Indiana Tribüne, Volume 27, Number 279, Indianapolis, Marion County, 16 July 1904 — Page 5
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NnVfisSier Heroismus. Aus der Schlach am Jalu werden nachträglich folgenoe Einzelheiten mit getheilt: Der an beiden Fußen verwundete Kapellmeister des 11. russischen Regiments, Loß, erzählte, beim Ängriff habe sein iusikkorps einen Marsch und dann die Nationalhymne gespielt. Als der Kapellmeister getroffen zu Boden stürzte, verblieben oei ihm ungeachtet des furchtbaren feindlichen Ieuerö zwei Hoboisten. Das auö 31 Mann bestehende Orchester fuhr fort zu spielen, bis es auf 15 Mann zusammengeschmolzen war. Diese ergriffen die Gewehre verwundeter Soldaten und stürzten sich auf den Feind. Den Truppen voran, das Kreuz emporhaltend, stürmte der Regiments geistliche Schtscherbakowski, nachdem er dreimal das Kreuz geschlagen , hatte, mit dem Ruf: Vorwärts für Zar und Vaterland zum Siege!" Ein Sanitätsunteroffizier verließ, obgleich er drei schwere Wunden erbalten hatte, dos Schlachtfeld nicht früher, als bis er dem verwundeten Kompagniechef einen Verband angelegt hatte. Ein Bombardier von der 3. Artilleriebrigade erzählte von dem Heldentod des Vatteriekommandeurs Obersten Murawski, der verwundet in der Batterie blieb, obwohl von allen Seiten die Japaner sie umringten. Die Soldaten und Offiziere flehten ihn an, die Stellung zu verlassen, doch er rief: Geht fort, laßt mich in Ruhe." Verwundet hielt er stand, bis er von einer Kugel in den Kopf getroffen wurde. Andere Berichte behaupten, sobald die Russen unter den Klängen der Musik zum Bajonettangriff vorgerückt seien, hätten die japanischen Truppen Kehrt gemacht und seien tausend Schritt zurückgewichen. Unterdessen hätte die vorrückende japanische Reserve die Russen mit Feuer überschüttet. Uebereinstimmend versichern Theilnehmer am Kampf, daß die Japaner brav angreifen, dem Bajonettenangriff aber nicht standhalten. . (sin dänislvcs Urtheil. Ein von der Kopenhagener Berlingske Tidende nach Ostasien gesandter Mitabeiter schreibt seinem Blatte: Deutschland darf mit Fu und Recht auf seine Kulturarbeit auf der Schan-
runghalblnsel stolz sein. Sie ist einfach überwältigend. Vor fünf Iahren war Tsingtau ein Fischernest. Heute erhebt sich dort eine moderne europäische Stadt; große angenehmeWohnHäuser, boulevardbreite Straßen, riesige, festgefügte Staden. elektrisches Licht, prächtige Hotels, Kasernen und Forts, herrliche Parkanlagen, Eisenbahnen und breite Fahrwege führen in's Land. In Kiautschau wohnen schon 1000 Deutsche außer, den Truppen. Allerorts sieht man Schaaren Eingeborener mit der Herstellung öffentlicher Anlagen- beschäftigt. Hier werden Rohrleitungen gelegt, dort Straßen gebaut oder Brücken bergestellt. Jetzt wird es mir völlig klar, daß die Deutschen . die gefährlichsten Kulturkonkurrenten Englands werden; denn wer ist im Stande, Gleiches zu leisten? Das ist Kolonisirung im großen Stil. Welche Ordnung herrscht überall! Man glaubt in einer der trefflichsten Kolonien Englands zu weilen, nur daß die gesellschaftlichen Veziehungen hier weniger steif sind. Die deutschen Lehrlinge stehen im Begriff, ihre angelsächsischen Meister zu über-flügeln.