Indiana Tribüne, Volume 27, Number 297, Indianapolis, Marion County, 6 August 1904 — Page 6
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7?uö dem NrifgStagebut) eines ja vanifchen Kapitäns. Der Akazuki vor Port' Arthur", ' so nennt sich ein Kriegstagebuch des ja panischen Kapitänkutnants Nirutaka. Es ist in deutscher Uebersetzung im Verlage von Eugen Salzer in Hei!bronn erschienen. Wir entnehmen dem Kriegstagebuch folgendes interessante Kapitel: Gelbes Meer, 23. und 24. März. Die Beschießung hätten wir also mal wieder hinter uns, und der arme Fuji" hat wieder etwas abgekriegt. Allerdings nicht er allein, sondern auch Asahi", und ein kleiner Kreuzer, dessen Namen wir noch nicht wissen, joll sogar am Sinken gewesen sein. Die Sache spielte sich ungefähr folgendermaßen ab: Wie man sich denken konnte, haben die Torpedoboote in der Nacht vorher keinen Erfolg gehabt, können auch gar keinen haben, denn der Netwifan" liegt noch immer als vorgeschobene Küstenbatterie an der Einfahrt, es ist ein Wachtdienst von Kreuzern und, ich glaube. Kanonenbooten eingerichtet. Die Scheinwerfer suchen ununterbrochen die Rhede ab, wie also soll ein Torpedoboot da angreifen können? Der Retwisan" wäre auf der Rhede thatsächlich das einzige Objekt, und an ihn ist nicht heranzukommen. Glaubt Admiral Togo etwa, daß die Torpedoboote durch die Einfahrt in den inneren Hafen laufen sollen? Es sähe ihm ähnlich, denn er hat, soviel ich weiß, nie etwas mit Torpedobooten zu thun gehabt. Nachdem also die Torpedoboote sich auf unsere Linienschiffe zurückgezogen hatten und dann Per Signal nach den Miaotao-Jnseln detachirt worden waren, dampfte das Geschwader in Schußweite heran. Wir, Fuji" und Jaschima", erhielten den Befehl, uns vom Geschwader fortzubewegen, uns hinter das Vorgebirge von Liaotischan zu legen und von da ein indirektes Feuer auf Stadt und Hafen zu eroffnen. Jedenfalls wollte der Admiral das Feuer der Russen theilen und womöglich etwas Verwirrung und Unruhe hineinbringen. Man hatte dasselbe schon neulich gemacht und stundenlang über die Berge weggeschossen, ohne das Ziel sehen zu können. Ob man was dabei getroffen hat. .wissen wir nicht. Aber damals haben die Kreuzer, die vor der Rhede lagen, behauptet, daß sie gerade die Aufschläge der indirekten Schüsse deutlich gesehen hätten. Wir und der JasHma" legten uns also hinter Liaotischan zu Anker, und nun wurden die Geschütze ganz hoch, so hoch wie möglich gerichtet und nach Plan, Karte und Schußtafel ausgerechnet, wie man das unsichtbare Ziel treffen könnte. Ich hatte dabei immer die unzeitgemäße Kindheitserinnerung im Kopf, wie ich mit Steinen über ein Haus herüberwarf, um einen Mann zu treffen, von dem ich wußte, daß er auf der anderen Seite mit irgend welchen Arbeiten beschäftigt war. Wir hatten noch nicht angefangen, das ??euer zu eröffnen, denn es war
nöthig, den Ankerplatz zu verändern und die richtige Entfernung herauszubekommen, da plötzlich heulte und pfiff es durch die Luft, und hundert Meter vor uns schlug klatschend ein schweres Geschoß ins Wasser hinein. Es prallte nicht ab, wie die flach aufschlagenden Granaten immer thun, und so war sicher, daß die Russen sich ebenfalls auf indirektes Schießen eingerichtet, uns beobachtet hatten, wie wir vom Gcschwader detachirt wurden, und nun uns auf diese Weise zuvorkommend empfingen. Nach wenigen Minuten folgie ein zweiter