Indiana Tribüne, Volume 27, Number 300, Indianapolis, Marion County, 10 August 1904 — Page 4
Judiana Tribüne, 10. August IS
Jndiana Tribüne. HtrauSgegeden von der utnd?S Indianapolis, Ind.
Harry C. Thudium Präsident. GeschäftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. .t tcitd a.t the Post Office of Indianapolis a second dass matter. Die Wafferfrage Wir Haben schon in letzter Woche über die neue Art von Wafferscheu", welche sich unserer Bevölkerung bemüchtigt bat, gesprochen. Die Aufregung über Verunreinigung unsere Trink wasserS ist übertrieben und wird von einem Hiesigen Abendblatt genährt, um Aufsehen zu erregen. Ganz gewiß ifteö Pflicht unseres GesundheitZrathS, daraus zu sehen, daß unser nothwendigstes Nahrungsmittel, daS Wasser, möglichst von Schädlichleiten frei erhalten wird. Doch dies kann bei dem Entgegenkommen der Wagergefellschaft in einer befriedigenden Weise zu Stande gebracht werden, ohne ängstliche Mütter und HauZväter in Aufregung zu versetzen, oder zu verbohrten Maßregeln zu veranlassen. Wir sagten, daß man unbedingt reines Wasser keiner Stadt liefern kann, ja daß chemisch reines Waffer unter Umständen sogar schädlich ist. DaZ haben die vielen Versuche in Europa bewiesen. Was nun zunächst die Bakterien betrifft, von denen die Gelehrten. so viel Wesen machen, so sind dieselben an sich nicht schädlich. Sie sind unangenehme Gäste, aber leider allgegenwärtig, die nur durch Stoffe, welche sie ausschei' den, gesundheitsschädlich werden. Es giebt jetzt noch Sachverständige, welche der Meinung sind, daß diese kleinen Lebewesen diese Gifte gar nicht herstellen, sondern daß sie, wo sie dieselben finden, sich darin wohl befinden und gedeihen wie die Schweine in der Pfütze. Doch ist es viel wahrscheinlicher und praktisch richtiger anzunehmen, daß sie die Erzeuger sind, sobald ihnen die Verhältnisse sich günstig zeigen für ihre Thätigkeit. DaS Leben ist ein Kampf um's Dasein. Diese Mikroben sühren diesen Kampf in unseren Organen und Geweben und verursachen Störungen und Leiden. Die Organe werden zu erhöhter Thätigkeit veranlaßt, und erst diese größere Arbeit in uns ist das, was wir Krankheit nennen. Die Genesung ist ein Beweis der kgrößeren Widerstandskrast unseres Körpers. Ist unser OrganiZmus dem andringenden Schmarotzerthum nicht gewachsen, so endet die Krankheit mit dem Tode des Körpers. Aus unserer Darstellung gehen nun zwei Thatsachen hervor. Erstens müssen wir dahin trachten, daß alle Giftstoffe und solche Organismen, welche solche Gifte produziren, können, aus dem Wasser entfernt werden. Dies kann geschehen auf mechaNische Weise durch Filtriren, oder chemisch durch Beimengung von Mineralsalzen oder elektrisch durch Erzeugung von Ozon. Diese Metboden haben alle ihre Vorzüge und ihre Unzulänglichkeiten. Man wählt die eine oder die andere nach der Art des WasserS und nach den eigenthümlichen Verhältnissen des OrteS. Man schließt aus daS Vorhandenfein von Verunreinigungen aus dem Befund eines erhöhten Gehalts an Chlorund Stickstoffverbindungen in dem .Wasser. Dieft organischen Eiste kommen manchmal' in einem Waffer vor, welches ganz unverdächtig aussieht. Man darf hierbei nicht vergessen, daß auch sog. hartes Wasser dem Magen nicht zuträglich ist. Aus diesem Grunde ist das Wass'r aus großer Tiefe verwarfen worden und das Oberflächenwasser.. welches durch Bewegung und durch das Sonnenlicht gereinigt wird, erhielt den Vorzug. Man ersieht, bafe die Trinkwasserfrage noch nicht gelöst ist und daß e5 unweife ist von Seiten der Sachverständigen, mit felbftbewußterSicherheit Behauptungen aufzustellen. Die zweite Thatsache, welche wir von unserer Darstellung der Krankheitsentstehung entnehmen, ist die, daß nur in einem geschwächten Körper die Mikro ben eine Gelegenheit finden, sich zu ent wickeln und Störung zu verursachen. In der That viele, sa.sehr viele Krankheiten produzirt der Organismus in sich selbst. Sogar'von den Erkältungen können wir das behaupten.
