Indiana Tribüne, Volume 27, Number 310, Indianapolis, Marion County, 22 August 1904 — Page 4
Judkana Tribüne, 22. August WOUy.
Jndiana Tribüne. HerauZgezeben von der Sutndrg Ss. Indianapolis, Ind.
öarry O. Thudinm , Präsident. GeschaftSlocal: No, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 2S. Ktttrtd 3li the Post Office of Indianapoli as second dass matter.Verstaatlichung eines West falischen Kohlenbergwerks. Bis vor einigen .Jahren hatte der hreußische Staat an den Kohlenschätzen des rheinifch'westfälischen Beckens gar keinen Antheil, während er in den bei den anderen Kohlengebieten innerhalb seiner Grenzen, in Oberschlesien und im Saargebiete, der Hauptproducent war. Die Erfahrungen in einer Pe riode Kohlennoth veranlaßten aber Re gierung und Parlament, vor 2 Jahren im Ruhr.Revier für 53,000.000 Mark Kohlenfelder zu erwerben, um für die Zukunft ein Mittel in der Hand zu haben, auch im Rnhrgebiete auf die PreisbildunJ der Steinkohle einen gewissen Einfluß ausüben zu können. Schon damals bezeichnete die Regie rung den Ankauf einiger großer, im Betriebe befindlichen Kohlenbergwerke als den wirksamsten Weg zu diesem Ziele, schlug ihn aber wegen des ver meintlich übertrieben hohen Standes der BergwerkZaktien nicht ein. Durch die erfolgreiche? SyndikatSbildung im rheinisch westfälischen Kohlenbergbau wurde die Situation infofern verän dert, als von einigen Kreisen der Kohle consumirenden Eisen-Jndustrien und von prinzipiellen Gegnern jeder Trust bildung auf die hohen Kohlenpreise und die möglichen zukünftigen Uebergriffe des mächtigen Kohlensyndikats hingewiesen wurde. Allerdings hat die im ReichZamte des Innern vorzenom mene Enquete die maßvolle Politik der Syndikatsleitung im günstigsten Lichte gezeigt. Man wußte, daß der preußische Handels und BergwerkZminister Möller gegen eine verständige Trustbildung. die sich jeder Ueberkapitalifirung der von ihr vertretenen Besitztitel enthielt, keinerlei Einwendungen zu machen hatte. .. Um so mehr überraschte es, daß seit einigen Wochen umfangreiche systema tische Aufkäufe von Aktien der BergwerkSgesellfchaft Hibernia seitens einer gewissen Bankgruppe und ihrer Mitläufer den Kurs stark in die Höbe trie ben und daß des Räthsels Lösung sich auS der am 30. Juli veröffentlichten Kaufofferte der Staatsregierung ergab. Der Staat erbot sich, vorbehaltlich der Genehmigung des Landtages, die nominal 53z Millionen Mark betragenden Aktien der Hibernia gegen Schuldverfchreibungen der dreiprozentigen konfolidirten Staatsanleihe im Nennwerth von 8000 Mark für je 3000 Mark des Aktienkapitals einzutauschen. Er bietet also eine feste Verzinsung von 3 Prozent des Nominal-AltienkapitalS, d. h. etwas mehr als die DurchschnittSdividende in den 31 Jahren des Bestehens dieser Bergwerkschaftsgesellfchaft. aber fast 3 Prozent weniger als die DurchschnittSdividende in den letzten 10 Iahren betrug. Da auch die Berstaatlichung der Eisenbahnen vor 25 Iahren mit dem Ankauf einer Privatbahn durch den preußischen Staat begann, der nach einiger Zeit weitere Ankäufe folgten, so wurde sofort die Vermuthung laut, daß jetzt auch der Kohlenbergbau in Preußen verstaatlicht werden solle. Da man weiß, daß die konservative Partei, die größte im preußischen Abgeordnetenhaus, für die Verstaatlichung des Kohlenbergbaues zu haben ist, fo erweckte dieser Vorschlag in industriellen Kreisen sofort prinzipielle Opposition. Einstimmig haben die Direktion und der AufsichtSSiath der