Indiana Tribüne, Volume 27, Number 278, Indianapolis, Marion County, 15 July 1904 — Page 5
Jnditma Tribune, 15. Juli WOäl
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Die WarnGutU.
Ein Zwergvolk im nordöstlichen Theile der Kongostaatcn. Scheu, egsemkeit, HabituS und Lelbstbe herrschungsvermögcn der Wambutti Laub Hütten und Kleidung-Bergiftete Holz, und Pseilsvitzen. Ueber das Zwergvolk der Wambutti km nordöstlichen Theile der Kongostaaten schreibt der zur Zeit in Afrika weilende Forschungsreisende David: Ein Theil der Wambutti hat infolge seines- Verkehrs mit den Bangwananegern und den Weißen bereits viel von seiner früheren Scheu und Eigenart verloren. Eine zweite, nicht von den Bangwana beeinflußte Gruppe Wambutti steht mit den Waldstämmen der Babira und der Balesse in Verbindung, unter deren Dorfpapayen und Schattendächern man die scheuen Waldkobolde manchmal trifft, wenn man unverhofft in ein Walddorf einmarschiri.'. Während aber die Angehörigen anderer Waldstämme wenigstens ihre Arbeit des Bastschälens oder Wurzelgrabens fortfetzen, wenn eine Solda-ten-oder Trägerkolonne in die Nähe kommt, reißen die Wambutti immer aus. Um so häufiger sind allerdings ihre kleinen Laubhütten. Sie liegen an unbegangenen Stellen in wildreichen Revieren, meistens auf einem hohen Flußufer oder einem Bach, wo ein paar Sonnenstrahlen durch das Blätterdach auf Felsen fallen. Jedoch findet man nie eine Wambuttiniederlassung an einer von Trägerkolonnen frequentirten Marschstraße. Als einzige Kleidung tragen die Wambuttimänner eine Mütze aus Leopardenfell mit den Pinseln eines Ebers, den Schwänzen verschiedener Affen und ein paar Federn geziert; unter den Knieen haben sie schmale Streifen mit Haaren besetzter Leopardenfelle und Zotteln dran; um die Hüften ist eine zusammengedrehte Lederschnur geschlungen, an der vorn ein kleines Tuch aus Rindenstoff hängt. Körperlich und geistig sind die Wambutti ungemein regsam. Ihre Augen gehen stets hin und her, und selten sieht man einen Wambutti sitzen. Gegen Schmerzen bekunden sie ein erstaunliches Selbstbeherrschungsvermögen. David schnitt-einem Wambutti die. mit Wundbrand bedeckten Knochen einer Zehe in. den Gelenken aus, ohne daß der Kranke nur mit der Wimper zuckte. Ein zweiter löschte einen klotzigen Feuerbrand bis auf das letzte Gluthfünkchen mit der Zunge und mit den Lippen aus. Der Habitus der Wambutti ist keineswegs der eines verwachsenen oder zwerghaften Menschen; sie haben keinen großen Kopf, keine dünnen Beine und keine allzu dicken Bäuche. Sie haben dünne Lippen, dünne, krause, aber nicht in Büschel und Felder gesonderte Kopfhaare. Ein sehr schwacher Bartwuchs unter dem Kinn und etwas verzogene Gesichtszüge sind außerdem charakteristisch. Höchst einfach ist ihr Kulturbesitz. Töpfe, Schaber, Lanzen, Keulen kennen sie nicht. Ebenso besitzen sie keine Hausgeräthe, die man, wie Schemelchen und Astsessel, vom Platz bewegen könnte. Sie schlafen zwar stets auf vier bis acht Zoll hohen Holzgestellen, diese werden aber auf einfachste Weise mittelst der sie tragenden Astgabeln in die Erde eingelassen. Sehr gut dagegen sind sie mit Schlingen, Netzen und durchbrochenen Bastkörben versehen. Felle finden, weniger Verwerthung. Die Weiber benützen Zähne und Schalen des Wildes als Schmuck. Gefürchtet wie Kobolde sind diese kleinen Beduinen des Waldes von allen Umwohnern, allerdings nur auf einsamem