Indiana Tribüne, Volume 27, Number 274, Indianapolis, Marion County, 11 July 1904 — Page 1

Indiana Tribüne. Tage- und Sonntagsblatt Tage- und Sonntagsblatt 10c per Woche. 10c per Woche.

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Erscheint jeden Nachmittag. Jahrgang 27. Indianapolis, Ind., Montag, 11. Juli 1904 No. 274.

Schwere Kämpfe zu Land und

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asser vor Port Arthur.

800 Russen sollen in den letzten zwei Tagen in der Vertheidignng der Stadt getödtet sein.

C h e F o v, 11. Juli. Eine schwere Kanonade war von Mitternacht bis 3 Uhr Morgens heute im Gange. Zuverlässige Nachrichten liefen ein, nach denen eine Seeschlacht, die von 9 Uhr Morgens bis 3 Uhr Nachmittags dauerte, vor Port Arthur ausgefochten wurde. Nach Aussagen chinesischer Flüchtlinge, welche hier von Port Ar thur eintrafen, wurden 800 russische Todte, darunter zwei hohe Offiziere in die Stadt gebracht; dieselben sollen während der letzten Tagein Vertheidigung der Stadt gefallen sein. Die Japaner sollen sich jetzt innerhalb 6 Meilen von der Stadt befinden. Noch "Wong's" Heim Von Einbrechern heimgesucht. Reiche Beute an. Geld und Juwelen. Gestern früb. 4 Uhr. erwachte der Weltausstellungs-Commissär des Kaisers von China, Herr Wong, durch ein Geräusch im Schlafzimmer seiner Wohnung. No. 1220 Broadway. Er sah einen Kerl, der sich an seinem Schreibtisch zu schaffen machte und schrie ihm zu, er solle sich wegscheren. Der Einbrecher, denn ein solcher war es, ließ sich das nicht zweimal sagen, sondern nahm schleunigst Abschied. Herr Wong erhob sich nun gemäch lich von seinem Lager und machte alsbald die unangenehme Entdeckung, daß aus seinem Schreibtisch dle Summe von $400, sowie Schmucksachen im Werthe von $500 verschwunden waren, Unter den Letzteren befand sich ein 4- karatiger Solitair. der $500 und ein 2 Karat-Diamant, der $200 werth war. Fünf werthvolle goldene Uhren und sonstige werthvolle Schmuckgegen stände. Der Einbrecher war durch ein Hinterfenster in das Haus gedrungen. Herr Wong kennt jedenfalls die Vorzüge der Depositen-Gewölbe noch nicht. Das Versicherungs-Geschäft im Staate. Der Bericht der Versicherungs-Ge-sellschaften in Jndiana über das letzte Geschäftsjahr ergab folgende Resultate im Vergleich zu den Vorjahren : Die Total-Einnahme der Lebens-Versicherungs-Gesellschaften ergab 1903 $36,462,248.26 gegen $31,590,209.22 in 1802, also ein Plus von ca. $5,000.000 in 1 Jahre. Die Auszahlungen betrugen 1903 über $18,000,000. Die Feuerversicherungs - Gesellschaften in Indiana schrieben circa $1,000,000 ab für kommende Verluste in diesem Jahre. Leicht verletzt. Frau Robert Brenson aus New Palestine erlitt auf dem Heimweg mehrere Verletzungen, die aber leichter Natur sind, indem ihr Buggy an der Ost Washington Str. nahe Highland Ave. mit der Irvington Car No. 585 zusammenstieß. Frau Brenson wurde aus dem Wagen geschleudert und fuhr mit einer Interurban-Car nach Hause, während ihr Pferd wenige Schritte von der Unfallstelle von Insassen der Car aufge- fangen wurde. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die Union-Barbiere wieder auf ihren alten Preis, 10c für das Rasiren zurückgehen. Einzelne derselben - sollen schon jetzt wieder für den alten Preis arbeiten. Die Union wird die Sache noch einmal zur Sprache bringen und wird den Beschluß wiedererwägen.

