Indiana Tribüne, Volume 27, Number 298, Indianapolis, Marion County, 8 August 1904 — Page 7
Jnbiana Tribüne, 8. August 100H
0000000OQ04Q0 O
Von Zweien geliebt 2 Uomsn von ? O Atkred QaXTsni X S00004ö0000000 (Fortsetzung.) Ihre wundersamen Augen hingen groß und leuchtend am Antlitz des jungen Gelehrten, während sie so sprach. Er empfand plötzlich unter dem Blick dieser tiefblauen Mädchenaugen eine leichte Unruhe, die sich noch steigerte, als Charlotte ihm zum Gutenachtgruß die Hand hinhielt.. Während er die kühlen, schmalen Finger mit den seinen umspannte, die fieberisch heiß zuckten, kam es ihm zum Bewußtsein, daß er hier Kavalierspflichten zu erfüllen ai& llt Ichon spät," itotterie ei hastig. Sie werden sich doch meine Begleitung vis zu Ihrer Thüre gefallen lassen?" Ein paar Minuten später schritten die Beiden Arm in Arm durch die enge, wie ein unterirdischer Schlund so dunkle Seitengasse, die nach dem Stadtgut ,ührte. Charlotte kannte jeden Fußbreit Wegs, sonst wäre sie mehr wie einer Anrempelung ausgesetzt gewesen unter der Leitung ihres gelehrten Ritters, der mit unentwegtem Muth immer wieder auf die Hauswände und vorspringenden Steinstusen lossteuerte. Sie wußte ihn in der Mitte der Straße zu halten, und dabei plauderte sie fröhlich und ernst auf ihn ein, befreit von dem Zwang, den vorhin am Theetisch die anderen, eifrig zuhören- ' den Gesichter auf sie ausgeübt. Manchmal schwieg sie ganz plötzlich und unvermittelt einen Augenblick, jeoch nicht n der Erwartung, daß er twas erwidere. Es war mehr, als horche sie hin auf seinen Athem, der so gepreßt und unruhig aus der schmalen . Brust kam. Und dann huschten blasse und fmstere Räthsel über ihr seltsames &tYifo. Kurz vor der Mündung der Straße stand Charlotte still und griff ohne Weiteres nach der Rechten des jungen Gelehrten. Herr Doktor." sagte sie, der heutige Abend war so schön, so schön für mich, daß ich unendlich bedauern würde, wenr er keine Fortsetzung fände. Das steht bei Ihnen. Aber ich wei'. Sie werden nicht -so grausam sein, ein vaar armen, sebnsücktiaen Menlckienäugen ren Ättck in Ihre Wunderwell zu verschließen. Sie wußte, es war viel zu dunkel, als dan seine schwachen, kurzsichtiger Augen auch nur einen Zug ihres Gesichts hätten unterscheiden können, aber sie lächelte ihn doch an, heiß, berückend. Und er mußte dieses Lachein empfinden und konnte sich nicht dagegen wehren. Er machte eme hilflose Be weauna und murmelte dabei: O, wie wie das wohl thut, zu wissen, daß daß so liebevolles Berständniß " er fand nicht öie rechten Worte, um den Satz zu vollenden, und schloß hastig: Ich danke Ihnen recht sehr für Ihre große Theilnahme, und ich hoffe, daß wir noch recht, recht oft so so genußreiche Stunden zusammen ver plaudern werden." Charlotte genügte diese Zusicherung, sie lächelte still vor sich hin und zog den jungen Gelehrten die wenigen Schritte bis zum Gut noch rasch Mit sich vorloärts. Aus einem erleuchteten Fenster des Wohnzimmers erklang die Stimme .Ferdinand Rebwaldts: Liebe Charlotte, bist Du das endlich?" . Ja, Papa," antwortete sie. Ich hatte mich in der Familie Hennig vervlaudert. lebr anaenebm vervlaudert nd der Herr Doktor war nun so freundlich, mich bis zu unserer Thür zu geleiten. Es ist und konnte mir also nichts geschehen. Du darfst ruhig sein." Ich danke Ihnen recht herzlich für Ihre Aufmerksamkeit, Herr Doktor' rief