Indiana Tribüne, Volume 27, Number 287, Indianapolis, Marion County, 26 July 1904 — Page 3

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In den Vichyöscn. zu Chicago. Auch Fuhrleute und Maschinisten werden noch folgen.

Beide Seiten zu langem Kampfe bereit. Die Lage in anderen Städten. Taggart'S Wahl gesichert. Aus Rosemont. Der große WeberAusstand. Slocum-Untersuchnng.

Der große Sympathie Streik. Chicago, Jll., 25. Juli. Der Streik in den Vieh-HSsen ist heute Abend in eine Phase eingetreten, die sich zu einem der bittersten Kämpfe zwischen Capital und Arbeit in Ame rica zu gestalten droht. Alle FriedensVerhandlungen sind abgebrochen und. sämmtliche Gewerkschaften in den derschiedenen Fabriken, Fuhrleute und Maschinisten ausgenommen, haben einen Sympathie-Streik zu Gunsten der Metzger begonnen. Wie schon seit einiger Zeit in Aussicht zu nehmen, legten heute die übn gen Gewerkschaften in der Fleisch-Jn duftrie die Arbeit nieder, als sie an den Streik gerufen wurden. In verschiedenen Fällenwarteten die Leute nicht auf die amtliche Benachrichtigung von den Führern, sondern legten aus eigenem Antrieb die Werkzeuge zur Seite. Heute Abend 6 Uhr verkündete M. I. Donnelly von der Metzger-Gewerk fchaft, daß alle Unionigen in den Vieh Höfen, mit Ausnahme der Fuhrleute und Maschinisten, dem Befehl zu einem allgemeinen SympathieStreik entspro chen hätten. Maschinisten und Fuhr l e u t e folgen. Morgen werden sich die Maschinisten anschließen und ohne Zweifel folgen auch die Fuhrleute, falls nicht eine rasche Beilegung erfolgt. Nach Donnelly ist durch den heutigen Streik die Zahl der Leute, die allein in den hiesigen Viehhöfen die Arbeit niiverlegten, auf gegen 30,000 gestiegen. Beide Seiten erklärten heute Abend, sie seien bis zum äußersten Kampfe ent schlaffen, um darüber zu entscheiden, wer die Bedingungen der Schlichtung zu diktiren habe. Nach den Großschlächtern ist der Generalstreik heute mißlungen, da nicht mehr als die Hälfte der Gewerkschaften an den Streik gegangen sei. Außer. dem hätten sie genügende Resourcen, um den Kampf unbestimmte Zeit lang aushalten zu können. Andererseits versichern die Arbeiter, führer, daß alle Unionisten in den verschiedenen Großfchlächtereicn, zusammen mit verschiedenen 100 Angestellten der Armour StockyardS Co., die Arbeit heute niedergelegt hätten. Die unabhängigen Schläch- . t e r. Die Gewerkschaften eröffneten den unabhängigen Schlächtern in den ViehHöfen, daß keine Thiere durch NichtUnionisten in die Viehhöfe gebracht werden dürfen. Die unabhängigen Schlächter haben somit keine andere Wahl, als ihr Vieh direkt vom Land zu beziehen oder ihre Geschäfte zu schlie ßen. Auf einer Versammlung heute Abend gelangten die Unabhängigen zu keinem bestimmten Entschluffe. Fuhrleute und Groß s ch l ä ch t e r. Vor dem Abbrüche der FriedensverHandlungen conferirten, wie gestern vereinbart, Vertreter der Fuhrleute mit den Großschlächtern, um eine Schlichtung zu versuchen. Die Großschlächter wurden ersucht, das .erste FriedenSab kommen (vom Mittwoch) für nichtig zu erklären und neue Friedensvorschläge zu machen. Die Arbeitgeber erklärten sich nur zu der Concession bereit, alle Streiker in 35 statt in 45 Tagen einzu stellen. Diesen Vorschlag lehnte Don nelly ab, in Erwägung zu ziehen, und alle Hoffnung auf sofortige Beilegung war damit verloren. Präsident Gol den von der Fuhrleute-Gewerkschaft ver langte energisch Berücksichtigung des Vorschlages und einen anderen Versuch zur Schlichtung. Er drang aber nicht durch und ersuchte darum nachher das National'Comite seines Verbandes um die Zustimmung zum Sympathiestreik der Fuhrleute. Alle Fabriken arbeiteten heute trotz des Sympathiestreiks bis zur regelmäßigen Zeit, wenn auch mit vermin derter Leistung. Bei Armour & Co. sollen 1880 Schweine. 700 Stück Vieh und 200 Schafe geschlachtet worden sein..

