Indiana Tribüne, Volume 27, Number 282, Indianapolis, Marion County, 20 July 1904 — Page 4
Juöiana Tribüne, 2. Juli lOoai
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Jndiana Tribüne. HerauSzegeben von der Sutenderg G. Indianapolis, Ind. Varry O. Thudium .... Präsident. Geschäfts local: No, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 26.
fcr tered at the Pott Of5ce os Indianapolis a, second dass matter. Die Negerbevölkerung Dem letzten Bulletin des Census Bureaus über die Negerbevölkerung in den Ber. Staaten entnimmt die N. Z). Volkszeitung- folgende Daten: Abgesehen von Afrika hat Amerika die größte Negerbevölkerung, nämlich ungefähr 9.250,000. Von diesen ttoh nen etwa lüber 97 Procent innerhalb der, Grenzen der Ver. Staaten selbst. Neun Zehntel der Neger auf dem ame rikanischen Kontinent sind in den Süd staaten ansässig und über drei Zehntel in den , Staaten Georgia, Mississippi und Alabama. Ungefähr ein Neuntel bis ein Sech fiel der Negerbevölkerung ist mit Blut von Weißen vermischt. Indessen kön nen dieMngaben über diesen Punkt nicht als ganz zuverlässig erachtet wer den, da dielFeststellung der Mischlinge mit großen Schwierigkeiten verbunden ist und in vielen Fällen Angaben überhaupt nicht zu erlangen sind. Nur soviel kann mit Gewißheit gesagt werden, daß die Blutvermischung dort am häufigsten ist, wo die Negerbevölkerung am wenigsten zahlreich ansässig ist, und am geringsten, je größer der Procentsatz der Neger im Verhältniß zu der weißen Bevölkerung ist. Beispielsweise ist in South Carollna, wo dieNeger drei Fünftel der GefammtBevölkerung bilden, die Vermischung von Neger und Weißen-Blut am gt ringsten.UDaS Gleiche kann von Mis sissippi gesagt werden, wo die Zahl der Neger und Weißen gleich groß ist. Da gegen warenZ im Staate Maine im Jahre 1900 von 1,319 Negern bei einer Gelammtbevölkerung von 700,000 Köpfen drei Fünftel Mulatten, wohin gegen in South Carolina mit einer Negerbevölkerung von 800,000 die Zahl der Mulatten nur 10 Procent erreichte. . . . Wie aus der Zusammenstellung des Bulletins hervorgeht, bezifferte sich die Negerbevölkerung in den Nordstaaten im Jahre 1900 auf: Pennsylvania...' 156,845 New York 99,232 Ohioj 96.901 JllinoiS 85,078 New; Jersey.... ...... 69.844 Jndiana 57,500 KansaS 52,003 Massachusetts.. 31,974 Michigan 15,518 Connecticut. 15,226 Die Negerbevölkerung in den borge nannten Staaten betrug sieben Achtel aller im Norden ansässigen Neger. In der Landwirthschaft waren im Jahre 1900 zwei Drittel der Neger be sqaftigt; über die Beschäftigung der Neger in anderen Berufen giebt die nachstehende Tabelle Auskunft. Es gab: Lehrer und Professoren. . .21,263 CarpenterS & JoinerS.. . .21,114 Barbiere 19,942 Geistliche ... 15.530 ' Maurer .14,337 Kleidermacher 12.572 EngineerS und Fuhrleute. 10,227 i Schmied?..... 10,104 Stiefel und Schuhmacher. 4,574 Musiker und Musiklehrer . 3,921 . ' Schauspieler ....2,043 'Aerzte und Chirurgen.'. . . 1,734 "Advokaten 728 Buchhalter und Rendanten 475 Stencgr. u. TypewriterS . . 395 . Künstler und 'Kunstlehrer. 236 .Zahnärzte ., 212 Handelsreisende ... 187 Elektriker 185 , Architekten.... 52 Bemerkenswerth ist der Zuwachs der Negergeistlichen in dem Jahrzehnt 1890 bis 1900. 'Die Zahl der Negergeist liehen erhöhte sich in diesem Zeitraum von 12,159 auf 15,523 oder um .27.7 Procent, während die Zahl der weißen Geistlichen nur" von 75,972 auf 94, 437, also um 24,3 Procent stieg. Auf je 100,000 Neger entfallen 171 Geist liche. während 100,000 Weiße sich mit 141 Geistlichen begnügen" müssen. DaS Verhältniß im Süden , ist 160 Negergeistliche gegenüber 129 weißen Geistlichen. Verhältnißmäßig am größ
