Indiana Tribüne, Volume 27, Number 274, Indianapolis, Marion County, 11 July 1904 — Page 3

Jnbiana Tribüne, AK. Juli 190&

LIerzte.

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P0cay0NtaSraUlyI0ieÄ0yteNIwelche der Sitzung beiwshnten, be

Thomas

IN ttt gcsttlgM SitzllNg 1X7 ö I u ( v

neuer Vorsitzender indossirt.

fnfnrftrtt ynüv frffnrffn hie (Kenner vvitiv Vvnjv

der Conventton. Bryan wieoer woyl. villyter Parler's

Sonntag. Von der Taggart'SKampfumden VorsidimNational' 1 Comite. S t. L o u i S, 10. Juli. Das Na. tional'Comite trat Heute Morgen 3 zusammen und abermals Nachmittags 4 Uhr mit der ausgesprochenen Absieht X mtR tlhtslltsl. UslS Comite durch seine Wahl zum tiivwMfc aBW4" vi"" Vorsitzenden neu zu organisiren Die Morgen-Sitzung war nicht voll ständig besucht und das geplante Ziel blieb unerreicht. Mack aus New 'ork tt,e? batQuf ba6 ein schlub un höflich erscheine, bevor Herr Parker als Kandidat um Ratb aefraat wov w den sei. Die Taggart.Leute, zur Wahl nicht stark genug, machten darauf aufmerk sam, daß die Herren Hill, Sheehan und Belmont, des Kandidaten Freunde, noch in der Stadt wellten, und de schloffen, diese zu der Nachmittags Sitzung einzuladen. Als der Nach mittag kam, gab's neue Hinderniffe. Der Vorsitzende JoneS vom alten Comite ertlärte mit Entschiedenheit, daS geplante Vorgehen stehe ohne Prä cedenzfall da und sei in Wirklichkeit ungesetzlich. Auch wurde bekannt, daß die Convention zu später Stunde den Vorsitzenden JoneS durch einen Be schluß bevollmächtigte, daS neue Comite zu einer ihm passenden Zeit nach New Jork zusammen zu berufen. Ferner reisten Senator Hill und Sheahan Mittags nach New Jork ab und konnten somit der Sitzung nicht beiwohnen. Senator JoneS. der zurücktretende Vorsitzende, erklärte der Assoc. Presse, er sei von der National-Convention gestern Nacht bevollmächtigt oder besser angewiesen worden, die erste Sitzung des neuen Comites in New Aork abzu balten. Bevor er das neue Comite einberufe, könne es sich nicht organi siren uud sonstige Sitznngen werden ohne Vollmacht abgehalten. öerr?koneS bemerkte, er werde vor Einberufung des Comites Richter Par ker zu Rathe ziehen. ES wäre ein un erdörter Voraana. sollte sich daS Co mite constituiren wollen, ohne sich mit t i -7 e . , . , , t ry w dem Candldaten m'-S Einvernehmen zu lexen. Kurz nach Beginn der Nachmittags Sitzung wurde Taggart, welcher den Vorsitz führte, ersucht, zurückzutreten, damit ldm keine Verleaenveuen er. wüchsen. Aug. Velmont von N. I. wurde ge rufen und um Richter Parker's Ansich ten befragt. Er bedauerte, diese nicht angeben zu können. Oberst Guffey verlangte, das Comite solle Parkers MeinungZ - Aeußerung abwarten. Senator Baileh von Texas trat für sofortige Erledigung der Frage ein. T a g g a r t indossirt. S t. L o u i 8 , 10. Juli. Nach annähernd zweistündiger Debatte bot Senator Bailey einen Compromiß an, falls das Comite einen Beschluß fasse, welcher die Candidatur von Thomas Taggart als Vorsitzender des Comites mdowrt. Maa erklärte ny hierzu verelt v s.,, e?:f? uiiu vii iin.uy ijuiy vu ibvuiiiiiw Mitglieder oder deren Stellvertreter. schlössen einstimmig die Jndossirung von Taggart's Candidatur Das Comite versammelt sich somit wieder in New ZZork auf den Ruf des früheren Vorsitzenden JoneS. Die SchlußStunden der C o n v e n i i o n. St. Louis. Mo., 10. Juli. ? Schluß.Stunden d demokr.- Na. I t 7 w tr . I L. t iionaiuonoenuon, otc onn:ag " v I V- JJlVlüllU) tuiumu vctiuyic, wl-i. waren voll dramatischen Interesses. Als die Convention um 2 Uhr SamS tag zur Ernennung eines Candidaten für die Vice.Vrändentscbast usam mentrat. schien alles auf ein rasches Ende zu deuten. Dann entschlossen sich aber die Führer trotz einigen Wider spruchS zu einer Vertagung bis 5 Uh 20. ' Als diese Stunde gekommen war. folgte die Episode mit dem Parker