BergwerkSgefellschaft Hibernia die Offerte abgelehnt und beschlossen, der auf den 27. August nach Düsseldorf einberufenen Generalversammlung der Aktionäre die definitive Ablehnung zu empfehlen. Die Direktion hält angesichts der günstigen Zukunftschancen des Unternehmen? das Angebot für zu niedrig, während die StaatSregierung eine Erhöhung für ausgeschlossen erklärt and die Nachbarschaft seiner eigenen Kohlenselber bereits als einen Faktor beachtet hat, der den Werth gerade dieses Berg. wttlö für ihn erhöht. Da die am Ankauf interefsirte StaatSregierung sich durch von ihr veranlaßte Aktienauf kaufe eine gewisse Unterssützung in der Aktionärversammlung gesichert hat, so
haben- die der bisherigen Verwaltung nahestehenden Jinanzkreise in den letzten Tagen die Gegenpartei gestärkt und zusammengerufen, um dieses Angebot abzuweisen. Sie wollen durch Erhöhung des Aktienkapitals um 6 Millionen Mark die Verwaltung in den den Stand setzen, die durch die ErNeuerung de5 Kohlensyndikats gegebenen Chancen zum weiteren Ausbau des Unternehmens im Interesse der Aktivnäre voll auszunutzen. Da der Staat in Westfalen für seine Eisenbahnen und Schiffe in dem letzten Jahre beinahe 4 Millionen Tonnen Kohlen, Koks und BriketS hat kaufen müssen, so würde er durch den Ankauf der Hibernia mit einem Schlage seinen Bedarf durch eigene Prodoktion decken können; , denn die Gesammtbetheiligungsziffer der Bergwerksgesellschaft Hibernia beträgt für 1903 bereits über 5 Millionen Tonnen. Der ersteSchritt, um zu diesem Ziele zu gelangen, müßte aber die Einigung mit der Majorität der Generalversammlung am 27. Au gust sein. Man sieht dem Ausfall mit großer Spannung entgegen.
Die großen Verluste, welche der Handel San Francisco'S durch den jetzigen Krieg zwischen Rußland und Japan erleidet, werden vom deutschen California Demokrat" so zusammengestellt : Die drei HauptdampsschiffahrtSGesellschaften an der Pacific -Küste, nämlich die Pariser Steamship Company und die Portland und Asiatic Steamship Company, haben beschlossen, bis auf Weiteres keine Fracht mehr zum Versandt nach dem Orient anzunehmen. Die mit dem Dampfer Korea" ausgestandene Angst scheint die Gesellschaft zu der Einsicht gebracht zu haben, daß das ungeheure Risiko in keinem Verhältniß zu den Einnahmen für Frachten steht. Der Southern Pacific EifenbahnGefellschaft ist dementsprechend bereits die Mittheilung gemacht worden, daß keine Fracht für Japan, Korea, Sibirien, die Mandschurei und China bis auf Weiteres angenommen werden wird. Diese Maßregel bedeutet für die Stadt San Francisco eine zeitweilige Einstellung ihres blühenden Handels mit dem gesammten Orient und läßt vermuthen, daß die Leitung dieser DampfschifffahrS - Gesellschaften befürchtet, daß die Waaren, welche in die Kategorie der Contrebande fallen, von gewinnsüchtigen Firmen unter falscher Deklaration gesandt werden könnten, woraus den Gesellschaften möglicher Weise der Verlust ihrer einen großartigen Werth darstellenden Schiffe erwachsen dürfte. In der That sollen derartige Fälle seit dem AuSbruch des ruf-sisch-japanischen Krieges bereits vorgekommen fein, und verschiedene Dampfer können von Glück sagen, daß sie den russischen Häschern nicht in die beutegierigen' Hände fielen. . . Die Lahmlegung der Ausfuhr nach dem Orient wird sich in San FranciSco in fast allen Geschäftszweigen empfindlich fühlbar machen. Die jährliche Waaren-AuSsuhr nach Japan beträzt $17,000,000, nach China 814,000,000, nach Korea, Sibirien und Russisch'China $1,000,000. Die aus dem Hafen San Francisco'S nach dem Orient hauptsächlich zum Versandt kommenden Waaren sind: Alkohol, Säcke, Gerste, Bohnen, Branntwein, Mehl, getrocknetes und einge machteS Obst, Spezereiwaaren, Eisen, Hopfen, Schmalz, Leder, Blei, Holz, Malz, Maschinen aller Art, MühlenMaterial, Zucker, Whiskey, Wein, Heu, Baumwolle und Eisenwaaren." Neue Inkorporationen. Die Mutual Benefit Oil und GasCo.", Edlnburg, Capital.Stock S20,. 