-Sie haben mehr denn ausgelernt. Gewiß zeigt die russische Arbeit in Port Arthur Bewundernswrthes. aber die Deutschen sind ihr in in Kiautschau um eine volle Pferdelange voraus. Wo Russisch-China Schlendrian und Unordnung zeigt, ist in'Deutsch-China militärische Pünktlichkeit nd bürgerliche Zuverlässigkeit. Eine pflichtgetreue" Schildwache In England hat sich eine Merkwürdigkeit zugetragen, die man ohne Bedenken zu den noch nie dagewesenen Dingen rechnen darf. Die Schildwache vor einem königlichen Palais hat ihre Postenzeit dazu benutzt, um sich in das Schloß anzuschleichen und dort eine Neihe von Diebstählen zu verüben, und hat sich dann aus dem Staube gemacht. Die Geschichte, die begreifliches Aufsehen erregt hat, spielte sich solgendermaßen ab. Als in einer der letzten Nächte der aufführende Mann vor das Palais des Prinzen Alexander von Teck in Alderfhot käm, um den dorti' gen Posten abzulösen, fand er, , daß dieser verschwunden war. Eine nähere Untersuchung zeigte, daß in das Palais eingebrochen und verschiedene Werth.gegenstände. darunter mehrere Anzüge des Prinzen, geraubt worden waren. Später entdeckte man. im Gebüsch versteckt, die Uniform und Leibwäsche der Schildwache. Es schien demnach die Thäterschaft des Postens über jeden Zweifel sicher. Die Detektivs begaben sich also auf die Jagd nach dem Berschwundenen. Sie war schon binnen kurzem von Erfolg gekrönt. Der Delinquent. ein Gemeiner namens Tapping. würd in der Londoner Vorstadt Tottenham abgefaßt, wo er, auf das eleganeste. nämlich in einen Sommeranzug des Prinzen Alexander gekleidet, durch die Straßen spazirte. JnBosnien wohnenetwa 30,000 Deutsche.
Die Pantosfelheldin. Bekannter: Wie, Sie bleiben Abends zu Haus, und Ihre Frau geht kneipen?" Lausherr: Ja. das hat sie noch so von ihrer Studienzeit her; (stolz) aber den Hausschlüssel krieat sie nicht!''
Schutztruppen im Feuer. Der Capitänleutnant Gygas, der Führer des Landungs-Dctachements S. M. S. Habicht", hat jetzt einen Bericht über die Gefechte dieses Detachcments bei Lievenberg" und. GroßBarmen erstattet, die die Kämpfe gegen die Hereros einleiteten. In der Hauptsache besagt dieser Bericht: Der Gebirgsrücken südlich von Swakop war stark besetzt. In den Felsgruppen nördlich des Swakvp bewegten sich große Massen Hereroö. Vom Vieh war nichts zu sehen. - Nach etwa halbstündigem Feuergefecht wurde seitens des Habicht"-CorpZ zum Sturm übergegangen und die Höhen genommen. Der sseind leistete zähen Widerstand. Keine fünf Schritte vom Capitänleutnant Gygas wurde ein Herero in Schutztruppen-Unteroffizier-uniform niedergestoßen.' Die Bewegungen der Truppen vollzogen sich so glatt wie auf dem Exerzierplatz. Die Stellung des Feindes war vorzüglich gewählt, und wie sich aus den Verschanzungen herausstellte, von langer Hand her vorbereitet. Erbeutet wurden eine Anzahl Henri Martini-Ge-wehre, sowie solche Modell 71. Unter Anderem wurden verschiedene Schutz-truppen-Uniformen, loses Pulver und Handwerkszeug' zur Patronenanfertigung vorgefunden. Die Haltung der Mannschaft war eine ausgezeichnete. Bei Klein-Barmen wurde das gesammte Vesatzungs-Corps in einen Hinterhalt gelockt. Als der gesammte Wagenpark sich in einem Defilee befand, wurde von sämmtlichen umliegenden HLhn Feuer eröffnet. Dem Befehl, die Wagen umgehend aus dem Defilee vorzuziehen, wurde nicht Folge geleistet, da das gesammte Treiberpersonal infolge des heftigen Kreuzfeuers des Feindes verschwunden war. Ein