Indiana Tribüne, Volume 27, Number 299, Indianapolis, Marion County, 9 August 1904 — Page 6
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; v ( MutHlnreimgKeit cntftcbt lisch (int scblcditc Beschaffenheit des Magen. ? jI Gebraucht 1 i Dr. August Kocnlg's ä Hamburger Tropfe den großen deutschen Dlntreiniger. Sie reinigen den Magen nd beleben die Leder, wo durch reines Blut entsteht. Warum uicht rffc (2 (2 (3 G !p $ $ ? f sparen beim Einkaufe ihrer Möbel . . . .nnö .... eppllye . . . .sowie. . . . und I bei WILLIG'S 141 West Washington Str. r3 t42 Nord Pennsylvania Strafe. Hauptquartier für ZZviUen xxnb (Dpcvxxiafcv S" Brillen werden ach den besten Methoden bei klugen angepaßt. Sünstliche Augen werden schmerzlos eingesetzt. Einige ziehen das eine dem anderen vor. Dieselben sind gleich ebenbürtig. Zum Verkaufen in Taggarts Bäckereien und von Grocerys.
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Europäische Nachrichten.
Jrorinz ornrnem. Stettin. Dem Eisenbahnftationsassistenten a. D. Braese ist der Kronenorden vierter Klasse verliehen worden. Ertrunken ist der 7jährige Sohn des Schiffers Paul Richter aus Danziq. Der Knabe war von dem bei dn Schiffsbaulastadie liegenden Kahn seines Vaters in die Oder gestürzt, ohne daß es bemerkt wurde. A n k l a m. Bei dem Schützenfest in Sarnow kam der 15jährige Sohn des Statthalters Spreemann ausHermannsdors trotz wiederholter Warnung der Schußlinie zu nahe und wurde von einem Maurer durch einen Schuß auf der Stelle getödtet. Greifenhagen bei Stettin. Von einer großen Feuersbrunst ist die hiesige Stadt heimgesucht worden; fünf Wohnhäuser und dreißig Stallgebäude sind niedergebrannt. Das Feuer brach in dem Stallgebäude des Filzwaarenfabrikanten Walter auf nicht aufgeklärte Weise aus. Infolge lebhaften Nordostwindes wurde das Flugfeuer weitergetragen, so daß in kurzer Zeit viele Gebäude in Flammen standen. Eingeäschert sind: zwei Wohnhäuser des Kaufmanns Felix Gerloff, je eins des Malermeisters Pieper, des Filzwaarenfabrikanten Walter und des 'Landwirths Gaster. Ferner verbrannten die Ställe des Gasthofs Schwarzer Adler", des Kaufmanns Eastelli, der Kaufleute Prütz, Gebrüder Böhker und Wegner. Siebzehn Familien sind obdachlos geworden. Sowohl von dem Hausgeräth als auch von dem Inhalt der Ställe u. s. w. konnte nur wenig gerettet werden.. Der Brandschaden ist nur zum geringen Theil durch Versicherung gedeckt. Bei den Löscharbeiten erlitt der Fischer Franz Steinke schwere Verletzungen. K o l b e r g. In der See ertrank der Arbeiter Goertz, ein 47 Jahre alter, von einem schweren Nervenleiden heimgesuchter Mann, der sich am Strande seiner Kleidung entledigt hatte, alsdann in die See ging und seinen Tod fand. Neustettin. In Sparsee sind zwei Wohnhäuser, das des Gastwirths Engfer und das des Bauern Damerow, niedergebrannt. P y r i tz. In Schützenaue brannte das Wohnhaus und die Scheune des Kolonisten Fr. Lüpke, desgl. WohHaus und Stall des Kolonisten Fr. Wöhlke nieder. Fast sämmtliches Mobiliar, Kleidungsstücke u. s. w. sind Beiden verbrannt. Vieh wurde mit Ausnahme von Hühnern gerettet. Schivelbein. Der hiesige Schmiedemeister Dobratz, welcher sich in nächster Zeit verheirathen wollte, wurde von einem Pferde beim Beschlagen desselben derartig vor den Leib geschlagen, daß er im KrankenHause starb. W o l l i n. Am Tuckerdamm würd: der Seematrose Heinrich Nadmann von hier als Leiche aelande!. Vermuthlich ist Nadmann beim Anbordgehen verunglückt. .w.