Indiana Tribüne, Volume 27, Number 298, Indianapolis, Marion County, 8 August 1904 — Page 4
Jndiana Tribüne. HerauZzegeben von der Sutenderg Es. Indianapolis, Ind.
Harry O. Thndium Präsident. GeschäftSlocalt No, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 209. Kntered at ihc Post Office of Indianapolis as . second dass matter. Die Potter'fche Kneipe. Die nach den Plänen von Bischof Potter in New York geführte Wirth schaft ist eine ebenso vernünftige als praktische Demonstration zu Gunsten deZ anständigen Wirthschaftsbetriebs und wird ungeachtet des billigen Spot tes englischer Zeitungsschreiber, deren Sehensvermögen nicht über ihre Nase herausgeht, viele Nachahmungen finden. Die Temperenzfanatiker haben es verstanden im großen amerikanischen Publikum die Idee zu züchten, daß Bier, Sünde und Vulgarität Syno nyme sind und die Verzapfer deS ge sundheitsfördernden Getränks als Agenten des Teufels hinzustellen. Bischof Potter als ein welterfahrener, weitgereister Mann, ist zu der Ansicht gelangt, daß im Bier, Wein und Schnaps selbst nicht das Verderben lauert, sondern in der Einrichtung der amerikanischen Wirthschaften, d. h. der Schanktischeinrichtung (oder der Bar), an welcher das Getränk haftig heruntergeschluckt wird. . Er befürwortet und agitirt die Einrichtung der Wirthschaft nach deutschem Muster. Die Wirthschaften sollen bequeme Sitzgelegenheiten haben, wo der Durstige in behaglicher Ruhe seinen Imbiß verzehren und'mit dem erfri schenden Getränk herabspülen kann. Wo nach gethaner Arbeit der Gast mit Bekannten Gespräch pflegen und sich gesitteter Unterhaltung erfreuen kann er will die Wirthschaft zum Club des armen Mannes machen. Daß sein Plan richtig ist, sollte den Zweiflern aus den Erfahrungen, welche das Militärdepartement seit Abschaffung der Eantine gemacht hat, klar werden. Leute wie General. Miles, welche prinzipiell gegen den Genuß alkoholhaltiger Getränke ksind, haben wiederholt in ihren Berichten darauf hingewiesen, daß . seit Abschaffung der Armee-Can-tine die Trunkenheitsvergehen der Soldaten in steter Zunahme begriffen find. Während früher der gemeine Soldat in der Cantine mit Eameraden und unter den Augen seiner Vorgesetzten, den Un terofsizieren etc. gemüthlich ein paar Gläs Bier zu fich nehmen konnte, macht er jetzt in seiner freien Zeit eine hastige Runde 'durch die Wirthschaften der Nachbarschaft und gießt eiligst am Schanktisch'?! Glas voll nach dem an dern hinunter, weil die Zeit drängt und er nicht weiß, swann er wieder heraus kann, die Folgen sind leicht abzusehen. Der Offizier hat sein Cafino, dem Gemeinen wurde die Cantine ge nommen. Der wohlhabende Mann hat seinen Club. Bischof Potter will die Spelunkenwirthschaften aus dem Dasein treiben, indem er die Wirthschaft zum Clublokal desArbeiters macht, wie es die echt deutschen Wirthschaften schon längst sind. Durch daS Volk selbst will er die verrufenen Wirthschaften zwingen, respectabel zu sein und nach und nach wird es dem amerikanischen Publikum klar werden, daß der Bier verkauf in anständigen Lokalen eher Förderung als Anfeindung erfahren sollte. Wirthschaften sind nur dann gemeinschädlich, wenn man den anständigen Menschen daraus fernhält und sie zum Sammelplatz der lasterhaften Menschen macht. Diese Einsicht war es, welche in Bischof Potter den Plan reifen ließ, den er trotz des Wuthgeheuls der Fanatiker ausführte und der Erfolg wird ihm recht geben. Die Gr. N. Y. Ztg.- schreibt über die Angelegenbeit wie folgt : In Nem Jork ist wieder 'mal ein Saloon" eröffnet worden. Dies wäre allerdings nickt Neues, denn selbst im ter dem HvchlicenzGesetz kommt eS gelegentlich vor. daß eine Wirthschaft gegründet wird. Aber neu ist eS, daß ein Bischof bei der Eröffnung eines solchen Lokales eine Rede hält und den Segen des Himmels auf dasselbe herabfleht, Zitier aus der Geistlichkeit das ist keine Kleinigkeit", singt der alte Schartenmeier. Und wahrlich, es war keine Kleinigkeit, daß Bischof Potter den Muth fand, den Temperenzlern zu trotzen' und die Mufterkneipe selbst zn eröffnen. Und schon macht sich ein gewaltigeS Toben in den Reihen der!
