Indiana Tribüne, Volume 27, Number 290, Indianapolis, Marion County, 29 July 1904 — Page 6
Indien, TribKnc, 29. Juli
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Europaische Nachrichten. 'Maden. Karlsruhe. Dem Badgehilsen Johann Baumert, welcher demnächst das 25. Dienstjahr seit semer endgülr . n i : r cn!.. .
tlgen ÄNiteuung im naoujpjcn ici ortbade vollendet, wurde aus diesem Anlaß vom Stadtrath das Ehrendiplom für 25jährige tadellost Dienstführung verliehen. Der Kaiser hat dem Leutnant Wippermann und dem Unterofficir Greiner im 4. Bad. Feldart.-Regt. No. 66 die Rettungsmedaille am Bande verliehen.F r e i b u r g i. B. Einer der 51 testen Lehrer Badens, Hauptlehrer Kreuzer, trat in den wohlverdienten Ruhestand, nachdem er vom Jahre 1848 an, also volle 56 Jahre, ohne Unterbrechung im Lehrerberufe gewirkt hatte. (Beine College im Karlsschulhause bereiteten Kreuzer, der hier 29 Jahre lang mit Eifer und Pflichttreue dem4 Unterrichts- und Erziehungswerke obgelegen, einen kleinen, aber herzlichen und würdigen Abschied. Heidelberg. Hier stürzten zwei Maurer von zwei Neubauten ab. Einer, Jakob Schneider, war sofort todt. Der andere, Karl Junkert aus Wieblingen, ist lebensgefährlich verletzt. Hokenbodman. Der 35jährige ledige Landwirth Veit von Conndorf wollte vom Neuweilerhof mit dem Rad nach Vonndorf zurückfahren. Auf der Bodmanersteig verlor er, ein Neuling im Radfahren, die Herrschaft über das Rad. Er wurde gegen einen Baum geworfen und brach dabei das Genick. Der Tod trat auf der Stelle ein. Neckargerach. Als die Eheleute Jak. Eisfler mit ihren Kindern im Wald mit Rindenschälen beschäftigt waren, und am Vergesabhang Mittag machten, kam plötzlich ein großer Stein aus 150 Meter Höhe den Berg heruntergerollt. Eine weitere Person hackte dort Eichenstämmchen um, dabei löste sich der Stein los und traf die 12jährige Bertha Eiffler in den Rücken, sodaß sie bewußtlos nach Hause gebracht wurde und infolge innerer Verblutung, starb. Obersasbäch. Freifrau von Harter feierte kürzlich ihren hundert sien Geburtstag. Aus diesem Anlasse gingen der Jubilarin aus allen Welttheilen Glückwünsche zu, u. a. auch von der Großherzogin. Pforzheim. Der hier in Arbeit stehende Maurer Karl Lautenschlager von Unteröwisheim schlug den Maurer August Ripp von Wöschbach mit einem Backstein so unglücklich auf den Kopf, daß der Getroffene todt niedersank. Der Thäter ist verhaftet. R h e i n a u. Der 37jährige Heizer R. Borho stürzte vom 4. Stock seiner Wohnung durch das Treppenhaus in den 1. Stock und verletzte sich derart, daß der Tod sofort eintrat. Singen. Bei der Einfahrt des Vasler Schnellzugs auf dem hiesigen Bahnhof wurde der ledige Streckenarbeiter Matthias Lebherz von Hoppetenzell von der Maschine erfaßt und sofort getödtet. , Vheinpfarz. S P y e r. Ein weit über seine hiesige Vaterstadt, hinaus bekannter Mann, Dr. med. Adolf David, ist, 73 Jahre alt, in Heidelberg gestorben. An der Freiheitsbewegung 1848 und an dem Pfälzisch - badischen Aufstand hat er lebhaft Antheil genomin:n. Die deutsche Fröbelsache verliert an ihm einen eifrigen Förderer. E