der Gutsherr. Und es wäre so liebenswürdig von Ihnen, wenn Sie gelegentlich nicht nur bis zu unserer Schwelle, sondern auch einmal über dieselbe kommen würden. Natürlich zu gelegenerer Stunde, als wir sie jetzt haben," schloß er lachend. Anton rief mit flackernder Stimme zurück, daß er der Einladung baldigst Folge leisten werde. ' Dann empfahl er stch..Am nächsten Tage schon ließ er sich im Stadtgut sehen. Später kam auch Tori und man trank den Kaffee in dem großen, prachtvollen alten Baumwuchs aufweisenden Garten, der sich hinter den Wirthschaftsgebäuden , hindehnte. Es war eine sehr aufgeräumte Tischrunde, die da im Frühlingssonnenschein faß. Namentlich Ferdinand Rebwaldt sprühte, von Lebhaftigkeit und guten Einfällen. All die schweren Sorgen der letzten Zeit schienen von seiner Stirn verscheucht. Mit einem raschen, dankbaren Seitenblick suchte er oft das Antlitz seiner Tochter, aber diese vermied es, seinem Blick zu begegnen. Er tröstete sich jedocb damit, daß sie, wie sie ihm versprochen, sich kämeradschaftlich an seiner Seite hielt. Ihm, dem gewandten, ausgelernten Weltmann, entging die feine, scheinbar absichtslose Koketterie nicht, mit der den neben ihr sitzenden Dr. Hennig umstrickte. Der junge Gelehrte brannte auf einmal nicht mehr darauf, möglichst bald seine große Reise anzutreten. Langsam, allmälig fiel er von dem Glauben
an oen einen (sott ao, als oer irnn
bisher seine Wissenschaft erschienen. Er war bund gewesen. Da schwebten ja noch ganz andere Gottheiten übe? die er schonen, lachenden Welt und gosr" ! 9 mf m ..... einen lo mazen. un aedeimnikvoll. . Zauber in die Herzen derer, die sich ihnen gläubig zuwandten. 5. K a p i t e l. as richtige, heißbrütende ErnteWetter lag über den Getreidebreiten, die sich dort seitlich vom Waldrand hindehnten. Es waren weite Flächen fruchtbaren Bodens. Die Halme mit den dicken. strotzenden Kornähren darauf, hoben sich hoch hinaus, über die Kopfe der fchweißgebadeten Arbeiter, die die Garben zu Pupven zusammenstellten. Auf dem einfachen, solid gebauten Korbwägelchen, das eben vom Dorf her in den Schatten des Waldrandes gerollt war, saß ein alter Mann mit tiefbraun eingetrocknetem, faltigem Gesicht, über dem die beinahe höhnisch lächelnde Ruhe emes bis zu grenzenloser Hartnäckigkeit eigensinnigen Charakters lag. Die lebhaft funkelnden Aeuglern unter den buschigen, weißgrauen Brauen stimmten vortrefflich zu diesem Gesichtsausdruck. Von Gestalt war der alte Mann, der die Zügel selbst führte, klein und unansehnlich, eingetrocknet wie das Gesicht. Als er den vor das Wägelchen gespannten, spiegelblank glänzenden Rappen m dem wohlthuenden Schatten hatte halten lassen, befestigte er gemächlich Zügel und Peitsche. Er stieg zedoch nicht-ab, sondern blieb ruhig wartend sitzen, überflog dabei aber mit scharfem Rück den Sjand der Arbeiten auf dem Feldgebiet, das ihm gehörte, fast so weit fern scharfes Auge trug. Weit drüben auf einem sonnenglühenden Feldweg hielt ein Reiter. Es war eine kraftvolle, geschmeidige Jünglingsgestalt, die da zu Pferde saß. I die Uniform hätte man sie stecken mogen, der Kopf mit dem energisch g?schnittenen, tiefgebräunten Gesicht hätte sich zu dem kriegerischen Kleid gleichfalls vortrefflich gefügt. Allein flo tes. lustiges Soldatenblut schien nicht m den Adern des jungen Mannes zu rollen. Seme Augen blickten gequält, fast