ten ist die Zahl der Negerpfarrer im Norden. Städte, die eine Negerbevölkerung von über 10,000 Köpfen haben, gab es in er Union im Jahre 1900 32; die Negerbevölkerung in all diesen Städten bezifferte sich auf nahezu 1,000,000. Washington hatte die größte Negerbevölkerung, sie (die Ne gerbevölkerung Washingtons) ist um 7000 höher als jene Baltimores und um 9000 höher als jene New Orleans', der beiden Städte des Südens. Nach den drei soeben genannten Städten folgt New Jork mit 62,613 und Philadelphia mit 60,666 Negern, Ziffern die abgesehen von New Orleans, Balti more und Washington von keiner an dern südlichen Stadt erreicht werden. In New Jork wohnen annähernd doppelt so viel Neger als in Richmond. Hier mag beigefügt werden, daß die Zahl aller in New York ansässigen, aber in Virginien geborenen Personen ungefähr ein Viertel so groß als die Bevölkerung von Virginias Hauptstadt ist. Procentual ist das Verhältniß der Negerbevölkerung zu den Weißen in den südlichen Städten ein grundverschiedeneS. So bilden die Neger in Charle ston und Savannah mehr als die Hälfte der Bevölkerung überhaupt. Während, wie Eingangs erwähnt, neun Zehntel der Neger der Union in den 'Südstaaten wohnen, bildet die weiße Bevölkerung jener Staaten nur ein Viertel der weißen Gesammtbevöl kerung der Ver. Staaten. Ferner wurde durch die statistische Aufnahme festgestellt, daß, während die Neger sich hauptsächlich in den Städten nieder-
lassen, sie im Süden in ihrer Majorität auf dem Lande leben. Seit dem Bürgerkrieg bis zum Jahre 1900 hat sich die Negerbevölkerung in den Ver. Staaten ungefähr verdoppelt. ES vermehrten sich nämlich die Neger von 4,441,830, im Jahre 1860 auf 8,832,994 im Jahre 1900; in den Südstaaten allein erhöhte sich ihre Zahl von 4.097,111 auf 7.922,902. - Die Preisrichter, welche unter der selbstverständlichen Annahme, daß die AuSstellungsBebörde wenigsten? ihre Reisekosten vergüten würde, . aus fer nen Ländern nach St. LouiS kamen. erfahren jetzt die schäbigste Behandlung seitens der AuSstellungS-Behörde, welche nur darauf bedacht ist, für eige nen Prosit zu sorgen. Nur wenig Leute giebt es, die sich einen richtigen Begriff machen können. welch wichtige Faktoren die Steuern für Spirituosen und Tabak bei den Ein nahmen der Bundesregierung find. AuS den Berichten, des BundeSschatz amteS geht hervor, daß die beiden Steuern allein fast die ganzen gewöhn lichen, Ausgaben der Regierung decken. Es ist berechnet worden, daß die Ein nahmen der Regierung an Steuem für Spirituosen und Tabak seit den letzten 25 Jahren sich auf rund $4, 356,042,100 beliefen. während ' die ge wöhnlichen' Ausgaben, - unter denen man alle Ausgaben mit Ausnahme der Pensionen, der Zinsen für die öffent liche Schuld und der Ausgaben für das Poft-Departement versteht,, sich auf $5,010,664,570 beliefen, so daß die beiden Steuern alle Ausgaben während dieser 25 Jahre bis auf etwa $500, 00,000 deckten. Base-Ball. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: American Association. St. Paul, 19. Juli. St. Paul 0 0 0000000 0 Indianapolis. .00000010 1 2 MinneapoliS,19. Juli. Minneapolis ..1 0000000 0 1 Toledo 00 0 000 0 0 0 0 ' Milwaukee, 19. Juli. Milwaukee. .000020110 04 ColumbuS ...0000010121 5 KansaS City, 19. Juli. KansaS City 0002000002 LouiSville ....000000050 5 National-Liga. Cincinnati, 19. Juli. Cincinnati ....3 1020001 7 Brooklvn......000 1001 00- 2 . PittSburg, 19. Juli. PittSburg 00 0 00 0002 2 New York.....0 01 00 00 0 0 1 Chicago, 19. Juli. Chicago 00000000 11 Philadelphia... 0 00000 0 0 00 , St. Louis, 19. Juli. St. LouiS. ...1 1 501 001 Boston .......000002000 2
NachriSten aus Jndiana Zog Toddem Gefängniß