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Die Eingänge an Schlachtvieh waren heute sehr gering, nur 3,000 Stück Vieh. . 5,000 Schweine und 8.000 Schafe. Alle Streiker kamen zur Arbeit. N e w I o r k, 25. Juli. Die große Fabrik von Schwartzschild & Sulzber ger und die United Dreßed Beef Co. waren heute mit einer voUen Mann fchaft von Unionisten in Betrieb; alle Streiker Hatten sich zur Arbeit gemel det. Die allgemeine Stimmung unter den Arbeitern geht, wie eS heißt, auf Weiterführung der Arbeit. St. Paul. Minn., 25. Juli In Süd . St. Paul ist bis jetzt noch kein Sympathiestreik angeordnet. Nach dem Geschäftsführer des Swift'schen EtabliffementS wurde wie üblich ge schlachtet und alle Departements waren voll besetzt. K a n s a S C i t y , Mo., 25. Juli. Der erwartete Befehl, welcher die übn gen Gewerkschaften zum Streik aufruft, traf nicht aus Chicago ein und die Leute arbeiteten heute wie üblich. Von den ausständigen Unionisten kam keiner zurück. Taggar t'S Wahlsicher. N e w I o r k. 25. Juli. Demo, kraten aus allen Theilen des Landes trafen heute ein, um der morgigen Sitzung des National-ComiteS beizu wohnen. Jndiana ist hier durch ein halb Dutzend namhafter Demokraten vertreten, die im Jntereffe Taggart'S thätig sind,, nämlich: John W. Kern, Joseph E. Bell, John E. Lamb, William H. O'Brien - und Joseph T. Fanning. Heute wurde eine Anregung laut, wonach nach der Wahl Taggart'S die Herren Sheehan, Gorman und August Belmont die Leitung des Wahlfeld zuges in den östlichen Staaten erhalten werden. Am Mittwoch macht das demökratische Comite dem demokratischen Can didaten seine Aufwartung. Die heute angelangten Comitemitglieder bestätigten die Ansicht, daß Thomas Taggart gewählt würde.' In diesem Sinne äußerten sich Sheehan und N. E. Mack, N. I., die beide Parker'S Ansichten in dieser Frage am besten kennen. Die Aussichten sind jetzt derart, daß Taggart einstimmig vom Comite gewählt wird. Heute Abend wurde ein Abkommen erreicht für Bildung eines Executiv Comites von elf Mitgliedern, dessen ex ok6c!o.Vorsitzettder Taggart wird und für ein CampagneComite von 7, mit Sheehan als Vorsitzenden. Fast alle Comite-Mitglieder sind jetzt hier. Amerikanische Schiffe in F i u m e. ' Washington, 25. Juli. Nach Depeschen an'S Marine-Departement trafen die Schlachtschiffe Kearsarge", Maine", Illinois". Alabama", Missouri" und Iowa" und Kreuzer Mayflower" heute in Imme, Ungarn, aus Trieft ein und der Kreuzer ..Olympia", Baltimore" u. Cleveland" fuhren gestern von Trust nach Corfu, Griechenland, auf dem Weg nach Villafranche. Fiume, 25. Juli. Statthalter Rofener in Fiume erhielt eine Depesche von Stephen Tisza, dem ungarischen Minister.Präsidenten, worin er die amerikanischen Kriegsschiffe im Namen der ungarischen Regierung willkommen heißt. Befürchtungen wegen der Korea." San Francisco, 25. Juli. Der Dampfer -Korea" von der Pacisic Mail Steamshiv Co. besindet sich jetzt nur eine oder zwei TageReisen von der japanischen Küste. Der Dampfer fuhr hier am 12. Juli ab und verließ Honolulu, bevor er die Kunde hatte, daß das Vladivostock Geschwader den Stillen Ocean unsicher mache. Die Korea hat eine große Anzahl Maschinen, Stahl und Brodstoffe für Japan an Bord, gegen $1,000,000 im Schatze, außerdem Waffen und Munition für Manila. ES besteht die Befürchtung, daß die Korea von den Ruffen ge kapert wurde.

