Indiana Tribüne, Volume 27, Number 276, Indianapolis, Marion County, 13 July 1904 — Page 6

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Jndiana Tribüne, 13. Juli

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Europäische Nachrichten. ? Frorinz 'gommexti Stettin. Sein 25jähriges Buchdruckerjubiläum feierte der während eines Vierteljahrhunderts in der Buchdruckerei R. Graßmann Hierselbst eschäftigte Schriftsetzer Hermann Schultz. Dramburg. Kürzlich entlud sich über unserer Stadt ein Gewitter. Ein Blitz fuhr in das massive Stallgebäude des Ackerbürgers Lempe und setzte dasselbe in Brand. Der Besitzer fand seine beiden werthvollen Pferde, vom Blitze erschlagen, todt neben der Krippe liegen. Das übrige Vieh konnte gerettet werden. Groß - Neeh. General der Infanterie z. D. v. Lettow beging festlich den Tag, an dem er vor 50 Jahren in das preußische Heer eingetreten ist. G ü tz k o w. Ertränkt hat sich ein auf dem Gute Lussow beschäftigtes 18 Jahre altes Dienstmädchen Namens Anna Rogge. L o i tz. Der bei dem hiesigen Postamt beschäftigte Unterbeamte,Pelikan ist einer Blutvergiftung erlegen, welche er sich durch Abkratzen eines Pickels im Gesicht zugezogen hatte. Bald nach der Entfernung des Pickels schwoll der Kopf unförmlich an und alle ärztliche Kunst konnte der sofort eingetretenen Vergiftung nicht Einhalt thun. N e u st e t t i n. Durch Feuer wurden die sämmtlichen Gebäude der derwittweten Frau Gastwirth Woitke und des Schneidermeisters Becker amMarkt zerstört. Pasewalk. Erhängt aufgefunden wurde in der hiesigen 5ttrchenforst der frühere Maurer A. Jackert. Der Grund zu der That sollen Zwistigkeiten mit seiner Wirthin gewesen fein. S t o l p. Die Niemann'schen Eheleute vermißten ihr 2y2 Jahre altes Kind. Nach längerem Suchen fanden die bedauernswerthen Eltern das Kind in der Gartenteichschleuse als Leiche. Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. Die Schuld eines Anderen an dem Tode des Kindes ist ausgeschlössen. Aus Versehen hatte der Zimmergeselle Gustav Jaffke von bier aus einer Flasche, in der sich Salzsäure befand, den Rest ausgetrunken. 'Er erlitt hierdurch so schwere innerliche Verletzungen, daß er im Krankenhause starb. T r e p t o w a. T. Auf dem etwa eine Meile von hier entfernten Gute Glltzkow waren die Arbeiter auf dem Felde beim Hafereindrillen beschäftigt. Der Arbeiter Stut leitete die beiden Pferde. Beim Wenden wurden diese unruhig. Stut fiel, brach das Genick und verschied bald darauf auf der Stelle. Er ist 36 Jahre alt und hinterläßt die Frau mit zwei unversorgten Kindern. , Provinz Schreswig.Korllein. ' Schleswig. Der RegierungsBaumeister Burkowtz, an der Regierung zu Hannover, ist an die Regierung in Schleswig versetzt worden. Altona. Der hier wohnhafte Schuhmacher Schirrmacher wurde beim Fischmarkt als Leiche .aus der Elbe gezogen. Ob nn Unglücksfall vorliegt, ist nicht festgestellt. H a s s e e. An Stelle des bisherigen Standesbeamten - Stellvertreters Hardt wurde der Gemeindesekretär A. Sievers Hierselbst vom Oberpräsidenten als solcher ernannt. Kiel. Der Vorarbeiter Hans Stuhr von der Ziegelei Tonberg" konnte auf eine 35iährige Thätigkeit in dem erwähnten Etablissement zurückblicken. Melders. Die Eheleute August Hebbel feierten ihre goldene Hochzeit. Neustad't i. H. Buchhalter Langheim beging sein 25jähriges Jubiläum als Angehöriger des hiesigen Handelsgeschäfts von Joh. Kasch. Dem Jubilar wurden zahlreiche Ehrungen zutheil. Rendsburg. Für den kürzlich verstorbenen Senator Rohwer