Indiana Tribüne, Volume 27, Number 303, Indianapolis, Marion County, 13 August 1904 — Page 4
Zndiana Tribüne. Ccrcilgtaetieit ton ttt öutentera Gi. Indianapolis, Ind. Harry O. Thudinm . Präsident. Geschäfts local: Sio, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 2G9.
Kntercd at the Pot Office of Indianapolia a econd clats matter. Die Dürre in Deutschlanv. Man schreibt unZ: In Deutschland Hat die seit Mitte Mai fast ununterbrocken anhaltende ungewöhnZicheHitze. verbunden mit dem seit vielen Jahrzehnten nicht erhörten Ausbleiben vcn Niederschlügen, einer ernsten' Kalamität gestthrt. In ge. wissen Theilen de5 Landes ist das Ge treide auf den Feldern nahezu Der brannt, in anderen die Ernte nach Qualität und Quantität minderwer thig ausgefallen.. Nun ist auch bereits die Kartoffelernte schwer gefährdet und durch ihren Fehlschlag würde wieder die Spiritusindustrie in Mitleiden schaft gezogen werben. Für solche Schläge bietet die Aussicht, daß die Weinernte, ähnlich wie in dem berühmten Hitzejahr 1811, vorzüglich zu wer den verspricht, sehr geringen Ersatz. In den Flußläusen ist eine solche Seichtigkeit eingetreten, wie sich ihrer kaum ein Lebender erinnern kann. In Dresden gehen die Leute auf beiden Seiten der Elbe je bis zum zweiten Pfeiler der berühmten AugustuSbrücke trockenen Fußes im Flußbette spazieren; bei Wittenberg. erheblich weiter strömabwärts, kann man den mächtigen Strom von einem Ufer zum andern überschreiten. Die Schifffahrt auf Elbe, Weser und Oder hat fast vollkommen aufgegeben werden müssen. Bei Dämitz, oberhalb Hamburg, sind in der Elbe Sandbänke hervorgetreten, die weder Dampfer noch Kähne vorbeilassen und die Fahrt voll ständig sperren. Aehnlich steht. eS auf der Oder. In Schlesien liegen zwischen Cosel'Oderhafen und der Mündung der Neiße etwa 1500 beladene Kühne auf dem Oderstrome fest, davon einige schon seit Mitte Mai. Die Breslauer SchifffahrtS-Aktiengesellschast, die mit 24 Personen und. Schleppdampfern und 53 Kähnen auf der Oder arbeitet, ist, einige Fahrten von Personendampsecn ausgenommen, in ihrem Betriebe völlig lahmgelegt. In Stettin und Swinemünde sind etwa 2000 Hafen. arbeite? brotlos, weil die Oderschiffe, die die Frachtgüter für den Uebersee Verkehr bringen, nicht herankommen können; 33 englische Kohlenschiffe har ren in Swinemünde zum Theil schon seit Wochen der Entladung. Auch auf der Spree oberhalb Berlins muß man mit Baggermaschinen arbeiten, .um die auf (Jrund . gerathenen Kähne frei zu bekommen, und der Humboldthafen zu Berlin'Uegi dicht gedrängt voller Fahrzeuge, die unthätig bleiben müssen. An vielen Stellen beginnen die Brun nen zu versagen. Aus kleineren sächsi schen Orten wird gemeldet, daß das Waffer dort schon eimerweife verkauft wird. Die Kurgäste strömen vor den üblichen Terminen aus den Badeofen in die großen Städte zum Theil zurück, weil, wie zum Beispiel in Suderode im Harz und in Salzbrunn in Schlesien, die Badegelegenheiten ganz oder theil weise geschlossen werden müssen. Natürlich sind die verschiedenen Theile Deutschlands verschieden schwer betroffen worden. Im ganzen ist der Westen