Traurige Zucht.

Zehnjähriger Knabe eimordct im Zorne den zwölfjährigen Bruder. U r b a n a , Ohio, 25. Juli. Ehester McCreary, 10, erschoß heute bei Nord Lewisburg seinen zwölfjährigen Bruder William. Die Knaben spielten, als Ehester in Zorn gerieth, ein Gewehr holte und auf seinen Bruder losdrückte. ExSe.nator JoneS bei Parker. E s o p u S, N. F., 25. Juli. Ex Senator Jones, der zurücktretende Vor sitzende des demokratischen National Comites und D. I. Campau aus Mi chigan, kamen heute auf der Durchreise nach New Jork durch CsopuS. Herr JoneS war noch nie zuvor in Rofemont gewesen und seine Bekanntschaft mit Richter Parker ist nicht intim. - W. F. Sheehan begab sich heute nach New Dork. Senator John W. Daniel aus Vir ginien traf heute aus New Jork in Rofemont ein, zeitig genug, um noch an der Conferenz zwischen Richter Parker, Senator Jones und Campau theil nehmen zu können. Auch er sagte,' er habe in New Jork nur den Namen Taggart'S als Vorsitzenden für daS NationalComite erwähnen hören. Mörderverfolgt. Syracufe, N. I., 25. Juli 50 Farmer und HilfS ScheriffS durch suchen die Wälder nach Fred Mason, der gestern seinen Schwiegervater D. Wilson erschoß. Mason lebte von seiner Frau ge trennt und kam gestern zurück, den Schwiegervater sofort über den Haufen schießend. Auch seine Frau suchte er zu tödten, doch vertrieb ihn diese mit einem Revolver in der Hand. VeginndesW'eberstreiks. Fall River. Conn., 25. Juli. Der Streikbefehl des TextilRathS, der über 30,000 Arbeiter aus den Fabri ken zum Protest gegen eine 12jprozen tige Lohnherabsetzung abruft, trat heute in Kraft.Schon um8Uhr hatten fast alle Fabriken, die von dem Streik betrof fen sind, geschlossen. Beide Theile geben zu, daß sie am Anfange eines der schärfsten Kämpfe stehen, die sich in Fall River jemals abgespielt. Nur zwei Fabriken konnten den Be trieb aufrechthalten; aber in einer, der Bourne'schen, veranlaßten die Streiker so Viele zum Niederlegen der Arbeit, daß die Fabrik Nachmittags schloß. In dem andern Anwesen weigerten sich die Arbeiter. Zwecklose ZeugenAuS sagen. New Jork, ,25. Juli. Das Unglück auf dem ExcursionS-Dampfer Gen. Slocum", wo gegen 1,000 Menschen umkamen, wäre ungeschehen geblieben, hätte einer der Deckarbeiker den Kopf nicht verloren. So äußerte sich wenigstens heute der frühere Feuer marschall Freel vor der Bundes-Com Mission, welches eine Untersuchung über das Unglück anstellt. Freel sagte, falls jener Arbeiter das brennende Faß ergriffen und über Bord geschleudert hätte, so wäre alleS gut abgelaufen, anstatt dessen rannte er nach der Feuer spritze und ließ die Thüre offen, so daß die Flammen sich rasch verbreiteten. Wie sich heute herausstellte, besindet sich Bundesinspektor L undberg, der den Slocum" seinerzeit inspicirte und als sicher erklärte, nicht mehr bei dem De partement. Er war nur. auf Probezeit angestellt. P o r t o R i c o T a g. St. Louis, 25. Juli. (Wettaus. stellungsplatz.) Auf der Welt.Ausstel lung wurde heute Porto Rico Tag ge feiert. Die portorikanische Abtheilung im landwirthschaftlichen Gebäude war schön dekorirt und die Besucher tran ken köglichen Cafee von der Insel. Der Präsident der Porto Rico Commission und AuSstellungs Präsident FranciS hielten kurze Ansprachen. Chile. Tod eines. bekannten deutschen Gelehrten. Santiago, 25; Juli. Der be kannte Naturforscher Dr. Pbilippg ist gestorben. Dr. R. A. Philipps, der hervorragende Botaniker, war am 14. Sept. 1803 in Charlottenburg.Berlin ge boren. Nachdem er sich in Deutsch land als Lehrer an der Hochschule in Caffel ausgezeichnet, siedelte er sich 1851 in .Chile an. 1853 wurde er zum Professor für Botanik und Zoologie und zum Direktor des natur. historischen Museums in Santiago er nannt, welches unter seiner Verwaltung zum bedeutendsten in' Süd'America emporstieg. 1 875 trat er zurück. Der Verstorbene galt als Autorität auf dem Gebiet der Zoologie und Botanik.