vor. G r e e n S b u r g , 19. Juli. Clint Drale, ein 45jähriger Mann, begiug gestern Selbstmord, indem er sich mit dem Kopf auf die Schienen legte und sich vom Zug überfahren ließ. Drake war gestern auf die Anzeige sei ner Frau, daß er mit einer anderen Frau lebte, verhaftet worden und sollte heuteVerhandlung sein, doch zog er den Tod der Untersuchung vor. Entführung eines Mäd chenö durch einen Neger. Washington, 19. Juli. Die 14 jährige Jesge Jett, deren Vater in der Kohlenmine No. 9 hier angestellt ist, wurde von dem Farbigen Fred. SimmonS entsührt und vergewaltigt und wird wahrscheinlich an den erlitte nen Verletzungen sterben. Mordversuch. Anderson, 19.- Juli. Gestern Nacht wurde der Arbeiter Frank B. Faulkenburg, welcher an einem offe nen Fenster schlief, durch ein Geräusch erweckt und er bemerkte einen Mann, welcher versuchte, mit einem Messer nach ihm zu stechen. ES gelang Faul kenburg aber, auS dem Bette zu sprtn gen und sein Gewehr zu ergreifen, worauf der Mordbube in der Finsterniß verschwand. Vor Schrecken wahnsin n i g g e w o r d e n. South B end, 19. Juli. Thos. Smith wurde beim Baden von Kräm pfen befallen und wurde gerettet, als er zum 2. Mal untergegangen war. Der Schreck hat ihn wahnsinnig gemacht, denn er glaubt fortwährend unterzusinken und schreit ununterbrochen nach Hilfe. Ein ähnlicher Fall palsirte hier dor kurzer Zeit mit John Johnson, welcher vor Schreck über die bei einem Hotel brand ausgestandenen Leiden irrsinnig wurde und starb. , Ein wissenschaftliches Problem, das für die Praxis von weittragender Bedeutung ist, glaubt der Direktor des Germanischen Lloyd, Consul Schlick, neuerdings erlöst zu haben. Es handelt sich um eine Erfindung, welche die unangenehme Nolloewegung der Schiffe - beseitigen ' oJU Die Vorrichtung besteht aus .eineni Schwungrad, welches mit .seiner siehenden Achse in der Kiel - Ebene, des Schiffes derart gelagert ist, daß die Achse bei den Schlingerbewegungen des Schiffes gewisse Pendelbewegungen ausführen kann, die eine-ausgle-chmde Wirkung auf , die seitlichen Schwankungen deS .Schiffes ausüben sollen. Zu diesem 'Zwecke wird das Schwungrad durch einen Elektromotor oder eine Dampfturbine in schnelle Umdrehungen versetzt. Die Schlicksche Vorrichtung wird also die ausgleichende Wirkung des pendelnden Schwungrades so auf das Schiff übertragen, daß es gegen den cet großen Schiffen gewaltigen Wellendruck, der das Schlingern hervorruft, gleichsam unempfindlich macht, oder daß auf diese Weise das Schlingern wenigstens auf ein Mindestmaß beschränkt ist. Auf Versuchsmodellen hat sich die Vorrichtung angeblich bereits mit Erfolg bewährt. Sollte sie sich auch für unsere großen Schnelldampfer verwerthen lassen, so würde man damit der Lösung eines alten Problems wesentlich näher gebracht werden. Ueber ungewöhnlichen Reichthum verfügen die Zigeuner, welche seit verschiedenen Jahren in Berliner Vororten, 'wie Weißensee. Adlershof, Nixdorf u. s. w. ihren Wohnsitz haben. Unlängst wurde auf Requisition der. Staatsanwaltschaft eine Zigeunertruppe angehalten, die durch den Kreis Osthavelland zog; die Zigeuner standen im Verdacht, aus einem Berliner Waarenhause größere Posten Seidenstoffe und. andere Gegenstände gestohlen zu haben. Bei der genauen Durchsuchung ihrer Wagen sind die Diebstahlsobjette zwar nicht vorgefunden worden; die Zigeuner erfreuten sich aber wie die Revision ergab, des Besitzes fast märchenhafter Schätze an Geld, Schmucksachen und Kleidern. Ein Zigeunerweib, wohl die Lebensyesährtm des Häuptlings, führte etwa 20 der kostbarsten Kleider mit sich; eine seidene Bluse war überreich mit waZnzigmarkstücken garnirt, eine andere mit Zweimarkstücken. Es waren ferner vorhanden Armbänder von schwerem massivem Golde, eins ganz ans Zwanzigmarkstücken zusammengeschmiedet, von echten Perlen umkränzt, Schuhe mit schweren' goldenen Spangen und ungezählte ander: höchst werthvolle Schmuckgegenstände. ; Da den Zigeunern wegen jenes WaarenHausdiebstahls nichts nachzuweisen war,, so durften sie ihre Fahrt fortsetzen. AuS der Altmark wurde übngens berichtet, daß der Zlgeunerhauptmann Petermann wegen Ankaufs des Rittergutes Windberge, demAmtmann Frick gehörig, in Unterhandlung stehe.
