Indiana Tribüne, Volume 27, Number 284, Indianapolis, Marion County, 22 July 1904 — Page 5

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Klage. Von 21. Kodantke. Hort, ihr Winde, was ich sage, ioörci meine Todtcnklage; Tragt sie ohne Rast und Ruh Hin dem fernsten Heine zu! Heute ist ein Jahr entschwunden, Seit mein Liebchen Ruh gefunden. Tamals Wahnsinn, Todcsgraus, Alle Lieder waren aus. Tage, Stunden gingen, kamen, - Nächte, die kein Ende nahmen. Alle Leiden waren frei In des Tascins Einerlei. Nicht der Lenz und seine Lieder Brachten mir die Ruhe wieder. Grau in Grau die ganze Welt, Alles Sein war mir vergällt.

Düster klang das Waldesrauschen Immer wieder mut ick lauschen. Ucbcrall tönt dumpfer Klang: Klagelieder, Grabgesang. Und die Menschen? Laßt mich schweigen, Schweigen von dem tollen Neigen. Was verstehen sie vom Schmerz? Haben ja ein kaltes Herz. Traget nun, ihr guten Winde, Meine Klage fort geschwinde. Tragt sie zu dem fernsten Ort, Suchet einen stillen Hort. Tort in einem Hain von Eichen, Den die Menschen nicht erreichen. Stirbt mein Lied. Mcnschenlohn Wäre Hohn und wieder Hohn. Liquidation. Ckizze von Alfred CapuS. Während Chambon sehr nervös 'Haufen von Papieren in den Kamin warf. Laden heftig aufriß und wieder zuschleuderte, sich aufregte, unklare Worte murmelte, ordnete Antonin, der Kammerdiener, sehr ruhig und kühl die Möbel und die Kleinigkeiten. Er fragte: Kann ich das jetzt alles anzünden, Monsieur?" Chambon machte ein Zeichen und bald flammten die Papiere auf. Dann wies er mit dem Finger auf das Kursbuch. Es ist nicht , nothwendig, nachzusehen, Monsieur," sagte Antonin. Ich bin sicher, daß der Zug um acht Uhr fünfzehn abgeht." Trotzdem vergewisserte sich Chambon mechanisch noch einmal. Ich habe noch drei oder vier Stunden vor mir." Dann sank er in einen Lehnsessel und stieß einen Seufzer aus. Regen Sie sich doch nicht auf, Monsieur," 'sagte Antonin. Diese Sachen passiren vielen. Letztes Jähr war es Ihr Freund?.... Wie hieß er doch?" -Varon!" . : '. ' . . Ja, Varon. Seine Operationen sind schlecht ausgegangen: er ist fortgereN und ist jetzt, in der Fremde sehr glücklich... ich weiß nicht wo.'.." Er hat sechs Millionen Passiva hinierlassen. Ich hätte beinahe Geld an ihm verloren. Ah, damals bin ich gut davongekommen." , Sechs Millionen!" rief Antonin aus. Er schien zu zögern. Monsieur darf nicht übelnehmen, was ich jetzt sagen werde. Ich bin lange genug in Monsieurs Dienst und bin ihm ganz ergeben. . . Aber ist das Passivum von Monsieur . . .?" Chambon richtete sich auf und stampfte mit dem Fuße: Da liegt eben auch wieder dasPech, mein armer Antonin! Mein Passivum wird gar nichts heißen. Nicht der sechste Theil von Varons was sage ich nicht der zehnte!" Es giebt wirklich Ungerechtigkeiten," meinte Antonin. Aber," fuhr er fort, sind Sie sicher, Monsieur, nicht zu übertreiben? Giebt es gar keine Hoffnung mehr?" Chambon hatte zu seinem Diener, einen alten, gesetzten, pedantischen Menschen, das unbedingteste Vertrauen. . Antonin bediente ihn seit mehr als fünfzehn Jahren, seit seine ersten Spekulationen ihn aus dem Elend gerissen hatten. Wenn ich ' heute Abend nicht ab reise, so werde ich morgen Abend oder spätestens übermorgen