Indiana Tribüne, Volume 27, Number 288, Indianapolis, Marion County, 27 July 1904 — Page 3

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ig 4 Route

...Excursioneu... . Sonntag, 31. Julii Lawrettceburg, Aurora und Zwischenstationen. oder weniger dieg Rundfahrt. Spezial Zug fährt von Indianapolis 7.30 Morgens ab und verläßt Aurora zur Rückfahrt um 7 Abends. Terre Saute 81.00 1 NundGreencastle 75c s fahrt. Spezialzug verläßt Indianapolis um 7 Uhr Morgens. Retourfahrt von Terre Haute 7 Uhr Abends. ..Pennsylvania Bann.. 81.25-Madison u. zurück-SI.Ls Sonntag, den 31. Juli. Der Zug verläßt Indianapolis 7.30 Uhr Morgens. Rückfahrt von Madifon 6 Uhr Abends. Damofschiss-Fahrt auf dem Ohio Fluß 20 Meilen und zurück, 25 Cents. . W. W. Nichardsou. $1.50 Rundfahrt. Sonntag, .31. Juli. $1.25 Hamilton ; $1.00 Nushvilleund Connersville. Base-Ball Cinciniiati vs. Pittsburg". Zwei Spe;ial;üge fahren von Jndianapo lis ab. Der erste um 6:30 Uhr und der andere um 7 Uhr Morgens; Retourfahrt von Cincinnati 6:20 Uhr Abends. Niedrige Raten Efcursion ...nach... Atlantic Oty Ocean City, SeaIsle City, Avalon, Angelesea, Wildwood,sHolly Beacb' oder Cape May, New Jersey; Ocean City, Md., oder Nehoboth, Del., BIG F0UR und O. & O. Bahnen Donnerstag, 4. August 1904 Durch den Rhein, die Alpen und Schlachtfelder Amerika's." Rate von Indianapolis die Rundfahrt. Retourfahrt beschränkt auf 12 Tage einschließlich des Verkaufstags, giltig auf der Rückreise zum Aufenthalt in Philadelphia und Washington, vorausgesetzt die Fahrkarten werden sofort bei Ankunft mit den TicketAgenten deponirt. ffür nähere Einzelnheiten wende man fich an die Ticket.Agenten der Big Four Route oder schreibe an Warren I. Lynch, Gen. Paff, d Ticket.2ent, Cincinnati, Ohio, oder H. 271. V r o n s o n, A. G. P. Indianapolis. Ind.

Villige Excnrsion ...nach den... Niagara Fällen Donnerstag, 11. August 1904 Big Four Bahn Nur für die Rundfahrt von Indianapolis Toronto, Ont., Nur $150 mehr alö die Rate nach Niagara Falls. Alexandria Vay, N. A-, '(Thousand Island.) Nur $7.00 mehr als die Rate nach Niagara Falls. Montreal, Qne., Nur 10. G5 mehr als die Rate nach Niagara Falls. Aufenthalts Bewilligung für Nebenausflug nach Chautauqua Lake. Fahrkarten sind für 12 Tage giltig vom Tage deS Verkaufs. Elegante Pullman Schlafwagzons und hübsche Tag Waqgons. Persönlich geleitet von Big Four" Repra sentanten, welche nach den Wünschen der Passagiere sehen. Die Ercurswn braucht bei dem Publikum keine Einführung, die Big Four ist die wohl bekannte natürliche Route nach den Niagara Fällen via Bussalo. Weitere Einzelnheiten bei Big Four Ticket Agenten oder schreibt an Worren I. Lynch, Een. Paff. & Ticket Agent, Sineinnati, Ohio. oder H. M. Vronson, A. 0, P. A., Jndi-mapoliZ.

mWender

Dcmokr. National-Comitc stellt ihn durch cinstiw migc Wahl an bit Spitze. . '

Der große Fleischstreik. Noch keine Aussicht auf Schlichtung. Verschiedene Ercesse in Chicago nnd anderen Orten. John I. Nyan vcrhaftet. Nordwestlicher Sängcr-Bund.

