Indiana Tribüne, Volume 28, Number 2, Indianapolis, Marion County, 25 August 1904 — Page 5

Jttbiana Tribüne, 2S. August WOHl

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Das todte Llev.

Von A. Nosenthal. Hell strahlt in daZ schwüle Kämmcrlein Der lachende, klare Sonnenschein, Es tanzl auf dem bleichen Angesicht Das leuchtende, güldne Himmelslicht. So liegst du nun da, noch im Tode schön, Du Blume, gebrochen vonSturmcsweh'n. Ich starr' auf die Todte wie festgebannt' Und halte umklammert die kalte Hand. Wie welk ist die Wange, wie trocken der Mund, Den oft ich geküßt hab' in seliger Stund'. Vist wirklicb auf ewig du mir geraubt Und alles, ja alles, was ich geglaubt? Du bist nicht todt, es ist nur Schein! So grausam kann der Tod nicht sein. Bald, bald wirst wieder du erwachen. Bald werd' ich wieder hör'n dein Lachen. Dann will ich betten dich auf Rosen Und will so wild, so wild dich kosen. O sprich, du lebst, sprich ja geschwind, O lächle nur, geliebtes Kind. Sieh, Liebchen, sieh, es scheint die Sonne. Die uns bestrahlt die erste Wonne, Als du an meine Brust gesunken Und ich die Thränen dein getrunken. Doch du bist stumm u. sprichst kein Wort. So ist denn alles Leben fort? Und du bist todt, mein Liebchen mein? C sprich, 0 sprich ein einz'ges Nein. So bist du todt, ich kann's nicht fassen, Ich küss' und küss' den Mund, den blassen. Und draußen singen die Vögelein Dem todten Lieb ihre Melodein. - Des Liebchens Zttld. Romanze aus den Philippinen-Kämpsen, Von G. O. Das kleine Kanonenboot Basco schaukelte-sich auf dem öligen Wogenschwall der steigenden Fluth vor dem Hafenstädtchen Atbärac. Noch war die Sonne über dem dahinter liegenfon Gebirge nicht emporgestiegen; aber die klare Luft der Philippinen-Jnseln zeigte jeden Gegenstand an diesem westlichen Gestade mit wundervoller Deutlichkeit. Es war ein mustergiltiger Tag der trockenen, trägen Saison, der soeben angebrochen war. Schlaftrunken lag das Städtchen.da. Agumaldo's Van-, ner flatterte über dem kleinen sögenannten Fort, welches den Hafenein gang mit einem einzigen Geschütz beherrschte. Nichts zu sehen, Williams V fragte der Schiffsfähnrich Walters, der junge Kommandant des Kanonenbootes, aus einer Luke zum Vorschein kommend und auf dasVerdeck steigend, den Mann auf der Schiffsbrücke, wähtend die ersten Sonnenstrahlen . auf das Boot fielen. Gar nichts," erwiderte dieser. Mit enttäuschter Miene warf sich Walters in einen der Bootstühle und grübelte darüber nach, weshalb er