Waffertanten beiderlei Geschlechts be
merkbar. ES wird in den nächsten Tagen noch anschwellen, denn der Draht hat kaum noch die Kunde dieser Uebel that deS Bischofs nach den entlegensten Enden des Landes getragen. Sobald erst überall bekannt wird, daß einer aus der Geistlichkeit" eine Stätte des Alkohols gesegnet hat, wird Bischof Potter mit entrüsteten Schreibebriesen und Beschlüssen von Temperenz-Orga sationen förmlich bombardirt werden. Von besonderer Bedeutung ist die Eröffnung der Musterkneipe" und die Rede des Bischofs insofern, als sie zeigt, daß, um mit Zola zu reden, die Wahrheit doch voranmarschirt. Vor einigen Jahrzehnten hätte weder ein Bischof noch ein sonstiger Geistlicher es gewagt, bei einer solchen Gelegenheit mitzuwirken. Alle Stätten, in wel chen geistige Getränke verschänkt wuv den, galten von vornherein als Teu felsplätze, mit denen kein Diener am Wort" irgend etwas zu thun haben durfte. Diese Anschauung ist bei einem Theile der Geistlichkeit schon gefallen. Die Bewegung für vernünftigen Lebensgenuß macht langsame, aber sichere Fortschritte. Zwar heulen und toben die Derwische deS Wasserwahn sinnS bei jedem Schritt, den die Vernunft erobert, aber aufhalten können sie den Gang der Ereignisse nicht. Ihre Entrüstungsschreie über der Zeiten Verderdniß" werden immer lauter. Dies ist ein gutes Zeichen, denn je ärger sie toben, desto sicherer ist eS, daß di? liberale Sache einen neuen Sieg erfochten hat. Wenn Port Arthur noch öfter fällt, muß man es unter die Epileptiker rechnen. Jetzt, nachdem Richter Parker sein Richteramt niedergelegt hat, sind die Rücksichten, die ihn zum Schweigen in politischen Angelegenheiten zwangen, nicht mehr vorhanden. Vielen wird's leid thun, daß er sein vielverspoiteteS Schweigen nun brechen wird. Der Umfang der Nationalbanknoten hat in letzter Zeit beträchtlichlich zugenommen. Am 1. Juli betrug er 5433.595,838, gegen $431,730,984 am 1. Juli deS Vorjahres, ' und war über 33 Millionen größer, als am 1. Juli deS vorvergangenen Jahres. Somit ist für den Bedarf in der Zeit, in welcher die Ernte vermarktet wird, mehr Geld vorhanden, als sonst. Das Bundesschatzamt, das sonst oft bei knappen Vorräthen ausgeholfen hat. kann diesmal nicht viel thun. Die Ausgaben für den Ankauf des Pa nama-CanalS haben viel Geld in Anspruch genommen und die Einnahmen der Bundesregierung sind nicht so flott. daß sie die Ausgaben um Beträchtliches übersteigen. Für allen sonstigen Bedarf aber reicht der Inhalt der Bundeskasse aus, besonders an kleinerem Gelde. Zur Zeit beziffert er sich auf achtzehn Millionen Ctandard-Silber-Dollars, sieben Millionen Silber-Cer-tifikate und dreizehn Millionen Schatzamtsnoten in Benennungen von zehn Dollars, die gegen irgend eine Geldsorte umgetauscht werden können. "-' Die neue Brauerei-Gesellschaft incorporirt. ' Die vor einigen Tagen gegründete Capital City Brewing , Co. hat beim Staats'Secretär bereits ihre Jncorpo-rations-Papiere erwirkt. DaS ActienCapital beläuft sich auf $250,000. Die Directoren für daS erste Jahr sin?: ChaS. Krauß, Aug. Merkt, Victor Jose, F. C. Toelle, ChaS. Muellerchoen, Albert E. Uhl und I. I. Giesen. Jncorporirt wurden ferner: Die Towarzvstwo PolaSko Naorodowe Bratniej Pomocy Kroia Stefana Balorego", Whiting; Directoren: Antoni BartoZz. Antoni Russin. Joseph Wojnar, Michael Maruözak, Martin Drazek, Frank Zagrocki, Jan Serasin und Frank Lidert. Die Electric' Steel Casting Co.". MatthewZ; Capital 850,000. Directoren: G. S. Rinebolt, Philip Hughes, Philip Ängsten und W. K. Gore. Die WelZbach Co." von Pennsylvanien wurde in Jndiana zugelassen; daL ctiencupital bcläuft sich auf $3,500, 000, von welchem $28,000 in Jndiana investirt sind. Aus der Wohnung der Frau Hawkins, 712 West New Dork Str. wurde ein Portemonnaie mit $7 In halt gestohlen. .