'W ''7.-&rf:-''sj,? y.'.. " :: wsss. $,X.STyv 'rr s S , r ' " k ' , r ' v S n"' ' V s"Kt, si A is W't ' ' " ' S 4 Thomas Thomas Taggar t's Wahl. New YorZ, 26. Juli. Das de. mokratifche NationalComite trat heute hier zusammen und wählte einstimmig Thomas Taggart von Jndiana zu sei nem Vorsitzenden. Urey Woodson von Kentucky wurde zum Secretär gewählt, Edwin Sefton, District Columbia, wurde zum Hilfs Secretär, John I. Martin von Missouri zum Sergeantat-arm5 und S. Donelson, Tenn., zum ftellv. Sergeant 'atarms gewählt. Nachdem da Comite seine zeitweiligen Beamten gewühlt und N. E. Mack, N. I. ComiteMitglied, einen mor gigen Besuch in Esovus durch daS Comite vorgeschlagen hatte, begann der wichtige Moment der Verhandlungen. Es waren Andeutungen laut geworden, die Versammlung werde sich nach der vorläufigen Organisation vertagen, um Richter Parker vor der Wahl deS National-Vorsitzenden zu besuchen. John W. Kern, der Führer der Tag. gart'Leute, sagte seinen Freunden so fort, eine Vertagung müsse verhängniß voll wirken, da hierdurch Zeit gewon nen würde, um Combinationen auSreifen zu lassen, die gestern Nacht und heute früh versucht wurden. Senator Bailey beantragte Bildung der perma nenten Organisation unb - da D. B. hill, W. F. Sheehan und A. Belmont, die bis zum letzten Moment con ferirt hatten, keinen Widerstand leisteten, so wußte man, daß Taggart'S Sachegewonnen war. . John W. Kern schlug Taggart zur Nomination vor, mit kurzen Worten auf seine Geschiölichkeit und Fähigkeit als demokratischer Führer hinweisend. Sonst wurde Niemand aufgestellt und Taggart'S Wahl durch das Comite ging einstimmig vor sich. Taggart wurde sodann durch eine Abordnung in daS Comite-Zimmer ge leitet und dankte für die hohe, ihm ge zollte Ehre. Er wisse in vollster Aus dehnung die Verantwortung seiner Stellung zu schätzen, allein er fühle, daß die Demokraten mit ihrem Ticket und ihrer Platform in der nächsten Wahl den Sieg erringen müßten. Er der sprach die Pflichten seiner Stellung getreulich und umsichtsvoll erfüllen zu wollen. Nach der Wahl der übrigen Beamten entwickelte W. F. Sh?ehan den Plan für die Campagne-Leitung. Er schlug vor, den Comite-Vorsitzenden zur Er nennung eines Executiv'Ccmite'S und eines Finanz-Comite'S zu bevollmäch tigen. Der Vorschlag wurde in modi ficirter Form von dem Comite ange nommen, so daß Vorsitzender und Exe cutiv-Comite weitere Mitglieder zu

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Taggart.

