Indiana Tribüne, Volume 27, Number 288, Indianapolis, Marion County, 27 July 1904 — Page 4
Judtana Tribüne, 27. Juli looa;
Indiana Tribüne. Herausgegeben von der utndeg . Indianapolis, Ind.
Sany O. Thudium Präsident. GeschaftSlocal: No, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE SK9. hi tered at the Post Office of Indianapolis as sccond dass matter. Der Fleischer-Streik Der ZZleischer.AuZstand ist mit größe. rer Erbitterung, wie zuvor, wieder ausgebrochen und diesmal scheint eZ fast als ob der erneute Ausbruch von den Corporationen nach roohlüberleg tem , Plane provocirt wurde. Den Corporationen kann eZ ja egal sein, ihre Ausgaben bezahlt das Publikum und der Ausständige. Die behördliche Untersuchung, welche gegen den Fleischtrust geführt wurde, begann immer gefährlicheres Material gegen die großen Fleichereien aufzuspeichern. DaS riesige Cartell, das für die Jnteressirten so ungeheure Profite ab warf, sah sein Ausbeuter - System mit Bloßstellung bedroht und sein Weiter bestehen gefährdet. Die Untersuchung mußte um jeden Preis, ehe sie die existenzgefährdende Wendung nahm unterbrochen werden. Wie Fürsten, um gefährliche Gäh. rungeu im Wolke abzulenken, Krieg mit dem Ausland provocirten,, so griffen die Fleisch'Varone auch zum GewaltMittel sie provocirten den Ausstand. Sie wußten, daß durch diesen Ausstand die Untersuchung gegen sie jäh unter brachen werden mußte. Sie wußten auch, daß die Administration aus Gründen der Selbsterhaltung ihnen Zugeständnisse würde machen müssen, denn die .Campagne für die National wähl hatte begonnen und ein Riesen streik könnte nur den Aussichten der jetzigen Administration schaden. Die conservative Führung des Streiks, welche eine schnelle Erledigung der Streitfragen möglich machte, drohte, den schönen Plan zu Nichte zu machen, ' und ein neuer Ausbruch deS Streiks wurde von den Fleischmagna ten über Bagatellen vom Zaune flehen.In Wirklichkeit gilt die Hartnäckigkeit der Corporationen .nicht den wirklich bescheidenen Forderungen der Gewerkschaften, sondern der Admi nistration.Sobald Letztere dem Flei schereieN'Cartell die Versicherung geben würde, daß man die behördliche Untersuchung über die Methoden des CartellZ sanft einschlafen lassen werde, würde auch der Streik .durch Einlenken desCartellS beendet sein. Die Auffassung, daß die Hartnäckigkeit der Fleischerei'Besitzer ein Racheakt gegen die Administration für die Trustunter suchung sei, ist irrig. Durch derartige menschliche Gefühle lassen sich die Corporationen nicht leiten, bei ihnen spricht nur der.pekuniäre Vortheil und diesen sichern sie sich, wenn sie die Administra tion zum Aufgeben der für so gefähr lichen Untersuchung zwingen können. Daß ihnen dies auch gelingen wird, ist kaum zu bezweifeln. Sind die oben aufgestellten Behaup tungen überjdie Motive der Fleischerei besitze? richtig, so 'geht daraus hervor, daß die Streik'S m Wirklichkeit, anstatt eine Waffe der Gewerkschaftler zu sein, vom größten Nutzen für die Corpora tionen find denn von diesen hängt eS ab den Streik sofort zu beenden, wäh rend die Gewerkschaften selbst durch die größten' Zugeständnisse keine Einigung herbeiführen können, wenn eZ dem Car tell politisch erwünscht scheint den Streik weiterzuführen. O Für den individuellen Fabrikanten mag ein Ausstand Ruin bedeuten, aber ein ungesetzliches Cartell findet in ihm die denkbar stärkste Waffe selbst die Regierung seinem Wil len gefügigzzu machen. Die Arbeiterführer haben noch nicht eingesehendaß seit der Schaffung der großen Cartelle die Sachlage eine an dere geworden ist und daß sie deshalb auch ihre ZKampsmethode ändern müs sen. Selbst eine iLohnerhöhung von 20 Prozent würde dem Fleischereien Cartell billig erscheinen, wenn die Regierung die. Untersuchung gegen den Fleischtrust niederschlägt. Die gefährlichen Straben ttrew zungen müssen beseitigt werden. Mord bleibt Mord, ob er mit Ne volver oder durch eine L okomotive be gangen wird.
