Indiana Tribüne, Volume 28, Number 1, Indianapolis, Marion County, 24 August 1904 — Page 5
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;,Zvcnn Sturm und Drang vorüber."
Von A. Burg. Eigentlich fiel noch jeder neu angekommene Badegast in Schellmünd?auf, das erst seit einigen Jahren durch schlichte Leute aus der Großstadt, die billig sommerfrischlen" wollten, entdeckt war. Natürlich kamen mit der Entdeckung" 'neuerbaute Villen, Hotels und Pensionen, eine Strandpromenade mit einigen Sitzgelegenheiten und höhere Preise. Kein Wunder, daß die schlanke, elegante Frau auffiel, die vor einigen Tagen im Strandhotel" abgestiegen war. Dabei war sie Hzeder sehr jung, noch sehr schön, aber ihre Art imponirte den Leuten. Sie hatte etwas Ruhiges, Selbstbewußtes und Selbstbeherrschtes an sich. Der Wirth schaute interessirt ins Fremdenbuch, aber auch der Name bot nichts Außergewöhnliches: Frau Monika Relkow aus Berlin" las er enttäuscht. Mittags aß sie an der Table d'hote, stets sehr schick und einfach in Schwarz gekleidet;' Nachmittags saß sie, im grauen Jackenkleid, einsam in ihrem Strandkorbe am Meer. Die sonntägliche Tafel wies außer den Badegästen oft Gäste aus der benachbarten Universitätsstadt auf, die mit den DampfsKiffen herüberkamen. Und Monika, die bisher als Zuletztgekommene ziemlich einsam am Schenkel der HufItsentafel gesessen hatte, bekam Nachbarn. Ein junger und ein älterer Herr verneigten sich tief vor ihr, als sie ihren Platz einnahm. Sie dankte nur durch leises Neigen des Hauptes, und in fast unmerkliches Lächeln glitt über ihr Gesicht, als sie die Augen des jüngeren gespannt an ihren Händen hasten sah, während sie ihre Handschuhe abstreifte. - . Befriedigt bemerkte er, daß sie zwei Trauringe am Ringfinger trug, also Wittwe, dachte er bei sich wenn auch keine junge Wittwe mehr. Dr. Spalding hatte bis jetzt Glück bei jungen Wittwen gehabt. Dem Professor wurde die Pause zwischen Suppe und Frikassee zu lang, er benutzte sie, sich und seinen Begleiter vorzustellen. Ueberrascht blickte Monika auf, Spalding wo hatte sie den Namen schon gehört? Gehört? Nein, gelesen hatte sie ihn, Mma Lindhorst hatte ihr von ihm geschrieben und ihn ihren neuesten und verliebtesten Courmacher genannt. Aber der Professor, der sehr gesprächig war, ließ ihr keine Zeit zumNachdenken: ob sie gern .in Schellmünde sei, ob sie sich nicht langweile, wollte er wissen. Monika antwortete kühl zurückhaltend, wie es ihre Art, Fremden gegenüber, war. Da man war schon mit dem Frikassee fertig und der Gemüsegang im Anzug öffnete sich die Flügelthür der Vorhalle und eine hochelegante Dame rauschte, vom Wirth geleitet, herein und gerade auf den Theil der. Tafel zu, an dem Monika und die beiden Herren saßen. Monika hatte aufgeschaut, ihre Blicke trafen sich, und Monika!" rief die Dame überrascht, während Dr. Spalding sich tief erröthend erhob, um sie zu begrüßen. Kennen sich die Damen?" fragte der Professor, als Asta Platz genommen und erzählt hatte, daß Dr. Spal-. ding ihr brieflich so viel von Schellmünde vorgeschwärmt habe, daß sie sich. entschlossen hätte, ihren Badeaufenthalt hier , zu nehmen. Wir sind Schulkameradinnen," erwiderte Monika, gesehen haben wir uns seit fünfundzwanzig , Jahren nicht, aber treulich einander geschrieben, wenn auch nur zweimal im Iahre zum Geburtstag." Nachts war Sturm aufgekommen, der noch den halben Montag wüthete, mit furchtbarer Gewalt schäumten die Wellen über den Strand, nur sehr muthige Damen sah