wurde mit großer .Mehrheit der frühere Stadtverordnete Hans Speck zum Senator gewählt. Stellingen - Lange nfeld e. Ein 83 Jahre alter 48er Veteran wohnt hier, und zwar der im Jahre 1821 in Garstedt geborene Privatier Jochim Schleemann, der an den Kämpfen 184851 im 15. Bataillon unter Hauptmann Lakoral theilgenommen, nachdem er bereits in den Jahren 184345 seiner Militärpflicht in der dänischen Armee (17. Bataillon in zlückstadt) genügt hatte. Auch an der Schlacht bei Kolding hat der, noch rüsiige Veteran theilgenommen. Südergellersen. Ein schrecklicheö Ende fand der Hofbesitzer Fritz Dützmann hier. Als er sich in den Viehstall begab, wurde er von dem Bullen angefallen und tödtlich verletzt. Der Tod erlöste ihn von seinen Leiden. T a n g st e d t. Der 79jährige I. H. Krogmann feierte mit seiner 85jährigen Ehefrau das Fest der goldenen Hochzeit. Provinz Schlesien. Breslau. Füsilier Storde der 9. Compagnie des Grenadier - Regiments 11 ist infolge eines Unfalles in der Oder am Festungsgelände des Vürgerwerders, gegenüber der Langegasse, ertrunken. Die Leiche ist nicht gefunden worden. Der Landessekretär, Bureauvorsteher Rudolf Biedermann bei der Provinzialverwaltung von Schlesien, beging im Kreise seiner Angehörigen sein 50jähriges Dienstjubiläum. Seinen Brandwunden er

legen ist der kleine, zweijährige Sohn des Maurers Kiesel, Brigittenthal 3, in dessen Wohnung durch das Spielen seiner Kinder mit Streichhölzern ein Stubenbrand ausgebrochen war. Fischer Richard Dehmel von der Uferstraße 52 ist in der Nähe des Oderlcklökchens aus einem Kabn in die Oder gestürzt und ertrunken. Die Leiche wurde durch den Strom fortgetrieben. Berna. Die Wittwe Kießlick wurde hier tödt, in einem kleinen Wassergraben liegend, aufgefunden. D o m b. Der Pferdeknecht Johann Mazur nahm infolge einer Verwechselung einen Schluck aus einer Flasche, welche Lysol enthielt. Der Unglückliche starb auf dem Transport nach dem Bogutschützer Brüderkloster. G ö r l i tz. Aus dem Fenster der 4. Etage eines Hauses der, Bahnhofstraße stürzte sich der 35 Jahre alte Lackirer Wilhelm Homspach. Schwerverletzt wurde er nach dem Krankenhause gebracht und starb bald darauf. H u t s ch k a u (Namslau). Stellenbesiker Zuerny, der am 17. Januar von seinem alten Hunde gebissen worden war, ist jetzt an Tollwuth gestorben. Er war nicht zu bewegen gewefen, sich nach Berlin in das Institut für Schutzimpfung zu begeben. Knispel. Der 67 Jahre alte Häusler Johann Neumann hatte das Unglück, beim Düngerfahren unter den beladenen Wagen, zu gerathen. Ein Vorder- und ein Hinterrad gingen ihm über die Brust hinweg. Der Arzt stellte mehrere Rippenbrüche und schwere innere Verletzungen fest. M a r k Ii s s a a. O. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich beim Queisthalsperrenbau. Dort stürzte beim Mörtelfahren der Arbeiter Berndt von der hohen Sperrmauer etwa 11 Meter herab. Tödtlich verletzt wurde er aufgehoben. Oels. Dominialwächter Kirschke hatte des Nachts die Ställe zu revidiren. Beim Durchschreiten des Psc-r-destalles wurde er von einem Pferde geschlagen und früh todt im Stalle gefunden. Obgleich schon alt, war er noch rüstig und hat seinen Dienst pünktlich versehen. Rosenber g. Das in Kreuzburg in Stellung gewesene Dienstmädchen Anna Klecha aus Klein - Lassowitz hatte wegen eines sich immer mehr bemerkbar machenden Kopfleidens den Dienst aufgeben müssen und begab sich zu Fuß zu ihrer im hiesigen Kreise wohnenden Mutter. Hierbei gerieth sie auf die bei Lassowitz gelegenen Dominialwiesen