der alleinige Gegenstand ihrer Träume bilden würde. Gnädigste wohnen schon lange in diesem Nest, was?" Ja, seit meiner Geburt!" Aber das ist ja zu niedlich, also seit Ihrer Geburt; darf man .fragen, wann Sie Geburtstag haben? Ich meine den Tag und den Monat, das Jahr belieben "bic Damen ja nicht zu äußern; ich weiß diese Zurückhaltung sehr wohl zu schätzen." O, ' warum nicht, am 15. Mai 1887 m Nein, wirklich im Mai", fiel Große ein, im Mai, da alle Knospen sprangen. Das ist ja großartig. Na, dann Prosit!" Damit neigte er fein Glas ihr in ritterlicher Weise zu und trank es aus, während sie nur nippte. Schüchtern meinte sie, sie tränke sonst nur Kaisers Geburtstag Wein, er sei ihr zu schwer. v. Große konnte dieses nicht finden, er hielt das Getränk für Grüneberger Schattenseite und sah den Provisor der Apotheke verständnißvoll an, er .beabsichtigte wegen eventueller Gefälligkeiten an Opium usw. mit ihm auf Du und Du zu trinken. Man konnte nicht wissen, was in der Zeiten Schoße lag, und Vorsicht ist die Mutter aller Grüneberger. Die Tafel mit ungezählten Fleischund übergroßen Kartoffelschüsseln

war im besten Gange, und nun kam auch der Champagner, v. Große nannte ihn zwar im Stillen Appelsekt". welche Titulatur entschieden der Wirklichkeit am nächsten lam; aber er trank, so oft ihm dir Lohndiener mit saucenüberströmten, ehemalig weißen Handschuhen einschenkte. Verschiedene Reden waren schon gehalten, der Herr Landrath, der Herr Bürgermeister, selbst Oberleutnant Blankensee war von seiner Rede entbunden worden, die er im schneidigen Leutnantston auf die Armee, die Veteranen, die Kameradschaft und andere werthvolle Soldatentugenden gehalten hatte. v. Große war allmählich in die wahre, große Feststimmung gekommen, die die meisten der. tapferen Eschenburger bereits seit einiger Zeit beseelte. . Er erhob sich, klopfte an sein Glas, und erstaunt blickten die Spitzen der Gesellschaft auf den jungen Leutnant, begierig zu hören, welche Fülle von Gereimtem und Ungereimtem seinen stolzen Lippen entströmen würde. Lindemann sah zu Blankensee hinüber, als ob er sagen wollte, der Bengel wird Unsinn quatschen, und mit verhaltenem Athem lauschten sie Große. Meine sehr verehrten Damen und Herren", begann letzterer, es gereicht mir zur ganz besonderen Freude, daß ich an diesem schönen Fest theilnehmen kann, an diesem .Feste der Fahnenweihe, an dem Feste des Patriotismus, der Verbrüderung, der Vereinigung von Kraft und Schönheit, dem Feste" tiefathmend hielt er inne, bis hierher hatte sein Gedächtnißfaden gehalten, nun war er gerissen, aber anknüpfend an die Schönheit fuhr er fort: Verehrte Fesiversammlung, wo alte Krieger bei einander sind, beim tiefen Trunk und guten Braten gedenken sie der Damen, sie flechten und weben himmlische Rosen ins äh, äh irdische ganz gemeine Leben. Meine Herren die Weiber, ah pardon die Damen, sie leben hoch, hoch und zum dritten ' Male hoch!" Mit gutmüthigem breiten Lächeln hatten die guten Eschenburger zugehört, und gewohnt zu gehorchen, riefen sie begeistert: Hoch, hoch und immer hoch!" Die Damen sahen sehnsuchtstrunken zu dem jungen schneidigen Offizier hinüber, Blankensee und Lindemann lächelten getröstet, der Herr Landrath trank v. Große zu und meinte, er trage den Feldmarschallstab im Tornister, die Frau Bürgermeister drückte Große gerührt die Hände, daß es ihn schmerzte, und wie der Sieger von Austerlitz schaute der jüngste Leutnant sich im Kreise der Veteranen umher, als ob er sagen wollte: Mir kann keiner! Das Festmahl war beendet, man zerstreute sich im Garten, um den Saal zum Tanze vorzubereiten. v. Große bot seiner Tischdame den Arm und führte sie hinaus in den hübschen Garten, in die Jasminlaube, wo er sich mit dem feinen Batisttaschentuche, getränkt mit soleil du rni nuit, hochaufathmend Luft zufächelte. Grethchen Hunkemöller faß gottergeben auf der Bank, seltsam, daß kein Mensch in die Nähe der Laube kam sie blieben alle bei der Kegelbahn, wo einzelne sich bereits den Rock ausgezogen hatten, um zu kegeln. v. Große setzte sich neben Grethchen, schlang den Arm um ihre dünne Taille und flüsterte - ihr Schmeicheleien ins Ohr, ,daß das Mädchen roth wurde und kaum zu athmen wagte. Er verstieg sich sogar zu einem Kuß auf den großen rothen Mund, denn nach dem Weingenuß bemerkte er nicht mehr den Plättgeruch und busselte ruhig weiter. Grethchen fand Geschmack daran und hielt das Schnäuzchen immer wieder hin, den Druck mit den schwellenden Lippen erwidernd und selig den Offizier anblickend, es war der schönste Tag ihres jungen Lebens seit ihrer Confirmation, sie meinte vor Glück sterben zu müssen. Plötzlich aber. wurde v. Große gewahr, daß er doch etwas zu viel dem Grüneberger zugesprochen hatte, denn deutliche Anzeichen einer bevorstehenden Krisis machten sich bemerkbar und eilends entschuldigte er sich mit dringendem Dienstgeschäft und tröstete sie auf baldige Rückkehr. Gretchen blieb in der Laube zurück und zupfte Akazienblätter, immer wieder kam es darauf hinaus: Er liebt mich mit Schmerzen. Gretchen ahnte nicht, daß sie Recht hatte. Nun kam er wieder, etwas bleich aber mannhaft und führte sie in den Saal, wo bereits der Tanz begonnen hatte. Grethchen hatte noch in stiller Schüchternheit auf einen Kuß gehofft, doch v. Große berschwendete keinen mehr und sehnsuchtstrunken walzte sie bald darauf im Saal, wo die Musikanten ihre Streichinstrumente ärgerten und dem Walzer ein Tempo gaben, gegen welches der Chopinsche Trauermarsch ein-Galopp ist. Aber daS war den guten Eschenburgern gerade stimmungsgemäß, eng aneinandergeschmiegt, Wange am Wange gelehnt, unter der rechten Hand das Taschentuch zur Schonung der Ballsachen, drehten sie sich im Kreise,