man zur Badeanstalt wandern. Erst, als am späten Nachmittag die Gewalt des Sturmes sich gelegt hatte, ging Monika an den Strand. Asta, heute in rother Toilette, sehr kostbar und sehr auffallend, gesellte sich zu ihr; sie legte das Tuch, welches sie über dem Armtrug, auf den Sand und streckte sich der Jugendgenossin zu Füßen vor den Korb nieder. Sag's nur, Monika, du bist enttäuscht über mich. Du mit deiner Korrektheit und guten Erziehung" möchtest die geschiedene Frau lieber meiden." Monika lächelte: Nein,. Asta, du bist mir gleich lieb noch heut wie damals " Und du fragst nicht nach dem, was dazwischen liegt, nicht nach all' den Triumphen, die meinenWeg als Sängerin schmückten, nicht nach der Zeit meiner kurzen Ehe, die mit so viel Glück begann und mit so viel Leid enbete?" Weshalb endete sie mit Leid, wenn sie mit Glück begann?" Eine andere gefiel ihm besser. Und dir ein anderer? " Asta schlug die schönen Augen vcrt dem klaren fragenden Blick der ernfien Frau zu Boden und antwortete nicht direkt: Es war eben ein Irrthum wir hatten uns zu lieben ge alaubt Sturm und Drana bleiben
nie aus entweder, man. überwindet oder man macht ein Ende, um nicht unterzugehen." -
Und nun wirst du Dr. Spaldrnz
heirathen?" Seiratben? das Wort kam ae-
dehnt aus Asta'Z Munde Monika, daß ich auch von dir dieses Wort horen muß glaub' mir, wir sind gute Freunde aber bei euch korrekten Menschen geht's ja ohne Standesamt nicht, ihr glaubt an keine Freund-
schaft zwischen Weib und Mann
Doch." saate Momka leuchtenden
Blickes, es mag solche Freundschaften geben, ob sie aber sich bewähren in Noth und Tod, wie in der Gemeinschaft der Ehe, das habt auch ihr
modernsten Menschen nicht ergründen können.
Du sprichst nur von dir, Monika,
du kannst dich nicht in ardere Seelen versetzen, anderen Menschen nachden-
ken, die leichteren Tempcramnts stno, als du bist. Schattenmenschen wollt
ihr, keine Vollmenschen."
Nun denn. Asta damit du
siehst, wie sehr Unrecht du mir thust
auch ich bin durch Sturm und
Drang gegangen wie du und unzay-lige."
In demer alucklimen Ehe Mo
nika? du du liebtest deinen Mann sehr."
Ja," saate Monika träumerisch.
wir liebten uns sehr aber sieh,
Asta das thatet ihr auch. Und zur
Ehe gehört nicht allein Liebe und nicht
nur Gewöhnung, es geHort vor allen Dingen ein Wille dazu, der Wille zu
verstehen, der Wille gut zu sein, der Wille, seine Pflichten zu erfüllen. Die
Liebe an sich, ohne den Willen zur Liebe, gibt das Glück der Ehe nicht. Das wußte ich damals nicht. Wie sind wir Mädchen von Anno dazumal erzogen? Einzig für Ih Ehe und doch nicht in der rechten -Art dazu. Lieben sollten wir den Mann, der uns begehrte, egal, welchen, und mit die-
ser Liebe unsere Persönlichkeit opfern:
wenn unsere Persönlichkeit sich später dagegen auflehnte, nun wohl,- so
mußte' eben der Wille da sem. Uno
so,' Asta, kamen auch mir die Stunden, da' sich die Neunzehnjährige frag-
te: Ware es nicht besser gewesen, ihr hättet euch nicht geheirathet, du wärest noch' frei? Und dann kam einer, dessen leuchtende Augen es mir fast angethan hätten, der mir zeigte: Ich liebe dich, ich werbe um dich. Siehst du, das hatte mein Mann versäumt. Als ich sein Weib war, war alles gut. Ich vermißte seine werbende Liebe, die er früher gezeigt, alles schien abgestreift nun, da -er meines Besitzes sicher war. Da kamen Sturm und Drang auch für mich, Asta. Und in all' dem Sturm fand ich instinktiv den sicheren Hafen, ich flüchtete zu den Vettchen meiner kleinen