Indiana Tribüne, Volume 28, Number 5, Indianapolis, Marion County, 29 August 1904 — Page 4
Indianer Tribüne,
Indiana Tribüne. HtrauSzegeden von Ux Sutenderg 6. Indianapolis, Ind. Harry O. Thudium .... Präsident. GeschäftSlocal: No, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. lintered at the Post Office of Indianapolis a second clas3 matter. Wie's attnaftt wird.
Die Waffer-Controverse ist nun so weit gediehen, daß die Hetzer bald ihre Hand zeigen müssen und die Stellung des Telegraph" in der Frage auch von Denjenigen, die flch durch die Alarmisten Angst einflößen ließen, gewürdigt werden wird. Wir glauben nicht irre zu gehen, wenn wir behaupten, daß eZ sich ein fach darum handelt, der Stadt eines der zahlreichsten Filtrirpatente zu einem runden Sümmchen aufzuhängen. In kurzer Zeit wird von gewisser Seite ein Patent, welches angeblich die bislang einzig bewährten Iiltrirfysteme in den Schatten stellen soll, mit Anführung wissenschaftlicher Zeugnisse und dem üblichen Posaunengeschmetter als einzig zuverlässiges Wasserreinigungsmittel in unserer Stadt angepriesen und von interesfirten Hetzern bis in den Himmel gehoben werden. Das Publikum ist alarmirt, der Boden gepflügt worden und eine hübsche runde Summe in Aussicht. Welches von den zahlreichen Filtrirpatenten in den Vordergrund geschoben wird, kann natürlich mit Bestimmtheit nicht vorausgesagt werden, möglicherweise ist e3 das Ozonesystem", auf welches ' die gleißenden Luftschlösser gebaut werden. Denn bei diesem System kostet die Einrichtung wenig das Patent aber viel. . Die hiesige Wassergesellschaft hat, wie wir schon eingehend berichteten, drei alle Errungenschaften der Neuzeit ent haltende Filtrirbetten im Bau. Dieselben werden in kaum 6 Wochen für den Gebrauch fertig sein. Dasselbe Filtrirsystem, slow sand filter", ist von den hervorragendsten Großstädten Europas in Gebrauch genommen und ist das einzige, welches sich bislang bewährt hat. Philadelphia richtet jetzt dasselbe Filtrirsystem mit einem Ko penaufwand von $30, 000, OOO ein.' In der Bundeshauptstadt Washington und s. m:uf.nA in 5rsk., ChRm x.. 141 -UiSVUiy li UU3l(U( siycm uuu tirt worden. Unsere neuen Filtriranlagen aber werden die Anlagen in den genanntenStädten noch überragen, weil sie Verbesserungen zur Reinigung der Filtrirbetten enthalten werden, welche bei Anlage früherer Sandsilter noch nicht bekannt waren. - Die Leutchen aber, die ihr Schnittchen machen wollen, werden im Brust ton gut gespielter Ueberzeugung aus' rufen, daß die Behörden der europäi schen und hiesigen Großstädte, welche nach eingehender Prüfung den Sandfilier als einzig bewährten Apparat eingeführt haben, aus lauter Schaafsköpfen zusammengesetzt sind und die be treffenden Bürgerschaften dem grausa men Würger Typhus erbarmungslos überliefern. Der Ozone oder irgend ein anderer Filter sei daS einzig Richtige. Alle Bakterien würden dadurch prompt vernichtet werden, das AbflußWasser, stinkend und mit Unrath gefüllt, würde so rein, zuträglich und schmackhast dadurch gemacht wie das krystalklare Wasser aus der Bergesquelle. Gutachten von Experten, die eigentlich nur zum Vortheile der Sandsilter find, werden gedrechselt und gedreht bis sie als verdammendes Urtheil ge gen die Sandsilter erscheinen und zu guterletzt wird ein kleines .Städtchen, vielleicht im fernen Holland, das den Kostenaufwand für Sandfilter nicht erschwingen konnte und fich mit dem Ozone oder einem anderen billigem System das die Promoters nur ein richteten um sich überhaupt auf eine derartige Anlage berufen zu können, als Muster hingestellt. Alle absvrechende Urtheile die von Sachverständigen gegen die ersten Sandfilter ehe dieselben solch technische Vollkommen heit erreichten werden Feld geführt wer den, um das Publikum irre zu führen und den klingenden.Lohn einzuheimsen. So wird'S gemacht und in vielen Fällen erfolgreich. Vor etlichen Jahren wurde in St. Louis eine ähnliche Agitation betrieben, aber durch die Wachsamkeit der dortigen deutschen Presse vereitelt. Dort hatten einige speculative Köpfchen den Plan gefaßt, den Verkauf der wirklich guten städtischen Wagerwerke an eine Pri-
