Indiana Tribüne, Volume 27, Number 299, Indianapolis, Marion County, 9 August 1904 — Page 1

O o oo rsscssssn MSZW?? 5 Tage und rountagsblatt fi lOo Der Woche, f CSSe5SQSÄ?l g Tage uns ,C ,6 rAX) rA .AWA 1 C uiiuiuyuiun (i a 4 m a T jm 4 4 111 i r i i 111 lOofccr Woche. Ul V .. kH LKyJ-wv Osyo SSTT!SFTSL Erscheint jeden Nachmittag. Jahrgang 27. Indianapolis, Ind., Dienstag, 9. August 1904 No. 299.

Ml

tXwQC

9

r

iCV

r 1 I

ss

Eisenbahn fährt durch eine offene - Zugbrücke. E o a n s v i l l e. 9. Aug. Während gestern Abend die Zugbrücke, welche in der Mhe von SpottSvillee, Ky., den Green River überspannt, geöffnet war, um dem mit Passagieren beladenen Dampfer Crescent City" die Durch' fahrt'zu gestatten, fuhr ein Zug der LouiZville. Henderson & St. LouiS Bahn, dessen Jngineur die WarnungS lichter nicht gesehen, durch die Ozffnung in den River: die Lokomotive, neun geschlossene Frachtwagen und ein Vieh wagen stürzten ab, den Fluß auf dieser Stelle blockirend. Jngineur und Hei zer, sowie zwei als blinde Passagiere fahrende Neger, verloren bei dem Un glücköfalle ihr Leben. Der Bremser

rettete sich durch einen Sprung. Der Dampfer befand sich in nächster Mhe der Brücke, als der Lotse Michael Kep linger die Dampfpfeife des Zuges hörte und sofort Contredampf geben ließ, so daß der Dampfer nicht in die Durchfahrt der Brücke einfuhr. DieS rettete den Dampfer und die Paffagiere desselben, auf die sonst vielleicht der Zug hinabgestürzt wäre. Man nimmt an, daß der Jngineur deS ZugeS, durch ein elektrisches Licht geblendet, die Brückenlichter nicht sah. Fenerwehrmann verletzt. Wm. Scott, ein Feuerwehrmann der No. 6 Schlauch-Companie an der West Washington Straße, fiel heute Mor gen, während sich seine Companie auf dem Wege nach dem Feuer No. 365 Süd Illinois Str. befand, an der Ecke der Meridian und Georgia Str. vom Wagen und verletzte sich derartig. daß er zur Behandlung in'S DiSpen sarium überführt wurde. Das Feuer richtete nur geringen Schaden an und war bald gelöscht. Mit Schrotkngeln gespickt. Herman Preston, ein 33 Jahre alter Farbiger, wurde gestern an der Süd Meridian Str. wegen Bummelns der haftet. Preston giebt seinen Wohnort als Buffalo, N. I., an. Der Körper des Mannes war mit Schrotkugeln förmlich gespickt.. Er giebt an, daß er in der Nähe von St. Louis, als er durch ein Feld ging, von einem unbe kannten Mann mit einer Flinte ge schössen wurde. Seine Wunden wurden im Dispensarium verbunden und dann wurde er eingesperrt. Ballon wieder erlangt. I. A. Bartley, der Aeronout. dem neulich sein Ballan abhanden gekommen, erhielt heute Nachricht, daß der. selbe durch Geo. Rainer, 835 Maple Straß?, 5 Meilen südlich von hier aufgefunden und heimgenommen wurde. Rainer verlangte $5 Bergelohn; zuletzt jedoch einigten sich Eigenthümer und Finder dahin, daß Bartley 18c Jnse. ratkoften und $1 Fuhrlohn zahle und darauf hin seinen Ballon wieder er hielt. in BedanernSverther Zustand. Bruce Thomas, 411 an der Keystone Avenue wohnhaft, wurde heute Morgen an der Randolph Straße verhaftet und in die Station überführt. Tho ma5 ist irrsinnig und die Nachbarschaft fürchtete sich vor dem Manne. In der Station ergab e5 sich, daß er an Ber folgungswahnsinn litt. Erbat, man möge ihn vor den anderen Mitgefange nen schützen, da dieselben ihm nach dem Leben trachten. Zuletzt wurde seine Ueberführung in eine separate Zelle nothwendig und selbst hier noch beschäftigte er sich mit der Untersuchung der Eisenftäbe und der eisernen Wände usw. um zu seheu ob vielleicht nicht doch noch irgendwo ein verborgener Feind durchschlüpfen könne. Er wird höchstwahrscheinlich in .die StaatSirren.Anstalt überführt werden. Gottlied L eukhardt, .Die gemüthliche Ecke," Ecke Noble und Market Str

Der Deutsche Tag.

