Indiana Tribüne, Volume 27, Number 311, Indianapolis, Marion County, 23 August 1904 — Page 4
Judkana Tribütte, SS. August I90'i.'
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Zndiana Tribüne. HnauSgeAeien dön,dtt SutebS Indianapolis, Ind.
Harry O. Thudinm Präsident. GeschäftSlocalt No. 31. Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. rte.ed at the Post Office of Indianapoli a econd dass matter. Aus fccr Bundeshauptstadt. Der Washingtoner Correfpondent der Misfissippi-Blätter" schreibt: Hiesige Marinekreise sind sehr aufgeregt in Folge eines Artikels über die Seeschlacht von Santiago, welcher in der Philadelphiaer Saturday Evening Post" erschien und aus der Feder des Admirals Schley stammt. Der Admiral giebt in dem Artikel interessante Aufschlüsse über verschiedene Fragen, welche seinerzeit selbst daZ Washingtoner Untersuchungsgericht nicht zu ent scheiden vermochte. Admiral Schley betont besonder, daß das Marine Departement Admiral Sampson per Kabel aufgefordert hatte, am Morgen deZ 3. Juli eine Conferenz mit General Shafter zu halten. Durch die Abfahrt des Sampfon'fchen Schlachtschiffes sei er (Schley) als rangältester Offizier Befehlshaber des BlockadeGeschwaders geworden, und Admiral Schley citirt dann als Beispiel die Schlacht am Nil, wo Lord Nelson die Franzosen besiegte, indem er ausführt, daß die Geschichte Lord Nelson als Sieger nennt, trotz dem Nelson'S Vorgesetzter, Sir John Jervis, denselben drei Monate vorher mit dem Aufsuchen der französischen Flotte betraut hatte. Bei der Beschreibung der eigentlichen Schlacht erklärt Admiral Schley, daß der vorher festgesetzte Schlachtplan zur Zerstörung der spanischen Schiffe fehlgeschlagen war, und daß die ausbrechenden Schiffe thatsächlich ihren Weg durch das Blockade-Geschwader forcirt hatten, wo durch eine unvorhergesehene Situation geschaffen wurde, welcher man sofort begegnen mußte. Admiral Schley giebt in seinem Artikel dem Capt. Cook von der Brooklyn" Credit dafür, daß er seinen Comrnandoruf Hard aPort" anticipirt habe und stellt in Abrede, daß es betreffs die ser Ordre zwischenlihnen zu einer Aus spräche gekommen fei. Er dementirt ferner, daß der Kreuzer Brooklyn" durch seine von der GefechtSlinie ab schwenkende Drehung die in dieGesechtS linie stürmende Texas" gefährdet habe, welches Manöverlbekanntlich denHaupt anlaß zu dem Untersuchungsgericht gab, daS unter Admiral ',Dewey's Vorsitz in Washington tagte. Admiral Schley erklärt ganz positiv in seinem Artikel, daß die Gefährdung der TexaS" in das Gebiet der Fabel gehöre. Er kommt dann auf das furchtbare Vombardement zu sprechen, welchem die Brooklyn" von der Landbatterie Socapa und vier der spanischen Kreuzer ausgesetzt war, und von seinem Entschluß, sich von s einem Vorhaben nicht abhalten zulassen. AdmiralSchley schildert darauf, wie die Oregon" erschien und das Signal Follow the Flag" gegeben wurde, und malt dann die Schrecken der Schlußkatastrophe der Seeschlacht, wie eines der spanischen Schiffe nach dem anderen auf den Strand auflief, mit Ausnahme der Colon", welcher dann die Brcoklyn" und "Oregon" nachsetzten. Durch die scharfe Kritik, welche Admiral Schley übt, sind wunde Stellen berührt worden, und wenn auch die meisten der hauptsächlichsten Faktoren von der Bühne verschwunden sind, so besteht doch immer noch die Klique, welche darauf erpicht war, dem eigent lichen Sieger von Santiago die Lorbeeren zu entreißen, in ihrem