Indiana Tribüne, Volume 27, Number 311, Indianapolis, Marion County, 23 August 1904 — Page 7
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Von Zweien geliebt Roman von SUfrefr Sassen OC0000000'K00 (Fortsetzung.) Da schärfte Ernst der alten Barbara ein, keinen Augenblick von Toris Bett zu weichen, er selber müsse leider auf eine Stunde etwa fort, es handle sich um einen wichtigen Gang, der sich nicht aufschieben lasse. Und er verließ das Haus. Und war pünktlich nach einer Stunde wieder zurück. Aber er kehrte ls ein Anderer heim, als er gegangen war. In seine schlaffe, verkrüppelte Gestalt war Haltung gekommen. Auf dem gewölbten Nacken saß der sonst immer ein wenig vorgeneigte Kopf aufrecht und frei. Ja, wie Einer, der sich ur Freiheit hindurchgerungen, zur inTieren und äußeren, sah er aus. In seinen Augen war ein bewußtes Leuchten. Die Blässe des Gesichts war einem leichten Roth gewichen. Fest und klingend war fein Schritt, so daß man erst hinsehen mußte, um sich zu überzeugen, daß er auf einem verkürzten Bein einherging. So verwandelt trat er in das Zimmer Toris, die wirklich ein wenig eingeschlafen war. Er schickt? die alte Barbara hinaus, setzte sich behutsam an das Bett der Schwester und wartete auf ihr Erwachen. Die Zeit wurde ihm nicht lang. Der Freiheitstraum, für den er sich das Recht der Verwirklichung erkämpft, gaukelte ihm schon jetzt herrliche Zukunftsbilder vor. In bunter Fülle sah er sie aufsteigen. Auf "einmal schlug leise die süße Stimme Toris an sein Ohr: Lieber Ernst, ich liege schon eine ganze Weile und schaue Dich an. Du siehst so anders aus als sonst. So so frei so kühn ich weiß nicht recht, wie ich sagen soll. Als ob Dir etwas ganz Wunderschönes begegnet wäre. Ist dem so?" Ernst war bei dem unvermutheten Klang der weichen Stimme aus seiner Verzückung emporgefahren. Ein jähes Roth ergoß sich in seine Stirn, als schäme er sich, von der unglücklichen Schwester beobachtet worden zu sein, wie er dasaß, angestrahlt vom Goldschein eines großen Glücks. Er beugte sich rasch zu ihr nieder, drückte einen Kuß aus ihre Stirn, faßte dann nach ihren kühlen Händen und behielt sie in den feinen. Liebe Tori," begann er, bist Du wieder stark genug, um mich ein paar Minuten ruhig anhören zu können?" Sie nickte und drückte leicht seine Hände. Ernst holte erst noch einmal tief Athem, ehe er weitersprach: Zuerst, liebe Tori, muß ich Dir das Geständniß machen, daß sich schon seit längerer Zeit in meinen Ansichten und Anschauungen eine Wandlung vollzogen hat. Wie Du weißt, hielt ich es früher für meine unabweisbare Pflicht, dem Geschäft, dem unser Vater seine ganze Kraft gewidmet, auch mit der meinigen bis zum letzten Athemzug zur Verfügung zu stehen. Allem langsam brach sich die Ueberzeugung in mir Bahn, daß ich damit ein Opfer bringe, für das keine zwingende Nothwendigkeit vorliegt. Ja, weder um Deinetwillen, noch um meiner selbst willen ist es Gebot für mich, auf einem Posten auszuhalten, von dem meine Gedanken und Wunsche zmmer wieder wett ab irren. Du weißt, wohin. Stets lauter und lauter . sind die Stimmen in mir geworden, die mich .aus eine andere Bahn rufen, auf eine Bahn, in der sich meine dürstende Seele in Sonnenschein und Klang baden kann " Er verstummte'plötzlich. Vergib," murmelte er