Indiana Tribüne, Volume 27, Number 309, Indianapolis, Marion County, 20 August 1904 — Page 4
Jndiana Tribüne,
Zndiana Tribüne. Hnaulzegeden von der utenderg tt. Indianapolis, Ind. Harry O. Thndinm Präsident. GeschäftSlocalt No. 31 Süd Delaware Straße. Telephone ses. nrtied at the Post Office of Indianapoli aa second clats matter.
Das zerschnittene Tischtuch. Tbomas A. Watson, der Präsident-schaftZ-Candidat der Populiften-Parte!, erklärt in seiner Annahmerede wiederum irC energischster Weise, daß daZ Tischtuch zwischen den Populisten und e mokraten, die sich in der letzten Campagne ungezählte Liebesmahle gaben, dermaßen zerrissen ist, daß e5 überHaupt nicht mehr zu flicken geht. Seine Aeußerungen bekunden zwar bitterste Empörung gegen seine ehemaligen Freunde und wirken wohl gerade deshalb erheiternd. Unter Anderem kritistrt er die Depeschenepisode auf der St. Louiser Convention folgendermaßen: Umringt von den Wall-Str. Magnaten, welche seine Campagne schon vor zwei Jahren begannen, war tete Richter Parker ab, bis die Gefahr der Zwei Drittel . Majorität vorüber war, und als es für die Convention zu spät war denn selbst die demokratischen Parteigewaltigen müssen zum vollständigen Umschwenken mehr als 15 Minuten Zeit haben , da schwang er die Wall-Str.-Peitsche über den Köpfen der demokratischen Parteileiter und mit promptem (Zehorsam schwenkten die demokratischen Legionen um." Gleich nach dieser Tirade erklärt aber Watson, daß er nicht wagen würde, ein Wort gegen Parker'S Character zu sagen, weil er ihn für einen würdigen Mann halte. Ueber Roosevelt sagt der gelungene Herr: Ich habe kein Wort des Ta delS für Theodor Roosevelt. Ich glaube, er ist ein muthiger, gewissenhafter Mann. Aber, da er für die Principien einsteht, welche die Republik einer Despotie deS Goldes zuführen muß, deshalb werde ich ihn bis zum letzten Athemzuge bekämpfen." Nachdem er fortfährt, beide Candihatn in einem Atbem in lob?n und au tadeln, beginnt er Fragen, die er sich selbst vorlegte, zu beantworten. Die gewöhnliche Ausflucht unfähiger Menschen, welche wissend erscheinen wollen. Dann fingt er Hearst ein Loblied, erklärt, daß die Massen ihm wie einem Erlöser zujubeln würden, aber daß der Einfluß des Capitals, dessen Feind Hearst fei,' ihn kalt gestellt habe. Von der Watson hofft vielleicht, daß Hearst ihn in seinen Zeitungen unterstützen würde and darin zeigt sich besonders die Einfalt deS braven Watson. Hearst ist in erster Linie zu breit zuge " schnitten, um für die populistischen Cranks Lanzen zu brechen. Wenn er nominirt worden wäre hätte er sich wohl um ihre Unterstützung bemüht, er würde auch jetzt gerne sehe:?, wenn sie das demokratische Ticket stimmen wür den, aber sonst wird er sie fünf Schritt dom Leibe halten. UebrigenZ muß man Herrn Watson zugestehen, daß er seine Hiebe zwischen Demokraten und Republikanern ziemlich gleichmäßig vertheilt. Hat man die lang ausgedehnte Rede zu Ende gelesen, dann freut man sich herzlich, daß er keine Chance hat, gewählt zu werden. Die Entwickelung der spanischen Industrie macht sich durch einen steigen den Export nach allen Haupthandelsländern bemerkbar. Dagegen hält der 'Import Englands, Frankreichs und Amerikas sich im Wesentlichen auf der Höhe des Jahres 1902. Als Erklärung dafür wird neben dem niedrigen Stande der spanischen Valuta der hohe spanische Zolltariff und seine scharf schutzzöllnerische Auslegung her beigezogen. Daß der Import aus Deutschland nach Spanien im selben Verhältniß gestiegen ist wie der Export nach Deutschland, wird in dem Berichte des deutschen Generalkonsuls in Barcelona auf die günstige Wirkung der Düsseldorfer Ausstellung zurückgeführt. Aus dem gleichmäßigen Anwachsen des Imports und Exports zwischen beiden Ländern hat der Norddeutsche Lloyd bereits Veranlassung genommen, eine direkte Linie von Bremen nach Barcelona einzurichten. Die Teutschen sind ein methodisches Volk. Der wissenschaftliche und syft?.