Taggart

&C Natl0Nal-C0Mltcs Äs nl3 iimnTnffffr. Iffcffn Ptfifnhnt " j ii-o Weltausstellung. Telegramm und die lange, aufregende Debatte, die mit der versöhnlichen Antwort an Parker schloß. Die Abstimmung für Vice.Prüsident ging rasch vor sich und um 1 Uhr 31 Min. verkündete Vorsitzender Clark Vertagung der Convention sin die. Die abgehetzten Delegaten eilten so rasch als möglich aus dem Saale und uchten die lange entbehrte und drin gend nothwendige Ruhe. Am Sonntag besuchten viele die AuS ftellung; Abends aber war der BahnHof mit abreisenden Delegaten gefüllt. Bryan'S Befinden. St. Louis, 10. Juli. Herrn Bryan'S Befinden ist heute bedeutend gebessert und er hofft morgen nach Lin coln zurückkehren zu können. Als er gestern Nacht fein Bett verieß, um nach der ConventionS-Halle zu eilen, stand feine Temperatur über 100 und er klagte über LungenBe fchwerden. Doch bezeichnete der zu Rathe gezogene Dr. ObScrne den Zu stand aks ungefährlich. Daß er nach der ConventionS'Halle ging, geschah g?gen den Wunsch seines Arztes und seiner Freunde. NotifikationS Comite. S t. L o u i S . 10. Juli. Der Sitzung des Comites, welches die von der demokratischen Convention Nomi nirten zu benachrichtigen hat, und die sofort nach Schluß der Convention stattfand, wohnten nöchstenS ein Dutzend Mitglieder bei. ES wurde demgemäß beschlossen, die Vorbereitungen gänzlich dem demokra tischen National-Comite zu überlassen, daS mit Champ Clark und I. S. Wil liams. dem permanenten und zeitweili gen Vorsitzenden der Convention, con ferirt. DaS National'Comite fetzt sich mit den Candidaten in'S Einvernehmen und bestimmt die Zeit der formellen Notifikation. Besuch der Ausstellung. S t. L o u i s, 10. Juli. Die Aus stellungs'Leitung veröffentlicht heute Abend nachstehenden Bericht über den Besuch in letzter Woche: Montag, 4. Juli, 172,142; Dien stag, 5. Juli, 77,899; Mittwoch, 6. Juli, 86,352; Donnerstag. 7. Juli. 83,666; Freitag, 8. Juli, 74,195; Samstag, 9. Juli, 93,051; Total 593,303. Wiederholung: April, 1 Tag, 187, 793; Mai, 26 Tage, 1,001,391; Juui, 26 Tage. 2,124,856; Juli, 3 Tage, 779.206. Zusammen bis 10. Juli: 4,093,226. Etwa 100 Journalisten, die der de mokratischen Convention beiwohnten. besuchten heute die Philippinen Aus stellung als Gäste der Ausstellung. Die fremden Aussteller, gestützt durch die Commissäre' ihrer Länder, drohen mit Rückzug ihrer Ausstellungen, falls die Ausstellungsleitung sie auch ferner hin als Concessionare behandelt. Aus Sagamore Hill. O y st e r B a y, N. F., 10. Juli. Der heutige Tag auf Sagamore Hill verlief ruhig. Nur wenige Verwandte und intime Freunde der Familie er schienen zu Besuch. Der Präsident enthielt sich jeder Be merkung über die letzten Vorgänge auf der St. Louiser Convention. Er be suchte Vormittags mit seiner Familie die Kirche und unternahm Nachmittags einen langen Spaziergang. i . Das C o r o n e r ö-V e r d i k t. L i t ch f i e l d, Jll., 11. Juli. Die CoronerS-Jury zur Untersuchung des Waöash Bahn-UnglückS bei Litch field am 6. Juli hat die Zahl der Tod ten aus 25 festgestellt. 20 sind identi fizirt, einer unerkannt und 4 vermißt. DaS Verdikt gibt als Ursache deS Unfalls an, daß der Zug in eine offene Weiche fuhr, die sich in schadhaftem Zustand befand. Ferner ergiebt das Beweismaterial, daß Margaret Stei ner und die 3 Mitglieder der Familie Connell bei der Entgleisung verbrann ten und daß ihre Leichen, niemals ge funden wurden. Die Connell . Familie stammte aus Chicago.

