Indiana Tribüne, Volume 27, Number 272, Indianapolis, Marion County, 8 July 1904 — Page 7
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Roman von Ludwig Habicht. Fortsetzung.' Es ist nur die freudige Ausregung, die ihn verzehrt und gewiß wird er schon heut " Ter Graf schob mißmuthig die vor ihm stehende Tasse zurück und sich rasch erhebend, stieß er in kurzen r Sätzen hervor: Und ich wünschte, der Taq wäre schon vorüber. Wie froh wollte ich sein!" Er fubr sich mit allen Zeichen des Unmuths über die gerunzelte Stirn. Die Gräfin hobjich ebenfalls; sie trat dicht an ihn heran und ihm z'artlich in das finstere Antlitz blickend, fragte sie mit leiser, bewegter Stimme: Kannst du wirklich gar nicht vergessen?" Nein," entgegnete ihr Gemahl kurz und scharf, und seine Lippen zogen sich fest zusammen und als er noch immer ihre Augen wie bittend auf sich gerichtet sah, fuhr er etwas ruhiger .fort: Mit diesen Leuten jetzt in nähereVerbindung zu kommen, kostet mich, ich will es dir ehrlich gestehen, noch immer eine furchtbare Ueberwindung." Ich hoffe, das wird sich' mit der Zeit ein wenig ändern. Lerne nur erst unsere Schwiegertochter näher kennen. Jrmgard ist wirklich ein reizendes Geschöpf; Adelinde ist ganz entzückt von ihr, selbst Waltrud ist voll höchster Anerkennung ihrer künftigen Schwagerin, und da du dich rühmen kannst, frei von allen Vorurteilen zu sein " .Liebe Mathilde, das ist kein Vorurtheil," unterbrach sie der Graf mit jener geistigen Überlegenheit, die er am liebsten vor seiner Gemahlin zeigte. Der Mörder meines Bruders hat nicht wie ein Edelmann, sondern wie ein feiger Schuft gehandelt, und das zu vergessen, ist mir unmöglich." Das ist schon wahr, lieber Burkhard, aber meinst du nicht auch, daß Baron Ehrenfels und die Seinen an dieser traurigen Angelegenheit völlig fchuldlos sind?" wagte die Gräfin zu erwidern. Hm, das kann ich doch nicht sinden," entgegnete der. Graf und er begann dabei im Zimmer auf und ab zu wandern, als wollte er den besänftigenden Blicken .seiner Gemahlin ausweichen. Baron Ehrenfels hat es ruhig zugelassen, daß seinBruder nach Amerika flüchtete: er war mit allem völlig einverstanden, denn er hat ja das Majorat angetreten, um mich jeden Tag daran zu erinnern, daß die Schuld des heimtückischen Mordes nicht gesühnt worden und jetzt soll ich diesen Leuten so nahe treten, als ob das alles nicht geschehen wäre? Das geht mir noch immer ' gegen den Strich." Er blieb nach diesen Worten vor seiner Göttin stehen und sah ihr ins Antlitz, als erwarte er von ihr eine zustimmende Antwort. Die Gräfin nickte wohl mit dem Kopfe, als sei sie ganz stinerMeinung, dann aber sagte' sie doch in ihrer freundlichen, einschmeichelnden Weise, die zugleich die 'Sanguinikerin verrieth: Ich hoffe, es wird noch alles in das schönste Geleis kommen. Kurt liebt nun einmal die Kleine, er toex dankt ihr wirklich sein Leben und du hast in deinem Edelmuth doch nicht mhingekonnt. deine Einwilligung zu diesem Herzensbunde zu geben." Ich bereue es auch nicht," entgegnete der Graf. Das Mädchen hat Courage gezeigt, das muß ich sagen, aber dir will ich es bekennen, es fällt mir furchtbar schwer, mit den Leuten da drüben" er wies mit seiner Rechten nach Osten, wo die'Besitzungen des Barons lagen jetzt in ei nen freundschaftlichen Verkehr zu treten. Ich weiß nicht, ob es mir gelin gen wird, mich so weit zu überwinden, denn ich bin nun einmal nicht Heuchler genug und kann mit meinen wahren Empfindungen und Gedanken nirgends hinter dem Berge halten." Die Gräfin sah ihrem Gatten theilnahmsvoll in das ernste, umdüsterte Gesicht. Sie konnte seinen