Indiana Tribüne, Volume 27, Number 306, Indianapolis, Marion County, 17 August 1904 — Page 4

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Jndtana Tribüne,. 17. August 190:

Jndiana Tribüne. Heraulgtse'ben von der uttndtrg S. Indianapolis, Ind.

öarry O. Thudium Präsident. Geschäftslocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 2. i ifc td ai the Pott Office of Indianapolis as second dass matter. Die deutschen Handels Vertrage. Bekanntlich ist nach mancherlei Schwierigkeiten der Handelsvertrag Deutschlands mit Rußland Ende Juli zustande gekommen. Eine angesehene Berliner Zeitung hat angeregt, den Deutschen Reichstag so bald als mög lich zu einer besonderen Session zusammen zu berufen, um den neuen deutsch russischen Handelsvertrag alsbald zu erledigen. Man glaubt zu wiffen, daß e5 sich dabei um eine durchaus private Anregung handelt, mit der die verbündeten Regierungen nichts zu . thun haben. .Wenn auch der neue Vertrag mit. Rußland in seinen Einzelheiten nicht bekannt ist, so .steht doch soviel fest, daß er verschiedene Bedingungen enthält, welche die Einfuhr russischer Erzeugnisse nach Deutschland erschweren. Es wäre nun kein paffender Dank für das von Rußland mit der Annahme des Vertrages bewiesene Entgegenkommen, wenn man trotz dieser ungünstigeren Bestimmungen für Rußland den ivi m m. m . t t Vertrag leyr ijHneu enerngen roouie und andere Länder noch für längere Zeit im Besitze der früheren günstigeren Bedingungen ließe. ES ist deshalb wahrscheinlich, daß die neuen HandelsVerträge mit den verschiedenen Staaten dem Deutschen Reichstage gleichzeitig vorgelegt werden, um auch möglichst gleichzeitig erledigt zu werden und in Krast zu treten. Der Reichstag wird also kaum vor dem Spätherbst zusam" mentreten. Dann können ihm bestimmt die schon vereinbarten Verträge mit Rußland, Belgien und Italien vorge- - legt werden, möglichenfalls aber auch die mit den andern Staaten, mit denen noch Verhandlungen schweben. Die Erledigung der Verträge durch den Reichstag wäre dann etwa bis zum rni -v Nf, :f iftstt ... ....m.,... ...X xfiarz ouu ?iyui xwo gu cuuuiuu uuu etwa ein halbes Jahr später, also im Herbst 1905 oder am 1. Januar 1906 würden dann die neuen Verträge in Kraft treten. Natürlich häuzt die Erledigung der Verträge davon ab, ob sich im Deut schen Reichstage eine Mehrheit dasür findet. Vor 11 Jahren, im Winter 189394, hat man, als damals der Reichstag sich mit dem gegenwärtig noch in Kraft befindlichen Handelsvertrage mit Rußland besaßt hatte, monatelang daran zweifeln müffen, ob der Vertrag Annahme finden würde, und als dann schließlich nach erbitterten Kämpfen die cw . .tri v: mi.t.du ANNuyme -eiiinyic, urni uic xicyiyEii eine sehr bescheidene. Es ist nun sehr wahrscheinlich, daß sowohl bei dem Handelsverträge mit Rußland, wie bei den andern neuen ' Verträgen die deutsche Regierung viel leichteres Spi?l haben wird als vor einem Jahrzehnt, trotzdem damals keine der dem Vertrage geschlossen entgegen tretenden Parteien so stark war, wie ge genwärtig die Socialdemokratie mit i , ren 73 Mitgliedern. Denn trotz der großen Forschritte der nl-Znlkemokratie bei den Wablen von 1893 und 1903 ist heute die katholische EentrumSpartei mehr als je entschei dend und ausschlaggebend im Deutschen Reichstage. Das Hauptorgan dieser Partei, die Kölnische VolkSzeitung", hat aber die Nachricht' von der Unter Zeichnung des neuen deutsch.russischen Vertrages mit folgenden Worten U grüßt : Wenn auch nicht alles erreicht worden ist, was man wünschen müßte, so wird der Vertrag wohl vom Reichs tage angenommen werden, weil er eben angenommen werden muß." Wenn das Blatt mit diesen Worten die Auf. faffung der Partei, der eS angehört, richtig wiedergibt, so steht die Annahme des Vertrages außer Zweifel. Denn zu 100 Stimmen, die das Cen trum gebietet, brauchen dann nur noch . die je 50 Stimmen der konservativen Partei und der Nationalliberalen zu retten und eS ist dann bereits eine Mehrheit für den Vertrag vorhanden; eine Mehrheit, die noch eine Verstär. kung findet durch die Deutsche Reichs. Partei und verschiedene andere kleinere Parteien, sowie eine Anzahl von außer halb bestimmter Parteiverbände gehen den Abgeordneten.

