Indiana Tribüne, Volume 27, Number 275, Indianapolis, Marion County, 12 July 1904 — Page 5

Jndltlna Tribüne, 12. Juli 1904

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Lawinen.

Em Naturphänomcn als schlimmer Schrecken des Hochgcbirgs. Tie Lasine im Volksmund Staub-, GrunS und Cislawinen Ter weihe Tod Lahnen gänge Ursachen der Lawinenstürze Ihre hauptsächlichste Hcimath. Das Wort Lawine, aus dem althochdeutschen lowine" oder dem mittellateinischen labina" (auf labi," gleiten, zurückgehend) abgeleitet, ist ein Kunstprodukt der Schriftsprache. Der Volksmund in den Alpenländern kennt es nicht. Im bayerisch-öfterreichischen Sprachgebiete bezeichnet man den Abirz großer Schneemassen mit Lahn, fin Schweizerisch-Allemannischen mit Qauwi oder Laue. Der Bergbewohner unterscheidet der Hauptsache nach drei Arten von Lawinen, die Staub-, Grund- und Eislawinen. Die ersteren sind durch den ihnen vorausgehenden furchtbaren Luftdruck die gefährlichsten. Aus pulverigem, trockenem Schnee bestehend, fallen sie am häufigsten bei starkem Wind. Aus der Ferne gesehen, hat man den Eindruck als ob die Berge rauchen, und in gewaltigen weißen Wolken erstickenden Staubes fährt die Masse zu Thal, alles mit dem Besen der Zerstörung abkehrend und glatte Gassen durch die dichtesten Wälder reißend. In Tirol, wo die Lawinen in jedem Winter 12 bis 15 Gebäude und 20 'bis 30 Menschenleben vernichten, fallen zwei Drittel aller Opfer auf Staublawinen, deren zwei im Winter 187778 in Steiermark einen Wald von 3320 Bäumen und 155 Stück Wild erschlugen. Von der Grund- oder Schlaglawme kann sich auch der Bewohner der Ebene einen harmlosen Begriff machen, wenn im thauenden Lenz der schwer zusammengeballte Schnee von den Hausdächern abrutscht. Die unschädlichste Art dieser Elementargewalt ist die langsam abgleitende Rutschlawine, wie eine solche im Winter 1883 die Hollen-thal-Diensthütte im Wetterstein buch--stäblich halbirte. Meistens, aber entwickelt die Schlaglawme eine strömartig rollende, immer rascher wälzende Bewegung. Der anfänglich kleine .Kern wickelt den weiteren Schnee um sich auf und reißt den fußhohen schließlich bis auf den Grund mit fort, woraus sich die Bezeichnung Grundlawine" erklärt. Aus der Ferne glaubt man einen wüthend hinschießenden Bergbach zu sehen, der Steine, Bäume, Erde und .Eis mit sich reißt und hierdurch um so verderblicher wird, je länger sein Lauf sich ausdehnt. Launisch und unberechenbar wie die Staublawinen sind die Schlaglawinen indessen 'gewohnlich nicht; fast jedes Jahr schlagen sie die gleichen Wege ein, die der Gebirgler als Lahnengänge ; fürchtet und meidet. . Die Eislawinen endlich führen ihre Entstehung ausschließlich auf die Gletscher zurück. Gelangen diese in ihrem stetigen Vorrücken an einen Abhang, so stürzen sie abbrechend herunter. Mit dem donnernden Niedersturz' ihrer zerschmetternden Eismassen ein grandioses Schauspiel bietend, fallen sie stets in das Bett des Gletschers und sind daher ungefährlich und leicht zu vermeiden. Anderseits können aber Eislawinen auch durch das plötzliche Abbrechen thurmhoher Eisnadeln entstehen, die dann, in Millionen Splittern herabschießen, mit furchtbarer Gewalt den Schnee wegfegen und eine glatte, glasartige Bahn zurücklassen. Die Entstehung der Schneelawinen hat. die verschiedensten Ursachen, Tem-peratur-Beschaffenheit