- " 75rorinz Schleswig-Kolllet,,. Schleswig. Kürzlich feierte die Stadtfelder Beliebung" in der nahegelegenen Wirthschaft Hohenzollern" ein Fest, wobei es zu einer furchtbaren Schlägerei kam. DaZ Messer spielte hierdei eine Hauptrolle und es ist eine Anzahl von Personen mehr oder weniger schwer verletzt wo:den. Der Vorarbeiter in der Knecht & Woerdemann'schen Lederfabrik, Wilhelm Schmidt, liegt im städtischen Krankenhause schwer darnieder, so daß man für sein Leben fürchtet; ferner haben der Telegraphenarbeiter Johann Steffens, die Arbeiter Wilhelm Grau und Hermann Diedrichsen erhebliche Verletzungen erlitten. A l t o n a. Die beiden Kinder des W. Niemann, ein Mädchen von 7 Iahren und ein Knabe von ca. 3 Jahren, waren von den Eltern beauftragt, nach dem Schuhmacher zu gehen. Auf Um Wege dahin, der am Lange'schen Mühlenteich vorbeiführt, lief der Knabe auf die Wiese und gerieth dabei in dcn Teich. Das Mädchen, das den Bruder retten wollte, versank ebenfalls und beide Kinder fanden den Tod im Wasser. Die beiden Leichen wurden geborgen und nach der Leichenhalle in Stellingen überführt. Der Vater, der durch einen Unfall verletzt wurde und eine kleine Rente bezieht, wird durch den Verlust hart betroffen. F e s h o l m. Schneidermeister Ludwig Christiansen und Frau fcierten das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Mit der Feier war eineKaffeetafel verbunden, an der nicht weniger als hundert Personen theilnahmen. G a r d i n g (Friedrichstadt). Lehrer und Organist a. D. Raabe und Frau feierten das Fest der goldenen Hochzeit. I tz e h o e. Das Kaiserstraße 14 wohnhafte kinderlose Ehepaar Rentier Kröger und Frau wurde von Nachbarsleuten todt im Bette gefunden. Sie hatten die Wohn- und Schl.ifzimmer an Reserveoffiziere vermiethet und wohnten in der im Keller gelegenen Küche. Dort war der Gummischlauch von dem Gasrohr abgeglitten, und da der Haupthahn mcht verschlossen war, waren die Schlafenden durch das ausströmende Gas erstickt. ' Kiel. Bei einem Neubau - in der Befeler - Allee stürzte das Gerüst zu-
lammen, wobei der Lehrling Karl Trumann herunterfiel und einenSchädelbruch erlitt. - Klein - Flintbeck. Die Altentheilerin Maqdalene Speck, geb. Stange, ist im Älter von 102y2 Iahren hier gestorben. Sie war die älteste Person in der Provinz. Arovinz Schkesten. V r e s l a u. Bei größerem Dachsiuhlbrande in der F'eldstraße 10 erlitten durch hereinbrechende Stichflammen Oberfeuerwehrmann Koitz, Gefreiter Mautke und Feuerwehrmann Klingberg von der hiesigen Verufswehr sehr erhebliche Brandwunden im Gesicht und an den Händen. Schutzmann Valentin Szymanski des IS. Polizeikommisssiiats feierte fein 25jähriges Jubiläum im hiesigen Polizeidienst. Seitens des Vorstandes und der Beamten des Reviers wurde dem Jubilar eine werthvolle Uhr mit Kette überreicht. B u ch w a l d. Der 30 Jahre alte Mllhlenwerkführer Heinr. Springer wollte in der Tiroler Mühle Zillerthal mit mehreren Collegen im Großteich ein Bad nehmen. Der Teich ist ziemlich tief und das Baden in ihm verboten. Springer versank plötzlich vor den Augen seiner Collegen in dieTiefe. Obgleich bald an's Land gebracht, waren . alle Wiederbelebungsversuche vergeblich. Ein Schlaganfall hatte den kräftigen Mann getödtet. G l o g a u. Ertrunken ist imOderHafen der Armenhäusler Wilhelm