besser fortgekommen ; die östlichen Provinzen aber leiden zum Thril schwer, und am schlimmsten wird die unglückliche Provinz Schlesien heimge sucht, deren Landwirthe, nachdem ihre Ernte im vorigen Jahre durch Hoch wasserfluthen vernichtet worden ist, nun, dies Jahr die Frucht ihrer Arbeit von Hitze und Trockenheit verzehrt sehen müssen. Von diesem Nothstande der Landwirthschaft werden natürlich die meisten Berufszweige der Provinz mehr oder weniger berührt, so der Handel, ber: Gartenbau, die Fischerei, die eine Unmenge von Fischen, und Fischbrut besonders in den kleineren Bächen, der nichtet sieht, während in den auSgetrock neten Lachen Hunderttausende von todten Fischen 'liegen. Schwer ' betroffen ist ferner die schlesische Mühlenindustrie, Die auf Wasserkraft angewiesenen Provinzmühlen sind durchweg außer Thätigkeit und die Wassermüh. !en m.Breslau können etwa nur noch den zehnten Theil des normalen täglichen ProduktionsquantumS liefern. Auch die großen Bleichereien, Spin nereien und Webereien in Niederschle
sien müssen aus Mangel an Wasserkrast ihre großen Betriebe, in denen tausende von Arbeitern beschäftigt werden, erheblich einschränken und, wenn nicht bald starker Regenfall eintritt, zweifellos schließen. An vielen Orten besteht außerdem noch die Gefahr, daß die Bevölkerung bei dem Versiegen der Brunnen sich schlechten Wassers aus Flüssen, Bächen, Gräben, Teichen usw. bedient und dadurch ihren Gesundheitszustand gefährdet. Hiergegen ergreifen die Be hörden bereits Vorbeugungsmaßregeln, und es unterliegt wohl Überhaupt kei-
nem Zweifel, daß der Staat in weitgehendem Umfange dafür sorgen wird. die geschädigten Provinzen und Berufe zu unterstützen. UebrigenS sind auch einzelne Th:ile des benachbarten Oesterreichs, insbesondere Böhmen, von ähnlicher Dürre betroffen. Den auswärtigen Delegaten zum Staats Eonvent des Deutschen VerbandeS ein herzliches Willkommen." Einigkeit macht stark, diese alte Wahrheit wird heute wieder demonstrirt werden. Der Staats-Verbanv wird heute organisirt, morgen ist feuchtfröhliches Tauffest im Germania-Park. Die Astronomen kündigen wieder einmal das alljährlich wiederkehrende himmlische Feuerwerk der Meteoritenschwärme an. Ein Theil deS periodischen SternschnuppenfalleS, welcher im Sternbilde des PerseuS seinen AuSgangspunkt hat, wird in dieser Woche unseren Abendhimmel mit seinen Blitzen ' verschönen. DaS Datum der regelmäßigen Wiederkehr und gleichzeitig des MaximumS an Sternschnuppen ist der 10. August, aber bis zum 16. August hat man fortwährend Gelegenheit, Meteoriten fliegen zu fehen, welche die Bahn des dritten Kometen von 1862 verfolgen, und längs einer Ellipse vertheilt sind, welche sie in 120 Jahren durchmessen. Im Jahre 1902 zählte ein einzelner Beobachter 500 Perseiden, und am 10. August wurden von halb 11 Uhr Nachts bis zum Morgen 239 Meteoriten gesehen, von denen die meisten feurig mit langen Streifen nach leuchteten. Im Jahre 1893 wurde in Odessa am 12. August ein großartiger Sternschnuppenfall beobachtet, der seinen Hauptausgangspunkt in einer Höhe von 45 oder 50 Grad im nordöstlichen Firmament