Söhne, da fand ich nach hcißer.l Ringen die Ruhe und den Willen, glücklich zu sein an der Seite meines Mannes. Noch nie hatte ein Blick, ein Wort verrathen, daß ich gemerkt, wie es um den stand, der so leicht der Zerstörer unseres Friedens hätte werden können. Als sein Kommando auf dem Generalstab um war, als er Abschied nahm auch aus unserem Hause, da blieb ich so ruhig, daß ich wußte: Ich hatte siegreich gekämpft. Das war nur der Anfang; mein Mann st?b, als meinTöchterchcn wenig Wochen alt war, ich' kehrte, abhängig von ihr, zur .Mutter zurück. Nun gab's Sturm 'und Drang in der Kinderpflege, in der. Erziehung; schließlich, nach zehn Jahren noch den letzten Sturm, als nach Mutters Tode der Freund wiederkam und mich, die Wittwe, zur Frau begehrte." Und du, du liebtest ihn, und nahmst ihn nicht? Und er liebte dich, o Monika " Ich war Mutter, Asta, und der Mann, der mir Herz und Hand bot, der liebte meine Kinder nicht, er sagte und zeigte das nicht, aber ich fühlte es. Nur das Weib begehrte er in mir, das im Leben gereift, das Leben kannte." Werden dir das je deine Kinder danken, Monika, daß du auf ein fpäteres zweiten Glück ihretwegen verzichtet hast?" Asta, wenn du Mutter wärst, würdest du so nicht fragen. Und wenn sie's nimmer thun, die Zeit war doch mein, wo sie ganz mir gehörten. Sieh, wie ruhig und glatt und unbewegt die See ist nach all' dem Sturme, so ruhig ist mein Herz auch." , Und ich, ich stehe noch mitten im Sturm und Drang," sagte Asta leise und lauter und interessirter: ' Wann kommen deine Kinder?" Siegfried, der Referendar, und Günther, der Student, holen Wanda vom Gut meiner Cousine ab, wo sie eine Milchkur, braucht, in acht Tagen sind sie hier, zu meinem silbernen Hochzeitstage." Drüben auf der erhöhten Promenade ging Dr. Spalding auf und ab, er wartete auf Asta, war er doch heut extra herübergekommen, mit ihr den Abend zu verleben. Asta sah ihn, einen Augenblick kämpfte sie mit einem Entschluß, dann sprang sie auf und drückte, Abschied nehmend, der Freundin Hand. Als sie zusammen auf die breite Mole gingen, die tief hinein in's Meer sich streckte, fragte Asta: Doktor, sagen Sie, lieben Sie diese ruhige See?" Er drückte leicht ihre Hand an sich, die auf seinem Arm lag: Sie ist langweilig, Sturm ist mir Hifor."
Acht Taae 1 Pater. 5 war noc?
sehr früh. ' Asta hatte sich einen kost-
baren Strauß binden lassen, die bun-
ten Blüthen, gemischt mit zahlreichen silbernen Myrthenstielen sie wollte ihn später Monika bringen. Jetzt stand sie am Fenster, von der Gardine versteckt und , schaute hinüber in Monika's Veranda. Wanda, im lichten Vatistkleide. war dort geschäftig,
den weißgedeckten Kaffeetisch mit Blu-
men zu schmucken, und die großen blonden Brüder, echte Germanengestalten, halfen ihr dabei. Sie schientn zu sckerzen und zu lacken. Da öffnete sich die Zimmerthür . auf der Schwelle stand Monika, wie immer, in dem schlichten grauen Kleide, die drei umringten sie, zogen sie zu dem bequemen Bambusfauteuil am Tisch, drückten die Mutter hinein und dann knieten sie alle neben ihr nieder, und die stattlichen Männer und das zarte Mädchen küßten die Hände der Mutter immer und immer wieder. Asta fühlte Thränen in ihre Augen steigen. Das war Meeresstille war Stille nach Sturm und Drang.
Der Kleckstcin. Kriminalhumoreske von Adolf Thiele. Also, Sie können mir keine Hoff-
nung geben?" sagte Waldow mit tru-
ber Miene zu dem hübschen jungen
Mädchen. Was haben Sie gegen mich? Bin ich Ihnen unsympathisch?"
