Indiana Tribüne, Volume 27, Number 273, Indianapolis, Marion County, 9 July 1904 — Page 4
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Jndkana , Tribüne, 0. Juli ISO.
Indiana Tribüne. HtrauZzezeben von der Sutenberg Ss. Indianapolis, Ind.
Sany 5. Thudium .... Präsident. Geschäfts local: No31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. fc'ntered at the Post Office of Indianapolis ai second class matter. Die demokratische Convention. S t. L o u i S, 8. Juli. Die Ova. tion die Bryan gestern erhielt, bewies dem NebraSkaer Delegaten, daß man ihn als Parteimitglied nach wie vor hochschätzt. Die Niederstimmung seiner Anträge zeigte aber auch, daß man nicht gewillt ist, seiner Führung zu folgen. ParkerS Chancen für die Nomina tion find immer noch günstig, doch feineswegZ gänzlich sichere. Bemerkenswerth .ist der Theil der Rede des zeitweiligen Vorsitzers John Sharpe William, in welcher er die Root Roosevelt Bewunderung sarkastisch be leuchtete. . Er sagte : Ich werde dem zeitweiligen Vorsitzenden der republi kanischen Convention, Clihu Root, jedoch keine ungebührliche Aufmerksam keit schenken. Nachdem ich einige we nige Aeußerungen im Lichte der 53er nunft betrachtet, werde ich zur äutori tativen Stimme seiner Partei, zu der Platform, übergehen, um zu beweisen, daß Herr Root eS versteht, eine Schuld zu bezahlen. DaZ Land hat eS noch nicht vergessen, wie Roosevelt seinem Cabinet einen glänzenden Tribut zollte, der mit den Worten schloß : Und der größte unter ihnen ist Root". Lassen Sie mich aber zuerst lesen, was der Präsident von dem jüngeren Mitgliede dieser Gesellschaft füj gegenseitige Be. wunderung" sagte. Ich finde es in der American Revlew of ReviewS" aus der Feder Walter Wellman'S: In der Regel darf der Präsident der Ver. Staaten nicht interviewt" werden. ES giebt aber zu jeder Regel eine Aus nähme. AIS ich den Präsidenten um feine Ansicht über den Charakter und die öffentlichen Dienste Elihu Root'S fragte, der sich binnen wenigen Wochen von dem Amte des Kriegssekretärs zu rückziehen wird, antwortete der Präfi. dent Ich thue. daS mit Vergnügen. In John Hay habe ich einen großen Staatssekretär'; in Philander Knox einen großen Generalanwalt; auf den anderen Cabinetposten habe ich große Männer. Elihu Root könnte irgend eine dieser Stellen einnehmen und sie ebenso gut ausfüllen, wie der Mann, der sie jetzt inne hat. Und zudem ist er, was wahrscheinlich keiner dieser Herren sein könnte, ein großer Kriegsfekretär." Elihu Root ist der fähigste Mann, den ich in unserem Regierungsdienft gekannt habe. . Ich will sogar noch weiter gehen : Er ist der größte Mann, der zu meiner Zeit im öffentlichen Leben.irgend eines Landes, auf beiden Seiten des OzeanS, in irgend einer Stellung aufgetreten ist." Das ist fürwahr ein Lob", fügt Wellman hinzu. In Anbetracht dieser Verhimmelung konnte die Lobrede Root's auf den Präsidenten kaum so sehr übertrieben genannt werden, wenigstens nicht vom Standpunkt der Rückzahlung" aus. Ist es ein Wunder, daß er von dem Kandidaten auserkoren wurde, die Farbe recht .stark aufzutragen. Ja, wirklich, ein fähiger Mann, dieser Herr Root; vertheidigte er doch Tweed! Wa rum soll er jetzt nicht die republikanische Partei' vertheidigen, da ihre Stunde des Nichtsthuns, der Passivität, der Regierung und der bloßen Obstruktion gekommen ist! Ja wahrlich, er und der Präsident haben so sehr