matische Zug .ihres Geistes, der in so vielen ihrer Handlungen zu Tage tritt, bildet nun einmal ihre Schwäche und ihre Stärke zugleich. In dieser metho-disch-wissenschastlichen Art gehen sie auch vor, seitdem sie mit den Aufgaben der Seemacht, deS Seeverkehrs und Seehandels in engere Fühlung getreten sind; sie schaffen sich für ihr Vorgehen erst wissenschaftliche Unterlagen, die sie dann im praktischen Erfolge umzusetzen bestrebt sind. Bezeichnend hierfür ist die große und bedeutsame Gründung eines centralen Museums für Meereskunde in Berlin, dessen Vorbereitung bereits soweit vorgeschritten ist, daß die Eröffnung bald zu erwarten steht. Die Leitung dieses MuseumL liegt in den Händen des b-rühmten Chinaforfchers, Freiherrn von RichtHöfen. Sein Kennzeichen ist die an schauliche Darstellung der Bedeutung und der Möglichkeiten des Meeres in allen Beziehungen. Wissenschaftliche Apparate und Gemälde von KünstlerHand, technische Produkte, Naturerzeugnisse und ethnographische Objekte werden hier vereinigt. Man sieht die Fauna der See, die Ausgaben, Schwierigkeiten und Hilfsmittel der Hochseefischerei. ES wird ein Bild d:r gesammten instrumentalen Ausrüstung ozeanologischer Forschung gegeben. Zahlreiche Bilder, Apparate und Modelle führen das Küsten und Hafenwesen vor: Scheinwerfer, Befeuerungs - Apparate, Baken, das ganze Rettungswefen zur See werden vorgeführt. Die Abthei lung für Seefischerei umfaßt übrigens eine selten schöne Sammlung von Mobellen siamesischer Seefischerei - Geräthe und Fahrzeuge, die durch Vermittelung des siamesischen Gesandten in Paris beschafft wordan ist. Eine eigene, vom ReichZ-Marine.Amt verwaltete Abtheilung des Museums, stellt endlich da Kriegswesen zur See dar. ES unterliegt keinem Zweifel, daß dies Museum das Interesse des deutschen Publikums für das Meer und die maritimen Aufgaben beleben und sein Verständniß dafür vertiefen wird; und zusammen mit der neuen, im Oktober zu eröffnenden Hochschule in Danzig, deren Fundament der Unterricht im Schiffsbau ist, wird dies Museum ein neues wichtigeS Glied in der Reihe Wissenschaft, licher Anstalten fein, durch die daS neue Deutschland sich der Meereskunde und der Wissenschaft vom Schiffsbau und Schiffsverkehr bemächtigt.
Grundeigeuthums Nebertragungen. Zedekiah E. Slaughter an Edwin H. EvanS, Lot 30, Haugh u. A. Subd Theil der westlichen Add. Haughville. $2000. William C. Johnson an Samuel S. Johnson, Theil des nordwestlichen Viertels von Section 33, Townshiv 16, Range. 3, Center Township, $2400. John H. Oberle an Amand Reibel, Lot 9, Cooper'S Süd Meridian Str.Addition, nahe der Gürtelbahn, $2000. James E. Green an Rosaline Penrose. Lot 36, Lieberö lAddition, Nord Indianapolis, westlich von NorthWestern Ave., nahe 26. Strr, $1,300. Arthur V. Brown an Daisy Schäfer, Lot 23, Brown'S Ost Meridian Heights Add. nahe Central Ave. und 40. Str. $2,300. Arthur V. Brown an William C. Echols u. A., Lot 170, Rofemont füdlich des Jrrev-HoSpitalS. $1,000. Dorella Burt u. A. an Katherine Fillenworth,' Lot 51, Spann & Co'ö. erste Woodlawn Add., östlich von Shelby, nahe gleicher. $1250. John M. Linder an Johu C. Kirch, Theil von Lot 90, Woodruffs Subd., Morris Add., westlich von Eaft, nördlich von Lincoln. $1500. Harry I. Milligan an George B. Elliiott, Theil vom nordwestlichen Viertel von Sec. 24, Tp. 16, Range 3, Center Township. . $3,000. Joseph P. Murry an John R. Stamm, Theil von Lot 203 in StoutS Haughville Add., nördlich von lO.Str. $1,200. Maggie A. Nutt an Susie Holliday, Theil von Lot 4, T. R. Fletcher's Subdivision, Außenlot 54, nahe New York und Noble Str. $1M0. - Caleb H. Cobb an William I. Schroy, Lot 123, Douglaß Park, Alabama Str., zwischen 25. Str. und Creek. $4500. Edward Fischer an Emma L. Nierman, Lot 35, Block 1t, Nord Jndpls., südlich der 13. Str. $875. I Willar'd H. Stein an Harry H. Beck, Lot 35, Miller'S Subd. Theil Carson Farm östlich der Meridian I Str. nahe der Gürtelbahn. $1,400.