r b a ch. In dem Wohnhause des Wirthes Höchst entstand Feuer, tvelches das ganze Anwesen einäscherte. Frankenthal. Die 4 Jahre alte Tochter Babette des Metzgermeisters Wüst wurde von einem 9jährigen Mädchen in den Kanal gestoßen und ertrank. Kaiserslautern. Der 22jährige Karl Schwarz von hier hat sich in Kusel, wo er bei dem Reitschulbesitzer Pfeiffer sich als Knecht aufhielt, erschossen, well Pfelfser mcht dulden wollte, daß jener mit seiner Tochter Elise ein Verhältniß zu unterhalten beabsichtigte. L u d w i g sh a fe n. Ein Selbstmörder, der si) im Aborte einer hiesigen Wirthschaft erhängte, wurde als der Wirth des an der Straße Mundenheim - Maudach liegenden Caf6 TZvoli erkannt. Er ist 36 Jahre alt und heißt Karl Dengler. Häusliche Zwistigkeiten haben den Mann in den Tod getneben. M a u ch e n h e Z m. Auf dem Ba stenbaus. Gemeinde Dannenfels. wurde der 17 Jahre alte Sobn des Mallers Knoblocb. der mit dem Fuhrwerk seines Diensthcrrn für 'seinen Vater Holz auf dem Donnersberg holen wollte, von einem der Pferde derart auf die Brust geschlagen, daß der Tod bald darauf eintrat. P i r m a s e n s. Die Gerberei des Reick?staqs - Abaeordneten Leinenweber ist hier vollständig niedergebrannt. Mitverbrannt sind größere Vorräihe än Rohmaterialien und fertigen Produkten. Ettatz.Lothringen. Straßburg. Der frühere Bei geordnete der Stat Straßburg und langjährige Vertreter von StraßburgStadt lm elsaß -lothnnglschen Lan oesaus ctzuk. Nentner Beramann. einer der Führer der hiesigen Rechtslibe ralen, ist gestorben. C o l m a r. Die Schüler vergnüg
ten sich nach dem Essen mit Spielen; hierbei warf cin Schüler dem 12jährigen Jrion einen Tannenzapfen in's Auge. Der Lehrer legte dem verunglückten Knaben einen Nothverband an und brachte ihn schleunigst in ärztti&t Nkleae. Leider war es zu spät:
das Auge war ausgelaufen, uno oer ciunat ist seineZ Auaes beraubt. ' r- i .r. . Deutsch - Oth. Kürzlich wur-: de die Leiche des 44 Jahre alten Arbeiters Spende! aus dem zwischen der uremburger und unserer Grenze gelegenen Weiher gezogen. H a h l n g e n. Das Opfer seines Berufs wurde der Hülfsmonteur DomlNlk Ferero. Als er mü dem Anchrauben von Elsenoolzen an dem Dache eines etwa 16 Meter hohen Eiengerüstes beschäftigt war, entglitt ein Brett, auf welchem Ferero fast oen lUFpuniicn, uno xy, slurzie no. Er schlug mit dem Kopfe auf eine Eisenplatte auf und war augenblicklich eine Leiche. Meckkenourg. Schwerin. Der letztens wegen Sittlichkeitsverbrechens zu 5 Jahren Zuchthaus von der 1. Strafkammer Hierselbst verurtheilte Rentler Lmck aus Gadebüsch, der mit zwei anderen Gefangenen in einer Zelle wohnte, wurde m liegender Stellung erhangt gefunden. B r ü e l. Das gesammte Gebäude der Wiggers'schen Mühle ist ausgebrannt. Viele Vorräthe sind mitverbrannt. D ö m i tz. Kürzlich war der Staatsanwalt aus Schwerin zur Unterfuchuna des in der Schweriner Str. entstandenen Feuers in hiesiger Stadt. Der Brandstiftung verdachtig wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschast der Arbeiter Heinemann hierselbst verhaftet und in das Gefängniß des großherzoglichen