eines der östlichen AußenwerZe wurde genommen und die Belagerer dringen stetig vorwärts, während die Ruffen langsam zurückweichen. Seit dem 4. Juli waren die Kämpfe im Osten von Port Arthur sehr er

bitterte, der Rauch vom Feuer der Ar tillerie ist fast beständig sichtbar. Todte und Verwundeie langen täg lich an und viele PrivatWohnungen wurden in Hospitäler umgewandelt. Ein chinesischer Maschinist der Port Arthur Trockendocks sagt, daß seit der Schlacht am 23. Juni 2 große Schiffe der russischen Flotte, jedes mit drei Schornsteinen, vermißt werden. Schon wieder ein Tod durch Ertrinken. Im Rroad Ripple Park ertrank m Sonntag Nachmittag Jack Con neu, i ayre an, von O,2v Julian Avenue, Jrvwgton. Conell und sein 19 Safire alter Cousin Charles Caplinger hatten sich ein Boot gemiethet, um eine Vergntt gungSfahrt zu unternehmen und trotz energischer Proteste von Seiten Cap linger'S stand Co.nell verschiedene Male aufrecht in dem Canoe, bis eS endlich. als er gerade wieder einmal '.das Wag niß unternommen hatte, umkippte und beide Okkupanten in's Wasser fielen. Caplinger, der ein ziemlich guter Schwimmer ist, schwamm seinem Con sin zu Hülfe und hatte den in der Auf regung sich verzweifelt wehrenden Con nell schon fest an's User gebracht, als derselbe sich loZriß und vor den Augen des völlig erschöpften Caplinger ver m . sank. Äer cvieoene -AuaenMaen m Booten eilten sofort zur Stelle, konnten aber Connell nicht mehr retten. Dies ist soweit in diesem Jahre der 14. Todes fall durch Ertrinken. Personal-Notizen. I. C. A. Schramm, ein alter deutscher Bürger unserer Stadt ist gestern Abend im Alter von 73 Jahren in seiner Wohnung, 2007 Central Ave. gestorben. Für aber 35 Jahre war Herr Schramm Controlleur der Spiegel Thomas Möbel-Fabrik. Er wurde in SachsenWeimar geboren und kam in jugendlichem Alter mit seinen Eltern nach Jndiana, wo er sein ganzes Leben verbrachte. wchttefler Mary aectlc. t Schwester Mary Cecile, die vor meh ren Jahren in dem Annen-und Altershelm der Ulttle wers os tye Poor thätig war, starb gestern nach 2-monatlichem Krankenlager. Die Beerdiauna findet beute Morgen im Heiligen Kreuz Friedhof statt. Schwe ster Mary Cecile ist 39 Jabre alt ge worden und war allgemein beliebt wegen ihrer christlichen Liebeswerke. Durch Neger im Schlafe überfallen und verwundet. JameS Wilfon aus Greensburg, der von einem Neger im Camp der Shutt Eonftruction Co. gestern angefallen I . . W ? f ? L 3 . uroe ,m nispeniarmm ouraz m. fiehttilfiS Verbunden UND dllNN itt'S - sspi,l überführt. Der Neger der is..!,!. ern:rr cy.rx ... ..v uuc uiiuu S jcuujen gu ucicii Uttv als dieser erwackte. scklua er ibn mi k w ' w m einem Knüttel auf den Kopf, zwe große Kopfwunden verursachend I m, m m M. M. - T . - ervano wtui)G)tv wmm General Versammlung der Delegateu des Verbands heute Abend, prompt 3 Uhr, itt der Unabh. TurnHalle.