verhaftet," sagte Chambon mit Ueberzeugung. Monsieur muß diese Angelegenheiten besser verstehen als ich," erklärte Antonin. Also man muß wegfahren. Gehen Sie, Monsieur, mit Geld ist man nirgends in Verlegenheit." Chambon führte instinktiv dieHand an sein Portefeuille, und als er an die Summe dachte, die darin enthalten war, empfand er eine Art Erleichterung. Er zog seinen Pelz an,' nahm feinen Stock und seinen Hut und sagte ganz leise zu Antonin: Finde Dich um dreiviertel acht auf dem Bahnhof ein." Der Diener, verneigte sich bewegt. Die Wohnung Chambons war weuige Schritte von den Boulevards gelegen. Als er um die Ecke bog, begegnete er einem Kameraden von der Börse und sie schüttelten sich die Hände: Geh Sie in den Klub?". Jch will einmal hingehen!" Ich komme Ihnen nach." In der That, das war das beste Mittel, die Stunden auszufüllen, die ihn von der Abfahrt trennten. Es war übrigens nicht ungeschickt, sich im Moment seines definitiven Berschwindens zu zeigen. Nicht daß ein seiner Freunde sein Vorhaben hätte ahnen können, denn Niemand kannte ' seine genaue Situation und unter seiner

liebenswürdigen leichllebigen Ar! ver-. bara er ein ticfes Mißtrauen. Es gab auch keine Frau in seinem Fall, da seine Liebesbeziehungen immer zufällige und ohne Bedeutung gewesen waren. Seine Geschichte war 'die aller jener kleinen finanziellen Ausammenbrüche, die die Zeitungen in zehn Zeilen berichten und deren am nachsten Tage nur noch ihre Opfer ein wenig gedenken. Nach mehreren Jahren des Herumsch!veifens gerieth er an die Börse. Zuerst hatte er Glück; allmälig vertraute man ihm Geld an, mit dem er vorsichtig operirte. Eines Tages verlor er ohne Grund, sowie er gewonnen hatte, und da er sich außer Stande sah, es länger auszuhalten, ging er davon und nahm die Ueberreste mit, die immerhin noch ein rundes Sümmchen ausmachten. Eine halbe Stunde auf der Börse, einige Ausrufe unter dem Säulengang, fünf oder sechs Bleistiftstriche in einem Notizbuch hatten genügt, um aus diesem vergnügten Mann voll Selbstvertrauen und guter Laune einen Flüchtling zu machen. Denn Chambon war keiner jener cynischen Vörseaner, ohne Skrupeln oder Humanität. . Er erwies gelegentlich Dienste, und sein Egoismus hatte eine liebenswürdige Art. Die Nacht, die dem Zusammenbruche folgte, . verbrachte er schlecht, .und peinliche Reflexionen verwirrten sein Gemüth. Einen Moment gedachte er sogar daran, nicht zu fliehen, sondern reuig und gesenkten Hauptes die Entscheidüngen der Justiz abzuwarten und seinen Gläubigern das Geld, das ihm blieb, zu überlassen. Und erst, als er konstatirt hatte, daß der Quotenantheil seiner Klienten fast gar nichts betragen würde, entschloß er sich, alles mitzunehmen. Am Morgen quälten ihn die Gewissensbisse von Neuem, und das Herz schnürte sich ihm einige Male zusammen, als er feine Vorbereitungen zur Abreise traf. Er ging in den kleinen Saal des Klubs, wo die ernsthaften Mitglieder, Geschäftsleute, yder Rentiers, die nicht Baccarat spielten, sich gewöhnlich aufhielten. ... Die einen spielten Bezique, die anderen Ecarte an vereinzelten Tischen. Einige begnügten sich, zu plaudern. Man war wie bei sich zu Hause, und eine geräuschvolle, witzige Vertraulichkeit herrschte unter allen.