Amtsgerichts hier eingeliefert. Hagenow. Das Rentner Konow'sche Ehepaar konnte den Tag festllch begehen, an welchem es vor 60 Jahren den Bund für's Leben geschlosfen hatte. Dieses Fest der diamantenen Hochzelt gab zu mancherlei Kundgebunaen der Verehrung undi Hochachtung für das würdige Paar Anlaß. Die Jubelbraut zählt 85, der Jubelbräutigam .86 Jahre. Seit etwa 30 Jahren wohnt das Paar hier. Konow war früher Besitzer von Kowayl bei Wittenburg. Htdenvurg. Oldenburg. Im 67. Lebensjähre verschied der Hofbuchhändler August Schwartz, der Inhaber . der Schulze schen Hofbuchhandlung, em in weiten Kreisen bekannter und hochgeschätzte? Mann. Schwartz war als seinsinniger Verleger bekannt. So hatte er außer hiesigen Schriftstellern Bulthaupt, Hermann Allmers und Fitger im Verlage. Jahrelang redigirte er den Volksboten" und brachte dieses echte Voltsbuch zur schönsten Blüthe und zu einer Verbreitung, wie selten ein Kalender aufzuweisen hat. Schwartz war auch dichterisch thätig, namentlich als Vismarckpoet. Die Schulze'sche Hofbuchhandlung konnte unter seiner und seines Sohnes Rudolf Leitung (seit 1893) im Jahre 1900 ihr 100jähriges Jubiläum feiern. Gräbst ede. Erschossen hat sich der Ziegelarbeiter Wesscls aus Bockhörn auf einer hiesigen Ziegelei. R ü st e r s i e l. Grenzaufseher Fimmen feierte das Jubiläum der 25jährigen Dienstzeit auf der hiesigen Station. M e r w e bei Löningen. In einer Scheune entstand hier plötzlich Feuer, das sich den Nachbargebäuden rasch mittheilte. In kurzer Zeit waren etwa 15 Gebäude niedergebrannt. Neun Familien sind obdachlos. Die Betroffenen. Zeller Willen (gen. Schürmann). Heuermann B. Hackmann, H?uermann Heinr. Hackmann, B. Finke, B. Lemmermühle, V. Hengemühle, B. Klünner, Hilgefort, H. Bokaar, hatten ihr Inventar meistens versichert, Zcller Willen aber nur seine Gebäude. Z-reie Stüdte. Hamburg. Ein patrouillirender Schutzmann sah letztens in du Holstentwiete aus der Holzbearbeitungsfabrik und Fräserei von Suhr, Holstentwiete No. 7, helle Flammen heraus schlagen. Ehe die Feuerwehr von der weit entfernten Feuerwache herbeieilte, ergriff das Feuer bereits die ganze Dachconstruktion. Der Schaden beträgt mehrere hunderttausend Mark. Pastor Lau in Kirchwärder konnte auf eine 25jährige Thätigkeit im Amte zurückblicken. Der Jubilar hat dieses Ereigniß lm engsten Familienkreise gefeiert. An Bord des bei St. Pauli liegenden Dampfers Europa fiel eine aus der Schlinge rutschende Eisenbahnschwelle dem Schauermann Werner auf den Körper, der außer sonstigen Verletzungen, einen Bruch des rechten Unterschenkels davontrug. Der Verunglückte wurde dem HafenKrankenhause zugeführt. Bremen. Drei in der Meierei des Bürgerparks bedienstete Kellner ruderten auf den Wasserzügen des Bürgerparks;, das Ruderboot schlug um und die Insassen fielen in's Wasser. Zwei retteten sich, der dritte. Kellner Back, ist ertrunken. Die Leiche ist bald gefunden und nach dem Leichenhause gebracht worden. Ein im Freihafen mit Stichwunden todt aufgefundener Mann ist als der 22 Jahre
alte Weber Josef Brix aus Böhmen, 1