Nem, Herr Waldow, durchaus nicht," erwiderte Hertha, und zögernd, fuhr sie fort: Ich will es Ihnen gestehen: ich bin ehrgeizig. Ich kann mir nichts Schöneres denken, als wenn der Name eines Mannes öffentlich genannt wird." Als Schriftsteller?" fragte er schüchtern. Das ist nicht nöthig, nur in irgend einer Weise. Jeder hat seine Schwächen, dies ist die meine!" Trübe gestimmt schlenderte Waldow durch die Straßen. Daß ich gerade, in die Eine in ganz Hamburg verliebt' sein muß! Sie ijt ehrgeizig; immerhin eine noble Leidenschaft, ich habe viel zu wenig davon. Arbeit tröstet, laßt uns arbeiten!" Fritz Waldow war Lokalredakteur einer Hamburger Zeitung, er verarbeitete die Berichte, die ihm. die Reporter zutrugen. Bisweilen aber liebte er es auch, einmal selbst zu sehen", und so kam ihm er war eben in, St. Pauli angelangt eine sonderbare Lust an: er begab sich in eine .Diebsspelunke. Sein Aeußeres fiel hier in der großen Klappe" nicht auf, sah man doch hier jede Art von Kluft (Kleidung), vom feingekleideten Goldzieher (Taschendieb) bis zum schäbigen Schmalmacher (Bettler). ' Nicht weit von ihm saßen drei Kerle, verdächtige Physiognomien, und tuschelten miteinander. Mit scharfem Ohr lauschte er hinter der schmierigen Fleppe (Zeitung) hervor, die er vom Tische genommen hatte, und vernahm die Worte Schränker, ausblinden, Krummkopf, spannen"; seine Bekanntschaft mit derGaunersprache sagte ihm, daß es sich hier um Einbrecher, erspähen, Brecheisen und aufpassen" handelte. Plötzlich durchzuckte ihn eine Idee. Entschlossen trat er auf die drei Kerle zu. Betuch (still)!" flüsterte er. Ich mache mit." Oho," sagte einer der Männer mißtrauisch. Wer bist denn Du?" Eben aus Berlin zugereist!" flüsterte Waldow. Bin Eisler, kennt mich doch, barer (großer) Schränker bin ich und Kochhändler (Räuber)!" Kriminalistische Studien waren von jeher Waldows Steckenpferd, und so war er auch mit den Thaten des berüchtigten Einbrechers Eisler vertraut. Mehr oder weniger wußten auch die drei Brüder" von diesen, und als er nun, unter voller Beherrschung des Rothwelsch (Gaunersprache) von seinen Einbrüchen erzählte, faßten sie Vertrauen zu dem so entschlossen auftretenden Manne. Nu aber los mit Eurer Arbeit!" sagt er, und so weihten sie ihn denn in ihren Plan ein. Dieser war ebenso einfach wie kühn, ihrer sieben der neue war nun der achte wollten sie am hellen Tage in der Handelsbank einen Einbruch verüben. Ellen und Haken (Brecheisen und Dietriche) brauchen wir da nicht!" flüsterte Waldow, die Hauptsache ist der Leff (Muth)!" Berständnißinnig nickten die Kumpane. Der Kassirer ist dort im Kassenzimmer allein," raunte der eine. Einer muß einen Schein zum Wechseln geben, und wenn derSchiefer (Wechsler) dann zugreift, gibt ihm der Bruder eins mit. dem Schlagring auf den Nüschel." Natürlich' perkoch (mit Gewalt)!" sagte Waldow eifrig. Wo planten (verbergen sich) denn die anderen? Am besten ist's, drei spannen (wachen) auf der Straße und wir anderen'fünf machen die Kiste." Es wurde nun verabredet, daß Katzoff (Fleischer) - Karl, ein strammer Bursche, den Schlag führen sollte. Fiel der Kassirer zu Boden, sollten die anderen vier, von denen einer die Thür hielt, hereinspringen und sich auf den offenen Geldschrank und auf den sonst noch herumliegenden Kies (Geld) wer fcn. Und wo helligen (theilen) wir nachber den Torf (Geld)?" fraat.der neue
nnroer. Auch vteö wurve veravreoer. Der entscheidende Tag war herangekommen. Die füns Mann, unter ihnen Katzoff - Karl und Eisler alias Fritz Waldow, trafen auf ein Zeichen Pflo-derer-(Barbier) Ludes im Hausflur ein, während die drei anderen sich dem Hause näherten. Katzoff - Karl betritt durch das Vorzimmer den Kassenraum, der vom Nebenzimmer, in dem sich eine Anzahl Kontoristen befinden, durch eine offenstehende Thür getrennt ist. Eisler und ein anderer entschlossener Kerl sind beauftragt, diese Thür sofort zu schließen, während die drei anderen sich über den Kies hermachen sollen. Mit höflichem Gruße tritt KatzoffKarl ein und präsentirt dem Kassirer