Vierzehn Todte.

Deutsche 3li'Pol die Opfer eines furchtbaren BahnUnfalls. N e w I o r k, 10. Juli. 14 Perfo. nen wurden getödtet und etwa 100 verletzt bei einem Zusammenstoß heute urz vor Mittag in Midvale, N. I., wo ein Paffagierzug der Greenwood Lake Zweig-Linie von der Erie Bahn mit einem Excursionszug, der zum Wasser-Einnehmen gehalten, zusam menstieß. Alle Todten und Verletzten ebten in Hoboken, Jersey City und New York. Der Excursionszug beförderte Mit glieder des ersten PlattdeutfchenVereinS von Hoboken zu ihrem JahreS-Picnic und hatte 800 Passaglere; er bestand aus 12 Wagen und 2 Lokomotiven. Die erste Maschine hatte Wasser geaßt, als der regelmäßige Passagierzug nahte. Der Flaggmann des Special-ZugS ignalisirte dem Lokomotiv-Führer des einfahrenden Zuges, aber in Folge einer Kurve wurde die Flagge erst ficht bar. als es zu spät war. Die Getödte en und Verletzten befanden sich in den etzten Wagen. Die Trümmer gerie hen nicht in Brand und die Entfer nung der Opser ging rasch vor sich. Die Passagiere aus den unbeschädig tene Wagen eilten zurück und leisteten Hilfe, ebenso Bewohner von Midvale, von denen viele den Zusammenstoß gehört. Die 14 Umgekommenen waren bald neben daS Geleise gelegt und die Verletzten nach den Nächstliegenden Häusern gebracht. Während nach Aerzten gesandt wurde, kamen Frauen aus Midvale mit Material zur Fürsorge für die Verletzten. . Die am schwersten Betroffenen wurden nach Little Falls und von Jersey City und Hoboken überführt, die leichter Verletz, ten fanden Behandlung in Midvale. . Lokomotivführer uud Heizer des ,re gelmäßigen ZugeS verschwanden kurz nach dem Unfälle. Sie entkamen un verletzt, indem sie unmittelbar vor dem Zusammenstoße absprangen. A Doppelmord. Omaha, Neb., 10. Juli. W. M. Zeeler erschlug seinen Schwiegervater William Surkamp mit einer Brechstange und erstach dann seine Frau mit einem Fleischermesser Der Mord folgte einem Streite zwischen Zeeler und seiner Frau, welche in Folge dessen nach dem Hause ihres Vaters ging, wohin Zeeler folgte und in der Wuth den Doppelmord beging. Er hat die Flucht ergriffen und die Polizei sucht nach ihm. Der Schweiger von Esopus. Esopus, N. Y.. 10. Juli. Trotz der ungewöhnlichen Stunde, zu welcher sich Richter A. V. Parker heute früh nach Empfang der St. Louiser Nachrichten zurückzog, fuhr er Vormittags mit seiner Frau nach der Kirche in Kingston, als deren Rektor sein Schwiegersoh n Rev. Hall fungirt. Ein Stell Vertreter Hall's, der sich in St. LouiS befand, leitete den Gottesdienst. Die Besucher Parker's, I. B. Mac Donald und Richter Hatch blieben bis Nachmittag bei ihm, worauf sie nach New Jork abreisten. Den Nachmittag verbrachte der Bannerträger der demokr. Partei auf seiner Veranda mit einer Anzahl Freunden. Glückwunsch - Depeschen laufen noch fortwäbrend ein. Pool-Rooms" geschlossen. Cincinn ati, 10. Juli. Der Generalanwalt von Kentucky kündigt an, daß die Pool-RoomS" in Coving ton geschloffen werden. Gegen die Eigenthümer sind beim KreiSgericht Einhaltsbefehle beantragt. Dynamit-Explofion. Marblehead, O., 10. Juli. Heute Nacht explodirte in einer Scheune eine Wagenladung mit Dynamit und Pulver in Folge eines Blitzschlags. ES gab keine UnglückSsälle; wenn auch verschiedene Gebäude beträchtlich beschädigt und selbst auS ihren Funda menten gehoben wurden. Bäume wurden entwurzelt und verschiedene Leute stürzten bewnßtloS zu Boden. Die Kraft der Explosion wurde in Sanduöky, Port Clinton und sogar in dem 50 Meilen entfernten Cleveland gespürt. Liverpool. Etwa 70 Ueberlebende des untergegangenen Dampfers Norge sind aus Stornoway, Schottlantz, angelangt. Sie fahren auf