unversöhnlichen Groll gar nicht begreifen; war nicht über die unselige Geschichte längst Gras gewachsen? Warum noch immer daran denken und Leute dafür verantwortlich machen, die an dem ganzen Unglück nicht die mindeste Schuld trugen? Aber sie hatte sich stets gehütet, solche Gedanken zum besten zu geben; sie war auch stets seiner Meinung gewesen, so lange kein zwingender Grund vorlag, mit den Ehrenfels in Harmonie zu kommen; als sie ' hier in Lindenau als Herrin einzog, hatte sie schon die Feindschaft ihres Mannes mit diesen Nachbarn vorgefunden und der Diplomatin", wie sie von ihrer Stieftochter genannt wurde, war es nicht eingefallen, an diesem Verhältniß ein wenig zu rütteln; ihre ganze Aufmerksamkeit und Lebens kunst hatte sich stets ausschließ lich darauf gerichtet, ihrem Gatten nirgends störend in den Weg zu treten. Auch jetzt wollte sie nur Vorsicht tig ein beschwichtigendes Wort fallen lassen, da trat derjenige herein, der von dieser Angelegenheit am stärksten berührt wurde, und sie schwieg. Der hochgewachsene, breitschultrige junge Mann ging an einem Stock und seine ganze Erscheinung verrieth, daß er von der schweren Verwundung noch nicht völlig hergestellt war, die er aus dem Felde der Ehre davongetragen. Das feingeschnittene Gesicht bedeckte
noch immer eine große Blässe, nur aus den dunklen, eingesunkenen Augen leuchtete eine erwachte Lebenslust, ein Glücksempfinden, das zu der schlaffen, matten Haltung des jungen Mannes in seltsamem Widerspruch stand; aber als er seines Vater ansichtig wurde, da suchte er seine zusammengesunkene Gestalt gewaltsam aufzurichten , und so fest und sicher aufzutreten, als es ihm nur sein gelähmtes rechtes Bein gestattete. Er ging rasch auf seine Eltern zu, die mitten im Zimmer standen; wäh rend er den Stock in die Linke nahm und zuerst dem Vater und dann seiner Mutter die Rechte entgegenstreckte, begrüßte er beide auf das herzlichste. Ihr seht mich ganz erstaunt an, daß ich mich heut so zeitig zum Frühstück einfinde; aber ich hab' heut gar keine Nuhe, ich bin so glücklich!" und aus seinen ehrlichen braunen Augen leuchtete nur zu deutlich die Empfindung, die ihn beseelen mochte. Wahrend die Gräfin den herzlichen Gruß ihres Stiefsohnes ebenso herzlich erwiderte, ihm sogleich einen bequemen Sessel an den Tisck heranschob und ihn voll mütterischer Besorgniß bat. Platz zu nehmen und seinen Stock beiseite stellte, schüttelte der Gras seinem Sobne nur schweiaend die Hand. Bei dem Anblick des Sohnes, der ihm unerwartet kam, hatte er Mühe, den wilden Schmerz zu beherrschen, der seine Brust durchwühl te. Gerade die Anstrengung, die der Aermste gemacht, um seine Gebrechlichkeit zu verbergen, schnitt ihm ins Herz. Das war sein einziger 'Sohn, der in vollster Lebenskraft und Jugendblüthe im vorigen Sommer mit hinausgezogen war, als es galt, für König und Vaterland zu kämpfen und der als lahmer, elender Krüppel zurückgekommen. Warum mußte ihn gerade dies furchtbare Schicksal treffen! Konnte dieser Halbinvalide hier einmal ein kräftig Regiment führen, wie es doch so nöthig war? Der ganze Jammer über den Zufammenbruch seiner stolzen, kühnen Hofsnungen kam dem Grafen wieder einmal, schärfer als je zum Bewußtsein; er konnte es nicht länger hier aushalten, er mußte hinaus und sich zu dem Sohne wendend. der es sich bereits mit Hilfe seiner Stiefmutter in dem Sessel bequem gemacht hatte, sagte er mit gepreßter Stimme: Entschuldige mich, Kurt. Ich hab' heut noch so viel zu besorgen," und die Hand auf die Schulter des Sohnes legend, wollte er sich rasch entfernen. Der Sohn wandte sich mit einem freundlichen Lächeln noch einmal nach seinem Vater um: Laß dich nicht stören. Nicht wahr, um halb zwölf fahren wir hinüber?" Gewiß, zur bestimmten Stunde," antwortete der Graf und seiner Gemahlin dankbar-zunickend, daß sie sich des Sohnes mit solch rührender Sorge annahm, stürmte er hinaus. Was hatte nur der Vater?" 