Indiana Tribüne, Volume 27, Number 269, Indianapolis, Marion County, 5 July 1904 — Page 3

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Dachdecker

Tmgöhic auf dem nockatlant. Ocean.

Weit über siebenhundert Menschenleben vernichtet, s Nur Wenige vom dänischen Dampfer Norgc" entgingen dem Verhängniß. v Neue Verluste der Port Arthur Flotte. fortwährende Kämpfe um die belagerte Festung. Die kand - Gperationen. Herzl's Tod.

Untergang j i n e däni f ch en Passagier da mpfers. London, 3. Juli. Ueber 700 dänische und norwegische Auswanderer, welche nach New Jork unterwegs wa ren, sind, wie man glaubt, am 23. Juni im Nord'Atlantischen Ocean er. trunken. Von ungefähr 800 Passagieren an Bord deö dänischen Dampfers Norge", der am 22. Juni aus Copenhagen abfuhr, find nur 20 als lebend bekannt. Betreffs der Uebrigen hegt man keine Hoffnungen. Die Norge wurde zuletzt gesehen, als sie schon sank, nachdem sie auf der kleinen Insel Rochall aufgelaufen war. deren einsame Spitze sich von einem todtbringenden Riff das Oceans, unge fähr 290 Meilen von der schottischen Westküste, erhebt. Frühmorgens am letzten Dienstag stieß die Norge, die bei stürmischem Wetter den KurS verloren, auf das Riff, das von weitem aussteht wie ein Schiff unter vollen Segeln. Die Norge war bald wieder losge macht, aber durch ein Loch - im Bug drangen die hochgehenden Wogen herein. Die Auswanderer, die auf das Frühstück warteten, stürzten auf Deck; allein eine Panik fand nicht statt. Das Schiff sank bald mit dem Vordertheil. 3 Boote wurden in's Wasser gelassen, in welche man eiligst die Frauen und Kinder verbrachte. Sechs dieser Boote zerschellten an der Seite der Norge, die hilflosen Insassen verschlang die tobende See. Zwei Boote gelangten sicher von dem sinkenden Schiff weg; viele Auswanderzr, die an Bord geblieben, stürzten sich, Rettungsgürtel ergreifend, selbst in's Meer und ertranken. Capitän Sundet stand, wie die Ueberlebenden sagen, bis zuletzt auf dem unheilvollen Schiff. Mit dem sinkenden Dampfer gingen etwa 600 schreckgelähmte Emigranten in die Tiefe oder wurden in's Wasser geschleudert. Solche, die schwimmen konnten, suchten die Boote zu erreichen, allein diese waren bereit? zu besetzt und die Inhaber stießen die ertrinkenden lln glücklichen mit Rudern weg. Die Boote hielten sich einige tun den beisammen. Fast alle Insassen waren Passagiere, die von der Führung eines derartigen Fahrzeuges nichts verstanden. Nach einer Erzählurg kamen 3 Boote von dem Schiffe weg, nach einer anderen 2 mit je zehn Personen. DaS in CrimZby mit den Ueberlebenden gelandete Boot war ein Rettungsboot; was aus den anderen Booten geworden ist, weiß man nicht. Die Geretteten bestehen aus 20 Leuten, darunter ein Matrose, 6 Frauen und ein Mädchen. Nach einem der Ueberlebenden war die Norge, als er auf Deck kam, schon zur Hälfte unter Wasser und sank rasch. Halb wahnsinnig vor Angst kämpften alle Ueberlebende um Plätze in den Booten. Ein Offizier brachte die Leute in das große Rettungsboot und bugsirte eS von der Seite der Norge weg. Als er sah, daß das Boot übersüllt war, sprang der Ossizier mit großem Hel denmuth in'S Wasser und suchte in ein anderes Boot zu gelangen. - ES ge lang ihm nicht und er ertrank . Im Meere befand sich zu dieser Zeit eine große Masse von mit dem Tode ringenden Männern, Frauen und Kin dern. Gerade als das Rettungsboot ab fuhr, ging die Norge" in die Tiefe. Paul Nelfon, einer der Geretteten und angeblich Amerikaner, sagt, das Rettungsboot habe sich eine Zeit lang neben den andern Booten gehalten, allein der hohe Seegang trennte die Fahrzeuge und oon den übrigen Boo. ten habe man nichts mehr gesehen. Die Insassen des Rettungsboots wurden von der Salvia aufgefischt. ' Die einzige Hoffnung für die liebn gen besteht darin, daß einige davon