finster. Eine Falle hatte sich zwischen ihnen eingegraben, dfe gewiß nicht die erste beste fröhliche Stunde fort wischen konnte. Sah mcr in die jungen, dunklen Augen turn zweiten Mal, so bemerkte man uvrrrafckt. dan der fmnere Ausorua zevocy rnöji va igene, Feststehende darin war. Eine träumerische, weiche Sehnsucht füllte sie. heraufgeschwebt aus den Tiefen eines innig und heiß empfindenden Gemüths. Diese, Augen hafteten augenblicklich auf emem Kindchen, das etwa ein Jahr zählen mochte. Es faß auf einem ausgebreiteten Tuch im Schatten eines alten Birnbaums, der einsam inmitten eines Kleeaäers stand, auf dem mehrere Frauen mit leuchtend bunten Kopftüchern die Ernte zu großen Haufen zusammentrugen. Dort unten vom Dorfher kam schon der schwere Wirthschaftswagen, der das duftende Futter heim in die Scheuer holen sollte. Eine der Frauen mit den bunten Tuckern war die Mutter des kleinen Knaben. Sie war vor mehreren Wo chen mit anderen polnischen Arbeitern und Arbeiterinnen nach Heidcrbach gekommen, um bei dem alten Meters in Arbeit zu treten. Der hatte sie rück sichtslos augenblicklich wieder fortschicken wollen, als er das Kind auf ihrem Arm bemerkte. Ganz zornig war er geworden. Eine Frau mit solch einem kleinen Kind könne doch unmoa lich arbeiten, wie er tl von seinen Leuten verlange! Sie solle sich nur weiterscheeren und anderwärts ihr Glück versuchen! Zitternd und bleich bis in die Lippen stand das junge Polenweib da und sah mit thränengefüllten Augen auf den kleinen Krauskopf in ihren Armen nieder. Sie murmelte, das Kind sei so artig, stundenlang bleibe es ruhig an dem Platz, wohin man es lege oder setze. Es halte die Mutter auch nicht einen Augenblick von der -Arbeit ab. Der Herr möge sie doch behalten, sie müsse ja sonst mit ihrem Kindz betteln gehen! Walter Böhme, der in der Nähe stand, trat dicht an die Weinende heran und jagte ihr tt, sie möge nur vor läufig mit den anderen in das Leute zimmer gehen und sich dort durch Essen und Trinkcn stärken, er werde noch einmal mit dem Onkel . sprechen und ihr Bejcyew bringen. Er erreichte wirklich von Onkel Pe ters, daß die Frau bleiben dürfte. Es war nicht allein das menschliche Mitgefühl gewesen, das Walter zu seine? Fürbitte bewogen hatte. Sein Kunstlcrauge war von der eigenartigen Schönheit der jungen Frau angezogen worden, mehr freilich noch von der stillen, ergebenen Trauer, die über ihrem ganzen Wesen lag. Diese Frau hatte schwerem Unglück in das unerbittliche Auge sehen müssen das fühlte er auf den ersten Blick heraus. Wer weiß, aus welch tiefem Herzekid sie sich tapfer emporgekämpft hatte, um in Zukunst nur ihrem Kinde zu leben! Dieses Kind nun hatte gen, nichts von dem Sprößling einer Arbeiterfrau an sich. Wundersam feingliedrig war es, mit großen, blauen Augen in dem schmalgeschmttenen Gesichtchen. ..Hans rief das bleiche Polenweib den Kleinen. Das ergab für Walter ein neues, interessantes Moment in der Geschichte der Unglücklichen, die' er sich in seinem warmen Künstlerempfinden t zurecht
legte. Nun, so lange die Arme in Hei-
deroach weilte, wollte er nach Kräften dafür sorgen, daß sie es möglichst gut
hatte. Er wies ihr stets leichte Arbeit schielte dabei aber zu dem Neffen hinzu und vor allem wußte er es immer über, dem eine liefe Nöthe in die Stirn so einzurichten, daß sie in seiner Nähe stieg, während seltsamerweise das Ge-