Thomas Taggart als Vorsitzer des demokratischen National Comite'S ist jedenfalls vorzüglich für den Posten geeignet.
Es ist in letzter Zeit viel über die amerikanijche Gefahr", respective über die commercielle Invasion der Ver einigten Staaten in europäische Han delsdomänen und ferner über die Ver suche europäischer Mächte zum Schutz der einheimischen Märkte geschrieben und argumentirt worden, und eS lohnt sich deshalb, die Statistiken über diesen Punkt genauer zu betrachten. Diese Statistiken liefern den Beweis, daß die fünf am meisten betroffenen Mächte, Deutschland, Oesterreich Ungarn, Frankreich, Großbritannien und Jta lien, in der That alle Ursache haben, sich über den stetig zunehmenden Export aus den Vereinigten Staaten aufzure gen. Demnach betrug der Export nach Oesterreich Ungarn im Jahre 1894 $2,439,651, im Jahre 1903 dagegen 87.156,683; der nach Frankreich im Jahre 1896 $47,040,660, im Jahre 1903 $77,285,239; der nach Deutsch, land im Jahre 1896 $97,897,197, im Jahre 1903 $193.-341.836; der nach Italien im Jahre 1896 819,143,606, im Jahre 1903 $37,032,660, und der nach England im Jahre 1896 $405,741,434, im Jahre 1903 $524.262.656. Somit eine Gfamm zunähme von über 267,316,000 Dollars in sieben Jahren! Der Import aus den - genannten fünf Ländern nach den Ver. Staaten hat gleichfalls etwas zugenommen, aber nicht annähernd in dem Verhältniß wie der Export. Darnach betrug der Import aus Oesterreich im Jahre 1896 $7,. 644,154, im Jahre .1903 dagegen $10.569,929; aus Frankreich im Jahre 1896 $66,266,967, im Jahre 1903 $90,050,172; aus Deutschland im Jahre 1896 $94.240,833, im Jahre 1903 $117,772.511 ; auS Italien im Jahre 1896 $22,142,487, im Jahre 1903 $36,246.412, und aus England im Jahre 1896 $169.963,434, im Jahre 1903 dagegen 8190,921,658. In Prozenten ausgedrückt, hat somit der Import auS Oesterreich in diesen letzten sieben Jahren um 33.2 Prozent, der amerikanische Export nach Oester reich aber um 193 Prozent zugenom men ; der Import von Frankreich um 36 Prozent, der Export nach Frank reich um 64.3 Prozent; der Import von Deutschland nach den Ver. Staaten um 27.0 Prozent, der Export nach Deutschland um 93.9 Prozent; der Import von Italien um 64.0 Pro zent, der Export nach Italien um 83.6, und der Import von England um 11.8, der Export nach England da gegen um 29.2 Prozent zugenommen. Es ergiebt sich aus dieser Berechnung, daß zum Beispiel im Handel mit Deutschland eine Bilanz zu Gunsten der Ver. Staaten in Höhe von $74. 069,125 und mit England sogar eine solche in Höhe von $334,290,998 existirt. . ES ist unter solchen Umstän. den nicht zu verwundern, daß die euro päiscben Mächte auf alle erdenklichen Mittel zur Abwehr der amerikanischen Invasion sinnen. (Mig.Blätter.) Verrückter eingefangen. Otter dein, 26. Juli. Ein Unbekannter, der sich später als Joseph Hein von Cincinnati, O., entpuppte, schreckte seit einiger Zeit die Einwohner der hiesigen Gegend, indem er wie ein Wilder völlig nackt umher. Ge stern gelang eS der Polizei nach langer Jagd, denselben' cinzufangen und wurde er eingesperrt, bis ihn seine be nachrichtigten Verwandten von hier ab holen. . . Mißglückte? Anschlag auf eine ZeitungS'Druckerei. Portland, 26. Juli. Gestern Nacht wurde der Versuch gemacht, die Druckerei der Dunkirk Daily NewS in die Luft zu sprengen. Eine GaSlampe brannte, alle anderen aber waren erst ausgedreht, dann jedoch die'Hähne wie der aufgedreht worden. Das ganze Gebäude war bereits völlig mit dem ausströmenden Gas erfüllt, als die Ge fahr zum Glück entdeckt und abgewen det wurde. Von den Missethätern fehlt noch jede Spur. Im Kahne schlafend ver U n g l ü ck t. . Madison, 26. Juli.. Der Dampfer' City of LouiSville" bohrte heute Morgen in der Dunkelheit einen Kahn in deNxGrund, der kein Laternen führte und in dem die beiden Brüder Claude und Robert Wilfon schliefen. Robert verschwand in den Fluthen und ertrank, während Claude mit gebroche nem Arm und Bein gerettet wurde.