einem Cunard-Dampfer nach N. I. V .. :

Cervera geehrt. Amerika. Bewunderer danken für fein Verhalten bei Santiago.

Medina, Sidonia, Spanien, 10. Zum Zeichen der Dankbarkeit für seine Haltung bei Santiago und seine Fürsorge für amerikanische Seeleute, wurde heute dem Admiral Cervera ein Album überreicht, das die Unterschriften einer Anzahl bekannter Amerikaner nebst Briefen von Subscribenten enthällt. Die Ueberreichung erfolgte im Namen seiner amerikanischen Mitbürger durch Herrn Wyrd. In seiner Dank.Ansprache' bemerkte der Admiral, sein Verhalten gegen Leutnant Hobson und die amerikanischen Seeleute nach der Versenkung des Merrimae" sei durch Befehle von höherer Stelle diktirt gewesen. Admiral Cervera lehnte es verschiedeutlich ab, sich von feinen amerikanischen Bewunderern auf diese Weise ehren zu lassen; trotzdem aber führten diese ihren Plan aus. Gen. Toral todt. Madrid, 10. Juli. General Toral, der Commandant der Garnison von Santiago bei der Belagerung durch die amerikanischen Truppen, ist heute in einer nahen Jrren-Anstalt gestorben. Der Kummer über seine Ea pitulation hatte ihm den Verstand geraubt. Ge stündnisse eines Mörd e r s. Pit töburg, Pa., 10. Juli. Der Farbige John Johnson, der mit einem schwarzen Schicksals'Geuossen am Donnerstag wegen Mordes gehängt wird, hat 4 andere Mordthaten gestanden. 2 der Opfer fand er in einem Gepäckwagen auf einer virginifchen Bahn, ermordete sie wegen S5, die sie im Besitz hatten, und warf die Leichen aus dem Zug. Ebenso handelte er bei 2 Andern auf einer Georgia Bahn. Sase-Ball. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt : American Association. Milwaukee, 10. Juli. Milwaukee 00 1 0001 2 4 Indianapolis... 0 000100102 KansaS City, 10. Juli. E r st e S S p i e l. KansaS City ..2 0002002 6 Toledo 00001003 0 4 Zweites Spiel. KansaS City. ...3003100101 9 Toledo 00006110008 St. Paul, 10. Juli. Louisville ...I 00000000 12 St.Paul....0 1 000 00 0 00 1 MinneapoliS, 10. Juli. MinneapoliS ..0 0100000 1 ColumbuS ....0 0000000 00 N ation al-L i g a. St. Louis, 10. Juli. Erstes Spiel. St. LouiS ....0 0020100 3 New Nork 010100000 2 Zweites Spiel. St. LouiS.... 