Llderg lande in Italien. Der Aberglaube ist bei der Bevölkerung der südlichen Provinzen Italien's noch so groß, daß Witzbolde" wirklich allzu leichtes Siepl haben, wenn sie ihn ausbeuten wollen. Einen Beweis dafür liefert folgende .Geschichte, die jüngst in Pagam, in der Provinz Palermo, passtrte:' Ein verheirateter Bauer ist schon seit langer Zeit das Opfer eines Spaßmachers. Eines schö nen Tages kommt er nach Hause und erzählt seiner Frau, er habe unterwegs einen Mann getroffen, der also zu ihm gesprochen habe: Du sollst an dem und dem Ort die Erde aufgraben, dann um Mitternacht zur Stunde des Teufelssabbats zum Erdlcch zurückkehren und die aufgeworfene Erde mit dem Blut eines kleinen Kindes besprengen, du wirst dann einen Schzh finden!" Bei dieser Erzählung ihres allzu gläubigen Gatten hüpft die Bäuerin, die ebenso gläubig ist wie er. vor Freude , und Wonne. Endlich wird man also reich werden! Hin und wieder bekommt sie es mit Zweifeln undGewissensbissen zu thun; ist es wirklich nothwendig, ein unschuldiges Kind zu todten? Wenn man den Teufel betrügen könnte? Und die Bäuerin acht ihrem Manne den Vorschlag, eine große Taube zu nehmen, sie einzuwickeln, wie ein kleines Kind und sie dann an der Grube zu schlachten und verbluten zu lassen, der Teufel tü'vt) sicher Menschenblut von Taubenblut nicht unterscheiden können. Der Gatte ist einverstanden. Er nimmt die Taube, wickelt und windelt sie ein, wartet bis Mitternacht, begiebt sich zum Schatzloch, schlachtet sein Täubchen, versprengt gewissenhaft das Blut und findet dann wirklich auf der Erde eine Handvoll kleinere Gegenstände, die er zuerst in seiner Verölenduna für Goldstücke hält. Er sieht besser hin: ach! er hat nur alte SpielPfennige in der Hand! Plötzlich läßt sich im Schweigen der Nacht aus einem dichten Gebüsch eine Grabesstimme vernehmen, die dem Bauern also zuruft: So! so! Du glaubtest mich also täuschen zu können, indem du anstatt eines Kindes eine Taube tödtetest! Strafe muß sein! Wenn du jetzt den Schatz willst, mußt du mir dreizehn Kinder opfern, nicht eins weniger!" Me Stimme schweigt. Kettengeklirr hinter dem Buschwerk. Der Bauer ist zuerst vor Schreck wie gelähmt; dann nimmt er die Beine in die Hand und läuft zu seiner Frau zurück. Anstatt nun auf den Gedanken zu kommen, daß sie die Opfer eines Spaßvogels gewesen find, beschließen der Bauer und seine Frau, die verlangten dreizehn Kinder zu t'ödten. Schon finbjie auf der Suche nach geeigneten Opfern, nls der traurige Spaßmacher selbst es mit der Angst ?u thun bekommt und beim Bärgermeister Anzeige erstattet. So gzlingt es noch, die beschränkten Leutchen von ihrem Mordplan, den sie kalt und ruhiq erwogen hatten, im letzten Augenblick abzubringen.