beschämt, ich rede da aber veraessen hab' ich aan, zewiß nicht, wie unsagbar weh Dir Leute aethan worden ist Du wirst bald verstehen, daß ich auch Dir zu Liebe that' was ich that" Sie drückte mit leisem Lächeln' aber mals seine Hände. Sprich nur weiter," hauchte sie wie traumverloren, es war so schon das alles, was Du sagtest Ernst suchte nach einer neuen Anknupfung. Sieh," meinte er dann, während seine Stimme wieder sicherer wurde, es bedürfte nur eines äußeren Anstoßes, um die drängenden und raunenden Gewalten in mir zum Ausbruch zu veranlassen. Der heutige Tag brachte den schmerzlichen Anstoß. Ich ging zu unserem Vormund und sagte ihm, wie es in mir aussieht. Ich forderte von ihm, daß er mich in die Welt hinausgehen laßt, um meine musikan schen Talente bilden und verwerthen zu können. Und siebst Du. liebe Tori," fuhr er mit einer Lebhaftigkeit fort, aus der die Schwester schloß, daß zetzt der Hauptpunkt seiner Mittheilung gen komme, wenn ich von hier fortgehe, so kommst Du natürlich mit mir. Wir bleiben zusammen. Unter anderen Voraussetzungen kann ich mir die Zukunft nicht denken. Hand in Hand schreiten wir aus der Enge hier in die Weite hinaus. Was wissen wir von der großen, schönen Welt? Nichts. Wir wollen sie aber kennen lernen. Der Vormund ha eingewilligt, daß wir gleich jetzt im Herbst eine Reise zusammen machen. Ich habe schon lange die Sehnsucht in mir getragen, einmal den Rhein zu sehen. Dahin wollen wir gehen. Ja, wollen wir?
Tori zog den Kopf des Bruders zu sich nieder und küßte ihn warm und innig auf den Mund. Wenn Ernst es auch nicht geradezu ausfprach, so errieth sie doch, daß er die Reise Hauptsächlich um ihretwillen vom Vormund
erbeten. Sie- sollte aus der Helmath, wo alles sie an ihren großen Schmerz erinnerte, fort in andere Verhältnisse, unter andere Menschen, in die erlösende Schönheit einer großen, kühnen und zugleich lieblichen Natur, damit ihr bitterer Kummer gelinder werde, damit sie vielleicht vergessen lerne. Eine leidenschaftlich schmerzliche Aufwallung wollte ihr den Ruf auf die Lippen drangen, sie könne me und nimmermehr vergessen! Allem sie hielt den Ruf um des Bruders willen zurück. Er war glücklich in den Gedanken, einen Trost für ihr banges Herz gefunden zu haben. Sie mochte ihm diesen Glauben nicht nehmen. Und vor allem wollte sie ihm nichts Hemmendes und Schweres auf die Flügel laden, mit denen er sich aufschwingen wollte in die Hohen einer lichteren und glücklicheren Zukunft, als sie ihm in dem alten, düsteren Kaufmannshause zu Theil geworden wäre. Sie glaubte an diese Zukunft. War doch seine ganze zarte, reine Secle getaucht in Musik. Und lag darm, daß sie Hand in Qand mit dem Bruder in diese von iym erträumte schönere Zukunft hineinschreiten sollte, für sie nicht eine Möglichkeit, sich aus dem schmerzlichen Abgrund, in den sie sich niedergedrückt fühlte, doch emmal erheben zu können? Sie wurde sich über die Erfolge des Bruders freuen, über seine strahlenden Augen, sein gluckliches Lächeln. Sie würde neben ihm in dem bunten Schwärm stehen, den er mit seinen Zaubertönen um sich versammelte. O, vielleicht gehörte dann nur ein wenig fester Wille dazu, die schmerzlichen Schatten zu verjagen, die sie umdrängten und emhullten! Gewiß, eine Schwester kann nicht ganz unglücklich sein, die im Glucksglanz eines über alles geliebten Bruders steht! Von den Armen dieser Hoffnung aestützt, setzte Tori sich plötzlich in ihren weißen Kissen auf. Sie legie beide Hände auf die Schultern des Bruders, das leise Lächeln um ihre Lippen wurde warmer und bestimmter, und sie rief: Ja, wir wollen reisen! Wollen uns an den Wundern der weiten, unbekannten Welt erfreuen! Und Du sollst ein Künstler werden! Und ich will immer an Deiner Seite bleiben!" 