Indiana Tribüne, Volume 27, Number 310, Indianapolis, Marion County, 22 August 1904 — Page 3
Jndiana Tribüne, 22. August 1902
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ant 1 Jndiana Tag ZZpl. . ST. LOUIS
Spezielle Raten 31. August. Die einzige Linie welche Passagiere und Gepäck bei dem Wclt-AnSstcllungS Eingang landet. Alle Züge halten hier an ehe solche einfahren im St. Louis Union Bahnhof nsl Dienstags und OQ nn irgend OüiUU Donnerstags OüiUU ein Tag Ticket Office, 8 Nord Illinois Str. und Union Bahnhof. N. P. Algeo, D. P. A. Mg z Route ...Excursionen... Sonntag, 28. August. Lawrencevurg, Aurora und Zwischenftationen. jj oder weniger die Rundfahrt. Spezial Zug fährt von Indianapolis 7.30 Morgens ab und verläßt Aurora zur Rückfahrt um 7 Abends. H. M. Bronson, A. G. P. A. ..Peisytaia Bak Louisvillc und zurück. Sonntag, 28. August. i Absah des SpezialzugeS von Jndianapolis um 7.15 "Uhr Morgens ; Retourfahrt des Sveziolzugs von der Main Straße Statin in Louisville um 7.00 Uhr Abends. W. W. Nichardsou, A. G. P. A. $1.50 Rundfahrt. Sonntag, 28. August. Baseball: Cincinnati vs. Boston. 51.25 Hamilton ; $1.00 Nushvilleund Connersville. Zwei Spezialzüge fahren von Jndianapo lis ab. Der erste um 6:30 Uhr und der andere um 7 Uhr Morgens; Retourfahrt von Cincinnati 6:20 Uhr Abends. St. Louis Weltausstellung .... it& . . . Big Four Route Raten von Indianapolis folgendermaßen: Saison Fahrkarten, giltig für die Rückfahrt bis 15. Dezember 1904 zu 12.00 Sechzig Tage Fahrkarten, giltig für Rückfahrt innerhalb sechzig Tagen, aber nicht später als 15. Dezember 190t zu ... . 810.50 Fünfzehn Tage Fahrkarten, giltig für Rückfahrt innerhalb 15 Tagen zu 89.00 Waggon ExcursionS Fahrkarten, giltig für Rückfahrt innerhalb sieben Tagen erden nur verkauft für angekündigte Waggon Ercursions Tage, Fahrkarten sind nur giltig In den Tag Waggons, ob regulärer oder Spezialmg, jeden Dienstag und Donnerstag bis 29. Sept. inclufive zu 80.00 Für völlige Information und Einzelnheiten etc. spreche man bei den TlcketAgenten der Big Four Bahn vor oder schreibe an Unterzeichnete. Varren j. Lynch, Gen. Pass. & Ticket Agt., ttincinnati. OHio. oder H. M. Bronson. A. G. P. ., Indianapolis, Ind. WAiin GEI1TRAL G0LLE6E 0F MUSIG, 550 Nord Meridian Str. ....Schule jetzt erössuet.... Taa-Scöüler sowie auswärtige SSüler. elche hier im College völlige Aufnahme i . . ... o a i x. m : lütten, iöhixct zu leoer Jeil cinnni. modernes gut ausgerüstetes Jnstttut, voll ftänoig in allen Abtheilungen des Lernen? der Kunst der Musik und den verwandter Lünsten. Katalog frei Edward Taylor, Direktor. IiidianaLiimi) Kohleu 83.00 per Tonne. . . . . Oliio Jackson $4.50 per Tonne. Rauchlose Lump Kohleu, (Pocahontas) 84.00 per Tonne. Cincinnati Crasliefl Coke, $11.50 per 100 Bnshel. Besiere Preisen bei einer Bestellung von 10 . Tonnen ooer mehr. Home Fuel Co. Ineorporlrt. Neuer Phone 9291. AlteS Phone, Main 1150.
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Tliubcnbucht
Das Bclagcrungs-Hccr cntrcißt dcn Russen todtere lvichtige Slhtttzlvcrkc. Die Vorfälle in Shanghai. Japanisches Torpedoboot zur Abfangung des Askold". Amerikanische Kriegsschiffe legen sich in's Mittel. Kreuzer Notri!" vernichtet. Mißglückte Canal-Ucbcrschcwmmnng.