Nleik Dabersack's Zchreibebries.

Ho. 30. Geohrter Mister Edithor! Ich hen Jhne verzählt, wie die Deiecktief - Lehdie die Selma in die Schehl gelackt Hot. Well, das Riesolt is fiers gewese. Der Christ Hot gekickt wie en Stier un Hot gesagt, das wär e Schehm; wann er mit seine Alte e kleines Mißonderständing hatt, dann wär das sein Bißneß un kein annerer Mensch hätt da aufzumickse; biseids deht er riekweste daß feine Alte reiteweh Widder ihre Freiheit kriege deht. Das is ahlreit, Christ, hen ich gesagt, mir hen ja auch keine Tschartsch gege se, mer h?n se blos in die Schehl gedahn, bikahs- mer sin for unser Lewe effreht gewese un mer hen auch nit die ganze Offis verschmäscht hen wolle. Wann du gärrentije willst, daß du se mitaus Trubel heimschafse kannst, dann kannst du se gleich mitnemme. Ahlrecht, Hot derChrist gesagt un dann is die Schehl uffgelackt worde un der Christ is inseit un Hot for se gcrufe. Selmache, Hot er gesagt, plies komm kraus, mer wolle heimgehn. Komm, Hannie, der Tutziwutzie is do." Es is awwer keine Ennser komme, blos der Tornkie Hot gesagt: Juh mehk mie sick. Mit so en Träsch könne Se noch keine Katz hinnerm Ofe herauslocke. Do Hot sich der Christ geschehmt wie alles un Hot gar nicks mehr gesagt. Well, hen ich gedenkt, ich besser gucke, selbst emol un mache den Trubel e End. Ich sin dann in die Schehl gange, wo's so dunkel gewese is, daß mer noch keine Hand in Front von die Auge Hot sehn könne un hen gesagt: Selma, alte Guhs, wann du jetzt nit in leß denn no teim autseit komme duhst, dann dreh ich die Hos an dich an un mach die Mausfall uff. dah alle Mais herauskönne!" Do hen ich e Raschele gehört un befor dah ich ebbes beeses hen denke könne, hen ich e Ohrfeig gehabt, daß ich gedenkt hen en Ellefant hätt mich mit sein Hinnerfuß gekickt gehabt. In dieselwe Minni't is die Selma an mich vorbei geschosse un in leß denn no Teim is se autseit die Schehl un autseit das Bilding gewese. So, die Selma sin mer los gewese, un die Ohrfeig hen ich gehabt. Der Christ is seine Alte nachgelaufe, so schnell wie er gekonnt hot UN Hot die Stehschen Kehr von sich selbst nemme losse. Ich sin froh gewese, bikahs mit so en Stiff is ja doch nicks anzufange un wenn er nit so en guter freund von mich wär, dann hät ich ihn gefeiert un das is piediekjuh. Ich hen dann die DedecktiefLehdie Widder fortgeschickt un hen mich hingefckt un hen for weitere Diewelloppmels gewart. Es Hot nit lang genome, do sin zwei von die neue Kappersch komme un hen en Feller gebracht un wie ich den angeguckt hen, do hen ich gesehn, daß es mein Prissener gewese is. Do sin ich so von Freud iwwerkomme worde, daß ich ihm um denHals gefalle sin un hen ihn uff sei ungeschehfte Schnut en Kiß gewwe. Sell is off Kohrs nit arig dicknifeid gewese, awwer ich hen's nit helfe könne, ich hen mich zu arig gefreut. Well, der Feller is uffgelackt 5 .. c i -e l ' . . . woroe un oann yen xq zu oie zwei Kappersch gesagt: Beus komm an un nemmt ebbes an mich. Schuhr genug sin se mit komme un mer hen e Battel Wein gedrunke un do hen se mich verzähle müssewie se den Kunne gekeischt hatte. Well, Hot der eine gesagt, mir hen unseren Meind uffgemacht gehabt, daß mer nit mitaus den Burkler nach die Stehschen reduhr komme wollte. Mer hen in en Saluhn gestappt un do Hot en Feller an die Bahr gestanne, wo arig bomm ausgeguckt Hot. Der Feller Hot sich en Kackkehl geordert un do hen mer reiteweg gewißt, daß der Kunne susspisches war. Mer hen ihn sein Kacktehl hawwe losse un wie er dann en fünf Dahler Bild eraus gepullt Hot, do hen ich ihn am Wickel kriegt un hen ihn erresiet. Wie er genohtißt Hot, daß mx. Affissersch wäre, do Hot er gesagt, well, Hot er gesagt, Lock is gege mich un do kann ich tschost es well e kliere Brest mache; ich stn der Feller wo die Schehl gebroche Hot un wo for Burklerie gepinscht war." Das war all. O, ei tell juh, ich hen so sattisfeit gefühlt wie alles, un drum hen ich gesagt: Beus, heut Nacht hen mer in die Stehschen in den Drillruhm en Blohaut un ich bezahle alle Eckspenzes. Ihr un Euer Kraut, Ihr müßt off Kohrs zu das Entertehment tende. Do sin se einverstände gewese un mer sin reiteweg zu die Stehschen gange, wo die Prieperrehschens gestart hen Ich sin dann for e Tschehnsch emol heim gange. Die Selma Hot in die Eck gesosse un Hot gegreint.- Wie se mich gesehn Hot, do Hot se gesagt: Siehste Meik, wie recht ich gehabt hen mit den Christ! O ich kenne den Fieluh, awwer ich sin fertig mit ihn; morge krieg ich mich en Die