Wenn alle einzelnen Organe vollkom men ordnungsmäßig im Gange sind, erkältet sich der Körper nicht. Unbewußt erkennen wir diesen Satz an, wenn wir sagen: die Krankheit werfe sich uf die schwächeren Organe. Wer also durch regelmäßige Lebensweife, durch zweckmäßige Kost, durch Hautpflege und vernünftige KörperÜbung sich gesund erhält, der darf auch einige Mikroben im Trinkwasser verschlucken, ohne Schaden zu leiden. Wenn ihm das nicht gefällt, so gestatten wir ihm sogar Bier zu trinken, in welchem Hefezellen sind und Schweizerkäse dazu zu essen, der von Billionen von Mikroben wimmelt.
Die Nachricht von General Stoes' sels Selbstmord ist jedenfalls Stuß. Zahlen lügen nicht, wohl aber manchmal die Zähler, das beweist die neueste Arbeitslohn- und LebensmittelStatistik des Col. Carrol Wright. Die Jndianapolifer Deutschen werden am Sonntag dem Ehrengaste Congreß-Abgeordneten Richard Bartholdt zeigen, aus welchem Holze sie ge schnitzt sind. Unsere 'Festansgabe für den heurigen Deutschen Tag wird ihre Vorgänger noch übertreffen und in allen Theilen des Landes Verbreitung finden. . Unsere Geschäftsleute sollten die Gelegenheit, die Anzeigespalten zu benutzen, nicht versäumen. Lotterie -Agenten kamen mit leichter Strafe davon. Robert Duncan, ein farbiger Lot-terie-Agent, der schon verschiedentlich verhaftet wurde, und George Watson, der auch bestanden hatte, im LotterieGeschäfte thätig zu sein, späterhin aber seine Schuld bestritt, erhielten gestern im Polizeigerichte je $10 und Kosten. Schon seit längerer Zeit sind die DetektivS an der Arbeit, die Lotteriespiele aufzuheben, Duncan und seinen Agenten jedoch gelang eS immer wieder, in aller Stille dieselben weiter zu führen. Endlich gelang es den Detectivs Gerber und Trimpe und Polizisten. Kurtz die nöthigen Informationen zu erhal ten, die zur Verhaftung WatfonS führten. Er wurde ve.baftet und in seinen Taschen fand man bu nöthigenBeweisMaterialien. Er gestand, ein Läufer" in Diensten DuncanS zu sein. Durch die Hinterthüre erlangten hierauf die Detectivs Zutritt zum Hause DuncanS und Duncan, der gerade mit ZeitungSlesen beschäftigt war, legte seine Zeitung zur Seite und begrüßte die Beamten in freundlichster Weise. Er lud die Beiden zu einer Portion Gefrorenem ein und versuchte sie aus dem hinteren Zimmer zu entfernen.' Er bestritt, sich seit einem Jahre mit Lotterie befaßt zu haben, jedoch fanden die Detectivs, daß er die Zeitung über eine ganze Anzahl von Lotteriegeschichten gedeckt hatte und als er endlich sah, daß hier sein Leugnen nichts mehr half, gestand er seine Schuld ein. Watson aber änderte seine Aussagen im Polizeigericht gestern vollständig und 'bestritt alles vorher Ausgesagte. Der Polizeirichter belegte beide mit der gleichen Strafe. Watson, der doch entweder zuerst, der Polizei gegenüber, oder zuletzt zum Polizeirichter gelogen hatte, wurde mit derselben Strafe bedach!, die Duncan . erhielt, ohne daß irgend welche Anklage wegen Meineid gegen ihn erhoben wurde. Da kann die Polizei noch viele Verhaftungen vornehmen, ehe eS gelingt die Spielwuth zu hemmen, wenn die Strafen so leicht gemacht werden. , Bauerlaubnißschein. Haydon