5r schien heute sehr übler Laune zu sein." fragte der junge Graf und er blickte dabei auf seine Stiefmutter, die an seiner Seite Platz genommen hatte und ihm mit hausmütterlichem Eifer ein Butterbrot strich. Sie schien seine Frage überhört zu haben, denn anstatt zu antworten, fragte sie ihrerseits: Du nimmst doch wie immer Kakap, darf ich ihn dir schon bestellen?" und sie drückte bereits auf die vor ihr siehende Glocke. Kurt kannte schon die Gewohnheit seiner Stiefmutter, die gern auf solche Weise verfänglichen fragen auswich; er lächelte gutmüthig vor sich hin; Schwester Waltrud würde freilich in einem solchen Falle wieder tadelnd gedacht haben: Die Diplomatin"; aber er konnte in diesem klug ausbiegenden Benehmen keinen Tadel finden; es lag auch keine Falschheit darin, wie die Schwester behauptete, die mit ihrem Stolz und Gradsinn für eine weiche, elastische Natur, wie ihre Stiefmutter nun einmal war. freilich kein Verständnin baben konnte: aber für ihn selbst hatte das zu allenZeiten freund liche Wesen der Mutter etwas Sympathisches und welch schreckliche Kämpfe hätte es zwischen ihr und dem Vater gegeben, wenn sie nur etwas weniger Diplomatin gewesen wäre. Sie wußte ja alles wieder zu sänftigen und zu glätten, wenn ihr Gemahlwie ein furchtbares Unwetter dahingebraust war. . Vom Schloßhof her timte jetzt schon durch das geöffnete Fenster die allen nur zu bekannte Dounerstimme. Der Vater mußte heute in sehr übler Laune sein. Ja, was hatte er nur? Die kluge, vorsichtige Frau, die sich so eifrig um sein Frühstück bemühte, daß sie darüber für nichts anderes Auge und Sinn zu haben schien, noch einmal darüber auszufragen, war doch vergeblich: er würde nur eine ausweichende Antwort erhalten haben und so sagte er lieber: Du verwöhnst uns alle;" während seine Augen voll dankbarer Anerkennung auf seiner Stiefmutier ruhten, reichte er ihr die Hand. Ich thue ja nur. was ich muß," entgegnete die Gräfin ruhig, Nein, stets etwas darüber und dieses ein bischen drüber" ist es ja auch, was uns im ganzen Leben so angenehm berührt. Wenn man uns gerade knapp gewährt, was man muß. so macht das wenig Freude, der Genuß fängt erst an. wenn wir etwas mehr erhalten, als mir 311 erwarten berechtigt sind, und wäre es nur ein freundlich Wort, ein geschenktes La cbeln. . .
Nun stien dte Gräfin lyr neues za chen aus, das sie noch so jung erscheinen ließ und das außer ihrem Stiefsöhn und ihrer Tochter wohl selten Jemand zu hören bekam; denn sie wußte, daß ihr Mann dies helle, jugendfrische Lachen nicht leiden konnte; ihm gegenüber verstand sie es prächtig, ich stets in Schranken zu halten; sie hatte dies in ihrer Ehe bald gelernt und all die Jahre über geübt; bei ihrem ursprünglich sehr lebhaften Temperament ein Beweis von seltener Selbstbeherrschung. Wie du dir alles zurechtlegst, du Grübler," fügte sie hinzu und sie schaute ihm voll freundlichen Wohlwollens in das bleiche Antlitz, auf dem-wirklich ein sinnender Ernst seine Heimath zu haben schien. Man wird es. wenn man so lange auf dem Krankenlager ruht," entgegnete Kurt in seiner schlichten, einfachen Weise. Das Mädchen hatte jetzt den befohlenen Kakao gebracht und wahrend die Gräfin sich beeilte, ihrem Stiefsohn die Tasse zu füllen und feines Backwerk vorzulegen, rief sie: Du Aermstet!" und ihre blauen, sehr