Indiana Tribüne, Volume 27, Number 273, Indianapolis, Marion County, 9 July 1904 — Page 6
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Europäische Nachrichten.
Vaden. Karlsruhe. Der OberbMothekar der Hof- und Landesbibliothek, Geheimer Hofräth Dr. W. Brambach, wurde in den Ruhestand versetzt. Bravtbach (1841 in Bonn geboren) war früher Professor der klassischen Philologie in Freiburg und wurde 1872 zum Vorstand der Landesbibliothek und des Münzkabinetts ernannt. Ettlingen. Der Großherzog hat dem Obersteuercommissär Wilhelm Bürger das Ritterkreuz 2. Klasse mit Eichenlaub des Ordens vom Zähringer Löwen verliehen. Freiburg i. B. Hier ist im Alter von 84 Jahren die Wittwe des ehemaligen badischen Ministers Frhrn. Adolf von Marschall gestorben. Ihr (1891 gestorbener) Gatte war 1849 Präsident des Ministeriums des Innern geworden und bekleidete 1859 64 den Posten des badischen Gesandten in Berlin. Ein Sohn des Frhrn. Adolf von Marschall ist zur Zeit Mi--nisterialrath in Karlsruhe. Hausach. Auf der Bahnstrecke Hausach - Gutach ereignete sich ein bedauerlicher Unglücksfall. Der beim Umbau des einen Geleises beschäftigte Bahnarbeiter Johann Moser aus Gutach kam dem Nebengeleise zu nahe, als gerade ein von hier kommende? Güterzug vorbeifuhr;, er wurde von der Maschine erfaßt und zur Seite geworfen und erlitt schwere Verletzungen. Kollmarsreuthe (Emm e n d i n g e n). Durch Kinder, welche im Holzschopf ein Feuerle" machten, entstand txn Brand, dem die Scheune und das Wohnhaus desLandwirths Christian Reinbold zum Opfer sielen. Konstanz. Sein 25iantiqe3 Zubiläum bei der hiesigen Filiale der Rheinischen Creditanstalt feierte der Kassirer Adolf Gießelbrecht. Mannheim. Aus der Gewerkschaft Deutscher Kaiser" waren drei Arbeiter, Wink, Kirsch und Kitterich, mit Kohlenauslad'en beschäftigt. Durch den Bruch der Kette am sog. Tender stürzte die ganze Last auf die drei Arbeiter herab, und alle drei sind schwer verletzt. Pforzheim. Der hier an einer Wegregulirung beschäftigte Vorarbeiter Ferd. Steinbock schlug dem Arbeiter Joseph Bößenbacher nach einem Wortwechsel mit einer Schaufel derart über den Kopf, daß Bößenbacher einen Schädelbruch erlitt; der Thäter wurde festgenommen, Bößenbacher, tödtlich verletzt, in's Krankenhaus gebracht. Sankt Vlasien. Das Opfer einer rohen That wurde der 38 Jahre alte ledige, in der Holzstofffabrik Schwarzbaden beschäftigte Taglöhner Limberger von Mauchen, Amt Bonndorf. Auf dem Heimwege vom Gasthause Seebuck wurde derselbe von drei Dienstknechten von Blasiwald Lberfallen und so schwer mißhandelt, daß er bewußtlos auf der Straße liegen blieb. Man fand ihn am anderen Morgen und verbrachte ihn in's hiesige Bezirköhospital, woselbst er starb. Die Thäter, Waßmer, Kaiser , nud Hogg mit Namen, wurden verhaftet und in's Amtsgefängniß eingeliefert. 