der hier m der Fabrikstrake bei seinen Eltern gewohnt hat, erkannt worden. Brix sollte im Mai d. I. in Oesterreich seiner Militarpsllcht genügen; davor hat er sich sehr gescheut. Lübeck. Auaust Breymer. der frühere Theilhaber ' der weltbekannten Drahtheftmaschinen - Firma GebrUder Brehmer in Leipzig, ist im Alter von 59 Jahren hier gestorben. Der Großherzoglich - Oldenburgische Consul Wilhelm He.?nann, ein in den weitesten Kreisen unserer Stadt bekannter Mann, ist hier verblichen. Der Verstorbene war mehrere Jahre Vorsitzender der Lübecker Liedertafel und wirkte auch sonst vielfach im öffentlichen Leben. Schweiz. Bern. Dr. Girard. Professor der Chirurgie an der hiesigen Universität, hat den an ihn ergangenen Ruf alö Professor der Chirurgie an der Universitat Genf an Stelle des demlsslomrenden Juillard angenommen. F r e r b u r g. Bei Wunnewyl wurde ein gewisser Abraham Bienz, der mit Banknoten und Werthschriften im Betrage von 14,000 Francs nach Bern zurückkehren wollte, angegriffen und semer Tasche beraubt. Alle Nachsorschungen nach dem Thäter blieben erfolglos. Gens. In einem Anfalle von Ei fersucht verübte hier ein gewisser Gillard einen Mordversuch auf seineFrau, die er durch einen Messerstich schwer verletzte. Die Frau wurde nach dem Spital gebracht. Gillard war, obwohl Wirth eines Temperenzcafös, doch ein alter Alkoholiker. Mit seiner Frau stand er im Scheidungsprozeß. Er überfiel sie beim Geschirrwaschen von hinten und stieß ihr ein langes Messer in den Rücken. Lausanne. Der Professor für neutestamentliche Exegese in der protestantisch - theologischen Fakultät der hiesigen Universität. Paul Chapuis, ist gestorben. Er lehrte die Theologie des Gewissens" nach den Grundsätzen Alexander Vinets und Charles Secretans, dessen Schwiegersohn er war. Neuenburg. Das hiesige Schwurgericht hat den gewesenen Telephonchef Weismüller (La Chaux-de-fonds) wegen Unterschlagung von 40,000 Francs zu vier Jahren ZuchtHaus verurtheilt. Thun. In der Jähe des Kander einflusses in den Thunersee wollten drei Knaben von Dürrenast mit einem Schisslein Holz sammeln, kamen aber infolge heftigen Windes in Gefahr. Sie konnten sich indessen auf eine Kiesbank an der Kandermündung retten. Spater wollte ein Burger von Einigen Namens Mützenbera die Knaben abholen und nahm alle in sein Boot auf. Kaum waren sie aber weggefahren, jo schlug das Schifflein um und zwei oer Knaben, Fritz Hllqli und Rudolf Wälchli, ertranken, während der genannte Burger und ein Knabe sich retten konnten. I m Restaurant. Kellner: Was darf ich bringen? Gast (Photograph): Ich werde Hasenbraten essen. Kellner: Kniestück vielleicht? Gast: Nein, geben Sie Brustbild! B rechnend. Direktor: Kinder, im Parkett sitzt der reiche Bankier Goldheim! Da spielt ihr mir recht schlecht vielleicht wirft er euch dann in der Wuth seine Banknotentasche an den Kopf. . .!" Zoologische Entrüstung. Baron (auf der Jagd zu seinem Diener): Der Kuckuck soll Dich Esel holen, wenn Du mir alt:m Fuchs den Bären aufbinden willst, die Gemfe sei eine Zieae gewesen!" O weh! Weißt du, ich finde es ja geradezu empörend. Gestern sagte mir die junge Meyer, ich sei eine bodenlos freche, herzlose, impertinente Kokette. Das ist ja unglaublich! Ja, woher kennt sie dich denn? 