Nachwuchs. Admiral Sampson ist todt, Admiral Taylor, ein anderer Gegner Schley's, desgleichen; Crowninshield, sein bitterster Verfolger, hat, weil er sich vom Departement später zurückgesetzt glaubte, vor der Zeit seinen Adschied genommen und gleichz?itig mit ihm seine rechte Hand, Lieutenant Ward, der den Haupttheil der schmutz!gen Arbeit bei dem ehrengerichtlichen Proceß gegen Schley besorgt hatte ; Capt. Lemly, der Ankläger", ist ebenfalls in den Ruhestand getreten. Activ sind nur noch zwei bittere Opponenten Schley's, nämlich Admiral Chadwick, der als Capitän der New York" und GeneralstabSchefS Sampson's die geistige Lähmung des Letzteren sich zunutze machte, um gegen den ihm verhaßten Schley zu intriguiren, und Admiral CvanS damals Capitän
der Iowa", jetzt kürzlich von dem Commando des asiatischen Geschwaders nach den Ver. Staaten zurückgekehrt. Natürlich steht i 'ch noch das kleinere Kroppzeug, wie Z-otter, Heilner etc., im aktiven Dienst, aber diese Leute sind zu unbedeutend, um in die Kategorie der Genannten eingefügt zu werden. Nicht zum wenigsten ist der Präsident selbst durch den Artikel berührt, denn Präsident Roosevelt erklärte bekanntlich, die Seeschlacht von Santiago sei ein Kampf der Capitäne" gewesen, eine Behauptung gegen welche Admiral Schley scharf, wenn auch in fachlicher Weise zu Felde zieht. Präsident Roosevelt erließ ferner Ordre, nachdem er sein letztes Machtwort gesprochen, daß die Streitfrage in Zukunft von Marineoffizieren nicht mehr besprochen werden dürfe, und die Publizirung des Artikels enthält daher geradezu eine Herausforderung an den Präsidenten. Unter gewöhnlichen Umständen würde Präsident Roosevelt jedenfalls die Keckheit, eine von ihm sanktionirte geschichtliche Version als unrichtig anzugreifen, und einen von ihm gegebenen Befehl, daß hinfür Stillschweigen über die Sache beobachtet werden müsse, zu mißachten, durch die Einberufung eines Kriegsgerichts bestrafen. Aber der Jntriguenkampf gegen Schley ist eine heikle Sache, und man dürfte es nicht für angebracht halten, die Geschichte jetzt wieder öffentlich aufzurühren, wo soeben eine Campagne begonnen hat. Man glaubt allgemein, daß Schley's Artikel gerade diesen Zweck verfolgte, daß politische Gründe dafür maßgebend waren, daß er den Präsidenten zur Einberufung eines Kriegsgerichts, oder doch jedenfalls zu einem Verweis provoziren möchte; aber eS scheint die Ordre ertheilt worden zu sein, den Artikel zu ignoriren. Schatzamts-Sekretär Shaw hat am Mittwoch Washington verlaffen, wird sich einige Tage bei seiner Familie an der Küste von Maine zur Erholung aushalten und dann, der telegraphischen Aufforderung deS republikanischen National-Comite's folgend, sich dem Redner'Bureau in Chicago zur Verfügung stellen. Ende der Woche wird er in Chicago eintreffen, um seine Inftruktionen entgegen zu nehmen. Se kretär Shaw, dessen oratorische Begabung sich besser für den Westen eignet,
wo eö nicht so genau auf ein Abwägen der Worte ankommt, wird hauptsächlich an der PacificKüste und in den Bergstaaten verwendet werden, California, Oregon, Washington, Montana, Colorado und Utah. Seine Antrittsrede soll er in California vom Stapel lassen. Späterhin mag Sekretär Shaw auch nach dem Osten beoröert werden, doch steht das noch dahin. Sekretär Taft, dessen Beredtsamkeit besser polirt ist, wird vorerst den Osten bereisen. Er kehrte dieser Tage aus St. LouiZ zurück, ganz enthusiasmirt von der Ausstellung, und