f X X ' ' s ' s 's 's s ''K Sr f V. -- " V ' V V ' '' s s s's"'sy V . - ' 'L' " Z ''-, S, ' " f " ' ' s s Taggart. wählen haben, denen die Campagne Leitung in bestimmten Gegenden oder Staaten übertragen wird. Der Antrag Sheehan's, die Wahl des Schatzmeisters dem Executivcomite zu überlassen, ging durch. ES bedeu tet dies, daß August Belmont nicht be wogen werden konnte, die Stellung an zunehmen. Am Schluß der Vorgänge fand eine photographische Aufnahme statt; in der Mitte der Gruppe befinden sich Vorsitzender Taggart, Sekretär Woadson und David B. Hill. Haltlose Schlichtung Gerüchte. Chicago, 26. Juli. Die Strei ker erhielten heute, nachdem alle Unionisten am Streik sind, nur Succurs durch etwa 100 Fuhrleute, die sür sich einzeln an den Streik gingen. Von den 700 Fuhrleuten in derFleisch-Jn dustrie, unter denen große Unruhe herrscht, dürften nur wenige 'bis zur Sanctionirung durch die National-Be-amten warten. Schlichtungsgerüchte erliefen sich als unbegründet und Präsident Donnelly erklärte, er habe keine Hoffnung auf sofortige Beilegung. Farbige Streikbrecher. Die Unionisten sind so erbittert gegen die farbigen Streikbrecher, daß, so bald sich einer in der Gegend der Viehhöse zeigt, eZ sicher zu Gewaltthaten kommt. Heute wurde ein farbiger Barbier am Eingange der Viehhöfe bis zur Bewußtlosigkeit mißhandelt. Anfangs, hieß es, der Mann sei todt; er wird aber wieder genesen. Kein so s o rt iges Handeln. New York, '26. Juli. Eine Depesche von Präsident Donnelly, welche alle bei dem sogen. Fleischtrust hier angestellten Arbeiter zum Streik beor dert, lief heute ein. ES wird jedoch nicht sofort vorgegangen und der Lo kal'Vertrete? hat um mehr eingehende Instruktionen telegraphisch ersucht. D e w e y 's Prisen-Gelder. Washington, 26. Juli. Nach mehrjährigem gerichtlichem Kampf erhalten Admiral Dewey und die Leute, welche die Schlacht von Manila schlu gen, ihre Prisengelder wegen Kaperung der Don Juan de Auftrian und anderer spanischer Schiffe. Das Obergericht des Distrikts be stätigte nunmehr den Bericht des Audi torS, alle Einreden beider Seiten ab lohnend. Der Betrag deS KaperungS Guts wurde auf $1,657.355 angesetzt. wesentlich mehr als die Regierung schuldig zu sein behauptete. Die Hülste geht an die Kaper Mannschaft, die andere an den Marine-PensionSfönd.

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. Allzu leichtgläubig. Fukwanderer erlebt auf der Ausstel' lung arge Enttäuschung.