des Schnees, wie des Gesteins spielen, bei ihnen mit. Die leichtesten Erschütterungen des Bodens oder der Luft, ein lauter Ruf, das Anschlagen einer Glocke, ein vom Tritt des Menschen oder des Wildes zum Fallen gebrachter - Stein kann den Schnee in verhängnißvolle Bewegung sehen und das Verderben auslösen. Oft aber bedarf es solch äußerer Anlasse gar nicht. Auch die rasch wechselnde Temperatur führt Spannungen der Schneedecke herbei, die schließlich ihren Zusammenhalt zerreißen. Ein solches plötzliches 'Brechen des Schnees kündet sich durch einen tiefen Ton an, der an den Knall eines fernen Gewehrfchusses erinnert. Je ungleichmäßiger ein Gebirge gebaut ist, 'desto mehr Ldwinenfälle weist es auf. Ihre hauptsächliche Heimath bilden daher die höheren Centralalpen, während die Kalkalpen, an deren steilen Wänden sich der Schnee nicht fammeln kann, von ihnen ziemlich verschont bleiben. In den Hochregionen der Centralalpen ist das Donnern der Lawinen zu manchen Zeiten ein gewöhnliches Geräusch. Verhütetes EisenbahnUnglück. Ein ungewöhnlich schmerer Regensturm hatte unfern Great Barrington, Mass., das Eisenbahngeleise unterwaschen und 25 Fuß des Eisenbahndammes fortgerissen Die ' aefäkrlicke Stelle wurde von zwei Jun- ' gen kurz vor dem Eintreffen eines Zuges gesundem Die Jungen uesen nach lhrer in der Nähe befindlichen Wohnung, holten einen rothen Sweater." kebrten nach dem Geleise zurück und gaben dem Zuge das Haltesignal. Die Lokomotive wurve wemge )aros vor der aefäbrlicken Stelle zum Halten aebrackt. Der 3ua war mit Passagieren dicht besetzt, welche für die Jungen eine Geldsammlung anstellten. .

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Ivcibliche ForschungsrciscnÄc. - Ein wenig bekanntes Gebiet der yrauen tqattgrclt-Hcrvarragcnoe Leistungen. Wenn auch der jüngst in Berlin abgebaltene Frauen-Kongreß ein recht anschauliches Bild von der Arbeit der Frau in zahlreichen, früher dem Manne vorbehaltenen menschlichen Berufszweigen geliefert hat, gibt es dennoch Gebiete der Frauenthatlgkeü, die m den Berathungen und Vorträgen der überaus zahlreich aus allen Landern der Erde zusammengeströmten Damen nicht die gebührende Würdigung fanden. So zeigt beispielsweise eine Zusammenstellung weiblicher Reisender. daß die Frau auch als Forschungsund Weltreisende zu den tüchtigsten Leistungen befähigt ist. In erster Reihe verdient unter diesen Frauen die Wienerin Jda Pfeiffer Erwähnung, die nicht weniger als 14,880 Meilen zur See und 19,840 Meilen zu Lande zurückgelegt hat. Ihre ersten Reisen erstreckten sich auf Syrien, Palästina, Egypten, Skandinavien und Island, Brasilien, Chile, Tahiti, China, Ostindien, Persien, Kleinasien und Griechenland. Aon der österreichischen Regierung unterstützt, vollführte sie in den Jahren 1851 bis 1853 eine zweite Weltreise nach den Sundamseln, von wo sie nacq IZicryrigem Aufenthalte über Australien nach Kalifornien, von da nach Peru undEcuador ging und durch das Mississippigebiet zu den Kanadischen Seen gelangte. Im Jahre 1856 wurde sie auf einer neuerlichen Weltreise in Madagaskar gefangen genommen und zum Tode verurtheilt, spater aber begnadigt und ausgewiesen. Von dieser Reise kehrte sie krank nach Wien zurück, wo sie im Jahre 1853 starb. Ihre Schriften, die über so manche dunklen Punkte Licht verbreiteten, insbesondere