Gronom, Cottage, Kenwood Ave., nahe 23. Str., S1750. Iranciö L. Carter, ZstöckigeS Backstein Flat, Illinois und Pratt Str., $24,923. G. Morford, Cottage, Graceland Ave., zwischen 31. und 32 Str., $1300. Foster C. Shirley, doppeltes grameHaus, 2513 Bellefontaine Straße, $2300. E. L. Cothrell, Cottage, 617 Terrace . Avenue, $1000. H. E. Marten Doppelhaus, Michigan Straße, nahe Hamiltcn Ave., $2,250. H. E. Marten, dasselbe, $2,250. H. E. Marten, Doppelhaus, Hamiltcn ton Aöe., naht Michigan Str., $2,500. D. B. Millikin, Holzgebäude, Miley Ave.' und New York Str., $3,000. Fred Poehler, 2stöck. Holzhaus, 809 R; East Str., $1.500. I. W. Jones & Co., Addition, South Str. und Senate Ave., $4.648.
Schluk-Sitznug der Ev.-Luther. Missouri-Shnode. Die Ev.-Lutherische Miffouri Synode nahm in ihrer gestrigen SchlußSitzung solgende Beschlüsse an: Beschlossen, daß ttx Ueberschuß einer für unbemittelte Brüder erhobenen Collecte an die Unterstützungskasse fließen soll.' - i Zwei Proteste gegen die Suspension der Pastoren A. und G. von Schlichten wurden von der Synode einstimmig für grundlos erklärt. Die Synode erklärte die Suspension für gerechtfertigt und machte dieselbe durch diesen Beschluß permanent. Beschlossen, den Gemeinden von 3n dianapolis für ihre gastliche Aufnahme und freundliche Bewirthung der Synode herzlichst zu danken. Beschlossen, daß wir uns in zwei Jahren bei unserer nächsten Synode in Ft. Wayne versammeln. Beschlossen, den BisttationS-Distrikt des Herrn VicepräseS W. Dau zu ihei. len und für den einen Herrn Pastor Dau, für den andern Herrn Pastor Aug. Schütte zu ernennen. - Das Comite für Entschuldigungen statteteBericht ab; eS wurde derselbe unverändert angenommen. Beschlossen, der neugegründeten Em-mauS-Gemeinde in Cincinnati zur Anstellung eines Lehrers $350 zu be-willigen.'
5 Beschlossen, der Gemeinde in Anderson auS der MifsionSkasse $300 darzureichen und ihr aus der Kirchbaukasse daS nöthige Geld zu leihen. Die Delegaten für die nächste Delegatenfynode wurden gewählt. Grundeigenthums - Uebertragungen Mamie M. Roper an John V. Zintel, Lot 29, Square 15, Lincoln Park, Alabama Str., nahe 25. $500. George T. Porter an Henry Jameson, Theil Lot 2, Pratt's Subd., Außenlot 172, Pennsylvania, nahe 10. Str. $1750. Laura B. Strickland u. A. an Lucius E. Perry, Lot 8, McClintock'S 1. Add., südlich von Crown Hill. $1400. Charles A. Riley an Adah C. Farnell, Lots 11 und 12, Walker'S Sunnyside Add., Jrvington. $2000. Rose A. Gladden an Simeon F. Powner, Theil südöstl. i, Sect. 4, Tp. 15, Range 2, Wayne Tp. $2830. Charles P. CurtiZ an JameZ FitzPatrick, Lot 106, Clark's 3. Add. West Indianapolis. $1.500. Mary E. Jenkins an James R. Wagon. Lots 12, 13 und 14, Block 1, Caven & Rockwood's Ost Woodlawn, nahe Madden'S Fabrik, $1946. Franz I. Schneider an John L. Jenkins, Lot 10, Block 11. North Indianapolis, südlich von 30. Straße, $600. Edgar O. Hunter an Frank Neßler, Lots 1 und 2, Block 7, Lincoln Park, nordwestl. Ecke Central Ave. und 22. Str. $3,600. Fred Cline an Denselben, Lot 3, dasselbe Eigenthum. $1,800. South Park Land Company an Anna E. Goggin, Lot 36, South Park ögl. von East Str., südl. von Morris