Die Ev.- Lutherische Missouri-Synode.
Dem Hauptbericht der Mission des mittleren DistrictS der MissouriSynode entnehmen wir noch Folgendes: Hamilton, O. Pastor G. Ziegler: Für ihre Schule, welche die Gemeinde sehr hoch hält, wird sie jährlich mit $250 unterstützt. Daß die Gemeindeglieder die Hände nicht in den Schooß legen, beweisen folgende Zahlen: Ihre Schulden haben sie im letzten Jahre um $650 verringert; für den Gemeindehaushalt haben sie $1071.15 aufgebracht, für Missionszwecke $79.86 und zur Beschaffung einer Qrgel $601.10. Summa $2399.11. Pomeroy. O. Pastor G. Stiegemeyer. Diese Gemeinde hat einen schweren Stand, denn wegen der örtlichen Verhältnisse nimmt ihre Zahl von Jahr zu Jahr ab. Weil diese Glaubensbrüder von anderen Plätzen aus sehr schwer bedient werden können, hat die Synode.sie mit $200. jährlich unterstützt. Archbold, O. und Umgegend. Pastor I. F. Ruff. Dies MisfionSgebiet umfaßt Archbold, wo der Pastor wohnt. Otterkee, 12 M. davon und Swanton, 21 M. entfernt. Die Arbeit ist wegen der großen Entfernungen und der Schule keine geringe. Die Zeit muß lehren, ob diese Mission zu- oder abnehmen wird. Zum Pfarrer-Gehalt trügt die Synode $300 bei. L o r a i n , O. Pastor A. Moeller. Lorain hat eine Zukunft; eine große Fabrik, die 5000 Arbeiter beschäftigen will, wird gegenwärtig gebaut. Die Gemeinde erhält $500 Unterstützung. Lima, O. Pastor R. Brenner. Durch GotteS Gnaden hat die Mission Bestand und Gedeihen gehabt. Die Glieder sind mit Leib und Seele für eine lutherische Gemeinde und tragen Jung und Alt, reichlich bei. Auf daß um $800 gekaufte Grundstück haben sie jetzt $350 abgetragen; jedes Vierteljahr zahlen sie $-15 ab. Groß ist ihre Freude, daß sie nun ein Gebäude für Gottesdienst und Schule. erhalten; dieses ist 36 bei 22 Fuß, mit einem Vorbau 6 bei 12. ES kostet $1175 und soll bis Mitte September fertig sein. Von der Synode wur den $555 bewilligt. K o u t s , Ind. Pastor A. Both. Weil ein Theil der Gcmeindemitglieder abgefallen ist, so hat die'Synade ihr $120 bewilligt. De ni b e r r y, Ind. Pastor C. F. W. Koch. Weil die Gemeinde gegenwärtig große Auslagen hat, sind ihr für dieses Jahr $200 bewilligt worden. M i ch i g a n C i t y und P o r . t e r . M c C o o l . Ind. Ueber dieses MissionS.Gebiet wurden Vorschlüge dem Ermessen der MlssionS Commission und einer PastoralConferenz auheimgegeben. E d g e rto n , O. Pastor PH. Bohn. Diese Gemeinde zählt nur 13 Familien; sie ist im Laufe der Jahre durch manchen Kampf hindurchgegangen, da sie von OpposttionS Gemeinden umgeben ist. Von Sherwood, der nächsten Schwestergemeinde, ist sie 16 M. entfernt. Als Filiale sich bedienen zu lassen, ist augenblicklich nicht möglich. Die Gemeinde hat dem Pastor nur $250 Gehalt zahlen können. $150 bewilligt. Cleveland, O. Engl. Erlöser-Gemeinde. Pastor H. H. Dale. Diese Gemeinde hat den so wichtigen Beschluß gefaßt, eine Gemeinde - Schule zu gründen. Ein Schulgebäude hat sie' sich erworben. Da sie noch eine bedeutende Schuld zu verzinsen und abzutragen hat, so vermag sie zum Lehrergehalt nicht mehr als etwa $200 jährlich aufzudringen und bittet die Synode um Zuschuß. Beschlossen, auö der Raffe für englische Mission $400 zu gewähren. ' Heute hält die Synode wieder Sitz ung ab. Kamen leichten Kaufes davon. Die gegen Samuel Stone und Palmer Abbott aus New Orleans erhöbenen Anklagen auf thätlichen Angriff und Schnellfahren innerhalb der Stadtgrenzen, wurden heute Morgen fallen gelassen, da die durch das Automobil der beiden verletzte Frau Albert Alfond sich weigerte als Klägerin aufzutreten. Als Grund gab sie an, daß sie sich mit den beiden Leuten in Güte abgefun den habe. '
Deutscher Allgemeiner Protest. Waisen-Lerein.