000; Directoren: I. A. Thompson, Henry Moley, I. Mutz, C. DaviS, I. Breedinz, Edward Sterzik, C. Patterson, A. Loughery, .W. Nash und B. Brown. Die Elmer Oil Comp.", Warren, Huntington County, Capital-Stock $75,000; Directoren: H. Couch, Elmer Sherwood und C. Swartwood. alle im Staat New York ansässig. Die Richmond Furniture Manufacturing Co.", Richmond, CapitalStock 810,000; Directoren: W. Albin, W. Neese. G. Kemper. C. Knollengerg und Wilfred Jessup. E i n H e u ch l e r. Sie, Herr Wirth, Ihre sogenannte Handbutter scheint auch nichts anderes als Margarme zu sein." Margarine!... Was ist denn.daö?"
International Typographical Union. '
Interessante Berichte der Beamten. Bekanntlich fand in der verflossenen Woche die 50. Convention der Jnternationalen Typographia" in St. Louis statt.' Da die Berichte der Beamten für die Mitglieder der Unionen der organisirten Arbeit visl Interessantes bieten, fei Folgendes . aus denselben hervorgehoben. Aus dem Berichte des Int. SecretärSchatzmeisters Bramwood ersehen wir zunächst, daß im verflossenen Jahre 60 neue UnionS mit 766 Mitgliedern gegründet wurden, während 67 UnionS mit zusammen 974 Mitgliedern sich auflögen oder wegen Nichtbezahlung ihrer Kopssteuer suSpenvirt werden mußten. Hierin ist aber der gefammte District der Photo-EngraverS mit 16 Lokal-Vereinen und etwa 500 Mitgliedcrn einbegriffen, dem bekanntlich erlaubt wurde, aus der I. T. U. auszutreten und zusammen mit den bereits bestandenen unabhängigen Organisationen von PhotoEngraverS eine eigene Internationale Union zu bilden. Die Gesammtzahl der Lokal-Vereine belief sich Ende April b; I. auf 692, und zwar 630 englische und 21 deutsche Setzer-UnionS, 20 MailerS' UnionS, 16 UnionS von Zeitungsschreibern und 5 von Schristgießern. Die Gesammtzahl der gutstehenden Mitglieder belief sich zu dieser Zeit auf 47.811, von denen 45,239 auf Typographical UnionS, 957 auf die D. A. Typogra? phia, 1025 aus die Mailers. 347 auf die Zeitungsschreiber und 243 auf die Schristgießer entfallen. Die Gesammt-Einnahmen stellten sich im verflogenen Jahre auf S240.005.00 denen eine Gesammt - Ausgabe von S252.817.33. gegenübersteht; es ist also ein Deficit von S12.812.33 entstanden, hauptsächlich verursacht durch den kostspieligen Schristgießer-Strike, der mehr wie das Dreifache dieser Summe verschlungen, 573 Todesfälle waren im verflossenen Jahre zu verzeichnen, gegen 476 im Vorjahre, und an Begräbnißgeldern wurden im ganzen $38,925 ausbezahlt, gegen $30,940 im, Vorjahre. Das Typographical Journal, das früher immer an einem Deficit laborirte, ist nun. seitdem e5 für die Mitgliedschaft obligatorisch gemacht worden, auf eine gesunde Basis gestellt worden; die Einnahmen beliesen sich auf S31.316.73 und feine Ausgaben aus S23.511.75, Ueberschuß S2805. Der Kassenbestand am Jahresschlüsse beläuft sich auf S35.357.62. An Streik-Unterstützung wurden im Ganzen S53.533.22 ausbezahlt. Den Löwenantheil hiervon, nämlich S33,051.25, erhielten die Schriftgießer; S15,420.22 entfallen