gleiche Ge danken, daß sie im Verdacht gestanden haben, unbewußt dasselbe gedacht und das Gedachte in dieselben Worte ge kleidet zu haben. Ich habe gehört, daß im Oktober 1902 Herr Root in der Cooper Union zu New ZZork eine Rede hielt, in welcher er folgendes sagte: Wenn ein Zollgesetz im, Allgemeinen günstig gearbeitet" hat und wenn. die Geschäfte unter ihm Prosperiren, ist es besser, zeitweise einige Unbequemlich ketten und Ungleichmüßigkeiten zu dul den, clS sich denjenigen GeschäftSstörun gen zu unterziehen, die nothwendiger weife sich aus der Vornahme von Aen derungen ergeben müssen. Die Thatsache an und für sich, daß eine Aenderung der Zölle bessere Resul täte erzielen würde, als die durch Gesetz
bereits bestehenden Zölle, löst durchaus nicht die Frage, ob die Aenderung jetzt vorgenommen oder, auf eine spätere Zeit verschoben werden sollte. Jeder Tarif behandelt eine ungeheure Anzahl Interessen, die oft miteinander im Wi derfpruch stehen, und sobald daS Gesetz vom Kongreß zur Berathung über ir gend eine Aenderung vorgenommen wird,befinden fich alleGeschäftsinteressen deS Landes im Zustande derUngewißheit über das eventuelle Resultat inbe treff des Zolles auf die von ihnen pro duzirten Artikel und naturgemäß über die Größe der vom Ausland zu erwartenden Konkurrenz. Genau dieselben Worte gebrauchte der Präsident auf seiner politischen Rundreise durch den Westen im Frühjähr 1903! Fürwahr, zwei Seelen und ein Gedanke! Man darf sich deshalb auch nicht ob der Root'schen Vergölte rungSrede wundern, da sie im Grunde genommen nichts war, als Selbstlob oder zum Mindesten das Lob des AI ter Ego". ES liegt wirklich ein köftlicher Humor in dieser maßlosen Schmei chelei unserem Mitbürger im Weißen Hause gegenüber. Ist eS nicht komisch, den Mann in den Himmel zu heben, der in der . langen Reihe großer Männer, welche den von ihm jetzt eingenommenen Stuhl innegehabt, nur drei gefun den hat, die seiner Anficht nach uneingeschränktes Lob verdienen George Washington, Abraham Lincoln und er selbst? Alle anderen Humoristen sollten ihr Geschäft aufgeben, Herr Root übertrifft fie alle. Der temporäre Vorsitzer bemerkte, als er über die republikanische Partei sprach: .Durch sie, mehr als durch irgendeine andere Partei, findet das moralische Gefühl des amerikanischen Gefühls" seinen Ausdruck." "Gott be wahre uns. Wo ? Um in alte Zeiten zurückzugehen, dielleicht im - Credit Mobilier?" Oder in den langen Sa turnälien der Rekonstruktion deS Sü dens oder, um die neueste Zeitgeschichte zu erwähnen, im Post.Departement, oder im Land'EeneralCommissariat? Oder in der unumschränkten Herrschaft der früher vom Präsidenten so bitter verdammten und jetzt so freundlich an'S Herz gedrückten Bosse?" Oder vielleicht in der erbärmlichen Depesche, wann die patriotische und nicht unterstützte" Revolution von 50 oder 100 gedunge nen Handlangern in Panama uner wartet losbrechen sollte? Vielleicht in dem berühmten Befehl von Hell Roa ring Jake" Smith, laut welchem Km der über 10 Jahre alt auf einer der PhilippinenJnsel abgeschlachtet wer den sollten? Vielleicht in der allgemei nen Verseuchung unseres nationalen Lebens durch korrUpie Gesetzgebung? Die Zeit fehlt uns, noch mehr Fragen
