Indiana Tribüne, Volume 27, Number 301, Indianapolis, Marion County, 11 August 1904 — Page 5

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Eingezogen.

Sliz-e von Hlkgo von Gießen. Herr, du mein Gott... Heiliger Himmel... eiliger Pestalozzi." Nanu, -nanu! Mann was ist denn los?" Die junge Frau fuhr ganz erschreckt in die Höhe. Lies doch lies doch nur. Ach, meine schönen Ferien!" Verwundert nahm die Frau das amtliche .Schriftstück in die Hand und las: Gestellungsorder für den Gymnaallehrer Herrn Dr. Heinrich Strobel: Sie werden hierdurch ersucht, sich am 1. "dieses Monats zu einer achtwöchigen Uebung bei dem Xten Regiment Soundso in A. einzufinden und sich zwecks Entgegennahme Ihrer weiteren Instruktion binnen acht Tagen bei dem unterzeichneten Bezirkskommando einzufinden." Nun, was sagst Du, was sagst Du?! Ueben soll ich acht Wochen lang mit Uniform, Gewehr und langsamem Schritt! Und gerade in den Ferien der einzig schönen Zeit, die es für einen Schulmeister giebt!: Er war so aufgeregt, daß er fast aus dem Bett gefallen wäre. Ein Glück, daß es außergewöhnlich , breit war. Aber so entsetzlich auch feine Worte klangen, sie verfehlten bei Frau Anna ganz ihre Wirkung. Im Gegentheil, etwas Schadenfreude blitzte in ihren hellblauen, blitzenden Augen auf: Na also, lieber Heinz, dann wirst Du eben wieder einmal ein bischen Vernunft annehmen und pariren lernen das ist ganz gut für Dich!" Sie spielte dabei auf Vorwürfe vom vergangenen Abend an, die er. ihr gemacht aus Eifersucht", wie sie behar.ptete, wegen ihrer Unschicklichkeit", wie er es nannte. Aber das traf den guten Heinz ärger, als es beabsichtigt war. Er richtete sich in seinem Bette auf und sah sie bitterböse an. Diesen unliebenswürdigen Trumpf hättest Du Dir ersparen können!" Dann stieg er ganz heraus und kleidete sich wortlos und gemessen an. Eine Viertelstunde später saß er noch immer still vor sich hinbrütend an seinem sauber gedeckten Kaffeetifch. -' Daß ihn das gerade mit der Uebung Passiren mußte, ihm, der schon in seiner einjährigen Dienstzeit der Schrecken aller Vorgesetzten und Gleichgestellten war! Der sich nie an unbedingte Aufmerksamkeit und Ordnung gewöhnen konnte, der nicht ein einziges Mal,' auch nicht in der Nähe, Schwarz" auf der Scheibe treffen konnte und der entlassen wurde ohne den einzig möglichen höheren Grad der Gemeinheit", die Gefreitenknöpfe, zu erreichen. Sein Feldwebel nannte das damals halbnackt" umhergehen! Mit Grauen erinnerte er sich noch, wie oft er den schönsten Parademarsch durch falsches Antreten, das herrlichste Stillestehen durch ein Fallenlassen des Gewehrs gestört hatte, wie wüthend feine Kameraden auf ihn waren, und wie oft er sich durch eine Lage Bier oder gar durch eine schöne Bowle für das Nachexerzieren der ganzen Compagnie rcvanchiren mußte. Sein Hauptmann nannte ihn den Schle'mihl des Regiments", und wo irgend etwas passirt war, da konnte es natürlich kein Anderer gewesen sein, als der Schlemihl", der Einjährige mit der Brille. Und das sollte er nun olles noch einmal durchkosten, und noch dazu ganz ohne die schwarz-weißenSchnüre, die immer so eine gewisse Entschuld!gung waren! Denn, war auch aus dem Einjährigen ein wohlbestallter Gymnasiallehrer, und aus der Brille auf den Wunsch der Frau ein Pincegeworden die Zerstreutheit und Zerfahrenheit war geblieben, und tonnte jetzt womöglich noch mehr Unheil anrichten, als