'jcxmi zu m a cy e n. Gai.! (zum Kellner, der an Athembeschwer den zu leiden scheint, theilnehmend): Haben Sie Asthma? Kellner: Wenn es nicht auf der Speisekarte steht, ist kems da! Der nächste Blick. Ich war auf den ersten Blick m das Madel verliebt. Wirklich? Jawohl. Dann sah ich sie mir aber noch einmal an und da war's mit der Liebe schon wieder vorbei. DieGesetz-Auslegung. Schneidermeister: Wenn Sie mir nicht zum nächsten Ersten zahlen, schicke ich f,f f r. ii m i ' Zonen meine cywiegermutler aus oen Hals. Cand. jur.: Dann verklage ich Sie beim Staatsanwalt wegen Er Pressung. Schneidermeister: Wieso? Cand. mr.: Weil Sie Bezähmn erzielen wollen durch Androhung eines Uebels. ' V(.Durchschaut. Freundin: Das Tischtuch ist ja A. B. gezelchnet! Hausfrau (verlegen): Ja, so rnen mei lekte Herrschaft: die bat mir man ches Stück geschenkt! Freundin: Du, wenn die Dich aber mal besuchen käme? Nobel, fremder: Die Sckweinezucht muß Ihnen ein Stück Geld bringen? Gutsinspektor: Konnte, aoer wir betreiben sie ja nur zum Bergnügen: Damit die Thiere nicht, zu fett werden, werden sie ogar leoen Ä,ag. . masürt!
Dtc Dltygcsayr.
Clne althergebrachte Annahme nd ihre wiffcnsqaslliche Wldcrlegnng. Die althergebrachte und weit verbreitete Annahme, daß der Aufenthalt im Walde bei Gewittern eine höhere Gefahr mit. sich bringe, als im Freien, kann vor den Ergebnissen neuerer Beobachtungen und Forschungen nicht' bestehen. Behufs endgiltiger Entscheidung Mni3 &ßf f! Xayn Vsi'aS ! V.m 114119 vfc uiivkiia uu, lii i'tiii tin Waldarbeiter, vor einem heftigen Gewitier Schutz suchend, seiner fünf Minuten entfcrnlen Schlafstelle zugeeilt, aber auf freiem Felde 400 Meter (1312z amerikanische Fuß) vom Walde von einem Blitzschläge tödtlich getroffen worden war, hatte das deutsche Reichsversicherungsamt vcn dem AbthnlungsVorsteher im meteorologischen Jnstltute zu Berlin, Professor Dr. Aßmann, ein Gutachten darüber erbeten, ob dle Aufsasjung zutrifft, daß der Wald noch für die 400 Meter entfernte Unfallstelle eine erhöhie Blitzgefahr dargestellt habe oder ob etwa andere Umstände die Blitzgefahr an der Unfallstelle erhöht hätten. Das Gutachten Aßmanns lautete folgendermaßen: Die Annahme, daß der Wald an sich eine beträchtliche Blltzgesahrdung hervorrufe, trifft im Allgemeinen nicht zu. Vielmehr lehrt die Erfahrung, daß in einem geschlossenen Bestand annähernd gleich hoher Waldbäume verhältnißmäßig selten Blitzschläge vorkommen. Nur dort, wo zwischen den Bäumen größere Zwl schenräume vorhanden sind, oder wo einzelne Bäume ihre Umgebung beträchtlich überragen, ist die Wahrscheinlichkeit eines Blitzschlages eine größere. Dle Vlelheit der in gleichem Niveau befindlichen Baumwipfel wirkt vielmehr eher ausgleichend auf die elektrische Spannung. Außerdem würde ein in einen Wald einsch!ag:ndcr Blitz unbedingt ewem Baume folgen und durch dessen Wurzeln zur Erde gehen. Hlernacy xi die Blltzgefahr für emen zwischen den Bäumen sich aufhaltenden Menschen