Indiana Tribüne, Volume 27, Number 288, Indianapolis, Marion County, 27 July 1904 — Page 5

Jndiana Tribüne, 27. Juli 190'i.

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Zcin Vcheimnisz. Cine Geschichte per Telephon von Hermann Petersen. Montag Morgen. Hallo! Bist du da, Kamma? Es währte eine Ewigkeit, bis ich mit dir verbunden wurde! Wer es ist? Hörst du es nicht? Ich bin es ja, Ella! Ich umarme dich! Ja, ich bin zu Haufe, wir kamen schon am Donnerstag zurück. Ewald läßt dich vielmals grüßen. Unsere Hochzeitsreise war entzückend. Bekamst du meine Ansichtskarte aus Monte-Carlo? Ja, wir waren auch in Paris! Großartig, Schatz! Es war himmlisch auf der ganzen Reise, und Ewald war geradezu süß. Er wußte gar nicht, was er mir alles zuliebe thun sollte. Ja, ich bin noch verliebter in ihn als vorher und habe ihn in den vierzehn Tagen besser kennen gelernt als vorher in dem ganzen halben Jahre. Was soll ich fein? Eifersüchtig? Ja, das ist möglich, dessen schäme ich mich auch gar nicht. Da unten in Nizza trafen wir eine Dame, du weißt, so eine mit langen Straußfedern und sehr dekolletirt du hättest mal sehen sollen, was sie ihm für Augen machte; hübsch ist er ja, das Ungethüm. Ewald sah sie auch wieder an, aber als er merkte, daß ich böse wurde, meinte er, sie wäre ja Zwar hübsch, aber sie sähe doch frech und unangenehm aus. Was sagst du? Pfui, schäme dich, Kamma! Du weißt doch, daß ich mich unbedingt auf Ewald- verlassen kann. Er betet mich geradezu an . . . Wird es schon grün bei euch in Rungen? . Dann kommst du wohl für's erste noch nicht in die Stadt. Ich weiß ja, wie sehr du den Frühling liebst. Ja, wir kommen beide hinaus und besuchen dich, aber frühestens in acht Tagen. Wir wollen nämlich hinausreiten. Ja, wir kommen zu Pferde! Am Dienstag ist ja mein Geburtstag, und Ewald hat mir versprachen, mir. dazu ein Reitpferd zu schenken. Nein, ich habe Ewald noch nicht zu Pferde gesehen, aber er muß sich ausgezeichnet darauf ausnehmen. Ja! Nein! Sooo ! Ich werde anklingeln und dir sagen, wann wir kommen. Adieu! Schluß! Dienstag Vormittag. Ich bin es, Ella Heinsdorff. Bist du da, Kamma? Bist du es selbst? Denke mal, eben kommt Ewald nach Hauseer ist gefallen, hat sich den rechten Arm schlimm verletzt und leidet schreckliche Schmerzen. Nach dem Arzte will er nicht schicken. Was für Umschläge machtest du doch noch deinem Bruder, als er sich die Hand verstaucht hatte? Es half ja so ausgezeichnet. Wie heißt es? Ar ni ka?! Arnikablüthen. Wie wird es gemacht? Kochendes Wasser, na, .also wie en, Grützbeutel. Danke vielmals. Ist es nicht schrecklich? Ich will nur schnell hinlaufen und den Umschlag machen. Ewald jammert so furchtbar, daß ich es bis hierher höre! Adieu! 5 5 5 Sonnabend Mittag. Guten Tag, Kamma! Ach, ich bin so unglücklich. Du hörst wohl, wer es ist? Denke dir, Ewald hat Geheimnisse vor mir, er thut etwas, was ich nicht wissen soll. Nun höre also: Seit wir zu Hause sind, geht er jeden Morgen grn sechs aus. Ich bedauerte den Aermsten immer so sehr er sagte nämlich, er hätte Geschäfte, aber jetzt glaube ich nicht mehr, daß es wahr ist. Ich weiß gar nicht mehr, was ich glauben soll. Als er mit dem verstauchten Arm nach Hause gekommen war, stellte es sich nachher heraus, daß. sein Rücken auch verletzt war, und wenn er glaubte, daß ich es nicht hörte, stöhnte, und fluchte er immer abwechfelnd. Nachts im Schlafe redete er auch immer irres Zeug, und mehrere Male kam es mir vor, als ob er Alma sagte. Dann weckte ich ihn und fragte, was ihm fehlte; aber er behauptete dann, ihm fehlte gar nichts. Aber nun sollst du das Allerschlimmste hören: Gestern Morgen sehe ich zufällig seine Hand an und, denke dir da hat er keinen Trauring auf. Ich fragte ihn natürlich, wo der wäre, und da wurde er ganz roth und schrecklich verlegen, und dann sagte er, den müßte er damals verloren haben, als er bei