Inka-Malstngräbcr. SaS Ouerathal und tt interessanten ge schichtlichen Merkmale. Der schwedische Gelehrte Freiherr Erland Nordenskjöld. der sich zur Zeit mit mehreren Begleitern auf einer Forschungsreise an den Grenzgebieten von Peru und Volivia befindet, hat unter anderem das Querathal besucht, das bislang noch von keinem Naturforscher betreten worden war. Das Queratha! ist, wie Nordenskjöld schreibt, ein großer Friedhof. Die vorhandenen unzähligen Grotten enthalten fast sämmtlich Gräber. In einigen von diesen fand man nur wenige Skelette, es wurden jedoch auch Niesengräber gefunden, welche die Reste von weit über 100 Individuen bargen. Die Verstorbenen sind wahrscheinlich, bekleidet und geschmückt, in langen Reihen in die Grotten gebracht worden, und eine Generation nach der andern ist dort vermodert, bis sich zuletzt ganze Haufen von Skeletten angesammelt haben. Auch eine andere Art von Gräbern wurde aefunden. Diese waren aus Schiefer in der Form von kleinen Häusern gebaut, in welche die Todten gebracht wurden, um dort zu wohnen" und aus bessere Zeiten" zu warten. Gingen die Mitglieder der Expedition in den Urwald hinein, so waren sie alle Augenblicke in Gefahr, durch Moos, Laub und Pflanzengewirr hindurch in tiefe Gruben zu fallen, die sich fast stets als Gräber herausstellten. Aber nicht nur Andenken des Todes, sondern auch solche einer lebendigen Kultur wurden zahlreich gefunden, aus uralten Zeiten, in denen das Volk der Inka jeden Fußbreit Boden kultivirt und nicht wie ihre Nachkommen, die Quichua-Jndianer, dem Urwald überlassen hatten. Darunter befanden sich gut erhaltene Häuser und sogar deutliche FestungZanlagen, in denen noch Thüren und Fenster vollständig erkennbar waren. Von den Quichua-Jndianern wohnen jetzt nur noch kaum 70' bis 80 Individuen im Querathalz ein alter Jndjaner diente der. Expedition als . Führer, wofür er 50 Centavos (etwa 12 Cents) für jede nachgewiesene Gräbstätte erhielt. deutsche Vronzeadlcr. Eines der charakteristischsten Schauobjekte in der .Kunstgewerbehalle der deutschen Abtheilung der St. Louiser Weltausstellung ist der Bronzeadler. Der Adler hat eine Länge von 9 Fuß 10 Zoll, während die Höhe 6 Fuß 6 Zoll und die Brustbreite mit angelegten Flügeln 3 Fuß 3 Zoll beträgt. Dc s zur Verwendung gelangte Metall ist eine schmiedbare Bronze, Dürana" genannt, die einen wunderbar warmen Goldton besitzt. Aus diesem Material ist der ganze Adler ausschließlich in freier Handarbeit geschmiedet und getrieben worden; es wurde dadurch eine so freie, lebenswahre und naturgetreue Darstellung aller Körperformen mit ihren Einzelheiten erzielt, wie sie sich beim Gießen und bei sonstiger Ausführungsweise niemals erreichen läßt. Die Herstellung des Adlers, dessen Gesammtgewicht 30 Centner beträgt, nahm gegen fünf Monate in Anspruch. Kopf und Körper bestehen aus 0.39 bis 0.42 Zoll dicken Platten, geschmiedet und getrieben, sämmtliche Federn einzeln, und alles im warmen Zustand bearbeitet. Ungemein wohlgelungen ist der Uebergang vom zarten Flaum bis zu den großen Schwungfedern. Eine