Kein Deutscher sollte am nächsten Sonntag im Germania Park fehlen. Die Veranstalter der Deutschen Tag Feier, welche am nächsten Sonntag im Germania Park abgehalten wird, geben sich mit Recht der Hoffnung hin, daß da? aesammte Deutschthum der &tdt sich an demTage im Park versammeln wird. Wozu ein Deutscher Tag? ES wird jetzt wieder vielfach die Frage aufgeworfen werden : WeShalb feiern wir eigentlich einen Deutschen Tag, zumal in Gegenden, wo das deutsche Leben noch kräftig pulsirt? Der deutsche Tag ist ein Gedenktag, an welchem nicht nur die eingewanderten, sondern auch, und vielmehr noch, die eingeborenen Deutschen ihren An theil haben, ein deutfch-amerikanischer Pilgrimstag zur Erinnerung daran, daß das deutsche Element gerade so früh und gerade so emsig an dem Grundbau deS großen amerikanischen Gemeinwesens geschafft, gerade so viel zum Ausbau desselben beigetragen und so eng mit dem amerikanischen Volks thum verwebt und verwachsen ist, wie das englische, schottische, irische, wenn eS auch nicht Buch und Protokoll dar üher gesührt hat, so daß bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts das Feld der deutsch ' amerikanischen Ge schichtsforschung fast brach gelegen hat. Die deutschen Pilgerväter kamen aller dingS nicht ganz so früh aus dem alten Welttbeil in den neuen, wie die bei Plymouth Rock gelandeten englischen, sondern erst im Jahre 1683 unter Dr. Franz Daniel PastoriuS' Führung, wenn auch stammverwandtes Blut Manhattan und die atlantische Küste, nördlich und südlich von der Delaware Mündung schon früher beste delt hatte. Anstoß zur ersten organi sirten Auswanderung aus dem eigent lichen Deutschland nach Amerika wurde durch William Penn nach seiner Er Werbung von Pennsylvanicn gegeben. Sie kam aus dem Rbemtkal. wo Ludwig der Vierzehnte seine Mord brennerbanden . auf Clsak und die Pfalz losgelassen und WormS, Speier, Heidelberg, Mannheim und Dutzende von anderen Städten verwüstet hatte. In dieser Zeit der tiessten Noth kam der englische QuäkerLord ins Rhein gebiet und warb überall für seine Ko lonie und seine. Lehre. Er bot Land sehr billig aus und dieses führte zur Bildung der Frankfurter Landcom pagnie, welche PastoriuS zu ihrem Be vollmächtigten bestellte. Am 20. August 1683 landete Pasto riuS mit seinen Begleitern in Phila delphia und am 6. Oktober desselben JahreS kamen in einem anderen Schiffe einige zwanzig deutsche Familien nach. die ersten wirklichen Ansiedler. Am 24. Oktober 1683 wurde Germantown, unfern dem Philadelphiaer Stadtge biet, oberhalb der SchuyUill-Fälle aus aeleat. und sofort mit dem Bau von Kellern und Hütten begonnen, Pasto riuS erzählt, daß man die Stadt gerx Armentown genannt habe, und sagt in einem seiner vielen hier geschriebenen Bücher: Weder mag genug üeschrie den, noch von den vermöglichen Nach kommen aealaubet werden, m was Mangel und Armuth anbey mit welch einer christlichen Veranüallchkelt und Fleiß diese Germantownship begunnen sey-. So ärmlich ging eS in den ersten Jahren in der kleinen Kolonie zu. Ader es blieb nicht lange so. Die An fiedler von Germantown legten sich auf den Flachsbau, die Rebenzucht, die Spinnerei und Weberei, was !m Ger mantowner Stadtwappen durch das Motto "Lirrnrn, Vinum et Textri num Lein, Wein und Webeschrein angedeutet war, und hatten Erfolg damit. . Mit den Ureinwohnern, den LenopeJnd!anern, am Delaware und Schuylkill standen die Deutschen im besten Einvernehmen, im Gegensatz zu den Englischen, welche viel Streit mit den Rothhäuten hatten. Germantownship war in vier Di