Gruudeigenthums Uebertragungen.
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.Europäische Nachrichten. Frovinz Hannover. Hannover. Schneider Gustav Kummer sprang an derPferdeschwemme bei der Insel in die Leine, offenbar in folge des berauschten Zustandes, den Beobachter des Vorkommnisses an dem jungen Manne bemerkten. Er wurde noch lebend ans Land gebracht und von der Polizei in Schutzhaft genommen; dort ist er infolge des Unfalles gestorben. Ein kürzlich auf den Schienen todt aufgefundener Mann wurde als der Arbeiter Stenzig erkannt, der längere Zeit in Döhren gewohnt und Selbstmord verübt hatte. Alfeld. Die durch eine Gasexplqsion verletzte und durch Einathmen von Gas vergiftete Hausbesitzerin Fräulein Minna Meyer ist im städtifchen Krankenhause, ohne die Besinnung wieder erlangt zu haben, verstorben. . ' Vokum. Durch einen schweren Unglücksfall wurde die Familie des Fabrikanten H. Unbefunde jun. betroffen, indem infolge Erstickung durch Einathmung von Leuchtgas das letztens getaufte Söhnchen nebst seiner aus Osnabrück stammenden Wärterin todt im - Schlafzimmer aufgefunden wurden. Göttingen. Die jhiesigen Studenten machen auf . der Kleinbahn Göttingen - Nittmarshausen zuweilen den Scherze während der Fahrt vom Zuge ab- und wieder aufzuspringen. Dieser Scherz hatte für den Stubenten Hermann entsetzliche Folgen. In der Nähe der Haltestelle Diemarden kam er zu Falle und gerieth vor die Räder des Zuges, so daß ihm beide Beine gebrochen wurden. Der Schwerverletzte wurde in die hiesige Klinik geschafft. H a r b u r g. Beim Baden ertrank im Außenmühlenteiche Lehrer Wehrmann von der Vorschule des Realgym-, nasiums. Man glaubt, daß ein Herzschlag ihn betroffen hat. Leer. Im Cafe Müseler schoß sich hier der '24jährige Kaufmann Preuß aus Wittmund eine Kugel in die rechte Seite. Er wurde in das Hospital geschafft. Die Verletzungen sind schwer. Das Motiv soll LebensÜberdruß sein. O s n a b r ü'ck. Im hiesigen Marienhospital starb der 63jährige Lehrer unserer Domschule, Ferd. Brand. Hochgeachtet und beliebt wirkte er 34 Jahre lang als Erzieher und Lehrer in unserer Stadt.' S a r st e d t. Letztens verließ . die Dienstmagd Anna Honold heimlich das Haus ihrer Dienstherrschaft. Bald darauf fand man ihre Leiche an einer flachen Stelle an der Jnnerste-Brücke im Wasser liegen. V erd en a. d. Aller. Ein junger Mann, der Tapeziergehilfe Gustav Wenzel aus Berlin, der in der Aller bei der Dekan badete, ist ertrunken. Er muß wohl die starke Strömung in der All:r nicht gekannt haben. VHeinproVinz. Köln.' Die kürzlich verstorbene Frau Rautenstrauch hatte zu Lebzeiten der Stadt 250.000 Mark zum Neubau eines Museums für Völkerkünde geschenkt und die. Zusage ge macht, noch eventuell nöthig werdende weitere Mittel zur Verfügung zu stellen. In einer Sitzung der Stadtverordneten wurde, ein Schreiben der Erben der Verstorbenen zur Kenntniß gebracht, wonach diese sich bereit erklären, weitere 180.000 Mark für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen. Das Museum wird von der Baufirma Fred. Schmitz unter Oberaufsicht der Stadt erbaut; letztere gibt nur den am Ubier - Ring liegenden Bauplatz her. Aachen. Miethskutscher Jos. Bayer wurde in seinem Pferdestalle von einem an Kolik erkrankten Pferde derart gegen den Kopf geschlagen, daß ihm die Hirnschale zertrümmert wurde. 