Mit Revolverschüssen

Jagen Neger weiße Knaben aus dem Bade. Ein Knabe verletzt. Als gestern Nachmittag gegen 5 Uhr eine Anzahl weißer Knaben im Flusse bei Woodfide . ein erfrischendes Bad nahm, erschien plößlich eine Rotte halbwüchsiger Negerbuben und jagte die badenden Knaben, ohne ihnen Zeit zum Ankleiden zu lagen, aus dem Waffer. Mit dieser Heldenthat nicht zufrie den, verfolgten sie die fliehenden nackten Knaben, aus welche ihr Anführer, der Neger Bill Tucker, wenigstens 15 Pi stolenschüffe abgab.Cine derKugeln traf den 19-jährigen Harrison Miller, der mit seinen Eltern No. 212 Detroit Straße wohnt, an der Schulter, eine gefährliche Wunde verursachend. Bill Tucker ist noch nicht verhaftet. Damen-Verein des Unabhängig gen-TnrnvereinS. Der Damen-Verein des Unabhängigen Turnvereins hielt gestern Nachmitag 3 Uhr in der Turnhalle eine sehr gut besuchte Versammlung ab behufs Besprechung über daS BenefizEuchre, welches Donnerstag, den 14. Juli Abends stattfinden soll. Die Begeisterung war groß, so daß die Aussichten glänzend sind und ein großer Reingewinn zu erwarten ist. Nach Schluß der Debatte fand ein ebhafter Euchre statt, zu welchem Frl. Metzner die Arrangements getroffen hatte. Folgende Damen erhielten die Preise: 1. Preis Frl. Greiner. 2. Preis Frau Rud. Maurath. 3. Preis Frau A. P. Rubinson. 4. Preis Frl. Stella Doepers. 5. Preis Frau L. P. Sargent. in Frecher Einbruch In tz. Schergens Schaufenster. Zwei junge Burschen, John Wagner und Valentine Meyer, wurden 'gestern Abend 7 Uhr auf frischer Shat ver hastet, als fie fich aus dem Schaufenster von H. Schergens, Juwelierladen 331 East Washington Str. 4 Alarmuhren aneigneten. Die jugendlichen Spitz buben hatten das Spiegelglas zer trümmert um den Dlebstahl zu be aeben. Zrau Sanna. welche vom Riverfide Park zurückkehrend den Ein bruch bemerkte, benachrichtigte die Po lizei. so daß die Buben eingelocht wer den konnten. $ Serman Minier i. Aus Bielefeld in Westphalen kommt die Trauerkunde, daß Herr Herman Minier der früher lange Jahre in In dianapolis ansässig gewesen und sich einen weiten Freundeskreis erworben hatte, dort verstorben sei. Er erreichte ein Alter von 64 Jahren. Sein Sohn Hermann Minier und sein Bruder Fred Minier wohnen in unserer Stadt. Sieger im Skat. Im schattigen Turner-Park hielt'ge stern der MatadorSkat Club sein regel mäßiges Turnier ab. Die hübschen Preise gewannen: 1., Ermer Erler; 2., . Conrad Beche rer; 3.' Louis Hirsch; 4., Henry Mösch; 5., Julius Becherer; 6., Leo Lands; 7., Carl Kreis; 8., Martin Deutsch. Feuer an Talbot Ave. Beschädigt drei Wohnhauser. Gestern Abend gegen 5 Uhr kam in dem von I. H. RobbinS bewohntem Hause . 2312 Talbot Avenue Feuer zum Ausbruch und richtete dort einen Schaden van 81800 an. An den benachbarten Häusern 2310 2314 Talbott Ave., die ebenfalls von den Flammen ergrissen wurden, betrug der Schaden nur S100. Bewohner derselben sind H. ConnorS bezw. H. Hill. . Min , Raucht die Thfc I Mingo.

