Indiana Tribüne, Volume 27, Number 277, Indianapolis, Marion County, 14 July 1904 — Page 5

Jnbiana Tribüne, Vl. Juli WOüi

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DieKreibillcts. EHI- Z nT: Humoresle von Lars Dilling. Aus dem Norwegischen von E. Vilnar. Ich war Lanz außerordentlich stolz' und hatte gegründete Ursache dazu. Eines meiner Stücke war zur Aufführung gelangt und hatte Erfolg gehabt; ich war als Mitarbeiter einer der größten Blätter angestellt und derfügte als Autor und Journalist über zwei Freibillets für' drei Theater. Allabendlich sechs Freibillets! Hatte ich nicht Grund, stolz zu sein. Ich berechnete, daß ich durch Verkauf meiner Freibillets pro Tag ebensoviel verdienen könnte wie ein Stor-' things - Abgeordneter. Aber so thö richt war ich natürlich nicht; ich zog es vor, einen kleinen Tauschhandel damit zu treiben und erhielt auf diese Weise allerhand nützliche und angenehme Dinge, wie Cigarren und Liebe, Manschettenknöpfe und . Handschuhe, Freundschaft, Kognak und noch viel mehr. Ich wurde ein Schacherer in Freibillets, an den man sich wandte, um auf billige Weise zu guten Plätzen zu gelangen. Junge Herren, deren ich mich kaum von einer flüchtigen Vorstellung her besann, faßten mich auf der Straße kordial unter den Arm und führten mich zum nächsten Restaurant, wo sie auf mein Wohl tranken und nach einigen Gläsern Portwein auf meine Billets anzuspielen begannen. Damen mittleren Alters, die von Stundenertheilen und Handarbeit lebten, sandten mir beständig zärtliche Briefchen und überhäuften mich zu Weihnachten mit Stickereigegenständen. Bei einem Weinhändler und dem Besitzer eines Geschäfts in Herrenartikeln setzte ich meine Billets fleißig gegen Trinkwaaren und Kleidungsstücke um, und junge Damen, die in Cigarrenläden und Modistenateliers fungirten, schenkten mir die holdesten Blicke, das süßeste Lächeln und die wärmsten Händedrücke alles um der lieben Freibillets wegen. Aber es sollten Schatten an meinem Horizont austauchen. - Es begann mit meiner Wirthin, die tiefbeleidigt war, weil sie einen Platz in -der sechsten Reihe erhalten hatte. Seit jenem Abend erhielt ich morgens kalten Thee, und eine halbe Flasche Bairisch war beim zweiten Frühstück das einzige Erwärmende, während ich mich früher an Kalbsschnitzeln uüd Koteletts mit Spiegeleiern laben konnte. Und am fünfzehnten kündigte sie mir. . Sie sei nicht ge wohnt, von ihren Miethern zurückgesetzt" zu werden, erklärte sie mir. Erst, vorgestern habe Fräulein Ballerup, eine ältliche Sprachlehrerin, mit der sie auf Kriegsfuß lebte, einen Platz in der dritten Reihe gehabt.' Sie,' meine Wirthin, ließe sich zwar viel gefallen, aber ihre 'Würde müsse sie unbedingt aufrecht erhalten. Und wenn die beleidigt wird, mein Herr, dann ist alles aus." . Meine Begütigungsversuche erwiesen sich fruchtlos,, und so blieb mir nichrs übrig, als ein anderes Logis zu suchen. Auf mein Inserat liesen eine Menge Briefe ein. Wie ein Postbote lief ich treppauf, treppab, gewann tiefe Einblicke in die Geheimnisse des Familienlebens und landete schließlich bei einer Wittwe mit einer erwachsenen Tochter, deren Hauswesen mich außerordentlich anheimelte. Die Zimmer waren elegant möblirt und voll Blumen,' Nippes, gestickten Kissen usw. - Bei meinem Eintritt saß die Mutter, eine blasse, aristokratisch aussehende Dame, am Klavier und spielte einen Chopinschen Walzer, während die Tochter, eine brillante Veaute mit schwarzen Augen und weißem Teint, vor einer mit gestickten Draperien beHangenen Staffelei stand.' Sie malte nämlich in Wasserfarben.

Später entdeckte ich, daß sie auch ihr.