Die Stadt Maskat an der Südostküste von Arabien gilt für den heißesten Ort der Erde. Die Kupferbergwerk'sIndustrie verliert in Großbritanmen immer mehr an Bedeutung. eryte'renve Gewitker. Starke Gewitter mit Hagelschlägen haben in verschiedenen Theilen Frankreichs große Verheerungen angerichtet. In den Gemeinden Onet, Sainte-Ra-degonde, La Loubiere und anderen in der Umgebung von Rodez (Departement Aveyron) belegenen Ortschaften fielen bei einem Wirbelsturme drei bis Vier Zoll dicke Hagelkörner, die die ganze Ernte vernichteten. Auf mehr als 3700 Acker ist nicht so viel Getreide stehen geblieben, um nur einige Säcke zu füllen. In Morlaix wurde ein Haus, in das der Blitz geschlagen hatte, von den niederströmenden Regenmassen mit seinen Insassen, vier Kindern und einer Frau, sortgeschwemmt. Die Kinder und die rau wurden 130 Fuß entfernt auf einer Wiese mitten unter Möbeltrümmern schwer verletzt aufgefunden. ' In Morlaix hatten die Wassermassen ganze Stadttheile überschwemmt. Eine Schand!" Bei einem Volksfeste, das in Ulm, Württemberg, zu Gunsten eines städtischen Bades abgehalten wurde, betrug der Preis des Vieres zuerst pro halben Liter 20 Pfennig. Es fiel aber alsbald auf, daß der Vierkonsum ein Verhältnißmäßig geringer war und die Bürgerschaft sich überhaupt zurückhielt. Nothgedrungen sah stch die Festkommisston gezwungen, den Preis des halben Liters Bier auf 15 Pfennig herabzusetzen, und der Vorsitzende begründete dies mit der Bemerkung, die Ulmer hielten es für eine Schand, wenn ste mehr dafür zahlen müßten, selbst wenn es stch um eine wohlthätige Veranstaltung handle. Die Preisreduzirung hatte zur Folge, daß der Bierkonsum rapide zunahm. Geohrfeigter Profefs o r. Im Gymnasium zu Brzezany, Galizien, wurde ein Professor von einem Schüler bei einem Wortwechsel geohrfeigt. Der Professor ließ den jungen Ma?m durch Gendarmen festnehmen. Als er abgeführt wurde, kam, es zu großen Straßenszenen. Die Mitschüler des Verhafteten unterrichteten die Menge über das Vorgefallene. Die Leute nahmen dann für den Gymnasinsten Partei. Da die Polizei nicht ausreichte, wurde Militär herangezogen, das die Ruhe herstellte. Der Verhaftete wurde später freigelassen; doch wurde gerichtliche Anzeige erstattet.
Große Aufregung yerrich kürzlich an Bord des Dampfers Deutschland", als derselbe im Hafen von New Jork eingetroffen war, nach dem im Haupt Salon gegebenen Abschieds - Concert. Ein eiferfüchtiger Salon -Passagier wollte nämlich einen anderen Passagier mit einem Dolch erstechen, weil er denselben mit seiner Gattin, wie es anderen Passagieren erschien,, harmlos plaudernd angetroffen hatte. Der Andere aber war der Situation gewachsen und zog aus der Hüftentasche einen Revolver, der indessen nicht geladen gewesen sein soll. Sofort kamen eine Anzahl Stewards herbeigestürzt, hielten den Mann mit dem Dolche fest und schleppten ihn hinaus, sodaß es zu keinem Blutvergießen kam, aber die Aufregung unter den anderen KajütenPassagieren war natürlich sehr groß. Beide Männer wurden von dem Kapitän für verhaftet erklärt und nicht eher freigelassen.als bis dasSchiff sein Dock in Hoboken erreicht hatte, tbie Namen der Vetheiligten wollen-die Offiziere des Schiffes nicht angeben. 