Eine Frauenfahrt um die .Welt," fanden vielseitige Anerkennung. Kein Geringerer als Humboldt war es, der ihr die größte Hochschatzung entgegenbrachte und ihr als 'Zeichen derselben den vierten Band seines Kosmos widmete. Eme ausgesprochen wissenschaftliche Forschungsreise, die von großer Vedeumng für die . Erforschung Jnnerasrikas war, würde im Jahre 1863 von der Holländerin Fräulein Alexina Tinne unternommen. Im Jahre 1869 trat sie von Tripolis aus eine dritte Reise in's dunkelste Afrika .an, von der sie nicht mehr Zurückkehren sollte; sie wurde rni Wadi Aberdschuch, west lich von Mursuk, von ihren Begleitern ermordet. Eine Weltreisende tni eigentlichsten Sinne war die Engländerin Annie Brassey. ; Sie brachte den größten Theil ihres' Gebens auf ihrer eigenen Dampfyacht zu, . mit der sie mehrmals die Weltreise unternahm, und fand auch ihren Tod auf hoher See,' indem sie auf-der Reise nach dem Kap der Malaria erlag. Ihrem Wunsche gemäß wurde sie im Meer bcstattet. Ihr hervorragendstes Werk, Eine Segelfahrt um die Welt," kommt der Länder- und Völkerkunde sehr zustatten. Auch einer fürstlichen Dame, der Prinzessin Therese von Bayern, begegnen wir in der Reihe der weiblichen Forschungsreisenden. Das Gebiet ihrer Forschungen ist die Naturwissenschaft, die ihr zahlreiche neue Gesichtspunkte zu verdanken hat. Recht zahlreich sind die Namen jener weiblichen Weltreisenden, die ihre Gatten auf ihren Fahrten begleiteten und an ihren Forschungen und Bestrebungen thätigen Antheil nahmen. So vor allem . die Frau'-des österreichischen Afrikaforschers Dr. Emil Holub, ferner die Gattin des englischen Forschungsreisenden Petherick und jene des russischen Erforschers des mittelasiatischen Berglandes, Potanin, die Englandenn Marie Smith, die spatere Gattin Livingstones, und ihre Tochter Marie Mossat, endlich Mrs. Peary, die ihrem Gatten, dem berühmten amerikanischen Nordpolfahrer, bis in die nördlichsten Breiten folgte und ihm in seinen Unternehmungen aufs Thatkräfi n . c llgne veisiano. Professionelle Kanincheujägcr. Eine Ausnahmestellung unter den im australischen Busch beschäftigten Arbeitern nehmen die Rabbiters," die Kaninchenjäger ein, von denen in besonders schlimmen Jahren auf einzelnen großen Stationen bis zu 100 be schäftigt werden. Es herßt, daß die Kaninchen von einem englischen Farmer zu Sportzwecken eingeführt worden seien. Wenn dem wirklich so ist, so haben die australischen Schafzüchter alle Ursache, das Andenken dieses Braden zu verwünschen, denn man schätzt den Gesammtbetrag der zur Vermchtung der wilden Kaninchen von den australischen Kolonien jährlich aufgewendeten Summe auf $2,500,000 bis $3,500,000. Man wird diese ungeHeuren Zahlen begreiflich finden, wenn man erwägt, daß nach einer keineswegs willkürlichen, sondern den thatsach lichen Verhältnissen durchaus entsprechenden Berechnung ein einziges Kaninchenpaar innerhalb fünf Jahren eine Nachkommenschaft von 20,000.000 erzielt haben kann. Obwohl die Rabbiters" täglich 300 bis 400 Stück er legen und man den Thieren auch sonst auf alle erdenkliche Weise zu Leibe geht, ist doch eine wesentliche Abnahme der Kaninchenplage viel weniger durch diese Mittel als durch ein paar ungewöhnlich dürre Jahre herbeigeführt worden, in denen zahllose Schafe, daneben aber auch viele Millionen Kaninchen ' zu Grunde gingen. , !