Weltausstellungsplatz, St. Louis, 26. Juli. Abgehetzt, müde und mit wundgelaufenen Füßen traf der Engländer Renald-o Walco aus San Jose, Costa Rico, auf der Ausstellung ein. Er war 6000 Meilen weit mar. schirt, nur um zu finden, daß ihn Jemand mit einem sagenhasten Preis von Sl5,000 gefoppt hatte. Er hatte gehört, die Ausstellungs-Gesellschaft zahle dieses Geld an jene Person, welche die größte Entfernung zu Fuß zurücklege, um nach der Ausstellung zu gelangen. Beide Theile sammeln ihre Kräfte. Chicago, 26. Juli. In dem großen industriellen Kriege brachten heute Großschlächter und Streiker ihre Mannen zusammen und rüsteten sich zu einem erbitterten Streit. Die eine Seite traf ihre Vorbereitungen ruhig, doch wirksam, die andern enthusiastisch und, wie sie hoffen, gleichfalls erfolgreich. Inzwischen bot der Tag immer mehr den Anblick eines mächtigen Streiks. Aufrührerische Scenen kamen vor und dauerten mit Unterbrechungen den ganzen Tag hindurch. Zahlreiche Verhaftungen wurden gemacht und die Tage deS Friedens schienen für einige Zeit vorüber. Brutale Excesse. Anzeichen eines Rasse-Kriegs machen sich in dem Streik-Distrikt bemerkbar. In d:n Restaurants von Armour & Co., Swift u. Co., Nelson Morris u. Co. legten alle Aufwärterinnen wegen der Anwesenheit farbiger Köche die Arbeit nieder. Sobald ein Mädchen seine Schürze abgelegt, trat ein Neger an seine Stelle. 2000 Leute waren heute früh Augenzeugen einer der brutalsten Mißhand lungen und jämmerlicher Treffsicherheit seitens der Polizei. Ein Streibreeher wurde in der Nähe der Viehhöfe von drei Leuten angegriffen und fast zn Tode geschlagen. Die Nase war zerbrochen, die Augen' verletzt und ein Ohr fast abgeriffen. Fünf Polizisten der folgten einen Thäter, aber von allen Schüssen traf den Mann, der nicht hielt, kein einziger. Erst als er zufäl lig stürzte, bekamen ihn die Polizisten in ihre Gewalt. Die Großschlächter sandten heute fleischbeladene Wagen mit Union-Kut-schem unter Polizeischutz aus den ViehHöfen. Die Polizei stieß auf keine Schwierigkeiten, trotzdem an jedem Thore zahlreiche Streikerposten standen. Armour & Co., die nicht alle Schweine, die sie brauchten, zu kaufen vermochten, erwarben heute 2000 Stück von dem Vorrathe der Hammond Pack ing Co. und begannen diese zu schlachten. Neue Friedens -Confe r e n z. Der Vorsitzende der Jllinoiser Fede ration of Labor traf Anstalten, um morgen eine andere FriedenS-Confe-renz zu Stande zu bringen. Er erhielt von den Beamten der Metzger und Fleifchschneider die Genehmigung zu einer gemeinsamen Conferenz mit den Großschlächtern und wird auch die Vertreter der Gesellschaften aufsuchen. Fabriken geleert. St. Joseph, Mo., 26. Juli. Die Befehle zu einem Sympathiestreik liefen heute Nachmittag eiti und die Leute verließen die Fabriken. Miliz beordert. S i o u x City, Ja., 26. Juli. Ernste Ausschreitungen im ViehhöfeDistrikt führten heute zu einem Gesuch an den Sheriff die Miliz zur Wahrung der Ordnung auszurufen. Zwei Verhaftungen kamen vor. Streikbefehl blieb aus. K a n s a s City, 26. Juli. Die hiesigen Gewerkschaften blieben, da von Chicago vor Schlußzeit kein Befehl zum Sympathie - Streik einlief, heute an der Arbeit. Eine neue' Wendung erhielt die Lage durch eine Depesche von TexaS Viehzüchtern, welche Armour ihrer Sympathie versicherten und zu verstehen gaben, daß sie ihr Vieh zurückhalten würden. Die 5 Hauptfabriken arbeiteten heute mit verstärkten Mannschaften. Ueber 1000 an d e n A u 3 , st an d. Omaha, Neb., 26. Juli. 1100 Gewerkschaftler in den Großschlächtereien von Süd-Omaha gingen heute zu Gunsten der Metzger an den Sym pathie-Streik.

Die apetvaae. . Schiffe mit Contre'Bande genießeü keinen Schntz der Regierung. Washington, 26. Juli. Da das Staatsdepartement sich über keine der russischen Kaperungen und Versenkungen äußert, so wird man das letzte amtliche Wort in der Angelegenheit in der Proklamation des Präsidenten vom 11. Februar nach dem Kriegsausbruch erblicken müssen. Die Erklärung wich ein wenig ab von den üblichen NeutralitätZ. Proklamationen und enthielt eine