'Ein kahlköpfiger Junge von 14 Jahren, Sam Jacobson, erschien kürzlich vor dem Kindergerlcht in Bronx, N. 5)., und erregte nicht geringes Aufsehen. Was die Ursache der Kahlköpfigkeit ist, erscheint nicht recht klar. Samuel's Mutter meinte, ste rühre von zu frühzeitigem Rauchen her. Der Junge lief vor anderthalb Jahren, als er noch dichtes schwarzes Haar hatte, von Hause fort. Als er nach drei Monaten zurückkehrte, war viel Haar ausgefallen und der Knabe hatte ein Augenleiden. Ein Arzt hielt dies für die Kahlköpfigkeit verantwortlich. Die Eltern konnten nichts gegen die Kahlköpsigkeit ihres Jun gen thun, da derselbe jedesmal, wenn ein Mittel probirt werden sollte, fortlief und monatelang nicht heimkehrte. Seit den letzten paar Wochen soll er in Hausgängen nahe seinem Heime geschlafen haben, als die Mutter ihn eines Sonntags Abends erwischte und einem Polizisten übergab. Richter Wyatt sandte den Knaben in das Catholic Protectory. Als Samuel dies vernahm, warf er stch zu Boden und umklammerte die Füße seines Vaters. Weinend bat er, ihn nicht in das Inftitut senden zu lassen, wo die Jungens sich über seine Kahlköpsigkeit lustig machen würden. Er wolle stch auch in Zukunft behandeln lassen. Die Eltern aber erklärten, daß ihre Geduld erschöpft sei, und Samuel ward abgefüllt. Eine Passagierin ganz eigener Art brachte kürzlich der Dampfe: Kroonland" von der Red StarLinie nach New York. In der 2. Kajüte traf ein etwa 26jähriges Frauenzimmer Namens ConstantinelPhalen ein, die das Schiff in Southampton bestiegen hatte. Sie brachte absolut kein. Gepäck an Bord, und nach Bezahlung ihrer Passage blieben ihr nur $4. Für dies Geld kaufte ste, nachdem der Dampfer abgefahren war, stch eine große Anzahl Flaschen mit MineralWasser und auch einige Flaschen Cognac. Constantine braute stch indeß keine Highballs", sondern ste brauchte die Getränke zum Bad. Das Schiffspersonal merkte bald, daß das Mädchen nicht ganz bei Sinnen sei. Wenigstens drei Viertel des Tages brachte sie im Badezimmer zu und im Uefingen war ste darauf aus, in der 1. Kajüte Vistien zu machen. Es mußte, da ste stets die größte Aufmerksamkeit auf stch lenkte, ihr dies schließlich untersagt werden. Bei dem Eintreffen des Dampfers nahmen die Einwänderungsbeamten stch sofort Frl. Phalen's an und beschlossen ihre Zurücksendung. Die Dampfergesellschaft verpflichtete stch, die Bedauernswerthe unter Bewachung an Vord zu behalten, so daß die temporäre Ueberfülrung nach Ellis Island unnöthig wurde. Frl. Phalen spricht außer englisch auch deutsch, französisch und vlämifch und scheint überhaupt die denkbar besten Schulen besucht zu haben. Ueber den Zwec ihrer Reife schweigt ste stch aus. Sie sagt, daß ste lediglich einem Impuls gefolgt sei,- als sie den Dampfer bestieg. Ueber ihre Familie vermag ste. wenig Auskunft u aeben.
Das Sterben der Fische imAquariumist meist demMangel an Sauerstoff zuzuschreiben, weshalb man Wasserpflanzen einsetzen muß. Wenn man ein Aquarium mit einer oder mehreren Arten Wasserpflanzen besetzen will, muß man den Boden mit gewaschenem Fluß- oder Scesande mehrere Zoll hoch bedecken. Die Auswahl dieser Pflanzen ist eine sehr große. Die Wurzeln der Pflanzen werden in den Sand eingebettet und Stücke Steine oder Kiesel herum gelegt, um die Pflanze an der Stelle festzuhalten. Dann wird das Gefäß bis ziemlich an den oberen Rand mit reinem Wasser gefüllt. Cigarren einen feinen Duft zu geben. Wer feine Cigarren rauchen will, lege dieselben etwa 14 Tage lang in den leeren Honigraum eines volkreichen Bienenstockes, wodurch dieselben einen höchst angenehmen Duft erhalten. Seide plätten. Das Plätteisen darf nicht zu beiß sein und zwischen dem Stoff uno dem Eisen muß stets ein Blatt Papier liegen. .