hatte, also dort, wo etwa das Centrum der Perseiden gewöhnlich zu finden ist. Im vergangenen Jahre war das Schauspiel, der theilweise in', leuchtendem Orange erstrahlenden Meteore, in den Nächten vom 8. bis 11. August ein herrliches. Fruchtschnapps-Fabrikation in Süd'Jndiana. Wie sehr in der Saison die FruchtschnappS'Fabrikation.im Süden unfereZ Staates florirt, geht am besten daraus hervor, daß Capt. F. D. Connor, reisender HilfScollektor im Binnensteuerdienste für die New Albanier Division, die Arrangements für Eröff nung einer Anzahl Frucht-Brennereien in den CountieS Harrifon, Crawford, Floyd und Washington beendigte. Mit der Herstellung von AepselschnappS wird sehr bald begonnen werden. Die größte der Brennereien besindet sich in New Amsterdam in Harrison County, und sie kann, wenn die Saison gutist, 1000 Faß herstellen. Betreffs deS Pfirsich Brandy's sind die Aussichten heuer nicht sehr gute. Neue Klagen. Lawrence M. PerkinS will von Frankie PerkinS geschieden sein Er beschuldigt sie mit James Corbin, JameS Trinkle und Geo. Troy unerlaubten Umgang gehabt zu haben. Joseph L. Meredith will von Grace Meredith geschieden sein. Dieselbe, sagt er, sei gegen ihn ausnahmsweise grausam und unmenschlich gewesen. habe beständig gezankt, ihn mit Fäusten und sogar mit dem Fleischermesser an gegriffen, und habe ihn mit. dem Tode bedroht, daß er sich zuletzt veranlaßt sah, sie zu verlassen. Charles' C. Morris u. A. reichten gegen A. R. Hoovey, dem Vollstrecker des Testamentes Nathaniel N. Morris u. A. eine Klage auf. Ungültigkeits Erklärung deS Testamentes ein, da dasselbe ihrer Ansicht nach von Morris im Zustande der Unzurechnungsfähig keit gemacht wurde. Raucht die BONANZA.
Jttdiana Tribüne,
Allaemeiner und Jndiansl Wetter- unv Crnte-Wo chenbericht. Das Ver. Staaten Wetter-Bureau veröffentlicht folgenden Allgemeinen Wetter- und Erntebencht für die am Montag, den 8. dsS. abgelaufene Woche: .Die WitterungS-Verhältnisse in der letzten BerichtSwoche waren weniger günstig, als in der vorausgegangenen Woche. Im Ohio-Thale leidet daS Welschkorn, besonders daS spät gepflanzte mehr oder meniger durch die Hitze, auch in den Theilen des mittleren Missis-sippi-und untere Missouri - Thales braucht dasselbe Regen. In dem mittleren und westlichen Theile der Welschkornzone hat eS günstige Fortschritte gemacht und steht vielversprechend. In den oberen See - Distrikten haben Mangel an Wärme und Regen das Wachsthum verzögert. In den Distrikten der atlaniischen Küste ist es stark gewachsen und allgemein in auSgezeichnetem Zustande. Für das Dreschen war daS Wetter in der Winterweizen-Gegend allgemein gut; in den nördlicheren Districten ist das Einheimsen beendet, noch nicht ganz fertig ist eS in den Districten der nördlichenITheile der Pacisicküste. In den Dakotas in Theilen von Iowa und Minnesota ist im Sommerweizen der Rost aufgetreten; die Ernte soll stark beeinträchtigt sein, am wenigsten in Minnesota, wo nur ein kleines Gebiet vom Roste befallen ist, während in anderen Theilen eine gute Ernte in Aussicht steht. Die Ernte ist im südlichen Dakota und im südlichen Minnesota