Waldpfade in ihrem ureigensten Gebiet. Einer ihrer beliebtesten Tricks besteht darin, spitzige Holzsplitter hinter Blättern in Augen- oder Handhöhe zu verbergen, oder solche als Fußangeln anzubringen und sie mit giftigen Säften zu beschmieren. Die Pfeile der Wambutti tragen fast nur Holzspitzen, selten einmal eine recht breite und blattförmige, dünne Eisenspitze. Die nicht mit Eisenspitzen versehenen Pfeile sind sämmtlich vergiftet. Man erkennt dies leicht an 'der dicken, schmutzigen Schicht, die die kunstlosen, dornartigm Spitzen überzieht. Die Babira tragen zum Schutze gegen diese Pfeile' Lederpanzer, die sie an Tragbändern oder Hosenträgem" an den Schultern aufhängen, wenn sie in das. Dickicht gehen. Es mögen allein in dem noch unbekannten Gebiet zwischen Jturi und Jbina einige Tausend reiner Wambutti leben. Tapferer Geistlicher. In Caseville, Jll., lag der Heizer List unter der Feüerstelle einer Lokomotive, die durch einen Zusammenstoß vom Geleise geworfen worden war, und alle Bemühungen, zhn hervorzuziehen, wa ren vergebens gewesen. Er wurde lang sam zu Tode geröstet. Ein junger Geistlicher, welcher ein Passagier auf dem verunglückten Zuge war, bedeckte Mund und Nase mit fernern Taschen tuch und bahnte sich durch die brennenden Holztrümmer einen Weg nach dem Verunglückten. Er sah bald, daß es unmöglich war, ihn zu retten, doch ge währte er ihm die Tröstungen der Neliaion und blieb bei ihm, bis er seinen letzten Ath:mzug gethan haüe. Seinen Namen zu nennen, weigerte er sich. In Japan heirathen die meisten Mädchen im Alter von 20 und 21 fahren.
TIcrsimsienc Stadt.
Dunwkchö Blüthe im Mittclaltcr und sein gegenwärtiger Zustand. Einrichtungen. Bauten und Schiffsverkcl,, in Tunwich-Zerstörungöwerk deS ZNeereS. Ruinen und Vkenschengebeine TaS letzt VoothauS. Unsern Sarmundham im äußersten Osten Englands liegt an der Nordsee die bis auf wenige traurige Neste vom Meere verschlungene Stadt Dunwich. Dunwich war eine der großen Städte des mittelalterlichen England., Die Römer hatten sich dort angesiedelt, die Angelsachsen hatten es zum Sitz des ostanglischen Bischofs erhoben, englische Könige gewährten der Stadt verbriefte Vorrechte, schenkten ihr Ländereien und erbauten sogar einen königlichen Palast dort. Innerhalb der festen Stein mauern von Dunwich gab es Hosyaltungen und ritterliche Feste. Dunwich errichtete eine Münze und prägte sem eigenes Geld. Der Hasen der Stadt war einer der größten und belebtesten an den englischen Küsten, lange bevor an Bristol, Glasgow oder Liverpool zu denken war. Dunwich zählte 52 Kirchen und Klöster innerhalb seine? Mauern, ebenso viele große und zahlreiche kleine Schisse nannten Dunwich ihren Heimathshasen. Heute sind in Dunwich der Hasen, die Schisse, die Straßen, die Kirchen, die Paläste und die Stadtmauern mit ihren Bronzethoren verschwunden. Denn die niederen Klippen, auf denen die Stadt erbaut war, waren aus bröcklichem Thon und Sand, und das hungrige Meer nagte alljährlich sein Stück davon ab. Der dem Meere zugelegene Theil der Stadt wurde zuerst von den Wellen verfchlungen; Straße nach Straße verschwand, ern Wald, der sudlich der Stadt lag, wurde überschwemmt, und lange nachher sah man zur Zeit der Ebbe die Baumstämme aus dem Wasser ragen. Um den Hafen zu retten, erbaute man Landungsplers, aber auch sie wurden von dem gierigen Element verschlungen.' Kommt man zetzt nach Dunwich, so