Ostasien. ErfolgderBelagerungsArmee. G h e F o o, 22. Aug. Die Japaner vertrieben die Russen aus der Tau benbucht und nahmen das nördlichste Fort der westlichen Linie der inneren Schutzwerke von Port Arthur. Die russische Artillerie hindert die Japaner an der Besetzung des Forts an der Taubenbucht. Kreuzer N o v i k" außer Gefecht gesetzt. Tokio, 21. Aug. Die Kreuzer Chitose" und Tsushima" besiegten den russischen Kreuzer Novik" und trieben ihn bei Korsakoff an'S Ufer. Der kaiserl. Prinz Jorihito, aus dem Hause Higashi-Fusini. ist zweiter Befehlshaber auf dem Chitose. Capitän Sento eommandirte die Tsushima. Washington, 21. August. Das Staatsdepartement empsing heute fol gende Depesche des Gesandten Grifcom in Tokio. Japanische Flotte bohrte den Novik" heute vor Sakhalin in den Grund. Auf der japanischen Gesandtschaft gingen folgende Einzelheiten ein: Die Kreuzer Ehitose und Tsushima griffen den Novik bei KorsakovZk, Insel Sakhalin. am Morgen des 20. an. Am Morgen des 21. strandete der schwer beschwädigte Novik und sank theilweise. Tsuusima wurde leicht beschädigt, ist aber bereits wieder reparirt; Verluste hatten die japanischen Schiffe nicht. Die Vernichtung deS Kreuzers Novik." Tokio, 21. August. Ueber den Kampf zwischen demNovik" und den japanischen Kreuzern Chitose" und Tusushima" liegen keine weitere Einzelheiten vor. Unbekannt ist daS Schicksal der Mannschaft des Novik"; Voraussicht, lich verließ sie ihr Schiff und landete in Korsakovik. Allgemein nimmt man an, daß Chitose" und Tusushima" heute früh dicht an den Novik" herandampften und das gestern begonnene Zerstörungswerk vollendeten. Beim japanesischen Publikum fand die Kunde über die Vernichtung des Novik eine seltsame Aufnahme. Vom politischen Standpunkt ist der Verlust sehr befriedigend; da der Novik dem Handel sehr gefährlich werden konnte; aber vom Standpunkt des Gefühls hört man vielerlei Bedauern. Novik, glänzend geführt, hat im ganzen Kriege tapfer gefochten und häusig gaben japa nifche See-Offiziere, wie auch das japa nische Publikum ihrer Bewunderung für den Kreuzer, seinem Capitän und seine Mannschaft Ausdruck. Der Novik gehört zur russischen Flotte, welche am Morgen des 10. August von Port Arthur ausfuhr, um sich durch die japanischen Linien durchzuschlagen. Am 11. Aug. fuhr das Schiff in Tsingtau ein, verließ dasselbe aber wieder in der Nacht vom 12., nachdem es feine Reparaturen in weniger als 24 Stunden vollendet hatte. Der Kreuzer wurde dann irrthümlich 40 Meilen von Tsingtau als gesunken gemeldet. Novic fuhr dann nach der Vandieamen Straße, Südende von Japan, offenbar um nach Vladivostock zu kommen. Gestern traf das Schiff in Korfakovsk ein. Anscheinend suchte das Schiff Vladivostock durch die Laperouse Straße zu erreichen, anstatt durch die Tsugaru Straße, welche das Vladivostock Geschwader nach seiner Kaperfahrt nach der Ostküste Japans benutzt hatte. Diana in Saigon. Paris, 21. Aug. Das auswärtige Amt bestätigt die Meldung von der Ankunft des russischen Kreuzers Diana in Saigon, Franz. JndoChina. Frankreich wird in der Angelegenheit die Neutralitäts-Gesetze ge nau beobachten und man erwartet keine Schwierigkeiten. Frankreich'S Beziehungen zu Japan bleiben trotz sei neS Bündnisses mit Rußland freundlich RyeShitelni-Protest. F. I. Hermand, der franz. Gesandte in Tokio, theilte dem auSwär
genommen.