0 0 0 0 0 0 0 011 New Jork 10 0 0 0 0 0 0 23 Cincinnati. 10. Juli. Erstes Spiel. Cincinnati ....10000000 01 Philadelphia. ..1 01 0 0 2 0 0 04 Zweites Spiel. Cincinnati.. .. 3 0200002 07 Philadelphia ..00010000 01 Chicago, 10. Juli. Chicago 0 0012000 3 Brooklyn 00 0 00000 2 2 Schiffsnachriöten. Angekommen: Southampton: Germanic" von New Bork via Cherbourg. Liverpool: Bovic" von New Bork; Lake Manitoba" von Montreal; Sicilian" von Montreal nach Glasgow; Tunisian" von Mon treal. ' Fiume: Pannonia" von New Jork via Neapel. j London: Mefaba" von New Bork. Glasgow: Laurentian" ' nach New Bork. Hamburg: Bulgaria" nach New Bork. . Southampton: Friedrich der Große" nach New Jork. ' Queenstown: Ctruria" nach Ncw

Bork.

Streitkrkfte der HauvtmäHts. Fast alljährlich 'läßt die englische Admiralität im Parlament eine dergleichende Uebersicht, übe? die Streitkräfte Großbritanniens, Frankreichs, Rußlands.Deutschlands, Italiens und der Vereinigten Staaten zur Vertheilung gelangen. Diese Tabelle, die das Dadim des Stapellaufs, den Tonnengeholt, sowu die Armirung eines jeden Schiffes angiebt, theilt alle diese Fahrzeuge in Linienschiffe, 5kreuzer. Küstenwachtschiffe, Torpedo- und Unterseeboote ein, die entweder schon gebaut sind oder sich noch im Bau befinden.' Die dem britischen Parlament in diesem Jahre vorgelegte Zusam mensiellung zeichnet sich nicht nur durch große Uebersicht lichkeit, sondern auch durck eine vortbeilhafte Neuerung aus, indem die Schiffe jeder Nation auch nach Typs eingetheilt worden sind. Was zunächst die Gesammtheit aller öereits gebauten Schiffe anlangt, so zeigt die in Rede stehende Tabelle, daß Großbritannien über 445 Schiffe, Frankreich über 399, Rußland über 280. Deutschland über 213. Italien über 204, die VereinigtenStaaten über 111 und Japan über 148 Schiffe verfügen. Im Bau haben Großbritanmen 104, Frankreich 172. Rußland 42. Deutschland 24, die Vereinigten Staaten 27. Italien 14 und Japan 7 Schiffe. Insgesammt haben die vorangegebe nen sieben Großmächte 1800 Kriegs-