wohrs un das settels it. Do hen ich sie dann all die Zirkumstenzes zerzählt un wie ich mit meine Ecksplehnehschen durch war, do Hot se sich die Auge abgekrickelt un Hot gesagt: Jetzt fühl ich iesiger un ich schn, ich hen den Christ Unrecht üedahn. Ach. ich sin e ferchterlich eenfeltige Frau. Newwer meind Selma, hen ich gesagt, jetzt will ich dich was sage, fickS dich emol fein uff, du dei bestes Dreß an un komm heut Nacht in die Stehschen, mir gehn e sorschtkläß Entertehnment hen un da mußt du dabei sein.".- Ahlrecht, Meik, ich dresse mich tu kill. Dann sin ich fort un hen alle Riefreschments geordert un hen den Mister Mehr un seine Fämillie inweitet un noch e paar Freunde, un wie das Entertehnment ausgange is, verzähl ich Jhne in mein nächste Schreibebrief. Ich sin schuhr, Sie wer'n surpreist sein. Mit beste Riegahrds Juhrs Trulie, Meik Habersack, EskweZer un Scheriff von Apple JacZ Holie Terrer Kauntie.

Könne kann er'sch nit." rt Es war in der Manöverzeit. Die hessische Division hielt, so wird aus Frankfurt erzählt, ihre Uebungen im Odenwald ab, im Dorfe B. lag ein Bataillon Infanterie im Quartier. Die Truppen hatten einen anstrengenden Tag hinter sich, und schon vor dem Zapfenstreich suchten sich Ossi ziere und Mannschaften für die Anstrengungen des folgenden Tages, an dem sehr, früh abmarschirt , werden sollte, durch einen tüchtigen Schlaf zu stärken. Sehr lebhaft ging es an diesem Abend im Gasthof Lur Post" zu. Hier saßen in der besseren" Wirthsstube die Honoratschiore": der Bürgermeister, der Pfarrer, -der Apotheker, die Lehrer, kurz, alle angeschenen Persönlichkeiten des Ortes. Auf der Tagesordnung standen die militärischen Ereignisse; der Meinungsaustausch war sehr lebhaft, da man sich in verschiedenen Gruppen unterhielt und jede Gruppe die anderen zu überbieten suchte. Unmittelbar über dem Honoratschiorestibbche" versuchte der Major, der in der Post" einquartirt war, zu schlafen. Infolge des unten herrschenden Lärms wollte ihm fein Vorhaben jedoch nicht so recht gelingen. .Kurz nach 11 Uhr erschien der Bursche des, Majors in der besseren Gaststube: Eine Empfehlung vom Herrn Major, und er ließe die Herren um etwas mehr Ruhe bitten, da er bei der überlauten Unterhaltung nicht schlafen könne." Für kurze Zeit flaute nun die Unterhaltung ab, um jedoch bald wieder die frühere Lebhaftigkeit und