Jänisch. Sein Tod ist auf eigene UnVorsichtigkeit zurückzuführen. Er wollte einen auf. dem Wasser schwimmenden Teller erfassen, fiel in's Wasser und ertrank, ehe ihn herbeieilende Schiffer retten konnten. Nach längerem Sueben wurde die Leiche geborgen. K ö n i g s h ü t t e. Die hiesige Schneider- und Kürschner - Innung beging das Fest ihres 25jährigen Bestehens, an welchem mehrere auswärtige Innungen, sowie die hiesige Tischler- und Barbier - Innung theilnahmen. Auf unermittelte Weise entstand in dem Strohdache eines Hinterhauses des Bäcker Schwainoch'schen Hauses zu Kamin ein Brand, der sich infolge des herrschenden Windes schnell verbreitete. Dem verheerenden Elemente fielen außerdem noch die Dächer von vier Wirthschaftsgebäuden zum Opfer. Lanqenbielau. Fabrikwebcr Gustav Geißler von hier wurde auf dem Wege von Seherrsau.nach Langenbielau überfallen und erstochen. Der bfcsigen Polizei gelang es, die Thäter zu ermitteln und zu verhaften. Es sind zwei junge Leute; der eine stammt aus Weigelsdorf, Kr. Reichenbach. der andere aus Raudnitz, Kr. Fracnstein. Das Motiv der That soll ein Streit sein, den der Erstochene mit den Thätern in einem auswärtigen Gasthause gehabt hat. FroVinz Zosen. Posen. In einer der letzten Stadtverordneten'- Sitzungen theilte Oberbürgermeister Dr. Wilms mit, daß ihm Namens der Erben des verstorbenen Kaufmanns Max Kantorowicz vom Stadtverordneten Franz Kantorowicz 50,000 Mark als Stiftung für Gewerbetreibende und Handwerker überwiesen worden sind. Aus dieser Stiftung sollen Handwerker und Gewerbetreibende ohne Rücksicht auf ihre Nationalität und Religion Unterstützungen zur Gründung oder Fortführung ihres Geschäftsbetriebes erhalten. Erpel. Beim Waschen der Schafe, als er über den See schwimmen wollte, ertrank der Besitzer Christoph Strutzberg von hier. G n e s e n. Beim Baden ertrank der einzige 14jährige Sohn der Hebamme Reimann. Den Mitbadenden qelang es nichts ihn zu retten. Kobylagora. Bei einem auf dem Gehöft des Häuslers Malek ausgebrochenen Brande ist sein ein Jahr altes Kind in den Flammen umgekommen. Eine ältere Schwester, die das Kind zu bewachen hatte, lief beim Ausbruch des Brandes aus Angst davon und als die Löschmannschaften das Wimmern des Kindes hörten, war an eine Rettung nicht mehzu denken. R o g o w o. Bet einem großen Brande in Lubtsch ist auch die dortige Kirche zerstört worden. Da die Gemeinde nicht in der Lage ist. eine neue Kirche zu errichten, so wurde ein Betlokal am Pfarrhause erbaut. S ch u b i n. Das Kaufmann Ernst Kiehn'sche Ehepaar feierte Hierselbst seine goldene Hochzeit. S ch ö n l a n ! e. Der 26jährige Fuhrwerksbesitzerssohn Frieske ist beim Baden der Pferde feines Vaters ertrunken. Er war der einzige Sohn und Ernährer seiner bejahrten Eltern. Die Leiche wurde nicht gefunden. -Arsvinz Sachsen. Magdeburg. Ein mächnger Brand wütbete auf dem Grundstück der Schneidemühle und Kistenfabrik von Max Simon in der Umfassungsstraße No. 88. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das zwei Geschoß hohe, langgestreckte Fabrikgebäude in allen seinen Theilen in hellen Flammen; die daneben stehenden Holzstapel waren theilweise auch schon vom Feuer erfaßt. ' Es galt hauptsächlich, den Brand auf das Gebäude zu beschränken und ihn von den großen Holzvorräthen fernzuhalten, was auch gelang. Von dem Fabrikgebäude war nichts mehr zu retten; es brannte vollständig aus.