schiffe bereit, die sich auf die einzelnen Gattungen wie folgt vertheilen: 129 Linienschiffe erster Klasse, 23 zweiter Klasse und 19 dritter Klasse; 53 Küstenwachtschiffe, 70 Panzerkreuzer, 37 geschützte Kreuzer erster Klasse, 108 zweiter Klasse, 87 dritter Klasse und 49 ungeschützte Ki euzer, 74 Torpedokreuzer und Avisos, 282 TorpedobootZerstörer, 824 Torpedoboote und 45 Unterseeboote. In Bezug auf die bereits auf Sta pel befindlichen Schiffe oder solche, deren Baubeginn im ersten Viertel dieses Jahres beschlossen war, führt die tabellarische Uebersicht 404 auf: 56 Linienschife erster Klasse, 41 Panzerkreuzer, 3 geschützte Kreuzer erster Klasse, 5 zweiter Klasse und 13 dritter Klasse, 8 Aufklärungsschiffe, 74 Torpedobootzerstörer, 116 Torpedoboote und 88 Unterseeboote. Aus einem Vergleiche zwischen den schon gebauten und noch im Bau bekindlichen Schifft aller Nationen ergiebt sich die interessante Thatsache, daß alle Seemächte nur noch Linienschiffe erster Klasse herstellen, daß sie alle den Bau von Küstenwachischissen und gepanzerten Kanonenschiffen aufgegeben haben, und daß endlichKreuzer ohne jeglichen Panzerfchutz gegenüber den modernen Geschützen nicht mehr für geeignete Kriegsschiffe angesehen werden. Zum ersten Male erscheint auch in der Statistik der noch zu bauenden Schiffe der ganz neue Typ der Aufklärungsschisse oder Scouts. Diese Schisse hat zunächst nur die englische Marine in Auftrag gegeben; doch können vielleicht auch einige Kreuzer dritter Klasse anderer Nationen, wie z. V. der NowU" der russischen Marine, zu dieser Schiffsgattung gerechnet werden. An Stelle der Torpedobootzerstörer sind jetzt bei fast allen Marinen Torpedokreuzer und Torpedo-Avisos getreten; hiervon hat Großbritannien 63, Frankreich 15, Rußland 14, Deutschland 6, JWen 2 und Japan 1 Schisf im Bau. Nur die Vereinigten Staa ten haben zur Zeit kein derartiges Boot in Arbeit. Ganz besonders thätig in der Herstellung von Torpedobooten ist Frankreich, denn von zusammen 116 auf Stapel befindlichen oder projectirten Booten baut ' die französische Marine allein 94, während von der gleichen Schiffsnasse in Großbritannien nur 4. in Italien 14, bei den Vereinigten Staaten 1 und bei Japan noch 3 unvollendet sind. Auch von der lebhaften Entwickelung, die die unterseeischen Fahrzeuge genommen haben, giebt die statistische Tabelle Beweis und zeigt,' daß Frankreich zur Zeit 48 Unterseeboote, Großbritannien deren 21, Rußland 14 und Italien 5 in Bau oder in naher Vollendung hat. . VktZzltevige SÄWiegersotinc. Man sollte es kaum für möglich halten, aber auch einem Rothschild kann es zu viel werden, die Spielschulden seines Schwiegersohnes zu befahlen. In Paris erregt der Prozeß, den Madame Maur. Ephrust gegen ihren Gatten auf Trennung der Gütergemeinschaft im Civilgericht anhängig gemacht Hai, berechtigtes Aufsehen. Man spricht von ungezählten Millionen Spielschulden und lebhaft bewegten Szenen im Palais Rothschild. Wer will es dem alten Alphonse de Rothschild verdenken, wenn ihm der lange Geduldsfaden endlich doch gerissen ist. In anderen Ländern, der Türkei, zum Beispiel, macht man mit widerspenstigen Schwiegersöhnen viel kürzeren Pro zeß. Was da nicht Order parirt, wird hinter Schloß und Riegel festgesetzt. Einen Sultan zum Schwiegervater zu haben, ist immerhin eine riskante Sache, und Kemal Eddin hat nun wahrscheinlich auf Lebenszeit Muße, im dunklen geheimen Verließ über seinen Liebesroman nachzudenken, in den: zwei Sultanstöchter die rechtmäßige Gattin und des anderen" Frau d Haöirollen spielen.

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