eigentlich beordert worden war, keinen ernstlichen Angriff auf Atbarac zu macken. Der Platz war nicht minder wichtig, als manche sonstige HasenPlätze, welche von anderen Kanonenbooten angegriffen und genommen worden waren, und Walters in.seinem Thatendrang empfand es geradezu als eine Demüthigung, daß er nicht ausführen sollte, was andere Offiziere, auch nicht älter als er, ausgeführt hatten. Seine Gedanken schweiften endlich zu einem angenehmeren Gegenstand, einem Städtchen im fernen Maryland, und er gab sich alle Mühe, ihre Gesichtszüge vor seine Seele zu beschwören, da er sonst kein Bild von ihr hatte. Am Abend des Schlußact - Balles der Akademie, gerade nach dem letzten flotten Walz:r, hatte er ein Wort auf den Lippen, welches auszusprechen er aber nicht das Herz fand, trotzdem er sich für einen tapferen Kerl hielt. Wie bereute er diese Unterlassungssünde jetzt! Schon am nächsten Tage war er unerwarteterweise nach den Philipp!nen berufen worden. Seitdem waren schon 2Y2 Jahre vergangen. Er hatte seiner Angebeteten so oft wie möglich geschrieben und auch Antwortbriefe bekommen, in denen er schließlich Aufmunterung für die entscheidendeFrage zu finden glaubte. Vor drei Monaten hatte er endlich um ihre Photoqraphie gebeten, dieselbe Photographie, welche sie ihm eines Tages gezeigt hatte, mit der halb schäkernden, halb ernsten Bemerkung: Das ist die einzige. die ich habe, und die habe ich für meinen Zukünftigen bestimmt." Ein Ruf Segel ho!" von der Schiffsbrücke her weckte ihn aus seinen Träumen. Von welcher Richtung?" rief er, aufspringend und sein Doppelglas zur Hand nehmend. Steuerbord - Seite", war die 'Antwort. Von Norden her nahte rasch eine große Banca", die Segel so gestellt, daß sie von dem frischen nordöstlichen Passatwind möglichst großen Vortheil hatte. Ein junger Ofsicier in der unbefleckten weißen Uniform eines Neu.ankommlings aus den Ver. Staaten rief das Kanonenboot an, auf welchem es jetzt lebendiger wurde. Er berichiete, daß er Befehl habe, als 'Zweiter im Eommando" zu rapportiren, und daß er auch Postsachen mitbringe. Nun, Walt, wie findest Du's hier?" fragte er dann privatim. Komm nur schnell mit der Post her, Billy," versetzte dieser, leuchtenden Auges. Wie hast. Du Dich denn eigentlich auf dieses Packetboot verfangen?" Hab' mich darum beworben," erwiderte Billy Pickens, welcher einer der berühmtestenAthleten seines Jahryanges' in der Flottenakademie gewefen war; ,ich konnte Dir nicht den sanzen Ruhm allein jaflen."

