Indiana Tribüne, Volume 27, Number 284, Indianapolis, Marion County, 22 July 1904 — Page 3

Jnbiana Tribüne, 22. Juli 1901

Militär-

In Colorado führt abermals zu ungcrcchtscrtigten Vcrhastungcn.

Rückkehr zur Arbeit nach dem großen Streik. Taggars Aussichten. Ans Rolemont. Ausständige Regierungsarbeiter. NosebudReservatton. Ehc-Tragödien.

40 grundlose Verhaf t u n g e n. Denver, Col., 21. Juli. Die Portland Grube ist abermals in Folg: der Haltung der Militär-Behörden geschloffen. DaZ Bergwerk beschädigt etwa 500 Mann. 40 von diesen wurden durch Soldaten in Haft abgeführt, darunter Maschinisten, Heizer und an dere gelernte Arbeiter. Die Männer, welche man in solch' summarischer Weise von ihrer Arbeit gerissen, sind keine Verbrechens angeklagt; der ein zige Vorwurf, den man ihnen machen kann, ist daß sie den Austritt aus dem Verbände der Westlichen Grubenarbei ter ablehnten und sich weigerten, ArbeitZkcrrten vom Bunde der Gruben Eigenthümer zu nehmen. 6 von den 40 wurden nach der Verhaftung von der Militär-Behörde entlassen, 12 andere kamen unter eigener Bürgschaft frei. Die übrigen 22 gaben zu, daß sie beabsichtigt hatten, die Arbeit in der Portland Grube niedetzulegen. Noch etwa 100 Unioniften sollen in dem Bergwerk ohne Karten deS Eigen-thümer-Verb'andeS fein; falls sie keine solche Lehmen, müssen sie den Distrikt verlassen. Viele Verhaftungen. Victor, Colo.. 21. Juli. Die Militär-Behörden nehmen viele VerHaftungen in den Portland Gruben vor. Wie der Vorsitzende der MilitärCommission behauptet, liegt der.Grund in einer Verschwörung von 100 Leuten, die sich im Interesse der Westl. Grubenarbeiter anstellen ließen, um durch Herbeiführung einer allgemeinen Arbeits-Niederlegung den Betrieb der Gruben zu hindern. ES seien ' dieS frühere Angestellte, die sich durch Betrug wieder einschlichen. Einmischung Roosevelt'S verlangt. Danville, JllZ., 21. Juli. Eine Massen-Versammlung von GrubenArbeitern faßte heute Beschlüsse, Präsident Roosevelt zum Einschreiten in den Eolorado-Streik aufzufordern. Jeder Partei wird mit Strafe gedroht, die sich zumWerkzeug des organisirten Capitals bei Unterdrückung und Zerstörung der organisirten Arbeit hergebe. Nach dem Streik - Ende. Chicago, 21. Juli.- 50,000 Metzger, die feit 12. Juli am Streik waren, gehen morgen wieder an ihre Posten. Unter den Streikern wie auch in den Kreisen der Großschlächter herrschte heute ein Gefühl' der Erleichterung. Indessen erklären sich viele Streiker darüber enttäuscht, daß durch den Streik keine Entscheidung über die geforderte Lohn-Erhöhung herbeigeführt ist, sowie darüber, daß nicht alle ohne größerer Zeitverlust wieder angestellt werden. Donnelly, der eine beherrschende Stellung in der Union, einnimmt, berief auf heute Abend eine Special-Ver-sammlung der verschiedenen Gewerk fchaften, auf welcher den Leuten ihre Instruktionen über die Rückkehr zur Arbeit ertheilt werden. Inzwischen verständigt er sich mit den Großschlächtern darüber, welche Departement? morgen geöffnet werden. Taufende von Arbeitern, die am Streik gewesen, erschienen heute früh. um ihre Pl"'- -eten, mußten in dessen hören, 'Oi.; nicht vor morgen zurückgenommen werden können. t F a n s a ö C i t y, Mo., 21. Juli. Viele von den streikenden Schlachthaus Arbeitern wurden heute wieder einge pellt, viele .kommen morgen zurück. Zahlreiche Streik-Brecher gingen heute ab. Rückkehr der Streiker verzögert. S t. P au l. Minn.. 21. Juli. Trotzdem der Streik bei Swift Co. auf Anordnung des Präsidenten Don neUy aberklärt wurde, zeigt die Streik läge in Süd St. Paul heute keine Veränderung. Die Leute, die am Streik waren.