Schuß, welcher auch nicht weit entfernt einschlug, und nun waren wir auch soweit, das Feuer beginnen zu können. Jaschima" und wir schössen abwechselnd und hatten unsere Visire so gestellt, daß wir immer einen gewissen Raum unter Fcuer nahmen. Nach der Karte den InnenHafen, die Stadt und die naheliegenden Forts von Port Arthur. Man merkt aber doch, daß die Schiffsgeschütze und vor allem das Schiff nicht für Steilfeuer gebaut sind, und lange würden die Unterbauten der Geschützthürme diese Geschichte wohl nicht aushalten. Man merkte bei jedem Schuß die so lossale Erschütterung aller Verbände. Zu unserem großen Erstaunen kam kurz nach unserem zweiten Schuß der Funkentelegraphlst mit erncmZettel heraus: Signal vom Kreuzer Akaschi": Schuß Nr. 3 ungefähr 500 Meter, zu weit. Seitenrichtung scheinbar gut." Das war sehr angenehm, so wußte man wenigstens, wie man zu schießen und welche Fehler man gemacht hat. Es war eine sehr richtige Idee von Admiral Togo. Er hatte die Kreuzer AtaschV, Jaschima" und Niitaka" so vor die Rhede von Port Arthur, allerdings auf ganz weite Entfernung. sich legen lassen, daß sie beobachten konnten, wie unsere Schüsse ungefähr einschlugen, und nach jedem meldeten mit Funkentelegravhie, wie ihre Beobachtung war, und wir konnten uns
danach korrignen. Bald kam denn auch, allerdings nach einem Schuß der Jaschima", das Signal: Treffer in der Stadt, Feuer." Die Jaschima" signalisirte uns sofort, mit welcher Erh'öhung sie geschossen hätte, und genau die Seitenrichtung,, und nun begannen wir ein schnelles, heftiges Fcuer aus unseren mittleren und schweren Geschützen. Der Schiffskörper zitterte, und me Leute arbeiteten schweißtriefend an den Geschützen, unermüdlich wurde die Munition herangeschafft, und wir batten nur. allerdinas ziemlick viel, an .'
lyun, um zu verhindern, oatj zu scyneu nach jedem Schuß wieder geladen würde.
5ck, dachte gerade, es sei nur gut. daß die von Port Arthur nicht treffen, da im selben Moment ern Zischen tn der Lust, ein furchtbarer Krach, dichter oelber Rauck um uns herum tiii yove Flamme schlagt empor. Ich erinnere mich noch, daß ich schreien wollte. Alles hinlegen!" Aber weiter weiß ich nichts mehr und auch nicht, ob ich es gethan habe. Als ich. wieder zu mir kam, lag ich vorn im Schiff im Lazaret, mit Eis auf dem Kopf, und der Arzt erzählte mir, es wäre eine schwere Granate zwischen dem Hinteren Thurm und dem mittleren Aufbau auf Deck geschlagen. Ich hatte keine Verletzungen direkt bekommen, war aber durch den Luftdruck hingeschleudert worden und hatte mich am Kopf gezen die Thurmwand etwas kontusioniri; nach einiger Zeit war ich wieder soweit in Ordnung, daß ich aufstehen konnte, besonders geistreich kam ich mir aber nicht vor. Der Kopf brummte, und ich ging herum wie im Traum. Der Mir war schon wieder Anker aus gegangen und in See. Die Granate hatte furchtbare Verwüstungen angerichtet. Das Oberdeck war durchsch!agen und im Zwischendeck alles weggefegt, was in ihrem Vereich stand.