Indiana Tribüne, Volume 27, Number 281, Indianapolis, Marion County, 19 July 1904 — Page 1

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s Erscheint jeden Nattstnittag. - Jahrgang 27. Indianapolis, Ind., Dienstag, 19. Juli 1904 No. 281. . - - " . ' i : i "

'wtzfeuer. Die Anlagen der Jndpls. Drop Forging Co. zerstört. Vier Feuerwehrmänner verlevt. Durch Funken von einem benachbarien Gebäude brach ein Feuer gestern Abend kurz vor 7 Uhr in dem Fabrik Gebäude der .Indianapolis Drop For. ging Co." zwischen Madison Avenue unb Downey Straße aus und legte dasselbe in kurzer Zeit völlig in Asche. ! ES wurden 4 Alarme abgegeben und die gesammte Feuerwehr war in Kürze auf dem Brandplatze, konnte aber von den wie Zuvder brennender! Gebäuden keine retten. Der Verlust wird ein totaler sein. Zum Glück herrschte völlige Windstille, sonst hätte daS Feuer colossale Dimensionen annehmen können, da sich ganz in der Nähe zahlreiche Wohnhäuser und die Holz und Kohlen'Niederlage der Fir ma A. B. Meyer & Co. befinden. ' Die Anlagen der Forge Co. nehmen nahezu einen halben Block ein. In demselben wurde früher die Stechan Lounge Fabrik betrieben nd die Fuß böden und das Holzwerk waren mit Terpentin und Firniß nach von dieser Zeit her durchzogen und boten den Flammen treffliche Nahrung. In ihrem heroischen Versuch, die Flammen auf ihren Herd zu beschränkn, wurden vier brave Feuerweh? ii:änner durch fallendes Gebälk verletzt, keiner jedoch tödtlich. Die Verletzten sind: LouiS Gab vom 12 Schlauchwagen, 1033 St. Paul Str. wohnhaft, Marion B. Kemper, 1027 Harlan, Hy. Petermann, 929 Süd Missouri Str. wohnhaft (vom 7 Truck) und Dennis Pevis. Der finanzielle Verlust, den das Feuer mit sich brachte, kann nicht mit Sicherheit angegeben werden, doch ist derselbe auf etwa 860,000 anzuschlagen. Erlag den sich zugezogenen Verletznngeu. Michael Fuchs, 303 Sanders Str., der sich in einem Jrrfinnsanfalle neulich durch Herabstürzen von der Decke seiner Zelle so schwerverletzte, ist gestern feinen Verletznngen erlegen. Eine GeHirnerschütterung führte seinen Tod herbei. Verschiedene Leute, die ihm zur Zeit in seiner Zelle zusahen, waren der Ansicht daß der Tod für ihn eine Erlösung bedeuten werde, dennoch hatte wohl Niemand eine Ahnung, daß der arme Unglückliche so bald von feinen Leiden erlöst werde. Der Unfall in der Dienstag Nacht gab erneute Anregung für die Anlage gepolsterter Zellen, in denen Irrsinnige im StationZhause untergebracht wer den können und die Vorarbeiten wur den sofort in Angriff genommen. Erhielt im Bade einen elektrischen Schlag. H. G. Berthold, ein Rechtsanwalt, 2240 Nord Illinois Str., hätte durch Elektrizität beinahe sein Leben ver loren. Er begab sich in'S Badezimmer, um ein Bad zu nehmen und da ihm das Zimmer ein Wenig zu dunkel erschien, zündete er das Gas an und später drehte er auch noch daS elektrische Licht an, um besser sehen zu können. Durch die beiden Lichter wurde ihm aber daS kleine Badezimmer zu warm und, im Wasser stehend, wollte er daS Gaslicht abdrehen, als er plötzlich einen elektri schen Schlag erhielt, der sein Knie bis unterS Kinn hinaufzog. Sin Arm war duru den Schlag sehr geschwollen, jedoch hat sich Herr Berthold seitdem wieder völlig erholt. ECT Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'S Longfellow".