Im herrlichen Germania-park Begehen die Sanger vom Liederkranz, die Veteranen und die Braner ihre Feste

Im gemüthlichen Unter den majestätischen Baumriesen deS prächtigen Germania Parkes feierte gestern der Indianapolis Lieoerkranz sein jährliches Waldfest. Die noch am Morgen drohenden Wolken hatten sich bis Mittag verzogen und ungetrübt lachte die Sonne auf eine fröhliche und I festgestimmte große Schaar von Be fuchern herab. Zugleich mit dem Liederkranze feierten aber auch der Deutsche Beteranen-Ver-ein und der Brauer - UnterstützungS Verein ihre Festlichkeiten. Aus Düsseldorf waren nämlich Briefe vom Herrn Consul Peter Lieber hier eingetroffen. n denen er ihnen für die ihm gelegen:. lich seines 70. Geburtstages über sandten Gratulationen seinen Dank abstattete, außerdem war auch noch an die Brauer speziell, ein Dankschreiben für daS ihm geschenkte Gruppenbild eingetroffen. Im Namen seines abwesenden VaterS nun hatte Herr Albert Lieber die , beiden Vereins zu einer Erfrischung eingeladen, welcher Einladung von allen Seiten aus zahlreich entsprochen wurde. Hierdurch gestalteten sich 'die Festlichkeiten im Parke gestern zu einer Art dreisachen Festlichkeit. Ansprachen der drei Vereins-Präsidenten, eine Nede des Herrn Fritz Francke, des Präsiden ten des Germania Park-VereinS, ein Dank, dargebracht durch Herrn Albert Lieber, im Namen seines im alten Vaterlande weilenden, hier so beliebten Vaters, Gesangs Nummern, offiziell vorgetragen vom Llederkranz, unter Leitung seines fähigen Leiters, Prof. Carl Riegner. Spiele für die Kinder usw. vervollständigten die Vergnügun gen deS TageS. .' Zur Vernehmung gelangten die.bei den an den Veteranen Verein gesandten Schreiben wie folgt: Düsseldorf, 27. Mai 1904. An den Deutsch'Amerikan. Veteranen Verein von Indianapolis. Liebe Kameraden ! Herzlichen Dank sür die so ehrenvolle Auszeichnung, womit Ihr mich gele gentlich der Feier meines 70. Geburts tageS überrascht und so hoch erfreut habt, liefert Euer liebes Schreiben doch den besten Beweis dafür, daß Ihr Euer alten Kameraden noch in gutem Andenken haltet, wenn auch der Ozean und taufende von Meilen seit einer Reihe von Jahren schon zwischen, uns liegen. Mancher der alten Kameraden ist wohl unterdessen abberufen worden zur großen Armee Ehre ihrem An denken. Euch aber, die Ihr noch übrig seid, und mir diesen schönen Be weis Eurer Anhänglichkeit und treuen Kameradschaft geliefert habt, Euch danke ich nochmals von ganzem Herzen und schließe mit der Versicherung, daß ich Euch, alten Kameraden, ebenfalls stets ein freundliches Andenken bewah ren werde bis zu der Stunde, wo auch ich einmal zum letzten Appell antreten muß. Mit herzlichem Gruß Ener treuer Kamerad Peter Lieber.. Düsseldorf, 3. Juni 1903. Liebe Kameraden! Nehmt meinen herzlichen und inni gen Dank für die freundlichen Wünsche zu meinem siebzigsten Geburtstage und die sinnige und hübsche Ueberraschung, welche Euer liebe? Schreiben begleitete. Schon längst ist es mein sehnlichster Wunsch wieder im Kreise meiner lieben. anen ameraoen, oeren tcy immer gerne gedenke, weilen zu können und sobald mir mein Gesundheitszustand wieder eine weitere Reise erlaubt, werde ich nicht verfehlen, meine alten Freunde aufzusuchen. Inzwischen nehmt meine auflich tigen. kameradschaftlichen Wünsche für ein ferneres gutes Gedeihen unseres

Zusammenwirken.