Str. $2,050. Albert S. Pierson u. A. an Anna M. Sander, Lots 1, 2, 29, 30, Block 3, LotS 7, 8, 21, 22, Block 7, und Lot 20, Block 14, Central Park Addition, westlich von Senate Avenue, nördlich von der Creek. $1000. JameS Englessield- an Lolia Park, Loi 8, Block 4 in Nordseite Add., nahe 30. Straße und Monon Railroad. $1925. CyruS Barrett an George Brown, Lot 32 in Kenwood Add., östlich von CrownHill, und Lot 393 in Armstrong Park Add., westlich van Crown Hill. $3500. Ina GaddiS an Robert Edwards, ein Theil deS nordwestlichen Viertels der Sect. 9, Tshp. 15, Range 3 in Wayne Tshp. $2500. Arthur V. Brnwn an William T. Peacock, Lot 26 in Brown'S East Meridian Height'S Add., westlich von Central Ave, nördlich von 46. Straße. $2,200
Fahrunfall mit schlimmen Folgen.
Gestern Abend befanden sich Herr Fred Prange und Frau, 539 Süd JUinoiS Straße, und Fräulein Ellen Behrent auf einer Spazierfahrt im Buggy an der Shelby, nahe Raymond Straße, als sich das Buggy an dort aufgestapelten Straßen-Baumaterialien festfuhr. Ehe e3 Herrn Prange gelang, daS Fuhrwerk aus der Klemme freizumachen, fuhr von hinten ein Shelby Straßenbahnwagen in das Buggy hinein, dasselbe stark beschädigend. Bei dieser Gelegenheit erlitten auch die drei Insassen mehr oder weniger gefährliche, alle jedoch schmerzliche Verletzungen. Frl. Behrent erhielt eine 4 Zoll lange Kopfwunde und blutete außerdem aus einem Ohre, ein Zeichen einer starken inneren Er fchütterung, so daß, von der Kopswunde abgesehen, ihre Verletzungen als schwer bezeichnet werden können. Herr und Frau Behrent erlitten schmerzliche Quetschungen deS Körpers. Alle drei wurden in ihre Wohnungen überführt und werden durch den Arzt der Fami lie, Dr. Rose, behandelt. -BZum Selbstmord der Sarah Beaupre. Wie berichtet, hat Frau Sarah Beaupre, welche viele Jahre in Indianapolis ansässig war und hier auch noch verschiedenes Grundeigenthum besaß, in Bellevue, Ky., Selbstmord begangen. Der dortige Coroner hat in ihrem Nachlaß mehrere Schriftstücke gefunden. Er fand auch zwei Checks, vom 3. August 1904 datirt, an JameS Snow zum Betrage von $200 resp. $53, von Sarah Beaupre ausgestellt und bei der Campbell Co. Bank zahl bar. Eine Versicherungs.Police zum Betrage von $1000, welche von Jamks L. Snow am 15. Juli 1904 heraus genommen wurde, ist zu Gunsten der Sarah A. Beaupre ausgestellt. Snow, ein Special-Car-Agent der 6. & 0. Bahn, welcher gegenwärtig in Richmond, Va., verweilt, war angeblich der Freund der Beaupre. Er hatte sie zum letzten Mal am Dienstag,, den 2. August d. I. besucht. Am folgenden Tage hatte er sie verlassen. Es scheint, daß zwischen den Beiden ein Streit entstanden war, welcher zu einem Bruch geführt hatte. Die Unglückliche hatte wahrscheinlich die verzweifelte That bereits am Mittwoch, den 3. August ausgeführt. Die in ihrem AbfchiedSbrief enthaltenen Worte: Sende Ort Lillians Uhr" werden dahin erklärt, daß jene Lillian die Tochter der Beaupre war. Vor drei Jahren starb diese in Canada. Als ein Erbstück erhielt die Mutter die goldene Uhr ihrer Tochter. Frau Beaupre verlangte in ihrem letzten Brief, daß die Uhr an Ort", wo mit der Gatte ihrer verstorbenen Tochter