sieht man an einer Klippe ein kleines Häufchen moderner Häuser. Eine im vorigen Jahrhundert erbaute , Kirche steht etwas landeinwärts. Blickt man aber zur Höhe der Klippe hinauf, so sieht man die Ruinen emes trn 12. Jahrhundert gegründeten Franziskanerklosters mit zwei schönen, von Epheu überwachsenen Thoren. .Innerhalb des fest ummauerten, Raumes ist zetzt eine klnne Farm, aus der etliche Schweine ihr Dasein in Behaglichkeit verbringen. Jenseits der Klosterrume sieht man die Ruinen der Allerheiligen-Kirche, die einstmals lj englische Meilen oder mehr von der See entfernt war, nun aber hart am Rande der abbröckelnden Klippe hängt. Alljährlich reißt das Meer ein Stuck von der Küste weg. Neben der Kirchenruine ist ein gepflügtes und besätes Feld, das aber seit dem letzten Jahre um 28 Fards schmaler geworden ist. Ein neuer Erdsturz ist unlangst erfolgt. Mlt dem frisch abgestürzten schwarzen Erdreich sind gewaltige Blocke alten Mauerwerks untermischt. Aus der schwarzen Erde ragen auch zahlreiche Menschengebeine heraus. Hier blinkt ein Schenkelknochen zwischen Erdreich und Mauerstucken hervor, dort wieder ein qebraunter zahnloser Schädel, und seine Augenhöhlen starren dem unruhigen Meere entgegen. Seit hunderten von Jahren haben so die FriedHöfe des alten Dunwich ihre Todten ausgeworfen. Ausflügler, die nach Dunwich kommen', Pflegen am Strand nach Menschenknochcn zu suchen und sie als Andenken mit nach Hause zu nehmen. Niemand stört die Ausflügler bei diesem grausigen Vergnügen, und Niemand denkt daran, die zerstreuten Gebeine wieder zu bestatten, nur das Meer allein gibt ihnen ein ewiges Grab. Niemand rührt sich, um den Zerstörungen durch das Meer in Dunwich Einhalt zu thun. Die wenigen Bewohner des heutiqen Dunwich sehen das Werk der Zerstörung ruhig mit an und beobachten gelassen, wie der Boden dem Meere zum Opfer fällt. Das Meer bekommt alles!" sagen sie; dieses Stück Klippe,- das draußen liegt, war vor sechs Jahren 60 bis 70 Yards landemwarts." Die Reste eines Backsteinfundaments hängen theils an der Küste. theils liegen sie aus dem Strande. Das war letztes Jahr das Boothaus," erklä ren die Einwohner. Vom internationalen Tuberkulose-Kongreß in Kopenhagen wurde em gemeinsame Vorgehen gegen Ausspucken auf öffent lichen Plätzen vorgeschlagen. Die Operation eines f ran zösischen Veteranen aus dem irnegc 187071 wurde in Varis in der Ut ducschenBrivatklinik ausgeführt. JuleZ Destombes, so hieß der alte Herr, mußte sich eine Anschwellung an der Hüfte offnen lassen, der eine preußilchz ündnadelaewebrkuqel entnommen wurde. Nach der Operation, die glück lick verlief, rief der alte Soldat grimmig aus: Diese Preußen müssen doch immer recht behalten!. Ich wurde 1870 bei Villersbretonneur verwundet und in eine feindliche Ambulanz ae bracht. Der preußische Stabsarzt fand ewe sofortige Operation unrathsam und meinte: Dreimq Jahre 'und et was länger müssen Sie der Kucel schou Quartier geben: dann wird sie TockloZ achen! Und es ist wirklich so gckon menl
Mne echte Volksbewegung. Unter dem Volke in Württem-