Chambon bemerkte auf den ersten Blick Emile Belin, eines der ältesten Mitglieder des Klubs, der sein Klient war. Er hielt die Karten m der Hand und saß seinem Partner gegenüber; als er Chambon sah, lächelte er ihm zu: Kommen Sie doch her auf eine Partie." Emue Beim, der sich ohne Hmderniß von der Spekulation zurückgezogen hatte und ziemlich reich war, begnugte sich, fein Geld von Zeit zu Zeit in sicheren Geschäften", wie er sagte, dranzuwagen. Er war stolz auf feinen Ruf emes Mannes mit feiner Witterung, der sich nicht betrügen laßt. Manchmal, wenn er emen Borseaner im Gewinnst sah, zögerte er nicht, ihm mäßige Kapitalien anzuvertrauen, und -bis jetzt hatte er kerne Mißerfolge auszuweisen gehabt. Er wählte mit Vorliebe Anfänger: das nannte er die Jungen protegiren". Chambon flößte' ihm Sympathie ein, und er hatte sich mit ihm tiefer eingelassen als mit jedem anderen. Auch rühmte er seine großen finanziellen Fähigkeiten. Nachdem er feine Uhr zu Rathe gezogen hatte, setzte sich Chambon seinem Klienten gegenüber und murmelte: Ich habe noch Zeit. Es wäre gelungen, ihm noch einige Louis abzugewinnen, ehe ich fortfahre." Aber als er die Karten mischte, gewann seine bessere Natur wieder die -oerhand, und er sagte zu sich selbst: Dieser arme Belin! Ich möchte lieber ein wenig verlieren. Er wird sich morgen genug' ärgern!" Aber er hatte ganz im Gegentheil ein unerhörtes Glück, und Velin, der aufzuhören verstand, erhob sich mit der - Erklärung: Für heute genug verloren!" Er hat entschieden kein Glück mit mir!" dachte Chambon, und die soeben gewonnenen Goldstücke und Banknoten einsteckend, verließ er den Klub ohne Abschied. Es blieb ihm noch eine Stunde zum Speisen, und obwohl er gar keinen Appetit verspürte, betrat er ein großes Restaurant auf dem Boulevard, in das er sehr häufig zu kommen Pflegte. Der Oberkellner, der ihn erkannte, ging ihm entgegen: Monsieur speist heute so zeitlich?" sagte er. Ja," erwiderte Chambon. Ich muß mich noch umkleiden und in's Theater gehen. Ich habe übrigens keinen Hunger; bedienen Sie mich rasch." Er bestellte seine Speisen, und während er sich langsam ein Butterbrod strich, faßte ihn. der ganze Ekel seiner Lage. Also morgen würden der Oberkellner, alle diese Kellner in ihrem lächerlichen schwarzen Frack wissen, daß er, Chambon, die Flucht ergriffen habe, nachdem er auf der Börse verkracht war! Der ganze Boulevard wurde es jedenfalls wissen; die Journalisten würden es mit Verachtung verkündigen; Artikel über ihn würden erscheinen, die von der immer wachsenden Anzahl der finanziellen Zusammenbrüche sprechen würden. Er würde allgemein als Gauner behandelt werden! Und Belin, der arme

Belin! Er verlor am meisten bei dlesem Unglück! Ach, Chambon brachte einen peinlichen Moment zu! Ich garantire für die Schnepfe sagte der Oberkellner, -als er die Schüssel brachte Sieh da! Ich habe eine Schnepfe bestellt? Ich habe gar nicht mehr daran gedacht!" Er liebte Schnepfen außerordentlich und war auch sonst ein großer. Feinschmecker. Er aß den größten Theil des köstlichen Wildprets, und unter dem Vorwand, daß zur Schnepfe Burgunder geHort, bestellte er eine halbe Flasche. Eine Tasse heißer Kaffee, ein starkes Glas gutenSchnapfes und eine Cigarre von seiner Lieblingsmarke hatten bald alle düsteren Gedanken, die ihn quälten, zerstreut, und eine angenehme Wärme durchdrang seine Glieder, die vom Magen, den Vater der Philosophie, ausging. Chambon zahlte die Rechnung ließ ein beträchtliches Trinkgeld zurück und ging festen Schrittes 'hinaus. Seine Position war in