vat-Corporation,, die Filtriranlagen einführen würde, welche Schnitter Tod ein Schnippchen spielen werde, zu derkaufen. Es war gerade zur Zeit der
Budelepidemie 'in der Stadt des hlg. Ludwig, die geschmierte englische Presse schrieb spaltenlange Artikel über die Segnungen des nichtZwürdigen Plannes, aber der gesunde Menschenverstand siegte auch da, wo das Wasser gelbbraun schmutzig ist und wird auch hier, wo unser krystallklares Wasser den Stolz der Bevölkerung bilden sollte, siegen. Die Vereinigten Staaten von Ame rika stehen, was die Ausfuhr heimischer Produkte angeht, an die Spitze aller exportirenden Länder; ihre Ausfuhr hat außerdem im letzten Jahrzehnt ein abfolut rascheres Wachsthum aufzuweisen gehabt als die Ausfuhr aller konkurrirenden Staaten. Eine Tabelle, die das Statistische Bureau des Handels- und Arbeitsamtes in Washington veröffentlicht, stellt die Ausfuhr der in Betracht kommenden Hauptländer für die Jahre 1893-1903 einschließlich zusammen; sie zeigt, daß sich der Export der Vereinigten Staaten in der angegebenen Zeit von 854 Millionen auf 1457 Millionen Dollars gehoben hat. also um 603 Millionen Dollars oder 70 pCt., während Großbritannien, der stärkste Konkurrent der Vereinigten Staaten, eine Ausfuhrvermehrung von 1062 Millionen auf 1415 Millionen Dollars zu verzeichnen hatte, d. h. eine Vermehrung um nur 353 Millionen Dollars oder 33 PCt. Die deutsche Aussuhr ging in den 10 Jahren von 735 Millionen auf 1185 Millionen Dollars hinauf; die Zunahme betrug mithin 450 Millionen Dollars oder 60 pEt., sie kommt absolut und relativ den Vereinigten Staaten am nächsten. Frankreich exportirte im Jahre 1893 für 624 Millionen Dollars einheimische Produkte, im Jahre 1903 sür 804 Millionen oder 30 pCt mehr. Oester-reich-Ungarn zeigte eine Vermehrung der Ausfuhr von 327 auf 423, British Indien von 310 auf 403 Millionen, Argentinien von 90 auf 213. Japan von 56 auf 142 Millionen Dollars. Verhältnißmäßig ist die Zunahme des Exports der beiden letztgenannten Länder weit bedeutender als die der Ver. Staateu; absolut genommen reichen sie nicht an diese hinan. Für Rußland waren nur die Zahlen, für ein zwei Jahre zurückliegendes Jahrzehnt, für 18911901, zu erlangen: in dieser Zeit steigerte sich die russische Ausfuhr von 373 nur auf 392 Millionen Dollars. Grundeigeuthums Uebertragungen. , Harvey L. DaviS an Harry L. Orlopp, Lot 257. Martins New York Str. Add. nördlich der BaumwolleMühlen. $4,000. , Mary I. Davis an John O'Brian, Lot 7, Hasselmans Add., Meridian Str. nahe 37. Str. $5,500. Cyruö C. Barrett an Fred Millrr Brewing Company. Theil von Lots 158 und 159, Wiley'S Subd., 10. Strt, westlich von West Str. $3,000. August Huber an Dieselbe, Lot 31, Bybee & Pratt's erste Westseite Add., West Indianapolis $2,200. Indianapolis Savings and Jnvest ment Company an Charles N. Haverstick, Lot 3g, Block 6, Nord Jndianapolis. $1,400. Mary C. T. Howe an Oscar W. Anthon, Lot 180, Talbott's Add.. nahe Pennsylvania und 20. Straße. $4,000. Edward CarZcallen an Rob. Schultz, 15 Lots in südöstlicher Add. nahe Bett Railroad. $2500. Henry Roese an Ella Matth'ewS, Lot 4, Coes Sub., Außenlot 91. nahe Shelby und Big Four Railroad. $1000. OZcar A. Jose an Amelia M. Jose, Lot 22, Joses 2. Pleasant Valley, nahe German Waisenhaus. $500. Johanna Jose an dieselbe, Theil von Lot 21. dieselbe $1500. Grundeigenthum im Gesammtwerth van $203,503.23 wechselten in der verffossenZn Woche den Besitzer. rFrecher Betrüger. Der nach Verübung zahlreicher Betrügereien entflohene Advokat und Landtagsao geordneie Dr. Luzzatto in Görz, Oesterreich, ließ durch Vermittlung emes Freundes an den Lanoesyaup:mann ein Schreiben gelangen, in welchem er mittheilte, daß er sein Mandat wegen zeitlicher Abwesenheit niederlege.