jigen Amt mit, daß er den Protest der russischen Regierung betreffs der Wegnähme des russischen Zerstörers RyeShitelni der japanischen Regierung am 20. einhändigte. Ankunft ei n e s j a p a n. Kreuzers. S h a n g a i, 21. 'Aug. Shangai wurde heute in fieberhafte Aufregung geworfen durch die Ankunft eines javanifchen Torpedoboots. Das Schiff fuhr den Ju Fluß nach Shangai hinauf, von dem amerikan. Zerstörer Chauncey gefolgt. Das japan. Boot war gefechtsklar. ES ging vor dem CoSmopolitan Dock vor Anker, wo der russische Kreuzer Askold verankert ist. Chinesische Kriegsschiffe sind derzeit nicht im Hafen, aber der Taotai telegraphirte um sofortige Absenkung eines Kreuzers. Der russische Generalconsul lehnt es ab, den Askold und den Zerstörer Grosovoi zu disarmiren oder sie zum Verlassen des HafenS aufzufordern. Der Taotai theilte dem amer. Generalconful Goodnow als Doyen des Consular-CorpS mit. daß er die Fremden'Colonien nicht zu schützen vermag. Er erklärt, Rußland ignorire die Befehle Chinas und China besitze nicht die Mittel, sich Gehorsam zu erzwingen. Amer. Consul um Schutz ersucht. Goodnow berief eine Sitzung des Eonsular-Eorps ein. Der Askold" ging bei den Waaren-Häusern der Standard Oil Co., die auf über S1,000,000 geschätzt werden, vor Anker. Die Gesellschaft verlangte vom amer. Consul Schutz für ihr Eigenthum. Acht amerikanische,' ein deutsches, 2 englische und vier französische Kriegsschiffe liegen im Hafen. Amer. Intervention erregt Staunen. London, 21. Aug. Die Jntervention des amer. Geschwaders in Shangai bei den japanischen Operationen gegen den russischen Kreuzer ASkold erregte hier in diplom. und Regierungskreisen beträchtliches Aufsehen. Die japan. Gesandtschaft hielt die Nachricht, daß der amer. Torpedo-boot-Zerstörer in eine Stellung zwischen das japanische Torpedoboot und den russischen Kreuzer gedampft, für eine Shanghai-Lüge", da sie der Ansicht war, die amerikanische Regierung würde sich einem Angriff auf russische Kriegsschiffe nicht widersetzen, falls diese die chinesische Neutralität nicht respektiren. Stoessel'SBericht. St. Petersburg, 21. August. Kaiser NicolauS empfing nachstehende Botschaft von General Stoessel, dem Militär-Commandeur in Port Arthur, vom 16. August. Die Japaner machten einen zweitägigen Angriff auf unsere Stellung bei den Uglovaia Bergen nahe der Louisa Bucht. Alle ihre Angriffe wurden zurückgeschlagen. Die Uglovaia, Vysoaka und Divioionia Berge bleiben in unseren Händen. Die Verluste des Feindes waren sehr große. Stoessell meldete dann die Uebergabe-Aufforde rung durch einen von Gen. Nogi und Admiral Togo unterzeichneten Brief die natürlich zurückgewiesen wurde." . Leutnant McCully. Tientfin, 21. August. Der amerikanische Leutnant McCully, bis her Militär-Attache in iPort Arthur ist hier angelangt. Er verließ Port Arthur am 14. in einer Dschunke und begleitete 3 französische Damen. Heute früh reiste er nach Vladivostock. Großbritannien.' P r i n z e s s i n C h i m a y getraut. London, 21. Aug. ES wird ge meldet, baß die vielgenannte ErPrin zesfin Chimay, früher Clara Ward aus Michigan, gestern rechtSgiltig in der RegistrirungS-Osfice mit dem italieni schen Clerk Guglielmo Ricordo getraut worden ist. Vor der Trauung gab die Prinzessin ihrem verlassenen Zigeuner Violinisten Rigo, mit welchem sie sei
nerzeit ihrem Gatten durchbrannte,
