Indiana Tribüne, Volume 27, Number 302, Indianapolis, Marion County, 12 August 1904 — Page 4
Judiana Tribüne, 12. August 1?
Jndiana Tribüne. Htrauütktdn von Ux OulinXrfl Ss. Indianapolis, Ind. varry C. Thudlum Präsident. GeschaftSlocal: 9lo, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 2G9.
Ki.teicd at the Pot Office of Indianapolis as accond dass matter. Das Geschützmaterial in Ostasten. Bis jetzt Haben die Japaner in den meisten Zusammenstößenmit den Ruf sen ihre Artillerie erfolgreicher zu der wenden gewußt, als die Russen. Nur in dem Gefecht bei Saimatsi am 8. Juni hat sich die russische reitende Ar. tillerie den 6 Feld und 2 GebirgZbat. terien, die ihr die japanische zehnte Division gegenüberstellte, entschieden überlegen gezeigt, und in der Schlacht am Nanshan am 26. Mai vermochten die 120 japanischen Geschütze die russi. sche Artillerie durch eigene ttrast nicht zum Schweigen zu bringen. Ihre übrigen Erfolge verdankt die japanische Artillerie ihrer großen Beweglichleit, mit der sie ihre Feld- und Bergbatte. rien an den entscheidenden Punkten zur Verwendung bringen konnte. ES hat ich als richtig erwiesen, daß in dem bergigen Gelände, auf daS sich die krie gerifchen Operatisnen bis jetzt be schränkten. ba5 vom Oberst Arisaka nach den Erfahrungen de5 japanisch chinesischen Krieges gewählte und in Japan im Gebirge und auf schlechten Wegen erprobte Modell 96. das neben leichtem Gewicht deZ NohrZ. einfache Handhabung und Dauerhaftigkeit zeigte, für die japanische Feld und Gebirgsartillerie daS passendste war. ES machtZ doch in der schwer passier baren südlichen Mandschurei einen ge waltigen Unterschied, ob daS Feldge schütz nur 1300 Kilogramal wiegt, wie daS japanische, oder 1884 Kilogramm wie daS russische Modell 1 900. Noch mehr fällt in den Bergen ins Gewicht, daß daS Rohr des japanischen Feldge schütze- nur 293 Kilogramm wiegt, während daS neueste russische immer noch 393 Kilogramm schwer ist. Mit ihrem Verggeschützrohr von 103i Kilo. gramm sind die Japaner wohl an die äußerste Grenze dessen gegangen, waS für ein Geschütz dieses Kalibers von 7,5 Eentimeter an Leichtigkeit zu er reichen war. Ihr unzureichendes Pferdematerial machte diese Drangeben der möglichen ballistischen LeistungSsähigkeit im In teresse eineS bequemeren Transports erklärlich. Bei der Entlegenheit des Kriegs, schauplatzes ist die Einheiljchkeit der Munition für die kurzen Bergbatterie, geschütze und die normalen Feldgeschütze von großer Wichtigkeit. Die Japaner ernten jetzt die Früchte ihrer Entschlossenheit, durch sehr große Bestellungen, sowohl von vollständigen Kanonen wie von Rohren, im Auslande die gleichmäßige Bewaffnung ihrer gesammten Feldartillerie längst durchgeführt zu haben. Gleich nach den entscheidenden Schießproben be stellten sie 1893 220 Stück 7,50 Eenti. meter Schnellfeuerfeldkanonen mit La. fetten, 400 (Stück weitere vorgearbeite Rohre für ebensolche Feldgeschütze und 250 Stück vorgearbeitete Rohre fürlGebirgSkanonen bei der Firma Fr. Krupp in Essen und 100 Gebirgskanonen bei der