Wirklichkeit nicht so schlecht, besonders wenn er sich an die Unglücksjahre erinnerte, die ergehemals. durchgemacht hatte. Er . war vierzig Jahre alt, gesund, hatte keine üble Anzahl von Tausendern. Wenn ich es recht bedenke, .so bin. ich gar nicht ungehalten, wegzufahren.' Paris wird ganz unbewohnbar." Er rief einen Fiaker, der sich langsam, schwankend in Bewegung setzte. Und was für miserable Fiaker!" sagte Chambon. Antonin erwartete ihn am BahnHof. Ich habe das Billet für Monsieur genommen; aber dem Auftrag Monsieurs gemäß hab? ich keinen Koffer gepackt." Ich werde alles dort kaufen. Ich werde Dir in drei oder vier Tagen schreiben und Du wirst mir nachkommen." Ich sehe mit Vergnügen," meinte Antonin, als er das belebte Gesicht seines Herrn 'bemerkte, daß Monsieur sich vollständig gefaßt hat."-. Vollständig!" Ich habe eine Ecke für Monsieur belegt." ;mz Sehr gut! Auf Wiedersehen, Antonin!" Chambon streckte seinem Diener die Hand hin, die dieser mit Ehrfurcht berührte, und entfernte sich. Im Waggon richtete er sich behaglich ein. Am anderen Ende saß ein" Herr, der ungefähr so alt schie wie Chambon. und gleich ihm in Pelz eingehüllt war. Eine Decke allein bildete sein ganzes Gepäck.' Sollte das einCollege sein?" dachte Chambon amüsirt. Und dieser Gedanke vertrb ihm in angenehmer Weise die ersten Stunden seiner Reise. ' Ungefähr 50 jüdische Händler in Jersen City, N. I., haben. eine Schutz - Genossenschaft gebildet, . damit die Polizei ihre Läden nicht am Sonntag schließt, oder aber alle Läden ohne Ausnahme zumacht. Die, Polizei hat in letzter Zeit den Grocern gestattet, am Sonntag Morgen Ordres auszutragen, Barbiere und Schuhputzer durften bis Mittag Geschäfte thun, Delikatessen - Läden durften am-Morgen und einige Stunden - am Abend offen halten, und Milchbändler, Cigarrenhändler, Conditoren und Apotheker durften den ganzen Tag über offen bleiben, wogegen alle anderen Läden geschlossen wurden, so die der Hutmacher, Klei-der-, Schuhhändler- und Herren-Aus-statter, welchen Geschäftszweigen die Mitglieder der neuen Organisation angehören. Sie sehen in diesem Verfahren der Polizei eine ungerechte Benachtheiligung und wollen daher dagegen Front machen. ' Für ihre bewunde rnswerthe Geistesgegenwart und Kaltblütigkeit bei der General Slocum"Katastrophe ist der 15jährigen Louise Gehling von den Bürgern von Nutley, N. I., eine wohlgespickte Geldbörse und ein Anerkennungsschreiben verehrt worden. Die junge Gehllng war Kindermädchen bei George Eyrlick in Hoboken und nahm mit Frau Eyrlick und deren Familie an der Slocum"Excursion, theil. Als das Feuer ausbrach, hatte sie das Baby auf dem Arm und war von dem Rest der Familie Eyrlick getrennt. Sie suchte sorgfältig mehrere der besten Rettungsgürtel aus und schnürte sie um ihren eigenen und den Körper des Kindes. , Dann sprang sie mit dem Kinde in's Wasser. Sie war bewußtlos, als sie aus dem Wasser gezogen wurde und ihre ersten Worte waren: Wo ist das Baby?" Erst als ihr das Kind gebracht wurde, wollte sie sich beruhigen. Die junge Gehling ist eine vorzügliche Schwimmerin. Im Pas-

smc Fluß' der an - ihrem Elternhaus vorbeifließt, hatte sie das Schwimmen aelernt. 'Glaubwürdig. Mann: Endlich hat mir der Arzt das Biertrinken wieder erlaubt. (Nsch einer Weile, zögernd): Er hat sogar gesagt. Du könntest mir heute mal den Hausschlüssel geben, Frau! ' Ein merkwürdiger Mensch. .Ist der neue Assessor bei der Steuerbehörde aber ein schweigsamer Mensch!" Ja, merkwürdig, ein einsilbiger Einkommensteuerveran-schlagungskommissionshilfsarbeiter!"'.