Halbzug muße aus dem Feuergefech! gezogen werden, um den Wagenpark in Deckung zu bringen. Dies gelang bis auf den Sanitätskarren, der unbeweglich liegen blieb,. da vier Ochsen von der Bespannung abgeschossen waren. Erst' bei einem weiteren Versuch gelang es, den Sanitätskarren neu zu bespannen und zu -retten. Dies war um so wichtiger, als sich auf demselben außer dtt Sanitäts-Ausrüstung noch 22.000 Patronen befanden. Ueber das Verhalten der Mannschaften wird nur in der anerkennenswerthesten Weise berichtet. Trotz des heftigsten Feuers blieben die Truppen vollkommen ruhig und unterhielten ein langsames und wohlgezieltes Feuer. Die Stärke des Feindes in diejen Kämpfen wird auf mindestens 200 Gewehre angegeben." Das ..Berliner Tageblatt" bemerkt zu diesem Berichte: In diesem wie in allen bisher eingegangenen Gefechtsberichten werden die Kaltblütigkeit und der Schneid un-
serer Mannschaften besonders betont. Die Haltung der Truppen in den Gefechten mit dem tapferen, an Zahl überlegenen und wohl verschanzten Geaner ist denn auch das Erfreulichste an allen bisherigen Begebnissen in der Colonie." Die Affüre der Gräfin Ubaldelli.
In Rom beginnt dieser Tage der
Prozeß gegen die Gräfin" Ubaldelli. deren Affäre" vor Jahresfrist so gro-
ßes Aufsehen erregt hat. Die Heldin dieses Prözeßromans ist eine durch ihre
galanten Abenteuer bekannte, nicht
mehr junge ' Pseudogräfin Brigida Ubaldelli, geborene Colini. die, um sich Geld zu verschaffen, auf einen zwar
nicht neuen, aber doch ganz interessan
ten Schlich kam. .;. Sie kaufte ihre
Schwester Lllia Coum m zwei Lebensversicherungen ein. und zwar für
zusammen 40.000 Lire. Dann fand sie mit Hilfe eines befreundeten Arztes. Dr. Magagnini, eine kranke alte Frau,
nahm diese zu sich, gab sie als ihre
Schwester aus, und als diese mu
oder ohne befchleunmende Pillen -
das Zeitliche segnete, erhob sie als Erbin" Elisas die Lebensversicherung.
das heißt nur die bei der Mutual
fälligeSumme von 30.000 L.. denn die
Ancona war schlauer und verwei
gerte die Auszahlung, was zu einem noch schwebenden Prozeß führte. Wohl
verstanden hatte die saubere Grafin mit Hilfe von Aerzten und anderen gu-
ten Freunden die als ihre HelfersHelfer vor Gericht stehen die Leiche der Pseudoschwester im städtischen Krematorium verbrennen lassen. 'außerdem hatte sie ihre Schwester Elisa die falscheTodte nach Mailand geschickt. Aber nach Jahresfrist kam Elisa nach Rom zurück, fing allerlei Liebeshändel an, und die Polizei roch schließlich Lunte, sodaß in der Villa der Gräfm" diese letztere selbst und ihre Schwester wie ein ganzes Nest anderer Mitverschworener ausgehoben wurden. Anfänglich sollte die Gräfin" auch wegen vermuthlicher Vergiftung der Alten wie Vergiftung ihres eigenen Mannes und einer anderen Person prozessiri werden, dann beschränkte sich aber di? Anklage nur auf'Betrug. Freiheitsberaubung und ähnliche Bagatellen. - D e r R o f i n e'n!Jn Port, der sich früher Hinzulande auf beinahe 2.600.000 Kisten per Jahr belief. ist durch die immer größer werdende Ernte Kaliforniens auf ein Nichts zurückgegangen. Galanter Richter. Wer Bundesrichter Speer in Macon, Sa., ernannte Fräulein Nellie Walsh zur Massenverwalterin über das Vermögen der zahlungsunfähigen Firma Krcuskeß & Co. in Savannah.'in Anerkennung der Geschäftstüchtiakeit der Nrauen des Südens."