- Die Deckstützen, theils krumm gebogen, theils herausgeschlagen: eme stak wie eine Lanze in der Bordwand und war zur Halste nach außen durchgegangen. Zwölf Leute, die gerade im Zwischendeck beschäftigt gewesen waren, hatte das Geschoß theils völlig in Stücke zerrissen, theils schwer verwundet. Noch klebten das Blut und grauweiße Gehirntheile an den Decks oben und unten und an den Wänden. Die Splitter der krepirten Granate hatten theilweise auch das zweite Deck durch schlagen, ohne dort scheinbar Schaden anzurichten. Im Oberdeck war ein weites unregelmäßiges Loch gerissen, und der Holzbelag sofort in Brand gesetzt worden. Immerhin war es ein Glück, daß die Granate, es war übrigens eine 30.5 Eentimeter, nicht auf meinen Thurm gefallen war, sonst wäre es weit schlimmer geworden. Unsere Thürme wie überhaupt ja die ganze Schiffspanzerung sind nicht darauf eingerichtet. Geschosse, die von oben kommen, abzuwehren, und die Thurmdecke wäre ohne Zweifel durchschlagen worden. Ich und die ganze Thurmbesatzung hätten nicht nur auf eine weitere Fortsetzung des Krieges verzichten können, sondern auch die Thurmgeschütze selbst. Hinter ihnen lag noch die Munition für zwei Schuß, und diese wäre auch mit in die Luft gegangen. So war also noch manches Glück bei der Sache. Streitkrüfte der Scemüclitc. In einem Trinkspruch auf den Kö nig Eduard hat der deutsche Kaiser in Kiel unter anderem auch von der geringen Anzahl der deutschen Kriegsschiffe gesprochen. Es ist angesichts dieser Bemerkung von Interesse, sich zu vergegenwärtigen, wie sich die Seestreitträfte der bedeutendsten und in der Weltpolitik vor den anderen sich bethätigenden Mächte numerisch zueinander verhalten, soweit die großen Schiff: in Betracht kommen. Aus einer Aufstelfang des TeutschenF.ottenvereins über die 1901 verwendungsbereiten und die seitdem gebauten. 1905 verwendungsbereiten großen Schiffe der Kriegsmarinen dieser Großmächte ergiebt sich folgendes Bild: Es besaßen 1901 verwendungsbereite Schiffe: Linien- Küsten Groke schiffe. Panzer. Kreuzer. Sitmina. Englard . 59 10 43 112 Frankreich 31 2 14 ft) Rußland H 5 10 & Teutschland 11 8 10 32 Nordamerika 11 6 3 22 1905 verfügen über verwendungsbereite Schiffe: - Linien- Küsten CJrofee schiffe, panzer. Kreuze?, curnrna. England 70 10 1 141 Frankreich M 2 29 Oi Ltubland 27 5 17 49 Nordamerika 19 10 17 4 Deutschland 21 8 13 42 Danach sind seit 1901 gewachsen der englische Großschiffspark um 23 Prozent, der französische um 36 Prozent, der russische um 50 Prozent, der nordamerikanische um 110 Prozent und der deutsche um 31 Prozent. Deutschland steht also zur Zeit an fünfter Stelle, während es 1901 noch an vierter Stelle stand. Bei der Vergleichung dieser Schifsszahlen darf indessen nicht übersehen weden, daß die einzelnen Flotten uch verschiedenen Zwecken dienen. So ist zum Beispiel die deutsche Linienschiffsflottc, wie der Kaiser es auch betont hat, lediglich zur Defensive bestimmt sie soll die Küsten gegen feindlicheFlctteangufe schützen. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, erscheint die Stärke der deutschen Linienschiffsflotte erheblich größer als zum Beispiel die amerikanische. W.N-! man die Ausdehnung der amerikanischen Küsten am Atlantischen wie am Stillen Ozean mit derjenigen der deutschenKüsten vergleicht, scheint das Verhältniß der deutschen Linienschiffe und Küstenpanzer zu den amerikanischen keineswegs ungünstig. Woran es Deutschland indessen offenbar mangelt, das sind große Kreuz??, obwohl sie für den Handel, mit dessen Ausdehnung allein die Vermebrung der Flotte zu begründen ist, wichtige? sind, als so ziemlich alle anderen Schiffsgattungen. Die Achtung, die von außcn kommt, Ist nicht d:? ganze, die uns frommt. Nur der gilt mir als rechter Mann, Der ehrlich selbst sich ackte kann.