im Gange, hat aber im nördlichen Dakota noch nicht begonnen. Große Wärme an der nördlichen Pacisicküste hat das Reifen des Sommerweizens beschleunigt und in Theilen Washington's verfrühtes Reisen und Schrumpfen des Kornes verursacht. Ungemein niedrige Temperatur in den Nächten waren die Ursache täglicher Deficits in den Mitteltemperaturen für je 24 Stunden. Kein Regen fiel im Staate während der Berichtswoche. Diese Witterungs - Verhältnisse waren im hohen Grade günstig für das Einheimsen der Ernte und daS Dreschen von Weizen, Roggen und Hafer; dagegen war der Mangel jeglichen RegenS sehr schädlich für alle noch im Wachsthum befindliche Vegetation. Die Hafererute ist vollendet und daS Dreschen im Gang. Der Ertrag ist von befriedigend bis ausgezeichnet, bei guter Qualität. Im Ganzen ist eS etwas über eine DurchfchnittSernte. Weizendreschen wurde fortgesetzt. Er trag weder in Quantität noch in Qualität gebessert. DaS TimothyheuErnten ist unter besten Verhältnissen beendet worden. Früh gepflanztes Welschkorn sieht im Allgemeinen noch recht gut aus, doch braucht es ganz nothwendig Feuchtigkeit. Das später gepflanzte dagegen leidet zumal auf hochgelegnem Lande stark, an manchen Orten begann eS bereitS zu feuern". Frühkartoffeln ergaben nur einen mittelmäßigen Ertrag; Spätkartoffeln brauchen sehr nothwendig Regen. To maten werden in Posey County nach den Einmachfabriken gebracht; die Erträge sind recht gut; in anderen südlichen CountieS werden sie reif. Anderwärts ist die Ernte verspätet u. braucht nothwendig Regen. Der Tabak leidet infolge der Dürre sehr stark. In Ohio und Switzerland CountieS dürste aus diesem Grunde kaum mehr als eine halbe Ernte bevor stehen. Aepfel giebt eS weniger als eine volle Ernte und sie sind von geringer Qualität; sie und die Birnen lsiden immer noch vom Rost. Pflaumen giebt eS genug. Die Vrommbeeren vertrocknen 1 an den Sträuchern. Wassermelonen und CanteloupeS kommen in Gibfon und anderen südlichen CountieS in großen Mengen auf den Markt. In der nördlichen Sektion des Staates leiden die Gurken unter der Hitze, und Viehweiden, sowie jun ger Klee vertrocknen in allen Theilen des Staates wegen des Regenmangels. B a u e r l a u b n i ß schein e. William Rainer, Wohnhaus, Union Str.. zwischen Carson'und Eider. $1,700. G. Gentry,doppelteö fframe. haus, 2403 und 2410 Nord Capitol Ave., $3,000. T. F. Keane. Doppelhaus, Washington und Walcott Str., $1,700. American Brewing Co., FrameGebäude, 11, und Brock Str., $650. Frank R. Sims, Cottage. Fennemän Str., zwischen Adler und Carson, $309.
13. August 190a:
Gruudeigeuthums Nebertragungen. William M. RhoadeS an Harvey B. Power, Lot 169, RobbinS 2. North Indianapolis Add., westlich vom Canal. $1200. Sophia Striggs an KatharineBernhart, Lot 10, Scotts Subd. der südöstlichen Add., nahe deutsches WaisenHaus. $2000. Arthur V. Brown u. A. an Charles Gray, Lot 75, 2. Section, Windhorst Place,westlich von Madison Ave., nördlich von Belt Railroad. William I. McNuth an Christian C. Fritsche, Theil Lot 1, Roset'S 2. Subd., Außenlots 107 und 108, nahe Schmidt'S Brauerei. $1050. Maria ManShardt