Allerlei sürs Haus. BlindgewordeneSpiegel Putzen. Man streue auf den Spiegel recht feinen Lehm und reibe ihn leicht mit einem Lappen oder reibe das Glas mit spanischem Weiß ab, das man mit Wasser oder Weinessig verdünnte. ' UeberLampendochte. Lampendochte müssen aus guter Baumwolle regelmäßig und ohne Knoten gewebt sein. Feuchte Dochte saugen schlecht. Darum ist es zweckmäßig, sie vor dem Einziehen in die Lampe 2 bis 3 Stunden lang zu trocknen. Wachstuchdecken auf Küchentischen reinigt man durch Ab-

seifen mit lauwarmem Wasser und weißer Seife, jedoch ohne sie naß zu machen. Nachdem man sie mit einem trodenen Tuch nachgerieben hat, lasse man sie liegend trocknen. Werden die Decken zeitweise abgenommen, so falte man sie nicht zusammen, da sie dadurch leicht brechen, sondern rolle sie auf einen run den Stab. - ' . Stoffe wasserdicht zu machen. Um einen Stoff wasserdicht zu machen, überzieht man ihn mit einer Lösung von Kautschuk in Leinöl und trocknet ihn wenigstens zwölf Stunden bei hoher Temperatur. Dann bestreicht man ihn dreimal mit Leinöl, welches mit Glätte, Umbra und vegetabilischem Schwarz gekocht wurde und erwärmt den Stoff bis zu 4 Grad Celsius. Am besten geschieht das Ueverziehen auf beiden Seiten. Reinigen von Schleiern. Weiße Schleier werden in lauwarmem Seifenwasser gewaschen, leicht ausgewrungen und im klarenWasser gespült. Dann werden sie gebläut, gestärkt und zwischen den Händen halb trocken geklopft. Zum vollständigen Trocknen werden sie aufgesteckt. Schwarze Schleier taucht man in Wasser, in welchem Ochsengalle aufgelöst wurde, nimmt sie heraus und spült sie kalt. Man zieht dieselben, um sie zu steifen, durch Gummiwasser, klopft sie zwischen den Händen halb trocken und steckt sie auf. Porzellan - Kitt. 'Man läßt 2 Quart süße Milch durch Weinessig über dem Feuer süß gerinnen Sobald die Milch abgekühlt ist, schöpft man die Mölke ab, quirlt fünf Eiweiße hinein und mischt so viel pulverisirten ungelöschten Kalk, dazu, daß es einen Brei gibt, den man mit einem Spatel tüchtig durcharbeitet. An' der Luft und hierauf in starker Wärme getrocknei, hält der Kitt jede Probe aus. Oder man vermischt gepulverten Bimsstein, Kalk und Tischlerleim zu einem Teige, bestreicht damitdieBruchkanten des Porzellans, drückt sie fest zusammen und stellt den Gegenstand 24 Stunden ruhig hin. '3 Enf tnun9 ö0n ins tenf lecfen aus Teppichen tropfe man