Firma Schneider in Ereusot. Da auch das japanische Arsenal in .Osaka sich auf den neuen Typus einarbeitete und da bei Krupp Nachbestelle gen erfolgten, fo ist die ganze japa. nische Feld, und Gebirgsartillerie längst einheitlich bewaffnet und alle in Be tracht kommenden Jahrgänge der Be dienungsmannschaften" mit diesem Ge. schütztypuS wohl vertraut. Bei den beiden russischen ostsibirischen Artille. riebrigaden, die bis jetzt in der Mandschurei zur Verwendung kamen, war mit demZ erst 1900 angenommenen Feldgeschütz eine so weitgehende Durch führung natürlich nicht, zu erreichen. Daß daS neue ruffische 7.62 . Eenti. meter.Feldgeschütz an ballistischen Eigen schaften an sich dem kleineren japani schen Geschütze, besonders der Berg artillerie, überlegen sein muß, versteht sich von selbst. DaS ist auch wohl der Grund, weshalb die Japaner auch ihre leichtere Festungsariillerie, besonders die I. und IV. Division, mit so viel Anstrengung nach vorn brachten; unter den 120 japanischen Feuerschlünden, die am Nanshan am 26. Mai in Action kamen, waren auch einige BelagerungZ. geschütze. Die von den Russen in die
ser Schlacht gebrauchten chinesischen" Kanonen waren übrigens ebenfalls ganz moderne Geschütze aus der Fabrik von Krupp; sie waren den Russen 1900 im Arsenal von Tienlsin in die Hände gefallen. Wie viele schwere Geschütze die söge, nannte Takufhan Armee auf der eigens für sie gebauten Straße zum Kampfe in der Ebene von Liaoyang Heranschaf, fen wird, bleibt abzuwarten. Infolge der systematischen Einrichtung seiner Küstenvertheidigung seit dem Jahre 1883 hat Japan an 12 Eentimeter, 24 Eentimeter und 43 Eentimeter Ge. schützen einen reichlichen Vorrath. Die Geschütze der Küstenvertheidigung wie
die der Marine sind in Japan meist Armstrong'scheö Fabrikat oder in Osaka hergestellt; nur einige 1894 in Port Arthur noch in der Originalverpackung vorgefundene Krupp'sche Kanonen ha den dabei Verwendung gefunden. 9 Eentimeter und 15 Eentimeter Hau bitzen sind von den Japanern in ge ringer Zahl von Krupp bezogen wsr den; in Osaka hat man hieraus längst eine Specialität gemacht. Der Tod Anton Tschechoffs, der, kaum 44 Jahre alt, in dem deutschen Kurorte Badenweiler soeben verstarb, bedeutet für die russische Literatur einen schweren Verlust. Nächst Tolstoi und Gorki war er ihr gefeiertster Name. Freilich trennt ihn ein weiter Abstand von einem so originellen und genialen Dichter und Denker, wie Tolstoi, und auch an den sittlichen Ernst und die innerliche Poesie Gorki's reicht er nicht heran. Allein er besaß, was jenen beiden abgeht: Humor. Allerdings ist fein Humor stark mit Satire gesättigt. Ein unerbittlicher Psychologe, wie alle echt russischen Dichter, hatte er ein scharfes Auge für die komischen Seiten und für die Schwächen seines eigenen Volkes! ' ?kener seltsame Widersvrucb im'rüsischen Volkscharakter, den schon Gontschärow in seinem berühmten Ro mane Oblomow" so grell beleuchtet hat, jener Widerspruch zwischen im barmherziger Kritik und Selbsterkennt niß einerseits und andererseits dem