b e r g herrscht gegenwärtig eine politische Bewegung, wie man sie dort o feurig und allgemein seit dem Jahre 1843 nicht mehr aesehen hat. Der Un terschied ist aber der, daß sie nicht gegen die Regierung oder gegen die Krone, sondern mit dem gegenwartigen Inhaber der Krone, aber gegen dessen muthmaßlichen Nachfolger geht. Alles Das hat eine Handvoll Hochadeliger im Oberhause des dortigen Landtags bewirkt. Und einen HauptZündstoff hat der Herzog Albrecht von Württemberq liefert, der, wenn mit dem jetzigen König Wilhelm dem Zweiim die protestantische Linie des Hauses WUrtembera ausstirbt, als Vertreter der katholischen Linie auf denThron gelangt. Bisher schonte Albrecht kluglich die Gefühle der großen Protestant!schen Mehrheit des dortigen Volkes. Doch indem er und zwei andere Mitglieder seiner Linie sich vor der Ober-Haus-Abstimmuna über das vom Unterhause des Landtags angenommene, von der Regierung befürwortete maßvolle Schulgesetz aus der Sitzung des Oberhauses drückten, wirkten sie bei der dortigen Niederlage des Schulgesetzes mit, welche sie durch ihre drei Stimmen verhindern konnten. In Städten und Dörfern fanden in jüngsber Zeit gewaltige Massenversammlungen statt, an denen sich in größter Eintracht die verschiedensten Stände und Männer der verschiedenartigsten Parteien betheiligten. Die allenthalben angenommenen Beschlüsse sagen: Das freigesinnte württembergische Volk spreche die bestimmte ErWartung aus, daß die Regierung König Wilhelms des Zweiten mit der großen Mehrheit des Hauses der Abgeordneten zusammenwirken werde, um den Charakter der Schule als 'unabhängiger Staatsanstalt sicher zu stellen und durch alsbaldige durchgreifende Revision der Verfassung dem unhaltbaren Zustand ein Ende zu machen. In der großartigsten dieser Versammlungen, in Stuttgart, wirkten zwei der bedeutendsten Parlamentarier, die Württemberg gegenwärtig aufzuweifen hat und die beide sowohl dem Landtag als dem Reichstag angehören, der Führer der Nationalliberalen, Gynmasialprofessor Johannes Hieb e r von Stuttgart und der Führer der bürgerlich demokratischen VolksPartei, Rechsanwalt Konrad H a u ß -mann, brüderlich zusammen. Beide Redner zogen, auch die Krone, herein. Denn Hieber sagte unter riesigem Beifall:. .Einhellige Freude des Volkes hat den König begrüßt, weil er durch sein Handschreiben an den Kultminister bewiesen hat, haft er den fortschreitenden Bedürfnissen der Zeit Verständniß und den Willen zur Mitarbeit mitbringt." Und ebenso riesigen Beifall fanden die Worte Haußmann's: Ge rade Diejenigen, die den Wunsch haben, es möchten die konfessionellen Sreitigkeiten keine Schranken ziehen im Vclke. die müssen sagen: Sorgt dafür, daß der Name Albrecht nicht ein Alpdruck' für Württemberg' werden möge." Und alle Redner stimmten darin überein: Ehrlich zusammenhal!en sollen jetzt alleGegner einer alten, überlebten Verfassung, alle Freunde eine: jungen, fortschrittlichen Verfassung Jacques Lcvaudy, der Kaiser der Sahara", ist im Lande der Bönapartes nicht ohne Vorgänger. Der frühere französische Advokat de Tounens hatte sich von Chili auf das Gebiet der Araukaner, ein südlich von Chili gelegenes unabhängiges Land mit etwa 70,000 Einwohnern und einem Fl'achenraum von 645 Quadratmeilen. begeben und sich das Vertrauen der Jndiänerstämme und der Toquis (Oberhaupt der einzelnen Provinzen) derartig zu erringen gewußt, daß er bei dem Ausdruck des Krieaes mit Chili zum Groß-Toqui,' der an der Spitze der Landes - Regierung stand, gewählt wurde. Er umgab sich mit I CsYK.t D-niutT ßnifiUn. einem jyinuiitiiuiii, huv mit jvwiiiuution nack frarnösichem Muster und lieft sich im Jahre 1861 zum König der Araukaner erwählen. Zwei Jahre später wurde er auf einer Rundreise durch seine Provinzen durch List von der (kUm&tn Reaieruna aefanaen und -7 - - - j j i j nack'Frankreich geschickt. Nach mehereren Jahren kehrte er nochmals zurück unk ricktete ein Reick wieder auf. bis das Jahr 1870, wo er wieder nach Frankreich suyr. um capoieon in. für sich zu gewinnen, seinen Hoffnungen C . 