speziell von der Philippinen-Ausstel-lung. Der Kriegssekretär hat zugesagt, zunächst zwei Kampagne-Reden in New England zu halten, und zwar am 26. August in Mont Pelier, Vermont, und am 30. August in Portland, Me., worauf er den Monat September in Murray Bay, an der Mündung des St. Lawrence'FlusseS, in Gesellschaft seiner Familie verbringen will. Im Oktober wird er dann wieder scharf daran müssen. Generalanwalt Moody soll ebenfalls in die Kampagne von Vermont und Maine eingreifen. Trotz des Protestes der Christian Endeavor SocietleS von Connecticut, wird, wie üblich, an dem Bug des neuen Schlachtschiffes Connecticut", welches im nächsten Monat im, New ZZorker Schiffsbauhof vom Stapel laufen wird, eine Flasche Champagner zerschellt werden. Von dem fraallcden Verbände war vorgeschlagen worden , reines Quellwasser aus den Bergen Connecticut'S zu der Taufe zu derwenden. Der stellvertretende Marinefekretär Darling hat jedoch erwidert, er könne nicht der Ansicht beipflichten, daß die Benutzung von Wein bei der Ceremonie die Jugend irre zu leiten geeignet fei. Wenn die Jugend des Landes sich irre führen lasse, so geschehe es, weil sie falschen Propheten folge. Zudem wird darauf aufmerksam gemacht, daß daS Zer schmettern der Flasche Sekt einem Schlachtschiff nicht den geringsten Schaden zufügen könne, und daß die häufige Verwendung von Wein zum Ueberbord, werfen der Sache der Mäßigkeit sogar förderlich sein müsse. Ich bin der Meinung." schließt Herr Darling, daß Sie und die 3 Millionen Menschen, welche Sie vertreten, einen Trost in dem Gedanken finden sollten, daß auf solche Weife verwendeter Wein weder die Seele gefährden, noch dazu dienen kann, den Kelch menschlichen Leidens weiter zu füllen.
Der Kohlenfrachten-Krieg.
Infolge Ankündigung der Vandalia Bahn, daß sie den Frachtpreis für Kohlen aus den Vigo und Clay CountieZ auf ihren eigenen Linien von 60 auf 50 Cents herabgesetzt habe, hat auch die Indianapolis & Vincennes Bahn, die ebenfalls ein Zweig deS Pennfylvania Systems ist, deren Frachtpreis für Kohlen aus Greene County auf den Preis von 50 Cents herabgesetzt. Von Terre Haute wird gemeldet, daß die Jndiana Southern Bahn, eine der 2 Bahnen, die südlich von Terre Haute nach den Greene und Sullivan County Kohlenfeldern fahren, diesem Beispiele gefolgt ist. Die Ermäßigung der I. & V. Bahn kam nicht unerwartet und war eine natürliche Folge der Vandalia. Die Frachtpreis - Erniedrigung der Vandalia trat vorgestern in Kraft, diejenige der beiden anderen Bahnen gestern. In Terre Haute weiß man noch nicht, wie die Jndiana Southern ihre 50 Cents-Rate mit der Vandalia und der Big Four theilen wird; falls den letzteren Kohlentransport größere Dimensionen annimmt, besonders seit die Jndiana Southern und die Vandalia soeben erst einen Vertrag geschlossen haben über eine neue Theilung der 60 Cents-Rate von Greene und Sullivan County nach Indianapolis, aber es wird erwartet, daß die Evansville & txxt Haute Bahn, die andere südlich von Terre Haute belegene Bahn, nun mit ihren Concurrenten auf den Markt von Indianapolis gleichen Schritt halten wird. Die Rücksicht auf einen Theil der Verfechter .der 60 Cents-Rate und aus das allgemeine Publikum und der vermehrte Betrieb der Big Four können als die Ursachen der Frachtermäßigung angesehen werden. , . Eine Rückkehr zu der 60 Cents-Rate gilt für völlig ausgeschlossen. Blühendes Geschäft im Polizeigericht. Das Polizeigericht bot gestern