und stürzte in den Teich, aus dem die Unglückliche als Leiche hervorgezogen wurde. ' S t a n i tz. Eine letztens von der Kleinbahn Getödtete ist die unverehelichte taubstumme Dienstmagd Viktoria Marck von hier. Sie hatte das Gesicht mit einem Tuch umwickelt, sodaß sie beim Ueberschreiten der Bahnstrecke den heranbrausenden Gllterzug nicht bemerkte und mit dem Kinde, das sie auf dem Arme trug, von dem Zuge erfaßt wurde. Z a b r z e. Durch einen elektrischen Strom wurde der Maschinenarveiter Albert Dworaezek auf Ostfeld Luisengrübe getödtet. Die linke Seite des Körpers war vollständig verbrannt. Provinz Sosen. Posen. In bewundernswürdiger Fris che begingOberlandesgerichtspräsident Dr. Gryczewski sein 50jähriges Amtsjubiläum. Im Auftrage des Justizminifters überbrachte Ministerialdirektor Küntzel die Glückwünsche und die Ernennung des Jubilars zum Wirklichen Geheimen Oberjustizrath mit dem Range der Räthe erster Klasse. Die Theerdachpappenfabrik von Sigismund Aschhain in der Vorstadt Zawade brannte vollständig 'nieder. Biedrusko. Eine in Augustusbürg angeschwemmte Leiche ist als die des Grenadiers Konke von hier erkannt worden. F r e i t h a l. Das Ausgedinge? Christoph Steinke'sche Ehepaar feierte das Fest der diamantenen Hochzeit. Dem Bräutigam wurde durch Pfarrer Weidemann die Ehejubiläumsmedaille überreicht. L i s s a. Ein Opser seines Berufes wurde der Hilfsbahnwärter Thiel aus Zaborowo. Thiel, der, etwa 60 Jahre alt ist, war mit Ausstechen des Grases auf dem Bahngeleise beschäftigt. Dabei bemerkte er nicht das Herannahen einer Maschine. Er wurde von dieser erfaßt und mit voller Wucht zur Seite geschleudert. Der linke Arm und das linke Bein sind zermalmt, auch erlitt Thiel schwere. innere Verletzungen. O st r o w o. Nach langer VerHandlung ließ der Staatsanwalt die Anklage gegen die Ehefrau des WirthS Bieda aus Kuznica und gegen dessen Sohn wegen Ermordung der Ausgedingerin Theophila Gorecki fallen und beantragte die Bejahung der Schuldfrage 'nur gegen den Ehemann. Joseph Bieda wurde darauf zum Tode verurtheilt. Der Verurtheilte nahm den Spruch mit Gleichmuth auf. P l e s ch e n. In einem Stalle des Schwarzviehhändlers Jezirski auf dem Neumarkte brach Feuer aus, das auch auf einen Schuppen und Speicher des Bäckers Galadzinski Übergriff. Außer den Gebäuden sind zwei Pferde, ein Schwein, vier Geflügel, 120 Centner Weizenmehl und 20 Centner Kleie verbrannt, sowie mehrere Pferde und Schweine angebrannt. Es liegt Brandstiftung vor. R a w i t s ch. Die langjährigen

Vorstandsmitglieder der Schneiderinnung, Schensky und Tita, begingen ihr 25jähriges Jubiläum . als Jnnungsmeiste?. " Den Jubilaren wurden viele .Ehrungen zutheil. Witkowo. Mittels Salzsäure bat sich in Gegenwart-seiner. Familie der Klempner Hoffmann, vm Trunke ergebener Mann, vergiftet. - Provinz Sachsen. Magdeburg. Die Mitinhaber eines in unserer Stadt seit langen Jahrzehnten unverändert gebliebenen Handwerksgeschäfts der Nagelschmiede von Karl Lehmann, Friedrich Lehmann, feierte sein goldenes Berufsjubiläum. Gönnern. Unvorsichtiges Umgehen mit Waffen hat wieder einmal einen Unfall herbeigeführt. Bei dem Räuberfeste" im benachbarten Trebnitz wurde der 12jährige Schulknabe Kühlhorn von hier durch einen Schuß in den Oberschenkel verwundet. Ä L l l n i tz. Der Arbeiter Pohle aus Coröetha stürzte aus der ersten Etage eines Neubaus am neuen FriedHofe. Der Unfall ereignete sich dadurch, daß das Gerüst zusammenbrach. Eislcben. Der Kaufmann Otto Poland von hier erschoß sich