nur sachte, sachte, damit ja kein Gefühl unter den Tisch fiel und man den Festtag auskostete bis zum letzten Tropfen, der im Faß war. v. Große tanzte nun unermüdlich, trank dazu dünnes Fliegenbier, echt Eschenburger Erzeugnis und repräsentirte auf wahrhas chevalereske Weise das Offizierscorps, das ihn entsandt hatte. Die Mütter der tanzbaren Mägdeleins hatte er im Sturm gewonnen, eine jede wollte dem lebenslustigen frischen Offizier etwas Gutes anthun. Frau Pieseke brachte ihm auf einer Untertasse Baumkuchen, den sie wohlverwahrt in der Tasche mit sich geführt hatte, Frau Feuerwehrhauptmann Lampe sorgte für eine gute Eigarre aus der Fünfpfennigkiste des Schankwirths und Frau Steuererheber hielt ihm eine Philippika über die Schädlichkeit von nassen und den Nutzen von trockenen Strümpfen. Alles ließ von Große über sich ergehen, er plätscherte in Repräsentationspflichten und kam sich unendlich wichtig vor; sein Regiment sollte stolz auf ihn sein, ganz Eschenburg von ihm noch Monate reden. Mit dem Landrath unterhielt er sich von Politik und kritistrte schonungslos die politischen Parteien, dem Bürgermeister gab er zu verstehen, daß in der Stadt noch vieles geschehen könnte, und mit den Bürgern war er leutselig und herablassend, hier einen auf die Schultern klopfend, dort ei-, nen Veteranen, der das Eiserne Kreuz trug, für feine bewiesene Bravour lobend. Ein vorwitziger Einwohner Eschenburgs wagte es, ihn zu fragen, wie lange er Offizier sei; von Große maß ihn mit einem verächtlichen Blick und wandte sich ab. Man war allgemein von der Liebenswürdigkeit des jungen Leutnants bezaubert und gegen Ende des Festes hob man ihn auf die Schultern und unter Vorantritt der Musikanten ging es im Zuge durch den Saal, den Garten und. die Kegelbahn. Grethchen sah stolz auf ihren TischHerrn, und von Große , glaubte nun auf der Spitze seines Ruhmes angelangt zu sein. , Ein im Wege stehendes Bierfaß ließ den einen der Tragenden stolpern und alle mit sich reißend bildeten bald viele ein Knäuel, aus dem sich mit jugendlicher Elastizität zuerst von Größererauspellte. " Blankensee hielt die Zeit der Abfahrt für gekommen und avertirte demgemäß Lindemann' und von Große. Im Vorraum nahm letzterer noch von Grethchen Abschied, dann bestieg auch er den Wagen und fort ging's nach der Garnison.