'Bayer war sofort todt. Barmen. Semen Verletzungen erlegen ist der 26 Jahre alte Fabrikarbeiter Wilhelm Müller von hier. Derselbe hatte sich in ein Fenster einer Wirthschaft gesetzt, um Blumen abzupfücken, wobei er aus einer Höhe von 4 Meter herunterfliel. Er trug dabei so schwere Verletzungen davon, daß er im St. Petruskrankenhause gestorben ist. Bonn. Der ordentliche Professor für alttestamentarische Exegese und Theologie Dr. theol. et. phil. Eduard König feierte das 25jährige Jubiläum als akademischer Lehrer. Wittmund. Kürzlich feierten die Eheleute Landwirth Hans Heinrich Süllwold und Frau, Gebke Harmina, geborene Schneider, aus Blersum, sowie die Eheleute ' Landwirth Gerd Dirks Willen und Frau Trientje, geb. Siebels, inKloster-Neuenhaus, Gemeinde Leerhafe, ihre goldene Hochzeit. Beiden Ehepaaren wurden vom Kaiser die Ehejubiläums - Medaillen verliehen. Elberfeld. Vom Tode überrascht wurde der 58jährige Fabrikar beiter KarlJoneck von der Vachstraße. Der Mann hatte sich in einer Droschke zu einem Arzt in der Bankstraße sahren lassen. Nach der Consultation fuhr der Kutscher den Arbeiter wieder zur Bachstraße, mußte aber, an der Wohnung angekommen, die Wahrnehmung machen, daß sein Fahrgast
unterwegs seinen Geist aufgegeben hatte. Solingen. Dem Solinger Sängerbunde, der kürzlich sein 50jährigeZ Bestehen feierte, ist vom König die goldene Medaille für Kunst und Wisfenschaft verliehen worden. T r a i s a. Vierzig Jahre sind verflössen, daß Frau Katharina Rindfrey als Gemeindehebamme ihren Dienst angetreten hat: Die Jubilarin erfreut sich noch voller Rüstigkeit. -3 w i n g e n b u r g. Bürgermeister Zerweck feierte sein 25jähriges Amtsjubiläum. Aus diesem Anlaß fand ein Lampions- und ' Fackelzug statt, an dem sich der Turnverein, der Soldatenverein und die Freiwillige Feuerwehr und zahlreiche andere Theilnehmer betheiligten. 'Kreisrath Eckstein aus Bensheim überreichte auf dem Nüihhaus vor versammeltem Gemeinderath und vielen anderen geladenen Gästen dem Jubilar das ihm verliehene Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen. Frsvinz Kessenassan. Kassel. In dem ehemaligen Regierungsgebäude, in dem sich jetzt viele städtische Bureaus befinden, brach Großfeuer aus. Das Gebäude brannte bis auf den ersten Stock vollstänbig aus. Viele Akten sind ein Raub der Flammen geworden; auch sonst wurde großer. Schaden angerichtet. Ein Feuerwehrmann wurde verletzt. Frankfurt a. M. Nach längerer Krankheit ist im Alter von 61 Jahren Hermann Mumm vonSchwarzenstein in seiner Villa an der Forsthausstraße gestorben. Erst vor einiger Zeit hatte er das schöne Besttzthum bezogen. Hermann von Mumm hat in dem gesellschaftlichen Leben unserer Stadt eine große Rolle gespielt. Er war der Sohn von Peter. Arnold Mumm, dem Begründer der WeinHandlung P. A. Mumm, ein