Mik Habersack's Zchreibcbrief.
352. GeLbrter Mister Edithor! Wenn ich noch e Kid warn un hen en dumme Streich gemacht, dann Hot mich der alte Mann immer das Knie gelegt un Hot mich so verhammatscht, das ich for e Halmes Johr der beste Bub in die ganze Taun gewese sin. Ich duhn wische, daß mein Däd noch lewe deht un er deht mich jetzt als noch emol mei Kalbsfell Lerwe; bikahs wann ich jetzt en dumme Streich mache,, dann hen ich Niemand, wo mich Widder uff den Weg der Besserung bringe duht. Ich will's Jhne nur sage, daß ich selles Entertehnment uffgemacht hen, das is so en fuhlischer Streich gewese un mein alter Mann hätt mich schuhr genug dafor e Licken gewwe, daß ich mich nit e Halmes Jahr, nosser, daß ich mich for e ganzes Jahr un noch mehr behehft hätt. Was hen ich for e Bißnes gehabt e Entertehnment uffzumache? Ich sin doch nit in den Schoh-Bißnes un biseids das is das Bolies-Departement auch gar nit mein Diepartement. Awwer es kommt ein Nonsens aus den annere. In die erschte Lein is es gar nit mei Bißnes gewese, den Burkler zu ketsche; dafor is die Blüies do. Wann ich das nit gethan, dann hätt ich auch die Boliesfors nit gefeiert un hätt die Ecktersch nit geheiert un hätt vor alle Dinge kein Entertehnment uffgemacht. Ich hen Jhne verzählt, was es for e Sensehschen gewwe Hot, wie der Körten gerehst is worde un ich hen mit all die Ecktersch-Lehdies mit zugespitzte Schnute gestanne. Ich hen ja off Kohrs den Kehs ecksplehnt, awwer es Hot's mich Niemand geglaubt un Se hätte nur emol sehn solle, was se die Köpp zusammengesteckt hen un getuschelt hen. Ich hen gut genug gewißt, daß das alles von Wege mich war, awwer ich hen vorläufig nicks drum gewwe. Well, die Ecktersch hen noch e paar Pieses gewwe un dann hen ich enaunzt, daß das Programm jetzt iwwer wär un hen dieselwe Zeit gesagt, daß for unser schönes Entertehnment in e förschtkläß Weg zu finnische, noch e wenig gedanzt wer'n sollt. Wie ich eckspecktet gehabt hen, Hot das all die Piebels gepliest un in die erschte Lein die junge Lehdies. wo jede mit ihren Verhältniß dogewese is. Ich hen jetzt gedenkt, den Weg, do deht all das böse Fieling fortgeschafft wer'n un Ende gut alles gut. Awwer sehn Se, da sin ich Widder emol mißtehken gewese un es is, denk ich, der fuhlischsie Streich von alle gewese, wo ich gemacht gehabt hen. Denn denke Se emol, der erschte Wahlz Hot hardlie gestart gehabt, do stn all die Ecktersch un die Ecktersch-Lehdies in ihre Stehtsch-Kostjuhms eraus komme un hen mitgedanzt! Well, sell is e Sensehschen gewese. Wisse Se, an die Stehtsch guckt so e Latt Lehdies in Teits arig schön, awwer wann se in so e Suht mit die Sasseiethee Lehdies un die junge Mennfohks uffmickse, dann muß mer doch die Lein ziehe. Die Lehdies sin geschackt gewese, wie se das gesehn hen, awwer mit die Mennfohks is es ganz different gewese. Die hen einer nach den annere ihre Partnerfch gekwitt un hen mit die Eckterschlehdies gedanzt un hen geschmeilt, als wie e Vehbie, wann's e Stickelche Kändie sinne duht. Der Mister Mehr' is zu mich komme un Hot gesagt: Meik, dies hier Ding muß gestappt wer'n. Es wär ja nit so schlimm bei e Mäskerehd. awwer