Otr Yriedhof der Hingerichteten. In Paris gehören die Friedhöfe zu den Sehenswürdigkeiten der großen Stadt. Der prunkvolle Pere Lachaise, diese Galerie aller großen Todten Frankreichs, .wird von den Fremden regelmäßig aufgesucht. Mehr noch wird es den Deutschen zu dem FriedHofe Montmartre ziehen, wo Heine uno Berlioz, Zola und Alexander Dumas begraben liegen. Wenig bekannt ist ein anderer kleiner Friedhof ganz weit im Osten von Paris, der gleichwohl eine geschichtliche Merkwürdigkeit ersten Ranges ist. Wir meinen den Eimetiöre de Picpus, der in geringerEntfernung von der Place de la Nation in der Rue de Picpus liegt und der die Gräber von fast 1400 während der Schreckensherrschaft Hingerichteten birgt. Es ist ein Ort. tragisch wie eine Böcklinsche Landschaft und auch nicht ohne den schwermüthigen Schönheitsreiz einer solchen, weil es gewissermaßen das Massengrab der alten französischen Aristokratie ist das Denkmal eines untergegangenen Standes, der sich vor der ungeheuren Stadt, in der die Demokratie herrscht, in einen versteckten Winkel geflüchtet hat und dort schlummert ohne Hoffnung auf Wiederauferstehen. Dieser Osten von
Paris mit seinen Hausierladen, lernen kleinen Weinwirtbschaften. seinen kablen, breiten Boulevards trägt noch heute etwas Unruhiges an den Ausdruck einer neidischen Gier, die kcine Größe, keine Auszeichnung dulden will. In der Straße Prcpus ziehen wir die Schelle vor dem alten Kloster der Schwestern von Sacrö Coeur, das bereits unter Ludwig XIV. erbaut wurde. Es hat einen weitläufigen Garten, in dessen Hintergrund sich der Friedhof befindet. Der Führer,- der uns den Weg weist, macht uns auf die Eigenheiten des alten Baues aufmerksam, aber der interessirt uns nicht weiter, zumal er in seinen wuchtigen Barockformen nichts Besonderes bietet. Fesselnder ist der Garten selbst mit seinen hübschen Blumen- und Gemüsebeeten, seinen Spalieren, seinen wohlgepflegten Obstbäumen. Es ist ein Bild des Friedens, das sich da bietet; man glaubt, weit weg zu sein von dem unruhigen Paris, auf irgend einer ländlicken Villa, im Schatten von Platanen und Kastanien. Dazu passen die Schwestern m ihrer weißen Tracht, die im Garten spazieren aehen und den Fremden neugierig betrachten. Ein srfit rr i r? .r . 3 V. Isi W. filier Offner iicn vor un, vu ifi utt Friedhof. Oede und verlassen liegt er da, es finden sich nur wenige ejucber ein. keine frischen Blumen, nicht einmal die Glasperlenkränze, die sonst für die französiscken RriedrVofe so be zeichnend sind, sieht man da. Gewaltlge Steinplatten, von Gittern umhegt, und auf ihnen stolze Namen Montmorency. La Rouchefoucauld, Römusat, Gouy d'Arcy. Die meisten tragen nur den Namen und verschmähen in stolzer Selbstgenügsamkeit alles andere. Nur der emem fmden wir den ZuiaH: Membre de la chambre du Roy Eharles X ." Armer Söflina! Wer weiß in diesem raschlebigen Paris heute noch etwas vom Hose deines ttonigs Karl X.? 5m Hinterarunde dieses Friedhofs lockt uns ein Gitter, über dessen Vortal eine Marmortafel steht mit einem deutschen Namen: Prince de Salm-Kryburg. Hinter diesem Gitter r v ... . c:-wi cm;Af;v seyen wir einen umjueucicu arund, auf dem vier dunkle Zypressen sich vom blauen Himmel abheben und mehrere weiße Marmortasetn erricyrer sind. Der Rasen hier ist weich und tief und mancherlei Blumen sprießen aus ihm hervor. Unter diesem Rasen schlummern 1350 Opfer derSchreckensHerrschaft, kopflose Leichen, die von der naben Barriere du Trone (jetzt Place de la Nation) hierher gebracht wurden in den letzten Tagen von 1793 und den ersten sieben Monaten von 1794, als das Beilklinaen der Guillotine für den besten Pulsschlag eines wohlregulirten Staatswesens galt.