18. Kapitel. 'l? irklich verließen die Geschwiö st er in der kommenden Woche schon das kleine Neustadt, um den Herbst am schönheitund weingesegneten Rhein zu verleben. Das Geschäft wurde vorlaufig unter Aufsicht des Vormunds, der aus seinem Junggesellenheim m das KaufmannsHaus zur alten Barbara übersiedelte, weitergeführt. Sobald sich eine Gelegenheit bot, sollte aber der Waarenbestand verkauft und der Laden mit den dazu gehörigen Räumen des Erdgeschosses vermiethet werden. Es war Ernst Hennigs fester Entschluß, der Sprung aus dem Kaufmannsstand hinüber in den Künstlerberuf zu thun. Das Haus selbst wollten die Geschwi ster jedoch nicht veräußern. Es hafteten für sie zu viele Erinnerungen fröhlicher und ernster Art an den alten. düsteren Mauern, als daß sie sich für immer von ihnen hätten trennen mögen. Sonnige Herbsttage am Rhnn! Ihr Zauber schlug auch die arme, blasse Tori in seinen Bann Wohl blieb sie ernst und still allein ihre Theilnahme an all den Wundern der Natur und Kunst, zu denen sie heute in erfrischender Bergwanderung emporklimmen, an denen sie morgen auf dem Deck eines Schiffes vorüberschwammen, war warm und echt. In ihre Augen trat oft ein Aufalänzen. und aar manchmal druckte ne rasch und rnnonien me ano des Bruders, der sie aus dem mit traurigen Erlebnissen angefüllten Einerlei der engen Hcimath fortgeführt hatte in diese lachende Herrlichkeit mit den leuchtenden Spuren versunkener geschich: licher Größe! In Köln wa-'s, wo die Geschwister ein Brief des Detektivs erreichte, den sie beauftraat katten. jenen Alexander Erlbeck a,zufinsen, an dem ihr Vater sich einst in bedauerlicher Charakterschwäche vergangen. Der De'ektiv hatte die Spuren des Gesuchten in Amerika ausfindig gemacöi und weiter verfolgt. Er konnte nun tan Geschwistern mittheilen, daß Alexander Erlbeck die Schatten des Dastinskampfes in einem fremden Land bis zur Neige hatte auskosten müssen, daftn war eine Wandlung in seinen äiTßeren Verhältnissen eingetreten, so da er schließlich als wohlhabender Mann nach Europa zurückkehren konnt:. Er lebte augenblicklich in der kleinen, mitteldeutschen Restdenzstadt Weimar, wo er sich engekauft, hatte. Dre Geschwister entschlossen sich, für den kommenden Winter gleichfalls ihr Quartier in Weimar aufzuschlagen. Ernst wurde angelockt durch die dortige vortreffliche Musikschule, an deren Unterricht er theilnehmen wollte, und Tori hatte sich schon lange danach gesehnt, einmal die Stätten zu betreten, die geheiligt waren durch die Erinnerungen an unsere größten Dichter. Natürlich wollten sie aber auch die Bekanntschaft jenes Alexander Erlbeck suchen, um an ihm das Unrecht des Vaters wieder gutzumachen. Sie fanden in einer Pension, die einen sehr guten Ruf hatte, ein paar
hübsche Zimmer und fühlten sich da wirklich ganz vortrefflich aufgehoben.