strikte getheilt, in Germantown, Kreis heim. Sommershausen und Krefeld. Im Juni 1691 schon baute PastoriuS ein Gemeindehaus und legte ein RathhauS an. Das Rathssiegel war ein Kleeblatt, auf dem ein Weinstock, eine Jlachsblume und eine Weberspule abgebildet waren.. Unmöglich hätte der Gründer der ersten deutschen Kolo nie ein sinnigeres Wahrzeichen für die

Mission 'der Deutschen in der neuen Welt erdenken können. Bescheiden wa ren wohl die Anfänge deutscher Sied lung und Kultur am atlantischen Ge stade, aber ein großes Denkmal haben die einfachen Pioniere sich in der Geschichte des Landes gesetzt, das weder die Zeit zerstören, noch der Neid ver kleinern kann, das ist: Der erste Protest & V t r. n . c gegen oas nucywurvlge nnixur oer iklaverei auf amerikanischem Boden. PastoriuS hatte rechtschassen dagegen geeifert. Diesem bedeutenden Manne widmete Dr. Otto Seidenfticker folgenden Nach ruf: Ehre seinem Andenken! Er hat in mehr als einer Weise die Auszeichnung gerechtfertigt, welche die Geschichte ihm zugedacht, vor allem aber dadurch, daß er als deutscher Mann,, der in weiter Ferne vom Vaterlande seine Hütte baute, sich selbst treu blieb und für deutschen Biedersinn, deutsche Gewis m . . , M i mm envamakelt und oeut aen rnnn m Amerika ein würdiges Vorbild wurde. Daß man dieses alle Jahr mindestens einmal hört, daß in dem Beispiel un serer Pioniere nachlebt und dafe den Nachkommen eingeimpft werden soll, was für ein herrliches Vermächtniß ihnen von ihren" Pilgrimsvätern hin terlaffen wurde dekyald sollen wlr den Deutschen Tag feiern. Polizeiliches. W m. Willspaugh, d e r i m Staats - Irrenhause soweit gehalten wurde, gelang eS gestern von dort seine Flucht zu bewerkstelligen. Die Polizei ist auf der Suche nach dem Manne. Frau Darton, 320 West Mar. ket Str. meldet, daß ihre 30 Jahre alte Tochter Minnie, die geisteS schwach sein soll, vom Haufe ihrer Mutter verschwand. . Die Mutter be fürchtet, daß das Mädchen sich Schaden zufügen könne und ersucht die Polizei, nach derselben Umschau zu halten. Die Residenz des Dr. C. A. Hollett, 649 Warren Avenue, wurde durch Diebe, die das Fliegenfenster entfernt, besucht, und $2 in Baar wurden ge stöhlen. Die Heimkehr deS ArzteS verscheuchte die Diebe, die durch daS Seitenfenster springend, ihre Flucht bewerkstelligten. Auf einen von Lena Stahl be schworenen Verhaftsbefehl hin wurde heute Joseph Parent, ein Schlächter aus Maywood, Ind., durch die Detek tive Holtz und Bray verhaftet. Parent soll der Frau 2 Koffer nebst Inhalt ge stöhlen haben. Die Anklage laute auf Großdiebstahl. Wegen Diebstahl und Tragen ver borgener Waffen wurde gestern EliS Brant Äon 1065 Northwestern Avenue verhaftet. Belle Dermott von 532 O. South Str. berichtete, daß seine Mutter von einem Hausierer mit einem falschen halben Dollar beschwindelt wurde. A. C. Anderson berichtete der Po. lizei, daß ihm aus seinem Zimmer sein Koffer gestohlen wäre; später stellte eS sich heraus, daß der Kutscher einer ExpreßwagenS denselben aus Versehen abgeholt und . nach der Bahn gebracht hatte. . , . Er-SenatsrVeft Lrftorben. S t. L o u i S, 9. August. ES wird gemeldet, daß der frühere Senator George Graham Best heute Morgen 5 Uhr nach längerer Krankheit, in seiner Residenz, Sweet SpringS, Mo., ge storben ist. Er wurde in Frankfort, Ky., am 6. Dezember 1830 geboren. Best war das letzte überlebende Mit glied des einstigen Conföderirten Se nateö. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellow".