1. tK 'zmoe maujic. ist o prni 1 1 1 0 t , die trotz tyrer Länge nicht blühen wollen, binde man boaenförmia an. Es werden infolae des veränderten und verlangsamten aftiaufes alle Augen aus der ganzen O " v m r ' . . . ange cer mamz ansangen auszuirei ben und Knosven anzusehen. Das An binden soll aber bei neuen Trieben erst dann erfolgen, nachdem der Tneb halbwegs verholzt ist. Klapperschlangenjagr. Eine Jagd auf Klapperschlanaen haben dieser' Tage die- Farmer von Buffalo rr i m'3 . n . i i VUNIY, UIS., veraniaiiei. Schlangen hatten derart Überhand genommen, daß sie Beforgniß erregten. Die Farmer hatten sich in zwei Partien getheilt und mit allen möglichen Waffen, Knüppeln und Mistgabeln vecsehen und durchstreiften die aanze Gegend; die eine Partie erlegte 146 und die andere 57 Schlangen, außerdem noch viele Gopher."
Vom Jnlaudk.
In dem'sonst so stillen Städtchen Mayville, Wis., ging es neulich Abends so toll zu, wie einst im wilden Westen" wenn etwas mit Gewalt ausgeräuchert wurde. Hier war es die nahe dem Bahnhof gelegene Stockade" oder der Viehhof der Milwaukee & St. Paul - Bahn, welchen Platz die in der Nähe wohnenden Leute als einen Gemeinschaden betrachteten. Bei den Bahnbeamten fand man kern Gehör, und da gab s nur Selbsthilfe; in einer Nacht, wo man wußte, daß kein Vieh in den Ställen war, rotteten sich die Bürger zusammen und räucherten die Stockade" auS. 'Von der Riesengröße des Werkes, das unsere Regierung mit dem Bau des Panama-Canals unternimmt, giebt die Forderung des Col. Gorgas, des ersten Sarntats-Beamten der Armee, einen Begriff, der 300 Aerzte für den Schutz der 50.000 ArKxitt verlangt. Diese Zahl erscheint mon, aber Col. Gorga's Ersahrungen und Leistungen in Cuba sind Bürgschast dafür, daß er nicht zu viel fordert. Es gelang ihm, dort nicht nur den Gesundheitszustand der Truppen aufrecht zu erhalten, sondern auch in Havana sanitäre Zustände zu schaffen, wie sie .nie für möglich gehalten waren. Hoffentlich wird er mit ähnlichem Erfolge in dem mörderischen Klima des Isthmus wirken. Aus Furcht vorelnem kleinen Kinde, das ihm geboren wurde, hat Paul Huffman von Mamtowoc, Wis., den Verstand verloren. Die Nachbarn wendeten sich deshalb an das Nachlassenschaftsgericht und verlangten, daß der Richter eine Untersuchung seines Geisteszustandes anordne. Der Vater und der Bruder von Huffman vereitelten dies jedoch und sorgten für das Unterbringen Huffmans in einer Anstalt. Der Geistesgestörte kam vor etlichen Jahren von Milwaukee; er hatte schon immer Furcht vor Kindern gehabt und als er sich vor sechs Jahren verheirathete, wunderte .man sich allgemein. Husfmann führte jedoch ein glückliches Ehelebcn, bis das Kind geboren wurde. Während er sich sonst vernünftig beträgt, setzt ihn der Anblick der Mutter und des Kindes jetzt in Tollwuth. Huffman ist ein Holzschnitzer und war in den SeatingWorks beschäftigt. . Einen etwas ungewöhnlichen Anblick gewährte es dieser Tage in Minneapolis, Minn., als ein Geistlicher, G. L. Morrill von der People's" - Kirche, die erste Schubkarre voll Erde ausgrub auf dem Platze, wo das Unique - Theater