einen Check über $3000, worauf er schriftlich auf alle Ansprüche gegen sie verzichtete. Mißglückte Schwimm. Versuche. Dover, Eng., 21. Aug. Drei Schwimmer versuchen diese Jahr die Straße von Dover zu kreuzen, Mon tagu Holbein, Jack" Haggerty und S. W. Greasley. Holbein, der in den letzten 2 Iahren viermal über den Canal zu schmimmen gesucht, trat Morgens 4 Uhr 35 westlich von hier, bei Lydden Spont, zum fünften Versuche an, Haggerty ging um 6 von der AdmiralitätSwerfte ab. Es ist sein erster Versuch. Greasley geht morgen an das Wagniß. Die See ist ruhig. Haggerty besiel anderthalb Stunden nach der Abfahrt in Krampf und er wurde erschöpft aus dem Wasser gezogen. Er sagte, daß Wasser sei ihm zu kalt. Greasley schwimmt wegen der niederen Wasser-Temperatur nicht. Holdein hält gut aus. Nachts 10 war er 6 Meilen vom Ausgangspunkt entfernt. D o v e r,' 21. Aug. S. W. Greslay, der driite Mann, der heute früh seine Schwimmtour unternahm, gab den Versuch nach anderthalb Stunden wegen der ausnehmend niederen Temperatur des Wassers wieder auf. Deutschland. Oberst Leutwein'sErholungsurlaub. Berlin, 21. Aug. Einer Privatmeldung aus Kie! zufolge, wird Oberst Leutwein, der Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika und a la Suite der Schutztrappe, demnächst einen Erholungsurlaub antreten, woraus wieder geschlossen wird, daß er nach Cylinder und Regenschirm greifen müsse. Seitdem Generalleutnant v. Trothader jetzige Commandeur der Schutztruppe für Deutsch-Südweftafrika, an Ort und Stelle angelangt war und dem Obersten Leutwein den Oberbefehl abnahm, hieß es wiederholt, daß des Letzteren amtliche Tage gezählt seien. Das scheint sich nunmehr ersüllen zu sollen, denn ein ErholungsUrlaub unter solchen Umständen ist immer ominös. v D i e Entwicklung des Montan - Trusts. Berlin, 21. Äug. Der Embryo des großen deutschen Montan-TrustS ist bereits deutlich sichtbar. Nachdem die jüngst beschlossene Jnteressen-Ge-meinschast zwischen der Gelsenkirchener-BergwerkS-Gesellschaft und dem Schalker Gruben- und Hütten-Verein nunmehr, wie schon kurz gemeldet, durch Hinzuziehung des Aachener HüttenAktienvereins Rothe Erde" erheblich erweitert worden ist, machen sich Anzeichen geltend, daß der treibende Geist des Ganzen, Herr August Huyssen, auch noch den Anschluß weiterer Zechen und Hüttenwerke an die RiesencomdiNation vorbereitet, welche nach Krupp die zweitgrößte deutsche Aktien-Gesell. schaft ist. Ernte-Aussichten. Berlin, 21. Aug. Der Regie-rungs-Bericht über die Ernte-Verhält-nisse in Preußen am 10. August nennt die Zahl 1 als sehr gut, 2 als gut, 3 befriedigend und 4 als schlecht. Winterweizen steht 2.7. Sommerweizen 2.9; Winter-Roggen 2.6; Sommer-Roggen 3.3. Frankreich. Neuer Blitzzug. Paris, 21. August. Ein Zug, der die höchste Fahrgeschwindigkeit bei langen Entfernungen erreicht, soll den nächsten Winter zwischen Paris und Nizza eingestellt werden. Der Zug wird 675 Meilen in 830 Minuten zurücklegen. Reifende, welche die Hauptstaot Vormittags um 9 Uhr verlassen, kommen am selben Abend in der Riviera an. Lebaudy's Luftschiff. Paris, 21. August. Lebaudy's lenkbares Luftschiff fuhr heute zum ersten Male mit regelmäßigen Passagieren in die Höhe; der Eigenthümer und nachher dessen Frau unternahmen eine Fahrt von 20 Minuten. Es soll das erste Mal sein, daß eine Frau in einem lenkbaren Ballon fuhr. Marokko. Braut. Gesandtschaft ermordet. Algier, 21. Aug. 83 Reiter, welche der Prätendent Bu Hamara an den Häuptling Amaba vom Beni Buzza-riga-Stamme gesandt, um dessen Tochter für ihren Herrn zu freien, wurden von dem Häuptling verrätherischer Weise ermordet.
Regierung ernannt. Nevolutionäre Paraauay's erwählen einen Präsidenten.