Vereines und Gesundheit und Wohl ergehen seiner Mitglieder und seid Alle herzlich gegrüßt von . Eurem getreuen Kameraden Peter Lieber. An den Deutschen VeteranenVerein, zu Händen der Herren Louis G Ruth senr., Jacob Scholl, Henry Laatz, Fred. Hartman und Capt. Charles Schmidt, Indianapolis, Ind. Nach der Verlesung derselben wurde nach einem vom Liederkranze abgestat teten Besuche noch eine Extrafeier zur Ehrung des seit Jahren dem Veteranen Verein treudienenden Protokoll-Secre tarS Kameraden Chas. Kostenbader veranstaltet, gelegentlich welcher ihm Capt. Chas. I. Schmidt für seine treuen Dienste eine goldene Medaille mit folgenden kernigen Worten über reichte: Wer die Sporen zu tragen wünscht. der soll sie selbst erwerben, und ein Ar beiter ist seines Lohnes werth! sind in Wahrheit getreue Sprichwörter. Kamerad Chas. Kostenbader! ES ist ein Gerücht hier zwischen unseren Kameraden im Umlaufe, welches Sie direct betrifft, und, wie.es scheint, hat keiner unserer alten früheren Soldaten den Muth, Sie dessentwegen zur Rede zu stellen, um jedoch dieses Gerücht auf zuklären und jedes unserer Mitglieder zu beruhigen, bin ich ersucht worden, Ihnen hiermit, obgleich ungern, reinen Wein einzuschänken". Kamerad! Sie sind angeklagt, daß Sie seit beinahe 7 Jahren rechtschaffen und unermüdlich Ihre Ihnen auferlegte Pflicht als pro tokollirender Sekretär unseres Vereins erfüllt und sonstige andere Nebenarbei ten, welche mit Ihrem Amte verbunden sind, ebenfalls treulich besorgt haben. Dieses erkannten unsere Mitglieder bis dato an, wollen Ihnen nun aber gele gentlich Ihres 61. Geburtstages hier mit ein kleines Andenken überreichen und nicht nur mit leeren Händen oder eitlen Worten Glück wünschen. Em pfangen Sie daher dieses Andenken aus meinen Händen, tragen Sie dasselbe und halten Sie es in Ehrerl als Erin nerung an diesen Tag, und wünschen wir Ihnen und Ihrer Familie eine an genehme Zukunft." Mit diesen Worten wurde das gol dene Vereinsabzeichen Herrn Kosten bader auf die Brust geheftet. Nach Schluß der Rede wurden Glück wünsche dem so Geehrteu von den Ver einsMitglieder ausgesprochen. Auch der Brauer-Unterstützungs'Verein war vollständig vertreten und abgleich der Verein keine weiteren ofsiziellen Feier lichkeiten vorgesehen hatte, so haben fich alle Mitglieder denuoch köstlich amü firt, denn unter einem so lebenslustigen und fröhlichen Elemente wie d?n Brau' ern ist ja das fast selbstverständlich. Der Liederkranz hatte den östlichen Theil des Parkes beschlagnahmt und von hier ertönten deutsche Lieder. Hier waren fie alle versammelt, Alt und Jung, die Pfleger deutschen SangeS, die eS sich nicht verdrießen ließen, wieder und immer wieder dem Verlangen nach köstlichem Ohrenschmause zu ent sprechen. Auch die Kinder hatten ihren Antheil an dieser Feier, Wettspiele verschiedener Art waren für dieselben arrangirt und wer die fröhlichen Kin dergesickter gesehen, die sich über die ihnen zugefallenen Preise verklärten, der wird nie ein Picnic oder Waldfest ver anftalten wollen, an welchem nicht auch den Kleinen durch eben solche Spiele. Gelegenheit zur Unterhaltung UNd Freude geboten wird. Wie leicht ist es nicht, so ein unschul. dkges kleines Kinderherzchen zu be glücken und wie dauernd ist nicht der in der Kindheit gewonnene Eindruck. . Als GesammteS war das Fest ein