Japttn ', ist das einzige große Land, das nie erobert wurde. Wohl aber ist einmal, im 13. Jahrhunderton dem Mongolenkaifer Eyublai ätjan ein kühner Versuch in großem Maßfafo gemacht worden, es zu unterweisen, der jedoch keinen Erfolg gehabt hat. Die Geschichte dieses Einfalles, die auch des Interesses für die Gegenwart nicht entbehrt. da sie die Schwierigkeiten eines etwaigen Angriffs auf Japan selbst zeigt, erzählt Professor E. H. Parker ausführlich in der Monthly Review". Der Könia von Korea brachte 10.000 Soldaten. 15.000 Seeleute, 900 Kriegsschiffe und 110.000 Centner Getreide für die Expedition auf und rüstete den General Hung Ts'a-k'iu mit Waffen, koreanischen, mit Polstern gefütterten Panzerhemden. Rüstungen u. f. w. aus. Im Jahre 1281 führte General Hunq Ts'a-k'iu und der zwei te Befehlshaber Hintu eine Gcsammtmacht von 40.000 Mann über Kintschu in Korea", von dem Professor Parker meint, dan es Port Arthur bedeutet. Sie scheinen sicher nach der Insel Iki gekommen zu sein. Eine andere Expedition von 100.000 Mann unter Fan Wenhu kam gleichfalls nach einwöchiger Fahrt sicher nach den Kusti oder Koche-Inseln (Masampho) und nach Tsuhlma. Einige japanische Matrosen. die Schiffbruch erlitten hatten, wurden gefangen genommen und gezwungen. Karten des Landes ringsherum zu zeichnen. So fand man. daß die Insel Hirado etwas westlich von Dazai Fu lag und den besten Ackerbau gewährte. Chublai hatte seinen Generalen. als er von ihnen schied, klar gemacht, wie nutzlos es wäre, die Bevölkcruna eines eroberten Landes niederzumetzeln; aber", so hatte er hinzugefügt, am meisten befürchte ich Uneinigkeit. Was Ihr auch thut. Haitet zusammen angesichts der Pläne des Feindes." Chublai erlebte die erste große Enttäuschung, als seine Generale aedemüthigt nach China. zurückka-
men. Es scheint, daß. das koreanisch Heer, dessen Hauptquartier wie jetzt das des Generals Kuropatkin in Liaozang gewesen und das sicher an der Küste entlang nach Iki gekommen war, zu dem großen Heere Fan Wenhus in Lirado stofzen sollte. Hier aber trat die Uneinigkeit ein. die Cbublai so sehr gefürchtet hatte. Anstatt kühn zusam men auf Dazai Fu zu Marschiren, sinaen die auf einander eifersüchtigen Generale an. sich zu streiten, bis sich am ersten Tage des achten Monats (September) plötzlich ein schrecklicher Teifun erhob und den größten Theil der dort ankernden Flotte zerstörte. Nur die Schiffe des chinesischen Kapitäns Chana Hi wurden nicht vernichtet; dieser war so vernünftig gewesen, sie eine Kabellänge abseits zu vertäuen. Chang Hi befahl, das; alle Pferde über Bord geworfen würden, um für mehrere tausend Soldaten Raum zu schaffen, und er that sein Bestes, seine Kameraden zu überreden, die Mannschaften wieder zu sammeln, auf .dem Lande zu bleiben und sich auf dem Weg über 'Land durchzukämpfen. Aber alles war vergebens: die feigen Generale wählten die besten von Chang His Schiffen für sich aus und gingen sogleich in schimpflicher Flucht nach China-zurück, mährend 100.000 Mann völlig auf Gnade oder Unanade den Japanern ausgeliefert waren. Die armen Leute wählten ungesäumt einen eigenen Führer. Sie fällten Bäume, um Boote zu ihrer Flucht bauen. Aber in noch nicht einer Woche hatten die Japaner . sie überwältigt un. nachdem sie von Ort zu Ort geschuppt worden waren, metzelten die Japaner die 20.000 oder 30.000 Mann, die dem Tode in der ersten blutigen Schlacht entgangen waren. auf der Takaschimainsel. gerade aunerhalb der Nagasaki-Bai, fast bis auf den letzten Mann nieder. Nur die Südländer blieben verschont, um zu Sklaven gemacht zu werden. Alle Mongolen. Koreaner und Nordchinesen aber wurden grausam geschlachtet. Bon Fan Wenhus 100.000 Mann kamen gerade drei nach China zurück. um den traurigen Bericht über ihr
Schicksal zu liefern. Hung Ts'a-kiu und Chang Hi scheinen jedoch über Korea von den 40.000 Mann, die in Iko und Masampho gewesen waren, ziemlich viele sicher zurückgebracht zu baben. Von allen Generalen entging nur Chang Hi der Bestrafung von Chublais Hand.