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Die' Stadtrathsitznng

Ergreift Schritte zur Errichtung von Schwimmbädern. Erhöhung der Polizei Löhnung. In der gestrigen Stadtrathssitzung gelangte eine Einladung der Stadt Mooresville, zur Verlesung in welcher der Mayor und Stadtrath von Jndianapolis ersucht werden bei Legung des Grundsteins zu den neuen Wasserweg ken von Mooresville anwesend zu sein. Eine Verordnung des MayorS wurde vorgelegt welche die Steuer auf Farmer und Familien-Fuhrwerke. wenn dieselben zum Transport von Produk ten benutzt werden annullirt. HuckfterFuhrwerke haben jedoch diese Vergün ftigung nicht. ' '' Die einzige Stimme gegen Erhöhung der Salaire der Polizisten gab Herr Fishback ab. Er war der Ansicht, daß, da kein Geld für Vermehrung der Polizeimannschast vorhanden, auch kein Geld für Erhöhung der Salaire da sei. Die SalairVorlage, welche nun Ge setz wird, erhöht die Salaire des Superintendenten auf $2200, der Kapitaine auf 81320, der Sergeanten auf $1020, der Detectivs auf 81020 und der Poli. zisten auf $012.50. Der Beschluß-Antrag deS Präsidenten BillingZlee, daß das Comite für öffentliche Sicherheit mit der Sicher heitsbehörde über sofortige Anlage von Schwimmbädern conferiren solle, wurde einstimmig angenommen. Auch die Ordinanz nach welcher das vom Hochwasser weggewaschene BrückenMaterial den County Commissären überwiesen werden sollte, wurde ange nommen. Soltzmann und Parker. Zwischen Mayor Holtzman und dem lZräsidentschaftS-Kandidaten Alton P. Parker fand folgender Depeschenwechsel statt: Nehmen Sie meine herzliche Gratulation für ihre Ncmination und be sonders für Ihren tapferen patriotischen Stand in der Geldfrage entgegen." John W. Holtzman, Mayor von Indianapolis. Die Antwort: Werther Herr ! Ich freue mich, daß mein Telegramm Ihren Beifall fand, und versichere Sie meiner verbindlichsten Anerkennung für Ihre Glückwünsche. Ihr Alton B. Parker. Jährliches Picnie des Gärtner Nnterstütznngs Verein am Donnerstag, 21. Juli, im Germania Park. Verlangt 82,500 Schadenersatz. Louis H. Kuderling klagt gegen die Indianapolis Straßenbahn Gesell" schast auf $2,500 Schadenersatz. In seiner Klageschrist giebt er an, daß er sich auf einem Wagen der verklagten Gesellschaft ein Transferbillet für Massachusetts Ave. geben ließ und dann einen ihm vom Conducteur bezeichneten Wagen bestieg um zur Mas. sachufetts Ave. zu fahren. Sobald er jedoch dem Conducteur daS Billett überreichte, weigerte sich derselbe es an zuerkennen und verlangte nochmalige Zahlung des Fahrgeldes, welches Kuderling verweigerte. Hierauf wurde der Wagen angehalten und Motorman und Conducteur versuchten den sich Sträubenden aus dem Wagen zu werfen und bei dieser Gelegenheit wurde Kuderling sehr unsanft behandelt und erhielt schmerzliche Verquetschungen usw., und wurde außerdem an seiner Ehre geschädigt. Den SchädigungS betrag bemißt er wie oben angegeben mit 32,500. Tfiloe Buffstein, 19, der aus Schwartz'S Wirthschaft, 740 In Man Ave., einen Revolver stahl und denselben an einen Farbigen verkaufte, wurde durch Capt. Kinney verhaftet und eingelocht.