Mangel an Kraft, das als richtig Er. kannte durchzuführen oder das als schlecht Erkannte zu vermeiden: dieser Widerspruch tritt auch in hundert Ge stalten Tschechoffs immer wieder hervor. Den Kern seines Schaffens bildet die lange Reihe kleiner Erzählungen, die er geschrieben und mit denen er eigentlich ein neues Genre in die russische Litera. tur eingeführt hat, ein großer Mei. ster in einem kleinen Genre", wie ein Franzose von ihm gesagt hat' Er besaß aber eine seltene Fähigkeit, mit wenigan Strichen eine Gestalt so zu zeichnen. daß sie leibhaftig vor unseren Augen steht.. DaS ordenssüchtige Stadthaupt, das in seiner Gier nach dem Löwen und Sonnenorden einen durchreisenden Perser fetiert; der servile Streber, der sich vor einem alten Schulfreunde in Schmeichelei krümmt, als er erfährt, daß jener es bis zur Excellenz gebracht hat; der verbummelte Fürst, der sich dafür bezahlen läßt, seiner alten ver lassenen Tante eine GeburtstagSvlsite abzuhalten, daS sind köstliche Gestal ten, die sich dem Gedächtnisse einprä gen. Gestalten, die zugleich für das ganze heutige russische Leben charakteri stisch sind. Einen Ausfchwung oder einen Hauch der Begeisterung sindet man selten bei Tschechoff; so warm sein Herz schlug, so war er doch zu kritisch, er hatte ein Mißtrauen gegen jede Art von Pathos und Erhabenheit, weil er Komödie dahinter witterte. Wäre er jetzt, wie er - beabsichtigte, auf den Kriegsschauplatz gegangen, vielleicht wäre er dann auch dazu gekommen, die großen Züge im Menschen zu schildern, vielleicht freilich wäre seineSatire um noch eine Nuance bitterer geworden, und er hätte la bete hurnaine noch er barmungSloser gezeichnet. Man hat ihn den russischen Maupassant genannt, und als kunstvoller Erzähler darf man ihn allerdings wohl neben den Verfaf ser von Fort comrne la mors stel len, allein es fehlte ihm das Spirituelle, der Hauch der Grazie und Poesie, das zarte Empstnden der Franzosen. Er wär greller und rücksichtsloser atö jener. Demokraten Nominativ n. Anderson,11. August. Die Demokraten von Madison Eounty nominirten am Mittwoch das folgende Ticket: Ober Richter Gilbert R. Eall, StaatSanwalt D. R. JoneS. Senator W. F. Edwards, Vertreter Morris EollinS und Dr. Eh. SmetherS, She riff Joel Bennesiel, Aufseher Alexander Roß, Eoroner Dr. F. L. Stone, Eom missäre E. Thurston und John Brode rick, Schatzmeister Martin E. Norton.
Die Allianz der Lanhandverkers Unionen.
Nachdem die schwierige Frage der Jurisdiction geordnet ist, befaßte sich die Convention zum Schluß mit dem Bericht des ConstitutionSComiteS und der Frage, ob die Vereinigung weiter ausgedehnt werden sollte und außer den bestimmten zehn noch.mehr Gewerkschaften in den Verband aufge nommen werden könnten, besonders die Metallarbeiter und die Drechsler. DaS Comite befürwortete die Zulassung wei. terer Gewertfchaften. Die Frage, der Jurisdiction wurde in der Versammlung deS Weiteren diskutirt und entspann sich ein Streit zwischen den Vertretern der Steam.FitterS und PlumberS. Die Steam.FitterS sandten, obgleich sie noch