imContor der väterlichen Wohnung, Hallesche Straße 66.. Was den jungen Mann zu dem unseligen Schritt veranlaßt hat, ist nicht festgestellt. Halberstadt. Es starb in Obernigk bei Breslau, wo er Heilung von einem schweren Leiden suchte, der Erste Staatsanwalt an unserem Landgerichte, Dr. jur. Axel Benedix. K a l b e a. S. Arbeiter Georg Filz feierte mit seiner Ehefrau Sophie, geb. Lehmann, in voller Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit. L ö b e r i tz. In der neulich stattgefundenen Wahl eines Gemeindevorstehers wurde der Gutsbesitzer Albin Wiesner hier gewählt. Der bisherige Gemeindevorsteher, Herr Rudolph, hatte eine ZViederwahl abgelehnt. Nordhausen. Es brannte die Holzschneiderei und Tampfdreschmaschinenanlage der Gebrüder HattenHauer in Niedersachswerfen ab. Große Holzvorräthe wurden ein Raub der Flammen. O st c r w i e ck. Die im Sonnenklee hier wohnliaften Schuhmacher Gottfried Christoph Altfeld'schen Eheleute begingen ihre goldene Hochzeit. Querfurt. Der Lehrer m Wenzel in Barnsteoi rettete den Schülknaben Wedekind, der in den Dorfteich gefallen war, vom Tode des Ertrinkens. S a l z w e d e l. Aus Furcht vor Strafe wegen Urlaubsüberschreitung hat sich der Ulan Schulz in' der Käserne zu Salzwedel erhängt. S t r a ß f u r t. Rektor Wegener Hierselbst feierte sein goldenes Amtsjubiläum. Mit der Entwickelung des Schulwesens hierselbst ist sein Name innia verbunden.

Gypsfiguren, selbst solchen, die durch Schmutz u. s. w. unansehnlich geworden sind, verleiht man das Ansehen von neuen, wenn man denselben einen zwei- oder dreimaligen Anstrich mit einer Mischung von künstlichem, schwefelsaurem Byrat, dem sogenannten Permanentweiß" oder Blanc fixe", und Leimwasser gibt, und zwar rührt man zu diesem Zwecke den im Handel in Teigform vorkommenden schwefelsauren Byrat mit dem Leimwasser zu einer dünnen Milch an. Zur Reinigung von Gypsfiguren wird ferner empfohlen, dieselben mit einem Anstriche von Stärkemehlklcister zu überziehen und diesen darauf trocknen zu lassen. Der Kleister soll sich mit dem am Gypse haftenden Staube derartig verbinden, daß er, nach dem Trocknen abgeblättert, denselben mit hinwegnimmt. v Angelaufene Silbersachen lassen sich sehr leicht und rasch reinigen, wenn man sie mit Wasser, Seife und eiwasSalmiakgeist abwäscht und dann mit einem Woll - Lappen und Elektro - Silicon polirt. Die glatten Flächen werden mit dem Lappen, die Verzierungen aber mit einer Goldarbeiterbürste behandelt. Vronzen werden am besten nur mit heißem Seifenwassergereinigt und nach dem Trocknen mit weichem Leder abgerieben. Bronzen in reinemGoldton werden nur mit heißem Wasser behandelt, dem, einige Stücke Soda zugesetzt werden. e g r e i f l i ch. Das oegrelfe ia, nicht. Ella behauptet, sie liebt ihren Bräutigam, und kennt ihn doch erst seit drei Tagen. Das ist ja eben der Grund. Wenn sie ihn länger kennen würde, dann würde sie ihn ganz sicher nicht lieben. U n n o b e l. Den Bankier Meyer sieht man stets mit seiner Frau zusammen im Automobil." Ja, die scheinen nur eins zu haben." Richtig. Vater: Siehst Du, mein Sohn, kaum in 8 Tagen habe ich das neue Gemälde fertig gebracht. Sohn: Ja, Vater, bei Dir. geht das wie geschmiert! . Im Wirthshaus. 1 Gast (der hinausgeschmissen wirb,:, wüthend): Warum schmeißen Sie den anderen Herrn nicht hinaus, der hat noch mehr Lärm gemacht als ich?" Mirtb: ,Der bat noch nicht befahlt." DasEinzige. Nun, wie hat es Ihnen in der Schweiz gefallen?" Autler: Recht gut, die Straßen waren tadellos!" .