zu stellen und dann was haben alte Zeiten" überhaupt mit gegenwärtigen Uebelständen zu schaffen? Herr Root sagt: Uebelthäter wur den unbarmherzig prozessirt und streng bestraft." Ist daS nicht eine merkwür dige Behauptung, angesichts der That foche, daß ein republikanisches Reprä sentantenhaus sich, standhast geweigert hat, Schuldige einer Untersuchung durch den Kongreß zu unterwerfen. und der ebenso standhaften Weigerung des republikanischen- Sprechers, auch nur einen Antrag auf eine Untersuchung zu berücksichtigen! Wenn eS jemals einen festgefaßten und ebenso konsequent durchgeführten Entschluß gegeben hat, dann war es der der republikanischen Administration und der republikanischen Gesetzgebung, daß die Verbrechen im Postamt bon-Nie-mandem untersucht werden sollten, als von ihren Kollegen im exekutiven Zweige der Regierung. Ein Ding aber ist der ernstlichen Er wägung werth. Der Sekretär prahlt, daß . die Geldzirkulation in den Ver. Staaten seit März 1897 pro Kopf von $23.14 aus $31.02 im Mai dieses Jahres gestiegen ist und daß das Ver dienst dafür Und für die damit ver knüpfte Prosperität auf das Conto der republikanischen Partei entfällt. Eine sonderbare Logik für Diejeni gen, die kurz vorher so energisch in Ab rede gestellt haben, daß die Menge des Geldes irgend etwas 'zu thun hat mit dem Werthe des Geldes oder mit dem Preise irgend eines anderen Artikels, oder mit irgend ' einer Preissteigerung oder mit nationaler Prosperität. DieS Alles wurde erst gestem in Abrede ge stellt. Jetztaber wird behauptet, daß das Volumen deS EeldmetallS in'S Un geheure sich vermehrt hat, daß eS Pro sperität gebracht hat und daß dies Alles nur republikanischer Gesetzgebung zu verdanken ist. Aber welcher Congreß Acte denn? Wurden etwa durch repu
blikanische Gesetze die Goldentdeckungen in Südafrika und im Klondike verur sacht? Wurden durch republikanische Gesetze die neuen Erfindungen zur ge winnreicheren Ausbeutung des Gold erzeS verursacht? Hat etwa republika nische Gesetzgebung während der letzten acht Jahre, den Geldvorrath der Welt
um zwei Billionen Dollars Gold ver mehrt? Haben republikanische Gesetze die riesigen Vaumwoll, Weizen und Mais-Ernten herbeigeführt, die die Vereinigten Staaten in den Stand setzen, mehr als den pro Rata ihnen zukommenden Antheil an dem Geldvor rathe der Welt zu ziehen und da durch ihren eigenen Golbvorrath um $700,000,000 zu vermehren? Was ist das für eine Theilhaber fchaft zwischen Gott, menschlicher In dustrie und Erfindungskraft und der republikanischen Partei, in welcher die letztere fich als Smior-Mitglied ge berdet?" ' UebrigenS wurde heute Abend die vom Beschlüsse Comite einberichtete Platform ohne Debatte angenommen. . L. Fröhlfche Stunden verlebten die Angestellten des New York Store In fieben großen Special-Straßen bahn Wagen, unter Begleitung einer Musikkapelle, und der nöthigen Fou rage-Wagen, unternahmen gestern die Angestellten des New Jork Store, 600 in runder Zahl mit ihren Familien, in allem fast 1000 Personen, einen Aus flug nach Broad Rivvle Park. Die Geschäftsleiter des New Jork Store hatten für einen gemüthlichen Feiertag umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Sofort nach Ankunft im Parke setzten sich die TheUnehmer an dem Ausfluge zum Dinner nieder und nachdem den Speisen Genugthuung wiedrfahren, gingS ans Vergnügen. Allenthalben waren Konteste arrangirt und den glück lichen Gewinnen fielen schöne Preise zu. Am Nachmittage wurde im Tanzpavil lon ein Tanzvergnügen abgehalten und bis spät in den Abend unterhielten fich Angestellte