im Walde keineswegs groß. Ganz beträchtlich großer ist die Eefährdung eines einzeln dastehenden Baumes oder, allgemein gesagt, für jeden Gegenstand, der auf weitere Entfernung hin den höchsten Punkt des Geländes bildet. Ueber ihm drangen sich die Aequi-Potentialflächen auf engem Raume zusammen und vergrößern dadurch die elektrische Spannung ganz erheblich. Dieser Gefahr ist auch der Verunglückte unterlegen, als er den Wald verlassen hatte und über das freie Feld gelaufen ist. Der Getödtete war auf weite Entfernung hin selbst der .höchste Gegenstand' und demnach der Gefahr, durch einen Blitzstrahl getrofsen zu werden, in ganz bei anderem Maße ausgesetzt. Hiernach muß die Auffassung, dan der 400 Meter ent fernte Wald die Blitzgefahr veranlaßt habe, als unzutreffend bezeichnet werden. Ebenso muß verneint werden, daß die Wissenschaft die Vlitzgefährdung einer im Freien befindlichen Person nicht höher bewerthe, als die einer in geschloßenem Raume befindlichen." 5?. Zortscbrittc der Krebsforschung. Wichtige Entdeckungen in Verbindung mit dem Krebs wurden in der kürzlich stattgehabten Jahresversammlung des General-Kcmites des Cancer Research Fund" in London bekänntgegeben. Hervorragende Fachmanner faßten ihre Arbeit während eines Iahres in folgende Thesen zusammen: Civilisation ist nicht die Ursache des Krebses, der ebenso das animalische wie das menschliche Leben durchseucht und alle seine Lebewesen verhältnißmäßig in dem gleichen Alter und den gleichen Perioden befallt. Kreos ist keine ansteckende Krankheit und ist nicht übertragbar von einer Spezies auf die andere. Eine Krebszelle kann die Fortpflanzungskräfte wiedererlangen. Krebs entsteht keineswegs durch emen Parasiten. Radium übt, Jrne sich ergeben hat, keine heilende Wirkung aus. Ein Serum ist entdeckt, von welchem man gute Resultate erhofft. Die ersten authentischen Fälle von Krebs bei Thieren wurden an der Handvon Experimenten, welche mit Fischen und Feldmäusen angestellt wurden, minutiös beschrieben. Herbergen zur H e i m a t h. In Bonn, Rheinprovinz, wurde vor Kurzem die 50jährige Stiftung-feier der Herbergen zur Heimath abgehaUen. Diese Herbergen bilden eine gemeinsame Aufgabe für den Staat und die innere Mission bei der Lösung der sozialen Frage. In Erkenntniß dieser Aufgabe gründete Professor Dr. Clemens Perthes in Bonn am 21. Mai 1854 die erste Herberge zur Heimath, und schon im ersten Jahre ihres Bestehens beherbergte sie 1335 Wandergesellen. Im Jahre 1903 nahm die Bonner Herberge zur Heimath 14,168 Personen mit 21,198 Schlafnächten, und zwar 10,366 zahlende Durchreisende und 3802 StationZgäste auf. Durch denArbeit-nachweis wurden viele Sie!len besetzt. Die Zahl der Herbergen zur Heimath in ganz Deutschland hat sich in den 50 Jahren auf 462 gehoben; in ihnen verkehrten im Ganzen 2,646.928 Personen mit 4.256,538 Schlafnachten und '117,154, Arbeitsstellen wurden besetzt. In Europa steht in der Zahl der Zeitungen Deutschland mit seinen 5500 Blättern, von denen 860 TagesZeitungen sind, obenan. An zweiter Stelle kommt England mit 3000, von denen 809 Tagesblätter sind. .