Buenos Ayres, 21. August. Zwischen der San Jocomimo Batterie der Paraguay Armee und einer revolu tionären Truppe fand ein ArtillerieKampf statt, wobei letztere die Geschütze der Regierungsstreitmacht außer Gefecht setzten. Die Verluste sind nicht genannt. Die Hauptstadt Assuncion wurde seit den letzten Meldungen nicht beschossen. Die Insurgenten haben eine provisorische Regierung mit der Hauptstadt Villa del Pilar (112 Meilen von Assuncion) eingefetzt. Als Präsident ist Gen. Ferrerira erkoren, Vice-Präsi-dent Gonzales Novoro. Auch 4 Sekrctäre sind ernannt. Einer von diesen reiste nach Rio Janeiro und anderen Hauptstädten, um die Anerkennung der Revolutionäre als kriegssührende Macht durch die verschiedenen Regierungen zu erwirken. In dar Hauptstadt herrscht über den Mißerfolg bei den SchlichtungSverHandlungen Verzweiflung. Alle Einfuhr ist aufgehoben. Die nothwendigsten Waaren sind kaum zu Hungerönoth-Preisen erhältlich. Die Ankunft deS argentinischen Kanonenbootes, welches letzte Woche nach dem Sitze der Unruhen abgesandt wurde, ist bis jetzt nicht gemeldet worden und ein Torpedodoot-Jäger ist auf die Suche nach dem vermißten Schiffe entsandt.' Schiffsnachrichten. Angekommen: Plymouth: Princeß Alice" von New York. Abgefahren: Landon: Minnehaha" nach New York. Rotterdam: Rotterdam" nach New York. Queenstown: Umbria" von Liverpool nach New Jork. Liverpool: Cartagenian" nach Philadelphia. Dover: Belgravia" nach New York. Southampton: Bremen" nach New York. v . Base-Ball. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt : American Association. Milwaukee, 21. August. Milwaukee....000 00 1 1 0 2 ColumbuS ....00000000 00 Batterien McKay und Slattery; Malarkey und Yeager. MinneapoliS, 21. August. MinneapoliS . . 10010001 3 Toledo 0 0000200 02 Batterien Stimmel und O'Leary; Moreton und Clark. Kansas City, 21. August. Kansaö City. . .0 0200120 05 Louisville ....0 3000001 04 Batterien Egan und Dexter; Durham, Jsbell und Ryan. N a t i-on a l-L i g a. Chicago, 21. August. Chicago 0 0000040 4 Boston 00 00 01 000 1 Batterien Weimer und Kling; Fisher und Marshall. Cincinnati, 21. August. Erstes Spiel. Cincin.0 1001 01 000 010 4 Phila. 0 0200001 000 00 3 Batterien Ewing und Peitz;' Sutthoff und Dcvin. ZweitesSpiel. Cincinnati 000020 02 Philadelphia 1 0 01 0 2 15 Batterien Kellum und Schlei; Corridon und Roth. St. LouiS, 21. August. St. LouiS. ...000 20 001 2-5 Brooklyn. .....20001000 14 Batterien McFarland und Grady; Cronin und Ritter. Als leßthin mehrere Zim merleute dabei waren, in Butler County, Nebr., eine Kirche, zu repariren, gerieth zufällig eine' Rolle Papier in Brand, wodurch starker Rauch erzeugt wurde. Da bemerkte man plötzlich, daß zahlreiche Bienen unter dem Dach hervorkamen, und bei näherer Untersuchung fand man über 200 Pfd. Honig, der seit mehrere Jahren daselbst von den Bienen aufgestapelt war.