'Ziheinpfarz. D ü r k h e i m. Winzer Jakob Kaul und dessen Ehefrau Margaretha, geb. Freunscht, feierten in seltener Rüstigkeit im Kreise ihrer Kinder und Enkel das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar zählt 80 und die Jubilarin 75 Jahre. Gommersheim. In seiner Wohnung erhängte sich der 35jährige Ackerer Peter Licht. Er litt seit längerer Zeit an Geistesstörung. H o ch f p e y e r. Das 3 Jahre alte Söhnchen von Philipp Haager, Steinbrecher, fiel in einen Kübel heißen Wassers und verbrühte sich derart, daß eS verstarb. H L r i n g e n. Der ledige Ph. Cloßet von hier wurde auf dem Wege zwischen Winnweiler und Höringen in der Staatswaldabtheilung Blapperborn", auf dem Gesicht liegend, todt aufgefunden. Er ist vermuthlich in einem Anfall von Epilepsie zu Boden gestürzt und erstickt. Münchweiler (Pirmasens). Die 26 Jahre alte Ehefrau des Ackerers Jacob Lang wollte Feuer anmachen und bediente r" dabei des Erdöls. Das Feuer schlug zurück und die Kanne explodirte. Im Nu stand die arme Frau in hellen Flammen. Außer sich vor Schrecken schlug sie den Flügel eines Fensters ein und wollte sick hinausstürzen. Da ihr dies bei nicht gelang, legte sie sich in den Trog des Brunnens. Die arme Frau war derart verbrannt, daß sie ihren schrecklichen Brandwunden erlag. . M ö l s ch b a ch. Die 70 Jahre alte geistesgestörte Wittwe Elisabeth Edinger stürzte sich aus dem zweiten Stock ihres Wohnhauses zum Fenster hinaus und zog sich dabei so schwere innere Verletzungen zu, daß sie an deren ??olgenstarb. tzlsaß'Lothringen. Straßburg. Ein Arbeiter Walter, der längere Zeit auswärts gearbeitet hatte, erfuhr bei seiner Rückkehr, daß seine Frau nnt einem jungen Menschen ein Liebesverhältniß angeknüpft habe. Als er dann diesen thatsächlich m seinem Hause traf, zog er nach kurzem Wortwechsel sein Messer und tödtete den Ehebrecher durch 6 Stiche.
Judiana Qribmlc,
D ie den Hofe n. Ein Mann bemerkte am Leinpfad der Mosel eine Leiche im Wasser. Er brachte sie an Land, wobei sich herausstellte, daß es sich um . den Lazaretigehilfen Hamann handelt. Derselbe that im hiesigen Lazarett Dienst. - Er hatte sich etwas zu Schulden kommen lassen, weshalb er drei Tage strengen Arrest abbüßen sollte. In der Nacht ist der Kutscher Pieplinger von der Ueckinger Brauerei auf dem Wege nach Diedenhofen in der Nähe von Kanfen vom Wagen gefallen, und überfahren worden. Er war sofort todt. Metz. Wegen Raubmordes wurde der Kaufmann Meilert aus WustWeiler von dem Schwurgericht zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurtheilt. N Sillegny. Als die.Schulkinder aus der Schule gingen, stürzte 20 Meter weit von dieser entfernt ein altes Gebäude ein und begrub eine Anzahl der Kinder unter seinen Trümmern. Sechs kleine Mädchen von 6 bis 7 Jahren sind als Leichen hervorgezogen worden. Die achtzigjährige Mutter des Pastors eines Nachbarortes. die das Haus bewohnte, ist unversehrt geblieben. Meckrenburg. Schwerin. Geheimer Oberbaurath Karl Daniel beging sein 50jähriges Dienstjubiläum. Kabinettsrath v. Wickede überreichte dem Jubilar im Auftrage des Großherzogs dessen Bild. Schönberg. Pastor prim. Nahmmacher feierte hier sein 25jähriges Amtsjubiläum. Er war fünf Jahre in Ballwitz, 13 Jahre in Neustrelitz und wurde vor sieben Jahren zum