Er, Du willst mich wohl aufziehen?" sagte Walters, indem er seine Blicke mißmuthig nach dem Städtchen hinschweifen ließ; ich hätte gute Lust, die Mannschaft zu rufen, . um Dich über Bord zu werfen, da ich das doch nicht allein thun kann." Von Aufziehen ist gar keine Rede," antwortete Piclens ruhig; ich habe zufällig gehört, daß Dir ein rühmlicher militärischer Auftrag zugedacht ist, und da erbot ich mich zum Beistand." Ah, sehr gütig von Dir, und was ist's denn?" Vickens wurde etwas verlegen. Wenn Alles richtig gegangen wäre," sagte er, hättest Du noch vor heute Mittag den Präfekten von Atbarac als Gefangenen. Am Montag, als ich auf den Bennington" kam, erfuhr ich, daß dieses Boot eine Landung von

Wheaton's Eolonne, etwa 40 Meilen küstenaufwarts, decken sollte, und dafe ein hitziges Gefecht erwartet werde. Wheaton hat nicht so viele Leute, wie er haben sollte, während der FilipinoFührer Rical mehr als genug hat, und der für die Landung ausgesuchte Platz nicht schwer zu vertheidigen ist. Daher wurde der Plan gefaßt, einen Theil von Rical's Streitkräften hierher zu locken." Wie, nach Atbarac?" warf Walters ein. Jawobl, und Alles wäre wie am Schnürchen gegangen, hätte ich nicht meine Mitwirkung angeboten. Aber ich bin nun einmal ein Pechvogel, und ich babe die Geschichte richtig verpfuscht." Wieso denn?" fragte Walters, immer neugieriger werdend. Nun, ich habe einen geographischen Schnitzer gemacht. Ich sollte schon vorgestern hier eintreffen; aber als ich das nördliche Ende dieser Insel erreichte, glaubte ich anfänglich, mein Bestimmungsort sei das grüne WaldEiland nordwestlich von hier, und dann fuhr ich die östliche Küste eine Strecke weit hinab. Als ich mich endlich orientirt hatte, brauchte ich bis heute, um den- ganzen Weg zurück zu machen und hierher zu kommen. Du solltest einen Lock - Angriff auf das Städtchen machen, damit Rical zu dem ' Glauben gebracht werde, hier solle der Haupt - Kampfplatz fein, und einen Theil feiner Leute hierher werfen. Heute früh solltest Du den Angriff eröffnen, womöglich den Platz nehmen, jedenfalls aber dem Feind so viel zu thun geben, daß er keine der Seinigen wegschicken könnte, wenn der Hauptkampf weiter oben losgehe. Der Kapitän guckte mich ziemlich Zweifelsvoll an, als ich mich erbot, Dir den Auftrag zu überbringen und mitzuthun, und ich glaube, dieser Schnitzer wird mir den Genickfang geben. Daß mir das passiren mußte, gerade als man beinahe, vergessen hatte wie ich mit jener Pinasse auf den Klippen von Santiago auflief!" Na, verhunzt ist die Sache noch lange nicht," sagte Walters, ich bin vollkommen zu einem Angriff fertig. Um 8 Uhr, sagst Du, sollte die Attacke losgehen? Da haben wir sogar noch Zeit zum Frühstück." Walters führte seinen älteren Freund in die kleine Kajüte hinab, woraus er sich aber für einen Augenblick entschuldigte und mit dem kleinen Bündelchen Postsachen, das für ihn mitgekommen war, hastig in sein Schlafzimmer ging. Seine Eile war grundlos;, die Post enthielt nichtwas er so gierig suchte, keine Spur von der heiß begehrten Photographie! Der angehende KriegsHeld machte ein langes Gestcht. Doch ja, da war wenigstens ein Briefchen von ihr, aber fein Inhalt machte Walters keine besondereFreude, ja stachelte sogar feine Eifersucht etwas auf! Denn das Briefchen sprach hauptsächlich davon, wie gütig Billy" Pickens zu ihr in den zwei Monaten gewesen, die er zu Annapolis verbracht. Sonst stand herzlich wenig darin! G war ihm trotz der nahen Aussicht auf Ruhmesthaten" recht katzeniämmerlich zu Muthe. Und fein Freund kam ihm auf einmal schlimmer vor, als der Kriegsseind. Das Frühstück wollte denn auch gar nicht schmecken. Es ging vorüber, ohne daß der Name des Madchens erwähnt wurde. Walters fragte nicht nach ihr, und Pickens fing auch nicht davon an. Dieser war vielmehr mit seinen Gedanken ganz in dem kommenden Kampfe, und wunderte sich nur, daß sein Freund beim Herannahen Kesselben gar nicht in der rechten Stimmung zu sein schien. 'Doch so etwas gehört zu den Dingen, die gar Man chem, wenn auch erst mitUngeduld von ihm erwartet, schließlich doch zu früh kommen, und schließlich war Walters als Offizier noch ziemlich grün und mochte wohl nicht ganz über das Lampenfieber" hinaus fein. Wer w.iß? 2. Rasch wurden die letzten Vorbereitungen ZUM Angriff getroffen. Um 8 Uhr dampfte das Kanonenboot langsam in den afen - Eingang mnem. Man konnte vom Verdeck aus sehen. wie die Eingeborenen rasch nach ihren Vertheldlgungswerken liefen. Die Ka noniere des Bootes standen, vollkommen fertig, bei ihren Geschützen, und man erging sich in überflüssigen Eror terunqen darüber, was für einen Wi derstand die Gugus" wohl leisten wurden. vo;t denen min wußte, daß si? bei manchen Gelegenheiten für ihre Sache nicht schlecht gekampft hatten.