lebhaften Augen ruhten dabei voll Theilnahme auf Kurt. .bemitleide mtä nicht" entaeanete vreer. cy war memais glucrucyer als dort im Lazareth," und ein seit ges Lächeln spielte um seinen feinen, von einem dunklen Schnurrbärtchen gezierten Mund. Das glaub' ich gern," rief die Stiefmutter aus und sie lachte wieder. Konnte sie doch einmal ihrer Heiterkeit ungezwungen Luft machen. Eine solche Krankenpflegerin haben wohl wenige deiner Kameiaden gehabt?" Der junge Graf nickte eifrig mit dem Kopfe. Was Jrmgard für mich gethan, das steht so groß, so einzig da, daß ich noch immer nicht begreife, woher sie den Muth und die Kraft genommen hat," und die braunen, tief eingesunkenen Augen, die sonst nur zu deutlich die körperliche Schwache verriethen, die ihm noch geblieben war, leuchteten seltsam auf. Ja, ich habe sie auch bewundert und was noch mehr sagen will, selbst dein Vater " O, wie schroff und hart er sich auch gibt, er hat für jede Seelengröße ein volles Verständniß," unterbrach sie Kurt, und Jrmgard hat sich wirklich wie eine Heldin gezeigt. Ja, liebe Mutter," setzte er voll Eifer hinzu, als er ein Lächeln bemerkte, das um die Lippen der Gräfin spielte und das er anders deutete: Ja, für ein junges Mädchen in ihrer Lebensstellung gehört ein ungewöhnlicher Heroismus dazu, als Schwester vom RothenKreuz zu gehen und für das Leben eines Menschen täglich, stündlich das eigene einzusetzen." Wenn eö das Leben eines uns theuren Menschen gilt, dann fällt eZ doch nicht so schwer," erwiderte- d'.e Stiefmutter. Da hast du recht, das hätte ich auch gethan." rief ein junges, schlankes Mädchen, das, unbemerkt in das Zimmer getreten war und mit der ganzen Lebhaftigkeit ihrer fünfzehn Jahre auf die beiden am Tische Sitzenden hinzueilte und ihnen mit einer etwas zu hellen Stimme einen guten Morgen bot. Da läßt du dich heut' auch schon sehen?" rief die Muttermund sie streichelte liebkosend das blonde Haupt ihrer Tochter, die sich voll stürmischer Zärtlichkeit an ihre Brust geschmiegt fk U5 tit ta yeut envttcy ver grone Festtag," entgegnete die Tochter lachend. Da sitzt ja auch schon der Herr Bräutigam und läßt es sich schmecken," und sie nickte mit kindlichem Uebermuth dem Stiefbruder freundlich zu. Mutter, ich hab' auch einen riesigen Hunger," und nach diesen Worten ließ sie sich ohne weiteres auf einen Stuhl nieder und wollte sich sogleich der Schüssel mit dem' kalten Aufschnitt bemächtigen. Dann bittet man erst um 'Erlaubniß," sagte die Mutter mit einemBlick auf den Stiefsohn. Ach, der ißt ja am Morgen doch nichts von all den schönen Sachen." entgegnete die Tochter und liebäugelte von Neuem mit den noch vorhandenen Herrlickkeiten. Nimm nur. was oir icymea:, linde," sagte Kurt und seine Blicke ruhten voll Wohlgefallen auf der Schwester, die so ungezogen und so lieb sein konnte. Adelinde war noch keine Schönheit, wurde es vielleicht auch nie; sie war für ihr Alter ungewöhnlich groß und von einer fast erschreckenden Magerkeit; aber der junge, unreife Körper schien wie aus Stahl geformt und durch allerlei Leibesübungen vollends gehärtet zu sein. Das beinahe ins Röthliche fchimmernde Haar, der ungewöhnlich frische Teint, der bei solcher Haarfarbe gewöhnlich anzutreffen ist, das scharf geschnittene, etwas eckige Gesicht, aus dem ein Paar graue, blitzende Augen unruhig die Zukunft und das Leben befragten, das alles erinnerte an ihren Vater, nur der liebliche, feingeformte Mund mit den Perlenzähnen schien ein Erbtheil der Mutter zu sein. Ich mache von deiner liebenswürdigen Erlaubniß Gebrauch," wandt: sich Adelinde mit ihrem gewohnten Uebermuth zu dem Bruder; sie bemächtigte sich rasch und eifrig der vor ihr stehenden Eßwaaren. Zrleischpastete. das ist mein Leben!" sie schob einStllck davon in den kleinen Mund, den sie dabei so weit wie möglich öffnete und