Selbstverständlich wird eS bei der Berathung der Handelsverträge im Herbst und im Winter n'cht an heftigen Redeschlachten fehlen dasür werden schon die Sozialdemokraten sorgen , aber die Hauptfache, die Annahme der Verträge durch den Reichstag, erscheint gesichert.

Vorbereitungen zum Besuch des Germanischen KongreffeS in St. Louis sind nun auf der Tagesordnung. In dianopolis muß durch eine starke Delegation vertreten fein. Port Arthur geht in Flammen, wie eine Depesche berichtet. Wahr scheinlich hoffen die Ruffen, den Japanern ebenso heimleuchten zu können wie damals den Franzofen durch den Brand von Moskau. Ein Junge und Erbe ist mir lieber wie ein Sieg in Ostasien, soll der Zar gesagt haben, als der Thronfolger ein traf. Wie viele seiner Unterthanen verbluten, scheint Väterchen gleichgültig zu sein. In einer Depesche spricht Dr. Ni chard Bartholdt den Deutschen von Indianapolis seinen Dank für die herz liche Aufnahme aus, die ihm hier zu Theil wurde, und verspricht ein Wie derkommen. Je eher, desto besser. In der Samstags'Nummer schreibt editoriell die Sun" anläßlich des Be sucheS der JgorroteS im Weißen Haus: Die JgorroteS brauchen sich nichts darauf einzubilden. Baron von Sternbürg wurde auch im Weißen Haufe empfangen." Die Creatur, die das Obige als ureigensten Geistesblitz der Oeffentlichkeit übergiebt, ist so bodenlos gemein, daß sie für uns nicht weiter in Frage kommt. Aber die Zeitung, die ihren Leserkreis verhöhnt, indem sie derart!' gen Auswüchsen Raum in ihren Spalten giebt, sollte daran erinnert werden, daß derartige durch nichts begründete Beschimpfung des Vertreters einer befreundeten Nation von jedem anständig gesinnten Menschen bitter verurtheilt werden wird. Die beabsichtigte Beleidigung, die Wilden aus den Philippinen über den deutschen Botschafter zu stellen, gilt! nicht dem Manne, denn den hatte der Sudler keine Gelegenheit zu kennen, sondern nur dem deutsch klingenden Namen. Man denke sich den Sturm der Entrüstung, der hier ausbrechen würde, wenn eine deutsche Zeitung, was ja an sich undenkbar ist, den ame rikanischen Botschafter in Berlin unter die Kamerun Neger stellen würde. Die Entrüstung würde auch völlig gerechtfertigt fein und die hiesigen DeutschAmerikaner dürfen eine derartige Ge meinheit ebenfalls nicht ruhig hinneh nehmen, sondern solchen Schuften ein für alle mal die Lust nehmen, eine Wiederholung zu versuchen. Local-PolitischeS. Jn der Masonic Halle findet heute Abend um 8 Uhr die demokratische Center Township Convention statt, auf welcher Candidaten für Township Trust und Township'Assessor norm nirt werden. Die gestrige demokratische Primär Wahl nahm einen sehr ruhigen Ver lauf. DaS Hauptquartier deS republikani schen County'CmiteS befindet sich jetzt in den Zimmern 234237 im Lemcke Gebäude. . Ed. Sourbier' der republikanische Candidat für Sheriff, ist von seinem Posten als HeirathSlizensClerk in der Office des CountyClerk zurückgetreten; fein Nachfolger ist W. E. Berner. Ju der letzten Versammlung des Demokratischen ClubS der jungen Mün ner wurden folgende Comites ernannt: Uniformen: Gideon W. Blair, LouiS Waggoner und S. E. Emmerich; Pa rade: W. H. Judd, B. Johnson, Fred Bierbauer, Charles Bernhardt und Harry Bowser; Finanzen: Harry Biddle, Wm. Kenna, Lewy ParttenS, E. H. Spencer und M. O. Martin. Auf demokratischer Seite bemühen sich um Me Nomination für Reprüsen tant des 7. Congreß Districtö L. P. Harlan und Frank P. Baker. Gottlied L eukhardt, Die gemüthliche Ecke," Ecke Noble und Market Str