Stärke zu erreichen. Nach einer Viertelstunde erschien der Bursche zum . zweiten Male, um das Ersuchen um Ruhe zu wiederholen. Als auch hierauf derselbe Erfolg wie beim ersten Male eintrat, kam der Bursche zum dritten Male: Wenn die Herren sich jetzt nicht ruhig verhalten, läßt der Herr Major die Wache holen und alle hinauswerfen." Auf diese Kriegserklärung traten einige Minuten peinlichen Schweigens ein. Endlich fragte. einer der. Gäste, dem Zweifel- der Berechtigung des Majors zu diesem summarischen Ver-. fahren aufstiegen: Herr Bürgermeister, kann der Major denn das?" Worauf das Dorfoberhaupt zur Antwort gab: Könne kann er'sch nit. Wann er'sch awe? duht, lieje- mer draus." ' Spiele des Zufalls. Einige merkwürdige Beispiele vom Spiele des Versteckens und Findens" werden aus England berichtet. Im Jahre 1894 verlor eine Dame ihren Trauring in dem Choppington - Kohlenbergwerk, und drei Jahre später wurde er im Innern einer Kartoffel wieder gesunden, als die Tochter der Verliererin das Mittagessen Herrichtete. Eine Dame aus Glasgow verlor ihren Trauring auf der Insel Arran. Als sie ein Jahr später an demselben Ort zum Besuch weilte, fand ein Mädchen, die gekochte Kartoffeln für die Schweine zerstampfte, in einer Kartoffel den verlorenen Ring. Eine alte silberne Uhr wurde im Februar in Eis eingebettet in einemTeich bei Huntingdon gefunden. Eine Dame aus Glasgow verlor in einem Laden einen kostbaren Diamanten. Einige Monate darauf . fand sie ihn in dem Lederhacken des Stiefels ihrer Tochter, die sie bei dem Einkauf begleitet hatte. Er'war auf allen möglichen Wegen getragen worden, ohne Schaden zu nehmen. In Clapham verlor ein Herr beim Ausfahren einen Diamanten im Werthe von $300. Acht Wochen darauf fand ihn der Kutscher eines Arztes am Orte im Schmutz, der durch denWagen beim Fahren aufgeworfen worden war. 'Ein Schlangenring, den eine Dame beim Schwänefüttern in einem Teich verlor, wurde nach sieben Jahren von einem Jungen gefunden, der mit seinem Spazierstock die Tiefe des Teiches ausmessen wollte und den Ring dabei herausbrachte. Eine Diamantbrosche im Werthe von etwa 51,000 wurde von einer Dame im Hafen von Dover fallen gelassen; sie erhielt sie aber nach einigen Tagen von einem Matrosen zurück, der sie beim Fischen aus demMeere herausgeholt hatte.

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