Nachfolger des Consistorialrathes Kämpfer nach hier berufen. T e t e r o w. Auf dem hiesigen Bahnhofe gerieth der Bahnarbeiter Möller beim Rangiren zwischen zwei Puffer und erlitt dabei so schlimme Verletzungen, daß er auf dem Transport nach dem Krankenhause starb. Der Verunglückte hinterläßt Frau und drei unversorgte Kinder. W i s m a r. Arbeiter Stier, Müh lenstraße No. 3 wohnhaft, tödtete aus unbekannten Gründen seine Frau durch Messerschnitte in. den Hals und versuchte dann, sich auf gleiche Weise das Leben zu nehmen. Im vorigen Jahre hatte der Mann bereits den Versuch gemacht, sich zu erschießen. Ob er diesmal dem Leben erhalten werden kann, ist fraglich. Die Frau war bei der Entdeckung der entsetzlichen That bereits todt. Hkdenvurg. Oldenburg. Der Geheime Oberregierungsrath Zedelius von hier, ein hervorragender Beamter der oldenburgischen Staatsregierung und bortragender Rath des Innern, ist in Bremen an denFolgen einer Operation gestorben. B e r n e. Ein schrecklicher Unglücksfall ereignete sick hier. Dem Postschaffner Brüning wurden von der Lokomotive des Personenzuges beide Beine abgefahren. Der Verunglückte saß auf dem von ihm begleiteten Postwagen. Dieser kippte um und hierdurch wurde Brüning vor die Lokomotive geworfen. Da ein Halten des Zuges nicht mehr möglich war, gingen die Räder oer Maschine ihm über die Beine und trennten diese von dem Oberkörper. E u.t i n. Die goldene Hochzeit feierten Privatier Georg Grautz und Frau. Dem Jubelpaar, das im Alter von 73 und 75 Jahren steht, wurden vielerlei Aufmerksamkeiten erwiesen. Der Großherzog ließ durch Kirchenrath Valentiner die Ehejubiläumsmedaille überreichen, während die Bibelgesellschaft eine Prachtbibel spendete. H e p p e n s. Das Jubiläum einer 25jährigen Thätigkeit als Arbeiter der Kaiserlichen Werft beging der Schraubenschneider Eichler. Das Fest der Silberhochzeit feierten dieEheleute Herm. Ricklefs und Frau, Heinr. Noak nebst Frau und W. Garriets nebst Frau. N e u k i r ch e n. Der 4jährigeSohn des Schlachtermeisters Vünning fiel beim Spielen irr den Neukirchener See und ertrank. Die Leiche wurde geborgen. V a r e l. Hier starb infolge eines Schlaganfalls der Verleger des Gemeinnützigen", Herr Ad. Allmers, im 66. Lebensjahre. Freie Städte. - Hamburg. Am Holstenwall stürzte der Maurerarbeitsmann Hartig bei einem Fehltritt von dem Gerüst eines Neubaus und erlitt eine schwere Verletzung des Rückgrats. Der Verunglückte wurde im sterbendemZustand in das Hafenkrankenhaus geschafft. Ertrunken ist der 18jährige Arbeiter Bothby, der auf dem Elbströme gegenüber vom Leitdamm beim Wricken eines Bootes über Bord -stürz-te. Direktor Johannes Wilhelm Cordes, der Leiter des Ohlsdorfer Friedhofes, konnte auf eine 25jährige Thätigkeit als Friedhofsverwalter zurückblicken. X Ehrgefühl, i Angeklagter (nach längerem Leugnen): Ich will ein offenes Geständniß ablegen: Den Raubmord an dem Bürgermeister nehm' ich auf mich, ebenso die Brandstiftuna in Gelnrobe, aber dem TaxenWirth feine Fensterscheibe habe ich nicht eingeworfen.