u. A. an Adolph Seidensticker, Trustes. Theil Lot 13. Hoefgen'S Erben 1. Subd., nahe Me ridian Str. und Gürtelbahn. $1000. Minnie Poehler an William F. Warner, Lot 16, Kappes & Frank'S Subd., westlich von East Str., nördlich der Gürtelbahn. $900. William Spencer an Lewis Moehl- . ft. , man, ot ö :n Mnoes suov. von Außenlot 100, nahe Virginia Avenue und Buchanan Str. $2309. William Maguire an Chas. Kuhler, Lot 5, Block 33 zu Nord Indianapolis; südlich von 30. Str.; Lot 51 in Fletcher'S Subd., Oak Hill, westlich von Brightwoon; Lot 2, Block 8, zu Nord Indianapolis und Lot 402 in Spann & Co. 2. Woodlaw Add., naheSpruce und Lexington Ave. $3000. Emma Wright an Jesse Kellum, Lots 10 und 11 in Ritter's 3. Subd. zu Jrvington. $3225. Anna Schofield an Daniel Rudy, ein Theil des nordwestlichen Viertels von Sect. 36, Tshp. 16, Range 3 in Center Tshp. 81500. Indianapolis Land und Jmprovemeut Co. an William Rice, Lot 88 der ersten Sect. von West Park Add., öst lich von der Irrenanstalt. S1300. Emily Coffay an Philip Kiley, Lots 50, 71 und 82 in Needland's GrandView Add., südlich von 30. Str. und Fall Creek und Lots 17 und 32 in Block 14 in Central Park Add., westlich von Senate Ave. nördlich von Fall Creek. $3,500. Reason H. Sanders an Phil. Kiley, LotS 10 bis 12 in Block 19 in North Side Add.. nördlich von 30. Str. Westlich vcn Monon Eisenbahn. $1,500. Jo5)n H. Murry an Wm. L. Hagedon, Lot 53, Bruce Place Add., nahe Broadway und 24. Str. 82000. John C. Ploeger an Arthur 4 V. Brown, LotS 67 und 72, 2. Section, Windhorst Place. westlich von Madison Ave., nahe Gürtelbahn. 83000. MoseS I. Stewart an Herbert Edward, Lot 7, Knesflers Subd., Ost Washington Str., nahe Davidson. $5000. Herbert Edwards an MoseS I. Stewart, dieselbe Lot. $5000. Joseph Taggart an John Z. Miller, LotS 14 und 15 und Theil von Lot 13, Lazarus & Pierce'S Meridian Place Add., nahe 22. Str. $3200. Louis E. Martin an.Lou Day, Lot 32, gleicher & Ramsey's Brookside Addition, nordöstlich von Woodruff Place. $746.80. FranciS M. Cahill an James R. Wasson, Lots 12, 13 und 14, Moody's West Indianapolis Add., nordwestlich von den Viehhöfen. $1,300. Oliver E. Harlan an C. I. Oderman, Lot 3 in Block 3 in NicholaS North Park Add., Talbott Ave. nördlich von Fall Creek. $800. Lillie Lewis an John Anderfon. Lot 235, 2. Sect. der West Park Add., östlich vom Jrrenhospital. $1500. Charles Schumaker an Mariha A. Phillips, Lot 26 in Meadland Gcandview Add., südlich von 30. Str., nahe Creek. $800. Robert Moore an Charles Spear, Theil der Sect. 18. Tshp. 15, Block 3, Center Tshp. $5750. Thomas I. Grisfith an Henry L. Borman, LotS 13 und 19, Block 12, AdamS Add., nahe Ost 10. und Olney. 31000. Bertha Knefler Williams an AhrenS H. PeterS, Lot 17' und Theil von 16. KneflerS Eck-Subd., Ost Washington, nahe Davidson. 820,000. Das Arbeitshaus überfüllt. Infolge der zahireichen Verhaftungen, welche während der letzten Monate seitens der Polizei vorgenommen wur den, ist das Arbeitshaus zur Zeit überf'illt und in mancher Zelle sind zwei Sträflinge einquartirt worden. Die Strafanstalt beherbergt zur Zeit 200 Gäste.