und Vorgesetzte . in traulichem Verkehre. DieS ist das fünfte jährliche Picnic des New Jork Sto'reS und mit gestern nahmen die den Ange stellten an Freitagen bewilligten freien Nachmittage ihren Anfang. Grundeigenthums Nebertragnugen. Charles Harrington, Comm., an Julia Lucid, Lots 17 und 49, JandeS Subd. Außenlot 130, und Lot 44, McKernan & Pierce'S Subd. Außen lot 128, nahe West und Ray Straße'. $4400. Levi Pierfon an John Monagan, Lot 36, Block 18, und Lot 29 in Lemcke's Subd. im selbigen Block von Beatty Add., westlich von Shelby Str. und nördlich von der Belt Railroad. $1800. ' Sheriff an Adolph Schellschmidt, ein Theil der Lot 59 in Bateö Subd. von Außenlot 39, nahe Noble Straße und Big Four Railroad. $1103.67. Edwin LogSdon an Lillie LogSdon, ein Theil der Lot 50 in Hanna'S Erben Add., südöstlich vom Massachusetts Ave. Depot. $2000. Samen Burton an Samuel Metzler, Lot 8 in Waldron'S Central Avenue Add., nördlich von Fall Creek. $3200. ' Dora M. Cavender an Jacob Ruck ler Lot 27, Lot 1, Nordyke d Hollowells Grandview Add., östlich von College Ave., nahe 28. $6000. Susan Stevenson an Elizabeth Ste venson, Theil von Lot '41, Morton Place. $1000. Edward C. Leible an Elizabeck Heck, Lot 38 und Theil von Lot 37, Lan derö Sub, Theil von Außenlot 148, Blake Str., südlich von New Aork Str. $1700. Nathan H. . Caruthers an Elmer Eatt, Lot 67; TroiterS Brookfide Add. nnhe 16. und Olney. $1500. John I. Blackwell an JameS A. McCrossan, Lots 45 und 46, Black fordS Subdivision, nördlich vom Mili tary Park; $2,800. William L. Clifford an James W. WandS, Lot 46, Washington Square, nördlich der Stadt, in Washington Tp., $1,150. Mary C. T.' Howe an George W. Bentön. Lot 179, Talbott'S rev. Add., Talbott Ave., nahe 20. Str. $4000. AugustuSÄ. St. Clair an Wm. D. Cooper, Trust, 21 Lots In Home stead, River Park Add.,-nördlich von Haughville. $4200. cy Raucht die B0NANZA.
Auch eine Kunst.
Wer nur sehnend vorwärts strebt, , Immer aus der Zukunft Füllhorn naschet. Wer die Gegenwart nicht eilend - haschet, -Hat geträumt, hat nicht gelebt! Auf allen Gebieten des Wissens, in allen nützlichen und schönen Künsten haben es die Menschen erstaunlich weit gebracht. Eine Kunst aber, die wie jede andere auch gelernt sein will denn sie ist nicht der leichtesten eine scheint darüber vergessen oder mindestens vernachlässigt zu wenden, nämlich die, der Gegenwart mit rechtem Bewußtsein zu leben. Das thut jeder," meinst Du, liebe Leserin? Das sei ja nur natürlich! Ja, in der Gegenwart leben wir alle, doch sehr mit Unterschied der Gegenwart. Denn es ist ja eine bekannte Thatsache, daß wir Menschen das,' was uns unbestritten gehört, nie nach seinem ganzen Werthe zu schätzen und zu genießen wissen. Und was gehört uns von der Zeit? Nur die Gegenwart! Nur die Minuten, die Sekunden! Elend jagen sie da hin; bevor wir ihrer recht wahrgenommen, sind sie unserem Besitze schon wieder entflohen und zwar für ewig, im wiederbringlich. Unser Schade, unser Verlust, wenn wir sie unausgesullt, unausgekostet dahineilen ließen. Ja, für die meisten Menschen ist die Gegenwart sozusagen das Aschenbrodel" unter den drei Zeitbegriffen; mit ihr mochten sie, wenn mcht gerade das Füllhorn des Glücks beständig über ihnen entleert wird, schleunigst fertig werden, um der rosigen, verheißungsvollen Zukunft entgegen zu eilen. Wir gleichen darin einem Automobllsahrer, der