Auslassung, um amer. Bürger von militärischen Expeditionen zur Hilfe eines der Kriegführenden zurückzuhalten. ES war darin gesagt, daß als Kriegscontrebande" bekannte Artikel zum Nutzen eines der Kriegführenden auf hoher See nicht befördert werden können, ohne Gefahr der Kaperung und der im Völkerrecht vorgesehenen Strafen. Leute, die in dieser Weise han deln, thun dies auf eigene Gefahr und können in keiner Weise den Schutz der amerikan. Regierung gegen die Folgen ihres Mißverhaltens erlangen. Damit ist klar gesagt, daß nach Ansicht des Präsidenten bit Versendung der Contrebande zwar keine Verletzung der Bundesgesetze bedeutet, aber die Sen dung geschieht auf Gefahr des Eigenthümers und ist der Kaperung unterworfen. E l k ö - T a g. S t. L o u i s , 26. Juli, WeltAusstellungsplatz. Im Anschlüsse an die kürzliche Zusammenkunst in Eincinnati besuchen Elks aus allen Theilen deS Landes die Ausstellung und heute war als ElkS-Tag. bestimmt. Präsident FranciS, hervorragende Elks u. A. fuhren auf einem Gespann von 12 Maulthieren, an der Spitze des ElkzugeS, nach dem Tempel der Brüderlichkeit, wo die Feier des TageS mit entsprechenden Ansprachen stattfand. Der Präsident. O y st e r B a y, N. ?)., 26. Juli. Präsident Roosevelt verbrachte heute einen sehr ruhigen Tag. Die Vorbereitungen für die morgige Notifica. tionSfeier wurden zum Abschluß gebracht. Ex Gouverneur Crane von Massachusetts, der über Nacht hier weilte, ist nach New Jork abgereist. Am Donnerstag begeben sich die Roosevelt'schen Kinder zum Besuche der St. Louiser Ausstellung. Schwabscheidet entgiltig. N e w I o r k, 26. Juli. Die Direktoren ver United States Steel Corporation erklärten heute in ihrer regelmüßigen Versammlung eine Vierteljahrsdividende von 12 Procent auf die Vorzugsaktien. Die Rein-Einnahmen mit dem am 30. Juni beendeten Vierteljahr betrugen 519,490,725. Das RücktrittS-Gefuch von ChaS. M. Schwab als Direktor wurde angenommen; an feine Stelle ist Th. Morrison aus Pittsburg gewählt. John I. Ryan abermals unter Anklage. St. Louis, 26.. Juli. Die Grandjury erhob gegen John I. Ryan, den Leiter einer angeblichen Schnell werde reich" - Renn - Gesellschaft, und L. A. Gill, Geschäftsführer der Ar-nold-Co., neue Anklagen wegen Dieb stahls und Unterschlagung. New Bor k, 26. Juli. I. I. Ryan, dessen 2 Pferde heute in Brighton Beach gewonnen, wurde NachmittagS wegen DiebstahlS im Zusammenhang mit seinem Schnellwerde-reich-Plan" auf dem Rennplatz verhaftet. ES soll sich um S300,000 handeln. Der Haftbefehl wurde in St. Louis ausgestellt. Cincinnati, O., 26. Juli. Die Ankündigung. Ryan sei in Brighton Beach verhaftet worden, erregte hier, wo Ryan auf den Rennen eine seit Jahren bekannte Persönlichkeit war, großes Aufsehen. Nordwestlicher Sänger 'Bund. M ilw auk ee, WiS., 26. Juli. Das große alle 2 Jahre stattfindende Sängerfest des Nordwestlichen Sänger Bundes nimmt die Aufmerksamkeit der hiesigen Musikliebhaber und im ganzen Nordwesten während der letzten 3 Tage der Woche in Anspruch. Theodore Thomas aus Chicago diri girt das Orchester. , Ein Männerchor von 2500 Stimmen, ein Gemischter Chor von 1000 und ein Kmderyor von 3000 Stimmen treten auf. Abgefahren. New York: Georgic" nach Liverpool; Aurarna" nach Liverpool; Krön Prinz Wilhelm" nach Bremen. Liverpool: Carpathia" nach New Bork; Sylvania" nach Boston.

Gouverneur Peabody $ Stellt den Cripple Creek Distrikt wieder unter Civil.Eewalt.