und die Kirche der Gemeinde errichtet werden sollen. Der Her? Pastor war mit dem vorfchriftsmaßigcn Arbeitsanzuge bekleidet und warf einige Spaten voll selbst ausgegrabener Erde in die mit Blumen geschmückte Schubkarre, worauf er dieselbe unter Vorantritt der NewsboysKapelle eine- Strecke von . etwa 25 Blocks entlang schob, gefolgt von ei-ner-großen Menge Neugieriger. Die Schubkarre diente zugleich als Klingelbeutel, um die milden Gaben der Passanten für den Pastor und seine Gemeinde aufzunehmen. Das neue Gebäude, welches den doppelten Zweck ersüllen soll, als Theater und Gotteshaus zu dienen, kommt auf den Platz zwischen dem West -Hotel und dem Masonictempel zu stehen,'' wo sich bis jetzt der Albemarle Club befand. Letzterer war ein Stadtwahrzeichen für die Sport - Brüderschaft der Stadt, rnd mancher Faust- und Ringkampf ist dort ausgefochten, manches hohe Spiel in seinen Mauern gespielt worden. Männlicher und weiblicher Pöbel in New Fork trieb einen harmlosen Malayen Namens Burgundy, der in einem Vergnügungsplatz auf Coney Island beschäftigt ist,- dieser Tage zur Verzweiflung. Er würde Abends auf einem New Forker Hochbahnzug von jungen Lümmeln und Dirnen, die in demselben Waggon fuhren, mit Peanutschalen beworfen. Darum zog er erst sich den Hut in's Gesicht, um sich gegen das Bombardement zu schützen; doch hat ihm dies wenig genützt, denn hierauf wurde 'das Ge sindel noch roher, indem man ihm di Hut vollends eintrieb, ihn am Bart zupfte und in anderer Weise insultirte. Als er an eine? der nächsten Stationen aussteigen wollte, wurde er von den Rowdies beiderlei Geschlechts umringt und ihm der Ausgang versperrt. Der arme Malaye war den Peinigern gegenuber völlig machtlos und ergab sich in sein Schicksal. Die Insulte wurden aber immer schlimmer, und als sich der Zug der Adams StraßenStation näherte, faßte er den derzweiselten Entschluß, aus dem Fenster zu springen. Der Zug war noch nicht zum Stillstande gekommen, als Burgundy mit einem kühnen Satze aus dem Fenster sprang, während die zurückbleibenden Passagiere in wüstes Gejohle ausbrachen und schrieen: Haltet ihn, fanget ihn ein!" Zwei der Bahnbediensteten setzten, in der Meinung, er sei ein, Dieb, dem wie von Furien gehetzten Malayen nach, der nach verzweifelter Gegenwehr dingfest gemacht und in der nahebeigelegenen Polizeistation eingesperrt wurde. Einer der Gerichtsbeamten bekundete, daß Burgundy sich eines guten Rufes erfreue, worauf Polizeirichter Dooley ihn nach Feststellung des obigen ThatbestandeZ ehrenvoll entließ.
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Oeveland, Oncinnati, Chicago & St. kouis Railway.
St. Louis AG Abgang s.12 0553m ..12 2033m .. 6 40rn ds 8 00Vrn s.10 45Vrn ..11 2523m ..11 4593m . . 3 15Nm New Iork & Pgh Ltd tgl New Aork Ltd tägl s St Loms Mail N I Pgh k St S Exp tgl South wcftern Lim tgl d p Wash k St L Exp tgl d s St LouiS Expreß tagl.... St. Louis Ltd täglds... Terre Haute k Mat'n Aee American Expreß tägl... . . 5 00Nm . . 7 05Nm leveland St Lou's Pgh k N A Extg s 4 205 m American Expreß täglich. . . . 4 40Vm Mumie FtW ck B H Exp. . 7 05Vrn N g & 83 Lim täglich s d. . . 7 3033m Clevland Accom 10 4593m Anderson Exp p .....11 3033m NJ d B Lim, tägl 6 s.. . . 2 65Vm Union City Elkh Ace tägl ö 20Nm Knickerbockn Sv täglich d&s6 15m New Aork & Pgh Lm, tgl s. 8 55Nm Eincinnat
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