Geiicht mit Wasserfarben malte, denn sobald ich in nähere Berührung mit ihr gekommen, merkte ich, daß, sie abfärbte. Betreffs des Preises waren wir sehr bald einig. Ich sollte alles Wünschenswerthe im Hause haben, natür!ich auch gemüthlichen Verkehr, und der ließ an Gemüthlichkeit in der That nichts zu wünschen übrig. Das Herz der. jungen Dame war nämlich ein bis zum Rande gefüllter 'Bronnen, der, nahezu überquillend von warmen Gefühlen, diese über jeden ihr Nahenden ausströmte. Es währte nicht lange, so erhielt auch ich meine warme Douche und verbrannte mich. Ich weiß. nicht recht, wie es zugegangen. Ort und Zeit der Handlung: Winterdämmerung, ein traulicher, kleiner Salon, Düfte, Kaminfeuer und eine lauschige Sofaecke hinter einer Sagopalme. Die Mutter saß am Piano und spielte Chopin. Die Tochter und ich saßen natürlich auf dem Sofa im Palmenwinkel wie wir eigentlich dorthin gekommen, mögen die Götter wissen und wir saßen ganz dicht nebeneinander. Es war schrecklich warm im Zimmer eine Art Taumel überkam mich und ich kam erst wieder zur Besinnung, als die Gnädige die Lampe anzündete und ich zu der Entdeckung gelangte, dach ich zu einer Liebsten und einem weißen Fleck auf meiner Schulter gekommen war. , Ihre Lilienwange hatte dort geruht. ' Am nächsten Tage und auch spater sehr oft gingen wir ins Thea-

i. Da wlr zevocy a!S Verlobte mcyi allein gehen konnten, mußte Mama uns'begleiten und dann stets ein theurer Platz neben dem unsrigen für sie gekauft werden, oft sogar zu erhöhtem Preise. Und da wir nach oer Vorfiellung reaelmäkia in einem der feinsten Restaurants zu soupiren pflegten, begann es mit meinen Finanzen ziemlich mißlich auszusehen. Wenn ich früher einer Premiere beiwohnte, hatte ich stets einen Bekannten, am liebsten einen Kaufmann, mitgenommen, der sich dann später durch ein Souper revanchirte. Nun mußte ich selbst sowohl Platz als Souper bezahlen. Eines Tages begegnete ich einigen meiner Billetfreunde. Sie hatten mich lange -nicht gesehen und tracktirten mich, um mich freigebiger zu stimmen, mit Portwein und Sherry. Ich kann Vormittags nicht viel vertragen und muß bekennen, daß ich mit erhöhter Farbe heimkam und außerordentlich liebenswürdig war. Das waren meine Schwiegermutter und Liebste aber nicht. Erstere machte ein Gesicht, als hätte sie Zahnschmerzen, letztere glich einer gemalten Heiligen. Ich bin aus gewesen und habe Portwein getrunken sagte ich gemüthlich. Das sehe ich," versetzte meine Theodora melancholisch. In meiner Jugend ging mein Bräutigam niemals in ein Caf6," bemerkte die Mutter. ' Ich hatte auch keine Lust Hinzugehen, aber man zwang mich dazu. $ck

traf ein paar der zungen Leute, die mich meiner Freibillets halber zu umwerben pflegen."

Hör, Schatz, sagte Theodora,

diese Freibillets verursachen Dir nur

Last und Unannehmlichkeit. Ich will Dich derselben entheben, die Billets in Verwahrung nehmen und sie nur unseren besten Bekannten und nächsten Verwandten geben. Das sind durch-

wea Leute aus 'auter Familie, die kei-

nen Mißbrauch damit treiben werden."

Dankbar legte 'tch meme Billets m

ihre liebe Hand und sah , sie vorerst nicht wieder, - ;

Ich glaube, Theodora mutz sofort

gegen hundert Stadtdepeschen erlassen haben; denn am folgenden Tage

war die Treppenpassage durch Tanten

und Cousinen, Halbtanten und Halbcousinen, Freundinnen und FreundesFreundinnen gesperrt, .was unseren Hauswirth zu der Annahme bewog.

meine Schwiegermutter müsse durch die Zeitung jemand gesucht haben, der sie auf ihre Kosten: nach dem Süden begleiten sollte.