. (Spezialcorrefpondenz.) - Die Schweiz ans der Welt-Ausstellung.
S t. L o u i s , 27. Aug.' Der Vertreter der schweizerischen Aussteller Herr Joseph Benno aus Jnterlaken traf in den ersten Tagen des April in St. Louis ein, um zunächst die Errichtung eines Pavillons im östlichen Hofe des Jndustriepalastes zu beaufsichtigen. Dieser Pavillon wird Alles enthalten, was die schweizerischen Industriellen ausstellen. Als die Prinzessin von Wales im vorigen Jahre eine Reise durch die Schweiz machte, ward ihr ein Schmuckkästchen überreicht, dessenAeuße reS ein Schweizerhäuschen reprüsentirt und der Pavillon ist eine getreue Copie in großem Maßstabe. Die Zeichnung zu dem Juwelenkästchen warde von Bruno Henneberg in Genf entworfen und das Originalfchreiben der Prinzessin, in welchem sie für das Geschenk dankt, ist der Ausstellung beigefügt, die einen Raum von 56 zu 33 Fuß einnimmt und eine Thür führt direkt aus dem AusftellungSgebäude zu derselben. Der Pavillion hat zwei Stockwerke, um das obere zieht sich eine Veranda und darüber zieht sich das weit überhängende typisch schweizerische Giebeldach und das Wappen der Eidgenossen schaft ist an der Vorderseite angebracht. Die durch ihre Holzschnitzarbeiten berühmte Firma Bender & Co. in Vrietz hat den Pavillion anfertigen lassen und stellt darin ihre Waaren aus; von anderen Industriezweigen enthält er die Erzäugnisse der Weberei, der Spitzenfabriken, ferner Stickereien, Bijouterieartikel, feine Lederwaaren etc. Die Uhrenfabrikanten der Schweiz haben sich zu einer gemeinsamen Ausstellung vereint, auch die Spieluhrenindustrie, die dort mehr als anderswo heimisch ist und den Weltmarkt versorgt, ist angemessen reprüsentirt. " Schweizerinnen in der Tracht der verschiedenen Cantone geben den Besuchern die gewünschte Auskunst. Im oberen Stockwerk sitzen Holzschnitzer bei ihrer Arbeit, so daß man sehen kann, wie die kunstvollen Schnitzereien entstehen. Von Seiten der Regierung ist nichts ausgestellt, aber sie läßt Drucksachen vertheilen, die sich auf die Kurorte und sehenswerthen Gegenden der Schweiz beziehen. Der Eingangs genannte Herr Benno vertrat sein Heimathland bei den Ausstelhingen in Paris, Glasgow, Düsseldorf und Buffalo und besitzt umfassende Erfahrungen in seinem Fache, so daß er für seine Aufgabe besonders qualisicirt ist. EnglischeMöbel aus früheren Jahrhunderte n. Die britische Abtheilung im Industriepalast enthält unter vielen andern eine sehenswerthe Ausstellung von Möbel und Zimmereinrichtungen, die eine Londoner Firma nach St. Louis gesandt hat. Dieselbe umfaßt 'elf Zimmer, von denen einige eine getreue Wiedergabe der Räume sind, welche die damalige Herzogin von Jork, die jetzige Prinzessin von Wales, auf ihrer und ihres Gatten Reise nach den britischen Colonien an Bord des Dampfers Opir" inne gehabt hat. Die Wände deren Decorirung sind selbstverständlich Nachahmungen, Möbel und sonstige Einrichtung dagegen ohne Ausnahme die ursprünglichen. Da ist das Bett der Prinzessin, ganz und gar aus Neusilber, das grüne gepolsterte Sofa, das sie während der Reise benutzte; im Sitzzimmer sind die Originalsessel, ein Bücherschrank, ein Schreibtisch und Cabinet zu sehen und im Ankleidezimmer ein Waschtisch aus grünem Marmor, eineCommode, Spiegel et?. Die Wandverzierungen bestehen aus weißem Holz. Die übrigen acht Zimmer zeigen die Einrichtung