beschäftigt war. So konnte Niemand Wagen, ihr oder ihrem Kinde mit emem harten Worte zu nahe zu treten. Das Kmd war wirklich em kleiner Engel. an geduldigem Ausharren. Es schien gar keine Wünsche zu haben, Still saß oder lag es auf seinem Tuch und spielte Mit den Blumen, die ihn. seine Mutter vorher in die Händchen gegeoen. Seltsam träumerische Empflndungen öeschlichen ihn, wenn er so das
schone Kind mit den Blüthen spielen nutze ist, n.ir ein wenig Lehm emgesah. Wie unklare Sehnsucht überkam rührt habe, an dem ich in meinen müßi-
es ihn, es möchten auch für ihn liebevolle Hände da sem, die ihm Blumen reichten! Als er seinerzeit nach Heiderbach aekommen war, hatte es schlimm in ihm ausgesehen. Nur nach schweren Kämvfen hatte er sich zu dem Entschluß durchgerungen, sich dem Willen Onkel
Peters unterzuordnen und Landwirth Aber daß Du 'Dir zu Deinen Knetverzu werden. Allein diese Wunden, die suchen so hübsche Gesellschaft eingela-
ihm der Verncht auf seine Sehnsucht nach künstlerischer Bethätigung geschlagen, hatten nicht all'm m ihm geonnr cc ytir Mit war aefwssen Er litt unbeschreiblich unter der Kluft, die sich zwischen ihm und Charlotte Rebwaldt aufgethan. Sie liebte er, das seltsam schöne, eigenartige Mädchen. mit allen tiefsten und zärtlichsten Kräften seiner Seele! . I Solcher Zwiespalt zerriß sem Inneres, als er sich mit zusammengebissenen Zähnen der ungeliebten Arbeit hingab. Doch sie sollte willkommen sein, wenn sie ihm augenblicklich auch keinen anderen Segen in den Schooß werfen konnte, als den, daß er Abends 1 . i. i c . r"r i c . . . looimuoe, unsamg zu oenien uno zu empfinden, dem Schlaf in die Arme sank! Ein paar Wochen blieb der Segen ihm auch treu. Dann aber erwachten wieder all die quälenden Stimmen in ihm und schrieen durcheinander und 'rr. r i . . "11 en an icmer gemarierien eeie. Und nun war auch noch aus der Heimath das Gerücht zu ihm hergeschwirrt, zwischen Charlotte und dem reichen Dr. Anton Hennig werde wahrr f e m i I icnemiicn e.ne nerwoung zu lanve kommen. Da hätte Walter im erstezornigen Schmerz laut aufschreien möI . ... t .... p ... c i c
gen. Ei n.ar oraus uno oran. m 01: Tu ihr nicht aus dem Gutshos eine bleiHeimath zu eilen und Charlotte zur bende Unterkunft bieten? Um des ar-
Kede zu stellen, ob s, ihn wirklich so verrathen könne?! Aber als der erste f.;k....,.2'.sf..i".s' vnnr yuuwu.uuuviuuvv... Vv, stellten stch allerhand Erwägungen ein, L. :,A7. stss..K,;f ;J ' Wn Pirfi arinW l5r tmififr natü'r nl J?tliim um h Jrianl lich, wie schlimm es um die wirthschaftliche Lage des Stadtgutes bestellt war, und war gerecht genug, sich zu sagen, daß Charlotte sich nur opfere, wenn sie den reichen Dr. Henmg herrathe. Er selbst, den sie liebte, konnte ja vorläufig nicht das geringste thun, um ihr und ihrer Familie den Kampf um Ehre und Eigenthum zu erleichtern. So durfte er auch Charlotte nicht verdämmen, wenn sie gewiß in heißer, uummni, ivniii ifc "t schmerzlicher Selbstverleugnung - Hin - ging und einem ungeliebten Mann die rritM .v Aber trotz aller Vernunftsaründe mit denen Waller das zuckende Herz zu tAsj-&tt-t&'lt aav TtJPi4,A rt m a- imtrnn Vrtt NSiunde aufbrachen und ihn die alten Schmerzen schlimmer denn je folterten. Ein solcher Schmerzensausbruch überkam ihn seltsamerweise ganz plotz fr(y aI At Alts Vn i rtrrr t r aiTi 1 4Ui " vuu"iuvtH4ui tn SCThnrt hnn fcr CVnfw s-ZL Ms-?.