Unheimliche Statistik Der Bericht des StaatS'GesundheitS Amtes für Juli zeigte eine erhebliche Zunahme von Krankheiten und Todes fällen im Vergleich mit demselben Monat deS Vorjahres sowohl in den Städ ten als auch auf dem flachen Lande. DiarrhoeErkrankunaen wogen vor, während TyphuSsälle dieses Jahr an 6. Stelle rangirten gegen 4. Stelle vom Vorjahre. Vor allen Dingen springen aber die Schwindsuchtsfälle im verfloffenenMonat in'SAuge. Durch Lungenschwindsucht wurden im Juli 346 Todesfälle verursacht oder 31 mehr als im Juli 1803. Die Krankheit brach in 307 Häusern aus, machte 19 Frauen im Alter von 4 bis 40 Jahren zu Wittwen und 84 Männer in densel ben Lebensjahren zu Wittwern, sowie 172 KinderZ unter 12 Jahren zu Waisen. Die GesundheitS-Behörde berechnet den finanziellen Verlust deS Volkes in Jndiana im Juli auf mindestens $500,000. Die Eesammtzahl der Todesfälle im Juli d. I. betrug 2772 oder 12,3 Pro zent im lJahre, gegen 2765 vom Juli 1903- Unter den Gestorbenen befinden sich viele Kinder, darunter waren 513 noch nicht 1 Jahr alk, 186 im Alter von 14 Jahren, 69 von 5-9 Iahren, 54 von 1014 Jahren. 119 von 1510 Jahren, 669 starben im Aiter von 65 Jahren und darüber. Außer der Schwindsucht kamen noch folgende andern Erkrankungen mit tödtlichem AuSgang vor: Typhus 68, Diphteritis 10, Scharlach 5. Masern 4, Keuchhu sten 6, Lungenentzündung 85, Diar rhoe 296, Gehirnhautentzündung 29, Kindbettfieber 10, Krebs 116, Noth zucht189, Blattern 5. Die Todesfälle in der Stadt waren bei fast jeder Krankheit größer in den Städten als auf dem Lande und betrugen 16,1 Prozent oder 188 auf 100. 000 Bewohner. Die großen Städte rangirten, wie folgt: Indianapolis 18,3, Cvansville 19,3, Ft. Wayne 10, South Bend 18,8, Terre Haute 21,6 Prozent. -''