Dutatm

Nehrten nicht zur Arbeit zurück, obwohl Niemand am Betreten der Swift Fabrik gehindert wurde. Ihre morgige Rückkehr wird erwartet. Preise wieder normal. Boston, 21. Juli. Die Fleischpreise gingen heute wieder auf die Zahlen vor dem Chicagoer Streik zurück. Der Wechsel ist keine Folge der Streikschlichtung, sondern der Uebersüllung des hiesigen Marktes. Taggart und die VorsitzFrage. N e w V o r k, 21. Juli. Thomas Tazgart aus Jndiana hatte heute eine Besprechung mit John W. Kern. Er lehnt noch immer ab. sich über die Frage des nationalen Vorsitzenden auSzulassen, aber sein Entschluß sich um den Platz zu bewerben, ist durch nichts geändert, falls da? Comite am Dienstag noch dieselben Ansichten hegt wie in St. Louis. Auch Kern ist so fest wie je entschlossen, auf Taggart's Wahl ZU bestehen und versichert, daß Taggart die Verhältnisse im Westen besser kenne als jeder Andere, der für den Platz in Betracht komme. Taggart geht nicht nach EsopuS, obwohl ihm dies nahegelegt wurde. Eine besondere Einladung von Richter Parker würde seinen Entschluß ändern; allein eine solche wird nicht erwartet. August Belmont erklärte heute seinen Freunden betreffs deS National-Comi-te'S, daß er sich um den Vorsitz nicht bewerbe. Man nimmt an, daß Belmont für Taggart eintritt. Nur wenn Taggart freiwillig zurücktritt, würde Senator Gorman die Be nützung feines Namens gestatten und selbst auch dann vielleicht nicht. Trotzdem geben einige Männer deS Ostens die Hoffnung noch nicht auf, der Marylander Senator werde den Wahlfeldzug leiten. Wenn Gormann gänzlich außer dem Spiel ist, wenden sich die Augen auf Sheehan, der als Parker'S persönliche Wahl anläßlich ihrer langjährigen Freundschaft betrachtet wird. Kommt aber keine direkte Aeußerung von Parker, daß er Gorman oder Sheehan wünsche, so werden die Freunde Taggart'S auf seiner Wahl bestehen. Ausstellung und Presse. WeltauSstellungSplatz, St. Louis, 21. Juli. Von der Ansicht ausgehend, der Ausstellung werde von der Presse dieses L andes und des Auslandes nicht die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt, richtete die National - Commission ein Schreiben an Präsident Francis, das Vorschläge für eine Conferenz enthält, um dem allgemeinen Publikum die interessanten Einzelheiten der Ausstellung vermittelst der Presse mehr als bisher vor Augen führen zu können. Der gestrandete Zollkutter. Washington, 21.Juli. ZollKutter, Manning, der gestern in der Nähe des goldenen Thors strandete, wird nach Mare Island in'S Dock gebracht und dort untersucht. U e b e r l e b e n d e d e r N o r g e New I ork,'21. Juli. CunardDampfer Aurania" brachte heute 43 Ueberlebende des an der schottischen Küste untergegangenen dänischen DampferS Norge"; auch 70 Mitglieder der Heilsarmee, von dem Londoner Congreß zurückkehrend, befanden sich an Bord. Elk-Convention. Ci ncinnati, O., 21. Juli. Das Haupt-Ereigniß der heutigen Sitzung bei der Elk-Convention war eine Ge dächtniß-Feier zu Ehren des verstor benen Exalted Ruler Detweiler, zur Zeit seines Todes Vorstand des Rational HeimS . für EltS bei Richmond, Va. Als Datum für die Zusammenkunft der Großloge i Buffalo im nächsten Jahr wurde der 10. Juli angesetzt. 25 ElkS aus verschiedenen Logen

wurden ausgeschlossen.