weder Zeit, Lust noch Interesse hat, den herrlichsten Gegenden, die ' seine Maschine durchrasen mag, auch nur einen einzigen Blick des Verständnisses, des Genusses zuzuwenden; denn ihm kommt es nur darauf an, die Ferne zu gewinnen. (5m Bild besonders der Jugend, die der schon beflügelten Zeit noch ein paar Flügel anheften möchte. Und da.' Alter? Der Greis? Nicht hastet und drängt er mehr vorwärts, nicht, sieht er mehr goldigschimmernde Bergesgipfel in der Zukunft Ferne ragen, sondern ihm ist die Vergangenheit ein Paradies; in ihr empfindet und denkt er, sie ist das Schatzkästlein seiner trüben und glücklichen Erinnerungen, eine schöne, ruhige Insel, auf die er sich flüchtet, wenn die fremde Gegenwart ihn einsam stehen läßt. Und auch der Beglückte.oder Bedrückte schaut in die Ferne, in die Zukunft, die seiner Phantasie so unbeschränkten Spielraum gewährt und seinen Hoffnungen die schönsten Luftschlösser bauen hilft: Groß ist die .Ahnung, aber klem die Wirklichkeit! Also Enttäuschungen genug wird die Zukunft uns bereiten! Darum nicht in die Ferne schweifen, denn das Gute, die täglichen kleinen Freuden .in der Gegenwart, liegen uns oft so nah. Niemand aber auf dem ganzen Erdenrund kann so beglückt, so voll befriedigt in der Gegenwart leben wie eine Mutter im Kreise ihrer kleinen Kinder! Selige, himmlische Stunden, von denen jede einzelne als ein unverdientes Glück zu betrachten'ilt und dem Schatze der Erinnerung als kostbarster Stein eingefügt werden sollte, würde sie sich sonst verscherzen. Darum Ihr Mütter ' alle, die Ihr Eure Kinderchen noch auf den Armen tragt und heranwachsen seht, lebt lfjt ganzer Seele, mit . vollstem Bewußtsein dieser schönsten Zeit,. der Gegen--wart! Mag auch die Phantasie Euch herrliche Zukunftsbilder vor Augen zaubern, mögt Ihr Euren Sohn schon als tüchtigen Mann in Amt und Würden, Eure Tochter als glückliche Gattin sehen vergesset darüber nie des Glückes der Gegenwart. In ihr, und nur in ihr sind die Kinder so ganz und gar mit Leib und Seele , .unser Eigenthum, sind wir den Lieblingen der einzige Inbegriff alles Herrlichen, Vollkommenen und Wünschenswerthen, das A und O ihres kleinen, eng umschlossenen Gesichtskreises. Doch wie so kurz ist diese für ein Mutterherz so selige Zeit! In späteren Jahren füllen wir einzig und allein wohl nie wieder unseres Kindes Herz aus; es liegt in der Natur der Sache und ist der Welt Lauf. Die Mutter nimmt dann wohl immer noch ein recht geräumiges Plätzchen im Herzen ihres dankbaren Kindes ein; doch ob das erste? Glücklich die Mutter dann, die bis dahin daS Geschenk der Gegenwart, den alleinigen und vollen Besitz ihrer Kinder, zu würdigen und zu genießen verstand. ' ' ' Würden sich die Menschen,, alt und jung, arm und reich, nur einigermaßen der mißachteten Gegenwart annehmen, sich nicht von der Gauklerin. Zukunft" beeinflussen lassm, sondern es erst überhaupt mal der Mühe werth halten, ihr mit vollem Bewußtsem in's Ängesicht zu schauen für jeden würde sie dann eine Gabe, wenn auch eine bescheidenere, als die der glücklichen Mutter gereichte, bereit halten.' 'In dieser Erkenntniß würden wir wahrhaft leben" lernen. Die Gegenwart allein ist unser, und in ihr soll daher der Schwerpunkt unseres Lebens liegen. KL hn Hoffnung. Fräulein A.: Ich wollte, ich wäre ein Mann!" Fräulein B.: Dummer Wunsch jetzt, wo wir bis Münmr bald unterkrieaen.
Das Nadler-Nennen.