Tante Laura von der. Treppe gefallen Ware. Ich ging also, öhne daß er es wußte, zu Tante Laura, um sie zu fra.gen, ob sie den Ring nicht gefunden hätten, und nun denle dir, Kamma, er War noch gar nicht bei ihr gewesen, seit wir von der Reise zurück waren. Ich nahm eine Droschke ich mußte es thun, weil tch in Thränen schwamm - und als ich nach Hause kam, lag Ewald mit starkem Fieber zu Bett der Arzt war per Telephon gerufen - und nun liegt er mit einem Eisbeutel auf dem Kopfe. Ach, Kamma, konntest du nicht morgen zu mir hereinkammen? Ich bin entsetzlich unglücklich. Ja. du willst kommen? Ach. das ist reizend von dir! Um zwei! Scbon! Ich sehn? mich so sehr da nach, mich zu einer mitfühlenden Seele auszusprechen. Adleu ! Kamma ! . Adieu! Sonntag Vormittag. . Das bin ich. Ella. Ich bin nicht zu Hause. Ich bin auf dem Postamt. Du sollst nicht zu 'mir kommen. Ich komme zu dir! Ewald ist

der schlechteste Mensch auf Gottes Erdboden! Denke dir. ick .war aus aewe-

sen, um ein paar Blumen zu deinem Empfange zu kaufen, und als tch wieder nach Hause kam. saate mir das Mädchen, es wäre ein Herr bei Ewak im Zimmer. Ich blieb vor der Schlafzimmerthür stehen Vwaio liegt ja noch immer zu Bette und hörte nun aanz deutlich, wie der fremde Herr sagte: Sie thun Alma wirklick unrecht. Es' war ebensosehr Störe eiaene Schuld. Sie ist sonst nie eigensinnig." Und darauf antwortete Ewald ich dachte, ich sollte umsinken : Ich mag sie auch lange nicht mehr so gern wie zuerst. Meine Frau wittert auch schon Unrath. Und dann ist es doch eine verdammte Geschickte, bau mir das mit dem Trauring passiren mußte. Können Sie mcht sehen, daß Sie ihn mir wieder verschaffen?" Darauf sagte der andere, und ich hörte, wie er dabei lachte: Damit werde ich auch wohl kein Glück haben. Ihnen wird wohl Nichts anderes übria bleiben, als sich einen neuen zu kaufen. Es ist nicht so leicht, den Frauenzimmern etwas zu Dank zu machen. Sie sollten Alma aber doch behalten; denn hübsch ist sie un zweifelhaft." Es war schrecklich anzubören. Kamma! 36 ama sofort aus dem Hause und hierher. Darf ich zu dir kommen? Dann spacke ich m,r etwas Zeug ein und bleibe dir, bis ich die Sacke mit Ewald arranant habe. Natürlich lasse ich mich von ihm scheiden! Ich will ihn nie wieder sehen, me im Leben! Ja, ich darf kommen? Ich gehe jetzt nach Hause und vacke meinen Sandkoffer. Ach, wie entsetzlich unglücklich bin ich, Kamma! Adieu! 