Sprachunterricht dn Tsubflummen.
Einfache und komdinirte Methoden Beleh rung Linzeluer und in Klassen. Seitdem wissenschaftlich festgestellt worden ist, daß die meisten Taudstummen durchaus normale Sprachorgane haben und sprechen lernen können, sobald es nur gelingt, ihnen das Wesen des Lautes begreiflich zu machen, ist man unablässig bestrebt gewesen, ihnen das Siegel ewigen Schweigens von den Lippen zu nehmen. Obgleich das erste ausgebildete System für den Taubstummenunterricht einen Franzosen, den Abbe de l'Epee zum Erfinder hatte, so kann sich doch heute Deutschland rühmen, dasjenige Land zu sein, das die wenigsten seiner Taubstummen, nur 18 vom Hundert, ohne Ausbildung und Erziehung laßt. Die Ä!ethode des Abbe de l'Epee, welche früher allgemein die übliche war, bestand zu einem großen Theil aus einer Geberden- und Gestensprache. Sie wurde später von der Methode orale" verdrängt, welche die Tauben lehrt, die Worte von den Lippen zu lesen; da sich aber hierbei der Nachtheil fühlbar macht, daß nur solche Personen verstanden werden, die selbst gut artikulirt mit Lippen und Zahnen zu sprechen verstehen, so ist man in neuester Zeit daran gegangen, beide Methoden nach Bedarf zu verbinden. Von der Art, wie die taubstummen Kinder artikuliren lernen, gibt das beigefügte Bild tinen Begriff. Der Lehrer spricht die Laute, zunächst die Vokale, vor, und das Kind spürt an den Veränderungen des Kehlkopfes .die Unterschiede bei Aussprache der Buchstaben. Auch die Stellung der Lippen und Zähne kommt natürlich Lehrer und taubstummer Schüler. sehr in Betracht. Nach ertheilte? Anleitung werden diese vom Schüler vor einem Spiegel geübt. Aber der Weg ist weit und mühselig vom ersten Laut, dem ersten Wort zur vollen Entwicklung regelrechten Denkens, und besonders in den ersten Wochen hat der Lehrer unendliche Mühe mit den kleinen Unglücklichen, von denen jedes einzelne viel von seiner Zeit in Anspruch nimckt. Später, wenn das Verständniß geweckt ist, kann zu regelrechtem systematischem Unterricht in Klassen geschritten wer-, den. Diese Klassen bestehen meistens aus zehn bis zwölf Schülern und Schülerinnen, deren Pulte in einem Halbkreis geordnet sind um jedem Kind Gelegenheit zu yeben, den Lehrer genau zu sehen und seine Lippen zu beobachten, anderseits kann der Lehrer auf diese Art mit Leichtigkeit die Mundstellung der Kinder kontrolliren. Daß Anschauung bei 'diesem Unterricht allezeit eine aroße Rolle spielt, ist selbstverständlich. Bei vorgeschrittenen Schülern nimmt man Abbildungen zu Hilfe, bei kleinen Anfängern lehrt man am liebsten nach dem wirklichen Gegenstande. Japanische Karikaturen. Hnmoristksch'satirische Nriegöbilder In de Zeitungen deS Blumenlandes. Daß auch im Chrysanthemumlande Humor und Satire zu Hause sind, beweist unser Bild, welches einer in Tokio erscheinenden japanischen Zeitschrift entnommen ist. Es ist eine der zahllosen Karikaturen, welche der fernöstliche Krieg gezeitigt hat und stellt nach dem erläuternden Texte die rusJapanische Karikatur. sijche Heuschrecke dar, wie sie, durch das Wasser watend, von einem Torpedo getroffen wird. Ein Blick auf den Cartoon" wird den Leser schnell davon überzeugen, daß der verstorbene Meister der politischen Karikatur, Thornas Rast, auch im Reiche des Mikado gelehrige Schüler fand.
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