nicht Mitglieder der Vereinigung sind, John Mangan von Chicago und JameS Cummins von New Jork als Vertreter. Die amerikanische Arbeiter Vereinigung hat bestimmt, daß beide Organisationen verschmolzen werden, aber die Steam.FitterS sind damit nicht einverstanden. Bei Schlnß der Debatte wurde festgesetzt, daß die Entscheidung hierüber und alle Streitfragen dem Directorium überlassen werden soll, welches am Schlüsse der Convention gewählt wird. Bis jetzt haben sich nur 7 Gewerkscyaften der Vereinigung an. geschlossen, da die Steinhauer, die Back steinleger und die Pflasterer sich noch nicht fest entschlossen haben. Folgende Beamten wurden in der Schlußsitzung gewählt: Präsident, Frank Buchanan, Chicago; Secretär und Schatzmeister, Wil liam I. Spencer, Chicago; 1. Vice Präsident, JameS Kirby, Chicago; 2. Vice.Präsident, A. D. Bainbridge, Minneapolis; 3. Vice.Präsident, Her man Lilian. Chicago; 4. Vice.Präsi. dent, I. G. Hannahan, Chicago. Die nächste Convention wird in Dayton, O., abgehalten werden. ES wurde beschlossen, das National.Haupt quartier in Dayton, O., zu etabliren. Neue Klagen. Die BuilderS' Supply Co. llazt gegen Mary L. Barr, Clara A. Heiger, A. A. St. Clair, Presley ' Verryman, Thos. B. O'Connell, Minnie Parker, Ada E. Miller und David Seymour auf Zahlung für gelieferte Waaren und Kosten im Gesammtbetrage von $30. H. H. Perkins reichte eine Vorzugs klage gegen Jas. Braden, nebst Klage für Kosten :c, im Betrage von $30 ein. Edwin L. Atkinson verklagte Robert Robertson und Frau auf Abschluß einer S1000-Hypothek :c. Edward Hebler verklagte Jobn R. Ehrlich und Lena Ehrlich auf Zahlung einer Note von $500 nebst Kosten, Die Downey Street Savings & Loan Association klagte gegen John B. Ehrlich, Lena Ehrlich, Arthur V. Brown und Georg Wolf auf Zahlung von $1600 und $1200. George Elements verklagte John B. Ehrlich auf Zahlung einer Note nebst Zinsen und Kosten im Gesammtbetrage von $260. Walter H. Guion reichte gegen El bert B. Guion und Laura E. Guion eine Klage auf Theilung beiden Thei len gehörendes Grundeigenthum ein. Hannah I. Tuttle reichte gegen die Stadt Indianapolis eine $5,000 Schadenerfatzklage ein. Am 6. Juli 1904 siel sie an der Arsenal Ave., zwischen 15. und 18. Straße auf einer schlechten Stelle des Bürgersteiges, wo die Steine theilweise entfernt waren und folglich lose lagen. Sie hält die Stadt für ihre Verletzungen verant wortlich. Carl von Lanningham klagt gegen Gurdy Murphy wegen Zurückziehung des ContracteS und Garantlebruch auf $200 total. George Miers reicht gegen Louis MierS eine Noten und Kostenklage zum Gesammtbetrage von $368.90 ein. Catharine Hauß klagt gegen I. H. Baptiste und andere auf Abschluß einer Hypothek nebst Kosten. Gesammtbe trag $1100. In krankemZnstand aufgefunden. El Feyt, 251 Ost Washington Str., wurde gestern hinter dem Gebäude der Cincinnati Brauerei in krankem Zu stind liegend augetroffen. Dr. Hawley nahm ihn mit sich zum Dispensarium und versorgte ihn mit der nöthigen Medizin. ' .
Neue Car-Linien nach LogansPort und Peru eröffnet.