damals, als er jung und unverheiratet, noch frischer und soraloser war. Siedendheiß überlief es ihm bei dem Gedanken aber nein, Pardon! Es war ja der Kaffee, den er sich in all seiner Kopflosigkeit statt in die Tasse auf die Hand gegossen hatte, die sie sorgenvoll bedeckte! Frau Anna lachte, als sie es sah, und überdeckte das feuchte Tischtuch. Aber als ihr Mann gar so unglücklich neben ihr saß, da vergaß sie auch alle Vorwürfe vom vergangenen Abend, und dachte nur, wie" lieb sie sich doch eigentlich hatten. Und leise, wie zum Troste, nahm sie ihn beim Schöpf und küßte ihn. Ihn rührte das. Seine liebe kleine Frau war es ja, die ihm zu alledem das Scheiden noch viel, viel schwerer machte, als die in Aussicht stehende Uebung es schon that. Kaum drei Monate waren sie nun verheirathet, und es hatte so lange gedauert, bis sie das Ziel erreicht hatten da war es wirklich hart, daß er nun gleich wieda, und sogar auf volle acht Wochen, fort mußte. Aber nicht die Liebe allein warö in den letzten Wochen erschien es ihm auch, als' ob sie etwas kokett wäre, als ob sie sich gern den Hof machen ließ, und das beunruhigte ihn sehr. Er wußte zwar, daß. das alles nur harmlos war, daß sie ihm im Herzen doch , stets treu und. gut blieb, aber sie war so unvorsichtig, so sorglos da hatte er wirklich große, berechtigte Besorgniß. Erst gestern bei dem gemeinsamen Ausflug des LehrercollegiumiZ wie hatte sie sich da von dem Kollegen für Naturgeschichte die Cour schneide

lassen! Alle anderen waren aufmerksam geworden, und schließlich hatte sogar der - Direktor- zu ihm gesagt: Mein lieber' Kollege, der Herr Kollege' na, ich würde doch aufpassen!" Er batte dabei zwar lultia neläckelt und ihm vergnügt auf die Schultern geklopft, aber aber . . . . Herr Dr. Heinrich Strobel glaubte ihn doch recht verstanden zu haben! Und als er ihr dann Abends zu Hause Vorwürfe machte, da hat sie in all ihrer Kindlichkeit so unbändig gelacht, daß er kaum noch zuWorte kommen konnte. Und dann dann war sie beleidigt! Na ja das machte ihm alles schwere Sorgen!!! Aber es l.alf nichts. Als der bestimmte Tag gekommen war, mußte er fein Bündel schnüren und abdampfen. Am Bahnhof noch bat er feine Frau inständigst, sie solle auf ihrer Hut sein! Und er that es so oft und immer wieder, daß es fast aussah, als hätte sie schon wirklich etwas begangen. Natürlich kränkte sie das. Und sie wehrte und vertheidigte sich, und als er nicht nachließ Ja da ging der Zug ab, und jie blieb mit all ihrem Groll zurück. Ihm selber war auch recht trüb zu Muthe, und wäre in den ersten Tagen

nicht gleich soviel an ihn herangetreten, was lbn beschäftigte und in Anspruch nahm, er hätte sich sogar kreuzunglücklich gesuhlt. Erst wollte die aeflickte, aus der Kammer geholte Uniform' sich nicht saubern lassen, dann wollten die Knöpfe nicht blank werden, dann wollten die ungeübten Beine für den langen Weg nicht mehr Stand halten... kurz es war zum Verzweifeln. Ein Glück nur, daß er wenigstens die Stadt noch kannte. Sonst hätte er's in seinem Alleinsein nicht ausgehalten. Langsam ging er die Promenade entlang und dachte an die Zeit, wo er vor vier Jahren hier bei dem gleichen Regiment gedient hatte. ; Da waren ne des Sonntags immer hinaus vor die Stadt gegangen und hatten getanzt und sich amusirt. Und heute? Seine Frau schrieb ihm, immer noch schmollend, sie dächte gar nicht daran, ihn zu besuchen. Wenn er sie