in poleit Sasseiethee könne mer das nit erlauwe. Es sin noch annere pramminente Piebels zu. mich komme un hen gesagt, wann ihr Minnister das ausfinne deht, dann hätt's geschellt un wann ich das Bißnes nit gleich stappe deht, dann dehte se all heim gehen. Well, wie der Danz iwwer war, do sin ich zu die Ecktersch gange un hen gesagt se müßte reiteweg in annere Suhts komme odder se müßte aus die Hahl fort. Do hen se sich dann auch fortgeschniekt un for e Weil war wieder alles in die schönste Ordnung. Mit einem Mol is es awwer wieder los gange. Unsere Ecktersch un die Eckterschlehdies sin in Kapper Juniforms eraus komme. Denke Se emol die Lehdies als Boliesmänner gedreßt! Well, das Hot's gesettelt. Unser Gäscht sin fort un instett sich bei mich for die gute Zeit wo se gehabt hen, zu bedanke hen se mich geschleitet und keinshot mich angeguckt. . Bloß die vsclmcc is zu mich komme un Hot gesagt-. Well, Meik, du bist e Pietsch!" Wie se das gemeint Hot, sell weiß ich nit, awwer uff jeden Fall is es en Rohst gewese. Wie die Leut all fort Ware, do hen ich mich in Front von die Fohrs uffgestellt un hen se angeguckt, als wann ich se hätt fresse wolle.' Ihr seid mich e feines Kraut, hen ich gesagt, wie könnt Ihr mich so Posse mache? Wißt Ihr denn nitdaß so ebbes nit diesent is? Ich
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sin eschehmt von Euch. Das werd noch schöne Folge hawwe, awwer ich duhn euch nit mehr .proteckte un mehbie ich hen auch gar keine Tschehns mehr, bikahs ich wer'n meiselbst vielleicht ge. feiert. Do is einer von die Ecktersch' vorgetrete un Hot gesagt: Mister Scherif, in den ganze Aeckte von die Piebels und von Jhne auch, könne mir sehn, daß dies hier Willetsch noch Wehbäck is. In annere Zitties is es die größte Ettreckschen, wann die Ecktersch in ihre Kastjuhms mitwirke, awwer hier, do versteht mer so ebbes nit. Sie sin so gut zu uns gewese un do hen mer gedenkt, mir duhn das am Beste epprieschjiehte, wann mer duhn was mer gedahn hen. Wann mir en Mißtehk gemacht hen, dann sin. Sie ganz alleins for zu blehme." Off Kohrs, sell hen ich gewißt, daß ich for alles zu blehme sin, das is ja immer der Kehs. Well, ich hen nit dazu gefühlt, noch mehr zu tahke un for den Riesen hen ich gesagt: Well mer wolle das Schlimmste hoffe. Geht jetzt an Euere Duttie un morge wer'n mer wohl mehr Dietehls ausfinne. Dann sin ich heim un hen mich in die Klapp gelegt, awwer so e restlesse Nacht hen ich noch nie nit gehabt. Wo ich hinge-' auckt hen, hen ich Lehdies in Teits ge-
sehn rni sin dann immer ferchterlich verschrocke. Ich denke das sin Hallunkenatzione gewese odder wie mer uff deitsch sage duht, Neitmehrs. Mit allerhand Riegards Juhrs Trulie, Meik Habersack, Eskweier un Scheriff von Apple JaZ Holie Terrer Kauntie. Eine Hochzeit des Mittelalters. Eine Augsburger bürgerliche Hochzeit des Mittelalters wird sehr ergötzlich wie folgt geschildert: Zu Augsbürg verheirathete im Jahre 1493 ein reicher Bäcker, Veit Gundlinger, seine einzige Tochter an einen Zinkenbläser (Zinkenisten Blauch), der aber Bürger werden mußte, um feine Braut zu erlanaen, und hernach einen Weinhandel