Die Jndiana Union Traction Eompany hat eine nene Linie von hier nach Logansport eröffnet mit Lokal und Durchgangszügen in beiden Richtun gen. Die erste direkte Car ging am Sonntag Morgen ab und dauert die Fahrt 2 Stunden 55 Minuten bei den direkten und 3 Stunden 20 Minuten bei den Lokalzügen. Zu derselben Zeit wurde eine Linie nach Peru, aber nur für Lokalzüge, eröffnet mit Wagen Wechsel in Kokomo. Die Fahrzeit be trägt 3 Stunden 20 Minuten. Die einfache Fahrt nach Logansport beträgt $1.45, die Rundfahrt $2.65. Die direkten Züge laufen alle Stunden von früh 8.45 an bis 10.45 Abends, aber der letzte Lokalzug nach Logansport geht 7.30 von hier ab. I M Neue Inkorporationen. Die Lafayette Sanatorium Bene volent Affociation", Conneröville. Die Anstalt wird von den Heiligen deS 7. Tages geleitet. Die Directoren sind: Donald D, McDougall, Ad. Routhur. mel, Levi C. Horlacher, A. Henry Kö ring, ' Wm. E. Wallace, William I. Stone und William D. CurtiS. Die B. B. und S. Glaß Co.", Marion, Capital $100,000; Directo ren: B. F. Burk, R. E. Breed, G. A. H. Shideler und R. T. Burk. Die Lafontaine Brick Company, Lafontäine, Capital $10,000; Direc toren:l William Haggerty, Frank M. Groß, George Groß, Edward C. D. Haggerty und John Scheuster. Die Reliance Stone Co., Stines ville, Capital $25.000; Directoren: JameS Williams, Joseph Henley. Hy. Henley, John Loudon und Theodore Loudon. Die National Chemical Company, Indianapolis, Capital $75,000; Di. rectoren: Foster Shirley, Man Bow ser und Morton Chance. Personal-Notizen. ' Fräulein Anna Schäfer, welche einen langen Ausflug nach Co lorado unternommen hatte, wird heute Abend von ihren Brüdern zurückexwar tet. Fräulein Schäfer entging nur durch Zufall dem grausigen Schicksale, mit dem verunglückten Blitzzuge in den Abgrund zu stürzen; denn nur dadurch, daß sie sich im letzten Augenblicke noch entschloß, einige weitere Tage bei Freunden zu verweilen, kam sie nicht auf den Zug, wo schon Platz für sie belegt war. Musiker auf Abwegen. Otto Teßmer aus Louisville, der kürzlich hier mit der .JnneS Musik, kapelle spielte, dieselbe aber verließ und sich Ostendors'S Orchester anschloß, er hielt gestern im Polizeigerichte $10 und Kosten und 20 Tage Jail. Frau Anna Stewart aus Louisville erhielt dieselbe Strafe. Teßmer'S Frau hatte sich mit der Bitte an die hiesige Polizei ge wandt, ihrcn Gatten zur Heimkehr zu ihr zu bewegen. Teßmer bekannte sich schuldigt Seine Frau foll in Louisville erhebliches Grundeigenthum besitzen, sie ist Anfangs 40er, ihr Gatte ist 39 und Frau Stewart ist 30 Jahre alt. Polizeilich es. Einige P o l i z e i b e a m t e ha ben herausgefunden, daß viele Auto mobilfahrer falsche Initialen an ihren Maschinen anbringen und, wenn sie wegen zu schnellen FahrenS - arretirt werden, eineu Namen angeben, der mit den Initialen übereinstimmt, aber nicht der richtige ist. Meist werden die Fah rer nach ihrer Verhaftung auf das Versprechen, sich zur Verhandlung zu stellen, entlassen und die Polizei hat dann daS Nachsehen. Controleur Beunagle erklärte, wenn ihm ein sol cher Fall zu Ohren käme, würde er die Betreffenden mit der ganzen Strenge des Gesetzes bestrafen. V" Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellow". Grundeigenthums Uebertragungen. Anna' L Smith an Thomas F Smith, Theil des nordöstlichen i, Sec. 13, Tshp. 15, Range 3, Center Town ship. $1,500. Jesse A Everson an ChirleS L Eh renSperger, Lot 3, Strong & Co.'S Sud., College Ave., nahe 20. Str. $3,000.
Schwere Anklage gegen einen Contractor.