so behandeln könne, dann solle er auch sehen, wie er ohne sie fertig werde. Das schmerzte ihn zwar sehr, aber er konnte nichts dagegen machen. Mißmuthig ging er seines Wees fort. An ihm vorbei kamen lustige, aufgeputzte Menschen. Sie lachten und scherzten und neckten sich miteinander. Er ging noch immer einsam. Da packte es ihn, wie in stiller Wuth. Sie würde doch auch nicht allein zu Hause sitzen, und er er sollte... . Nasch eilte er nach Hause und gab an, wo man ihn treffen würde. Und dann, dann )ann stürzte er sich wieder yinem in das lustige Leben, erst zaghaft und schüchtern, aber dann mit abgelegtem Schulmeister" wieder vergnügt und froh, als hätte er keine Frau, keinen Dienst und keine Sorgen. Er machte sich keine Gewissensbisse mehr, dachte schon nicht mehr an sein Amt und seine Stellung, und nur wie ein schwaches Irrlicht schwebte ihm noch der Brief seiner Frau vor. Denke gar nicht daran, zu kommen. Ungerechte Vorwürfe! Solle sehen, wie er fertig werde!" Ja, sie sollte auch sehen, wie er fertig wurde ohne sie und von Neuem stürzte er sich in den Strudel und tanzte sich fast die Seele aus dem Leib. All die Künste, die er gepflegt, als um ihn noch die Röcke des Junggesellen schlodderten, wärmte er wieder auf. Und sie wurden ihm so leicht, daß er nach ganz kurzer Zeit eine auserkorene Tänzerin hatte. Mit förmlicher Inbrunst redete er auf sie ein, daß ihre Augen zu leuchten und ihre Wangen zu glühen begannen. Und ihn entzückte das so kolossal, daß er sich ganz vergaß, daß er sie hinausführte in den großen Garten, und und Verdächtig beugte er sich zu ihrem Antlitz herab, da da Eine derbe Hand riß ihn zurück: Heinrich!" Verdutzt blickte er sich um. Anna Du hier?!" Ja ich!!!" Mit bleichen Mangcn und klopfenden Pulsen stand sie ihm gegenüber. Ja, aber wie " Frage mich nicht! Das werde ich Dir wo anders sagen!" Und sie zog ihn mit sich fort, noch ehe er Zeit hatte, sich zu besinnen, sich bei seinerTänzerin zu entschuldigen. Dann aber hielt sie ihm eine Standpauke, die an Geläufigkeit den berühmtesten Reden an die Seite gestellt werden konnte. Wie es .ihr schließlich doch leid gethan hätte, daß er in all dieser schweren Zeit auch noch Sonntags allein bleiben sollte, wie sie es da vergessen hätte, wie schwer er sie gekränkt, und doch gekommen tvaxt, dock, trotz all' des Unrechtes, das er ihr gethan. Und wie hatte sie. ihn gefunden. Was er ihr schimpflich zugemuthet, das that er nun selbst er, der würdige Schullehrer! Vergebens waren alle seine Entschuldigungen, vergebens redete er ihr vor, daß er nur. weil er sie ja doch erwartet hätte, zu Hause seinen, Aufenthalt angegeben sie glaubte es nicht.

Sie war so böse, daß sie sogar AbendZ allein in ein Hotel zog. ' Erst als sie ihn dann am andern Vormittag auf dem Exercierplatz sah, als sie sehen und hören mußte, wie er sich stillschweigend plagte und unter Seufzen und Schwitzen doch stumm seine Pflicht that, erst da zog etwas Mitleiden ihre Seele, erst da vergab sie ihm. Aber noch lange, nachdem er seine Uebung vollendet hatte, mußte er sehr eingezogen leben, denn seine kleine Frau behielt noch immer eine grotze Waffe in Reserve". An die mußte :r fast ständig denken, manchmal sogar, wenn er sie gar zu gerne vergessen hätte, und das war besonders, wenn Frau Anna Aber er sagte nichts. Bei ihr war die Koketterie im Grunde genommen ja wirklich nur harmlos. Schönheitspflästerchen.