Der Bundes - Turnfest - Ausschuß

Hält seine erste Sitzung Die Executive, für das Fest. Präsident Die erste Sitzung des Festausschusses für das Bundes-Turnfest wurde gestern Abend abgehalten. 27 Mitglieder waren anwesend und beriethen mit Eifer, wie da? bevorstehende große Ereigniß zu einem glänzenden Erfolge gebracht werden könne. Prof. Robert Nix, der Vorsitzende des Festausschusses, eröffnete die Ver sammlung mit markigen Worten. Er erklärte, daß die Executive einstimmig Herrn Herm. Lieber, sr., zum Ehren Festpräsidenten erkoren habe. Die Versammlung indossirte einstimmig die Ehrung des verdienten 1. Sprechers des Bundes-Vororts. Herr Lieder dankte mit herzlichen Worten, erklärte aber, daß er nicht gesonnen sei, sich bei der großen Gelegen heit nur als Ehrenpräsident zu betrachten, sondern daß er mit Rath und That mitwirken würde zu einem glänzenden Verlauf des Festes. Die Exekutive organisirte sich wie folgt: Robert Nix, 1. Vorsitzer. Wm. Stecher, 2. Vorsitzer. Theodore Stempfel, 1. Schriftwart. George Vonnegut, 2. Schriftwart. Otto Lieber, Schatzmeister. Als Finanzausschuß wurden nun die folgenden von den Exekutivbeamten vorgeschlagenen Herren einstimmig er Wählt : Robert Lieber, Albert Metzger, Franklin Vonnegut, Gustav Schnull und F. M. .Bachmann. Herr Stempfel verlas nun die fol genden Vorschläge der Exekutive für das Festprogramm: Mittwoch, 21. Juni 1905. Nachmittags: Empfang und Begrü ßung der ankommenden Turner. 4 Uhr: Sitzung der Kampfrichter. t 7 Uhr: Ausstellung zum Fackelzug. 7.30 Uhr: Abmarsch vom Monu. ment. 3 Uhr: Begrüßung des Mayors. Maffenchor und Feuerwerk. 9 Uhr: Rückmarsch zum Deutschen Haus. Gesellige Unterhaltung im Garten und in den Räumen desselben. 5 Musikkapellen werden mitwirken. 11 Uhr: Aktive zum Zeltlager auf Feftplatz. Donnerstag, 22. Juni. Vormittags: Festzug. Auflösung des Zuges vor dem Deutschen Haus. Mittagessen auf dem Festplatz. 2 Uhr: Beginn des Turnens und Vereins'Wettturnen. 8 Uhr: Festspiel. Postkasten beraubt. Die Postkasten an der Ecke der Wash. ington und Meridian und an der Ecke der Maryland und Meridian Straßen, wurden durch Diebe ihrer Inhalte ent leert. Wie viel Beute die Diebe mach, ten läßt sich noch nicht feststellen, viel jedoch wird's nicht sein, denn die Geschäftsleuteund im Geschäftsdistrikte sind ja die beiden Küsten vertrauen niemals größere Werthsachen den Brief kästen an. DaS Unkraut muß ausgerottet v erden. 400 Notizen wurden soweit an die Besitzer von Unkrautanlagen ausge sandt und da eine große Menge derselben noch nicht von den Benachrichtigten beachtet wurde, so sandte die Ge sundheitö-Behörde gestern Morgen eine große Anzahl Arbeiter mit Senfen be waffnet zum abmähen desselben nach dem nordöstlichen Theile der Stadt hinaus. Diese Arbeiten werden jetzt fortgesetzt, bis sämmtliche Gemein schäden dieser Art entfernt sein werden. Raucht die B0NANZA.

im Dentschen Hause ab.