gemeint ist, geschickt werde. Ans der Coroner's Office. I. A. Moorman, 1336 Silver Ave. gab gestern vor dem Coroner bezüglich des Straßenbahn Unfalles seine Aussagen ab. Da er zu schwach war, um gehen zu können, wurde er in einer Kutsche nach der Ossice gebracht. Er sagte, daß er mit einer Geschwindigkeit von 8 Meilen per Stunde fuhr und daß er den elektrischen Strom wie gewöhnlich eine halbe Straßenlänge vor der Kreuzung abdrehte. Hierauf setzte er die Luftbremsen an, aber der Wag gon hielt nicht an, da die Räder auf den Geleisen glitten und darauf drehte er den Strom rückwärts. Er sah den Eisenbahnzug, als er noch 20 Fuß von der Kreuzung entfernt war, konnte jedoch nichts weiter thun, der Straßenbahnwaggon glitt bis zur anderen Seite der Geleise. Er habe keine Unterhaltungen geführt, während dieser Zeit. Seit letzten November befahre er diese Kreuzung. Seiner Ansicht nach wäre der Straßenbahnwagon nicht über die Geleise gelangt, selbst wenn er mit voller Geschwindigkeit gefahren sei. Dieses sind aller Wahrscheinlichkeit nach die letzten Aussagen, die in dieser Untersuchung gemacht werden und der Coroner wird seinen Wahrspruch schon vielleicht heute abgeben. Der F all des Geo7 L. Knox, InHaber des D'enison Hotel Barbier-Eta-blissements wird beute Nachmittag im Tribunal deS Friedensrichters Stout zur Verhandlung gelangen. Knox ist beschuldigt, weil er sein Geschäft am Sonntag offen hielt, das Sonntagsgefetz verletzt zu haben.
Für die Küche.
G e b r a t e n e r K a p a u n mit Er1)becrsalat. Man gebe in den Leib die Leber, ein eigroßes Stück Butter. Salz und ein Petersiliensträußchn, und binde auf 'Brust und Rücken eine Speckscheibe. Lege ihn nun, die Brust nach oben, in die Casserolle, übergieße ihn mit Pfund kochende? Butter und brate ihn unter vielem Begießen in der Äöhre. Kurz vor dem Anrichten nimmt man die Speckscheiben ab und läßt die Brust ein wenig bräunen. Die Sauce wird wie gewöhnlich zusammengerührt, abgefettet, durch ein Sieb in die Sauciere gegeben und nebst Erdbeersalat zu dem Braten gerichtet, den man aber auch, wo dies nicht beliebt wäre, über ein Bett vonVrunnenkresse legen kann, die man mit feinem Essig und etwas Salz abzemengt hat. Nußtorte. 212 Unzen Nüsse. 2V2 Unzen geschälte Mandeln werden mit etwas süßemRahm gestoßen, dann mit 7 Unzen Zucker. 10 Eidottern, ti was Slz, dem Schnee-von 6 Eiweißen und 3 Unzen feinem Mehl eine reichliche halbe Stunde verrührt und die Masse in 2 Tortenreifen bei ziemlicher HiZc gebacken. Dann werden Ik beiden Tortenboden mit geschlagenein Rahm, welchen man mit Vanillezucker und fein gestoßenen Nüssen verlischt, zusammengefetzt, mit Vanillezlasu? überzogen und mit in Bruchzuder canbiiten Nußkernm verziert. Mohrrüben mit Fleischbrühe. Die geputzten, gewaschenen und in Stifte geschnittenen Rüben werden ! kochende Rind- oder Hamm.k!fle:schb?