auf die verschie. denen Typographizal UnionS, darunter S2100.für Philadelphia, S3000 für LouiSville, S3273 für Atlanta und S1453 für ParkerSburg. Die SiereotyperS , erhielten aus dem StrikeFonds S425 und die MailerS $61.75. Hierzu kämmen noch S16,000, die für den Kampf gegen die Los AngeloS Times verausgabt wurden, und S1025 für den nunmehr gewonnenen Kampf gegen die Terre Haute Gazette. Das Comite, welches die Errichtung einer RegierungS-Schriftgießerei möglichst fördern sollte, berichtet, daß dafür keine Aussicht sei und die Sache daher vorläufig fallen gelassen werden sollte. Ebenso berichtet das Comite, welches die Uebernahme deS TelegraphenwesenS durch den Staat betreiben soll, daß es im verflogenen Jahre nichts nach dieser Richtung habe thun können. Ueber das Gebühren des BuchdruckerHeims in Colorado SpringS wird FolgendeS berichtet: Die Ausgaben für dasselbe!, beliesen sich im verflossenen Jahre auf 851,286.86 (davon (12,826.23 für Saläre der Angestellten) und der Betrag, der Seitens der Mitglieder der I. T. U. für das Heim einging (10 Cents pro Mann und Monat) stellt sich auf S55.397.60, also auf etwas über S4000 höher als die Ausgaben. Der Kassenbestand deSHome-FondS ist S12097.50. Die durchschnittliche Zahl der Insassen war 124 und beliesen sich deren Unterhaltungskosten im Jahre auf S413.60 pro Mann. Seit der Gründung des Heims wurden für dasselbe im Ganzen $512,974 90 aufgebracht (darunter die erste Gabe der Herren ChildS und Drexel im Betrage von ($10,000) und die Gesammt.AuS gahen belaufen sich auf 8500,877.40, wovon S107.348.53 auf die Erbauung und Einrichtung der Ge.bäulichkeiten entfallen und $393,038.87 auf die'Jnftandhaltung derselben und die VerPflegung der Insassen.
Interessanter Bericht deSStaatS-. Statistikers.
Staats-Statistiker Johnson hat sür das letzte Jahr folgende interessante Criminalstatistik herausgegeben: Nach derselben fanden 1902 in Indiana statt: 946 Verhöre vor der Jury; 1352 Prozesse wegen schwerer Verbrechen und 1307 Prozesse wegen kleiner Vergehen. Neun CountieS lieferten die eine Hälfte der schweren Verbrecher.Prozesse, nämlich Marion, Madison, Sullivan, Martin, Vanderburg, Allen, Grant, Johnson und Lawrence. In Crawsord County kam nicht ein einziger Prozeß wegen schwerer Verbrechen vor, dagegen wurden 150 Prozesse wegen kleinerer Vergehen anhängig gemacht. Harrison County hat auch kein schweres Verbrechen und nur 11 kleinere Vergehen. Vanderburg - County hatte die meisten kleinen Vergehen, nämlich 210. Sullivan folgte mit 166 und Martin an dritter Stelle mit. 141. Die Gerichte in Jndiana hatten 4151 Kriminalfälle vom letzten Jahre rückständig, denen sich 7671 im neuen Jahre hinzugesellten, zusammen also 11,823; unter diesen befanden sich 3165 kleine Vergehen und 1352 schwere Fälle. 2392 Fälle endigten mit Geldstrafen, 715 Fälle mit Geld- und Gefängnißstrafen. ES fanden 946 Verhöre vor der Jury statt und 70 pCi. von allen Fällen wurde zurückgewiesen. Von 664 Fällen in Marion County wurden allein 48 zurückgewiesen. In Wells County wurden 161 Fälle oder 90 Procent aller angezeigten Fälle zurückgezogen. Von 1352 schweren Verbrechen entfielen 1254 auf Weiße und 93 auf Farbige. 