Denver, 26. Juli. Gouverneur Peabody hob heute die Militär Herrschaft in Teller County auf und stellte den Cripple Creek Distrikt unter die Leitung der Civil-Behörden. Der Gouverneur handelte so, trotz der Opposition vieler einflußreicher Bürger von Cripple Creek, welche die Rückkehr deportirter EewerkschastZkoh. lengräber verhindern wollen. Die Militär-Herrschaft war am 6. Juni nach der Explosion in Jndependence, bei welcher viele Nichtgewerkschaftler den Tod fanden oder Verletzungen erlitten, erklärt worden. Lange Monate vorher stand schon Militär im Cripple Creek Distrikt; eö war aber vor der Explosion zurückgezogen worden. Jetzt stehen nirgends mehr in Colorado Truppen unter Waffen. Die Militär.Ausgaben des Staats in den letzten 13 Monaten durch die Streiks sollen etwa $1, 000,000 be tragen. Touristik und Kinder. Was für Erwachsene von Nutzen, ist nicht immer von Vortheil für die Kmder. Dazu gehört die Touristik. Auf größere Fußtouren und Bergpartien dürfen Kinder unter zehn Jahren nicht mitgenommen werden. Wohl läuft das Kind eigentlich den ganzen Tag herum und sitzt fast nie still. Aber es ist ganz etwas anderes, ob das Kind nach feinem Willen sitzt oder läuft oder ob es mit den Erwachsenen gleichen Schritt halten muß. Die große Müdigkeit zeigt sich selten auf der Tour selbst, sondern meist erst einige Tage später. Schmerzen in den Muskeln, Appetitlosigkeit, Unlust zum Schulbesuche sind meist die Folgen solcher Landpartien. Ob größere Märsche, besonders BergPartien, Aicht auch direkt dem kindlichen Herzen schaden, ist zwar noch nicht yenau sichergestellt, aber sehr wahrschemlich. ' Aus einer kleinen Garnison." Der Roman des Leutnants Bilse hat für einen darin auftretenden Helden" schlimme Folgen gehabt. Ein Oberleutnant gemeint war der Oberleutnant Witte vom Forbacher Trainbataillon wurde darin als Schuldenmacher hingestellt. Witte hat nun in dem Vilse-Prozeß unter Eid in entgegengesetzter Richtung ausgesagt. ErMittelungen, die daraufhin gegen den inzwischen zur Disposition gestellten Offizier vorgenommen wurden, führtm nunmehr zur Einleitung einer Unterfuchung wegen Meineids. Bei den Bewohnern der Philippinen ist es nicht gebräuchlich, Gefängnisse zu schließen, da Gefangene beim Beginn der Strafe ihr Wort geben, daß sie nicht durchbrennen ; werden, und dieses Versprechen auch' meistens halten. Wenn einer aber doch durchbrennen sollte, so wird er ohne weitere Formalitäten im Falle seiner Wiederergreifung mit dem Tode bestraft. Beförderung fettem Schweine. Wenn man fette Schweine an heißen Tagen auf einem Wagen befördert, so sorge man für hinreichenden Schatten durch Bedecken oder Ueberspannen von Tüchern. Sehr nachtheilig ist es, wenn die Schweine sehr fest gebunden sind, ode? wenn sie eine sehr unbequeme Lage einnehmen müssen, wobei sie am Athmen , gehindert werden. Bei Nichtbeobachtung dieser Punkte können die Schweine ersticken oder an Hitzschlag sterben. Am gerathensten ist es, fette Schweine während' der heißen Jahreszeit früh morgens oder spät Abends zu befördern. Sollte ein Schwein während der Reise vom Hitzschlag befallen werden, so löse man sofort alle Stricke und Knebel, nehme das Schwein vom Wagen herab und bringe es an einen kühlen Platz. Es empfiehlt sich, die bereits betäubten Thiere mit viel kaltem Wasser zu begießen. Haben sie sich etwas erholt, so gebe man ihnen viel Flüssigkeit zu saufen, Brunnenwasser oder auch Milch. Große Sellerieknollen erzielt man bei guter Sorte mit ziemlicher Sicherheit, wenn man die zeitig w'ö Mistbeet angesäeten Pslänzchen, sobald sie mehrere Vlättchen haben, auf kurze Entfernung ins Freiland auspikirt. Die Pslänzchen verweichlichen hirrbei nicht, wie dies beim längeren Verbleib im Warmbeet der Fall ist; sie werden hingegen bei mäßigem Aufwuchs tüchtig gekräftigt und erhalten reichliche Wurzelbildung. Wenn solche Pflanzen beim Auspflanzen auf Mist auch fchon etwas trockene, warme Witterung antreffen, so braucht man doch ihr Eingehen nicht zu befürchten. Sie vermögen auch hier besser zu widerstehen, wie solche, welche bei engem Stand im Mistbeet verblieben und daher wegen Mangel an seitlichem Raum auf vielleicht doppelte Länge nach oben emporgeschossen sind. Tranerbotsrlxaft. E r : Denk Dir einmal, unser Gerichtsvollzieher ist heute früh gestorben." S i e : Wie schade, wir waren an den Mann schon o gewöhnt.".

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