Frovinz Hannover. Hannover. Ein öedauernswerther Unglücksfall mit tödtlichem Ausgange ereignete sich auf der Chaussee zwischen Reihen und Coldingen. Durch Schewerden der Pferde stieß das Gefährt des Fouragehändlers Eonrad Eike aus Reihen mit einem in voller Fahrt daherkommenden Straßenbahnwaqen zusammen. Der auf dem Eikeschen Wagen sitzende 5jährige Sohn des Besitzers wurde vor die Räder deS Straßenbahnwagens geschleudert und erlitt so arge Verletzungen, daß er auf der Stelle starb. Der Vater wurde am Kopfe verletzt; der gleichfalls auf dem Wagen sitzende Tischler Reineke konnte sich rechtzeitig durch Abspringen retten. Beide Pferde erhielten Verletzungen, auch die Wagen wurden beschädigt. A u r i ch. Dem bisherigen Konststorilpräsidenten Schäffer ist der Kronenorden 2. Klasse verliehen worden. A f f e r d e. Hier ertrank beim Baden in dem Teiche der Kiesgrube von Bartels der 26jährige Arbeiter Köplin aus Linden. EP Pensen bei Bevensen. Der 68jährige Arbeiter Barenscheer kam beim Steinefahren so unglücklich zu Fall, daß er vor die Räder des beladenen Wagens, auf dem er saß, zu liegen kam. Die Räder gingen ihm über den Brustkorb. Schon nach kurzer Zeit trat der Tod ein. Groß-Mimmellage. Beim Ausnehmen eines .Krähennestes fiel der Sohn des . Stellmachers Dallmann vom Baume und brach beide Beine. H ä n i g s e n (Burgdorf). In der Scheune des Hofbesitzers Gerns-Scha-prian war Feuer ausgebrochen. An den reichen Futter- und Getreidevorräthen fand das Feuer Nahrung und ergriff nach kurzer Zeit eine Nachbarscheune und das Wohnhaus. Dann sprang das Feuer auf die Gebäude des Hofbesitzers August Feldmann über und äscherte auch dort Wohnhaus und zwei Scheunen total ein.
Vertilgung von Holz Würmern. Aus Fußböden . kann man Holzwürmer durch Benzin dertreiben. Die Löcher werden damit getränkt, es sterben dann nicht nur die Insekten, sondern auch die Larven und Eier gehen zugrunde. Indessen ist Benzin äußerst feuergefahrlich, so daß die Versuche nur bei Tage ausgeführt werden dürfen und der Raum erst mit Licht betreten werden kann, wenn der Geruch von Benzin verschwunden ist. Es empfiehlt sich daher, mehr dieBohrlöche? des 'Holzwurmes mit Petroleum oder Terpentinöl, resp. TerpentinSpiritus zu füllen. Zum Eingießen der Flüssigkeiten in die Löcher bedient man sich am besten eines Oelers, wie er für Nähmaschinen gebräuchlich ist. Farbige Kleidungsstücke, wie Kattune, Batiste u. dergl., ebenso baumwollene und seidene Strümpfe von empfindlicher Farbe dürfen nur in mäßig lauem Wasser mit ganz milder Seife gewaschen und in weichem Wasser mit halb Esstg gespült werden. Hat die Farbe dadurch doch gelitten, so spült man nochmals in ungemischtem Essig nach, da derselbe die Eigenschaft besitzt, die Farben aufzufrischen. Vronzirte Vilderrahmen reinigt man, wenn man sie mittelst Schwämmchen mit Weinessig überstreicht, nach 5 Minuten mit kaltem Wasser abspült und an einem warmen Ort trocknen läßt. Ein vorzügliches Klebem i t t e l kan sich leicht jeder selbst bereiten, ohne Mühe und Kosten. Man nehme weiße Gelatine, thue ste in ein Porzellangefäß man benutze dazu eine abgebrauchte Fleischextraktkruke , gieße ein wenig Esstg darauf, stelle das Gefäß auf den Herd oder eine Wärmflamme; sehr bald ist die Gelatine gelöst. .Hiermit klebt man Glas, Porzellan, Holz, Pappe u. s. w. Der Klebestoff hält vorzüglich. Da Gelatine sehr leicht steif wird, muß man bei jeder Benutzung die Masse wieder Wärmen und wieder etwas Esstg darauf gießen. Butter obne 15 i.s. Um Butter im Sommer ohne Eis frisch zu erhalten, drückt man die Butter fest in einen Steintopf und verbindet ihn mit Musselin. Die Enden läßt man in der Länge des Topfes herunterhängen. Man fetzt den Topf in einen Napf mit kaltem Wasser; der Musselin saugt stch mit Feuchtigkeit voll und führt dec Butter stets neue Kühlung zu. Frische Buttermilch ist ein recht gutes Nahrungsmittel für Leute, die an Hartleibigkeit, Appetitmangel, Magenbeschwerden, Blasenleiden u. s. w. leiden. Sie ist nicht nur leicht ver-. daulich, sondern es scheint, daß der Gehalt an Buttersäure wohlthätig auf den Verdauungsapparat wirkt. K l e i d h ü l l e n. Ausgewaschene oder sonst schadhaft gewordene bunte Kattunvorhänge lassen stch sehr gut zu Kleidhüllen verwenden. Die Endsäume werden zusammengenäht, dabei in der Mitte eine Spalte zum Durchstecken des Bügelhackens gelassen. Nun näht man noch die eine Längsseite zusammen, während die andere zur Aufnahme des. Kleides offen bleibt. Zum Schluß werden die Kanten etwas übereinander gelegt oder auch mittels Sicherheitsnadeln befestigt. Alte bunte und weiße Waschröcke sind für denselben Zweck in ähnlicher Weise nukbar zu machen.