Theodora führte über die Billets,

die stets schon Tage vorher vergeben waren,.Luch.. Von meinen Bekannten war natürlich keine Rede mehr. Infolgedessen wurden die Grüße meiner Freunde immer kühler, und an Portwein dachien sie überhaupt nicht mehr.

Der Kaufmann m Herrenartikeln sandte mir eine Rechnung über das letzte Dutzend Manschetten, die ich nie geglaubt bezahlen zu müssen, und mein Weinhändler weigerte sich, mir sechs Flaschen Wein, deren Theodora nothwendig zur Stärkung bedürfte, auf Credit zu geben. Sonst aber hatte ich jetzt keinerlei Plage mit den Billets, außer, daß ich sie stets aus den entlegensten Stadttheilen zurückholen mußte, da die, guten Tanten und Cousinen sie niemals rechtzeitig zurückbrachten, so daß wir .beständig in Gefahr waren, andere Tantenun Cousinen, die sie nicht zur Zeit erhalten konnten, zu erzürnen. Ich besaß eine Tante in der Provinz, eine, sehr reiche Dame, die mich zu ihrem Erben erkoren hatte. Diese schrieb mir nun, daß sie am Sonntag zur Stadt kommen wolle, um ein neues Drama zu seht.:, wovon die Zeitungen sehr viel Aufhebens machten. Sie habe zwar Geld genug, einen Platz im Theater zu bezahlen, aber es sei nun einmal ihr Stolz, mit ihrem Liebling" ins Theater zu gehen und auf seinem eigenen Freiplatz, dieser Errungenschaft seines Genies, zu sitzen. Am Sonntag Morgen erhielt ich den Brief und ging sogleich zu Theodora, um mir die Billete zu erbitten. Der General hat sie für Frau und Tochter erhalten," entgegnete sie ruhig. Ich hatte sie ihnen schon vor acht Tagen versprochen." Aber Du wußtest doch, liebes Kind, daß ich selbst ein Billet brauche, da .ich über das neue Stück reseriren muß?" Daran habe ich nicht gedacht. Und überdies kannst Du Dir ja ein Billet kaufen." Und Tante, die sich so darauf kaprizirt, auf mein Billet hinzugehen?" Das konnte ich doch wirklich nicht riechen; dann hätte sie früher schreiben müssen." Könnten wir der Generalin nicht ein paar Zeilen senden und ihr den Zusammenhang erklären?" Das fehlte noch, eine Dame wie sie, derart vor den Kopf zu stoßen! Nein, mein Freund, ich habe , Dir viel geopfert, allzuviel, und stets nachgegeben, dies aber geht zu weit'. Du wirst mich nie dahin bringen, mich mit den distin-

guirtesten Gliedern unlerer Familie zu überwerfen!" Gegen unsere Familie braucht natürlich nicht die mindeste Rücksicht genommen zu werden." - Nein, daß man sich dergleichen sagen lassen muß! ' Ich wünschte, ich

hatte diese unseligen Billets me gesehen!" Das wünschte ich auch." entgegnete ich und ging ärgerlich hinaus." So schnell ich konnte, lief ich zum Theater,' doch, wie begreiflich, waren alle Plätze zu erhöhten Preisen ausverkauft. Sie Schacherer hatten nur noch ein paar Galeriebillets, für die sie unverschämte Summen forderten; Überdies konnten weder Tante noch ich dort sitzen. Letztere langte mit dem Nachmittagszuge an und schien in äußerst guter Laune. Ich begleitete sie m's Hotel, wo ich ihr die Sache so schonend wie möglich beibrachte. Dessen ungeachtet aerieth sie außer

sich vor Wuth, erklärte, sie wolle mich nie mehr vor Augen sehen, und verbot mir, je wieder ihre Schwelle zu betre-ten.

Ich machte keinen Versuch zu meiner

Vertheidigung. Einer zornigen Frau

gegenüber kann man sich nicht, vertheiEigen. Schweigend nahm ich meinen

Hut-und ging.