ein reges Leben dar, denn 113 Gefangene wurden dem Richter vorgeführt. Unter diesen waren über 50 Fremde, die gleichfalls, da sie nicht genügend Aufschluß geben konnten von der Polizei verhaftet. Desperate Anstrengungen waren gemacht, die Stadt von den Verübern der vielen Einbrüche und Diebstähle zu säubern und daß da mancher Unschuldige mit leiden muß, läßt sich denken. Gegen die Mehrzahl der Auswältigen war nur die Anklage des Bummelns eingereicht. Mit der Zunahme der Weitaus-stellungs-Besucber, erwartet die Polizei auch, daß mehr und mehr DiebeSgesindel sich unserer Stadt nähern wird, da Tausende der geriebensten Gauner des Landes sich auf dem Wege nach St. Louis befinden, um die Stadt zu ihrem zeitweiligen Hauptquartier zu machen. Die außergewöhnlichen Anstrengungen unserer Polizei wurden insofern mit Erfolg gekrönt, als wir soweit nur kleinere Diebstähle zu berichten hatten. John McZleod unter der Anklage, Spiritussen an Minderjährige verkauft zu haben, ChaS. Porter deS Kleindiebstahles angeklagt und Wash. Frazier und seine Frau, die sich gegenseitig in so liebender Weise verkeilt und blutig geschlagen hatten, erhielten ihr Verhör auf Samstag verschoben. Die beiden Brüder, John und William Sanders werden heute vorgenommen, Thomas Sanders, der wegen Trunkenheit verhaftet wurde, wird bis zum 26. August warten müssen, ehe er Gelegenheit erhält, sich zu verantworten. Die Gebrüder Albert und Harry Smith, welche in einer Scheune an der Greely Ave. und Washington Str. von der Polizei beim Crap - Spielen überrumpelt wurden, kamen im PolizeiGnicht mit einer Strafe von 85 und Kosten davon. Niedriger Fahrpreis nach California via Pennsylvania Linien. August 15. bis 27. . einschließlich, und vom 28. bis 9. September einschließlich. ExcursionS - Tickets nach San Francisco und Los Angeles, in Anbetracht des dreijährigen ConclaveS der KnightS Templar und Sovereign Großloge I. O. O. F. werden über Pennsylvania Linien verkauft. Für völlige Information bezüglich Fahrpreis, Route u.s.w., spreche man bei den Ticket-Agenten dieser Linien. - vor, oder schreibe an W. W. Richardson, Distrikt Passagier-Agent, Jndianapoliö, Ind.
Ans Stadt- und Connth-Ber-valtnng.
Es wird erwartet, daß der Contract zwischen der Stadt und den EisenbahnGesellschaften betreffend die Höherlegung der Geleise an der Massachusetts Ave. sobald als Mayor Holtzman im Laufe dieser Woche zurückkommt, unterzeichnet werden wird. . Der Antheil der Stadt ist etwa S25000; es wird angenommen, daß die Straßenbahn - Gesellschaft ein Drittel der Kosten, also $8000 tragen wird. Die Behörde für öffent. l i ch e Werke nahm in ihrer gestrigen Sitzung folgende Angebote entgegen: Pflasterung und Cement-Seitenwege in De Quincey Str. von New York bis Michigan Str., Jndpls. Constr. Co.; 81 Cents. AbzugS-Kanal in der ersten Alley südlich von Mass. Ave., von Brookside Ave. bis 25 Fuß westlich von Steele Str.; John JenkinS S4.27, Thomas I. Mackey & Co. $1.23, Charles R. Plase $1.41. AbzugS-Kanal in Hosbrook Str. von Elm Str. bis Woodlawn Ave.; John JenkinS, $1.87, Charles R. Plase $1,90, American Constr. Co. $1.84, A. Bruner 81.85. NeueGesuche wurden eingereicht für: Nivellirung und Pflasterung der Palmer Str., von Ringgold Ave. bis Leonard Str. Wasser-Röhren in der Laura Str., von Addison- bis Mount Str. Ausdehnung der Owosso Ave., von New York- bis Michigan Str. Eie Levee an dem westlichen Theile der Owosso Ave., von Michigan- bis