Eisenbahnunfall und Feuer in Plainfield.

Der hier um 2:50 Nachmittag fällige von St. Louis kommende Vandalia Personenzug entgleiste gestern in der unmittelbaren Nähe deS 18 Meilen westlich von hier belegenen OrteS Plainsield. Fünf Waggons kamen vom Geleise und geriethen in Brand. Die Flammen verbreiteten sich nach dem unmittelbar neben dem Geleise belege nen PlatnNeld letretde Elevator. Derselbe wurde total zerstört. Da Gefahr vorhanden war, daß die Flammen ihren Weg auch nach den be nachbarten Oelbehältern der Standard Oil Co. und nach einer Möbelfabrik bahnen würden, so wurde, da der Ort keine Feuerlöschvorrichtungen besitzt, die hiesige Feuerwehr um Hülfe gebiten. Dieselbe wurde auch bereitwilligst ge währt. Eine Dampf- und chemische Spritze wurden per Bahn nach der.Brandstätte gesandt. rc; oy. t;f n-.rr: . v , . VilJlC UUAUUl -OUIIUU1CIE IslUIDE DIZ letzt; dieselben wurden nach der Bahn i ii o - ftation gebracht, woselbst ihnen ärztliche Hülse zu theil wurde. Sehnsucht nach seinen Kindern. , Noah B. Smyth reichte im Gericht gestern ein Gesuch ein, in welchem er UM eine Modisicirung der Scheidungs Bedingungen von seiner früheren Frau nachsucht. Das Gericht gab seiner von ihm geschiedenen Frau Lela P. Smyth die Obhut über die Kinder und verurtheilte Smyth zum Unterhalte der selben monatlich $20 zu zahlen. Seine geschiedene Frau jedoch, sagt er, be kümmere sich wenig um die Kinder und sie sei diel größte Zeit von ihnen ge trennt, während seine zweite Frau eine große Liebe für dieselbe habe. Deshalb ersucht er das Gericht, ihm die Aufsicht über die Kinder wieder zu ertheilen und die erste Entscheidung umzustoßen. Feuer. In Folge eines schadhaften Schorn steins entstand gestern in dem Hause No. 809 Chadwick Straße ein Feuer. Schaden S100. Brandstifter setzten gestern den zum Hause 516 AgncS Str. gehörenden Schuppen in Brand. Schaden unbe deutend. Keine Wirthfchafts-Licens be willigt. Vor einiger Zeit gruben die Park Commissäre eine alte, längst in Ver gessenheit gerathene ffädtische Ordinanz aus, welche vorschreibt, daß innerhalb von 500 Fuß eineS öffentlichen Parks keine Wirthschaft etablirt werden soll, und sie beschlossen, darauf zu sehen, daß diese Ordinanz auch befolgt werde. Kürzlich erwirkte Henry Arszmann von den Connty-Commissären eine Staats-Lizens, um eine Wirthfchaf nahe dem Militär-Park, an der Südoft Ecke der Ohio- und West-Straße, zu etabliren. Stadt-Controlleur Dunn aber ver weigerte ihm gestern die städtischeL izens indem er sich auf den Ukas der Park Behörde berief und erklärte, die An ordnungen derselben respectiren zu müssen. Arbeit für die Groß-Ge-schworenen. Vreston Asber aus ColumbuS. der am Samstag von den DetectiveS Hau ser und Larsh unter der Anklage, seinem Onkel eine Uhr gestohlen zu haben, verhastet wurde, verzichtete gestern auf ein Vorverhör und wurde an die Groß geschworenen überwiesen. In kritischen Znstande. Das Besinden des am Nervenfieber erkrankten Polizisten Michael Lawlor hat sich dermaßen verschlimmert, daß wenig Hoffnung auf Genesung vor fctXtf tfl - sC httXtf stA St rlvaw I tUllUbl I. Vfc VtlIVfc tUf frltb l Wohnung 827 Buchanan Straße.