Die Comites für das Wsisenfest ernannt. Der Deutsche Allgemeine Protestantische Waisenverein hielt gestern Nachmittag in der Anstalt unter dem Vorsitz von Präsident Reinecke seine' monatliche Versammlung ab. Herr August Tegeler wurde als neues Mitglied aufgenommen. Das General-Comite für das bevorstehende Waisenfest berichtete, daß es an alle deutsche Vereine der Stadt und an die Waisen - Vereine in Cincinnati, Louisville und Richmond die Zinladüngen zu dem Feste erlassen hat. Der.Contract für Lieferung von Kohlen für die Anstalt wurde an die Firma Reinecke & Schaub als die niedrigsten Bieter vergeben. ' Für die am Samstag, 13. August, Abends 8 Uhr in der Mayor's Ofsice stattsindende Mahl von Beamten wurde folgendes Ticket aufgestellt: Präsident Julius F. Reinere. . Vice-Präsident-H. Stedtfeld. Prot.'Secretär Albert Sahu:. Schatzmeister A. H. Russe. Finanz-Secretär LouiS Willhoff. TrusteeS H. Roebke, H. E. Prange, Wm. Maschmeyer, F. Lindemann, A. R. Wald, H. I. Meyer, H. C. Bakemeyer, LouiS Beermann, A. H. Henschen. Edward Stinacker, Adolf Ziegler. Der Bericht des Waisenvaters Henry F. Roesener lautete wie folgt: , Der Gesundheitszustand der Kinder war, Gott sei Dank, recht befriedigend. Am 1. Juli hatten wir 65 Kinder; es wurden keine aufgenommen. Am 10. wurden Willie und Edward Jsenthal ihrem Vater übergeben; somit haben wir jetzt 63 Kinder 25 Mädchen und 38 Knaben. Am 4. hatten wir ein? patriotische Feier aus unseren Gründen, wozu die Gebrüder Kipp das Feuerwerk und W. H. Ballard fünf Gallonen Jcecream schenkten; ferner wurden geschenkt von Wm. Maschmeyer Sellerie' Pflanzen und Kohl, von Georg Schulz ein Fußball und von Frau . Earoline Quisser öl sür den Kinderfond. Am 27. folgten wir der Einladung der Evangelischen Johannes - Kirche und nahmen Theil an ihrem Picnic im Ger-mania-Park; die Kinder wurden mit Gefrorenem, Limonade und Zuckerwerk bewirthet und amüsirten sich recht gut." Für daö am 11. September stattfindende Waisenfest wurden gestern folgende CcmiteS ernannt: Kafsen-Comite: William C. Weiland, Vorsitzender; Emil Fertig, William F. KleiS, LouiS Murr, A. Henry Henschen, William Kiemeyer, Louis Beermann, John C. Schmid, William F. Gansberg, Geo. F. Kirckhof, ChaS. Off, Ed. I. Gaufe pohl, Henry Klanke, Henry Victor, H. C. Bakemeyer, Hermann Rinne, Martin Reifel, Fred Berger, Ernst Jrmer, Christian Watermann, ChaS. H. AdamS, August Buschmann, Robert Rentfch, Andrew Kramer, John Buodenbaum, Chas. F. Rösener, Michael Mode, I. H. Ballmann, Hermann Mitschrich', William Rathert, August Elbrecht, John A. Schumacher. Ordnungs - Comite: William L. Amthor, Vorsitzender, John Blumberg, Fred Gansberg, Her mann Lindeman, Tonrad Ruft, Bernhard Thau, Einest Huckriede, Henry Harmening. William Lahman, Henry Sweter, Fred Hartman, Anton Schäkel, Fred Prange, Geo. Geisler, Chas. Bulmahn, Henry I. Meyer. Ersrischungs-Comite: O. R. Wald, Vorsitzender, Lorenz Willhoff, Secretär, Ed. Harmening, Christ. Roepke, August Althof, Peter Linhr, Henry Loeche, Fred Stickan, William Buefcher, William. Westerfeldt, Henry Sudkamp. Edward W. Stienecke, William W. Höhlt, Fred