Hiawatha Str. Endgütlig beschlossen wurden folgende Verbesserungen: Backsteinpflasterung und Rinnsteine in der Merrill Str., von Meridian Str. bis Senate Ave. Cement-Seitenwege an der Prospect Str., von New Jersey- bis High Str. Die Asseßment-Liste wurde bestätigt für: Cement-Seitenwege an Profpet Str., von New Jersey- bis High Str. Eröffnung nnd Erweiterung der La Salle Str., von 25. Straße bis zur 1. Alley nördlich von 26. Str. Die Behörde füröffentliche Werke hat gestern die Wasserwerks - Gesellschaft formell benachrichtigt, daß sie eine Prüfung des Wassers und zwar gemeinfchastlich mit einem Angestellten der Compagnie vorzunehmen wünscht. Dr'. C. E. Ferguson wird die Stadt in diesen bacteriologischen Untersuchungen vertreten. Die Wasserwerks-Co. wurde ferner benachrichtigt, daß Stadt - Ingenieur Jeup beauftragt worden ist, eine Inspection der Riverside Pump-Station vorzunehmen, um auszufinden, aus welchen Quellen die Gesellschaft ihr Wasser bezieht. Dieselbe wird ersucht, Herrn Jeup die Jnspection, welche im Interesse der Bevölkerung von Indianapolis vorgenommen wird, zu erleichtern. Die Gesellschaft hat sich entschlossen, ihrerseits den Wasser" - Experten George W. Füller von New Jork, zu ernennen. De? gute Mann rechnet für seine Dienste $100 per Tag außer Hotelkosten; die Stadt würde, falls er engagirt wird, die Hälfte zu bezahlen haben. t Das StadtrathZ-Comite für öffentliche Sicherheit hält morgen eine Sitzung ab, in welcher die verschiedenen Ordinanzen betreffend die Errichtung von Schlagbäumen und Wachtthürmen an den Eisenbahnkreuzungen erörtert werden sollen. In den Händen des Comites befinden sich etwa ein Dutzend solcher Ordinanzen. Kleine Stadtnachrichten. . Gestern Nachmittag stürzte der Ostbogen der Brücke ein, welche von der Michigan Straße Über den Whiteriver führt. Die Brücke war bekanntlich im Frühjahr durch die Hochfluth beschädigt worden und gesperrt und befand sich zur Zeit des Einsturzes zum Glück Niemand auf derselben. Frau Elisabeth Mahan von No. 510 Lord Str. feierte gestern ihren 100. Geburtstag; die alte Dame ist noch verhältnißmäßig rüstig.'
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MK Die Pädagogen von Marion County. Ueber 200 Lehrer von Marion County fanden ftch gestern im hiesigen Rathhauö ein, um der Eröffnung der Jahresversammlung des Institutes der Lehrer von Marion County beizuwohnen. Eine so starke Betheiligung ist noch in keinem Jahre beobachtet worden und wird die Sitzung volle 5 Tage währen. County Superint. Cook eröffnete die Versammlung, indem er das Lied America" singen ließ. Nach dem Ee sang hörten die Lehrer 4 Vorträge. Den ersten davon hielt Robert Hall von der Manual Training Hochschule van Indianapolis über daS Tbema Schulen-Leitung". Dann sprach I. H. Woodruff von hier über Schön schrist." Prof. Green aus West Ehester, Pa., hielt früh feine erste Vorlesung über englische Litteratur und wird derselbe jeden Tag hierüber eine Vorlesung halten. Am interessantesten waren Nachmit tags die Musikoorträge. welche von Fräulein Kankemeier von hier arrangirt worden sind. ES ist dies ein neuer Zweig deS Instituts und wird an den übrigen Tagen ein großer Chor mitwirken. Eine weitere Neuerung in diesem Jahre ist die Eintheilung der Lehrer in Hochschul und Graduirschul-Sektio nen. Jede Sektion wird ihre Spezial Sprecher erhalten und hofft man, daß aus diese Weife jeder Lehrer die Fächer hat, die ihn am meisten