9. Juli 190CU
Zesuttkeno Schisse. Ihre ollmälige Zerstörung durch Thiere und die Salzfluth dcS Meeres. Bohrmufchel und -Würmer AnySsung von Metalle und GlaS Truck des ScewaffttS. Schützende Schlammschicht Ueberdauerun des ohlenstofseö. Es ist schon oft die Frage aufgeworfen worden, was aus den untergegangenen, auf dem Meeresgrunde ruhenden Schiffen wird. Was auf den Schiffen organischen Ursprungs war, fällt früher oder später der Verwesung anheim oder wird schon früher unerwartete Prise der Thierwelt des Meeres; Selbst die festen Holzbalken werden ' nicht verschont; Bohrmufcheln und Bohrwürmer siedeln sich in ihnen an und graben kreuz und quer ihre Gänge, die sie mit Kalkkrusten überziehen, bis das Gerippe des Schiffes morsch wird und zusammenbricht. Das Eisen wird von der Salzfluth angegriffen; wohl bildet der Rost anfangs einen schutzenden Ueoerzug sur den inneren Kern, aber wenn auch langsam, so dringt doch die Zersetzung in die Tiefe, und die Rosthülle wird auch von allerlei Thieren beseitigt, die sich auf ihr ansiedeln. Aehnlich wie dem Eisen ergeht es anderen Metallen. Selbst Gold und Silber können der lösenden Kraft der Salzfluth nicht widerstehen. Freilich vollzieht sich die Lösung äußerst langsam, aber einmal kommt doch der Zeitpunkt, wo von den Schätze, die das gesunkene Schiff geführt hatte, nichts mehr an Ort und Stelle vorhanden , ist. Die Millionen, welche untergegangene Gold- und Silberflotten geführt hatten, sind dann in dem unendlichen Meere aufgelöst. Gold und Silber bilden a, wenn auch :n winzigsten Mengen, einen Bestandtheil des Meerwassers. Auch das Glas, das als unlöslich gut, wen w:r rn thut Flüssigkeiten aufbewahren, erfahrt dasselbe Schicksal.. Lange Zeit werden die Flaschen, die Becher ihre Form auf dem Meeresgrunde bewahren. Ihres Inhaltes werden die Flaschen bald beraubt werden, denn die Verschlüsse erliegen rasch der Zersetzung. Ruht aber das Wrack 40 bis 50 Fards tief, so wird der Champagner nicht schäumen, wenn der Pfropfen seiner Flasche sich lockert denn der Druck des Seewassers in der Tiefe ist größer als der Druck, unter dem in ihm die Kohlensäure aufgelost war. Langsam, aber bestandig beginnt das Salzwasser an dem Glase zu nagen, nach 'Jahrhunderten ist es verätzt, , rauh geworden, und nach Jahrtausenden völlig verschwunden, aufgelöst. Alle diese Vorgänge werden durch die Beschaffenheit des Meeresgrundes und die Strömung beeinflußt. In der Nähe der Küsten schlägt sich der Schlamm in reichlicheren Mengen nieder, und er kann eine schützende Schicht über das Wrack breiten. Sinkt aber das Schiff auf offenem Meere in Tiefen, die nach Tausenden von Fards zählen, so erhält es keinen " solchen schützenden Ueberzug. Hier hat das Meerwasser unter dem bedeutenden Druck, der nach Hunderten Atmosphären zählt, eine so gewaltige lösende Kraft, daß die Bildung von Ablagerungen äußerst langsam vor sich geht. Von all' dem, was das Schiff mit sich führte, von Menschen und Thieren, von Waffen und Geräthen, von Glas und Porzellangeschirr, wird schließlich nichts übrig bleiben; nur nn Stoff wird am , längsten allen Angriffen widerstehen, der Kohlenstoff. Die zu Koks verwandelten Reste der Kohle in der Feuerung der Schiffskessel werden von der Salzfluth nicht angegriffen. Reiner Kohlenstoff, wie der Diamant, kann