- Mit flüchtigen Girondstein liegen hier Eordeliers und AnHanger Dantons, Generalpacyler und alte Aristokraten; es ist ärgerlich, daß man nicht einmal auf dem FriedHof in standesgemäßerGesellschaft bleiben kann! Freilich befand sich gerade an der Varriöre die ??osse Commune, und da wurde eben alles hineingeworfen. Der deutsche Name uver oem Vortal aebört dem Fürsten von SalmKyrburg an, der selbst mit hingerichtet wurde, wie der Prinz Karl von Heen und so mancher freiheitsbegeisterte Deutsche vn damals. In dunklen Herbstnächt-n. wenn derHimmel schwer hängt über der lebensgierigen Stadt und der Wind in denZypressen rauscht, versammeln sich vielleicht hier die Phantome dieserTodten und reden von ihren Illusionen und von dem Aedürfniß des Menschen, sich stets neue Illusionen zu erzeuaen. Beim Hinausgehen aus dem Friedhofe treffen wir noch rm Mittelgang ern Grav mtt ernem Namen von echtem historischem Klang: Marquis de Lafayette. ' Der liegt auch hier mrtbegraden unter leinen Standesgenossen, deren Vorrechte zu zerstören er mehr vertrug als rrgen ein anderer. Die Japaner liefern hren Offizieren genau dieselben cayrungsMittel wie den Mannschaften. An Reis erhält jeder Soldat täglich etwa rn amerikanisches Quart: ferner fünf Achtel Pfund Fleisch, ein Viertel Pfund Gemuje, etwas .lyee uno zewürz und außerdem einmal die Woche ein Viertel Quart Reiswein, sowie 20 l Zigaretten. ii
Der Hausschwamm. Seine Wachsthumsbedingungen und immensen Zerstörungen.
Verpflanzung des PttzeS Unterirdisches && dengebilde und kreisförmige Anordnung. Tr Thränenschwamm" Mittel zur Be seittgung des Hausschwamms. Zu den Pilzgebilden, welche das Licht und die frische Luft scheuen, gchört der wegen seiner großen und schnell wirkenden Zerstörungskraft mit Recht gefürchtete Hausschwamm. In dunklen Nadelholzwaldungen können wir ihn auf abgestorbenen Stämmen wuchern sehen. Wie jeder Pilz ist der Hausschwamm der Träger zahlloser staubähnlicher Keimkörnchen, die man Sporen nennt. Sie werden bei der Reife vom Winde verstreut und verpflanzen sich vielleicht auf gesundes Holz, mit welchem sie in unsere Häuser gelangen. Hier begünstigen Luftmangel und namentlich auch Feuchtigkeit ihre Entwickelung; bald zeigen sich die Spuren der beginnenden Zerstörung dieses Eindringlings. Das in das Haus eingebaute Holz beginnt zu faulen. Untersucht man das Holz, so findet man es durch Kreuz- und Querrisse in kleine Stückchen zertheilt. Geht die Pilzöildung vom Keller aus, so bedarf e nur eines die Verbindung herstellenden Holzwerkes, um den Schwamm völligen Einzug im Hause halten zu lassen. In einer vom Schwämme ergriffenen Wohnung herrscht moderiger Geruch, und bei schlechter Lüftung klagen die Bewohner über Kopf- und Halsschmerzen. In den Ecken oder an den Dielenritzen treten Schwammknollen hervor, die man wohl mit ätzenden Flüssigkeiten, wie Vitriollösungen, Petroleum, beseitigen kann, doch ist das Uebel damit von Grund aus