Ueber den baulichen Zustand des Kölner Domes werden beunruhigende Gerüchte laut. Durch die Untersuchungen des staatlichen Ausschusses und des Dombaumeisters Hertel wurde festgestellt, daß schleunigst zu umfassenden Herstellungsarbeiten am Dom geschritten werden rnuft, deren Kosten den noch aus den ssreilegungssarmnlungen zur Verfügung stehenden Betrag von 1.800.000 Mark vermuthlich überschreiten werden. Noch 1901 hatte der damalige Dombaumeister erklart, daß in 100 Jahren keine großen Ausbesserungen nöthig sein würden. und der Dombauverein hatte seinerzeil nach der -kaiserlichen Genehmigung beschloffen, von der obigen Summe 700.000 Mark zur Errichtung eines Dom-. baudenkmals zu verwenden. Unter den augenblicklichen Verhältnissen beschloß der Verein, von einem solchen Denkmal endgültig abzusehen.
Auch etwas.' A.: Was hast Du denn Deiner Frau gespendet?" B. (sehr did): Schatten!"
Explosion durch eine C i g a r e t t e. Der Grieche Lakas in Moungstown, O.. goß, während er seinen Obstladen anstrich, Benzin in die Oelfarbe, wobei er eine brennende Cigarette in das Benzin fallen ließ. Bei der darauf folgenden Explosion wurde Lakas durch das Fenster geschleudert. Er wurde in bedenklichem Zustande in das Spital gebracht. Der e n.t g.littene.Hamm e r. In den High Bridge-Stahlwer-ken in Washington. N. I.. glitt Morris Sutton ein schwerer Hammer, mit welchem er zum Schlage ausholte, aus den Händen und traf Daniel Apgar am Hinterkopf, dann Benjamin Nobertfon auf der Stirn und flog durch ein Fenster in einen Bach neben dem Gebäude. Apgar und Robertson wurden schwer verletzt. Beim Rettungswerke umgekommen. Während Ernst Rich von. Helena, Mont., mit seiner Mutter und seiner Braut am Ufer des Bitter Root River spazieren gingen, fiel ein Junge beim Fischen aus seinem Boot in's Wasser. Rich sprang ihm zu Hilfe; Beide geriethen in die starke Strömung und gingen vor den Augen der entsetzten Mutter und Braut unter. Das junge Mädchen erkrankte schwer, und die Mutter wurde wahnsinnig. B l i tz l a u n e n. Während in Milford, Mass.. die beiden Geistlichen Phelan und Hanrahan in einem Zimmer des Pfarrhauses saßen, schlug der Blitz in dieses ein und traf eine Taschenuhr, die sich in einem über einer Stuhllehne hängenden Rocke eines der Geistlichen befand. Der letztere saß in dem Stuhl, wurde aber von dem 'Blitzstrahl nicht getroffen. Das Uhrwerk schmolz unter dem Blitzstrahl. Das Pfarrhaus wurde nicht erheblich beschädigt, aber der Thurm der anstoßenden Kirche zerstört. Werthvoller Fund. Der Farmer Utze unweit Rheinelander, Wis., förderte beim Pflügen einen klei-