Lzenn. lieber Sr. zum Ehren erkoren. Freitag, 23. Juni. Vormittags: Turnen. NacbmittagS: MasseN'Uebungen der Altersklassen; Massen-Uebungen der Damen. Abends: Preissingen Massenchor. Samstag, 24. Juni. (Haupt'Tag.) Schluß des Vereinsturnens. Volksturnen. Spezialturnen. 3 Uhr: Schauturnen der Schulkin der aus den öffentichen Schulen. Spiele der Kinder aus den öffentli' chen Schulen. i Uhr: Muster'Uebungen der Turw Vereine. 5 Uhr: Massen - Stab Uebungen sämmtlicher Activen.' Staffetten.Wettlaufen. Hinderniß-Wettlaufen. Abends 8 Uhr: Festspiel. ' Sonntag, 25. Juni. Schluß des TümenS. Fest'CommerS der Turnerpioniere. Volksfest. Preisvertheilung.' Montag, 26. Juni. Nachfeier im Turner-Park. Auf Antrag deS Herrn Rappa wurde das vorgelegte Festprogramm Port provisorisch angenommen. Der Festausschußbehält sich vor, dasselbe. wenn rathsam, zu ergänzen oder zu verändern. - Der Finanzausschuß wurde 'ersucht. einen Finanzplan auszuarbeiten. Herr Stecher, der ja viel Erfahrungen mit Turnfesten hat, gab auf Wunsch der Versammelten einen Ueberblick über die Arbeiten des so erfolgreichen Finanzausschusses beim St. Louiser Turnfeste, bei welchem, trotzdem es ver regnete, ein Ueberschuß von $4000 er zielt wurde. Auf Antrag des Turners Scherer wurde beschlossen, die nächste Versamm lung des Festausschusses am 3. August abzuhalten, bei welcher Gelegenheit der Finanzplan und die Fest-ComiteS be kannt gegeben werden. Binnen Kurzem wird ein Aufruf an die Bevölkerung der Stadt erlassen werden, ersuchend mit allen Kräften für den Erfolg des Festes mitzuarbeiten. , . Das entworfene Programm zeigt in seinen Grundzügen schon, daß das Bundesturnfest des Nordamerika! schen TurnerbundeS alle früheren Turn feste übertreffen und unserer Stadt zu hohen Ehren gereichen wird. Irrsinniger Mann aufgefunden. Ein irrsinniger Mann, der seinen Namen als F. C. Recse angiebt, wurde durch die Feuerwehrleute der No. 13 Companie eingefangen und der Polize überliefert. Reese wurde an der Süd Meridian Str. schreiend und mit den Armen schlagend aufgefunden. Außer einem Thürhüterabzeichen, einem De puty-SheriffS-Abzeichen aus Kings County, New York, und einem Frei' maurer-Abzeichen wurden keine Jdentifikationsmittel an ihm vorgefunden. Er ist zu geistig gestört, um im Stande zu sein,irgend welcheAusklärung über seine Person geben zu können, die Ansicht der Polizei ist jedoch, daß er ein New Yorker ist. Neu; Klagen. Maggie Plew will von Bert Plew, weil er sie angeblich schlecht behandelte und sie verließ, sowie auch nicht für ihren Unterhalt sorgte, geschieden sein. Cordie Lane zeiht ihren Gatten Ro bert Robert I. Lane der Trunkenheit und des unerlaubten Umgangs mit Anna Ward und verlangt aus diesem Grunde von ihm geschieden zu sein.

Nachrichten aus Jndiana.