Ernst that vor allem d:e nothigen Schritte, um in die Großherzogliche Musikschule aufgenommen zu werden, während Tori die berühmten Dichterstätten aufsuchte. Auf solch einem Entdeckungsgang überschritt sie, von Goethes Gartenhaus kommend, die Jlm, stieg dann zum Römischen Haus hinan und schlenderte endlich gemächlich durch den oberen Theil des prachtigen Parkes hinüber zur Belvedereallee mit ihrem wundervollen alten Baumschmuck. Langsam fchriit sie an den hübschen, wohlgepflegien Vorgärten hin, in deinen voll aristokratischer Ruhe die stilvollen Villen lagen. Plötzlich blieb das junge Mädchen mit einem Ruck stehen. Ein glühendes Roth ergoß sich in ihr Gesicht, um aber gleich wieder einer tiefen Blässe zu tvzU chen. Krampfhaft umspannte sie mit der zitternden Hand den Griff ihres Schirmes. Alexander Erlbeck" stand da auf einem kleinen Porzellanschild zu lesen, das neben einer prächtig geschmiedeten eisernen Gitterthür an' einem hohen Steinpfeiler angebracht war. Eine ganze Weile vermochten sich Toris Augen nicht zu lösen von dem Namenszug. Da also wohnte der Mann, den sie und ihr Bruder so lange gesucht, und dem sie nun sagen mußten, daß ihr verstorbener Vater ihm ein Vermögen entzogen, das sie freilich bereit waren, ihm mit Zins und Zinseszins zurückzuerstatten! Wieder stieg ihr ein Roth der Scham in die Wangen. Dann strich sie leicht aufseufzend mit der Hand über die Stirn, als könne sie so die trüben Bilder verscheuchen, die vor ihr erstanden waren, und wandte sich zum Weitergehen. Ihr Gang mochte aber wohl feine gewöhnliche Spannkraft noch nicht zurückgewonnen haben, ebenso wie im Ausdruck ihres Gesichts noch die bitteren, traurigen Gedanken mitsprachen. Denn plötzlich tönte eine tiefe, etwas heisere Männerstimme an ihr Ohr: Darf ich mir die Frage gestatten, mein gnädiges Fräulein, ob Sie sich unwohl fühlen? Sie sehen wirklich gar nicht gut aus" Ihre erschrocken umher suchenden Augen waren auf einen Mann gefallen, der hinter dem Gitter stand, das Garten und Straße von einander trennte. Er schien sich mit den farbenleuchtenden Georginen beschäftigt zu haben, die dort in seltener Schönheit prangten. Durch die üppige Höhe der Pflanzen war dem jungen Mädchen sein Anblick entzogen worden, er aber hatte sie wohl zwischen den Blumen hindurch beobachtet. Nun trat er hinter den Georginen hervor vollends an das Gitter heran und wiederholte feine Frage. ' Tori sah einen hohen, schlanken Mann vor sich, der etwa in den Fünfzigern stehen mochte. Die tief und schroff eingegrabenen Linien in seinem Gesicht, das sehr schmal war mit einer breitausgewölbten Stirn, waren wohl weniger eine Folge des Alters, als tzrter und langanhaltender Schicksalskämpfe, zu denen ihn das Leben verurtheilt hatte. Es schien, daß eine ehemals vielleicht eisenfeste Natur unter den Widerwärtigkeiten solchen Ringens Schaden an ihrer Gesundheit genommen. Denn ein leidensvoller Zug prägte sich um den von einem Schnurrbart überschatteten Mund aus und ließ sich noch deutlicher aus dem matten Blick der tief eingesunkenen Augen erkennen. Aber was für den Mann einnahm, war in seiner ganzen Haltung eine gewisse natürliche Vornehmheit, die sehr gut paßte zu dem Rahmen des schönen Gartens mit der geschmackvoll ausgeführten Villa im Mittelpunkt. Tori zeigte sich bei der plötzlichen Anrede so verwirrt, daß sie nicht zu antWorten vermochte. Das war er wohl, der Gesuchte! Er trug einen sammetnen Hausanzug mit einem