nen Blechkasten zu Tage. Schon wollte er denselben fortwerfen, als das Gewicht desselben seine .Neugier rege machte. Nach mehreren- vergeblichen Versuchen gelang es ihm' schließlich, den Kasten zu öffnen. Zu feinem Erstaunen fand er ihn mit alien deutschen Goldmünzen aus dem Jahre 1843 gefüllt. Die Stücke haben zusammen tiv.tn Werth von $250. Man nimmt an; daß der Kasten von einem deutschen Fallensteller, der für die Hudson BayPelzgesellschaft arbeitete, vergraben oder verloren wurde. Verhängnißvolles Kirschenpflücken. Benjamin 'Goshkey von Wabank, Pa.. kam beim Kirschenpflücken in Berührung mit einem elektrischen Beleuchtungsdrahte, der durch die Aeste des Baumes führte. Benjamins Bruder Edwin, der unter dem Baume stand, sah plötzlich, wie Benjamin zusammenbrach und an einem unteren Aste hängen blieb. Edwin kletterte sofort auf den Baum, doch kaüm hatte er seinen Bruder berührt, als, er kopfüber zu Boden fiel. Nach kurzer Zeit war er todt. Benjamin wurde todt vom Baume heruntergeholt. Edwin war, als er feinem Bruder Hilfe bringen wollte, ebenfalls mit dem elekirischen Drahte in Berührung gekommen. R a f f i n i r t e Flucht. Der wegen Mordversuchs verhaftete William Oliver sollte mit sieben Mitgefangenen in einem Eisenbahnzuge von South Chicago nach Chicago gebracht werden. Der Zug fuhr mit einer Ceschwindigkeit von 40 Meilen in der Stunde. Da Oliver angeblich leidend war und kaum auf den Füßen stehen konnte, löste ihm der Gerichtsdiener auf sein Verlangen die Handschellen, die ihm, wie er sagte, ungeheuer unbequem feiert. Als der Zug sich der Station Cheltenham näherte, bat Oliver den Gerichtsdiener, ihn einen Augenblick auf der Wagenplattform stehen zu lassen, da er in der stickigen Wagenluft kaum Athem schöpfen könne. Sein Wunsch wurde gewährt, und der Bailiff geleitete ihn nach der Plattform. O, ich werde ohnmächtig," flüsterte Oliver; Wasser, einen Trunk Wasser!" Der Geleitsnlann wandte sich um nach dem Verlangten, als Olive? thatsächlich hinstürzte, im nächsten Augenblick aber vom Zuge sprang und das Weite suchte. Ehe der Zug angehalten werken konnte, war der Flüchtling schon aus dem Gesichtskreis ver-schwunden.
Zu Tode geschleift. Der siebenjährige Sohn des Farmers Rose
bei Moore, S. D., wurde auf schreck
siehe Weise zu Tode geschleift, als er ein Pferd zur Tränke führte, welches scheu wurde. Der Kopf des Unglüä-
llchen war zu Brei zertreten. Gestörte Hochzeitsf.eier. Während einer Hochzeit in Mänkato.
Minn., erschien' plötzlich der Sheriff und verhaftete Joseph Peters, den
Bruder der Braut, der als bester" Mann des Bräutigams fungirte. Peters war angeklagt, in einer Nähmaschinenfirma zu Minneapolis Unterschleife begangen zu haben. Die snnge Qausifvaxx. Anna, die Wurst sind mir beim Braten etwas aufgeplatzt meinen Sie. daß ich da Heftpflaster drauf kleben kann?" - Gin Schlauer. Kinder, wir hatten verabredet, daß jeder zum heutigen Picknick etwas mitbringen soll? Es ist Euch doch recht, ich habe meine Frau mitgebracht."
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