obwohl sie yanlg varaus losraute, fuhr sie doch in ihrer Plauderei lebhaft fort: Ja. du glaubst wohl, ich schwärme nur für gutes Essen; aber wäre ich nur zwei Jahre älter gewefen, hätte mich nichts abhalten sollen, dann wäre ich zu dir gekommen und hätte dich gepflegt." Das junge Mädchen nahm dabei eine sehr entschlossene Miene an. Ich will es dir schon glauben," entgegnete Kurt mit freundlichem Lächeln. Freilich so gern hättest du mich wohl nicht gesehen wie Jrmgard," schwatzte die Schwester in ihrer kecken, übermüthigen Meise weiter, ohne dabei nur einen Augenblick im Essen inne zu halten. Als ihr jetzt die Mutter abmahnend mit dem Finger droh-, te, wandte sie sich, ein , wenig eingeschüchtert, sogleich zu dieser. Es ist doch so, wie ich sage und wie gut, daß Jrmgard dieCourage gehabt hat, sonst wären die beiden niemals ein Paar geworden und sieh' doch, wie glücklich unser Kurt ist! Oder bist du eö nicht?" fragte sie den Bruder, sie schaute ihm dabei übermüthig lachend in das Antlitz, aus dem sichtbar -eine aroöe. inniae Freude leuchtete. I Ja, ich bin rramenloS glücklich bestätigte Kurt. Da hörst du es. Mutter! Ist denn Jrmgard wirklich so hübsch? Ich habe sie ja immer nur von weitem gefehen! Wie freue ich mich, daß ich sie endlich kennen lernen werde; aber sie soll sehr stolz sein, ist das wahr?" Adelinde richtete dabei die großen, grauen Augen unruhig fragend auf den Bruder. Wer hat dies gesagt?" fragte Kurt .rasch zurück und ohne die Antwort der Schwester abzuwarten, setzte er hinzu: Sie ist lieb und freundlich gegen alle Welt." Wird sie es auch gegen mich sein?" Wie kannst du fragen!" Ja, ich bin nicht wie alle Welt. Meine Freundin Hedwig sagt immer, ich sei eine revolutionäre Natur, und das bin ich auch," setzte sie hinzu und warf das blonde, junge Haupt entschlössen in den Nacken, während sie dabei noch immer eifrig weiter kaute. DaS dürfte der Vater wohl nicht hören," bemerkte Kurt und drohte freundlich lächelnd mit dem Finger. Ach, der hat mich ja dazu gemacht, er schimpft so weidlich selbst auf-feine Standesgenossen und sieht all Schwächen und Fehler der Leute, und die game Weltordnung ist fo wenig nach seinemGeschmack, da soll man nicht endlich 'Lust bekommen, sie über den Haufen zu werfen!" Sie stieß nach dielen Worten jenes helle Lachen aus, das auch der Mutter eigenthümlich war. Du hast den Vater ganzfalsch verstanden." Erlaube, lieber Kurt, daß ich dir widerspreche," entgegnete Adelinde mit der ganzen Gereiztheit eines fünfzehnjährigen Backfisches, ja, blinzle mir immer mit den Augen," wandte sie sich zu ihrer Mutter, und sie stieß ein kurzes, übermüthiges Lachen aus: Ihr glaubt, ich sei noch so ein dummes Gänschen und leb' nur so in den Tag hinein; aber ich mache mir über alles meine Gedanken und das Elend der Menschheit" jetzt ging die Thür auf, die Sprecherin warf einen nicht ganz angenehm überraschten Blick auf die Eintretende und anstatt den Satz zu vollenden, schob sie einen großen Bissen in den Mund, der ihr kaum erlaubte, den Morgengruß deutlich zu erwidern, den die Erschienene den Anwesenden bot. Kurt wollte sich erheben und der Eingetretenen entgegengehen; aber diese eilte rasch auf ihn zu und drückte ihn voll zärtlicher Besorgniß in den Sessel zurück. Jch hörte, daß du beimFrühstück säßest und deshalb kam ich, um zu sehen, wie es dir heute geht;" die schlanke hohe Gestalt bückte sich über den Bruder