Niedrige Vefieneruugen gewünscht. Vertreter von drei Corporationen.'der Delaware & Madison County Telephone Co.", der Western Union Tele graph Co." und der Grand RapidSK Jndiana BahN'Gefellschaft" erschienen gestern vor den StaaatSSteuerCom miffüren und ersuchten, ihr im Staate besindlicheö Eigenthum niedriger räl5 wie Im vorigen Jahre einzuschätzen. Die Western Union wurde zu $40 per Meile ihrer Linie besteuert; sie ist der Ansicht, daß ein Affeffment in diesem Jahre von $31 per Meile mehr als ge nug ist. Wirthe Organisation. Gestern war Philip Heiser von Omaha, Neb., in unserer Stadt, welcher mit I. F. Callen die Wirthe der CongreßDigricte in Jndiana or ganisirt. Er erklärte, die Organisa teon deö 13. DistrictS sei vollendet, die deS 6. sei gut vorbereitet und die 400 Wirthe d?S 9. DistrictS hätten am 13. August in Kokomo eine Versamm lung, um ihre Organisation festzu setzen. Ferne? sagt Heiser, die Orga nisation habe den Zweck, die Jnteref sen der Wirthe zu verfechten und ihnen wieder zu ihren alten Rechten" zu ver helfen. Sobald die CongreßDistricte organisirt sind, soll ein StaatSrath aus den Vorsitzern derselben gebildet werden. Heiser hat sich einen Namen ge macht, als er 1896 und 1900 deutsche Reden sür die Demokraten hielt. Inder Masonic Halle fandge stern Vormittag die Eröffnung der Staats Convention der Hibernianer unter entsprechenden Feierlichkeiten statt. Stadtanwalt Warrum, als Vertreter des Mayor's, hieß die Dele gaten im Namen der Stadt willkom men. 'm Bauerlaubnißschein. Jessie Marck, Cottage, 1503 Spann Ave., $300. George Asperger, Cot tage, 31.' nahe Northwestern Ave., $1000. F. Arlington, Cottage, Rural Str. nahe 21. Str. 8850. Aaron JameS, GeschüstSdebäude, Shel don nahe 17. $800. G. Voegil, Cottage, Spruce Str. nahe Minne sota. $600. John Freßler Cottage, Kenwood Ave. nahe 34. $900.

Nachrichten aus Jndiana. Schlange im Kleider schrank. EvanSville, 16. August. Als der Landarzt Dr. George de Far gestern seinen Kleiderschrank öffnete, fand er eine große Klapperschlange in demselben und schlug daS Reptil mit einem Knüttel todt, ehe eS entwischen und Unheil anrichten konnte. Großer Sturm prophezeit. Greenfield, 16. August. Alte Farmer von hier und der Umgegend prophezeien einen großen Sturm für die nächsten 3 Tage. Heute früh war die Luft außerordentlich klar und rein, sodaß man die Pfeifen der Locomoti ven fünf und sieben Meilen weit deut lich hören konnte, was sonst nur an kalten, klaren Wintertagen möglich ist. Die Erfahrung hat gelehrt, daß bei solcher Beschaffenheit der Atmosphäre immer ein großer Sturm in Sicht ist. Mord undTodt schlag. ColumbuS, 16. August. In der Sonntag Nacht erschlug David Wagnerkim Klondike Saloon" den Bryce BurnS und lief bei seiner Flucht dem Sheriff Phillips in die Hände. BurnS war ein 75-jähriger, wohloe kannter Farmer aus der Nähe von Grammar und Delegat der republika nlfchen County Convention." Der Mör der Wagner ist 29 Jahre alt und ver heirathet. Gleichzeitig wurden fein Schwager Edward Monroe und Pude" Wafford arretirt, weil sie in die Affaire mit verwickelt waren. Wagner und fein Schwager hatten BurnS, als er vorbeifuhr, in den Klondike Saloon eingeladen. Eine Stunde später erfuhr Sheriff Phillips, daß in dem Saloon eine Schlügerei stattsinde. und er traf unterwegs Wafford, welcher blutiges Gesicht und Hände hatte. Als der Sheriff den Saloon be trat, fand er John Newcomb, den Be sitzer, hinter der Bar, während David Waguer, Holmes Garrett und Otis Judd vor der Bar und Monroe in der Nähe der Hinterthüre standen. Mon roe wurde vom Sheriff gesucht, ergriff aber die Flucht und eS gelang dem ihn verfolgenden Sheriff nicht, ihn einzuholen. 2115 ber Sheriff in das Lokal zurückkam, sah er, wie Wagner den alten Farmer BurnS zweimal schlug, sodaß er todt niederfiel. Hierauf ver ließ Wagner; welcher den Sheriff nicht gesehen hatte, dieWirthfchast wurde aber sofort verhaftet. Frau Wagner be fand sich ebenfalls in demselben und erklärt ihr Ehemann, BurnS habe sie angegriffen, andere aber sagen auS. er habe nur mit ihr gescherzt. Zu später Stunde wurde Monroe einge fangen und wegen eines früheren Ver