auf diese süße Milch und lasse nach circa Stunde die Feuchtigkeit von Watte aussaugen. Diese Procedur wiederhole man so lange, bis der Fleck verschwunden ist. Ist dies geschehen, so feuchte man einenSchwamm mit etwas Seifenwasser an, wasche die Stelle damit behutsam und reibe sie mit einem Tuch trocken. ' Mittel gegen wundeö Zahnfleisch. Man gießt in ein Glas lauwarmes Wasser einen Theelöffel voll Myrrhentinktur und spült sich damit Anfangs dreimal des TageS den Mund aus. Dies lindert sowohl Schmerzen des Zahnes wie des Zahnfleisches. Bei anhaltendem Gebrauch am Morgen wird der Schmerz nie wiederkehren. Die Verwendung des Natro ns. Eine jede Hausfrau sollte in ihrer Küche ein Gläschen mit doppeltkohlensaurem Natron zur Hand haben. Eine Messerspitze desselben leistet uns in den verschiedensten Fällen gute Dienste. Hat die Köchin z. B. ein altes Huhn im Topf oder einen Braten, der trotz aller Mühe zäh und hart bleibt, so macht eine Prise Natron das Fleisch bedeutend mürber. Auch wird es schneller weich, im Fall es zu spät auf Feuer gebracht wurde. Viele Compotte, wie Stachel-, Johannis-, Preißelbeeren und Rhabarber verlieren an ihrer Schärfe, wenn sie mit etwas Natron aufgekocht werden. Trauen wir der Milch nicht recht, so verhindert eine geringe Quantität dieses Pulvers das Zusammenlaufen derselben. Eierkuchen, Klöße, sowie die meisten Fastengerichte werden viel lockerer, wenn man einen gestrichenen Theelöffel Natron in den Teig thut.' . Wäschest ä.rke-Bereitung. Solche Stärke, welche die Wäsche zugleich weich und elastisch macht, wird wie folgt bereitet: 3 Blatt weiße Gelatine, zuvor in Wasser aufgeweicht, werden nebst 16 Gramm Borax und 5 Gramm weißem Wachs mit y2 Pint weichem Wasser gekocht, hierauf etwa 5 Gramm (ein Kaffeelöffel voll) Gummi arabicum zugefügt, um das schnelle Austrocknen während des Bügelns zu verhindern, und. das Ganze mit der Stärke, von welcher 125 Gramm mit 1 Quart Wasser angerührt werden, vermischt. Man stärkt und bügelt wie gewöhnlich. Kitt für Aquarien. Man nehme eine kleine Quantität ungelöschten, recht gut gepulverten Kalk und mache mit einer hinlänglichen Menge Eiweiß einen dicken Teig, mit welchem man, ehe er hart wird, die Ränder des Aquariums bestreicht. Sobald der Kitt vollkommen trocken ist, überstreicht man ihn mit g'schmolzenem Paraffin.

GfSWbMn - FKhMlM. Oeveland, Oncinnatt, Chicago & St tonis Railway.