des b ün er wsmtt K n n Blll "ffen, konnte edoch nicht sterben. . S.lw cLh ti mK ,e,nen 'älu In ihren groben, dunklen Augen sla-Kl-nu. ckerte eine wahnsinnige Angst.'die 'sich
sollte, kam heran und der Lenker der beiden schweren Arbeitsgäule machte Olt CAJVVJtH, Wki VVtl tfVHV thli-yV4bil den schmerzlich verträumten Walter auf die qleichzeitlae Ankunft des alten rtJVA & KnZ kmE 1(1 m den Wa desschatt g Vtiil UUtlCUt'CU lUCi -Otitl. Villl iÄÄÄ S B der ÄS Ä ne den siat,l,chen zungen Reiler naher ..ty. Nun, mein lieber VtAl fi'fXl AmAI fJsA ,ui,ctl, tuctt,;:JXfr"'Ul''r;u r;y, . rn .k. ri:, w rtt. iiu I. vuw ?S2? ung dab yvw" .iiu6iiVimmel empor. Da droben fchaut's mor--,,V ..X. .'.X.l gen und übe .morgen auch noch Nicht anders aus. und wir bekommen den letzten sTm ftn'n nfm .Z rtHrdtt Ä ÄberMr schew. u.i vVuv vun uuu v-UD 5" iiuufcii. vuui fitr Abirrt Srm " s4i rrrU gewissen hämischen Ausdruck hinzu. UUVl VlVIll; VIV vv itlll tillkUi Selbstverständlich freue ich mich. daß wir mU dem Erntewetter solches Glück haben," antwortete Walter Böhme mit gelassener Abwehr m der tiefen. wohllautenden stimme. Du weißt jedoch, lieber Onkel, daß ich nun einmal mcht zu den allezeit Vergnügten aehore. Ich glaubte auch, daß Du Dich schon an diese meine Art gewohnt hattest, Aendern werd' ich mich wohl schwerlich." Der Alte verzog den Mund zu einem Grmsen, das nicht leicht zu deuten war. .Halt auch mcht viel von den Men--schen, die stch m Handumdrehen an dern.- Bin selber mein Lebtage ein etwas wortkarger, schwer zugänglicher rt.r.r r... c nv i 3i eu gcroqcn. immer mu uno gcrao meines vegcs gegangen. 2)cemes v .3 m rm
Wegs aber nicht auf romantische Ab-
Wege, wie Du, mein Junge " Er schwieq und nahm eine Prise. stcht um einen Schaden blasser wurde. ' Du hast mein Wort, Onkel Peters, daß ich dem Veruf eines Landwirthes, dem ich mich auf Deinen Wunsch zugewendet, meine beste Kraft widmen werde," sagte er. Ich hatte Dir dieses Wort gar nicht zu geben brauchen. Es ist ja wohl selbstverständlich, daß ein Mann das, wofür er sich einmal enticrneoen, mit aller Energie will und durchfuhrt. Wenn ich nun aber m dem alten Gartenhause, das zu nichts melzr gen Stunden herumknete, so solltest Tu eine so harmlose Nebenbeschäftigung" Papperlapapp," unterbrach ihn der Alte und kniff die Auaen ein. knete, so viel Du willst oder richtiger: soweit es Dir Deine Zeit erlaubt. Ich weiß, daß Du em Mensch bist, dem ich vertrauen darf. Davon ist nicht die Rede. den, das interessante Polenwelb mit ihrem Sprößling " Es ist emporend," loderte Walter aus. da?, man Dir solchen Klatsch zuträgt! Ich habe der Frau gestattet, ihr Kind im Garten spielen zu lassen. Von dieser Erlaubnis bat sie am aestrigen Sonniagvormittag Gebrauch g:macht. Der kleine Kerl ist nun bis m mir hinein in's Gartenhaus gerutscht. wo ich aerade beschäftigt war. Später kam die Mutter, um ihr Kind zu holen. Das ist alles. Es ist wirklich nichtswürdiq, wenn man Dir erzählt hat" Der junae Mann hielt plötzlich inne und zwang sich zu einem gleichmütigen Gesichtsausdruck. . . . och will ich gar nicht näher auf eine solche Lächerlichkeit einaeben. 