IlgrlWss als Zlctwrddrcchcr.

vorzügliche Leitung des Prenhen" nd Ausfchvung der Segclschnssayrt. Die ftafct des Preußen," des größten- Segelschiffs der Welt, das vor einem Jahr aus seiner deutschen Heimath zum ersten Mal auslief, erregt auch im Ausland die lebhafteste Aufmerksamkeit. Im Allgemeinen bej!eyt die Annahme, daß die Segelschiffe durch den Ausschwung der ammschifffahrt fast auf dem Aussterbeetat gebracht worden sind. Der Preußen" bat emen nunbaren Raumgehalt von 5081 Tonnen und hat den von seinen Eigenthümern aus ihn gesetzten Erwartungen glänzend entsprochen. Die Fahrt vom Aermelkanal bis nach dem chilenischen Hasen Jquique. eine Reise von 12.000 Seemeilen, hat das prächtiae Schiff in 57 Tagen zurückgelegt. etwa in der gleichen Zeit, wie sie auch die großen amerikanischen Frachtdampfer an der pazifischen Küste Amerikas beanspruchen. Jedenfalls hat der Preußen" mit der Fahrt den Rekord der Segelschiffe geschlagen. Dabei war die Witterung durchaus nicht immer günstig, und namentlich die Umschiffung des Kap Horn ging unter den heftigsten Stürmen vor sich. An einem Tage durchlief das Schiff 368 Seemeilen, hatte also eme mittlere Geschwindigkeit von 15 Knoten. Im Hinblick auf diese Leistung schreibt der Pariser Cosmos : Wenn man die Sparsamkeit einer solchen Schifffahrt im Vergleich zu den Betriebskosten der' Dampfschiffe bedenkt, so muß man davon überzeugt sein, daß die Segelschiffe niemals verschwinden werden." Auch die neuerdings in Amerika gebauten Segelschiffe haben starke Beweise zu Gunsten dieser Ansicht geliefert. Nur zwei Schwierigkeiten sind bei diesem modernen Aufschwung der Segelschifffahrt zu überwinden: einmal die Gewähr genügender Ladung und die Befchaffung von Mannschaften mit hft reichender Geschicklichkeit. Diese Hindernisse sind bedeutend, weil die Segelschiffe konkurrenzfähig heute nur unter der Bedingung bleiben, daß sie in weit erheblicherer Große als früher gebaut werden. , . , . Prämien für Kinderreichthum. Der preußische Finanzminister hat sich vor Kurzem dahin ausgesprochen, daß den Häuptern sehr kinderreicher Familien ' eine, Erleichterung in der Steucrleistung zu gewähren sei, und eine ähnliche Absicht obwaltete auch in Bayern, wo bei der projektirten Ge-, Haltsausbesserung derVeamten eine Bevorzugung des stärkeren Familienbestandes geplant war. Nun wendet man der'Frage auch in Frankreich Aufmerksamkeit zu, allerdings nicht aus Gründen fiskalischer Begünstigungen, sondern vorwiegend, mit Rücksicht auf .die geringe, beinahe stockende Zunahme der Bevölkerungsziffer. Die weitaus größte Eisenbahngesellschaft Frankreichs, die Paris-Lyon-Mittelmeerbahn," gibt ihren Beamten je nach der Kinderzahl bemessene jährliche Prämien. Es erhalten Beamte bis zu emem Jabresae halte von 2100 Francs für drei Kinder jährlich 30 Francs; diese Prämie steigt bei neun Kindern bis auf 630 Francs. Bei Angestellten in den Gehaltsstufen von 2100 bis 2400 Francs ist die niedrigste Prämie 80 Francs, wofür man allerdings sechs Kinder aufweisen muß, und steigt bis 440 Francs für neun Kinder, Beamte mit höherem Einkommen, und zwar bis 2700 Francs, bekommen eine Jahresprämie von 100 Francs für acht Kinder und von 250 Francs für neun Kinder. Mehr als neun Kinder sind also Fleißaufga'be." rr I n ' zmz ynticye insuyrung