Huckriede, August Maschmeyer, Henry Weghorst, Fred Pottmann, Henry E. Lahman, William F. Habeney, David Fegler, Henry Glattfelder, John H. Rothert, Edward Santo, August Beerman, Fred W. Schwier, Henry W. Tielking, Henry. Sorhage, Henry Groenert, Christ Ellerkamp, Fred C. Kramp, Fred Raleman, Fred C. Heß, Geo. Schultz, ChaS. Burk, Geo. Woesner. Conrad Wankel, Harry H. Russe, Adolf Ziegler, Louis Koehler, George Grieb, William Luebking, Ernst E. Kottlowski. John Weber, Guft. Si monsen, Gottfried Graf. Henry W. Helm, LouiS C. Kosfeld,, ChaS. JSke, H. Lichtenberg Jr.,Herm. Meyer,
Albert Nordman, Fred. Schmidt, Ed. Rabe, ChaS. Roepke, H. C. Prange No. 2., Herman Lohman, Fred. Klein, Emil Fahrion, George Hagelskamp, Frank Broeking, William Harmening, Arthur Neiger, William Wagner, William Ruskaup, Christian Rudolph.
Concert und Soll deS Südseite ; Turn-Bereinö. Gestern Abend veranstaltete der Südfeite Turnverein in seinem Garten ein Concert: dasselbe erfreute sich infolge des schönen Wetters eines regen Befuches. Ein Orchester brachte ein aus gewähltes Programm zur Durchführung. Viel Beifall aber erntete die Gesangs - Section des Turnvereins, welche folgende Lieder in eracter Ausführung zu Gehör brachte : 1. Liebesfreiheit" von Marschner, 2. Stündchen" von Marschner, 3. Schön Rothtrauth" von Veit, 4. Abendfeier" von Kreutzer. Altmeister . Prof. BaruS dirigirte nicht nur die Vorträge, sondern unterstützte die wackere Süngerschaar noch durch seine eigene vorzügliche Stimme. Nach Beendigung des Concertes fand in der Halle ein solenner Ball statt, welcher die Mitglieder bis zum frühen Morgen noch in fröhlichster Stimmung beisammenhielt. Nachrichten aus Jndiana. G r o ß f e n e r. L o g a n s p o r t , 7. Aug. Ge stern Nachmittag brach in den Ställen der Leichenbestatter Kroeger & Strain ein großes Feuer aus und erlitten 5 werthvolle Schimmel, darunter zwei sehr schwere Brandwunden. Das Feuer brach im Heuschuppen über den Ställen aus und, bevor die Feuerwehr erschien, war alles ein Flammenmeer. Die Ret tunz der Pserde war mit großen Schwierigkeiten verbunden. Der Verlust beträgt $4000 und ist durch Versicherung gedeckt. M o r d. . F t. W a y n e, 6. August. .Gestern Morgen verhaftete die Polizei Allen Sahman Kapool, einen syrischen Hündler, welcher beschuldigt ist, den Mahmood Hammzy aus Munds bei Hamilton, O., ermordet zu haben, dessen Leiche am 1. August auf den Big Four Geleisen gefunden wurde. Vor 3 Jahren hatte Hammzy den Onkel des Kapool in Persien ermordet; letzterer that deshalb einen Schwur, den Tod seines Onkels zu rächen, verfolgte den Mörder nach America und schlug ihn mit einem Stein todt. Durch Canal aus derBefserungSAnstalt geflohen. J e ff erfon vill e, 7. August. Wie man jetzt herausgefunden hat, haben Ralph Gatewood und Jra Parker, die durch einen Canal in der hiefi gen Besserungsanstalt entwichen sind, eine sehr schwere Arbeit gehabt, indem sie offenbar mit Hammer und Meisel ein Loch aus dem steinernen Canal herausgebrochen haben, um auf die Oberfläche zu gelangen. Es ist unbegreiflich, daß die beiden Jungen die schwere Arbeit in dem sinsteren