34 will mich auch nicht ereifern. Denn ich möchte Dir in aller Ruhe eine Bitte vortragen, die allerdings das arme Weib und ihr Kind angeht ja. Die ' . '. . . Unglückliche hat mir angedeutet, daß sie nicht in ihreHeimath zurückkebren wird. wenn die Erntearbeiten vorüber sind, Es lebt ihr niemand mebr rm Heimathlichen Dorfe, der an ihrem Geschick An- . ' ' ' theil nimmt. So will sie in der weiten Welt versuchen, für sich und ihr Kind das Brod zu finden. Onkel, möchtet I ... . ..V. ' - . . J . .Kindes willen lasse die arme Frau ,dl grausame, weite Welt hinausziehen 0t.rcVx fV m V, "i, " Kleeaclcr drang plötzlich ein wirrer Lärm herüber, dem eine tiefe, bange Stille folgte. Walter Böhme warf sein ' . w. eism. pjtiu lytiUiU uuu (.tuyu. Vll IIUIU zu, auf der er die Arbeiter vor wenigen Minuten in fröhlich eifrigem Zugreifen verlassen hatte. Jetzt standen sie mit herabhangenden Armen wie gelahmt herum, und blasses Entsetzen bedeckte ihre Gesichter. Em furchtbares Unglück war geschehen. Eins der Pferde an dem schweren Arbeitswagen hatte plötzlich gescheut, v :U l,.., "..ip ..,1 1? ein paar Schn te vorwärts ge äst ' Lirn . Mutter umgestoßen, fo daß der Wagen schweren Nadern über ihren sch"'"' schlanken Leib hinweggegangn VtlltltUllUyi VU. V141 VipkV SJtW4fcVil war ihr über die Lippen gestürzt. Walter beugte sich über sie und er kannte in namenloser Erschütterung. daß n eine Sterbende vor sich hatte. w. os,rmri. v-s , crrtfc. vw 0" vvlauch um den verzerrten Mund aus prägte, die Angst um ihr Kind, das verwaist in der unbarmherzigen Welt zurückbleiben sollte! m StäZ Walter begriff die Qualen der SterHände rafften das Knäblein aus dem alkn aitn6aum tmpot. im -..l-l tZl ! WÄS S?. nieit ra demKmd an ih ie wollte nach dem Liebling greif. ifsr frrrffs fammmone Stöhnen brach dn ihren o hh. Za neigte sich Walter über die Ster 6 fe und sagte mit tiefer, feierlicher m, m.J J 7n Vtli VVAUfc VVVll b Umstehenden nur halb verstanden, 1 tMft jm Li cv ,,v uimt jvuv. os:.. , vrtt tvä:- ijll !nsein1! und Bat ta-jY i :t s.:, DlU. lVin l (Fortsetzung folgt.) Wenigen Personen dürfte es bekannt sein, daß der menschliche Korper sozusagen stuckweise Schlaf versinkt. Nach den Angaben des französischen Physiologen Cabanis verlieren die Muskeln der Arme und Beine ihre Spannkraft eher als die, die den Kopf tragen, und diese wieder eher als die' des Rückens. Der Genannte meint, der Gesichtssinn schlafe zuerst em, nach ihm folge der des Geschmacks und ferner der des Geruchs, des Ge hors und endlich der des Gefühls. An 'Eiscrem e werden in dn Ver. Staaten einer Schätzung nach . . ' - . ' läbrlick f :r $2.250.000 verzebrt. I ' ' ' ' ' w '
XnUr " Mp 'cn' aIIem bic 2rrme über welche die usaiier, rcoeic f:rn? ..a f
r lJt.Ut.-l W''' UU UU UCUUUil lUUttil, ,Uil
os wieder nieder. Ein
WsMdMbM
Cleveland, Oncinnatt, Chicago & Sl onis Railwa?. leveland Divisie?