Das Rennen unter den Auspicien der Indianapolis Bicycle Association am 17. Juli verspricht' ein sehr erfolgrei ches zu werden, da über 200 Fahrer ihre Theilnahme zugesagt haben. DaS Arrangements-Comite, bestehend aus den Herren Geo. Kreitlein, Fred Beck, Charles Köhring, W. R. Watfon, I. C. Pfleger, Gustav Habich und Fred Willis, beschloß in seiner gestrigen Sitzung, Coupon-Tickets nur vor Be ginn deS Rennens zu vertheilen, aber keine wahrend des Rennens oder nach dem die Rennfahrer ihr Ziel erreicht haben, auszugeben. Die Rennfahrer der Stadt werden ersucht, sich am 17. Juli, Vormittags 9 Uhr 30 an der Westseite des Monu mentö einzufinden, wo die Tickets ver theilt werden, die den Gewinner zu einer Freifahrt zur Weltausstellung in St. Louis berechtigen. Damen-Bereln des Indianapolis Mannerchor. Der Damen-Verein deS Jndiana poliS Männerchor" veranstaltete gestern Nachmittag in der Männerchor Halle feine monatliche Euchre-Partie. Die Betheiligung an derselben war .eine rege. Nach ..mehrstündigem Kampfe trugen folgende Theilnehmerinnen an dem Turnier die Palme deS Sieges davon: 1. Preis Frl. Pearl Howard. 2. ,, . Frau GuZ. Jose. 3. Paul H. Krauß. 4. Frl. Gertrude Humare. , 5. Frau William Off.' ' 6. Galloway. 7. Louisa Off. , 8'. Frl. Ella Lindeman. 9. P. I. Hauß. Beim Lottv'Spiel war FraU Heßling die Siegerin. Die Vorbereitungen für die Partie waren von den Damm der 9. Section getroffen worden. Dieselben find: Frau Eugen Dolmetsch, Vorsitzende, Frau Gustav Harms, Frl. Tillie Schmidt, Frl. Louisa Balke und Frl. Jda Haas. Neue Scheidungsklage. Lena B. Bübler klagt auf Scheidung von Henry Bübler. der sie verlassen. Ihre Klageschrift zeiht ihn der Trun kenheit, 'der grausamen Behandlung und des thätlichen Angriffes. Bübler soll die Stadt verlassen haben. Niedriger Fahrpreis nach California via Pennsylvania Linien. August 15. bis 27. einschließlich, und vom 28. bis 9. September ein schließlich. ExcursionS Tickets nach San Francisco und Los Angeles, in Anbetracht des dreijährigen Conclaves der KnightS Templar und Sovereign Großloge I. O. O. F. werden über Pennsylvania Linien verkauft. .- Für völlige Information bezüglich Fahrpreis, Route u.s.w.. spreche man bei den Ticket-Agenten dieser Linien vor, oder schreibe an W. M Richardson, Distrikt Passagier-Agent, ' Jndianepo lis,Jnd. Pennsylvania Bahn. $1.25 Madison und zurück $1.25 S o n n t a g, den 10. Juli. Verläßt Indianapolis 7.30 Morgens. Rückfahrt von Madison um 6 Uhr Abends. . Dampfbootfahrt. " 20 Meilen am Ohio River hinauf und zurück für 25 Cents. W. W. Richards on, A. G. P. A. Pocahontas rauchlose Kohlen 84.25 per Tonne. Pocahontas rauchlose Schaufelkohlen $4.00 per.Tonne. Tlnthracite, irgend eine Größe 86.80 per Tonne. für Ablieferung in diesem Monat. 25c weniger per Tonne beieiner Bestellung von iv sonnen ooer mehr. Zerkleinerte Coke. . . 10c per Bushel für Ablieferungen w diesem und nächsten Monat. üome Fuel Co (Jncorporirt.? Neuer Phone 9291. AlteS Phone, Main 1150. Theodore F. Smither, geschickter und zuverlässiger ..BachdeöeV..'. Pech und ttiesdacher. Dacher von Asphalt und Gilsonit. Engros-Öändler in allen Arten von Dachmaterialien. Telephon: Neu 861. 301 West Naryland (Ztr. endwestl. Eck von venate sve. und Msryland 6fc.
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