ja auch auf nassem Wege durch gleichzeitige' Einwirkung von chromsaurem Kali und Schwefelsäure in Kohlensäure verwandelt werden; aber diese Zustände, die der Chemiker künstlich. schafft, kommen auf dem Meeresboden nicht vor. Es ist also wohl möglich, daß die Kohlenreste das Meer selbst überdauern. Hebt sich im ewigen Wechsel.der Erdoberfläche einmal der Meeresgrund und leben dann noch forschende Menschen auf dem trocken gewordenen Lande, so werden ihnen die beim Graben aufgedeckten Kohlenschlacken davon zeugen, daß an dieser Stelle in grauer Vorzeit Menschen thätig waren. Und gewiß würden dann die Geologen aus der Lagerung dieser Reste der Feuerung den Schluß ziehen können, daß einst an jener Stelle ein Schiff gesunken war. X ' Furcht der Kinder. Von unverständigen Dienstboten wird an den Kindern vielfach dadurch gesündigt, daß sie das Kind durch Drohen mit allerlei Schreckgespenstern in Furcht versetzen, um hierdurch Folgsamkeit zu erzwingen. Man verbiete dies den Dienstboten auf das Strengste. Zarte und nervös veranlagte Kinder neigen ohnedies zur Furchtsamkeit und müssen vorbeugend behandelt werden, d. h., es muß alles vermieden werden, was Furchtsamkeit erzeugen kann, wie: Erzählen von Schauergeschichten, Drohen mit dem schwarzen Mann, Erschrecken des Kleinen von Seiten älterer Kinder. Wo Furcht sich einmal festgefetzt hat, .ist. sie'schwer zu bekämpfen. Zeigt das Kind vor natürlichen Dingen Furcht, so suche man dasselbe von deren Grundlosigkeit zu überzeugen. Selbstverständlich darf auch die Umgebung niemals solche zeigen.
Schltppsahrt aus dcnr Nhcinc.
Interessanter, aus der Zttat TtratzbnrgBasel ansgeführter Versuch. Ueber eine interessante VersuchsSchleppfahrt .auf dem Rheine von Straßburg nach Basel wird Folgendes berichtet: Die Fahrt wurde von dem Dampfer Joh. Knipscheer 9," der den Kahn Christum" im Anhang hatte. ausgeführt. Der Dampfer und der Kahn, der 6000 Centner Ladung hatte. verließen Morgens tlm sechs Uhr Kehl und erreichten Nachmittags um vier Uhr Rheinau. Hier mußte der Schleppzug Anker werfen, weil 'das Brückendrahtseil durch seine niedrige Lage die Weiterfahrt hemmte. Nachdem dieses Hinderniß in dreistündiger Arbeit beseitigt war, konnte die Fahrt fortgesetzt werden. Ein heftig einsetzender Sturm und die hereinbrechende Dunkelheit zwangen den Schleppzug, etwa zwei englische Meilen unterhalb der Schiffbrücke Schönau-Weisweil um neun Uhr Abends vor Anker zu gehen. - Am folgenden Tage in frühester Morgenstunde wurden die Anker gelichtet; die Fahrt verlief gut bei herrlichem Wetter, nur die Geschwindigkeit sank bei der zunehmenden Strömung. Gegen neun Uhr Abends war Neuenburg, das Ziel des zweiten Tages erreicht. Wie, der am frühesten Morgen wurden die Anker gelichtet, doch nun begann das schwerste Stück Arbeit, die Durchfahrt durch die Neuenburger Eisenbahnbrücke. Das Gefälle des Rheins ist hier das stärkste; pfeilschnell schießen die Fluthen dahin, mit ungeheurer Wucht zwingen sie sich durch die Brückenöffnung und bereiten dem mit äußerster Kraft arbeitenden Dampfer Joh. Knipscheer 9" ein gewaltiges Hinderniß. Aber auch dieses Hinderniß wird überwältigt, und der Schisfzug ruckt seinem Ziele immer näher. Schon winken in 'der Ferne die Thürme der Stadt Basel. Ein zahlreiches Volk hält die Ufer besetzt und