St Lou ö Pgh ö5 NA Extgs 4 2n m American Expreß täglich .... 4 40Vm Muncie FtSL B H Exp. . 7 5Vm N S k B Lim taglich s cZ. .. 7 30Vm Clevland Accom..'. 10 4533m Andersen Ezp p 11 3025m N A d B Lim, täal 6 s 2 5533m Union City Elkh Ace tägl L 2Mm jt. ja ä.. i . . "nlkrerootrer Vv ragt a & 8 . 6 lWim New Jork & Pgh Lm, tgl s. 8 55Nm Ot. LouiS Abgang New Jork & Pgh Ltd tgl 8.12 0533m New Aork Ltd tägl s 12 2033m St oms Wail 6 40rn N I Pgh & et Ö Exp tgl ds 8 OOVrn Southweern mm tgl a p elO 45Vrn Wash öc St L Cxp tgl ä s..11 25Vm St Lnmö Ervreß tagt 11 4533m St. LouiS Ltd tägl t! s. . . . . 3 15Nm Terre Haute K Mat'n Aee.. 6 OONrn American Expreß tägl 7 05Nrn Eineinnati Ein Louö Nachtexpreß tgl 8 3 45Vrn St Lous & Ein Rachterp tgs 4 25Bm Eincinnati Ezp täg s 7 3593m Eincinnati Erpreß, tägl 12 LONm Eincinnati Lim tägl p 2 5öNrn Louiöville Expreß 2 55Nrn Cincinnati Accom 4 OONrn Ein Wash Nich Lim tgl d p s 6 OW a (line & Wash 5 Ö tg d & p 6 l5Nm Chicago Chicago Nachtexpreß tägl 8.. 12 10Vm Kankakee Aceorn 7 OOVrn Chicago Fast Expreß tgl d p 11 50Vm White City Special g d k p. 3 20Nm LaFayette Accom 5 25Nm Mi chigan Benton Harbor Expreß 7 0533m Michigan Mail Expreß p...H30Vm Elkhart Ace täglich 5 20Nrn
f Michigan Ersetz 8 OONa Peoria D i vi si on w e ft li ch Veoria Expreß täglich 8 ....12 1033m Columbuö & s,:ne Exp tgl 8 3 30V Peoria Expreß c Mail 7 2SVm Champaign Accom 10 35V Western Expreß täglich p d. .11 50Bm N S & Ohio Svecial 2 40N Champaign Accom 4 05Nm Peoria Expreß täglich p k d 6 00N Peoria Division östlich. ColumbuS Expreß tägl 4 2553m Lynn Aecom 10 OOVrn Ohio Special tägl 3 00Nm ColumbuS Expreß tägl 11303 Lynn Accom 6 15Nm ColumbuS Expreß tägl 8 .... 12 OONtS
pittsbnrgh, Cincinnati, (Lbxcaqo k St. Conls R'f. Indianapolis Division. Abgang Anluvst Pittsburg Special,. tägl 3 .. 3 30Vrn St Louiö Lim täglich s d b.. 6 45? ColumbuS. Accom tägl..... .7 30Vm Capital Expreß täglich 8ä. . . 6 50Bm New Aork Expreß tägsd.... 8 lOVrn St Louiö Expr täzl 6 & 8 . . 12 ION ColumbuS Accom 1 40Nrr SndianavoliS Accom 12 40Nm
Keystone Expreß tägl äcks. 3 05Nrn cyi i rc "Ti- nx r rra Atlantic Expre täglich ; Kfvvim 6 50Nm 7 05Nm N Lim tägliS s d b Ohio u Birg Expreß, tägl sä Chicago Ehicago Special, tgip b .. 1135VM Lou & E5i F Expr täglich 8 11 50Nrn
öouiöville Division. Southern Expreß tägl s. .. 3 35Vm LouiSv & Madlson Aee tägl 10 10?m PittSLou F Ü tägl 8.... 7 OOVrn Lou Chie FL tägl p d....ll 30Vrn Mad Aee nur Sonnt 7 30Vrn Louiöville u. Madison Ace.. 6 40N. Louisv & Mabifon Accom.. 8 0535m LouiSv Pittöb F S täglich 8 6 35N Chicago Leu g L täglich p b 3 55Nm Madison Accomm Sonntags 9 15L Madison Accom tägl 3 55Nm Lou & Chi g Expr. täglich8 11.35 Nchi Louiöville Aecom tägl 6 45Nm . Madison Acc.nurSonntagS. 6 45Nm Indianapolis & vincennes R. R. Eairo 6z Vineen Ervr täglich 7 20Vm Spencers Bedford Ae, tägl. 9 45vu