Franzsl Bros
No. 1 W. Washington Str (Merchants National Bank,) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Europas. Schisssscheine nÄ! An und verkauf ausländischen Geldes. ...Warten Sie nicht... Eine große Summe Geld anzusammeln, ehe Sie ein SparConto er öffnen. Beginnen Sie diesen Monat MüßigeS Geld sollte in keinem Saushalt einen Platz finden. Sie können 25 Cents und aufwärts deponiren mit der III TRUST C0. und erhalten daran 3 Prozent Zin sen, halbjährlich verrechnet, Mai und 1. November jedes Jahr. - Kapital - $1,000,000.00 Ucberschutz - - 225,000.00 Osficen im Compagnie Gebäude, Ecke Washington Str. und Virgir.ia Ave. St. Louis WcltattsfteUnng . , Via .... Big Four Route Raten von Indianapolis folgendermaben: Taison Zxahrkartcn, giltig für die Rückfahrt bis 15. Dezember 1904 zu $12.00 sechzig Tage Fahrkarten, giltig für Rückfahrt innerhalb sechzig Tagen, aber nicht später als 16. Dezember 1904 zu ... 810.50 Fünfzehn Tage Fahrkarten, giltia für Rückfahrt innerhalb 15 Tagen zu ... . $0.00 Waggon ExcursionS Fahrkarte, giltig für Rückfahrt innerhalb sieben Tagen werden nur verkauft für angekündigte Waggcn Excursions Tage, Fahrkarten sind nur giltig in den Tag Waggons, ob regulärer oder Spezialzug, jeden Dienstag und Donnerstag bis 29. Sept. inclusive zu ... . $0.00 Aür völlige Information und Eivzelnheiten etc. spreche man be: den Ticket'Agenten der Big Four ahn vor oder schreibe an Unterzeichnete. XVairen j. Lynch, Gen. Pass. & Ticket AgU9 Stannnatt, OHio. oder H. M. Sronlon, A. S. P. ., Indianapolis, Ind. Big 4 Route Cxcnrsion nach CZJLlSCCZTJSnXJ.'JPJL Sonntag, 21. August. Spezial-Schnellzüge, nach keiner Richtung für Passagiere anhaltend, verlassen Jndianapolis um 7 Uhr Morgens. Retourfahrt von Cincinnati 7 Uhr Abends. Neue Inkorporationen. East Chicago Jmprovement Co.", Lake County; Präsident, F. I. Fife; Vice.Prüsident, I. C. Reiland; Se. vretär. Albert LewiS; Schatzmeister, S. 553. Winters. Koeniher Oil Company-, Muncie, Capital $16,000; Direktoren: Robert und Johanna Koenitzer und Thomas Congdon. Abbott Oil Company", Richmond, Capital $40,000; Directoren: G. D. Cole, L. C. Abbott, I. P. Jliff, F. K. Cole und T. C. Davis. Die 21. L . Elliott Oil und GaS Company", Friendship, N. , Capi tal $10,000; Directoren, A. L. Elliott, F. R. Utter, B. Drake, Roy Car. ter und Horace Prindle. Die North Star Jron-Workö", Hammond, Capital $10,000; Directo. ren, F. Dodge. R. T. Dodge, B. B. Potter.ünd