Widersetzt sich und wurde geschossen. Greenfield, 19. Juli. El. mer HolMoß von hier, der sich seiner Verhaftung widersetzte, wuroe, da er mit einem großen Messer die Polizisten bedrohte, durch Maurice Hendy in den Arm geschossen und dann überwältigt und eingesteckt. Rev. ElliS kehrt zurück. R i ch m o n d, 19. Juli. Derberschwundene Prediger Ellwood O. Ellis, sowie die mit ihm vermißte Frl. Bessie Slick sind zurückgekehrt und Frl. Slick hat die nöthigen Aufklärungen gegeben. indem sie sagt, daß der Pastor und sie Richmond verließen um nicht zurückzu kehren, zuletzt aber doch sich entschlossen die Heimreise anzutreten. Sie gesteht, daß sie schon früher die Absicht hegten. auf und davon zu gehen. Die Ansicht, daß- Ellis vielleicht geistesgestört fei. verlacht sie. Die Kirche, bei der Ellis als Pastor angestellt war, hat das Amt des Predigers vakant erklärt und be müht sich jetzt einen neuen Seelsorger zu sinden. DurchJnterurbanwagon verletzt. T e r r e H a u t e, 19. Juli. Frl. Pearl Anderson wurde durch einen JnterurbaN'Motorwagen hier übersah ren und schwer am Kopf und Hüfte verletzt. Später stellten sich noch inner liche Schmerzen ein, so daß sie viel leicht außerdem noch innerliche Verletzungen erhielt. Erfolgreiches Musik-, T o u r n i e r. Terre Haute. 19. Juli. Zu dem im Lake View Park abgehaltenen Musik'Tourniere, an welchem sich 3 Kapellen der Umgegend detheiligten. hatten sich mehrere Tausend Musik freunde eingefunden, die sich köstlich unterhalten haben. Vom wolkenlosen Himmel sandte die Sonne zwar heiße Strahlen herab, aber im Parke fand man doch Schutz und Kühlung. VomMarschall erschossen. R o e n o k e, 13. Juli. Der Stadt marschall George Field erschoß, wäh rend er einen Aufstand unterdrücken wollte, Fred. Atkins, für den er einen Verhaftsbefehl erhalten hatte. AtkinS mit mehreren seiner Freunde setzten sich zur Wehre und griffen den Marschall an, der einen Revolverschuß auf sie abfeuerte, mit dem Resultate, daß At kinS sofort getödtet wurde. Der Siarbuck Mordfall. Greensb oro, 13. Juli. Nach Aussagen des Detectivs Curry wird innerhalb der nächsten Tage noch eine Verhaftung in Verbindung mit dem Starbuck Mordfalle gemacht werden. Der Detectiv sagt, er habe seinen Mann im Netze, jedoch müssen noch einige kleinere Beweise gegen denselben erlangt werden, ehe man ihn mit dem Morde belasten könne. Nach Aussagen des Detectivs war dieser Mann ein Genosse deS verhafteten Hale Gipe und die That wurde mit der Absicht des RaubeS ausgeführt. Hale Gipe bricht unter der Last seiner Haft zusammen, wie es scheint und eS wird erwartet, daß er ein Geständniß ablegen wird, bis jetzt jedoch ist aus ihm nichts herausgebracht worden. Die Selbstmordtheorie wird von den Beamten nicht geglaubt und die Nachforschungen werden daher fortgesetzt, bis man. den oder die Mörder überführt hat. Tindolph noch nicht zu r ü ck g c k e h r t. V i n c e n n e s , 13. Juli. Das Verschwinden deS Polizei CommissärS und Holzhändlers Tindolph hält hier immer noch die Gemüther in großer Aufregung und wird Gouverneur Durbin in den nächsten Tagen wahrscheinlich '.einen neuen PokizeiCommissär ernennen. Tindolph erfreute sich allgemeiner Beliebtheit und lebte früher in Indianapolis, wo er Hotel-Manager war. Seine Verbindlichkeiten werden auf $35,000 geschätzt und soll er sich zur Zelt in Mississippi aushalten.