I auf das Riff geworfen wurden. Aber

selbst dann ist die Ausficht auf Rettung gleich Null, da alle Schiffe Rockall dermeiden. Die Kunde dieses Unglücks, dessen Todtenliste vielleicht alle früheren Atlantic-Tragödien übertrifft, brachte heute Abend der Dampfer Salvia nach seinem heimischen Hafen, dem stillen Fischerstädtchen Grimsby. Die Salvia" hatte eine Kreuzfahrt um die Hebriden gemacht.. Durch einen glücklichen Zufall fuhr sie weiter westlich als üblich und fand die Ueber lebenden der Norge", welche 24 Stun den lang in einem kleinen Fahrzeuge auf den wilden Wogen des atlantischen Oceans umhergescheudert worden waren. Die Salvia" nahm die Ueberlebenden an Bord und landete sie heute Abend in GrimSby. Ostasien. VerlustederPortArthur. Flott e. T o k i o, 3. Juli. Admiral Togo meldet, daß am letzten Montag in der Hafen'Einfahrt von Port Arthur ein russisches Wachtschiff, daS wie ein Schlachtschiff aussah, sowie ein Zer störer durch Torpedo- in den Grund gebohrt wurden. Washington, 3. Juli. Nach dem Bericht an die japan. Gesandschaft über das gleiche Ereigniß griff am 27. Juni die 12. Torpedo.Flotille an und brachte das feindliche Wachtschiff zum Sinken. Die gleiche Flotille wechselte Schüsse mit den feindlichen Zerstörern, von denen einer sank. Die Japaner hatten 14 Todte und 3 Verwundete. Wie die Vladivostock Kreuzerentkamen. Tokio, 3. Juli. Das Vladivostock Geschwader entkam dem Geschwa der Vice-Admiral KamimuraS östlich von der Tsu Insel in der Dunkelheit Freitag Nacht. Regen und Nebel ka men den russischen Schiffen zu Gute. Die 2 Geschwader trafen sich Abends, die Russen nördlich von der Ski Insel, die Japaner südlich von der Insel Tsu. Sie waren 10 Meilen entfernt. Die Russen wandten sich nördlich, von Ka mimura in voller Fahrgeschwindigkeit verfolgt. Die Torpedoboote fuhren voraus und wurden von den Russen heftig beschössen. Dies war die Kanonade, die.man bei der Tsu Insel hörte und woraus man auf ein allgemeines Gefecht schloß. Plötzlich um 9 Uhr löschten die russischen Schiffe alle Lichter und ver schwanden im Dunkeln. Zu dieser Zeit bedrängten die Torpedoboote die Russen, welche ihre Suchlichter benutz ten. Die Torpedoboote konnten nicht nahe.genug an daS russische Geschwader heran, um Torpedos abzusenden. Die Besetzung vou K a i p i n g. Ehe F o o, 3. Juli. Eine kleine japanische Abtheilung besetzte Kaiping am 25. Juni und fand, daß sich die Russen nach Ta Tche Kiao zurückge zogen hatten. Die Japaner erwar teten, eS würde -bei Ta.Tche Kiao zu einer großen Schlacht kommen, aber wahrscheinlich ziehen sich die Russen nach Liao Dang zurück, da sie sonst bei Hai Cheng von der Takushan Abthu lung der japanischen Armee abgeschnitten würden. Der Vormarsch auf Liao Bang. L o n d o n, 3. Juli. Wie die Centrat News aus Mulden heute hört, rücken die Japaner in 2 Divisionen von Fen Shui Paß gegen Liao Fang. Mangel an Vorräthen. .London, 3. Juli. Die Central News vernimmt unter dem 3. aus Ta Tche Kiao: das Wetter ist trocken, aber die Japaner unternehmen keine Aktion. Nach oen Chinesen fehlt eS den Japa nern an LebenSmitteln und Medizin, Ostlich von Kai Chou zieht sich die japan. Hauptstreitmacht zurück, ihre Stellungen aufgebend. Auf der Straße nach Liao Dang hat sich nichts Wesentliches geändert. , -

Fortwährende Kämpfe um Port Arthur.