langwierige, sehr sorgsame Arbeit und große Geschicklichkeit erheischte das Zusammensetzen des Körpers und das Aufpassen der Federn, von denen sich am Kopfe allein gegen 1600 Stück befinden, während ihre Eesammtzahl sich auf etwa 6000 belauft, die alle einzeln in den verschiedensten Größen und Formen anzufertigen waren. ' StcrbttckkcitSftatistik. Die Sterblichkeits-Statistik des Ver. Staaten-Censusbureaus weist für das letzte Censuöjahrzehnt 1S90 1900 eine erhebliche Steigerung der Todesfalle durch Lungenentzündung auf; sie'betrug 5 Prozent. Die Zahl der Todesfälle durch Herzleiden stieg um 12, die durch Nierenleiden herbeigeführten Tv desfälle sogar -um 44 Prozent. Schlaganfälle mit tödtlichem Ausgang waren um 17 Prozent zahlreicher, und. auch 4. r- ' . ölt reosmoen wiei.cn eme. Junayme von 12 Prozent auf; dagegen ist die Zahl der Todesfälle in Folge von Schwindsucht um nahezu 55 Prozent zurückgeganqe'n.' Der Kampf gegen diefen größten Feind der Menschheit wird also mit Erfolg geführt. . Auch in der Bekämpfung der Kinderkrankheiten sind schöne Erfolge zu verzeichnen. So hat die Sterblichkeit' der Kinder an Diphtheritis um 34 'Prozent, die'an Kindercholera um 31 Prozent abgenommen. Verbrecherische Fahrl ös s i g k e i t. . In Spanish Town, Jamaica. hatten unlängst, 100 Arbeiter der West Jndia Electric Co. den Auftrag erhalten, den in der eine Meile langen, riesigen Röhre, ' welche das Wasser von dem Rio Cobre nach den Turbinen des Krafthauses leitet, angesammelten Sand zu entfernen. Die Arbeit war thatsächlich schon vollbracht. als der Befehl ertheilt ward, eme kleine Quantität Wasser in die Leitung hineinströmen zu lassen. Durch ein MißVerständniß ließ man. das Wasser mit ganzer Kraft '. . hineinströmen. Ein furchtbarer Kampf um's Leben ent spann sich, als sich die Arbeiter, mittelst der Mannlöcker in Sicherheit 'bringen wollten, und 33 Personen, kamen dabei um's Leben.-; ' " -
Ein sardinischcs Zürchcnscfl. eigenartige SolkSbränche-Sardinische Gast freundschast und die Stellung der Frauen. Eine eigenartige, . für Land und Leute charakteristische- Veranstaltung auf der Insel Sardinien bildet das Fest von San Bernardino, das alljährlich in dem Dorfe Vusaki mit besonderem Glänze begangen wird. Das Hauptereigniß eines solchen Festtages ist der Kirchgang. ' Von der Hauptkirche im unteren Dorfe ziehen die Schaaren der Gläubigen unter Vorantritt der Geistlichkeit mit dem Bilde des Gekreuzigten zur Kirche im oberen Dorf. Voran reiten Jünglinge auf Pferden, deren sich kein fürstlicher Marstall zu schämen brauchte. In der Zeichnung des Kopfes, wie an dem Feuer der unruhigen Thiere offenbari sich das edle arabische Vlut. Vor dem Eingang zur Kirche pariren die Jünglinge ihre Rosse und lassen die Träger der Prozessionsfahnen, die Geistlichkeit und die ganze Gefolgschaft der Männer. Frauen und Mädchen an sich vorüberziehen. Während der kirchlichen Handlung schon beginnt ein Gebrauch, der sich am besten. mit dem guten deutschen Namen des Umtrinkens kennzeichnen ließe. In dem stattlichen Doppeldorf Busaki gibt es keine Wirthshäuser. An den Festtagen aber räumt jeder Bürger seine beste Stube aus, stellt ringsumher Stühle, auf und erwartet seine Gäste. Man zieht nunin Gruppen von 10 bis 20 Personen von Haus zu Haus, um überall ein Gläschen Rothwein zu trinken. Während des Aufenthalts in jedem so geehrten Hause wird gesungen und gelacht; aber die Gesellschaft besteht nur aus Männern, und die aufwartende Gattin oder Magd verschwurdet sofort wieder, nachdem sie die Gläser hereingebracht