5 5 5 Sonntag Mittag. Kamma! Ich komme doch nicht! Könntest du nicht hierhier kommen? Ich bin das größte Schaf von der Welt! Alma ist ein Pferd, und Ewald ist der reizendste Mensch von der Welt. Er hat in einer Reitschule Unterricht genommen deshalb ist er Morqens immer so früh ausgeritten dabei hat Alma ihn abgeworfen, so daß er sich den Arm und die Schulter verletzt hat und dabei hat er' auch den Ring verloren. Jetzt ist der wieder gefunden. Er wollte nicht gern mit ...e ..o.:i - -1 Mir zusammen ausreden, 15 rnuv mindestens dreimal auf einem Pferde gesessen hatte. Kommst du also? Du kommst nicht! Na,'das schadet auch nicht! Ich muß Ewald jetzt den ganzen Nachmittag - küssen und streicheln. Adieu, liebste Kamma, adieu. Schluß! ' '' Ein nächtliches Abenteuer. Humoreske von Adolf Thiele. .Schon wieder solch ein Briefchen! Da muß iH doch noch dahinter kommen!" Diese feste Absicht äußerte Frau Charlotte Krebs nicht zum ersten Male. Ihr Schwiegersohn, der Prokurist Keller, war feit einigen Jahren Wittwer und hatte sie, damit sie die , Erziehung seines Tcchterchens leite, ins Haus genommen. Dieses solide dreieckige Verhältniß hatte sich auch recht friedlich gestaltet. bis aus zeitweilige unbedeutende Spannunaen, die nun einmal im menschlichen Leben von dem Worte Schwager" unzertrennlich sind, und bis auf die Briefchen! Allerdinqs hatte es der Frau Krebs nicht entgehen können, daß ihr Schwiegersohn auf weibliche Wesen, auf Mädchen, wie auf Wittwen, Eindruck machte. Nun ja, er war ja ein netter", stattlicher Mann, noch dazu in guter Stellung, zu verwundern wars nicht, aber welche Frau giebt gern das Regiment aus der Hand, um es mit einer anderen zu theilen? Warum sollte Keller auch noch ein mal heirathen, hatte er doch jetzt schon alle Bequemlichkeit zu Hause. Aber weshalb flatterten immer diese Bnes chen, rosa, weiß, von verschiedener Hand geschrieben, weshalb flatterten sie hier und da ins Haus? Keller hatte sonst nicht viel darauf gegeben; er hatte sie fluchtig gelesen und dann verbrannt. In letzter Zeit jedoch war dies an ders geworden. Immer dieselbe Hand erschien, und Keller verbrannte die Briefe nicht mehr, sondern verschloß sie. Eine Anspielung, die sie sich kürzlich beim Abendessen erlaubte, hatte er ziemlich mürrisch erwidert. Auf diese Weise war also nichts herauszubekom men; gespannte Aufmerksamkeit war c . crn . oer einzige ueg zum 3ieie. Und ihre Geduld wurde belohnt. Eines Abends hatte Keller wieder ein Briefchen empfangen hatte es gelesen und in seinen Hausrock gesteckt. Beim Verspeisen eines appetitlichen Herings machte er sich nun einige oemerklicbe Saucenflecke auf den Rock. Die Schwiegermutter sprang sofort auf, holte einen anderen Rock und nothigte ihren, von. dem kleinen Malheur etwas überraschten lieben Sohn", das Gewand zu wechseln. Sie selbst ließ es 'sich nicht nehmen, sofort mit dem Hausrock hinauszueilen. Die Flecken," rief sie, müssen her ausgebracht werden, so lange sie noch frisch sind." Damit war sie schon im Nebenzim mer. Sofort zog sie nun das Briefchen hervor und überflog es. Also das war es! Eine Dame, die sich Adele unterzeichnete anschei