oejiegi uorigens schon seit längerer Zeit bei der österreichischen Kaiser - Ferdinands - Nordbahn, deren Verwaltung alljahrlich aus einem eigenen Fonds an alle Beamten ms zu einer Gewissen whaUS stufe eine der Kinderzahl entsprechende Zulage ertheilt. Postalisches Räthsel. Nach mebr als 45iäbriaer Wänderung ist kürzlich ein an den in Kiel wohnenden Schiffsführer Jens Jensen gerichteter Brief wieder m den Besitz des Absenders gelangt. Jensen fuhr Ende der 50er Jahre an Bord der dänischen Brigg Kourier" an der Ostküste Südamerikas; sein in Marftal auf Aerö wohnender Bruder schrieb ihm am 22. Januar 1859 und adressirte den Brief an das könialick dänische Generalkonsulat in Buenos Aires. Der Brief gelangte nicht in die Hände des Adrett aten. Daaeaen ermelt der Ab sender zu seiner größten Ueberraschung vor Kurzem den alten Brief zurück Er war unterm 25: Januar 1859 in ambura. unterm 27. Januar rn Lon don abgestempelt und hatte nach dem Markenauswels 17 Smllma aekoitet Er zeigte noch die Siegelung, die vor einem halben Jahrhundert Brauch war. Wo sich der Brief in den 45 Jahren aufgehalten hat, wird wohl me ermit telt werden. Genug Hundefleisch. Die Jrrogotten m der Philippinen Abtheilung der St. Louiser Weltausstellung essen nur Hundefleisch, und die Befürchtung, daß ein Mangel an den Vierfüßlern eintreten werde, hatte diese Insulaner bereits itt die höchste Unruhe versetzt. ' Letzthin hat nun Gouverneur Hunt von Missouri mit dem Aufseher des undcpserchs auf dem Ausstellungsgelande einen Kontrakt abge schlössen,, wonach den Jrrogotten wö chentlich 20 Hunde zur Verfügung gestellt werden.

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Haus, Hof und Knd i !2t H-I-I-T T T i i l i " Gegen das 'Schwitzen b'c t Hände empfiehlt es sich, Morgens und Abends einen Kaffeelöffel voll Seisenspintus zwischen den Händen zu verreiben und über Nacht waschlederne, innen mit Talkpulver bestreute Handschuhe zu tragen. Dem namentlich bei Handarbeiten sehr lästigen Schweiß der Hände begegnet man durch Einreiben der letzteren mit Speckstein. Kräuterbutter. Man rührt Butter zur Sahne, fügt daran alle Krauter, die man eben zur Hand hat und die jede Hausfrau m ihrem Garten Pflegen sollte, besonders aber Kerbelkraut, Schnittlauch, Estragon, Petersilie, ferner ein rohes Eigelb, feingewiegte Kapern, Sardellen, Essig oder Citronensaft und feines Oel, formt das Ganze in Ananasform und richtet es zu gerösteten Semmelscheiben oder zu beliebigen Fleischgerichten an. Speck-Vögel. Man schneidet von einem Stück Kalbfleisch (am besten von der Keule) 'runde, etwa eigroße Stückchen, klopft sie gut, durchzieht sie recht reichlich mit feingeschnittenem Speck, streut Salz und weißen Pfeffer darauf, legt sie nebeneinander in ein Kasserol, in welchem man eine kleine, feingehackte Zwiebel und Butter heiß gemacht hat, und deckt sie mit einem gut passenden Deckel zu. ' Wenn sie weich und schön braun gedämpft sind, gießt man einige Eßlöffel Fleischbrühe oder sauren Rahm zu, legt die Vögel kranzförmig auf die Schüssel, in die Mitte entweder gedünsteten Reis oder Makkaroni-Nudeln und übergießt beides mit der Sauce, Zuckerschoten. Man nehme nur ganz junge Schoten, ganz oder in Stücke gebrochen und gewaschen. Frische Butter läßt man heiß werden, thut die Schoten hinein, streut