St. Louik Abgang s.12 0593m ..12 2093m . . 6 400m ds 8 00Vm s.10 45Brn ..11 2533m ..11 4593m .. 3l5Nm New Aork & Pgh Ltd tgl New Aork Ltd tägl St LoutS Mail ... .. N I Pgh St L Exp tgl Southweftern Lim tgl 6 p Wafh St L Exp tgl ä s St Lnuis Erpreß tägl St. LouiS Ltd.tägl6 8... Terre Haute & Mat'n Aee American Expreß tägl... E . . 5 0051m .. 7 0591m leveland St Lou s Pgh 6? N I Ex tg s 4 20? m American Expreß täglich 4 40Vm Muncie FtW B H Erp. . 7 0593m NS k B Lim täglich s ö. . . 7 30Vm Clevland Accom 10 4593m Anderson Exp p .." 113093m NSckBLim, tägl ä 3.... 2 5593m Union City 5 Elkh Ace tägl 5 20Nm Sklickerbocktt Sv tSattch d fcs 6 15'4rni New Aork & Pgh Lm, tgl s. 8 55Nm Cinei nnati Cm & Louö Nachtexpreß tgl s 3 45Vm St Louö & Cin Nachtexp tg s 4 25Vrn Cincinnati Exp täg g 7 35Bm Cincinnati Expreß, tägl 12 LONrn Cincinnati Lim tägl p 2 55Nm Louiöville Expreß 2 55Nm Cincinnati Accom 4 OONm Cin Wash Nich Lim tgl 6 p s 6 05 a Cinc & Wash F L tg cl d p 6 15Nm Chicago Cbicago Nachtexpreß tägl g.. 12 lOVrn Kankakee Aecom 7 00Örn Cbicago Fast Expreß tgl äp 11 50Brn White City Special sd&p, 3 20Nm LaFayette Accom 5 25Nrn Mi chigan Benton Harbor Expreß. . . . . 7 Michigan Mail Expreß p. .Vll Elkhart Aee täglich 5 Peoria Peoria Expreß täglich s ....12 Peoria Expreß & Mail 7 Western Expreß täglich p d. .11 Champaign Accom 4 Peoria i Colurnbus Expreß tägl..... 4 25Vrn Ohio Special tägl... 3 OONrn Lynn Aceorn 6 15Nrn

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Cairo & Sftncen Expr täglich 7 2033m Spencer k Bedfsrd Ae, tägl. 9 458 VincenneS Expreß tägl 3 50Nm Vincenneö Expreß täglich.. 10 S0V Spencer k Bedford Ae, 4ägl. 4 45Nur Cairo Expreß täglich.. .'..8 15N Chicago, Indianapolis öc ionisville R's. (Alonon Route.) Abgang Änknnst Chic Night Expreß täglich s.. 12 55Vm Cincinnati Best t5alich g... 3 35ÄL.' Fast Mail täglich 7 OOVm Fast Mail täglich 7 50V Chi Expreß, nur Sonn pd. .11 50Vm Monon Aee, tägl ausg Sonn.l0 00?ir Chi & Mich City Best dp.. 3 35Nm Cincinnati Veü täglich d p.. 4 52R Monon Aee, 4 OONm . 5ate Lne & weftern R. K. ' . , Abgang ' ' Ankuas Mich City Spcl., Sonntags. 6 30Vm Indianapolis Expreß täglich 10 25V Matt und Expreß . ..7 1593m Mail & Expreß .....3 25N T Det H M C Ex täglich.. 12 20Nm Toledo E?P?fc.....m. 10 30? Peru Accom nurSonntagö. . . 12 20Nm Indianapls Spcl., Sonntagöll 55Nm Mich City Spcl., Sonntags. 6 OONrn Chicago Expreß...... 7 20Nrn Cincinnati, Hamilton & vafton R. R. Oft. Abgang - Anknust Cincinnati Veft täglich 8 4 OOVrn Cincinnati Vestibüle täglich 12 453 Fast .Mail täglich 8 05Vrn Faß Mail täglich s 6 35V Cincinnati & Det Expr p. .10 40Vrn Cin Chi & St 2 Ex tgl p. .11 45V Cin . & Dayton Best. Sxp p 3 OONrn Cincinnati Best d K p .... 3 25N Cincinnati' Best täglich d p 6 OONrn Cinc & 3nd Accom p 7 2455 Cin & Detroit Expreß täglich 7 02Nrn Cin 3nd St 8& Veo Ex tg s&cie k ON . Weft. Abgang Ankunft Springsteld Mail 7 3093m St L Expreß täglich s&c. 8 55V St Louis Expreß p d . .. . .11 50Vm Tuöcola Aceorn .. .. ......10 25V TuScola Accom. . . . . . . . . 3 30Nm Springfield u Decatur Expreß 2 45N St Louis Expreß täglich s..1110Nm St LouiS Expreß täglich p d. 4 45Nve

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