. Tokio, 3. Juli. Berichte aus russischen Quellen, Ehe Foo und ande ren Orten, melden verschiedene Land und See Gefechte in der Nähe von Port Arthur zwischen dem 26. und 30. Juni. Nach einem amtlichen Bericht näher ten fich in der Nacht vom 24. Juni ja panische TorpedoBoote der Festung Port Arthur und am 26. wurde ein Land-Angriff durch eine Kanonade von den Kriegsschiffen unterstützt. Am 29. beschossen die Forts undBat terien von Port Arthur japanische Torpedo-Boote. Am 26. und 27. Juni fand nach einer Che Foo Depesche eine große Schlacht bei Port Arthur statt. Jedoch werden keine russischen Verluste er wähnt, die sich mit dem Bericht von Togo decken würden. Japanerin derNähe.' Liao J.ang, 3. Juli. Die ganze Mandschurei scheint ein einzigrr großer Sumpf und das Wetter macht Operationen von beiden Seiten fast unmöglich. Wie berichtet wird, stehen die Japaner in der Nähe von Liao Fang und eine Schlacht wird mit Besse rung des Wetters erwartet. Das Ge lände ist derart, das wenige Sonnen tage die Straßen trocknen können. Eine Meldung, wonach 20,000 Ja paner um Mukden operiren, findet we nig Glauben. Oesterreich'Ungarn. Herzl gestorben. Wien, 3. Juli. Dr. Theodore Herzl, der Gründer der Jionisten-Be-roegung und Präsident des Zioniften Congresses, ist gestorben. Italien. Brooklyn angelangt. G e n u a, 3. Juli. Kreuzer Brook lyn", Flaggschiff deS südatlantischen amerik. Geschwaders, traf heute aus Gibraltar ein. Die hiesigen Behörden statteten Admiral Chadwick einen Be such ab. Frankreich. Streik-Tumulte. Brest, 3. Juli. Bei einer Parade der streikenden Hafen-Arbeiter kam es heute zu Aufruhr-Scenen. Die Tumul tuanten wurden durch Gendarmerie mit ausgestanztem Bajonett angegriffen. 10 Gendarmen verwundet. Viele

Streiker in Haft. . Hawaii. 'Selbstmord eines amer. Offiziers. H o n u l u l u, 3. Juli. Der erste Leutnant, G. S. Garber von der amerikanischen Armee endete heute sein Leben durch Erschießen. Er hinterließ einen Brief mit den Worten: Es hat keinen Werth, ich kann daS Trinken nicht aufgeben." Seine finanziellen Verhältnisse find geordnet. Garber stammte aus Ma difon, Wiö. Deutschland. Die Vanderbilt'sund d e r K a i s e r. Berlin. 3. Juli. Die Liebens Würdigkeit, mit welcher Kaiser Wilhelm seine millionenschweren amerikanischen Gäste während der Kieler Woche behan delte, erregt wiederum vielerlei Com mentare. Diesmal war der Monarch aber der Gast der Amerikaner und diese hatten die größten Anstrengungen gemacht, um durch möglichste Glanzent faltung zu beweisen, daß sie der AuS zeichnung, einen Kaiser zu bewirthen, würdig seien. Zunächst war, wie schon berichtet, der Herrscher bei Mr. un6 Mrs. Eor neliuS Vanderbilt auf deren Dacht North Star" mit anderen Eingelade nen zu Gaste. Die Damen hatten sich mit Brillanten behängen, für deren Werth man jedenfalls eine preußische Königskrone kaufen könnte. Man nahm ein opulentes Frühstück ein, dessen einzelne Gedecke unter Dollar brüdern auf-500 Mark pro Stück ge T .-!