nicht beseitigt. Was man getödtet hat, ist nämlich nur die Frucht" eines Baumes, der seine Krone unterirdisch beherbergt. Ihre Zweige sind nicht von Holz, sondern stellen ein spinnewebenartiges. Gefilz dar. Wie die Quecke unter der Erde gedeiht und in bedeutende Tiefen hinein nach allen Richtungen zahllose Ausläufer sendet, so schleicht sich das Fadengebilde des Pilzes unterirdisch fort. Nach Art der Quecke, die hier und da an die Oberfläche des Ackers tritt. Halme, Blätter und Blüthen treibt und Fruchte zeitigt, erscheint auch das Fa dengewebe des Pilzes an der Erdoberflache, um Knollen und ahnlichen Ge bilden ihr Dasein zu verleihen. Der Hausschwamm neigt zu kreisförmiger Ausbreitung. Seine Nahrung sind Safttheile des Holzes, sogar in morsches Mauerwerk dringt er. In der Kellerwand macht er sich zunächst als schleimiger oder wolliger Fleck bemerkbar, der sich zum silberglänzenden Gespinnst erweitert. Der Fleck wird dicker, blätterig und schließlich dunkel. Bald ergreift er das Holzwerk. Die festen Knoten, die sich, sobald das.Fadengewebe am Licht, erscheint, in den Winkeln der Stuben, an den Dielen zeigen, scheinen Anfangs weißlich, wie mit Schimmel überzogen; später sind sie gelblich bis röthlich und sondern eine milchige Flüssigkeit aus. Man bezeichnet diese Erscheinung mit dem Namen Thränenschwamm." Beim Drücken mit dem Finger färbt er sich zunächst röthlich, dann bräunlich, zuletzt schwarz. Um den Schwamm aus dem Hause zu schaffen, ist die Entfernung des zerstörten Walzwerkes auf alle Fälle anzurathen. Man ersetze es durch trockenes, im Winter gefälltes Holz. Auch das zerstörte Mauerwerk ist herauszunehmen. Oft ist feuchte Füllung unter den Dielen der Träger der Schwammfporen gewesen. Man ersetze diese durch trockenen Schutt, am besten durch ausgeglühten Sand oder Koaks. Das Jnfiziren der neuen Dielenunterlagen mit Karbolineum dürfte ebenfalls zweckmäßig sein. Um die Holzbalken nicht direkt auf dem Mauerwerk aufliegen zu lassen, empfiehlt sich die Jsolirung derselben durch Theer, Asphalt oder Zinkplatten. , Vor allem aber hat sich der Zutritt der frischen Luft als wirksames Mittel erwiesen, da der in ihr enthaltene Sauerstoff die Keime des Pilzes tödtet. Die von außen her durch das Mauerwerk unter dem Fußboden geleiteten Luftkanäle verbindet man am besten mit den Kaminen, um eine beständige Zufuhr der Außenluft herzustellen. Walfischrestc im Rheinland. Reste von großen Walfischen hat dieser Tage Professor Pohlig aus Bonn in den gelben Meeresküsienfanden des Tertiärs von Grafenberg-Gerresheim bei, Düsseldorf gefunden. Für die Rheinland? sind solche Funde neu und aus so alten Schichten überhaupt kaum bekannt. Während im Ur-Rheindc!ta weiter südlich sich die obern Braunkohlenschichten bildeten, kamen also bei Düsseldorf crayartige Ablagerungen zu Stande, ähnlich den in jüngster Zeit Millionen von Jahren nach den Düsseldorfern an den deutschen Küsten abgesetzten. In den Nordseegegenden sind stellenweise die angeschwemmten Walfischreste im Küstensand so häufig, daß man Gartenzäune und Hofthorbogen aus diesen riesigen Knochen errichtet. Deutschlands Ausfuhr nach den Ver. Staaten im abgelaufenen Jahre hatte einen Werth von $H)3,450,520, eine Abnahme von 14,450,154 gegen das Jahr 1902.
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