Erfolg, der nichts zu wünschen übrig

ließ und noch die Erwartungen iner Veranstalter, die am Morgen vor herrschende Witterung in Betracht ge zogen, weit übertraf. Eingesandt Notiznehmend von Obigem, feierte also der deutfch-amerikanische Vetera nen.Verein sein jährliches Waldfest im Germania Park. Dieses Fest, welche auf eine Einladung vom Kameraden Peter Lieber, durch Herrn Fred. Francke hierfelbst einberufen war, verlief in wahrem Sinne des Wortes in der schönsten Weife. Die alten Veteranen als Gäste, wurden auf'S freundlichste bewirthet. Ein Sänger-Quartett, be stehend aus den Herren Chas. Albrecht, Fred. Pich, David Pfaff und Adolph Ziegler, unterhielten den Verein mit ihrem l Gesang und späterhin der Indianapolis Liederkranz in Corpore, welcher an diesem Tage ebenfalls ein Waldfestim Germania Park feierte und der auf die Anregung des Herrn Fred. Francke, den Verein durch mehrere Ge sanzs-Vorträge erfreute. Die Mit glieder, welche fast alle mit ihren Fa mitten erschienen waren, verbrachten somit einige angenehme Stunden. Wir sagen hiermit Herrn Francke inSbeson dere, und den guten Sängern unsern herzlichsten Dank für diese uns erwie sene Freundlichkeit. Chas. I. Schmidt. Nachrichten aus Jndiana. Mutter und Kind Opfer eines Schurken. G r e e n s b o r o, 10. Juli. Am Samstag ' Abend, während William Harbeck fich hier befand, um Ge fchäfte zu besorgen, wurden Frau und Kind desselben die Opfer eines teuf lischen Angriffes durch, einen soweit Unbekannten. Starbuck kehrte zurück von seinem Geschäftsgänge und in die Nähe seines Hauses kommend, hörte er Hülfcrufe feiner Frau und eilte sofort zur Stelle' leider jedoch zu spät, um den Angreifer noch vorzufinden. . Frau Starbuck wurde in einem aU ten Brunnen aufgefunden und von ihrem Manne mit Hülfe eines herbeige rufenen Nachbarn herausgeholt. Sie brach sofort zusammen und hat bis zu ihrem Tode, heute Morgen, nur die einzigen Worte ausgestoßen, daß der Mann, der den Angriff auf fie ver übte, ein Mann von häßlichem Aus sehen gewesen sei. Das nur wenige Monate alte Kind der Frau wurde erst, nachdem die Mut ter ins Haus gebracht war, vermißt und Nachforschungen ergaben, daß eS auch in den alten Brunnen geworfen war, leider aber zu spät vermißt wurde um noch lebend herausgefischt zu werden. Die Umgegend ist begreiflicher Weise in großer Aufregung und Possen sind nach allen Richtungen zur Verfolgung des mörderischen Schurken aufgebrocken und sollte derselbe einaefanaen werden, so wird höchstwahrscheinlich summarisch mit ihm verfahren werden. Braut und $100 vermißt. Sringport, 11. Juli. Felix McGreeth und Frl. Pearl Davis, hat ten fich nach kurzer Verlobung ent schlössen, den entscheidenden Schritt zu unternehmen und in den Ehestand überzutreten. McGreeth gab Frl. Davis genügend Geld um nach Muncie, Ind.; zum Einkauf von Möbeln fich zu begeben und seit der Zeit wurde von ihr nichts mehr gehört oder gesehen. Ihre El tern können keinen Aufschluß geben und selbst der Polizei ist es noch nicht gelungen, Licht in das Dunkel zu bringen. Niedriger Fahrpreis nach California via Pennsylvania Linien. August 15. bis 27. einschließlich, und vom 23. bis 9. September ein schließlich. ExcurfionS Tickets nach San Francisco und Los Angeles, in Anbetracht de5 dreijährigen Con,clave5 derKnightS Templar und Sovereign Großloge I. O. O. F. werden über Pennsylvania Linien verkauft. Für völlige Information bezüglich Fahrpreis, Route u.s.w.. spreche man bei den TicketAgenten dieser Linien vor, oder schreibe an W. W. Richardson, Distrikt Passagier-Agent, Jndianapo liS, Ind.