interessiren. Während der Dauer der Session werden eine Menge Vocal- und Jnstru mental-Vorträge stattsinden, um das Programm zu deleben. Superintendent Cook sagt, allemAnscheine nach würde daZ Institut dieses Jahr eines der erfolgreichsten in der bisherigen Geschichte von Marion County.Anton V. Sirsch seinen 3er--letzungen erlegen. Am Sonntag Nachmittag wurde Anton B. Hirsch, 1022 Harlan Straße zu Grabe getragen, welcher an den Verletzungen, die er vor 2 Monaten durch ein Automobil erlitten hatte, am Donnerstag gestorben war. Der Unfall trug sich am 13. Juni auf einer kleinen Alley zwischen Prospect Str. und Virginia Ave. zu, als. Hirsch, welcher Gießer in der Noelke-RichardS Eisengießerei war, auf seinem Bicycle von der Arbeit heimkehrte und von dem Automobil deS Herrn Harry C. Churchman übersah' ren wurde. Schwer verletzt wurde Hirsch in seine 'Wohnung gebracht. Vier Tage später ging er wieder zur Arbeit, obgleich er noch nicht geheilt war, und merkten seine Mitarbeiter sofort, daß er noch nicht gesund war. Er konnte Nachts nicht schlafen und mußte sich nach 3 Tagen wieder in's Bett legen. Sein Gehirn war erschüttert und ver suchte Dr. Sterne Alles, ihn am Leben zu erhalten. 3 Tage nach dem Unfall kam Herr Churchman- welcher Hirsch überfahren hatte, zu demselben und erbot sich, Schadenersatz zu leisten. Er bezahlte die Reparaturkosten für das Bicycle von Hirsch und vergütete demselben den Lohn für verlorene 3 Arbeitötage. Hirsch unterzeichnete dar auf einen Revers, in welchem Church-
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Wir sprechen in irgend einem Stadttheil für Wäsche vor. 224 W. SRartjIftxfc. Leid Lhonel man von allen weiteren Schadenersatz ansprächen entbunden wurde. Hirsch war ein sehr bekannter Eisengießer und Mitglied der Schiller Loge, I. O. K. P. Er hinterläßt eine Frau und 2 kleine Kinder. Grundeigentums - Uebertragungen. Harry I. Milligan an Charles I. Wagner u. A., Lot 113, Culver Str., Subd., Columbia Place, nördlich von Crown Hill. $250. John Brown an Thos. Slate, Lot 39 in Bradshaw & Holmes' Subd. eines Theil der Lot 100, nahe Vrad shaw Straße und Virginia Avenue. $1250. JameS Emery an Nettie Thomas, Lot 76 in Bruce Place der Ost End Addition nahe Cornell und 23. Str. $3800. Wm. E. Mick u. A. an Emil C. Hardegan, Lot 24, Square 2, Lincoln Park, Pennsylvania Straße, nahe 22. 81750. William L. Eloer an Casandia Da. venport, LotS 313 und g14, University HeightS Addition, südlich vom Garfield Park. $400. Margaretha HelmS an die Home Brewing Co., Lot 232, Spann fc Co,'s 1. Wcodlawn Add. 5000. Frank C. Müller an Leonard Müller dasselbe, 750. kmml No. 1 W. Washington Str (Merchants National Bank) Em europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Europas. Schiffsscheine na$$r 2In- nnd verkauf ausländischen Geldes. sollten früh im Leben über den Werth von kleinen, ersparten Geldsummen unterrichtet werden. Dadurch wird das Sparen zur Macht der Gctvolinhcit, welche denselben die Ersparniß von größeren Summen im späteren Leben leicht macht und Erfolg im Leben versichert. .... i c . nimmt Depositen von 25 Cents und aufwärts entgegen und bezahlt 3 Prozent Zinsen, halbjährlich am 1. Mai und 1. November vcr, rechnet. Kapital - - $1,000,00(.00 Ueberschnß - - 225,000.00
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Osficen im Compagnie Gebäude, Ecke Washington Str. und Virginia Ave.
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