seidenen Hemd darunter. Dadurch wurde das fremdländische Gepräge, das ihm anhaftete, noch erhöht. Ganz gewiß, es war Alexander Erlbeck, der nach jährelangen harten Kämpfen in einem fremden Welttheil zum endlichen Ausruhen m die Heimath zurückgekehrt war. Diese Kämpfe wären ihm vielleicht erspart geblieben, wenn der gewissenlose Jugendfreund ihm damals mcht zene fünfzigtausend Mark entzogen hatte, auf die er Anspruch gehabt. Und nun stand die Tochter dessen, der dies Unrecht begangen, ihm auf einmal gegenüber, ganz ohne alle Vorbereitung und er verkannte ihre große und nur zu wohl begründete Erregung und fragte sie theilnahmsvoll, ob sie - sich mcht wohl befinde? Sie murmelte endlich ein paar Worte, sagte, daß sie in der That von einem kurzen Schwindelanfall heimgesucht worden sei. Da war er mit zwei, drei großen Schritten an der Gitterthür und öffnete sie. So bitte ich Sie, mein gnädiges Fräulein, einen Augenblick einzutreten. Dort unter der Buche steht eine Gartenbank. Sie werden sich rascher erholen, wenn Sie ein wenig ausruhen. Vielleicht darf ich Ihnen ein Glas Wasser bringen oder sonst eine Erfrischung? Tori hatte gar nicht die Empfindung, daß der Herr rn seiner Dienstbefnssenheit zu weit gehe.. Sie bemerkte auch mcht, wie sem Auge mit offenbarer Be wunderuna ihr Gesicht überflog, ihre ganze schöne Gestalt umfaßte.- Der Mann war ja kein Fremder für sie. S!e hatte ja ohnehin an der Seite ihres Bruders in den nächsten Tagen seine Schwelle überschreiten wollen. Run
that sie es heute schon. Denn sie that es wirklich. Als ob sie gar nicht anders könne, schritt sie am Hausherrn, der mit artiger Verbeugung an d:r Thür stehen geblieben war, langsam vorüber in den Garten. Sie handelte wie unter einem Zwang, der ihr das, was sie that, als das Selbstverständliche erscheinen ließ. Der Herr hatte vorhin seitwärts gedeutet, wo unter dem breitästigen Dach einer Blutbuche, die noch ihren nahezu ungeminderten Vlätterschmuck aufwies, eine weißlackirte Gartenbank stand. Dahin richtete Tori mechanisch ihre Schrilte. Doch mit einem Ausruf süßen Erstaunens blieb sie plötzlich stehen. Auf der Gartenbank saß ein Kind, ein etwa vierjähriges Mädchen im tiefrothen Kleidchen. Die Kleine war schön wie eine Wunderblume dieses Gartens. Gelblich weiß und von mattem, weichem Glanz wie das Blatt einer Theerose war die Farbe ihres Gesichtchens. Drin standen groß und ruhig, wie zwei schwarze Sterne, die Augen. Tiefschwarz war auch das Haar über der niedrigen Stirn, an die ' sich in
prachtiger Linie ein wunderfemes Nas chen ansetzte. Darunter schimmerten roth, wie das Kleidchen, das die Kleine trug, die feingeschnittenen Lippen. Mit einer Bewegung, die zart wie ein Hauch war. glitt das Kind von der Sank herab, alS sich die fremde Dame näherte, kam auf ihren winzigen, gelbbeschuhten Füßen ein paar Schritt: näher und blieb dann ruhig abwartend stehen. Mem kleines Madchen, meine Ellen," sagte der Herr mit einem warmen Klang in der Stimme, mein ganzes Gluck! Ellen, begrüße die Dame. Sie möchte sich em wenig auf Deiner Bank ausruhen. Doch Sie gestatten. mein gnädiges Fräulein, daß ich Ihnen auch meinen Namen nenne. Alexander Erlbeck." Nur ein ganz leiser Ruck ging durch die Gestalt Toris. Sie hatte den Namen ja bestimmt erwartet. In eine noch größere Erregung, als sie schon in ihren Adern pulsirte, vermochte sie sein Klang nicht zu versetzen. Die kleine Ellen hatte Tori die Hand gereicht und sie