gehenS eingelocht. Wafford wurde am nächsten Morgen verhastet und ist eS sicher, daß 3 Mann bei der Schlügerei betheiligt waren, wovon Wayner jder Hauptbeschuldigte ist. Die Untersuchung der Leiche Burns ergab Genickbruch, er hatte an dem Tage viel gezecht, war aber nicht be trunken gewesen. Er war der Vater deö Rev. Alphonso BurnS von der Christian Kirche in MerriStown. Sein Leichnam wurde zur Bestattung in feine alte Heimath gebracht. ET Raucht die Tish I Mingo. Grundeigeuthums Übertragungen. Mary E. AlZpaugh u. A. an Sarah I. Quinlin, Lot 27, Block 10 zu Nord JndivnapoliS. $1000.' Warren G. McClain an JameS D. Wells, Theil Section 24, Township 14 Range 4, Perry Tp., $500. . William A. Chaney an Sarah S. Harrod, Lot 53, Highland Place, östlich vom County Arbeitshaufe, $3,500. George W. Stradling u. A. an Wil liam A. Schofield, Lots 1620, Echo field & Harrison'S Add. $500. George W. Reid an Frank Kauf man, Lot 3, Reid'S Prospect Str. Add., nahe Gürtelbahn. S1500. Jacob Woodruff an William Gray, LotS 27 und 23 der Grandview Add., südlich von 13. Straße und östlich von derCreek. $900. Charles Jackson an Carl Froehlich, dasselbe. $1600. William C. Grieb an David Mayer, Lot 23. Arsenal Park Add., südwestlich von Woodruff Place. $900. s Hannah M. Wllmoth an Frank Woodbridge, Theil von LotS 35 und 36, BlakeS Subd., Außenlot 170. nahe Senate Ave., und 10. Str. $45500.