DaS Vnudestnrnfest.

Zweite Versammlung deS Festausschusses. Der Festausschuß für das Bundes urnfeft war gestern Abend in Sitzung. Auf Empfehlung des FinanzauS chusseS beschloß die Versammlung, die Mittel zur Bestreitung der Unkosten durch feste Beiträge Seitens der Freunde des TurnwesenS aufzudrin gen und vorläufig von Schaffung eines Garantiefonds ganz abzusehen. Wie die Herren vom Finanzausschuß erklärten, ist ihnen ein liberalers Ent gegenkommen der Jndianapoliser Ge chästswelt gewiß und die nach sorg. fältiger Veranschlagung' der Unkosten nöthige Summe wird gesichert werden. Ein etwaiger Ueberschuß soll irgend einem onentucoen. aememnükmen Zweck überwiesen werden. Vors. Robt. Nix machte bekannt. daß der Bundesvorort den Turnlehrer Hugo Fischer zum technischen Leiter des Bundesturnfestes ernannt habe. Als Preß'Comite ernannte der Exe cutiv'AuSfchuß die Herren: Phil. Rap paport, Armin Bohn und Carl Lieber. Hierauf Vertagung bis Einberufung durch die Executive. Sehr vernünftig. Stadtvater M. I. Shea von der 10. Ward, von der Ansicht ausgehend. daß noch viel Wasser den White River hinablaufen wird, ehe die gefährlichen Eisenbahnkreuzungen in der Stadt höher gelegt sein werden, wird in der nächsten Sitzung des Stadtraths eme Ordinanz einreichen, welche vorschrei den wird, daß an den neun Eisenbahn kreuzungen seiner Ward Schlagbüume und Wachtthürme angebracht werden. Diese Kreuzungen sind: Shelby und die Belt.Geleisen, Shelby und die Big Four-Geleisen , State und die Big FourGeleifen , Leota und die Big FourGeleisen, English Ave. und die Big FourGeleisen, . Cruse und Penn sylvania und die C. H. & D. - Gelei sen. Soutbeastern Ave. und Oriental Str. und die Pennsylvania und C. H. & D.-Geleifen, State und die Pensylvania und C. H. D.'Geleisen, Fletscher Ave. und die Big Four . Ge leisen. -. Personal-Notizen. Mh. w m Ale verrn vu o e r t l e v e r. Richard Lieber und W m. Nash sind gestern nach Lewiston, Jdaho, gereist, woselbst ste die Gäste deS Hrn. Wm. Kattenbach, eines früheren Jndianapoliser Bürger, sein werden. Mit diesem zusammen wer den sie sodann eine längere Jagd Tour in'S Gebirge unternehmen. Herr Fred W. K o e ck e r t, der liebenSwürdiae Svecial Aaent der Deutschen Feuer-VersicherungS'Gesell schaft empfing gestern anläßlich seines Geburtstages viele Gratulationen und manches hübsche Geschenk. Stadtanwalt Henry Warrum ist von seiner Reisenach Europa, welche er vor 7 Wochen mit seiner Frau und Tochter antrat, wieder zurückgekehrt. Sie haben Frankreich, England,Schott land, Deutschland und die Schweiz be sucht. Frau Warrum nebst Tochter werden sich noch ein Jahr in der Stadt Hannover aufhalten, woselbst die Letz, tere betreffs Erlernung der deutschen Sprache, die Schule besuchen wird. Per Auto nach Boston. Herr und Frau' F. M. AyreS, welche in Begleitung von Fräulein Hoegh u. des Herr W. C. BobbS letzten Dienstag eine Automobiltour nach Boston ange. treten haben, sind am Samstag in Buffalo angekommen, haben also eine außerordentlich schnelle Fahrt gemacht. Den ersten Tagen wurden 180 Meilen zurückgelegt, der Weg wurde über Co lumbuS und Cleveland, O., genommen und hofft die Gesellschaft Boston' am Donnerstag zu erreichen. Herr AyreS berichtet, daß die Wege östlich von Cleveland nach Buffalo sich in keinem guten Zustande befinden. -

Ans der Coroner's Office. ,v . Die Untersuchung der Straßenbahn Catastrophe.