bewundert das bisher noch nie gesehene Schauspiel. Punkt sieben Uhr läuft der Schleppzug m Basel etn, von etner großen Men schenmenge begeistert begrüßt. Von verschiedenen Seiten donnern Böller, von allen Haufern wehen Flaggen. Nachdem der Dampfer gegenüber dem alten Hotel. Zu den drei Königen" festgemacht hatte, gingen die Theilneh mer dieser denkwürdigen Fahrt an Land. Hier wurden sie von Vertretern der schweizerischen Regierung und von Chefs hervorragender Baseler Handelsfirmen empfangen, dte tnsbe sondere dem Führer der Reise, Direktor Joh. Knipscheer, für seine zulbe wußte Arbeit und Thatkraft lebhaften Dank aussprachen und gleichzeitig ihrer hohen Genugthuung über das treffliche Gelingen der Versuchsfahrt Ausdruck gaben. Das gute Gelingen der Fahrt hat die Durchführbarkeit der Großschifffahrt auf der Strecke StraßburgBasel gezeigt, wennauch diese Schif fahrt vorderhand auch nur in kleinerem Umfange möglich ist, bis die betheiligten Uferregierungen die Hindernisse an den Brücken beseitigt haben. Vorbereitende Schritte in dieser Beziehung sind schon unternommen. Kinderarbeit in der Union. Erst seit kurzer Zeit sind die neuen Bestimmungen der New Forker Gesetze über die gewerbliche Beschäftigung von Kindern in Kraft, und doch ist bereits eine gute Wirkung zu beobachten. Ein vom arbeitsstatistischen Bureau in Washington, D. C., herausgegebenes Bulletin" stellt zwischen den einzelnen Staaten der Union Vergleiche an, aus denen ersichtlich ist, daß in 36 Etablissements im Staate New York 1175, in 18 Etablissements in Massachusetts 1213, in 24 Etablissements in New Jersey 1215 und in 45 Betrieben in Pennsylvanien 4386 Kinder unter 16 Jahren beschäftigt sind. Nach den New Yorker Bestimmungen sollen Kinder Nicht mehr als neun Stunden pro Tag oder nicht mehr als 54 Stunden pro Woche beschäftigt werden. In New Jersey gibt es gewerbliche Betriebe, welche auch von Kindern Nachtarbeit verlangen und die Kinder zur Nachtzeit 112$ Stunden arbeiten lassen. In den Südstaaten ist die Arbeitszeit die längste. Als Grund führen die. dortigen Betriebsleiter an, sie müßten verhältnißm'aßig mehr . Kinder beschäftigen, als die Berufsgenossen der Nordstauten, weil dort im Allgemeinen mehr Arbeiter dazu gehören, als im Norden die gleiche Menge von Produkten zu erzeugen. Hinsichtlich des ArbeitsVerdienstes sieht Massachusetts obenan. Dort verdienen 64 Prozent aller beschäftigten Kinder pro Woche $4 oder mehr, während in New Fork 76 Prozent weniger als- $4 verdienen. Fahrlässiger Lootsc. Die Strafkammer Antwerpen, Belgien, verurtheilte neulich den Scheidelootsen Adrian Ouist zu einem Jahr Gefängniß und 50 Francs Geldbuße. Er war beschuldigt, den Untergang des englischen Dampfers Huddersfield," wobei 20 Auswanderer ertranken, durch Fahrlässigkeit verursacht zu haben. Die in wenigen Minuten gesunkene Huddersfield" war ein hölzernes Schiff, das regelmäßig zwischen Antwerpen und England verkehrte. Ouist führte das Boot Uto," dessen Kapitän die Scheide nicht kannte. Aus Furcht vor Sandbänken hatte Ouist das Fahrzeug nach Ansicht der gerichtlichen Sachverständigen so stark steuerbord 'gelenkt, daß es die Huddersfield," die ihrerseits wieder einen Bagger zu umgehen hatte, unbedingt anrennen mußte.
Aerzte.
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