Allerlei für'S HauS. Waschkleider au fzubewahren. Für alle Waschkleider usw. ist es sehr schädlich, wenn sie über den Winter im gestärkten Zustande aufgehoben werden. Sie werden dann im Frühjahr in der ersten Wasche mürbe und brüchig. Man wasche sie gut aus und lege sie lose zusammengelegt weg. . Schwarze Spitzen reinigt man dadurch,- daß sie in einer Abkochung von Rauchtabak eingeweicht und nachher in de? Abkochung hin- und hergezogen werden. Stark beschmutzte Spitzen müssen noch- außerdem mit der Tabakbrühe gebürstet werden. Nachdem werden die Spitzen sanft ausgedrückt, zum Trocknen cmfgehängt und noch feucht zwischen Leinentüchern geplättet. Sind die Wollspitzen mit Perlen benäht, so gibt man den Spitzen beim Plätten eine Unterwae von Flanell oder Fries und bedeckt sie mit Leinwand. Behandlung neuer Schuhe. Die frisch vom Schuhmacher erhaltenen neuen Stiefel oder Schuhe stellt man auf einen Teller, den man bis aus die Höhe der Sohlendicke mit gekochtem, erkaltetem Leinöl füllt, und wiederholt das Verfahren so lange, bis die neuen Sohlen kein Leinöl mehr einsaugen. Dann reibt man das noch nicht gewichste Oberleder mit einem weichen Lederläppchen mit Ricinusöl oder gelbem Vaselin ein, ebenfalls so lange, als das Leder das Fett aufnimmt. Die so behandelte Fußbckleidung wird dann später nach Belieben gewichst oder anderweitig geschwärzt. Derartige Schuhe sind absolut Wasserdicht, und die Sohle ist unverwüstlich. Da die ölgetränkte Sohle anfangs etwas . glatt ist, - empfiehlt sich, die Schuhe das erste Mal nicht bei Au gängen im Winter zu benutzen oder vorher durch Abreiben mit Sand wieder rauh zu machen. Um Messing und andere Metalle mit einem schwarzen Ueberzuge zu versehen, sie zu beizen, wird von Salpetersäure, wie sie käuflich ist (einfaches Scheidewasser) 5 Gramm Kupfer und i2 Gramm Silber gelöst. In diese Lösung werden die zuvor etwas angewärmten Stücke getaucht, sodann über Kohlenfeuer erhitzt, bis die Schwärzung hervortritt. Um diese recht intensiv und haltbar zu bekommen, wird diese Behandlung noch einmal wiederholt. Die getrockneten Stücke reibt man mit Oel ab. Das zur Auflösung des Metalls verwendete Scheidewasser soll keine Salzsäure enthalten. Frühbeetfensterzureininigen. Man wasche namentlich durch Vaumwachs getrübtes Glas mit einer Mischung von 1 Theil Salzsäure auf 4 Theile Wasser gründlich ab und spüle sofort mit reinem Wasser nach. Wenn man bedenkt, daß durch trübe Fenster die Resultate der Frühtreibereien, die recht oft schon unter mangelndem Sonnenlichte zu leiden haben, noch ganz erheblich beeinträchtigt werden, daß das Wachsthum der Pflanzen verzögert, ihre Gebrauchsfertigkeit hinausgeschoben wird, so ergibt sich die Zweckmäßigkeit der Reimgung ganz von selbst. Vernichtung von Pilzen. Luft und Licht sind die größten Feinde der Pilze und Schwämme. Es ist daher nöthig, dort, wo die Pilze wuchern, die Erde eine Zeitlang öfters umzugraben; besser noch durch reine und gute Gartenerde zu ersetzen, da etwaige Sporen, alsbald wieder eine Bewucherung herbeiführen. Ein reichliches Bestreuen mit Kochsalz führt meist auch zur Vernichtung der Pilze. EingutesHaarwasser wird erzielt, wenn man 10 Gramm gutes Rindertalg geschmolzen in eine Lösung von y2 Gramm reiner Pottasche in 20 Gramm Wasser gießt, beides längere Zeit zusammen schüttelt und allmählich unter fortgesetztem Schütteln hinzufügt 15 Gramm Chinatinktur, 15 Tropfen Citronenöl, 60 Gramm destillirtes Wasser. Verbesserung der Zimmerluft. Eine angenehme und sehr leicht zu bereitende Essenz, welche dazu dient, die Luft im Zimmer zu verbessern, ist der Fichteduft. Eine kleine Dosis Extrakt des Fichtengeistes genügt für 3 bis 4 Unzen Spiritus. Außerdem läßt der Extrakt sich noch recht gut mit Wasser verdünnen, nur muß er dann schnell verbraucht werden. Will man die Essenz ganz fein haben, so ist es nothwendig, den Alkohol zu reinigen. Fichtennadelgeist wird aus im Frühjahr hervorbrechenden, grünen, harzreichen Trieben von Kiefern und Tannen hergestellt. Man übergießt sie sofort nach dem Einsammeln mit starkem, reinem Weingeist, läßt die Mischung etwa 14 Tage, vor Licht geschützt, unter öfterem Umschütteln stehen und unterwirft sie dann der Destillation. Dem Destillat setzt man noch die ätherischen Oele des Rosmarinstrauches, der Lavendelblüthe, der Wachholderbeere und der Citronenschale hinzu. Frische Tintenflecke zu entfernen. Die befleckten Stoffs (weiße oder andere waschbare) taucht man in siedenden Rindstalg, läßt diesen auf dem Stoff erstarren, und wascht nach etwa einer Stunde den Talg, der die Tinte ganz aufgesogrn bat. mit keinem Wasser und Seife aus.