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j , -5 Q9 CHMHl0'ÖH3rCifÖ Fräulein Grace Fleming-Swea-ringen, eine Amerikanerin, promovirie an. der Berliner Universität zum Dr. phil. Frau Henriette Haase, g:b. Carlberg, in Berlin hat zu Ehren des verstorbenen Gatten eine Karl HaaseStiftung bei der akademischen Hochschule für die bildenden Künste errichtet; sie soll zur Unterstützung junger deutscher Künstler ohne Unterschied deö Glaubens dienen, .welche die akademische Hock'chule zu Berlin besuchen. Das Kapital beträgt 30.000 Mark. Fräulein Dr. med. I. Joteyko, die Leiterin der psychzlcqischen Abtheilung der Universität Brüssel, ist zur VizePräsidentin der belgischen neurologischen Gesellschaft ernannt word:n. Sie hat danach binnen Jahresfrist bestimmungsgemäß die Präsidentschaft der genannten Gesellschaft zu übernehmen. Eine solche Ehrung einer gelehrten Frau dürfte in Europa" bisher ohne Seitenstück dastehen. Ein Bild der Kaiserin-Wittwe Tsu-Hßi, das die amerikanische Künstlerin Fräulein Carl gemalt hat, ist in Shanghai fertig geworden. Der Rahmen des Gemäldes ist 16 Fuß hoch und 7 Fuß breit. Oben verzieren ihn sehr fein geschnitzte Drachen. Die Gestalt der Kaiserin-Wittwe ist in ausgesucht schöne Gewänder gekleidet. Die Malerin hat Z20.000 für ihre Arbeit erhalten. Das Bild soll dem amcrikanisckxn Volke zum Geschenk gemacht werden. Einer der tüchtigsten amerikanischen Finanzleute ist eine Frau, Miß Catherine Harrison. Sie erledigt fast alle wichtigen Geschäfte für den Großkapitalisten H.' H. Bogers von d:r Standard Oil Company. Sie unterschreibt seine Checks und schließt in seinem Namen über viele Millionen ab. Ihr Gehalt beläuft sich auf $10,000 jährlich. Ihr erspartes Vermögen hat sie auf Grund ihrer Kenntnisse im Finanzwesen natürlich sehr vortheilhaft angelegt. Diese Finanzkundige.Frau trat als einfache Stenographin im Alter von 18 Jahren in das Geschäft ein. dessen oberste Leitung sie jetzt in den Händen hat. Kein Besucher, wachem Stande er auch angehören mag, wird dem Prinzipal vorgelassen, ehe' nicht Miß Harrison seine Karte gesehen hat. Miß Harrison widerlegt die weitverbreitete Meinung, daß Frauen keine leitendenStellungen ausfüllen können. , ; ' Der berühmten Philantropin Angela Gcorgina Baronin BurdettCoutts' 90.' Geburtstag wurde kürzlich in London gefeiert. Baronin Bur-dctt-Coutts war die Enkelin des Gründers des Bankhauses Coutts & Co., Thomas Coutts, dessen immenses Vermögen sie auch erbte. Sie hat ihr ganzes langes Leben Philanthrop!sckM und gemeinnützigen Bestrebungen gewidmet, welche durch die Ernennung zur Peereß von England und Verleihung des Ehrenbürgerrechts der Städte London und Edinburgh eine für eine Frau ganz ungewöhnliche Anerkennung 'fanden. Ein besonderes Aufsehen, erregte es, als sie im Jahre 1881 den um 40 Jahre jüngeren Mr. William Ashmead-Bartlett, einen gebürtigen Amerikaner, ehelichte. Ihr Gatte nahm 'später mit königlicher Bewilligung den Namen Burdctt-Coutts an und ist gegenwärtig ParlamentsMitglied. Bei der Geburtstagsfeier waren die. hervorragendstenKreise Londons vertreten. Ueber die Frauen an der Berliner Universität wird gemeldet: Im g?genwärtigen SommerhalbZahr sind bis jetzt 363 Frauen als Hörerinnen zugelassen .gegen 293 im vorigen Sommer und 562 im letzten Winter. Bei der Zulassung wird noch strenger versahren, als früher, und es sind viele Ausländerinnen