Auf einen von Ella Beal beschwöre nen Verhastsbefehl wurde gestern Nach mittag der 35 Jahre alte Contractor Clyde E. Coon im Landgraff Gebäude unter der Anklage falscher Vorspiege lungen verhaftet. Vor drei Wochen beantwortete Frl. Beal eine Zeitungs Annonce, durch welche eine Stenogra phistin gesucht wurde und erhielt hier auf eine Antwort, die sie mit Coon zu sammen brachte. Bei ihrer Anstellung soll Coon von ihr eine $250 Bürgschaft verlangt ha ben; ein Ersuchen, dieselbe durch eine Bürgschafts-Agentur stellen zu wollen, soll er mit dem Bemerken, daß 'er schlechte Erfahrungen in dieser Be Ziehung machte, zurückgewiesen haben. Zuletzt einigten sie sich auf $50 Baar, die sie ihm stellte. Sie behauptet während der Zeit ih rer Dienste bei ihm nur einmal Bezah lung erhalten zu haben, daß er sie mit der Aussage zuletzt tröstete, er habe einen Check für $3500, auf den er aber bis jetzt noch nichts gezogen habe, da derselbe auf eine telegraphische Anfrage warte. Coon wurde unter $1000 Bürgschaft, gestellt durch Dr. Francis HayS, entlassen. Seiner Aussage nach weigerte er sich niemals dem Mädchen daS Geld zurück zu erstatten, hatte nur auf einkommende Gelder gewartet, um alle kleinen ausstehenden Schulden sei ner Compagnie zu begleichen. Geschworene konnten sich nicht einigen. In Richter Stout's Ossice kam gestern Nachmittag die gegen den Besitzer des Denison House BarbierladenS erhobene Anklage der Verletzung deS SonntagSgeietzeS zur Verhandlung, Deputy-Staatsanwalt John H. H. Stahl führte die Anklage, während Kuox durch Anwalt Newton Harding vertheidigt wurde. Stahl führte an, daß zwar noth wendige Arbeiten am Sonntag er laubt seien, das Barbiergeschäst je doch nicht unter diese gerechnet wer den könne und instruirte die Geschwo renen einen Wahrspruch auf schuldig abzugeben, falls sie überzeugt feien, daß Knox am Sonntage- seinem Ge schäfte oblag. . Die Vertheidigung griff die Aussa gen der Zeugen an und informirte, datz dieselben alle dasselbe Gesetz über treten, wies auf die vielen in der Stadt an Sonntagen verkehrenden Reisenden hin, die doch nicht mit rauhen Gesich tern herumlaufen wollten, sich unrasirt weder zur Kirche noch in Gesellschaft begeben könnten, und hob zuletzt her vor, daß eS von der Anklage nicht er wiesen sei, daß Knox überhaupt den Platz eigne, daß die an der Arbeit be fundenen Leute nicht als in seinen Diensten siebend bewiesen seien, und daß auch nicht erwiesen wurde, wer das Geld für die Sonntagsarbeit einge strichen. Nachdem die Geschworenen etwas über eine halbe Stunde in Berathung gewesen, meldete der Obmann dersel ben, daß sie sich nicht auf einen Wahr spruch einigen könnten und sich auch niemals einigen würden. Die Ge schworenen wurden hierauf entlassen. Ein neuer Termin wird angesetzt werden. v Garten-Concert im Deutschen Hanse. In dem heute Abend im Garten des Deutschen HauseS stattsindenden Con cert wird der junge Violinist ElliS Levey als Solist mitwirken; er wird von seinem Bruder David accompag nirt werden. Folgendes Programm wird von der Indianapolis Militär-Kapellc, Dir! gent H. W. KlauSmann, zur Durch führung gelangen : 0?erture Mirella" Gounod Selection II Trovatore" Verdi a) In the Deep Cellar (paraphrase). . Lovcnberg b) Dat Gal of Mine" (cakewalk). . . . Shook Genas of Stephen Foster Tobani a) Largo Handel b) Caprice No. 4 David Ellis Levey. Overture Wilhelm Teil" Rossini Selection Wizard of Oz" Tietjens Taraphrase Nearer, My God, to Thee (by request) . Reeres The Tramp (descriptire) Yoelker Fantusie Militaire" Leonard Ellis Levey. Grand American Fantaiia" Herbert a) PuachineUo" Herbert b) Darkies jubilee" Rose Selection Prince of Pilsen" Luders March Revelatitn". Chambers
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