dann zur Bank geführt. Und darf ich Ihnen nun eine Erfrischung besorgen, mein gnädiges Fräulein?" fragte jetzt Alexander Erldeck nochmals. Nein, nein danke," stammelte Tori hastig. Plötzlich flog ein süßes, liebreizendes Lächeln um ihren Mund. Sie legte die Arme um den Nacken Ellens, die vor ihr stehen geblieben war, und sagte in lieblicher Verwirrung: Ihr holdes, kleines Madchen will ich anschauen nichts sonst " Und Klem-Ellen stand, als ob sie einen Augenblick nachdenke, dann trat sie ganz nahe an Tori heran und schmiegte sich gegen ihre Kniee. Ich will Dich lieb haben," sagte sie zutraulich. Halloh mein kleiner Eigensinn," rief der Vater lachend, Du gehst ja heute flott in's Zeug! Sie dürfen sich auf diese Liebeserklärung etwas einbilden, mein gnädiges Fräulein. Es braucht sonst gewöhnlich lange Zeit, ebe mein kleiner Liebling Fremden geger.über aufthaut. Es war schon da, daß alle Bonbons der Welt sie nicht zu b:wegen vermochten, so gnädig ihre kleine Freundschaft zu verschenken." Und Tori konnte nicht anders, sie mußte das wunderliebliche Kind küssen. Als sie aber den kleinen, kühlen Mund auf dem ihren spürte, zuckte sie plötzlich mit blutrothem Gesicht empor. Beinahe hilflos, als ob sie am liebsten für den Kuß um Verzeihung bitten möchte, sah sie den Vater Ellens an. Es war ihr auf einmal der Gedanke gekommen, ob es ihr wohl auch noch gestatten wurde, sem Kind zu küssen, wenn er erst um das für sie so beschämende Geheimniß. wußte, das sie mit sich herumtrug. (Fortsetzung folgt.) Sporen sollen von den Reitern schon seit dem Jahre 300 v. Chr. be nütz werden. . (Bitxc tljeuro Frau. Was mich meine Frau Geld kostet! Was Sie nicht sagen?" Ah, die hat mich heut' so geärgert, daß ich wenigstens fünf Maß Bier trinken muß, um mich zu beruhigen! (Bwatttcxt. Meine Frau ist auf kein Schiff zu bringen." Weil da ein andrer das Kommando hat!" , In, Streck. Frau (die mit Strümpfestricken beschäftigt, plötzlich ihren sortgeglauo ten Gatten zur Thür eintreten sieht): Aber Mann, weshalb hast Du nicht vorher geschrieben zetzt hatte ich bei nabe eine Masche fallen lassen!"
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Eleveland St Lou S Vab & N 21 Erta 4 2ftm 4 40Vm 7 0553m American Expreß täglich Muncie FtW 5? B H Erd.. fW Atf A W rt .M m . X s k B fctrn laallkd g ... 7 3OVm Kledland 5Isf rm in AZZlm Andersen Ejp p 11 3023m a oi o n r, i r , , .,v si cc so zim, ra! a s. . . . 2 oo'-um Union Eitn Slkk Are taal 5 90Wm ffm!rBntfer Sv taal d & s . 6 159t New Jork & Pgh Lm, tgl s. 8 55Nm St. Louis Abgang tgl s. 12 06Vm 12 2053m 6 4Wm tgl äs 8 00Vm 6 p 10 4öVm ä 8. .11 2öVm New Zork & Pgh Ltd New Aork Ltd tägl s.. St oms Mail N B Pgh K St L Exp Soutywettern Lim tgl Wash & Bt L Exp tgl St Louis Ervreh täal. .... 114KVM 3 15Nm Aee.. oOONrn .. .. 7 05Nm LouiS Ltd tägl il s Tene Haute & Mat'n American Expreß tägl. Cineinnat Ein & LouS Nachtexpreß tgl S 46Vm St Louö & Ein Nachtexp tg 4 25Vm Eincinnati Exp tSg s 7 35Vm Eincinnati Expreß, tägl. ... 12 L0Nm Eincinnati Lim tägl p 2 6öNm Louttville Expreß 2 65Stm Eincinnati Accom 4 OONrn Ein Wash Rich Lim tgl d p 6 0 a Eine & Wash g A tq d & p 6 15Nrn Chicago Cbicago Nachtexpreß tägl g.. 12 10Vm Kankakee Accom 7 OOÖm Ehicago Fast Expreß tgl d p 11 50Vm Wdlte Elty Specwl 8 d & p. 3 205lm LaFayette Accorn 6 2SNrn Michigan Benton Harbor Expreß. .. .. 7 05Vm Michigan Mail Expreß p...11 30Vm
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