1228 betrafen männliche und 26 weibliche Personen. Jndiana'S Reichthnm. Wenn die hauptsächlichsten Ackerflüchte von Jndiana gleichmäßig unter dieBevölkerung vertheilt werden könnten würde Jedermann, Männer sowohl wie Frauen und Kinder, ein ansehnliches Quantum erhalten, und zwar würden auf den Kopf entfallen: 72 Büschel Mais, 19 Büschel Weizen, 20 Büschel Hafer, je Tonne Timothy und Kleeheu und 3.2 Büschel Kartoffeln. In Geld umgerechnet, würde sich ein Betrag von S58.84 dafür ergeben. Würde man noch Hülsen' früchte und Gemüse dazu rechnen, so würde eine Summe von S70 pro Kopf herauskommen. . Diese Berechnungen sind aus Grund der Statistik angestellt worden. Die Einwohnerzahl des Staates be trägt 2.516,562. Im Jahre 1902 wurden die Produkte von Jndiana tote folgt geschätzt: 190.490,741 BushelMaiS. 44.345,440 Bushel Weizen, 54,538,427 Bushel Haser, 3,150,950 Tonnen Heu, 6,973,086 Bushel Kartoffeln. Der Gesammtwerth dieser Produkte betrug S143,086,935. Für das Jahr 1904 sind diese Zahlen zu hoch. Weizen wird um halbsoviel gecrntet werden, MaiS ist 25 Prozent weniger. Der Regen am Freitag kam gerade noch zu rechter Zeit, um größeren Schaden zu verhindern. Das Getreide begann auszuwachsen und Mais stand sehr zweifelhast. Dagegen werden Hafer, Heu und Kartoffeln eine größere Ernte ergeben. Würde man noch das Geflügel und Milchprodukte unter die Bevölkerung vertheilen, so würde noch auf den Kopf entfallen: 19 Pfund Geflügel, 20 Dutzend Eier, 16 Pfund Butter und 3 Pfund Käse. Dies würde in Geld S6.65 per Kopf oder total S16.722.200 ergeben. Die Milch- und Geflügel-Produkte betrugen 1902 laut der Statistik: 46,913,902 Pfund Geflügel, 47,203,311 Dutzend . Eier, 34,755,464 Pfund Butter und 6.762,731 Pfund Käse. Jndiana nimmt immer noch den ersten Rang unter den ackerbautreibenden Staaten ein, ganz abgesehen von seiner industriellen Bedeutung und Größe. Gin einzig Herz. Von A. Noris. Ein einzig Herz, ein treu GedenZenl Hast du s, bist du unendlich reick. Wollt' man die ganze Ctadt dir schenken Mit Glanz und Pracht, nichts kommt ihm ... . gleich. Ein einzig Herz, ein treu Gedenken! Wiegt Thränen, Schätze, Welten auf. Drum will sich eines treu dir schenken. Schließ ihm dein ganzes Dasein aus-
Europaische Nachrichten. Mecklenburg. Schwerin. Der Großherzog hat dem Sanitätsrath Dr. Berwald in Anerkennung feiner ärztlichen Thätig teit anT Annahospital die VerdienstMedaille in Gold am breiten Bande verliehen. B r 0 h m. Oberinspektor Hamann beging ein dreifaches Jubiläum. Er ist 50 Jahre als Landwirth thätig. 40 Jahre bei der v. Oertzen'schen Familie und 25 Jahre Hierselbst als Obermspektor. Karcheez. ' Auf dem hiesigen Gute fiel der Statthalter Ullrlch aus Prüzen, ein hochbejahrter Mann, infolge Schwindclanfalles ins Wasser und erirank. L e v i n. Schulze C. Meincke beging sein 25jähriges Jubiläum als Schulze. Die Gemeinde ehrte den Jubilar durch Ueberreichung eines stlbernen Schreibzeuges. Die Schulzen des hiesigen Amtes hatten sich zu einem Mahl in Veckmanns Gasthof vereinigt. Während der Tafel wurde dem Jubilar ein künstlerisch ausgeführtes Gebenlblatt unter Rahmen und ein Silbergescbenk überreicht. N e 1: st r e l i tz. Beim Baden von einem Kahn aus ertrank der Barbiergehilfe Ellers im Zierkersee. Die Leiche wurde in der Nähe der Hafeneinfahrt gelandet. R 0 st 0 ck. Dr. Friedrich Wilhelm Schirrmacher, Professor der Geschichte und Oberbibliothekar der hiesigen Universitätsbibliothek, ist gestorben. Er hatte kürzlich seinen 80. Geburtstag unter großm Ovationen gefeiert. Stargar d. Auf dem benachbarten Gute Dewitz entstand Feuer, welches binnen Kurzem die den Bauern Zingelmann und Wasbahn gehörigen Scheunen und Stallungen, die sich sämmtlich unter einem Dache befanden, in Asche legte. WiZmar. Das Maschinenbaue? Magerfleisch'sche Ehepaar feierte im Kreise seiner Kinder und Kindeslinder das Fest der goldenen Hochzeit. Hldenburg. Oldenburg. Ein Steckbrief ist gegen den Unteroffizier P. Brückner, 3. Comp. Jnf.