eines eleganten englischen Wohnhauses, jedes für einen verschiedenen Gebrauch bestimmt; überall herrscht große Einfachheit, aber zugleich der gewählteste Geschmack vor. Das Ganze stellt eine feine Wohnung dar, der sogar das Dach nicht fehlt. Die Besucher werden in kleinen Gruppen von einem Führer von Zimmer zu Zimmer geleitet, der die nöthigen Erklärungen gibt. Man kommt zuerst in einen Vorsaal, im Styl des achtzehnten Jahrhunderts, den ein ovales Oberlicht erhellt; dann tritt man in das Speise zimmer, dessen Wände von geschnitztem Eichenholz und mit Gobelins decorirt sind; von hier gelangt man in das Ge sellschaftszimmer mit seinem Marmor kamin und reichem Wandgetäfel; daS nächste ist ein Schlafgemach aus dem
achtzehnten Jahrhundert, das mit allen
modernen Einrichtungen versehen ist. dessen Möblement aus Satinholz mit Mahagony eingelegt besteht und Commode, Bücherschrank und sonstiges Geenthält; ein zweites Schlafzimmer schließt sich hier an. feit man es in den Landhäusern in England sindet, worin Bett und Vorhänge von geblümtem Baumwollstoff sind. Sodann tritt man in das Billiard zimmer aus der Zeit der Königin Elisabeth mit einem eingelegten Billiard und einer Hängelampe. Die Kinderstube, in grün gehalten, hat runde Ecken und alles Spitze ist aus der inneren Einrichtung verbannt; sie enthält eine Wiege, ein Bett. Kindersessel und einen Tisch zum Spielen. Das Bad zimmer ist von Marmor, als Wanne dient eine Vertiefung im Boden und zur Beleuchtung dienen elektrische Flammen. An diese Zimmer reihen sich dte vorerwaynten vom Dampfer Ovbir und binter diesen kommt ein Zimmer aus dem sechzehnten Jahrhundert, dessen Wände aus geschnitztem Holzwerl vetteyen. E. D. K a r g a u. Vor Schreck gestorben. Zu einem Berliner Arzte kam ein 31jähriger Kaufmann, um sich untersuchen zu lassen. Als er die Art seiner Krankheit erfuhr, verfiel er in Bewußtlosigkeit, wurde aber von dem Arzt wieder in's Leben zurückgerufen. Kau:; aber daß sich der Patient erholt hatie. verfiel er in eine neue Ohnmacht, aus der er nicht i::?!)r erwachte. Der Schreck aiie ihn getödtet. Boshafte Affen. In einem Thierhandelsacschäftc in Chemnitz, Sachsen,, waren nächtliche: Weile zwei Affen ihren Käfigen entschlüpft. Sie zertrümmerten die ganzen Vogelkäfige und trieben die geängstigten Vögel im Laden umher, warfen die Fischbehälter um, schlugen die Lampenglocken und Cylinder gegen die Wand und soffen schließlich die Tinte aus den Schreibzeugen. Dem Bescher des Geschäfts war durch die ungederdigen Vierhänder bedeutender Schaden erwachsen. Vom Blitze werden in den Vex. Staaten alljährlich durchschnittlich 713 Personen entweder auf der Stelle getödtet, oder tödtlich verletzt. Von diesen 713 werden 291 im Freien erschlagen, 168 in Häusern, 57 unter Bäumen und 56 in Scheunen. In durchschnittlich 151 Fällen ließen sich die Einzelheiten nicht feststellen. Zu den 713 erschlagenen Opfern ' koinmen im Jahr nicht weniger als 973, welche infolge von Blitzschlägen .mehr oder mmber schmerzliche Verletzungen davontragen. Staate, welche 1,000,000 Einwohner und mehr zählen, gibt es lange nicht so viele, als gewöhnlich angenommen wird. Im Ganzen sind es nur ihrer 17. Auf Europa fallen davon sieben, nämlich London, Paris, Berlin, Wien St. Petersburg, Moskau und Konstantinopel. Asien hat sieben aufzuweisen: Kanton, Tokio, Kalkutta, Peking, Sianotau, Singan