hinweg, um ihm voll Innigkeit in das Antlitz zu schauen. Du siehst heute wirklich sehr -gut aus," sagte sie und ein freundlich Lächeln verschönte ihre ernsten, ein wenig strengen Züge. Stiefmutter undStiefschwester schienen kaum für sie vorhanden zu sein; sie hatte beiden wohl kühl höflich zugenickt, aber dann ihre ganze Aufmerksamkeit dem Bruder zugewenbei. An meinem Verlobungstage muß ich wohl gut aussehen, das ist meine Pflicht." versuchte Kurt zu scherzen. Meinst du das nicht auch. Mutter?" wandte er sich vx der Gräfin, sogleich bemüht, sie mit in die Unterhaltung zu ziehen. Gewiß," bestätigte diese und sie lächelte freundlich zu ihrem Stiefsohn hinüber. Ach, meine Theuren, ihr könnt es ja kaum begreifen, wie grenzenlos glücklich ich bin. und mir ist es manchmal wie ein Traum, daß ich sie endlich mein nennen soll, ohne die ich mir das Dasein nicht lnehr denken könnts; aber willst du eine Tasse Kakao mit mir trinken?" wandte er sich zu seiner Schwester, es ist noch genug vorhanden. Nicht wahr. Mutter?" Diese nickte mit dem Kopfe. Nein, ich danke, lieber Kurt, du weißt, ich frühstücke stets auf meinem Zimmer." Entschuldige, lieber Kurt, ich habe noch so manches, zu thun und ich laß dich ja nicht allein," sagte jetzt die Gräfin. Während sie dem Stiefsohn mit großer Herzlichkeit die' Hand reichte, nickte si ihrerStieftochter zwar sebr freundlich, aber doch etwas fluch-
tig zu und verließ Dann mn xaqtn Schritten das Zimmer. So warte doch." rief ihr Adelinde nach. Ich komme mit. Guten Morgen, Kurt." und dann stürmte sie mit dem letzten Bissen im Munde an ihrer Stiefschwester ohne Gruß vorbei und der Mutter hinterdrein. - - Wie hübsch, daß sie gehen; nun können wir doch ungestört miteinander plaudern," sagte die Comtesse; sie blickte mit einer gewissen Befriedigung auf die Thür, hinter der die beiden verschwunden waren und nahm dann an der andern Seite des Bruders Platz, als wolle sie absichtlich den Stuhl vermeiden, auf dem die Stiefmutter gesessen hatte. Du hast sie vertrieben. Ach Waltrud, du thust ihr unrecht, sie ist wirklich gut und du mußt selbst bekennen " Ich hab' sie nicht leiden können, als ich noch ein kleines Kind war, und meine Abneigung ist bis heute geblieben," unterbrach ihn die Schwester; ihre eben noch freundlichen Gesichtszüge erhielten einen finstern, harten Ausdruck. Mir unbegreiflich," sagt: Kurt kopfschüttelnd. Sie hat etwas Katzenartiges," fuhr die Schwester, ohne auf diesen Widerfpruch zu achten, nicht ohne Erregung fort. Sie weiß um alle glatt und schmeichelnd herumzustreichen und gerade das macht auf mich einen so widerwärtigenEindruck. Mit einemWort, sie ist und bleibt mir unsympathisch, denn ich verlange von jedem Wahrheit und Offenheit." In dem vornehmen, ausdrucksvollen Antlitz Uy Comteß malte sich jetzt deutlich der ünausrottbare Widerwille, den sie gegen ihre Stiefmutter empfand. Sie hat auch für uns stets die aufopferndste und zärtlichste Sorge gezeigt." Aus Klugheit, um bei unserm Vater im glänzendsten Lichte zu erscheinen," warf die Schwester dazwischen. Ich kann es nicht begreifen, daß es gerade dir. mit deinem edlen, vornehmen Wesen nicht möglich geworden ist, ihr Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, und du mußt doch selbst bekennen, daß sie uns zu allen Zeiten eine gute, liebevolle Mutter war." Liebevoll?!" wiederholte die Comtesse; sie stieß ein kurzes, sarkastisches. Lachen aus. das an ihren Vater erinnerte, mit dem sie auch äußerlich manche Aehnlichkeit besaß, obwohl die scharfen, eckigen Züge des Grafen bei ihr viel abgemilderter und verfeinerter zur Erscheinung kamen, als