nend übrigens eine sehr anständige Dame sprach in Ausdrücken der Hochachtung zu dem Manne mit den Saucenflecken und bemerkte mit unverkennbarer Schamhaftigkeit, daß sie bereit sei, seine .Einladung ins Central - Theater für nächsten Donnerstaa anzunehmen. Also auf solchen

Pfaden gehst Du, lieber Schwiegersöhn!" sagte Frau Krebs, aber nur im Stillen. Sofort nahm sie ein naes Tuch, säuberte den Rockbund brachte ihn mit liebenswürdigem Lächeln ins Zimmer zurück, wo ihr Schwiegersohn eben mit Kopfarbeit, nämlich mit der Bearbeitung des Heringskopfes, beschaftigt war. Der Donnerstag kam und Herr Keller gina; Abends äußerte er, er habe sich mit einem Freunde verabredet, und verduftete. Frau Krebs blieb nicht mußig. Sie schärfte dem Dienstmädchen noch einige - Verhaltungsmaßregeln ein und entfernte sich um neun Uhr, um, wie sie sagte, eine Freundin au besuchen. Nachdem sie in einem Cafe man ist ja in der Großstadt unbeachtet mit einigen Witzblättern die Zeit vertrieben und sich dabei über die üblichen Schwiegermutterwitze rechtschaffen entrüstet, stellte sie sich 'am CentralTheater auf. Es gab nur einen Ausgang, hier mußte er herauskommen, mit ihr, der gräßlichen Adele. Unter dem Schutze eines schwarzen , Schleiers stand sie nun dem hellerleuchteten Thore gegenüber und holte sich einstweilen kalte Füße. Endlich war das Theater aus; die Menschenmenge strömte auf die Straße. Sie vaßte genau auf, und sie da kam Keller wirklich! Aber er war allein! Sollte er Adele nicht getroffen' haben? Keller schlenderte langsam, wie unschlüssig die Straße hinab; seine Schwiegermutter folgte ihm rn einiger Entfernung. Bald boa er in eine Nebenstraße und sie ging hinterher. ' :.; Da plötzlich kehrte er um und kam direkt auf sie zu. Ein Schrecken durchrieselte die neugierige Frau von oben bis unten. . Sollte sie davonlaufen? .Doch nein, das fiel zu sehr auf.' Oder ihm entgegen gehen? Um keinen Preis, er hätte sie trotz des Schleiers sicher erkannt. Es blieb nur ein Ausweg: Die Geängstigte ging auf die Thür des nächsten Hauses zu und verschwand in diesem. Hier unten konnte sie allerdings in dem hellerleuchteten Hause nicht stehen bleiben; wie leicht konnte Keller aus ihrer Flucht Verdacht schöpfen und ihr ins Haus folgen!. . Sie ging also getrost die erleuchtete Treppe hinauf; das Umkehren stand ihr ja immer frei. Zei Treppen hatte sie glücklich erklommen, da ja was war 'denn das? Da ging plötzlich das elektrifche, Licht aus, das den Hausflur erleuchtete. ' . Nun aber schnell umgekehrt, das heißt so schnell, als man sich auf der dunklen Treppe eines wildfremden Hauses zurecht tappen kann. Aber nur ruhig Blut und Zeit genommen! Gottlob, da ist ja die Hausihür. Aber um Himmelswillen, die ist ja zugeschlossen! Ei, ei, ei! In einem fremden Hause zur Nachtzeit eingesperrt, war das eine fatale Geschichte! Doch schließlich mußte ja einer von den Hausgenossen ' heimkehren, da konnte sie ja hinauskommen. Zunächst hieß es also warten! Die Kälte der Steinfließen theilte sich allmählich den Füßen der unbeweglich Stehenden mit, ein Zustand, in dem Richard III. sicherlich ausgerufen hätte: Mein Königreich für ein Paar Filzschuhe!" Frau Krebs hatte infolge des erzielten Schnupfens bereits. einigemal zu ihrem eigenen Schrecken niesen müssen, als endlich, endlich draußen Schritte ertönten. Jetzt hieß es nur aufpassen und gewandt hinausschlüpfen. Ein Schlüssel wurde ins Schloß gesteckt, die Thür öffnete sich, und in ihrem Rahmen erschien ein robuster Mann. Mit der Gewandtheit einer Blindschleiche suchte die geängstigte Frau hinauszuschleichen, aber leider kam sie an den Unrechten. Mit einem donnernden Halt!" faßte sie der Mann am Arm und hiclt sie wie einSchraubstock fest. Sehr resolut schob er sie vor das Haus, schloß mit der Linken die Thür und äußerte dann sehr grob zu der tödtlich Erschrockenen: Sie gehen jetzt mit!" Aber lieber Herr, lassen Sie mich doch los!" bat jetzt die unglückliche Frau. Was da!" fuhr er sie an. Marsch, mitgegangen!" Es ist ja nur ein Versehen, ein Irrthum " Das wird sich schon ausweisen!" Unter derartigen Gesprächen langte dqs Paar auf der nächsten Polizeiwache an, wo der Mann den Fall erklarte. .Wie ich Ihnen schon kürzlich mitgetheilt habe," sagte er zu dem wachthabenden Polizisten, ist in unserem Hause kürzlich ein Einbruchsdiebstahl verbuch: worden. Die Person hat je denfalls spionnen sollen!" Frau Krebs betheuerte nun ihre unjchulv, aver t begegnete nur einem

Achselzucken der ' Schutzleute und See Aufforderung ihres Begleiters, sie ja nicht etwa entwischen zu lassen. . Endlich entfernte sich der schreckliche Mensch, und die ' Bedauernswerthe wurde in die Haftzelle abgeführt. Die fürchterlichste Nacht meines Lebens!" auf diesen Grundton waren alle Betrachtungen gestimmt, die die Schwergeprüfte auf ihrer Pritsche anstellte. Hier, wo sonst nur Spitzbuben ihr Lager ausschlugen, saß sie nun, die ehrenwerthe, anständige Frau. Am nächsten Morgen wurde in aller Frühe nach ihrem Schwiegersohn -ge-sandt. Keller, der bereits zu Hause von einem Schutzmann orientirt war, trat ein. '