Spater vernahm ich, daß sie. sofort

wieder abgereist war und ihr Testament zu Gunsten einer armen Nichte geändert hatte, die sie nie ausstehen

konnte. Tief verstimmt irrte ich in den Straßen umher, ohne einen weiteren

Versuch zur Erlangung eines Platzes zu machen, um wenigstens meiner Re-

ferentenpflicht genügen zu können, da ich mich in meiner derzeitigen Gemüthsverfassung absolut unfähig fühlte, m's Theater zu gehen, geschweige denn eine Kritik zu schreiben. Als ich heimkam, fand ich mein Abendessen auf meinem Zimmer. Die gnädige Frau und das Fräulein waren ausgegangen. Am folgenden Morgen sandte der General die Billets mit Dank zurück. Da die Seinen leider durch eine unmöglich abzulehnende Einladung am Besuch des Theaters verhindert gewesen, hatte seine Frau ihre beiden Dienstmädchen dorthin gehen lassen, die sich großartig amüsirt hatten. Mittags erhielt ich einen Brief, vom Chefredakteur meines Blattes. Er bedauere sehr, schrieb er, daß ich verabsäumt hätte, den für das Morgenblatt mit Bestimmtheit erwarteten Bericht über das neue, originelle Stück zu senden. Mein Stillschweigen sei ihm aber sehr wohl erklärlich. Er habe aus zu--verlässiger Quelle erfahren, daß ich meine Referentenplätze ' zwei Dienstmädchen abgetreten hätte, von denen natürlich keine Rezension zu warten war. Unter diesen Umständen sehe er sich genöthigt, sich nach einem derläßlicheren Berichterstatter umzusehen und ersuche däher um Rücksendung der mir von der Zeitung zur Verfügung gestellten Villcts.' Jede ' mündliche Auseinandersetzung dürfte für beide Theile ebenso peinlich wie zwecklos sein. Ich ging zu Theodora und reichte ihr schweigend den Brief, bei dessen Lektüre ihr Gesicht sich zornig färbte. SoS ich etwa schuld daran sein, daß Du Deine Stellung verloren hast?" fragte sie schneidend. ' Es scheint beinahe so." Hast Du vielleicht sonst noch etwaS durch meine Schuld verloren?" Ja, die Erbschaft meiner Tante, eine Bagatelle von - hunderttausend Kronen. Es waren kostbare Plätze, auf denen die Dienstboten des, Generals gesessen haben." O, diese unseligen Billets! Ich habe nichts als Unannehmlichkeiten davon gehabt. Da hast Du sie, ich will sie nie mehr sehen. Und hier hast Du auch Deinen Ring zurück; davon habe ich ebenso wenig Freude erlebt." Danke gleichfalls," sagte ich, und gab ihr den ihren zurück. Mit dem Rufe: Schütze mich vor diesem Elenden!" warf sie sich an die Brust ihrer Mutter. Verlassen Sie augenblicklich mein Haus!" klang es von Madames Lippen. Mit Vergnügen," sagte ich, verneigte mich und ging. Morgen reise ich für einige Zeit auf das Land, um dort in ungestörter Ruhe zu arbeiten. Ich habe ein Sujet im Kopf, ein Sensationsdrama in fünf Auszügen. Der Held ist ein hoffnungsvoller junger Mann, der in die peinlichsten und mißlichsten Situativnen geräth und im letzten Akt im tiefsten Elend stirbt. Und die Ursache je nes Unterganges ist weder Trunksucht noch Armuth, wie in den Zola'schen Romanen, weder eine Dame in Seide und Sammet, wie in den französischen Salonstücken, noch das jetzt so beliebte Morphium, das momentan als das anständigste Mittel gilt, um jemand in's Jenseits zu befördern, nein, die Ursache seines Elends sind einfach ein paar Freibillets.

Mißverstanden. General:

Wie lang' sind Sie Untero fizier?"

Unteroffizier: Ein Meter siebzig,

Herr General!

Unwiderstehlich. Eingela-

dener Gast (die ersten Löffel der versalzenen Suppe einnehmend): Sie haben eine verliebte' Köchin, Herr. Baron?" Baron: Na, etwa ein Wun-

Praktische Leute. Der

Doktor und der Assessor wollen' sich

wegen der Muller duellnen ist das nicht schrecklich? Nicht so arg. das

sind em paar praktische Leute, die wer

den das schon so einrichten, daß nichts

geschieht. . . ' . )

Marquis yamagats.