-Regts. No. 91, vom Brigadecommando erlassen worden. B. welcher flüchtig ist, ist der Fahnenflucht und Urkundenfälschung verdächtig. Bant. Hobler Heuschkel, Mellumstraße 26, hat sich erhängt. Heuschkel litt schon seit langer Zeit an einer unheilbaren Krankheit. Fünfhausen bei Brake. Der 13jährige Sohn des Schlossers Seggermann rettete den 7jährigen Sohn des Arbeiters Bollmann, der in die Weser gestürzt war, von dem Tode des Ertrinkens. Seggermann sah den kleinen Bollmann in der Weser treiben, sprang, ohne sich lange zu besinnen, nach und brachte ihn lebend ans Land. - H e p p e n s. Im Etablissement Tivoli brach Feuer aus, das auf Selbstentzündung großer Massen auf dem Boden liegender feuchter Putzwolle zurückzuführen ist. Der große Theatersaal ist vollständig niedergebrannt, ebenso die neue Bühne mit sämmtlichen Requisiten. Auch der kleine Saal und die zugehörigen WohnHäuser sind schwer beschädigt. V a r e l. Schmied Albers zog sich durch Explosion einer Petroleumlampe schwere Verletzungen zu, so daß er ins Hospital geschafft werden mußte. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Ireie Städte. Hamburg. Der zweite Offizier des Hamburger Dampfers Taormina" ist vor der Elbmündung über Bord gefallen und ertrunken. Der Name des Verunglückten ist Starbet; er stammte aus Ribnitz. Starbet war mit dem Lösen der Zurrings der Decksladung beschäftigt, wobei er ausglitt und von der Reeling über Bord stürzte. Während eines Gewitters wollte die Ehefrau des Landmanns Wüllfken in Billwärder eine Kuh .von der Weide holen. Die Frau wurde bei dieser Gelegenheit von einem Blitzstrahl getroffen und sank todt zu Boden. Auf der Außenalster wurde ein Ruderboot, in welchem sich vier Personen befanden, zumKentern gebracht. Dreien der Insassen gelang es, sich auf den Dampfer Staat" zu retten, der vierte, ein Schankwirth Löwe aus der Marienstraße, ertrank. An der Brand shofer Schleuse wurde die fünfjährige Marie Mahnke von einem Motörwagen der Straßenbahn überfahren. Die Kleine erlitt so schwere Verletzungen, daß der Tod sofort eintrat. In der kleinen Freiheit stürzte der MilchHändler Dreier vom Bock auf das Straßenpflaster und erlitt so schwere Verletzungen, daß er auf dem TransPort nach dem Krankenhause verstarb. "Der am Neuen Steinweg wohnende Malerlehrling Hans Schlejinger stürzte aus der dritten Etage seiner elterlichen Wohnung auf die Straße, zog sich schwere innere und äußere Verletzungen zu und wurde nach dem Hafenkrankenhause geschafft, wo er den erlittenen Verletzungen bald erlegen ist. 'Bremen. In einem Krankenhause in Frankfurt starb auf der Reise nach Homburg KoLlmerzienrath Biermann von der Firma Engelhardt und Biermann hier. Biermann war der eigentliche Begründer der Cigarrenin-
düstrie.' Er gründete 70 Fabriken mit etwa 7000 Arbeitern. Der Verstorbene erreichte ein Alter von 67 Jahren. Der zweite Dirigent des bremischen Lehrergesangvereins, Ulbrich, ist bei einer Bootfahrt auf der Weser ertrunken. Die Leiche Ulbrichs ist unterhalb Rönnebeck geborgen worden. Fran Pestrup, Lehrerin der Schule an der Waller Chaussee, beging den Tag, an welchem sie vor 40 Jahren ihre Wirksamkeit als Lehrerin begann. 1864 wurde sie Lehrerin an der Höhe-' ren Mädchenschule von Kippenberg.