und Tschoutschou. Das junge Amerika hat es auf drei gebracht: New Fork, Chicago und Philadelphia. Afrika und Australien haben keine Millionenstadt aufzuweisen.' Washingtons Ulme. In Morristown, N. I., ist Washingtons Ulme, der berühmte alte Baum, welcher seit nahezu zwei Jahrhunderten an dem Platz stand, gefallt worden. Im Winter 17791780 hatte Washington sein Hauptquartier in Morristown, und schon damals wollte man den Baum fällen, doch Washington veranlaßte den Eigenthümer, ihn stehen zu lassen. Als Lafayette im Anfange des 19. Jahrhunderts zu einem Besuche nach Amerika kam, hielt er unter den Zweigen dieses Baumes eine Anspräche. lnirdorlogt. Die verwittwete Frau Professor Roller war eine gute, liebe Frau, aber wie ihr Seliger litt sie an einer von Jahr zu Jahr sich steigernden Zerstreutheit. Eines Tages bekam sie Befuch von einem jungen Verwandten, der eben seinen Doktor gemacht und nun eine Vetternreife" unternahm. Gastfrei lud sie ihn zum Uebernachten ein und - bereitete ihm im Eßzimmer ein Lager, da sie kein Fremdenzimmer besaß. Es war schon bald Mitternacht, alles hatte sich zur Ruhe begeben, der Doktor lag, noch ein bischen lesend, im Bett, da rief ihm plötzlich seine Tante aus der Nebenstube zu: Anton, mach doch einmal das Licht in Deinem gto mer einen Moment aus. Ich muß mir noch etwas aus dem Eßzimmer holen. Gehorsam löschte Anton sein Licht aus. Die Thür öffnete sich, und herein trat die Tante, im tiefsten Negligee die brennende Lampe in der Hand. Vraktisrho Einrichtung. Der Wirth Silger ist ein Praktikus. Der hat für die Frauen, die ihre Männer abholen, ein besonderes kleines Wartezimmer eingerichtet. Da kommt es denn oft vor, daß sich zu gleicher Zeit zwei und mehr darin treffen und schließlich müssen dann beim Aufbruch die Männer die Frauen mikneh men.
Ueber merkwürdige Wirkungen eines Blitzschlages wird aus Pennsylvanien berichtet: Als Frau R. S. Wolfe und Frau Adelbert Anaus in Realsten von ihrer Wohnung saßen, erhob sich ein Gewitter und ein Blitz in Gestalt eines Feuerballs schlug vor ihnen in den Boden. Frau Angus hatte eine Scheere in der Hand, die ihr aus der Hand geschlagen wurde; letztere, ihre Kleider und ihr Nacken wurden leicht verbrannt. Ein Ring, den Frau Wolfe an der rechten Hand trug, zog den Blitz besonders an.' denn einen Augenblick spielte das Feuer um den Ring und fuhr dann in den Boden; der Finger schwoll stark an. Byron, Frau Wolfe's Sohn, wurde von feinem Sessel auf der Veranda heruntergeschleudert. EineReiterstatuedesGenerals Thomas Francis Meagher soll auf dem Kapitolplatz zu Helena, Mont., aufgestellt werden, und zwar in der Mitte des Steiges, welcher von der 6. Avenue nach den Kapitolstufen hinaufführt. Der Steig soll an der Stelle auf beiden Seiten verbreitert werden, so daß er im Bogen um die Statue herumführt. Das Standbild wird aus Bronze hergestellt werden und 27 Fuß 5y2 Zoll hoch emporragen. Der Sockel, auf dem die Statue ruhen wird, wird aus Granit verfertigt. Dieser sowohl wie das für die Statue verwendete Kupfer soll Montana'er Produkt sein; 10,000 Pfund Kupfer aus den Bergwerken Butte's werden zu dem Zweck nach Chicago geschickt werden, wo die Statue gegossen werden soll. Furchtbar vom Unglück heimgesucht ist die Familie von Dr. Hermann T. Peck in New York. Vor einigen Wochen fanden Vater, Mutter