hat. Das Umtrinken währt bis tief in. die Nacht hinein, und da die Weine Sardiniens zwar sehr gut und rein, aber auch sehr schwer sind, kann man sich . wohl eine Vorstellung von " den - n Zumuthungen machen, die damit ' an. Magen und Köpfe der Festtheilnehmer gestellt werden. ' ' Einen ungleich lieblicheren Theil des Festes bildet der Tanz der Mädchen, die nach beendetem Gottesdienst auf dem neben der Kapelle gelegenen, von Linden beschatteten Platze zusammenströmen. Die sozial- Stellung der Sardin ist im Allgemeinen keine sonderlich hohe.- Nach der Verheirathung ist sie nichts als die gehorsame, duldende Sklavin ihres Gatten, zugleich die Beherrscherin und die Gefangene des Weibergemaches. Etwas von diesem unabänderlichen Schicksal drückt sich auch in dem Tanz der Sardin aus. Die Miene des sardischen Mädchens bleibt starr, und ihr Auge blickt beinahe düster. Und ist der Tanz vorüber, so verschwinden die Mädchen lautlos und geheimnißvoll, ohne daß einer der Burschen sich herausnehmen dürfte, sie zu begleiten. Japans Hospitalschiffc. Die japanischen Hospitalschiffe sind nicht für den gegenwärtigen , Krieg erst gebaut worden, sondern schon bald nach dem chinesisch-japanischen Kriege 1894, während dessen die Unannehmlichkeiten, mit hergerichteten Transportschiffen auskommen zu müssen, sich wiederholt sehr stark geltend gemacht haben. Es sind zwei, Schiffe, Hakuai-Maru" (unendliche Liebe) und Kosai-Maru (unendliche Mildthätigkeit).. Sie sind beide speziell für jhren Zweck in England für den japanischen Verein vom Rothen Kreuz gebaut worden. Da die Kosten außerordentlich hohe waren, so wurde zwischen dem Rothen Kreuz und der Nippon-Linie' ausgemacht, daß diese die Schiffe zum Personen- und Frachttransport benutzen dürfte bis zu dem Moment, wo ein Krieg oder ähnliche Umstände ihren speziellen' Gebrauch nothwendig machen. Schon 1900 bald, nach ihrer Vollendung wurden sie zu ihrem eigentlichen Zweck verwendet und bewährten sich außerordentlich. Während der Okkupation von China wurden 14 bis 15 TransPorte zwischen Japan und China geleitet, die 2866 Kranke und Vcrwundete nach dem Militärspital in Ujina brachten, darunter eine große Zahl von europäischen Soldaten. Es sind ziemlich . große Schiffe von 2700 Tonnen. Auf dem oberen Deck sind Salone und Schiffs - Kabinen, Desinfektionsraum und Wafchzimmer, Baderäume und Wasserklosetts, außerdem ein Apparat zur Herübernahme von Patienten auf Deck. Das Mitteldeck ist das eigentliche Krankenhaus" mit 45 Kabinen für Offiziere und Gemeine. Ein besonders abgetheilter Raum ist für ansteckende Krankheiten im Vardertheil der Schiffe bestimmt. Im Ganzen können 200 Patienten untergebracht werden. .Das untere Deck ist für die männlichen Krankenwärter, die nicht wie die Aerzte und Krankenpflegerinnen auf dem' Mitteldeck Platz finden, . bestimmt, außerdem . für Gebrauchsgegenstär für einen Apparat zur Erzeugung von kühler Luft u. f. w. Ein Schisfsarzt und drei Assistenten, zwei Apotheker und eine ganze Schaar .Pflegerinnen und Pfleger bilden den ärztlichen Stab jedes der Schiffe.
.Seele n m e ss e n 'vor Kurzem verstorbene Jsabella von (Spanien, Gatten und Söhn, laut scher Anordnung nicht , 30.000 gelesen werden. . sollen für die Ex-Königin ihren Vater, als
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