Theilhaber der Firma fts zu deren Liquidation, ferner bis zu seinem Tode TheilHaber der Champagnefirma G. , H. Mumm und Cie. in Reims. . . F u l d a. Der wegen Brandsiiftung hier in Untersuchungshaft sitzende Schuhmachergeselle Adam Kind hier hat sich in seiner Zelle erhängt. Man nimmt an, daß. er die That in Geistesaestörtheit begangen hat. Marburg. Beim Baden in der Lahn gerieth der 20 Jahre alte Kutscher Bender aus Hachhorn an eine tiefe Stelle und fand seinen Tod. Rotenburg (Ful'da). Bei einem schweren . Gewitter wurde das Kind des Arbeiters Nesselroeden durch Blitzschlag getödtet, die Frau schwer verletzt. Wiesbaden. Auf dem Rheinbahnhof wurde beim Rangirdienst der Rangirer Lotz überfahren und getödtet. Zfritteldeutsche Staaten. Vraunschweig. Am Petrithore wurde der Malermeister August Seeger auf der Heimkehr von einem Ausfluge durch eigenes Verschulden beim Aufspringen von einem AnHängewagen der elektrischen Straßenbahn überfahren und so schwer verletzt, daß der Tod'auf der Stelle eintrat. Maurermeister Emil Stege hat sich in seiner Wohnung, Hagenring 2, eine Kugel in die rechte Schläfe geschossen; er wurde durch den Sanitätswagen nach dem herzogl. Krankenhause gebracht, starb aber bald Darauf. Die Veranlassung zum , Selbstmorde sind zweifellos die' ungünstigen Vermögensverhältnisse, in die der Verstorbene in letzter Zeit gerathen war. . G ö ß n i tz. Im benachbarten Gieba wurde der Schlossermeister Richard Sittel in seiner Wohnung erhängt aufgefunden. Das Motiv zu dem Selbstmord ist unbekannt. Hildburghaus en. . Bei Kloster Veilsdorf wurde an der Mühlgrabenbrücke die Leiche des seit längerer Zeit vermißten Steinbildhauers Albert Sohn von hier aufgefunden. Die Leiche weist verschiedene . Verletzungen auf, die auf einen Mord hindeuten. Jena. In zwei jungen Damen, welche hier kürzlich in der Saale ertranken, sind die 25jährige Wittwe Steinbrück und die 20jährige .Ruvolsine Weise aus Erfurt ermittelt' worden. Beide waren in einem hiesigen Modewaarengeschäft thätig. Ein Fischer, n frühere .Matrose, Namens Braumüller, ruderte die Damen die Saale aufwärts nach dem Rasenmühlenwehr zu. Durch übermäßiges Schaukeln der Damen und den Wunsch nach dem Schleußenstrom sahren zu wollen, dem der Schiffer leichtsinniger Weise nachkam, stieß das Boot an das Wehr und kippte um. Kammerberg. Die Heyn'schen Pochwerke sind niedergebrannt. Die Entstehungsursache des Feuers ist nicht bekannt. Königslutter. Ermordet aufgefunden wurde im Gute Hagenhof die 11jährige Helene ' Bebenrotß. Das Gut Hagenhof, in Pachtung des Insvektors Böwing, gehört der Herzogl. Kammer, liegt an der Chauss Kö-nigslutter-Heldstedt im freien Felde und besteht nur auö dem Herrenhaus und einigen daran grenzenden Arbe:terhausern. In einem dieser Häuser wohnt die Wittwe Bebenroth. Deren elfjährige Tochter Helene wurde nun mit zwei Stichen'im Halse todt im Bette aufgefunden. Selbstmord ist vollständig ausgeschlossen, da man trotz eifrigen Suchens kein Messer oder derzl. aufgefunden hat. , '
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