und Schwester dieses Arztes bei einem Voot - Unfall in der Nähe von K? West in Florida ein nasses Grab, und jetzt hat sein zwölf Jahre alter Sohn in einem Teiche nahe Danbury ,in Connectiut seinen Tod ebenfalls durch Ertrinken gefunden. Von der ganzen Familie sind nur noch Dr. Peck, sowie seine Frau und eine , verheirathete Schwester übrig geblieben. . Der junge Sohn des Arztes ruderte mit einem Spielgenossen auf dem besagten Teich umher, als mit einem Male der kleine Nachen kenterte, und ehe Hülfe zur Hand sein konnte, war der Junge bereits untergesunken. Sein Kamerad wurde gerettet. Die Chinesen in Appleton, Wis., die sich dadurch einen Namen gemacht haben, daß sie die ersten im Staate waren, die ein Zweirad bestiegen und Ablieferungswagen von ihren Wäschereien aussandten, machten kürzlich noch einen Versuch, sich auf amerikanische Weise hervorzuthun, doch hätten dabei drei der Mongolen beinahe ein nasses Grab gefunden. Sam Wan Kee und zwei feiner Gehilfen in der Wäscherei machten eine Ausfahrt in einem Boot den Fluß hinab. Dabei schlug das Boot um. Kapitän Martin Pye vom Dampfer Marston", der mit seinem
Voot ebenfalls den Fluß hrnabsuyr, sah die drei Chinesen im Fluß und setzte ein kleines Boot zu ihrer Rettung aus. Als er die Chinesen erreichte, waren sie schon ganz erschöpft und dem Untersinken nahe. Pye erwischte die versinkenden Chinesen an ihren Zöpfen und zog sie daran in's Voot. In diesem Lande. werden jährlich ungefähr 2,000.000 Civilklagen erhoben. Wenn die Kläger in jedem einzelnen Falle verschieden wären, so müßte demnach jeder achte Stimmgeber jedes Jahr seinen Prozeß haben. Dies ist indessen nicht der Fall, denn da viele Personen gleichzeitig mehrere Prozesse haben, so ist die. Zahl der Kläger nicht über 800.000 und die der Beklagten ungefähr 400,000, also ein. resp, einhalb Prozent der Bevölkerung des Landes, welche sich auf 80.000,000 beläuft. In Frankreich beträgt die Zahl der Civilprozesse 800,000; in Italien, wo die Bevölkerung sehr zum Streiten geneigt ist. 1.400.000 und in Deutschland sogar 3.000.000, eine weit größere Zahl, als in den Ver. Staaten. Die Civilklagen, welche im letzten Jahre in Großbritannien und Irland erhoben wurden, beliefen stch auf 1.500,000, also eine auf beinahe jeden erwachsenen Bewohner des Ver. Königreichs. Haarnrauvenve Gescylcyten über die grausame Behandlung, welche den Arbeitern in den KohlenBergwerken von Tennessee zu Theil wird, erzählt der Däne Andrew Holm, der von dort nach Minneapolis zurückgekehrt ist. Er war mit 50 anderen Skandinaviern von Minneapolis nach Tennessee gelockt und ihnen ein Arbeitslohn von $1.5 per Tag nebst Beköstigung versprochen worden. Der Lohn mrde, als sie ankamen, auf $1 herabgesetzt, und dieser Dollar ihnen dann für Wohnung und Beköstigung angerechnet. Dabei war die Beköstigung die erbärmlichste, die man sich denken kann, und bestand nur aus Bohnen und Schweinefleisch, fchwarzem Kaffee und gelegentlich etwas Biscuit. Die Männer wurden durch bewaffnete Reger - Aufseher bewach: und wie Sklaven behandelt. G.'legenheit zum Durchbrenn:n gab es fast nicht, doch gelang es Holm schließlich, von dort zu entfliehen und sich bis Minneapolis durchzuschlagen. Der dänische Consul in New York soll angegangen werden, die übrigen Arbeiter frei zu machen. .
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