Eine große Inspektion l reise in Alaska hat jetzt Brigadegeneral Funston in seiner bisherigen Eigenschaft als Befehlshaber des Militärdepartements' des Columbia und Alaska's angetreten Sie wird sich über Tausende von Meilen, von der canadischen Grenzlinie an bis nach Cape Nome erstrecken, und den ganzen Rest des Sommers in Anspruch nehmen. Nach seiner Rückkehr wird General Funston in New Fork das Commando des Departements des Ostens antreten. S5o. 1 W. Washington Str (Merchants National Bank,) Ein europaisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Europa 5. fe chiffsfcheine naQ und so Turova. An und verkauf anslündischest Geldes. ZHre Kwder sollten früh im Leben über den Werth von kleinen, ersparten Geldsummen unterrichtet werden. Dadurch wird das Sparen zur Macht der Gewohnheit, welche denselben die Ersparniß von größeren Summen im späteren Leben leicht macht und Erfelg im Leben versichert. (0 VW TRUST CO. nimmt Depositen von 25 Cents und aufwärtsentgegen und bezahlt 3 Prozent Zinsen, halb jährlich am 1. Mai und , 1. November verrechnet. Kapital - - . 91,000,000.00 Ueberschuß 225,000.00 Ossicen im Compagnie Gebäude, Ecke!Washington Str. und Virginia Ave. Pennsylvania -Vanflalia Bahnen. Jndiana Tag auf der Weltausstellung. Donnerstag, 1. Sept. Für die Feier des Jndiana Tages der Weltausstellung verkaufen die PennsylvaniaVandalia Bahnen auf allen Stationen in Jndiana ExcursionSkBillette am Dienstag, 30. August, Mittwoch, 31. August und Donnerstag, 1. September, gültig für 7 Tage, einschließlich des VcrkaufstageS. CtiQi St. LouiS und zurück JPhD von Indianapolis Jpto Verhältnißmäßig niedrige Preise von anderen Stationen. Für Einzelnheiten siehe Agenten oder man adressire W. W.Richardssn, Sl. G. P. A. Chicago und der große Nordweften vla Maöka-SadiaU-Pdittppiue Insel. Vier tägliche Schnellzüge nach Chicago. &r Von der Mooa 47. Ett. Etatkon, Shlcsgp. lndnur5 Minuten mittelst elektrische? llar tu den Unioa ichdöfen rreiicd LIck Springs, l dem Orange Eounty Hochland. ffamitten-Hot nter neuer Gescbäftklettunä. Pluto, Proserpine lud BomleS Oiellen. BefteS Mmeraldasser d t&elt. Zwei Züge täglich via reencakle. Ticket-Officen : Union Station, AaffachvsertS ftst und 25 Weft Washington Etrabe. R. P. A l g e . Tiftrtkt Lass. Aent, Jvdianavott, Ind. S.ö.McDoel, E.H.Rockwell. Präs. und Gen. Wgr. Betriebleit,? Frank I. Reed. Sen.Pass. Agent, Thicaao, Jll. .
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