Ein vielseitiger Mann. Eine Nürnberger Anzeige von 1640 lautet: Jsac Makerl, Barbier, Paruckenmacher, Rasiert vor ein Krüzer, schneidt die Haar vor zwei Krüzer und Putter (Puder) und Pomade obendrein die jungen artigen Freuleins, stigt die Laternen an Jahr- oder Vierteljahrsweise, die Jungen Edelleu lernt ihre Muttersprage grahmadickolisch und ganz leicht, sorgt sor ihren Sitten und lernts buchstabyrn. Beschlägt die Ferde meisterhaft, magd und flickt Schuh und' Stisfel, lernts Hobo (Oboe) und Flaut, läst Aoer, setzt Schropkopf ganz gering, gibt zu Borchirn (purgieren) ein Krüzer es Stück, lernt in die Häuser die Kodiljons und ankere Tanz, verkauft Pabier, Stiffelwixe, gesalzene Härink, Honigkung, Pürschten, Mausefallen und alle Konfekte, Hertz sterkende Wurzeln, Kartofsei, Vrahdwurst und andres Gemüß." Schnecken gegen Schwindsucht. In der Behandlung einer Volkskrankheit, wie es die Schwindsucht leider noch immer ist und wohl auch noch lange Zeit bleiben wird, macht sich begreiflicherweise auch der Aberglaube breit. Das Volk glaubt vielfach, daß der Schwindsucht durch eine ungewöhnlich kräftige und gesteigerte Ernährung entgegengearbeitet werden könne. Von diesem Standpunkte aus ist es kein so dummer Einfall, Schneäen als Mittel gegen die Schwindsucht zu empfehlen und zu gebrauchen. Die Schnecken scheinen überhaupt als Nahrungsmittel noch eine Zukunft vor sich zu haben, denn namentlich in Frankreich breitet sich der Geschmack daran immer mehr aus. In Schottland nun sammelt - man weiße Schnecken und stellt aus ihnen mit Zusatz von etwas Salz ein Oel her, das als bestes HeilMittel gegen die Schwindsucht gerühmt wird. Schwarze Schnecken dagegen sollen gut gegen Rheumatismus sein. Leider ist über die Heilerfolge dieser Kur nichts Zuverlässiges bekannt. ' JmmerSchwerenöther. Fräulein: Sie sind gestern schon früh fünf Uhr im Park promenirt?" Baron: Wollte mal Mutter Natur bei der Toilette überraschen!" Der kluge Rudi. Rudi (der eben von seinem Onkel ein Fünfmarkstück erhalten): Ich wollte lieber, du hättest mir einen Nickel gegeben, Onkel Moritz." Onkel (erstaunt): Aber Junge, fünf Mark sind doch mehr als zehn Pfennig." Rudi: Das ist'S ja gerade. Wenn ich fünf Mark bekomme, nimmt sie mir Papa weg, wenn's aber nur zehn Pfennig .sind, darf ich sie behalten!"

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Sleveland St Lou s Pgh k N I Extg 8 4 20 m American Expreß täglich. . . . 4 40Vm Muncie Ft W B H Exp. . 7 0593m N 8 & 83 Lim täglich sd... 7 30Vm Clevland Acccm. 10 4593m Anderson Exp p 11 3023m NSckBLim, täglds.... 2 5523m Union City 6c Elkh 5lce tägl 5 20Nm Kr.ickerbnkker Sv tägl d 6c s . 6 159irn New Aork & Pgh Lm, tgl g. 8 55Nrn St. Louiö Absang tgl 8. 12 05Vm 12 20Vm 6 40Vrn tgl 63 8 OOVm d p slO 45Vm d S..11 2593m New Aork Pgh Ltd New Iork Ltd tägl.. Gt outö Mail N Y Pgh 6 et L Exp Southweüern Lim tgl Wafh & St S Exp tgl St Lnuis Erpreß tägl. St. Louiö Ltd tägl d s 114525m 3 15Nm Acc.. 6 OONrn . . . . 7 05Nm Terre Haute 6z Mat'n American Expreß tägl. Cincinnat Ein 6z LouS Nachtervreß tgl g 3 45Vm St Lous & Ein Nachtexp tgg 4 25Vm Cincinnati Exp täg s 7 35Vm Cincinnati Expreß, tägl 12 LONm Cincinnati Lim tägl p 2 55Nrn LouiLville Expreß 2 55Nm Cincinnati Accorn. ........ 4 OONrn Ein Wafh Rich Lim tgl d p s 6 OM a Eine & Wafh g Ö tg d 6z p 6 15Nm

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