Ttr Handel und der Krieg. Die willkürliche Handhabung deS Prisenrechts muß nothwendiger Weise
allen Scehandcl treibenden Völkern den Wunsch nach sachgemäßer Regelung des Seepnzei- und Konterbandewesens dringend nahelegen. Freilich guben Rußland wie Japan wiederholt cie Versicherung, für die Uebergriffe ihrer Flotienofsiziere ausreichende Entschädigung leisten zu wollen. aber die eigenmächtig aufzestellten Bestimmungen darüber, welche Waaren als Konterbande zu betrachten sind, und unter welchen Bedingungen neutrale Schiffe beschlagnahmt werden dürfen, üben schon allein auf den WeltHandel emen Druck aus, der nicht lang ertragen werden kann. Rußland macht geltend, daß es die Handelsgüter bereits vor , Monaten namhaft gemacht habe, deren Verkauf an Japan es nicht gestalte, und daß diese Verfügung internationale Geltunz besitze, weil ihr seiner Zeit von keiner der Mächte widersprochen werden wäre. Die Vereinigten Staaten und Großbritannien rechneten aber offenbar nicht darauf, daß der Krieg sich so sehr in die Länge ziehen würde, und sie machen kein Hehl daraus, daß sie ihr Schweigen jetzt bereuen und ihren ostasiatischen Handel nicht zu Grunde richten lassen mögen. Von Washington aus wurde die Drohung laut, amerikanische Handelsfahrzeuge nach dem fernen Osten durch Kriegsschiffe begleiten und schützen zu lassen, und aus London kommt die Meldung, daß die britischen Rheder die für Japan öestimmten Sendungen künftig nach Hongkong liefern und von dort aus durch japanische Schiffe weiter besördern lassen wollen. Wenn man sich in St. Petersburg durch die Washingtoner Drohung auch wohl schwerlich einschüchtern lassen dürfte, wird man sich doch sagen müssen, daß die Lieferung derWaaren über Hongkong die ganzen Konterbandebestimmungen über den Haufen werfen mag. Die Beschlagnahme und Versenkung britischer nach Hongkong bestimmte? Schiffe könnte Nußland sehr ernste Ungelegenheiten bereiten, zumal der Premierminister Valfour erst soeben im Unterhause die Erklärung abgab, daß Großbritannien das Recht Kriegführender, neutrale Schiffe in den Grund zu bohren, auch dann nicht anerkenne, wenn diese thatsächlich Kriegskonterbande an Bord führten. Allzu scharf macht schartig, das zeig! sich auch in dem vorliegenden Falle. Rußland ist bei der Aufstellung seines Konterbandeverzeichnisses und in der Ausübung seines Seepolizeirechtes zu weit gegangen, und deshalb nehmen es auch die Neutralen mit ihren Pflichten wenig genau. Jedenfalls lehrt die Lage, daß der 'Willkür im Seekriege und den gewaltsamen Störungen des Welthandels ein Ende gemacht werden muß. Eine sachgemäße Regelung des Konterbande- und Prisenwesens mit allem, was drum und dran hängt, ist ein Gebot der Nothwendigkeit. daS durch Proteste und Schadenersatzstungen nicht ersetzt werden kann. Waldbründe in Sachsen. Aus dem Königreich Sachsen werden verheerende Waldbrände gemeldet. Im Forstrevier des Badeortes Oybin, zwischen dem Scharpenstein und dem Brandenberge, wüthete tagelang ein Waldbrand, der sich über 20jährige Fichten- und Kiefernbestände ausbrettete. Bei den Eindämmungs- und Löscharbeiten war auch eine etwa 100 Mann starke Abtheilung des Zittauer Jnfanterie-Regiments unter Führung einiger Offiziere mit thätig. Durcy Errichtung von Schutzgruben und Fällen von Bäumen konnte man das Feuer einschränken. Man hob Erde aus und warf sie in brennende Flächen, da ein Löschen mit Wasser ausgeschlossen war, der Rauch war entsetzlich 'und drohte die braven Mannschaften zu ersticken. Die Soldaten warfen sich auf die Erde und arbeiteten liegend weiter, während der Rauch ber sie hinwegzog. Viele haben erhebliche - Brandwunden davongetragen, und manche Uniform zeigte die Spuren des gefährlichen Flugfeuers. In diesem Falle vermuthet man Brandstiftung, da das Feuer an zweiStellen zugleich ausbrach und man schon vorher kleine Brandherde entdeckt hatte. In der fiskalischen Heide bei Geißlitz (Bezirk Vautzen) wurden 64 HektarWaldbestand ganz in Asche gelegt. Ferner geriethen die Holzbestände auf dem Truppenübungs- und Artillerieschießplatz Zeithain in Brand. Während es dort übenden Mannschaften gelang, die Gluth zu ersticken, flammten wenige Stunden später ganz in der Nähe weite Waldstrecken auf. Wie das Leipziger Tageblatt mittheilt, wurde nach der Löschung eines großen Waldbrandes in der Dresdener Heide die verkohlte Leiche eines etwa 16jährigen Mädchens gefunden. Es liegt der Verdacht vor, daß ein Mord verübt wurde und der Thäter das Feuer anlegte, um die Spur zu verwischen. Als der That verdächtig ist ein aus einer Koriektionsansialt entwichener Häftling Namens Viener festgenommen worden. Der ehemalige Führer des deutsch-südwestafrikanischen Ma-rine-Exped:tionscorps, Oberst Dürr, ist zum Flügeladjutanten des GroßHerzogs von Boden ernannt worden Dürr ist bekanntlich badischer Offizier.