Fünf Dollars V Pro Woche bieten ösllüc Fabrikat ten vielen Arbeitern.

F a l l R i v e r, Maff., 21. Juli. Die Stimmung unter den Arbeitern der Baumwoll-Spinnereien, welche am Montag lieber streiken wollen als eine Lohn-Herabsetzung von 12j Procent annehmen, war heute Abend äußerst bitter. Mit dieser Reduktion würden die Löhne vieler Angestellter für eine ganze Woche auf $4.80 herabgedrückt werden. 31,000 Arbeiter werden in den Streik verwickelt. Aus R o f e m o nt. E s o p u s, N. Y., 21. Juli. Heute war in Rosemont der ruhigste Tag seit Richter Parker'S Nominalion. Als einziger Gast erschien für kurze Zeit H. L. Watson vom Williams College. W. F. Sheehan'S Besuch ist aus morgen verschoben; nach der Ankunft von New Jork sprach er indeffen eine Viertelstunde mit Parker, der Gattin und Schwester mit dem gleichen Zuge erwartete. Bon Sheehan war über die demokrar. Conferenzen in New Jork wenig zu erfahren; er sagte jedoch, daß eS in dem Vorsitzenden-Streit schwerlich vor der Sitzung des National-Comites am nächsten Dienstag zu einer Entscheidung kommen werde. Dem Artikel des früheren Präsidenten Cleveland, worin er die demokratische Politik und Parker'S Führung bespricht, mißt Herr Parker einen großen Werth sür die Campagne bei. Wie es heißt, erhielt W.R. Hearft eine Einladung 'nach Rosemont; ein Tag ist nicht bestimmt. I v i Streik in Re g i e r u n 5R rt rt rt g s' V V V . W a s h i n g t o n, 21. Juli. Der Streik der Maurer in den Washington Barracken wurde von Capitain Sewell, der die Arbeiten beaufsichtigt, zur Aufmerlfamkeit des Kriegsdepartements gebracht. Nach einer Conferenz mit HülfS - Sekretär Oliver erließ heute Gen. McKenzie eine Erklärung über die dortigen Unruhen, wonach die Bedeutung, welche man dem sogenanten Streik beilege, durch die Thatsachen nicht gerechtfertigt werde. Das Departement will derzeit die Frage der offenen Werkstätte nicht behandeln, sondern den Gesetzen und der Gelegenheit entsprechend vorgehen. Capitain Sewell erhielt diesbezügliche Anweisungen. Dem Präsidenten wird die Frage höchstens vorgelegt, falls eine dauernde Unterbrechung in den Re-gierungS-Arbeiten eintreten sollte. EheTragödien. , C a n t o n , Jll., 21. Juli. Frank Pierce verwundete heute seine Frau durch drei Schüsse tödtlich und verbarrikadirte sich dann gegen die Polizei, welche ihn gefangen nehmen wollte. Schließlich drangen die Beamten ein und griffen ihn. P.r i n c e t o n , N. I., 21. Juli. R. Clayton, 25 Jahre, alt, erschoß heute seine 23jährige Gattin und verwundete seine Schwieg-rmutter todtlich. Er wurde verhaftet. Das Ehepaar hatte häusigen Streit gehabt. Bemannung verließ das brennende Schiff. Woods Hole, Maff., 21. Juli. Capt. Kinnedy und die Mannschaft des britischen Schiffes Creedmoor wurden heute in der Nähe von hier gelandet. nachdem sie ihr Boot, das in der Nähe von Fire Island gestern verbrannte. verlassen hatten. Die Creedmoor war mit Del beladen und nach Liverpool bestimmt. Neuer Panzer-Kreuzer. San Francisco, 21. Juli Der Panzer-Kreuzer Süd Dakota' wurde heute Abend auf den Union Eisen-Werken erfolgreich getaust. Die Feier war höchst einfach; die Tauf vollzog Grace Herreid, Tochter des Gouverneurs, die übliche Flasche Cham pagne? an dem Boote zerschellend. Der neue Kreuzer ist ein Schwester schiff der vor 3 Monaten getauften California". Die beiden Schiffe fast gleich, sind die größten, die jemals in einem Hafen des Stillen Oceans vom Stapel gelassen wurden. Die Länge der Süd-Dakoto" ist 502 Fuß. Tonnengehalt 13,600, ga rantirte Schnelligkeit 22 Knoten. , Die Süd-Dakota" wird als Flagg schiff - ausgerüstet; Gesammt . Beman nung29. 'Kosten, Armirung einge schlössen, gegen $5,000,000.