Bei Alizarintinte n?ird Weinsäure benützt. " ' v
p f
S861Z8
ffl
55o. 1 W. Washington Str (Merchants National Bank) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen aus alle Städte EurcpaZ. Schisssschewe ncetf und vo Eurova. An und verkauf ausländischen Geldes. Es ist ein Nmterschied zwischen Sparsamkeit und Geiz ; - erfreuen Sie sich solcher Wohlthaten als Sie crschwin gen können. Aber Hedemkt, daß Diejenigen, welche kaufen was sie nicht nöthig haben, ot nöthig haben was sie nicht kaufen können. Deponiren Sie den Ueberschuß Ihrer Fonds mit der wo derselbe sicher ist und 3 Prozent Zinsen trägt, halbjährlich verrechnet, und die Ver suchung wird nicht so groß sein, und Sie brauchen sich nicht wegen das Alter Sorgen zumachen. Kapital - - $1,000,000.00 tteberschuß - 225,000.00 Compagnies Gebäude, Ecke Washington Str. und Virginia Ave. Jährliche persönlich geführte Exeurflon nach NiagaraFalls via Mich. Cen. oder D. & 93. Dampfer 16 August 19041, Fahrkarten 12 Tage gültig, 87 don Indianapolis Billige Nebenausflüge nach Toronto, Alexandria Bay und Montreal. Diese Excursionen sind erstklassig und führen durchlaufende Schlafwaggons. Speziell zu empfehlen für Damen und Kinder, die so lange sie bei der Excursions Partie sind auf vollkommenen Schutz rechnen können. Unsere Excursionisten haben dieWahl der Routevon Detroit, per Bahn oder D. & .. Dampfer, Eastern und Western States". Für weitere Information, Fahrkarten, Schlafwagzcn Belegung, wende man sich an die nächste C. H. & D. Ticket Office oder schreibe an D. G. Edwards, John N. McCord, Pass. Trafftc Mgr.. Exkursion Agent. Eincinnati, O. Lincinnati O. CEI1TRAL COLLEGE OF MIO. 550 Nord Meridian Str. ....Schule jetzt eröffnet.... Tag-Schüler sowie auswärtige Schüler, welche hier im College völlige Aufnahme suchen, können zu jeder Zeit eintreten. Ei modernes gut ausgerüstetes Institut, vollftänoig in allen Abtheilungen des Lerneni der Kunst der Musik und den verwandter Künsten. Katalog frei. Edward Taylor, Director. -9 PocahontasrauchloseKohlen 04.25 per Tonne. Pocahontaö rauchlose Schauselkohlen tz4.002pcr Tonne. PocahontasLump, 84 Tone für Ablieferung in diesem Monat. 25c Weniger per Tonne bei einer Bestellung von 10 Tonnen oder mehr. Zerkleinerte Coke. . 10c per Bushel f2r Abliefkruzgen tn diese und nSSften WouaL Home Riel Co (Incorporlrt.) Neuer Phone 9231. AlteS Phone.Main 1150.
Mmk TRUST