Louis Alexander, der ConducteurdeS verunglückten Straßenbahnwagens, än derte heute seine Aussagen von den vor inigen Tagen gegebenen dahin ab. daß er aussagte, daß er von dem Wagen bsprang. als er sah, daß derselbe durch den Zug würde getroffen werden. Dies geschah innerhalb 3 oder 10 Fuß vom Geleise und der . Strafen bahnwagen lief zur Zeit mit einer Ge. schwindigkeit von 2 Meilen per Stunde. Als sich der Waggon bis auf 20 Fuß der Kreuzung genähert hatte, sah er aus den Signalen des Bahnwächters, daß Gefahr drohte, zugleich aber be. merkte er auch, daß der Motormann etwas Außergewöhnliches habe. Der Motormann hatte den Strom umge dreht und die Reibung, sowie der durch dieselbe . erzeugte Brandgeruch zeigten ihm an, daß die Motoren nach Rückwärts liefen. Der Waggon ziemlich geschwind, jedoch nicht schneller wie gewöhnlich. Seiner Ansicht nach betrug die Fahrgeschwindigkeit deS ZugeS zum Mindesten 10 Meilen per Stunde. Die Handbremsen an dem Straßenbahnwagen, sagte Alexander, seien nicht für solche Fälle zu gebrau chen, sondern nur dann, wann der Waggon in Unordnung sei. m in St. Joseph's UnterstutzungöBerein. Die neuen Beamten. Der St. Joseph's UnterstützungS. Verein erwählte in seiner gestern Abend abgehaltenen Versammlung folgende Beamten:. Präsident Herman Bacher. Vice.Präsident Louis Schulz. Schatzmeister Geo. Paetz. 1. Secretär Carl Bue'nnagel. 2. Secreiär Joö. E. Strack. Comite 1. District: JoS. F. Fürst; 2. Raymond Boehm; 3. ChaS. Halb, leib; 4. JoS. Loechle; 5. John En geffer; 6. John Ebner. 1. Marschall Jacob Buennagel. 2. Marschall Ed. Arszmann. 3. Marschall JoS. P. Loechle. 1. Fahnenträger NicolauS Schroth 2. Fahnenträger H. A. Nolz. Thürhüter-Carl A. Sueß. Strnetnral Bnilding Trades Alliance." Zu der Sitzung der Structural Buildung Tradeö Alliance", die gestern im Denison Hotel abgehalten wurde, hatten sich nicht mehr wie die Hälfte der 45 Delegaten eingefunden, doch wurde die Sitzung trotzdem abgehal ten. Weder Geo. P. GubbinS von Chicago, der Präsident, noch I. R. Cavannaugh von Colorado SpringS, der 1. Vice-Prüsident waren erschienen und leitete deshalb der 2. Vice-Präsident Frank Dussy von hier die Versamm lung. ES wurde ein Beglaubigungs. Comite von drei Mitgliedern ernannt und setzt sich daffelbe auS folgenden Herren zusammen: A. S. Bainbridge von Minneapolis, Herman Lillian von Chicago und James Kieby von Chi cago. Der Sekretär und Schatzmeister der Union William I. Spencer aus Chi cago konnte der heutigen Sitzung nicht beiwohnen, da er im Denison Hotel nach seiner Ankunft erkrankt war. Wahrscheinlich Brandstiftung. Der kurz vor 1 Uhr heute Morgen vom Kasten 725 gegebene Alarm rief die Feuerwehr nach 1731 gleicher Ave., woselbst ein Feuer aufgebrochen war. Daselbe wurde prompt gelöscht. Scha den unbedeutend. Das Haus ist von Herrn Daniel Ritter, welcher sich zur Zeit mit seiner Familie in Lafayette befindet, be. wohnt. Die Feuerwehr fand an der Thür zur Küche eine Gasolinkanne, deren Inhalt angezündet wurde und daS Feuer verursachte.