Jos. W. Folk.

Der Lchrecken der Budler. als Gou verneurs'Candidat aufgestellt. Jefferfon City, Mo., 21. Juli. Die demokratische StaatSconvention, welche sich heute am Spät Abend vertagte, stellte als Gouver neurs'Candidaten Jos. W. Folk. sür Bice-Gouverneur Th. L. Rubey, S. B. Cook sür Staatssekretär auf. Ueber die GouverneurS-Nomination herrschte von Anfang an keine Unge wißheit, dagegen waren Pläne gelegt, um Cook zu schlagen; er wurde indessen bei der ersten Abstimmung nominirt. Der rothe Faden, der sich durch die Convention zog, war der Kampf gegen Bestechlichkeit und Beamten-Corruption im Staate. Die Platform erklärt sich für Aus. rottunz des BudelS und die Berfol gung der Corruptionisten bis zur Vernichtung. Panamas Goldwährung. W a s h i n g t o n , 21. Juli. Die Panama Canal Commission wurde heute amtlich von der Panama-Regie rung verständigt, daß diese dem Wäh rungs'Systeme der Republik, wie es die gemeinsame Commission beschlossen, ihre Zustimmung ertheilt habe. Von jetzt ad ist Panama ein Goldwährung Land. Der Präsident. O y st e r B a y, 21. Juli. Der Präsident empsing heute nur wenige Besucher, darunter Rev. Pilaks und den früheren Congreß - Abgeordneten Mahoney, beide auS Buffalo. Der- Präsident hat seine Rede für den 27., anläßlich der Benachrichtigung übet feine Nomination, vollendet. Sie ist etwa 3,000 Worte lang. Hinrichtung. P i t t S b u r g, 21. Juli. V. Glezner, wegen Ermordung seiner Ge liebten Margareth Nell im letzten Jahre verurtheilt, wurde heute gehängt. Auf dem Zeugenstand hatte Glezner die Mordthat abgeleugnet. Ein Sachverständiger, durch den ihn der Gou verneur untersuchen ließ, erklärte den Gefangenen für geistig gesund. Rosebud-Reservation. Vankton, S. D., 21, Juli. Als heute die Einschreibung für die Rosebud-Reservation begann, standen 1500 Leute in Linie, trotz eines Landregens, der das Warten sehr wenig angenehm machte. Die GesammtRegi strirung wird nahe an 50,000 ergeben. Bryan'S Plan. Lincoln, Re.br., 21. Juli. W. I. Bryan'S Plan zur Umbildung der Demokratie wurde heute veröffent licht. Er empfiehlt radikale Aenderungen, befürwortet aber die Wahl Richter Parker'S zum Präsidenten als guten Anfang. Bryan erklärt sich für Ver. staatlichung der Eisenbahnen, Regie rungs-Aufsicht über Telegraphen, Abfchaffung deS Privat-Monopols und Wahl der Bundesrichter durch das Volk. Die Erklärung schließt : Ueber ein Jahrhundert vertrat die demokratische Partei gewiffe' große Ideen. Jeffer. son gründete sie, Jackson vertheidigte sie und selbst Cleveland vermochte sie nicht umzubringen. Falls Parker gewählt wird, befreit uns seine Verwaltung-vom Jmpe rialimuS und der drohenden Rassenfrage und wir gewinnen mehr Zeit, um die wirtschaftlichen Fragen anfassen zu können. Abgebrannte Ttädte. Vor Kurzem sind die russischen Städte Korosztyszew und Lubine von schrecklichen Vrandkatastrophen heimgesucht worden, denen mehr als 120 Menschen zum Opfer fielen. In der Stadt Korosztyszew brach das Feucr Nachts gegen 1 Uhr in einem Wohnhaust des dichtbevölkertsten Stadttheiles aus. In wenigen Minuten stand das Haus in Flammen und der Herrschenke Sturmwind trug disFeuergarben von Haus zu Haus, von Straße zu Siraße, so daß in kaum einer Stunde die gznze Stadt einem Flammenmeere glich. Viele Bewohner wurden von den Flammen im Bette überrascht und kamen so um's Leben. In drei Stunden waren 200 Häuser total eingeäschert; 1800 Menschen wurden obdachlos und .kampirten im Freien. Da alle Vorräthe an Lebensmitteln verbrannten, herrschte sckneckliche Hungersnoth.' Der Schaden bcläuft sich auf mehr als 4, 000,000 Rubel. Von einem gleich schweren Brandunglücke wurde b:. Städtchen Lubine, Gouvernement. Wojen, heimgesucht, wo infolge des stürmischen Meters 300 Häuser den ftlan men zum Opfer fielen. Dort würd 1200 Menschen obdachlos, und d:r Schaden wird auf 1,500,000 Rubel geschätzt. ',