Ein politischer General ud seine milltk

rischen n staatsmännischen Verdienste. Die kürzlich erfolate Ernennung des

Feldmarfchalls Marquis Oyama zum

Statthalter und ochstkommandiren-

den irer japanischen Armee in der

Mandschurei hat die Neubesetzung des

bisher von ihm mneaehabten Postens

des Chefs des Generalstabs zur ftolqe

gehabt. Auf diese im Hinblick auf den

Krieg itnrmem wichtige und verant? wortungsvolle Stelle wurde vom Mi-

kado Ovamas alterer Kolleae. ftelb

marschall Marquis Aamagata berufen.

Marauls Antomo Namaaata wurde

im Jahre 1833 in demselben Clan

Ehoschu aeboren. wie der um die Mo-

dernisiruna 5lavans hochverdiente Mar-

quis Jto. Auch er ist der Sohn eines

Vasallen und geHorte im Nestaura-

tlonskneae vom Jahre 1868 als her

vorragender Kämpfer der kaiserlichen

Partei an. Nach Schluß der Kämpfe

machte er eine Reise durch Europa und Amerika. Von 1869 bis 1872 studirte er in Preunen und Frankreich die Pro-

vinzialverfassung und Staatsorganij n ä & Tt l L

sanon. isr legte ven runo zu oer nach französischem Vorbild in ftopan

eingeführten Präfekturordnung, auf die P. i i p v t i t i

jpaier Die p'.cuVijcye orm oer ?laol-,

Land- und Gemeindeordnuna aufae-

pfropft, wurde. Diese Studien des

.w? A" vv . M W I IS MKOV s.e . WMWM s V KM Ä't l &W WVj M, MM vKvjv. .X v Mk MWMM S-??VV -vlVw v j?Wa V :;.'. V MM,'V X MSre, imrn J4rL mhZMm WWMMWl i WM

t Marquis Damagata. europäischen Verwaltungswesens wiederholte er auf einer zweiten Reise 13 Jahre später. ; Nach seiner Rückkehr in die Heimath wurde er 1872 Generalleutnant, das Jahr darauf Kriegsminister, und was Marquis Jto geplant hatte, das führte Famagata aus, indem er der eigentliche Organisator der modernen japanischen Armee ward, die er auch zweimal als Kommandirender zu erproben berufen war. Das erste Mal 1877 im Aufstände des. Satsuma-Clans, den er niederwarf, und 1894 im Kriege gegen China als Kommandant der in der Mandschurei operirenden Armee. In der Zwischenzeit war er Kommandant der kaiserlichen Leibgarde und Chef des Generalstabes, , Minister des Innern (1885) und Ministerpräsident (183S bis 1891). . gleich allen Männern des modernen Japan ist Famagata eine hagere Gestalt mit gefurchtem Antlitz und durchdringenden Augen ein unermüdlicher Arbeiter, der bis. zu 16. Stunden des Tages seiner Thätigkeit widmet. Im Parlamente ist dieser politische General Führer der Konservativen. Dort und als Rathgeber deZ Mikado war er einer der dringendsten Befürworter des Krieges gegen Rußland, dessen Gastfreundschaft er 1896 als Vertreter Japans bei der Zarenkrönung genossen hatte.

jT.

M

'iönig Edwards Vcttcr.

Ter neue österreichisch-ungarische Botschafter am englische Hofe. Die Beförderung des Grafen Albert Mensdorff-Pouilly-Dietrichstein zum österreichisch - ungarischen Botschafter am Hofe von St. James wird allgemein als bezeichnend für die Verstärkung der freundschaftlichen '.Beziehungen Oesterreich-Ungarns zu Großbritannien angesehen, weil der neue Botschafter ein Vetter des Königs Edward und gleichzeitig ein Vertrauter des Kaisers Franz Joseph ist. Graf Mens-dorff-Pouilly-Dietrichstein, der am 5. September 1861 geboren ist, fungirte bisher bei der österreichisch-ungarischen

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Graf Mevödorff.Poililly-Diktrichsteiu. Botschaft in -London als Geschäftstrager und Legätions-Rath mit dem Titel eines außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministers. Sein Großvater Emanuel Graf von Mens-dorff-Pouilly war vermählt mit Sophie Prinzessin -von Sachsen-Saalfeld-Koburg, einer Schwester der Großmut-

ter des Komzs Edward.

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