ühe gegeben und langsam unter östtrem Schütteln der Kasserole gar gelocht. Dann macht man das Gemüse mit Hellem Schwitzmehl seimig, würzt mit fein gehackter Petersilie und schmeckt noch mit Zucker und Salz ab. Saure Eier. Man bratet dünne Speckscheiben in flacher Pfanne aus, schlägt acht Eier darauf, würzt mit Pfeffer und Salz, legt sie auf eine erwärmte Schüssel, läßt in dem siedenden Speckfett zwei bis drei Lösfel guten Essig aufkochen und gießt dies über d?e Eier. Leberreis. Derselbe ist vorzüglich zu Fleischbrühe und wird von einem halben Pfund Kalbsleber, 2y2 Unzen Butter, 2 Eigelbe und einem ganzen Ei bereitet, für eine Tischgesellschaft .von 10 Personen. Die Leber häutet man, wiegt sie ganz fein, vermischt sie mit der zu Schaum geriebenen Butter, fügt die Eier, etwas zerstoßenen Majoran, Pfeffer und Salz und so diel Semmelbrösel hinzu, als erforderlich ist, die Masse zu einem knödelartigen Teig zu binden. In ein groblöcherigesSie'b gethan, drückt man denselben der wie gequollener Reis in kleinen Körnern durchfallen muß nachdem man ihn zuvor noch mit etwaS Brühe, in welcher ein halberTheelässet Fleischextrakt aufgelöst wurde, geschmeidig gemacht hat, in die sie Sende Brühe. Kalbsgehirns alat. Einige Kalbsgehirne werden in mit Essig und Salz gemischtem Wasser und Zwiebelscheiben gar gekocht, erkaltet in große Scheiben geschnitten, im Berg in die Mitte einer runden Schüssel geordnet, dabei mit Essig und Oel besprengt und mit weißem, gestoßenem Pfeffer gewürzt. Grün abgekochte junge Schnittbohnen werden abgetropft, mit Oel. Essig, fein gewiegten Zwiebeln und Pfeffer angemacht, im Kranz um das Gehirn gelegt und das Ganze mit Kapern überstreut. Hammel st eaks in Kräut e r f a u c e. Die nöthigen Steaks werden geklopft, gepfeffert, . gesalzen und in steigender Butter gebraten. Die Sauce wird allein bereitet. Einige geputzte Champignons, ein Sträußchen grüne Petersilie und einige Schalotten werden nach dem Waschen und Ablaufen seh? fein gehackt; in einerKasserolle läßt man 2 Unzen Butter und 2 Unzen feingeriebenen Speck zergehen, fügt ein Mas 'Weißwein, etwas kräftige Brühe dazu, sowie etwas Pfeffer, Salz, ein halbes Lorbeerblatt und wemg geriebene Muskatnuß, kocht alles zusammen auf, schmeckt ab, und gießt die sehr heiße Sauce über die Steaks. Frische Heringe, in Teig gebacken. Man säubere die Fische, von denen man, nachdem dies geschehen, Köpfe und Schwänze entfernt, salze sie ein, lasse sie eine Stunde liegen, streiche dann das noch vorhandene Salz ab und trockne sie mit einem sauberen Tuch gut ab. Alsdann wird von frischer Butter, weißem Reibbrot, fein . gewiegtem Schnittlauch, Salz und etwas weißem Pfeffer ein glatter Teig gemischt und vou diesem ein flachgedrücktes Röllchen in jeden Fischleib gedrückt. Danach bereitet man einen einfachen . Strudel- oder Ausbackteig, schneidet davon länglichrunde Stücke, so lang und doppelt so breit wie jeder Fisch, legt auf jedes Teigstück nahe zur Längskante einen Hering, schlägt die andere Teighälfte darüber, drückt die Teigkanten am Rande fest zusammen und bäckt dann diese kleinen Kuchen in heißem Backfett zu st' Zarbe aus, wonach sie abtropfer. ,,.,,,n und dann auf einer mit Serviettr belegten Schüssel angerichtet werden.. Die Heringe schmecken in dieser Form ausgezeichnet, der Teig darf nur nicht zu hell bleiben, sondern muß ordentlich braun sein, weil sonii di? Fische innen nicht gar sind. ' .
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