bei ihrer Stiefschwester. Sie liebt nur sich, diese naive Egoistin." suhr Waltrud nicht ohne Bitterkeit fort, und natürlich noch ihren Augapfel", ihr süßes Töchterchen, das sie völlig verhätschelt und verzieht, und sie hat es mit ihrer Schlauheit in der That erreicht, daß selbst unser Vater, der sonst so streng und scharfblickend ist. die Unarten dieses verwilderten Geschöpfes völlig übersieht." Du vergißt, daß es bei Adelinde die Unarten ihrer fünfzehn Jahre sind, die sie schon ablegen wird, sobald sie nur ein wenig älter geworden." Nein, die dann viel schärfer hervortreten werden." behauptete die Comtesse hartnäckig; aber warum sollen wir uns durch eine solch unerquickliche Unterhaltung die schöne Stunde verderben?" rief sie, dies Gespräch abbrechend, lebhaft aus. Ach. du ahnst es ja gar nicht, wie glücklich ich bin, daß der Vater deinem Herzenswunsch nicht länger entgegentritt," und sie schaute dabei voll innigster Zärtlichkeit ihrem Bruder in das Antlitz. Ich sollte dies nicht wissen?" fragte Kurt, und die Hand der Schwester drückend, fuhr er mit großer Wärme fort: Hast du nicht stets den innigsten Antheil an allem genommen, was mich betrifft und wäre Jrmgard ohne dich auf denGedanken gekommen, mich aufzusuchen und zu .pfleaen?" (Fortsetzung folgt.) r lenntsichgenau. Ich möchte gern den Herrn des Hauses sprechen. Es thut mir sehr leid, aber meine Frau ist grad nicht zu Qaus! r - Eine Familientragödie, die durch die sie begleitenden Nebenumstände besonderes Aufsehen erregte, hat sich in Hamburg abgespielt. Der Kunstmaler Buseke, der mit seiner Frau, seinen beiden Kindern und einer alten Mutter Am Grasweg 7 wohnte, sollte sich vor dem Untersuchungsrichter wegen Verdachts der Falschmünzerei verantworten. Er wurde verhaftet und auf das Gericht geführt. Dort ließ er sich unmittelbar vor feiner Vernehmung auf den Bedürfnißort bringen, wo er Cyankali nahm und sofort verstarb. Als der Amtsdiener die traurige Kunde der Familie übermitteln wollte, fand er verschlossene Thüren. Hier hatte sich fast zur selben Zeit, als der Kunstmaler Buseke freiwillig aus dem Leben schied, eine zweite, furchtbare Katastrophe zugetragen. Die Kinder des Verhafteten waren durch Gift getödtet worden, während Frau und Mutter des verstorbenen Kunstmalers ihrem Leben ebenfalls durch Gift ein Ende gemacht hatten. Auf dem Tische des Wohnzimmers lag ein Brief der Frau Buseke an ihre Eltern; darin bat sie 'um Verzeihung wegen der furchtbaren That, die sie an ihren Kindern begangen bätte.
Seuer - Signale.
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Maryland 413 Missouri und Dxo 415 Capital Vve'.'Seorgia 416 Migourtu KentuSzA. 417 Senat, Ave u. Wash, 421 P und E NunauS W. Washington. 423 Irren-Hospital. 424 Miley Lve u.JDuS 425 Wash und Harr 426 No. 18 Cpritzenrch W. Washington 427 Ollver und Birch 423 Oliver und ttgood 429 Nordhke und Z)ork 431 Hadley Ave u. MorrU 432 River Ave u. MorrS 484 Rwer Ave und Ray 435 Harding u. Sig 4 R ? S Harding und ONvei 437 No. 19 SpritzenhQ? MorriS und ardW c-ieciafl 439 etaSyactl 451 ReiSn und 452 Howard und 453 MorriS und 56 Lamiert und Bil&aS U7 Nordtte Ztt tu Ifc o WorkS ' BIS West uud RsZ 513 Senwky Asu.NerrÄ 614 Meridian und Morrj KlS JIinoiS id SLad 617 MorriS und Datota L1S MorriS und hu?$ 619 Capital A. u M;Can 621 Meridian und Palm 623 Pine und Lord 624 Madisor.Aveu Lm! 526 Meridian und Veit SW 627 CarloS und Siay 628 Meridian und Arizona 52 Meridian u. Rahuund 631 Meridian u. M.Ca.1 632 No. 17 epritzenl-Qck MorriS nah Weft 61 McKeräanund DouH. 615 Sast u. 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