und mit gisti gen Gasen gefüllten Canal haben ausführen können. Mordversuch au S. Eifersucht. Jeffersonville, 7. August. James Mains, ein alter Veteran aus dem Bürgerkrieg, feuerte gestern Abend auf der Straße einen Revolverschuß auf Louis Heck ab und verwundete denselben so entsetzlich, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. DaS Motiv ist Eifersucht, indem Heck die Frau Mains oft in Abwesenheit ihres Mannes besuchte. El ectr. Gesellschaft verklagt. E l k h a r t , 4. Aug. Sam Hok, Vertreter der Big Hen Island Dam Interessenten .hat gestern in Goshen eine Klage eingereicht, der hiesigen electrischen Company, die von Ch. S. Conn geleitet wird, den Weiterbetrieb zu untersagen. ConnS Company sei nicht gesetzlich incorporirt und der Contract für die Beleuchtung der Stadt sei durch unsaubere Methoden erlangt worden. . Zeitgemäß. Rechtsanwalt (zu einem Reisegefährten): Sie scheinen sich für Fragen ' aus dem Gebiete des Scheidungsrechts sehr zu interessiren, mein Herr?" Allerdings ick bin ja seit drei Wochen verheira-theil- ' .
hmml lr
w 3lv. 1 W. Washington Str (Merchanrs National Bank.) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Europas. Schiffsscheine nar An und verkauf ausländischen Geldes. Es ist ein zwischen Sparsamkeit und Geiz; erfreuen Sie sich solcher Wohlthaten als Sie erschwingen können. ' Aber bedenkt, iaß Diejenigen, welche kaufen was sie nicht nöthig haben, 'oft nöthig haben waS sie nicht kaufen können. Deponiren Sie den Ueberschuß Ihrer Fonds mit der Ulf C0. wo derselbe sicher ist und 3 Prozent Zinsen trägt, halbjährlich verrechnet, und die Wer suchung wird nicht so groß sein, und Sie brauchen sich nicht wegen das Alter Sorgen zu machen. Kapital - t-$ 1,000,000.00 Ueberschuß - - 223,000.00 Compagnie? Gebäude, Ecke Washington Str. und Virginia Ave. Jährliche persönlich geführte Exeursion nach Niagara Falls viaMich. Cen. oder D. k V.' Dampfer 1. August 190, Fahrkarten 12 Tage gültig, 87 von Indianapolis Billige Nebenausflüge nach Toronto, Alexandria Bay und Montreal. Diese Exkursionen sind erstklassig und führen durchlaufende Schlafmaggons. Speziell zu empfehlen für Damen und Kinder, die so lange sie bei der Excursions Partie sind auf vollkommenen Schutz rech nen können. Unsere Excursionisten haben die Wahl der Routevon Detroit, per Bahn oder D. & B. Dampfer, Lastern und Wkstern States". Für weitere Information, Fahrkarten, Schlafwagzon Belegung, wende man sich an die nächste C. H. & D. Ticket Office oder schreibe an D. G. Edwards, , Jolm R. McCord, Pass. Trafsic Mgr 'kxcursionZ Ageut. kincinnati, O. Eincinnati O. ..WOlM,M. 1.2S-Madison u. znrück-81.25 81-LakeMarlnknckeeu. zurnck-8l Sonntag, 14. Augnst. Für Tickets, Zeit der Züge etc., spreche man vor in der Ticket-Office, Ecke Illinois und Washington Straße, oder in der Union Station. W. W. Richardson, A. G P. A. 1.S0 Rundfahrt. OIIC IKTPJM, Sonntag, 1. August. 51.25 Hamilton ; Z1.00 Nushville und Connersdille. Awei Spezialzüae fahren von Jndianavo lis ab. Der erste um 6:30 Uhr und der andere um 7 Uhr Morgens ; Retourfahrt von Cincinnati 6:20 Uhr Abends.
Mmchied
ii