Die Stellung des erwähnten FM-

pino - Geschützes war, nicht mehr dieelb' Vergeblich musterten Walters und Pickens mit ihren Ferngläsern den Strand, um es zu entdecken. Als das Kanonenboot um die außersie Strandspitze herumfuhr und stch unmittelbar dem Stadtchen gegenüber befand, krachte ein Schuß vom Getade, und schrill pfeifend fuhr eine einpfündiae Granate über den Vordermast des Bootes dahin. Ein schwacher braunlicher Nebel war einen Augenblick am Fuß eines großen Mangobaumes zur Linken des Städtchens iqtbar und loste , sich dann auf. Beide Officiere richteten ihre Gläser dorthin. Der Mangobaum war 1500 Aards entfernt. Es wurde Befehl gegeben. das Feuer zunächst dorthin zu richten. Der Empfünder vom Basco" sandte seinen Antwortschuß. Abermals wurde die Strandkanone abgeprotzt, und in größerer Nähe streifte eine Granate das Kanonenboot. Dann aber hörte das Feuer dieses Geschützes plötzlich auf. War es dienstuntüchtig geworden, oder hatte die Bemannung es verlassen? Basco" schwenkte nach dem großen Baume zu und kam, vorsichtig sahrend, dem Vorstrand immer naher. Schon begann man, auf der gedeckten Seite ein Boot niederzulassen. Das sieht doch ein bischen zu leicht aus," meinte Walters, mit Spannung den Vorstrand musternd; sie haben zu viele Leute, um den Kampf so schnell aufzugeben. Wir werden wohl in einigen Minuten mehr von ihnen hören." Während das Kanonenboot langsam die Entfernung zwischen sich und dem Mangobaum verringerte, kam Pickens auf die Schiffsbrücke, um feine Weisungen wegen des Landens zu er halten. Eimge Minuten beobachtete er die Entwickelung der Dinge, die anscheinend so ereignißlos war, und dann schweiften seine Gedanken zu anderen Gegenständen. Ha, Walters," sagte er, während ich in Manila war und auf die Gelegenheit wartete, an Bord von Bennington" zu gehen, traf ich das hüb sfaste Mestizenmädel, das ich je gese hen habe. Beim Zeus, das erinnert mich an" und er langte, mit einem lächelnden Blick auf Walters, in die innere Brusttasche seiner Bluse. Da schnellte er plötzlich zur Seite, und ohne noch ein Wort zu sagen, fiel er zu Boden! Gleichzeitig glitt dem Hinterdeckmann die Lothungs .- Leine aus den Fingern, und mtt emem kaum noch hörbaren Schrei stürzte er vom anderen Ende der Schiffsbrücke köpfüber in die Bai . Schnell Aport! Breitseite nach dem Vorstrand richten, daß das ColtGeschütz m Thätigkeit treten kann!rief Walters, der jetzt endlich ganz bei Stimmung war, dem Mann ' am Steuerrade zu, und dann, während Salve auf Salve krachte, beugte er sich über die regungslose Gestalt seines Freundes und intimen Fein des. Die Granate hatte eine Furche über Pickens' linke Brust gerissen, hatte seinen linken Arm gebrochen und war dann über das Kanonenboot' hinübergesaust. Das Alles sah Walters in einem flüchtigen Augenblick, und noch mehr. Pickens' rechte Hand hielt einen zerknitterten Briefumschlag, und neben ihm lag ein Bild, mit der Rückseite nach oben, eine Ecke weggeschossen. Walters wendete es um, es war die Photographie des Mädchens, die er so sehr begehrt! Ganz mechanisch bemerkte Walters, daß die Schlagader an Pickens' linkem Arme aufgerissen war, und er begann die Herzschläge zu zählen; während das Blut hervorquoll und die Schiffsbrücke färbte. - Es kamen dämonische Gedanken über ihn, und er hatte einen Kampf zu kämpfen, der ernster war, als der Kampf da draußen! Scheu sich umwendend, blickte er nach'dem Mann am Rade; dieser war ganz durch den Gang des Gefechtes in Anspruch genommen. In nicht vielen Minuten würde Pickens rodt sein, wenn wenn Wiederum warf Walters einenBlick auf die niedergestreckte Gestalt, und dann wieder auf das Bild des Mädchens. .Es war ihm jetzt, als ob ihn dieses fragend ansehe, und als ob ein heller Lichtstrahl sich in sein Herz senke! Das war der Wendepunkt in dem großen inneren Kampfe. Wie aus einem gräßlichen Taum erwachend, fuhr er mit einem Schrei empor und kniete dann neben der Gestalt seines Freundes nieder. Er brachte das Bluten rasch zum Einhalt, indem er an Pickens' vermundeten Arm ein Gummi-Schlauch-stück Tourniquet" nennen es die Wundärzte geschickt anlegte und eine Bandage über der Brust anbrachte. Dann brachte er den Bewußtlosen in eine so comfortable Lage wie möglich. Auf's Neue griff er nach der Nhotographie die Augen des Mädchens schienen wiederum einen anderen Ausdruck zu haben und ihn mit so festem Glauben, mit solcher Herzensreinheit anzublicken, daß er beinahe die Fassung verlor! Hastig steckte er das Bild wieder in den Umschlag und dann in die zerrissene Tasche des Rockes, den er zusammen rollte, um ihn als Kissen für"Pickens' Kopf zu benutzen. Nun wandte er seine Aufmerksamseit dem Gefecht zu. das, obwohl es ihm schon stundenlang zu dauern schien, kaum erst begonnen imb sehr

lebhaft wurde.