mit minderwerthigcn Zeugnissen abgewiesen. Jmmerfh beträgt die Zahl der hier studirenden Ausländerinnen ncch 107, unter d?nm sich 60 Russinnen befinden. Die sehr eingehend geführten Listen geben manche Auskunft von allgemeinem Jnteresse: Unter den zugelassenen Damen sind 38 verheiratete, verwittwete und auch einige geschiedene Frauen. Viele der studirenden Frauen sind L?hrerinnen 'und eine große Zahl gehört Pro-fessoren-und anderen gelehrten Kreifen an. Zwei Töchter des HandelsMinisters Möller widmen sich derTheologte; die eine ist verheirathet' und bört im Besonderen Kirckegesch'ch?. MehrercDamen besitzen schon dasDok. tordiplom. zum Theil aus Berlin, sowie andere akademische und sonstige Würden. . Nach einer genauen Auszählung befinden sich unter .den Zugelassenen 46 mit .Reifezeugnissm von deutschen , Vollanstalten: dazu komwe:: noch vier mit Maturitätszeugniss von Küßnacht-Zürich Die me'sten Damen, insgesammt 256. st',dir:n philologische, literarische, kunstae'ch'chtliche. historische und philosophische 'd dn 33 psleqen Naturw'.ssemchiften. 26 Medizin. 22 Nationalökonomie. 15 Theologie. 11 Zahnbeilkunde. 3 Mathematik und nur 2 Netswissenschaft.

J&uxnovizlisches

jknicr AoUegcn. Ich höre. Du hzst den Rentier Meyer bchandelt. Mit Erfolg?" Jawohl, dreihundert Mark!" A,:zirglZc!7. I will net grob wer'n. Girgl aber wenn i' mir so Dein' Schädel anschau' und mei' Pratz'n, glaub i' alleweil: die g'hör'n z'samm'!" Serrtzuterge. Wo ist denn Ihr Zimmermädchen?" -Fort; sie will sich zur Malerin ausbilden lassen." Hat sie denn Talent?" Beim Zimmerwischen hat sie immer so eigenartige Figuren erzeugt. Seloidiot. Wie denken denn Gnädige über die Frauenfrage?" Aber bitte, fo alt bin ich doch noch nicht!" Das Saar in der Snppe. Kellner, äh, lassen Sie die Suppe erst mal rasiren!" Sci?öno Ansfictzt. Schwiegermutter: Liebe Kinder, um Euch recht oft besuchen zu können, werde ich mir ein Automobil anschaffen. Zäh. Wünschen Sie e' schönes ' billiges Buch?" Ich lese nicht!" Vielleicht für die Frau und die Kinder?" Hab' keine Frau und keine Kinder hab' nur eine Katz'! Also machen Sie, daß Sie weiterkommen!" Nu', vielleicht woll'n Se emal e' Buch nach der Katz' werfen!" Der Kenner. R e i.ch gewordener Selch e r m e i st e r : Das Bild thät mir schon gefallen, aber i kauf's nöt." Kun st Händler: Ja, weshalb denn nicht?" S elchermeister: Weil meine Freund' allweil sagen: was mir g'fallt, is schon der höchste Schund." Auclz eins Alnterlxaltnng. Vater (zu seiner Tochter, die mit ihrer Mutter ein Kaffeekränzchen besuchte): Nun, Elfe, wie war es im Kränzchen?" E l s e : Das kann ich Dir nicht gut sagen. Die meiste Zeit war ich nicht dabei, da ich fortwährend gebeten wurde, 'mal einen Augenblick hinauszugehen!" , Günstige Gelegenheit. Gefängnißwärter': Warum haben Sie gerade als letzten Wunsch ausgesprochen, vor Ihrer Hinrichtung eine große Portion Hummersalat zu erhalten?" D e l i n q u e n t: Jch esse ihn nämlich für mein Leben gern, verdaue ihn aber sehr schwer, so daß mir regelmäßig nach einigen Stunden übel wird. Wenn ich aber todt bin, so macht's mir nichts mehr." Crin!rerZ.lnglncir. .Ach. Herr Doktor, mein Mann will verzweifeln, feit er den steifen Hals hat!" Nun, deswegen braucht er noch lange nicht zu sterben!" Ja, das weiß er schon aber keine Maaß V? kann er mehr austrinken!"

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