anlegte. Der Vater, der seine Tochter außerordentlich liebte, ließ ihr ein kostbares Brautkleid machen, das aus lauter, einzelnen zusammengesetzten Stoffstücken und blauem Seidenanzug bestand. Damals setzten sich nämlich die -kostbarsten Frauenklewer aus lauter einzelnen Stücken zusammen, die mit schmalen Tressen zusammengefügt waren. Die Nähte waren mit goldenen Spangen besetzt; den Saum des Oberkleides umfaßte eine breite Goldspange, und i der Unterrock, war mit köstlicher Arbeit gar wohl genäht". Um die Taille schlang sich gleichfalls eine Goldspange, und die Armbänder waren besetzt mit edelm Gestein", die Strümpfe hatte die Braut gebunden mit güldenem Fädlein" und die Schuhe waren reich beblecht mit Silber. Kurz, die Braut war so trefflich herausaeputzt, daß die Leutlein äff der Gassen" sie in's Angesicht lobten, und an dem köstlichen Bräutlein sich nicht ersättigen konnten" der Bräutigam trug ein graues Röcklein", große Schnabelschuhe und um den Hut eine breite Goldspange. An den Schuhen gemeine? Leute waren die Schnäbel einen halben Fuß, an den Schuhen großer Herren zwei Fuß lang. Sie waren mit allerlei Figuren und Schnörkeln geziert, auch wohl die Spitzen mit Schellen besetzt. Nachmittagö nach der Trauung wurde an 60 Tischen gespeist, und an jedem Tische saßen 12 Männer, Junggesellen, Frauen und Jungfern, zusammen 770 Hochzeitsgäste, unter denen Rathsherren und vornehme Frauen waren, was viel Freude und Lustigkeit gab durch einander". Die Hochzeit dauerte acht Tage. Es wurde so gegessen, getrunken, getanzt und geickwärmt, daß am siebenten Tage schon viele wie todt hinfielen, und nur durch den Lärm der anderen wieder zu sich gebracht wurden. Auch wurde gar freundlich und zärtlich gebuhlet, geneckt und geliebt, und die erfreuten Rathsherren sagten den hübschen Bürgerweibern viel Schönes vor, was diese ihrer lieben Obrigkeit gern glaubten. Zu diesem Ehrentage hatte Gundlinger in's Haus geschafft: 20 Ochsen, 49 Zicklein. 500 Stück allerlei Federvieh, 30 Hirsche, 15 Auerhähne, 46 gemästete Kälber, 900 Würste, 95 gemästete Schweine, 25 Pfauen, 1006 Gänse, 1.000 Hechte. Barben. Aalraupen, Forellen, Krebse u. s. w. Nach ausgerichteter Hochzeit blieb aber noch so viel übrig, daß es noch ein großes Traktament hätte geben können. An baarem Gelde gab er seiner Tochter 3000 güldene Stücke" mit, die übrige Ausstattung war so reichlich, daß die gute junge Frau davon noch aufheben konnte für ihre Kindeskindlein". Die Gäste schenkten ansehnlich, wobei 'der Chronist jedoch bemerkt: Die ärmsten Bürger gaben mebr als die fettesten Rathsherrlein." 'Die Bäckerknechte, ihrer 170 an der Zahl, ließen sich ihrem Herrn und Meister gegenüber nicht schlecht finden und verehrten einen, eine halbe Elle hohen Pokal, in welchem ein zweiter, dritter und vierter stak, immer einer kleiner als der andere. Und damit" heißt es zuletzt waren die beiden zusammengegeben. Gott gesegne ihnen das alles !" ' Aus der Schule. Ich habe Euch jetzt von der Klapperschlange erzählt. Wer kennt ein ähnliches Thier dem man ebenfalls nicht trauen darf' Der Klapperstorch!"
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