Die Flamingos. Verbreitungsgebiet, Nahrung und Eis gcnartcn der Thiere.

LpezleS und Körperbeschaffenheit der Vögel, ffarbenmetamorphose der Federn Bru Plätze, Vier und Tchlammnefter Klughett der Thiere Alarmrufe. Einer der stattlichsten Vögel ist unstreitig der Flamingo. Er wird in den tropischen Theilen der beiden Hemisphären angetroffen. Man zählt unLefähr sieben Spezies des Thieres, von denen drei in Amerika, hauptsächlich auf den Vahama-Jnseln, in Florida und auf Kuba vorkommen. Der Vogel erreicht eine durchschnittliche Höhe von 5 Fuß; wenn er seinen gekrümmten Hals gerade ausstrecken würde, so würde er aber . einen gewöhnlichen Mann überragen. Während der Brützeit im Mai und Juni ist das sonstige hellfarbige Federkleid des Flamingos bleich. Seinen vollen Glanz nimmt dasselbe im Winter an. Wenn der junge Vogel aus dem Ei kriecht, so ist sein Schnabel gerade; erst allmälig bekommt er die gekrümmte Form. Die Federn des jungen Flamingos sind erst grauweiß. Sie Passiren dann die verschiedenen Nuancen des Noth, vom Vlaßroth, Rosenroth, Kärminroth zum Scharlachroth - des erwachsenen Vogels.. Ihre tiefste Schattirung erreicht die letztere Farbe in den Flügeln der Thiere. Es vergehen mehrere Jahre, bevor sich die volle Farbenpracht der Federn des Vogels entfaltet. Die Eier des Flamingos sind lang, oval und haben eine dicke Schale. An Umfang kommen sie den Gänseeiern gleich. Sie sind weiß; wenn man aber an der Schale kratzt, so kommt eine bläuliche Färbung zum Vorschein. Das Fleisch der Flamingos ist ölig und nicht schmackhaft. Ihre Nahrung, die sowohl animalisch als vegetabilisch in, suchen sich die Thiere in den schlammigen weichen Betten der seichten Gewa,ser und Lagunen, die sie sich auch als Brutplätze auserküren. Beim Fliegen strecken sie die Beine nach hinten, während der Hals eine gerade Richtung einnimmt. Sie haben eine eigenartige Stimme und stoßen einen einsilbigen Schrei als Alarmruf aus, wenn sie sich in Gefahr befinden oder sich in solcher wähnen. Wegen der scharfen Augen und der Klugheit der Thiere ist es für einen Mann fast unmöglich, in ihre unmittelbare Nähe zu gelangen. Beim Gehen schreiten die Flamingos langsam und vorsichtig dahin. Besonders zahlreich werden die Flamingos auf Andros, der größten der Bahama-Jnseln, angetroffen. JmWiliter halten sich die Vögel hauptsächlich an der Westküste der Insel auf, wo das seichte Wasser und der reiche Mergelboden ihnen Ueberschuß an Nahrung bietet und sie zugleich vor