Das Kanonenboot lacr mit der Breitseite nach dem Vorstrand, noch etwa 900 Fards entfernt, und wurde von der einströmenden Fluth langsam näher getragen. Am Vordercastell lag eine stumme Gestalt; am Geschütz waren zwei Männer mit grimmem Elfer thätig, ohne auf ihre schmerzenden Wunden von den Mauserkugeln zu achten. Ein Geknatter vom Hintertheil verkündete, daß die Colt - Kanone in anhaltender Thätigkeit war. Als das Kanonenboot an dem großen Baum mit seinen immergrünen Blättern vorüberkam, welche ein gewaltiges Schirmdach bildeten, sah Walters, weshalb der Widerstand so hestig gewesen war. Das Kanonenooot war über das Ende der Vertheidigungslinie hinaus gekommen; die steile Bergseite verhinderte ein Ent- j kommen in dieser Richtung; das Reisfeld vor den Schanzgräben bildete eine andere Schranke, während die offene Plaza im Hintergrund nicht überquert werden konnte, so lange das Kanonenboot ihn zu bestreichen imStande war: die Amerikaner hatten die Schaar der Filipino - Patrioten in einer Falle. Alsbald sah man eine weiße Flagge aufsteigen und sich wieder senken, und ein Dutzend Hemden und, Taschentücher wurden geschwenkt. Wieder einmal war eine Filipino-Streitmacht zu Amigos" geworden, auf wie lanae, das konnte freilich kein Mensch sagen. Eine Stunde darnach campirten General Rical und ein Theil seiner Leute . als Gefangene auf der Plaza, , während ihre Waffen im Erdgeschoß des Klosters von Wachposten gehütet wurden. Pickens wurde sanft nach demHause des Präfekten getrugen und in das beste Bett gebracht. Den ganzen Tag und einen großen Theil der Nacht war er im Fieberwahn und phantasirte von Fußball und Liebeshändeln, ohne jedoch dabei den Namen des Mädchens zu erwähnen, welches Walters so theuer war. - Um 11, Uhr Nachts kam er plötzlich zum Bewußtsein, und wie meistens in solchen Fällen, kehrten seine Gedanken zunächst zu , dem Gegenstand zurück, mit dem er zuletzt beschäftigt gewesen, als er das Bewußtsein verloren hatte. Hab' ich diese Photographie verloren?" fragte er mit schwacher Stimme. .Meinst Du diese da?" erwiderte Watters und zog das Bild aus der Bluse, die an der Wand hing. Ei freilich." sagte Pickens, ich dachte doch, ich hätte sie in der Hand gehabt, als ich getroffen wurde. Nun, es freut mich sehr, daß sie nicht verloren gegangen ist, denn sie gehört Dir, Freund! Am Tage, als ich wegging krieqte ich eine tolle Anwandlung wollte eine Frage stellen aber sie sprach nur von Dir ich fragte sie ob ich noch etwas für Dich mitnehmen sollte sie gab mir das und einen Brief der muß auch noch da sein ich versprach ihr, bei erster Gelegenheit Beides abzuliefern aber als ich Dich wiedersah vergaß ich 'es eine Weile in unserm " Noch einige -Worte flüsternd, die Walters nicht verstehen konnte, sank der Verwundete m Bewußtlosigkeit zurück. 3. Am ganzen Leibe zitternd, holte Fähnrich Walters den Brief aus der Vlusentasche seines Freundes. Der Brief zeigte die Handschrift, mit der er so vertraut war, und langsam las er jedes Wort. Auf's Tiefste bewegte ihn der folgende Satz: Ich hoffe nur, Sie werden in diesem Bild etwas von der Liebe, die ich für Sie hege, wiedergespiegelt finden, und etwas von dem Glauben, den ich an Ihren guten Charakter und Ihren Muth habe!" Es schwindelte Walters vor den Augen. Unstetig schritt er nach der Thüre zu, öffnete .sie und blickte, tief aufathmend, in die ruhige Nacht hinaus. Das Licht, welches durch die offene Thür strömte, fiel auf das funkelnde Auge eines kleinen braunen Mannes, der in weißleinenem Kleid, unsichtbar für Walters, hinter dem Buschwerk in dem Garten des Päsekten kauerte und ein Mauser - Pistol in der Hand hielt, welcbes er unmittelbar auf die stille Gestalt in dem Thürweg richtete. Er nahm sein Ziel gut und war noch dazu in großer Nähe. Während er noch einen Äugenblick mit dem Losdrücken zögerte, sah er in dem Lichtschein, wie der junge Offizier ein Stückchen angerissenen Pappdeckel in die Höhe hob, es an die Lippen führte und mit einem vernehmlichen Seufzer küte. Das Mauser - Pistol in den Hänbtn des Filipino zitterte einen Augenblick, dann schob Rical es in seinen Gürtel zurück, huschte tiefer in den Schatten hinein,- richtete sich auf. und verschwand auf dem engen Fußpfad, welcher über den Berg führte. Er war in Sicherheit, und Walters auch. Der Lichtstreifen von der Thüre erlosch, als Walters in das Haus des Präfekten zurückschritt,.mit erleichtertem Herzen. Die tropische Nacht breitete wieder ihren tiefschwarzen Mantel vollständig über das eingenommene Städtchen. Walters guter Genius konnte für diesen Tag einen großen Sieg in das Buch seines Lebens schreiben, aber es war nicht der Sieg über die Fili vinos.

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