etwas Zucker darüber und läßt sie unter wiederholtem Rütteln eine Weile dämpfen; dann gibt man kräftige Fleischbrühe oder süßen Rahm darüber, dämpft sie weich (lj Stunden), fügt gehackte Petersilie, etwas in Butter geschwitztes Mehl hinzu, schmeckt nach dem Salze, richtet die Schoten, welche wenig Sauce haben dürfen, an und legt rings um dieselben geröstete Semmelcroutons. Benutzt man Fleischbrühe, so muß das Mehl bräunlich geschwitzt sein; '-bei Sahne' muß es hell sein. F r ü ch t e s i n d d i e b e st e Medizin. Es ist erstaunlich, einen wie großen Arzneischatz die , reifen Früchte bergen, und die häufig gemachte Beobachtung der guten Wirkung hat wohl zu der landläufigen Redensart geführt, daß. das .Obst sehr gesund .sei. Die Weintrauben, und besonders die bläuen Trauben sind ungemein nahrhaft und sehr blutreinigend. Ihnen folgen im medizinischen Werthe die Pfirsiche, die jedoch nicht überreif sein dürfen und fküh Morgens, ganz michtern genossen, am gesundesten sind. Eine täglich' Morgens nüchtern gegesfene Apfelsine ist ein vorzügliches Mittel gegen schlechte Verdauung und kurirt bei längerer Kur gründlich. Spinat-Saft zum Färben von Speisen und Backwerk. Zum Färben von kalten, grünen Saucen, von Suppen oder Pürees stellt man sich den Spjnat-Saft in der. Weise her, daß man einige Hände voll frischen Spinat nebst einer Hand, voll Petersilie in Iq chendem, schwach gesalzenem Wasser blanchirt, mit frischem Wasser abkühlt, leicht ausdruckt, durch em femes Haarsieb sireicht, in eine Obertasse thut, mit einem Eßlöffel voll frischem Wasser übergießt und bis zum Gebrauch kalt stellt. Um Vackwerk, Cremes, Gelees und dergleichen grün zu färben, stößt man gelesenen und gewaschenen Spinat in. einem Steinmörser und preßt den Saft durch ein grobes leinenes Tuch, um ihn sogleich zu verwenden. .Was bezweckt'man mit d e.m Wiegen? Man sucht das Kind durch die schaukelnde Bewegung des Wiegens in Schlaf, besser gesagt in eine Art Hypnose zu versetzen, welcher es m Folge der gleichmaßig andauernden Bewegung, selbst wenn es noch so unruhig ist, schließlich und endlich dennoch erliegt. Daß man das Kind durch das Wiegen leichter in Schlaf versetzen kann, als durch alles Andere, bedarf keines Beweises. Es fragt sich nur: ist das Wiegen zweckmäßig und ist es gesund? Darauf ist zu antworten: Es ist mit dem Wiegen eine Abstumpfung des Nervensystems und eine Angewöhnung desselben an ein Betäubungsmittel verbunden, daher ist es weder zweckmäßig noch gesund. Aprikosen in Franzbranntwein einzumachen. Frisch gepflückte, feste Früchte durchsticht man einigemal mit einer' Nadel, bringt sie mit kaltem Wasser bis zum Kochen, nimmt sie heraus, läßt sie auf einem Sieb abtropfen, legt sie in eine Terrine, rechnet auf jedes Pfund Früchte Pfund Zucker, klärt und schäumt denselben und gießt ihn .übe? die , Aprikosen. Am folgenden Tage nimmt man sie heraus, siedet den Saft noch eine Weile, ein und gießt ihn über die Früchte. - Am dritten Tage wiederholt man dies, legt die Früchte in die Einmachegläser, kocht den Saft zu dickem Sirup ein, vermischt ihn, wenn er ausgekühlt ist, mit etwas mehrmals der gleichen Quantität feinstem Franzbranntwein. verrührt dies gut und übergießt die Aprikosen damit. .

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