sich vor Entzücken, als der Kaiser m

der besten Laune sich mit den einzelnen Gästen unterhielt und insbesondere daS Gastgeberpaar auszeichnete. Am gleichen Abend speiste der Kaiser mit MrS. Robert Goelet und Robert Walton Goelet an Bord der Jacht Nahma". Auch diese Affaire.verlief in ähnlicher Welse. UebrigenS bildete dieses Zusammensein den definitiven Schluß der vielen Festtage. Ende des Pommernbank Processes. Berlin, 3. Juli. Im Pommern bank'Prozeß ist nunmehr von der sieb ten Strafkammer des Landgerichts 1 das Urtheil verkündet worden. Der frühere' Bankdirektor Kommerzienrath Johann Wilhelm Schultz aus Char lottenburg wurde zu 3j Jahren Ge fängniß und 30.000 Mark Geldstrafe, der frühere Bankdirektor Carl Friedrich Romeick aus Wilmersdorf zu drei Jahren Gefängniß und 6000 Mark Geldstrafe verurtheilt, während der Baurath Hermann Bohl aus Groß Lichterfelde, welcher den Angeklagten Schultz und Romeick bei dem Vergehen der Untreue durch Rath und That wis sentlich Hülfe geleistet haben sollte, freigesprochen wurde. DaS Urtheil ist von der öffentlichen Meinung mit Genugthuung aufgenom men worden, wenngleich es erheblich hinter den Anträgen der Staatsan waltschaft zurückbleibt. Denn Staats anwaltschastörath Beeck hatte nach Schluß der Plaidoyers am 21. Juni gegen Schultz wegen Untreue Bilanz fälschung und Betrug" sechs Jahre Ge fängniß und 70,000 Mark Geldstrafe, gegen Romeick wegen der gleichen Ver gehen fünf Jahre Gefängniß und 45, 000 Geldstrafe beantragt. Den Enthüllungen des Prozesses hat das Publikum ein außergewöhnliches Interesse entgegen gebracht, namentlich seitdem über die Verbindung deS Frei Herrn v. Mirbach, Oberhofmeisters und KabinetSchefS der Kaiserin, mit den ehemaligen Leitern der Pommernbank und über die Art und Weise, wie eine Hofbank der Kaiserin" . kreirt wurde. Aufschluß gegeben war. Blätter aller Parteien bekunden die größte Unzufriedenheit, daß die Jnter pellation betreffs des Falles Mirbach im preußiichen Abgeordnetenhause ver schleppt und auS der erwarteten fensa tionellen Debatte, zu welcher von Seiten der Freisinnigen Volkspartei" der Anstoß gegeben war, nichts geworden ist. Das sozial-demokratische Hauptorgan, der Vorwärts", beutet die Sache na türlich weidlichst aus. Unwetter in Hamburg. Ein schweres Gewitter mit Wirbelstürm, welches nach einem sehr schwülen Tage heranzog, hat in Hamburg und Umgegend großen Schaden angerichtet. Gegen 5 Uhr Nachmittags trat eine solche Finsterniß ein, daß die Schiffe auf der Elbe vor Anker gehen mußten, um nicht in Kollision zu gerathen. Mehrere Schuten wurden voll Wasser geschlagen, zwei Ewer büßten auf der Unterelbe den Mast ein. Ein Kutter mit vier Personen kenterte, doch konnten die Personen gerettet werden. Einem Passagierdampfer wurden die Sonnensegel nebst Stützen weggerissen, eine Anzahl Schiffe kam von ihrenVertauungen los, und der Verkehr auf der Elbe stockte während des Sturmes vollständig. Ein Schiffer, welcher auf seinem Schiffe eine Luke schließen wollte, wurde vom Sturm mit der Luke in die Elbe geworfen. In der Stadt Hamburg selbst hat dasUnwetter außer etlichen entwurzelten Bäumen keinen nennenswerthen Schaden angerichtet, umsomehr aber in der Umgegend. Die ganze Gegend von Billwärder an der Bille oberhalb Hamburgs ist verwüstet. In dem Orte wurde der Schornstein der Langenschen Fabrik umgeweht und zwei Arbeiter dadurch getödtet. Von einer umgewehtenScheune wurden zwei Personen verschüttet, welche, wenn auch schwer verletzt, so doch lebend ausgegraben wurden. Zahlreiche Bäume wurden vom Sturme abgedreht, die Obsternte ist in der Gegend von Billwärder vernichtet. In Kurslack und in Elmshorn äscherte der Älitzschlag zwei croße Bauerngehöfte ein. in Sestermühe wurde ein Arbeiter vom Blitz erschlagen. Auch auf dem linken Ufer der Elbe hat das Wetter furchtbar gewüthet. In Harburg und vor Allem in den Waldungen der Haake sind zahlreiche Bäume entwurzelt. JnMoorbürg, Eißendorf und Wilhelmsburg sind ganze Dächer abgedeckt undSchuppen umgeworfen. ' Im Alten Lande ist ein großer Theil der Obsternte vernichtet, die gerade blühenden Virn- und Apfelbäume hat der Sturm nicht nur ihrer Blüthen beraubt, sondern zahlreiche Obstbäume sind umgebrochen. Das Wesen der GewerkschastL Unionen ist rn seinen Methoden in England dem der Ver. Staaten um 25 Jahre voraus, während Sympa-thie-Strikes im Ver. Königreiche nach und nach zu einer unbekannten Erschei.nung werden.

Folgt der Fahne! . ör , Deutsch-amerikanlscheDemo-krate Club erwählte durch allgemeines Uebcrein kommen die i 1 & l sl . nach St. Couis und zurück Demokratischen National'ConvcnIion Abfahrt von Indianapolis am Dienstag, 6. Juli, Vormittags 11.50 Uhr. sur die Rundfahrt gut für 15 Tage. S i? AA am Dienstaq nur gut . PU.UV für 7 Tage Fahrkarten sind ailtia für die Qinfabrt am

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