Ertrunken. Seymour, 13. Juli. Beim

Baden im White River bekam der 25.jührige Fred Lierp Krümpfe und ertrank, ehe man ihn retten konnte. Er hinterläßt seine Frau und 3 kleine Kinder. Rabiate Italiener. T e r r e H a u t e, 18. Juli. Als heute hier 2 CarS zusammenstießen. griffcnjdie Jnsassan einer Car, italienische Arbeiter, den Führer und Conducteur der anderen Car an, jagten sie, als dieselben fliehen mußten, eine Streckelweit und schlugen sie nieder. Zur Führung der verlassenen Ear mußte deshalb anderes Personal aus der Stadt requirirt werden. Glück muß der Mensch haben. Hartford Eity, 18. Juli. Tony S. Richards war vor vier Iahren noch ein armer Maschinen-Schrift setze? in einer Druckerei !n Muncie, der $5 die Woche verdiente, und heute defitzt der erst 23jährige junge Mann Oelquellen im Werthe von 525,000' Von seinen Ersparnissen hatte er sich für wenige Dollars in Redkey mehrere Baustellen gekauft und ließ daselbst Bohrdersuche anstellen. Man stieß dabei auf so reichlich fließende Oelquellen, daß die Grundstücke, wie gesagt, jetzt einen Werth von 525,000 reprüsentiren. Besuchende Eltern finden todteTochter. Terre Haute, 18. Juli. Um ihre Tochter Nellie zu besuchen und einige fröhliche Tage bei derselben zu verbringen, trafen gestern Herr I. F. Warren und Gattin aus Decatur, Jll., hier ein, mußten aber zu ihrem Schrecken die Entdeckung machen daß dieselbe in der Nacht gestorben war. Frau Nellie pflegte wegen Schlaslosig. keit Morphium zu nehmen und hatte aus Verschen eine zu große Dosis eingenommen. Negerin erschießt ihren Liebhaber. Lawrenceburg, 18. Juli. Während eines Streites in Olivers Construction Comp. schoß die 20jähr. Sarah SimmonS, eine Farbige, auf ihren Liebhaber JameS Smith und verwundete denselben tödtlich. Nach begangener That ergriff die schöne Sarah mit dem Farbigen William Davis die Flucht, doch gelang es, beide einzuholen und zu verhaften. Arm im Schlafe abgestorben. Mack McMullen, 705 Jndiana Ave., legte sich mit dem Kopf auf dem Arme ruhend zum Schlummer nieder und fand, als er erwachte,daß das Glied abgestorben war. Er war zuerst im Glauben, daß ihm der Arm eingefchlafen fei, fand aber nach mehreren Stunden keine Erleichterung und ließ sich im Dispenfarium untersuchen, und fand, daß vielleicht die Lähmnng als eine dauernde sich erweisen mag. Der Affe im Gericht. Der Polizist Lynch in New York gewahrte um die Dämmerstunde an einer Straßenecke den italienischen Leierkastenmann .Giuseppi Degitio und seinen Affen, Koko" mit Namen. Koko befand sich in der vierten Etage der Fasfade eines Hauses und machte krampf hafte Anstrengungen, herabzuttetiern. Die glatte Fläche der Fassade machte es dem putzigen Thierchm unmöglich, wieder zu Mutter Erde und seinem Herrn zurückzukehren. Da alarmirte Lynch die Feuerwehr. Ein Haken- und Leiterwagen kam herbei, und eine 65 Fuß hohe Leiter würde angesetzt. Ein beherzter Feuerwehrmann kletterte hinauf und brachten den Affen wohlbehalten herunter. Hierauf erfolgte die VerHaftung des Italieners und seines Affen. So standen beide am folgenden Morgen vor dem Polizeirichter, und Giuseppi wurde wegen unordentlichen Betragens zu einer Geldbuße von $1 verurtheilt. Beim Gerichtsschreiber deponirte der arme Teufel 99 Centsstücke. Es fehlte noch ein Cent. Ciuseppi flüsterte dem Aeffchen einige Worte in's Ohr, worauf Koko in das Täschchen seines Wammses langte, den noch fehlenden Penny herausholte und ihn mit einer Verbeugung dem Serichtsscbreiber übergab. So hatte Giuseppi seine Geldbuße entrichtet und konnte mit seinem Aeffchen des Weges gehen.