Vincennes Erpreß tägl 3 50Nm VincenneS Erpreß täglich.. 10 S0LN Spencer & Bedford Ae, tägl. 4 45Nm Eairo Ezpreö täglich.. ....6 15Nu Wett. Abgang - Ankunft Springsteld Mail.. 7 30Vm St L Erpreß täglich s&c. 8 55V St Louiö Expreß p d ......11 50Vm Tuöeola Aceorn ....10 35V Tuöcola Aceorn . . . . . . . 3 30Nrn Springsteld u Decatur Erpreß 2 45? St Louiö Expreß täglich 8..1110Nrn St Louiö Expreß täglich p d. 4 455? vandalia line. Abgang Ankunf World'ö Fair Spcl., tägl s.12 05Vrn Pittöburg Spcl, täglich 8.. 3 20Vm Terre Haute Accom., tägl.. . 6 OOVrn New Sork Erpreß täglich s d 6 50Vrn St Louiö Lim täglich B&db 6 50Vm Schneller Mail täglich ... 7 55Vm Capital Expreß tägl & d 7 OOVrn Terre Haute Efsing Acc tägl 1025V St Louiö Erpreß tägl d s.12 20Nm Keystone Expreß täglich d d. . 2 LONm St LsuiS Expreß täglich ds.. 3 25Nm Atlantic Expreß täglich 4 4591m T H k Effingham Aee täglich 4 OONrn Tbe NA Limited tägliS sd d 6 45m St L Fast Mail, täglich... 8 35Nm Ohio u Virg Exp., tägl s d. 6 5Nrn Chicago, Indianapolis & (omsville R'y. (Alonon Rsute.) Abgang Ankunft Chic Night Expreß täglich 8. .12 65Vrn Cincinnati Veft täglich 3 35V Fast Mail täglich 8 7 OOVrn Fast Mail täglich 8 7 6023 Chi Erpreß, nur Sonn pd. .11 50Vrn Monon Acc, tägl auög Sonn.10 00V Chi & Mich City Veft dp.. 3 35Nm Smeinnoti Veft täglich d p.. 4 625? Mono Aee, 4 OONrn tat rie & weftern Ä. . Abgang Antuas Mail und Expreß ..7 1693m Indianapolis Expre 10 25V T Det ä? M C Ex täglich.. 12 20Nm Jndianavlö Spcl., SonntagölO LONm Mich City Spcl., Sonntags. 4 30Nrn Mail ä? Expreß.. . ....3 25N Chicago Expreß. .. 7 20Nm ToledoExpreß ..10 55V
Oncinnati, hamiiton & Daylon R. R. Oft. Abgang Ankunft Cincinnati Best täglich 8 4 OOVrn Cincinnati Vestibüle taglich 12 45B Fast Mail taglich 8 8 05Vrn Fa Mail täglich 8 6 350 Cincinnati & Det Expr p. .10 40Vm Cin Chi St L Ex tgl p..ll 45B Ein . & Dayton Veft. Exp p 3 00Nm Cincinnati Best d Sc p .... 3 255lu t&ftUA il n R nnWm (Sin Ar. 3nh Aceorn d 7 S4N
Iv4.m.. 'i ET -w-wmm w Cm & Detroit Expreß täglich 7 02Nrn
FKtzWöM.
New Sork Ltd tägl s 12 033tt New Sork Phg St L Ex tgl 7 5Vm Southtveftern Ltd lal äs...Z0 80M Fort Wahne & lk Ervr-t. . . in 4tm Washington k St LErv tal.11 20Vm Anderson Exorep p 2 45Nm St Louis Ltd tal ä s 3 009m American Expreß t glid.... 6 5Nrn . . ' YS Urnon (ily Accom ... 8 00 m New 8ort& Pgh Lim tägl 8ll eoNm Division. Ankunft American Expreß tgl 4 0033m St L Pgh d N I Exp tgl s. 4 10Vm 3nds Col u Dahton Er tgl s 4 20Vrn St. LouiS Expreß tägl s.. . . 7 l5Vm Mat'n & T Haute Ace 10 3SVm N I Boston Lim tägl ä s . S 50Nm St LouiS Mail 53 Eine u Wash Expreß tql S g 5 5N n Knickerbocker Sv täal g p d . tt orn New Sork u Pgh Ltd tgl d s 8 45Nw Division. CineinnatiAee 10 25V Ein & St LomS Spec tgl v.10 40Bm Wash Ein k St L Ex tgl 6, ii i5Vm Ehic St L Expreß tg a p 11 35B LouS St Sä: Chicago Erpreßll 35V White Eity Spezial täal p.. 3 055 Indianapolis Accom taglich. 6 55 Ein- Änds 5 St L Ex ta ..11 40n? Eine & Louisv Nachtttp tgl sll LONm Division. Eine Nachtezpreß, tägl 3 30v Kankakee Accom ....10 30B Cinc Fast Expreß tägl p d.. 2 40N La Fayette Accom 5 OON Eine & Wash F L., p 6 OONa Division. Elkhart Expreß ..... ..10 4033m Elkhart Accom nur Sonntagen 20Vrn Benton Harbor Expreß p . . . . 2 45Nm Western Expreß tägl s d.. .. 3 15Em enl 4 1.:. . o miQ) 'juuimi icmc .puuyicic iyi o outiu World Fair Exp täglich 8 ..11 55N Divisicn. Southern E;pr täglich s Chic &, Lou Expr täglich p b 8 15V 3 40N a: - - - - " - Cin 3nd St Q& Veo Ex tg s&cie kON