Regen sehnsuchtig begehrt. StaatS'Statistiker Johnson hat die

ersten Berichte über den Stand der Saaten in Jndiana erhalten. Von Parke County kam gestern ein Bericht, welcher besagt, daß, wenn nicht in 1 oder 2 Tagen Regen eintritt, die Korn ernte völlig vernichtet würden ähnliche Nachrichten liefen von anderen Theilen des Staates ein. Der Parke County Bericht erklärt, daß viel Korn im Oberland schon jetzt vernichtet und verbrannt sei, während eS in den Wabash Niederungen beffer aussähe. Seit 9. Juli ist daselbst kein Regen gefallen. Der StaatS-Statiftiker erklärt, jetzt fei die kritische Zeit im Wachsthum deS Getreides, da eS sich in der Reife be findet, und, wenn eS nun nicht bald regnen sollte, würden ernste Folgen entgehen. Ueber den Ausfall der Ernte könne man noch nicht urtheilen, da ein Regen in den nächsten Tagen Wunder bewirken würde. Die Schwkycr Gletscher. Ihre durchsäznlttttche frühere Abnahme und ihr cucrliches Wachsthum. Im allgemeinen galt bisher der Satz, daß die Gletscher im schweizerischen Hochgebirge auf der ganzen Linie im Rückgange begriffen sind. Seit zwei, drei Jahren hat sich jedoch in dieser Rückwärtsbewegung ein Stillstand, in einigen Gegenden sogar ein Anwachsen der Gletscher gezeigt. Im Jahre 1S01 war der Stand der Gletscher ziemlich stabil; im Gotthardgebiet war ein Zuwachs zu konstatiren, und das Jahr 1903 hat wieder an vielen Orten einen Zuwachs gemacht. Der Rhonegletscher ist in beständiger Abnahme begriffen; er ist im Jahre 1903 wieder um 11 Meter (1 Meter gleich 39.37 Zoll) zurückgegangen, und durch diesen Rückgang sind 4900 Quadratmeter Land eisfrei geworden. Im Jahre 1902 waren es 5503 Quadratmeter. Die Rhone kam im Jahre 1L02 durch eine prachtvolle Oeffnung mit doppeltem Gewölbe aus dem Gletscher; diese Gletscherpforte ist aber im letzten Jahre ganz bedeutend zusammengeschmolzen. In den Walliser Alpen haben der Gornergletscher, der Findelengletscher, der Zinal- und der Lötschengletscher im letzten Jahre an Dicke eingebüßt. Der obere Grindelwaldgletscher hat um 20 Meter Länge zugenommen; dieser Zuwachs ist zum. Theil den enormen Moränemassen zuzuschreiben, die den Gletscher bedecken und das Schmelzen der Gletscherzunge erschweren. Der untere Grindelwaldgletscher ist in starker Abnähme begriffen, ebenso der Rosenlauigletscher, während der Blimlisalpgletscher etwas gewachsen ist. Im Bundnerland läßt sich eine Zunahme der Gletscher konstatiren; von sieben Firnen haben fünf an Ausdehnung geWonnen. Zugenommen haben auch verschiedene Gletscher der italienischen Schweiz, während in d?rCentralschweiz eher ein Rückgang festzustellen ist. So sind der Hüfi- und der Brunnigletscher je UM fünf Meter zurückgegangen. In den Jahren 1901 und 1902 betrug ihre Abnahme 59 beziehungsweise 23 Meter. Im Jahre 1901 war ein einziger Gletscher in merkbarem Wachsthum begriffen; im Jahre 1903 waren es deren 15. ' 't a s 1 e n v e r s cy m e l u n g. Zur Bekämpfung des Vorurtheils gegen Farbige, welches sich besonders dann zeigt, wenn Farbige in Distrikten mit weißer Bevölkerung ihren Wohnsitz aufschlagen wollen, hat die Afro-American Nealty Company in New Jork eine Gesellschaft mit einem Kapital von 500,000 organisirt. Diese Gesellschaft will vortheilhafte Grundeigenthumsankäufe in Distrikten mit weißer Bevölkerung für Farbige verMitteln und trägt sich außerdem mit dem Plan, Miethshäuser zu bauen, welche an Weiße und Farbige vermiethet werden sollen. -49 Schiffsnachrichten. Abgefahren. Liverpool: . Jvernia" nach Boston via Queenstown; Lake Erie" nach Montreal. Hamburg: MeneS" nach San Fran cisco. Fiume: Slavonia" nach New Jork. New York: Prinz Adalbert" nach Neapel und Genua; Kaiser Wil Helm der Große" nach Bremen; . Noordam" nach Rotterdam via Boulogne. Niedriger Fahrpreis nach California via Pennsylvania Linien. August 15. bis 27. einschließlich, und vom . 28. bis 9. September ein schließlich. ExcurstonS Tickets nach San Francisco und Los Angeles, in Anbetracht des dreijährigen ConclaveS derKnightS Templar und Sovereign Grobloge I. O. O. F. werden über Pennsylvania Linien verkauft. Für völlige. Information bezüglich Fahr preis, Route u.f.w:, spreche man bei den TicketAgenten dieser Linien vor, oder schreibe an W. W. Richardson, Distrikt PasiagierAgent, Jndianapo liS, Ind.

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