Aber liebe Mama," rief er aus, wie kommst denn Du hierher?" Ach lieber Schwigersohn," das lieber" kam ihr diesmal wirklich von Herzen, ein unglückliches Mißverständniß, ein Irrthum!" Beide entfernten sich nun, von den Beileidskundgebungen der Schutzleute begleitet. Keller schien doch ein aefühlloser Mensch zu sein. Als ihm seine Schwiegermutter unter Thränen,, die theils von Seelenschmerz, theils vom Schnupfen herrührten, ihre Absichten und ihr Abenteuer berichtete, mußte er ihr, so sehr er sich auch sträubte, unter die Nase lachen. Doch sein gutes Herz siegie bald. Jetzt, liebe Mama," sagte er, schnell Fliederthee und Zn's Bett! Hab' ich's doch gut!" äußerte er dann als er seinen Geschaftsweg antrat. - Ja, nicht ieder hat eine so aufmerksame Schwiegermama!" An Bord d e s mit einer Ladung Farbholz im Hamburger Hasen eingetroffenen Dampfers Hedwig" wurden von den mit der Entloschung beauftragten Schauerleuten wiederholt Schlangen lmSchiffsraum bemerkt. Nach der Entlöschung wurde der Schiffsraum ausgeräuchert, um die Thiere zu tödten. Als danach die Schiffsluken wieder geöffnet waren, fand man auf dem Boden des Schiffes zwei tod"t Schlangen von etwa 3 Fuß Lange. t Die Thiere sind m Cosario in der Holzladung mit an Bord gekommen. Dies'' Art bei Verschleppung von Schlangen von einem Welttheil zum andern ist im Walde in Astlöcher der Stämme gekrochen und werden, mit den Stämmen dann über die halbe Erde verschleppt. Sie kommen auf diese Weise auch tief ins Land hinein. So wurden vor Jahren auf einem Holzplatz in Magdeburg mehrere fremde Schlangen erschlagen, die nur mit ausländischen Hölzern, jdorthin verschleppt worden sein konnten. Eiies der unerfreulichsten Beispiele der Verschleppung von Thieren aus einem Welttbeil in den andern ist das Vorkommen des Koloradokäfers auch in .Deutschland. Das kleine Schloß Bagatelle, am Rande des Pariser Vois de Boulogne in einem großen , Parke gelegen, das den Erben des Sir Richard Wallace gehörte, wird jetzt an den französichen Staat verkauft. Man ist noch nicht mit sich im Klaren, was man daraus eigentlich machen will. Vorläuig scheint man nur das Bestreben zu haben, es aller Schönheit zu berauben. 'Zeuge dessen ist die dieser Tage stattfindende, Versteigerung der sämmtlichen Skulpturen, die den Park schmücken.'. Da sind vor allem erwähnenswerth eine . , Bronzegruppe von Pradier Bacchant und Satyr" und kleinere Gruppen und Figuren aus dem 18. und -19. Jahrhundert. DaS Schlößchen selbst ist nicht alt, es wurde um das Jahr 1780. von dem Grafen von Artois, späterem Karl X., infolge einer Wette, innerhalb eines Monats erbaut mit einem Kostenaufwände von 600,000 Francs. Während der Revolutionszeit wurden dort große Feste abgehalten, und später kam es in den 'Besitz des Königs zurück. Dieser taufte es Babiole. Den Namen verlor das Schloß jedoch wieder für immer, als es nach des Königs Tode an Sir Richard Wallace verkauft wurde. Eines eigenartigen und qualvollen Todes verstarb in Brooklyn Frau Mary Murphy, die Gattin eines dortigen Wirthes. Sie. hatte mit ihrem 16 Jahre alten Sohne einen Ausflug nach Coney Island unternommen und Beide waren, da die Straßenbahnlinie blockirt war, ausgestiegen, um weiter zu gehen. Sie hatten erst eine kurze Strecke zuruckgelegt, als plötzlich ein durchgegangenes Pferd, das vor einem Wagen gespannt war, auf -sie zugerast kam. Die Frau schrie entsetzt auf und war gelähmt vor Furcht. Im letzten Momente gelang es ihrem Sohne, sie zur Seite zu reißen, aber soaleich brach sie zusammen und wand sich in Krämpfen. Der Junge glaubte, seine Mutter sei hysterisch geworden und ein Polizist reauirirte eine Ambulanz.' Kurz vor deren Eintreffen hatten die Zuckungen der Frau aufgehört und ver Arzt konnte nur noch deren Tod infolge von Ersticken konstatiren. Durch denSchreck hatte sich das falsche Gebiß in ihrem Munde ggöst und war von ihr verschluckt worden. Deutlich. Fremder (der nach der Besichtigung des Schlosses dem Kastellan ein sehr kleines Trinkgeld gegeben hat): Sagen Sie 'mal, guter Freund, spukt's denn hier auch manchmal?" Kastellan (gr?b): Unter einer Mark nicht!"

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