inU der Linken einen Zwanzigmarkschein. Seine Rechte, mit dem stumPfen Schlagring bewaffnet, hält er unter dem Hute verboraen. Möchten Sie nicht so gut sein,' sagt er nun doch etwas beklommen, mir diesen Schein einmal zu wechseln?" Sehr gern!" erwidert der Kassirer, nimmt unter dem Briefbogen ruhig einen Revolver hervor und gibt einen Schuß ab. In eiligem Lauf stürmen durch die Thür des Nebenzimmers sechs kräftige Männer in das Kassenzimmer. Der Schuß ist auch im Hausflur vernommen worden, aus einem Verschlage eilen vier andere Männer hervor, und die Treppe herunter stürzen ebenso viele. Ein Bankbeamter reißt das Fenster auf und weht mit dem Taschentuche, und sofort springen aus den NachbarHäusern etwa zehn Männer heraus, alle in Civil, aber alle ganz verteufelt entschlössen aussehend. Katzoff -.Karl fährt bei dem Schusse erschreckt zusammen und springt zur Thür. Hier trifft er mit dem Rufe: Die Polente!" (Polizei) auf die anderen Brüder, doch nur auf drei, Bruder Eisler" hat sich schleunigst aus dem Vorzimmer auf den. Flur geflüchtet und ist die Treppe hinaufgceilt, wobei er beinahe von den herunterstürmenden Männern umgerannt wird. Keiner rührt ihn an, sie hören das Losungswort: Konstantinopel", das er ihnen zuruft. Eine großartige Balgerei entwickelt sich im Hausflur. Der Kampf ist ungleich, etwa drei Greifer (Kriminalpolizisten) auf einen Schränker das ist zu viel. Die drei auf dem Hausflur Spannenden" sind zwar, als die acht Männer anrückten, sofort alle geworden", aber auf der Straße geht eine wilde Jagd an, und auch sie werden bald zur Strecke gebracht. Nun geht's in den Kasten!" (Gefängniß) meint Pfloderer - Lude, der neben Katzoff - Karl marschiert, brüi?erlich mit, ihm vereint durch eine Hclndschelle. 'Jbai werden wir pfeifen (gestehen) müssen, hier hilft kein Putz (Ausrede) und kein Unzelmann machen (sich dumm stellen)!" Das setzt Knast (Strafe)!" brummt Katzoff. - Karl tvüthend. Daß wir nur so witsch (dumm) sein konnten und uns von dem verdammten Kleckstein (Verrätber) so hereinlegen lassen!" '.Die Zinken (Gaunerzeichen) hat der Kessel (Narr) aber- fein weggehabt!" sagte der Barbier mit einer gewissen Bewunderung. . Bewunderung fand der Kleckstein auch sonst, ganz Hamburg pries den Namen Fritz Waldow, der die gefährliche Gaunerbande dem Gerichte ausgeliefert hatte. Bald darauf traf er Hertha in der Gesellschaft, in der er sie früher öfter gesehen; von Anderen unbelauscht, sprachen sie miteinander. Meinen Glückwunsch, Herr Waldow," sagte sie strahlenden Auges. Alles spricht von Ihnen!" Mehr beglücken würde es mich," erwiderte er halblaut, wenn eine Einzige an mich dächte!" Sie denkt immer an Sie!" flüsterte Hertha und schlug die Augen nieder. Wenn sie dies thut," sagte Waldow beglückt, so soll sie an mir nie einen Verräther finden oder, wie wir uns in Rothwelfch ausdrücken, einen Kleckstein!" Fälscherküttste.
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Wie man weiß, giebt man Möbeln das Ansehen von antiken Stücken, indem man sie künstlich wurmstichig macht. Früher bohrte man zu diesem Zweck mit einem Bohrer Löcher hinein; jetzt aber hat man ein feineres Versahren. Die Thierchen, die Löcher in? Holz bohren, werden auf Kartoffeln culivirt und dann in die modernen Imitationen hineingerieben. Sie fressen sich in dos Holz ein. Wenn das Holz aber zu wurmstichig wird, vermodert es und zerfällt zu Staub. Sobald also dieser Vorgang weit genug vorgeschritten ist, so daß das eben hergestellte antike Möbel in seiner Wurmstichigkeit genügend ehrwürdig aussieht ober doch noch haltbar ist, müssen die Thierchen. die so gute Dienste geleistet haben, getödtet werden. DaZ geschieht durch Anwendung der Röntgenstrah len.
DasHöchste. Herr: Aarum so wüthend?" Bankier: Soeben war mein Buchhalter da und meldete mir, meine Frau sei mit dem Kassirn und der ganzen Baarschaft durchgebrannt! Kaum macht er hinter sich die Thür zu wer kommt? Die Schneiderin mit der Rechnung für die Reisetoi-lette!"
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