Unlängst berichtete ein viel gelesenes englisches Modejournal, englische und amerikanische Damen wollten ernsthaft den Versuch machen, die Schönheitspflästerchen wieder in Aufnahme zu bringen. Die Idee erscheint uns gewiß überraschend, erinnert uns doch dieses Requisit der Schönheit an eine uns so fremd gewordene Welt. Woher mag den Frauen die Idee gekommen sein, ihr Gesicht mit Fleckchen von schwarzem Taft zu verzieren? Es ist wohl der Geist dieser in's Unregelm'äßige und Krause verliebten Zeit, dem die regelmäßige Ruhe, eines schönen Teint nicht gefiel und der durch bizarre Tupfen und Unterbrechungen einen erhöhten Reiz des Contrastes schaffen wollte. Doch mag immerhin die Verordnung eines Arztes der zufällige Anlaß gewesen sein; die Wirkung eines Pflästerchens, das zur Linderung des Kopfschmerzes auf eine blasse Wange gelegt ward, veranlaßte vielleicht die Modedamen, das Gleiche zu versuchen. Bisweilen wird auch die Herzogin von Newcastle als Erfinderin genannt. Sie versuchte ein paar Blätterchen, die ihren schönen Mund entstellten, durch kleine Stückchen schwarzen Stoffes zu verbergen. Eine ihrer Rivalinnen, der , die dadurch erhöhte Blässe des Teints auffiel, kam auf den Gedanken, es ebenso zu machen, und damit wurde diese Mode, die während mehr als eines Jahrhunderts herrschte, eingeführt. Natürlich haben auch hier die Gelehrten die Vergangenheit durchstöbert, und es, gelang .ihnen, die Herrschaft dieses Schönheitsmittels schon bei den alten Römern nachzuweisen. Die Koketten der ewigen Stadt" sollten schon auf ihrem Toilettentisch kleine runde schwarze Pflästerchen. Splema" genannt, gehabt haben, die sie wie Samen über ihre Haut verstreuten. Der französische Kulturhistoriker Cabanös führt in einem Aufsatz im Magasin Pittoresque" einen Vers von Martial an, in dem sie augenscheinlich gemeint sind: Et niirnerosa linunt stellan tem spieln, srontem" zahlreich kleben Pflästerchen auf den strahlenden Stirnen." Der Hauptzweck dieser Pflästerchen war damals sowohl wie in späterer Zeit jedenfalls der, häßliche Stellen zu verbergen. Darum sagte Ovid: Nur wenige Gesichter sind ganz ohne Male und Flecken, und diese Flecken eben gilt es zu verbergen." Da aber weder Martial noch Ovid in den Boudoirs gelesen wurden, denn unsere Modedamen haben andere Dinge zu thu?, so muß man den Schönen und den großen Herren der Zeit Ludwigs XIII. die Ehre der nochmaligen Erfindung lassen. Denn nicht nurDamen schmückten sich damit, sondern auch die Stutzer ließen sich diese neue Mode nicht entgehen. Zunächst mußte man, so diktirten die Gesetze der französischen Galanterie (1644), runde lange Pflästerchen oder noch besser ein ganz großes schwarzes Pflaster an der Schläfe tragen. Da man aber befürchtete, daß sie hier vom Haar verdeckt werden könnten, brachte man sie dann über dem Backenknochen an. Fünf Jahre später sah man sogar Abbs" in feiner Frisur und gepuderter Perücke, das Gesicht mit Schönheitspflästerchen bedeckt, in galanter Kleidung alle Tage bei dem koketten Treiben der Promenaden in den Tuillerien einherspazieren. Die Pflaster bekamen mit der Zeit die unglaublichsten Formen: da gab es Halbmonde, Sterne, Blumen, ja selbst Thierbilder und allerlei Menschenwesen, so daß ein Gesicht manchmal aussah wie ein richtige's chinesisches Schattenspiel. Selbst die Plätze für die einzelnen Pflästerchen waren genau bestimmt, und sieben wichtige Regeln für die Auswahl und Anordnung waren festgestellt. Im Winkel des Auges legte man ein Fleckchen auf, das Leidenschaft ankündigte und die feurige Geliebte" hieß; mitten auf der Wange befa . sich die galante Freundin"; am Mundwinkel versteckt war die lieblich Küssende"; über eine kleme Blatter breitete sich die freundlich Verbergende"; auf der Nase saß die Kecke"; auf den Lippen aber lockte die Kokette". Ein rundes Stückchen Stoff ward gar die Mörderin" genannt. Der Luxus ging so weit, daß eine Dame mit einem von Diamanten eingefaßten Sammet - Pflästerchen erschien! Wie die berühmten Sch'önheitspflästerchen h la Massillon" entstanden und diese koketten kleinen Dinger mit