Verfolgungen in Booten oder durch Fußgänger sichert. Im Mai aber versammeln sie sich an etlichen Lagunen im Innern, die weit entfernt von menschlichen Behausungen liegen. Hier bringen die Thiere ihre Jungen aas. Zur größeren Vorsicht wechseln die Vögel die Brutplgtze von Jahr zu Jahr. Mit Hilfe eines Bewohners von Andros fand Professor Chapman vom Amerikanischen Natrhistorischen Museum acht Nestergruppen auf, die augenscheinlich nur ein Jahr benützt worden waren. Sie lagen innerhalb eines Radius von einer Meile; die größte Gruppe war auf emer Schlammbank von 100 Jarcs Länge und ungefähr 30 Jards Breite plazirt; die Schlammbank ragte nur einen bis zwei Zoll über das sie umgeoende Wasser empor. Nach einer Schatz ung mußten .auf dem nur 27,000 Quadratfuß umfassenden Areal 2000 Nester liegen, die je ein Ei geborgen hatten. Flamingos beim Brutgeschäfte fand Chap'.nan eme Meile entfernt verstreut im Dickicht von Mangrovebäumen. Die Nester der Flamingos sind ganz aus Schlamm errichtet. Sie haben Kegelform und müssen, da sie stets in der Nähe von Gewässern liegen, natllrlich so hoch aufgeführt werden, daß ihr Inhalt vor der Fluth geschützt ist. Die von Chapman untersuchten Nester waren indeß nicht höher als 12 Zoll; doch wurde auch -von 18 Zoll hohen Nestern vermeldet. In die Aushöhlung :m oberen Theile des Nestes legt dc.? Weibchen ein El. Der Rikkcntunnel. Neben dem Simplontunnel wirdzur Zeit in der Schweiz an einem zweiten großen Tunnel gearbeitet, der nach seiner Fertigstellung der drittgrößte Tunnel des Schweizer Landes sein wird, es ist der Rickentunnel, der bei'Wattwyl in Toggenburg beginnt und bei Kaltbrunn im St. Galler Oberland ausläuft. Der Rickentunnel, begonnen im Dezember 1903, wird 28.394 Fuß laug werden. Der Bau wird 4 Jahre in Anspruch nehmen. Eine Besonderheit der Anlage besteht darin, daß sie sich nicht von den beiden Endpunkten mit einer leichten Steigung gegen die Mitte erhebt, sondern daß das nordliche Em gangsthor 163 Fuß höher liegt, als das südliche. Der Tunnel wird eine wesentliche Verkürzung des Weges von Süddeutsckiland und der Ostschweiz nach dem St. Gotthard und Italien r - möglichen und nach seinem Ausbau v allem eine Erweiterung des ostschwei'e iischen Bahnnetzes mit sich bringen. Die Ausfuarung, die rn den letzten Vco naten energisch in Angriff genommen wurde, liegt m den Handen von Schwel zer Firmen und derSociete des Grands Traveaux m Marseille.

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