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zusammenkamen, darüber gibt es ein eigenes Geschichtchen: Massillon pre digte einst vor einem eleganten Publikum gegen die neue Mode und rief dabei ironisch auö: Warum klebt Ihr denn diese Pflaster nicht überall hin?" Anstatt sich abschrecken zu lassen, befolgte man seinen Rath so wörtlich, daß nunmehr an den unmöglichsten Stellen Pflästerchen erschienen, die man Mouches h la Massillon" nannte. Es war keine Kleiniakeit. die Pflästerchett geschickt zu vertheilen. aio galt es durchaus eme Pustel oder Blatter zu verheimlichen, dann wieder wollte man durch sie die Grübchen hervorheben, wegen deren besonders Mme. de Pompadour berühmt war. Außer zur öervorbebuna ihrer Grübcken bat Mme. de Pompadour die Schönheitspflästerchen allerdings auch auf dem ernsten Gebiete der hohen Politik verwendet. So schrieb sie einmal dem Marschall d'Eströes einen Feldzugsplan, in dem die Orte mit solchen Pflästerchen bezeichnet waren. Dieser führte nun zwar .den Plan nicht aus, lachte aber über den Einfall der Pompadour und mokirte sich weidlich darüber. Diesen Hohn über eine so wichtige Sache hat die Geliebte des Königs dem tapferen Krieger nicht vergessen. In den ersten Jahren des 18. JahrHunderts wurde die Mode der Schönheitspflästerchen allgemein. Jede Dame besaß ein mehr oder weniger reich ausgestattetes Pflaster - Kästchen"' Diese Behälter waren flache, meist rechtwinklige oder ovale Dosen aus Silber, ziselirtem Schildpatt oder aeschnitztem Elfenbein. Zur Zeit Ludwigs XIV. waren diese Dosen noch mit würdigen Scenen aus der Mythologie verziert, bald aber drang das leichte Volk der Amoretten und Grazien ein und ließ sich auf diesen zierlichen Gebilden nieder, die nun durch ihren Schmuck und ihren Zweck .die feinsten Stücke der spielenden, tändelnden Rokokokunst wurden. Zur Ausstattung einer jungen Frau gehörte eine solche Dose. Bei der Beschreibung der Toiletten - Garnitur, die Ludwig XIV. im Jahre 1680. der Kronprinzessin überreichte, werden drei Schönheitspflaster - Kasfetten aus vergoldetemSilber erwähnt. Dem Mercure galant" zufolge zeichneten Berain und Marot verschiedene Entwürfe für derartige Dosen, die, auf's Feinste inkrustirt und mit kupfergetriebenen Bildwerken verziert, heute das Entzücken der Sammler bilden. Bei der Hochzeit des Dauphins, dem Sohne Ludwigs XV. (1745), fand die Tochter Philipps V. in ihrem Korbe eine Dose aus Lack im Werthe von 340 Livres und eine niedere aus blauen Steinen zusammengesetzte im Werthe von 600 Livres. Die Schönheitspflästerchen sind mit all' der lustigen Schönheit des Ancien r6gime" in der Revolution zu Grabe getragen worden; so fremd ist uns im Grunde die ganze Mode, die extravagante Schöne heute wiederbeleben wollen, geworden, daß wir verächtlich von Barbarei reden, wenn eine derartige itte von den Frauen aus Tunis berichtet wird. Seife aus Baumfrüchten. In Algerien, hat man den Versuch gemacht, Seife aus den Früchten des unter dem Namen Sapindus utilus" bekannten Baumes herzustellen. Dieser Baum, der seit langer Zeit in Japan, China und Indien bekannt, trägt glatte und runde Früchte von der ungefähren Größe der Roßkastanie. Die Farbe derselben spielt vom Gelblichgrün bis m's Braune. Das Innere ist dunkel-gefärbt und besitzt einen öligen Kern. Der Baum bekommt in seinem sechsten Jahre Früchte und trägt 55 bis 220 enql. Pfund, die nach ihrem Abfallen icidji geerntet werde können. Die seifigen Bestandtheile der Frucht werden mit Wasser oder Alkohol ausgezogen. Die Kosten des Verfahrens sollen sich gering stellen und die Seife, da ihr alkalische Eigenschaften sehlen, die gewöhnlich in den Handel gebrachte an Güte übertreffen. Ein Trost. Warum denn so traurig, gna' Frau?" Ach, ich bin trostlos! Mein Roman geht nicht!" Machen .S' Jhna nix daraus, gna' Frau, meine Dampfnudeln geh'n auch nicht!" . K'S I .. , UtJ&iIn zweiter Ehe. Junge Frau: Wie glücklich bin ich mit Dir, geliebter Eduard! Du trägst mich auf Händen, Du schaffst mir den Himmel auf Erden, ich Habs leine Sorgen, ich lebe im Wohlstand, ach, wenn das mein erster Mann noch erlebt hätte!

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