Indiana Tribüne, Volume 27, Number 267, Indianapolis, Marion County, 1 July 1904 — Page 6
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Scheutzttch. Von Freiherrn von Schlicht. : Es regnet in Strömen. Auf bot Corridoren der Kaserne stehen die Soldaten und üben Einzelgriffe". DaS ist weder amüsant noch geistreich, aber was hilft's, es muß gemacht werden. Am langweiligsten ist die Sache natürlich für den Herrn Leutnant, denn der hat gar nichts zu thun, er steht nur dabei und paßt auf. Der Kasernenhof ist weiter nichts als eine große Pfi-Pfa Pfütze, trotzdem befiehlt der Herr Leut nant: Die Glieder herunterrücken Einzelmarsch. Suchen die Unteroffieiere sich einen möglichst trockenen Platz aus!" ' Die Unterofficiere rücken mit ihren Gliedern, nicht mit ihren eigenen, die haben sie im Dienst natürlich, bis sie todt find, immer bei sich, sondern mit ihren Zuggliedern" auf den Kasernen Hof, beschauen sich das Feld ihrer Thä tigkeit und sagen dann einfach: Hier ist es trocken." Einzelmarsch mit sieben Schritt Abstand der Flügelmann antreten!" Der Flügelmann tritt an leise, leise, ganz bedächtig; er hat über die Trockenheit des Platzes ganz andere Ansichten als sein Vorgesetzter. Kerl, schonen Sie Ihre Knochen nicht so unverschämt höher die Beine hö L ö ö her." Aber den Flügelmann rührt das nicht, er marschiert, als wenn er auf Eiern ginge. Ach. Du willst nicht, mein Junge!" ruft der Unterofficier. Er sieht sich um und entdeckt eine riesige Pfütze. So, mein Junge, nun komm hier mal her. Langsamer Schritt nach Zählen. Commando eins, zwei, drei!" Der Unterofficier hat sich das so schön gedacht auf drei" soll der Flügelmann mit seinem linken Fuß gerade in die Pfütze hineinhauen, aber der Flügelmann ist. auch hier anderer Ansicht, er macht einen Riesenschritt und schreitet über die Pfütze hinweg. Das ärgert den Unterofficier. Nun wollen wir das nochmal zusammelt machen, mein Sohn," spricht der Unterofficier und faßt seinen Sohn am linken Hosenbein. Also nochmal: Commando eins zwei und drei." Und mit aller Kraft, die er in seinem linken Bein hat, schlägt der Flügelmann seinen drei Meter langen und zwei Meter breiten Commißstiefel mitten hinein in die Pfütze. Nun fliegt der Dreck unglücklicherweise aber dem Unterofficier, der zu spät das Hosenbein seines Sohnes losließ, mitten in's Gesicht. Nun ist der Dreck da! Wie ein Wilder springt der Unterofficier dem Mann -in's Genick und giebt ihm ein paar Ohrfeigen. Und am nächsten Morgen setzt er sich seinen Helm auf den Kop), geht zu seinem Hauptmann , und beschwert sich. Zuerst geht es nun dem Unterofficier scheußlich, der angeblasen wird, daß er auf dem Kasernenhof von einem! Thor zum anderen fliegt. Dann geht es dem Herrn Leutnant scheußlich Dann meldet der Hauptmann den Vorfall dem Herrn Major, und nun geht es dem Herrn Hauptmann scheußlich. Dann erfährt der Herr Oberst von der Sache, und nun geht es dem Herrn Major scheußlich. So geht es herauf nun geht es wieder herunter der Herr Oberst ist in diesem Falle das hohe C, höher geht es nicht mehr. Der Major bekommt riesig eins auf den Hut, der Hauptmann fängt als solcher an mächtig zu wackeln, der Leutnant wird eingesperrt und der Unterofficier erst recht. Der Musketier ist, obgleich er eine niederträchtige Kröte war, am allerbesten dran, der putzt sich den Schmutz von) den Stiefeln, und bürstet sich die Hosen rein und damit ist für ihn die Sache erledigt. Oft geht es Einem auch bei trockenem Wetter scheußlich. Was kann man den Soldaten nicht Alles beibringen und was bringt man ihnen nicht Alles bei! Solch' Bleisoldat legt sich auf Commando hin, und wenn er eben liegt, steht er sofort wieder auf, um sich gleich darauf wieder hinzulegen er kniet nieder, geht, springt, läuft, hängt sich auf (allerdings nur amQuerbaum wenn er Klimmzüge macht), er steht Kopf, schießt, formirt das Carree, stößt seinen Kameraden auf Befehl das Fechtgewehr in die Rippen, daß die Erdachse knackt, ein Bleisoldat thut Alles, was man von ihm verlangt, nur Eins nicht: er spricht nicht.. Und das ist sehr unangenehm, besonders für den Herrn Leutnant, daß die Leute reden sollen nicht sprechen, nein, wirklich reden sollen die Kerls. Der Herr General wendet sich an den Officier. der mit schlotternden Knieen vor seiner Jnstructions - Abtheilung steht. Bitte, Herr Leutnant, instruiren Sie über den letzten Krieg, aber bitte, recht eingehend." Zu Befehl, Herr General!" Dann geht die Sache los. Mit welchem Feind war der Krieg 7071?" Mit den Franzosen." Welches war die erste Schlacht?" .Die Schlacht von Weißenburg." .Welches war die zweite Schlackt?"
Da fahrt der Herr General aus:
' Derr Leutnant, oaz nennen T eingehend instruiren? Da bin ich denn
doch anderer Ansicht. Der Herr General wendet sich an tU nen Soldaten: , - Mein Sohn, waö wissen Sie von der Schlacht von Weißenburg? Erzäh len Sie einmal." Jede Erzählung hat ein Ende, das bekanntlich in Schweigen besteht, und der Soldat fängt mit dem Ende der Erzählung an: er schweigt sich die Seele aus dem Leib. Nun, sprechen Sfc frei von der Leber weg, denken Sie sich, Sie wären wieder zu Hause in Ihrer Heimath und sollten einem Freunde etwas von der Schlacht erzählen, was würden Sie ihm dann sagen?" Feierliche Stille. Sie sind ein Schafs köpf, . mein Sohn." Der General wendet sich an einen anderen Mann: Was wissen Sie von der Schlacht?" Und prompt erfolgt die Antwort: Die Schlacht von Weißenburg war bei Weißenburg, .Herr General." Schafskopf!" sagt der Herr General zum zweiten Mal. Wo liegt denn Weißenburg?" fragt er den Dritten, den Vierten, die Reihe hinunter. Der Herr General wird wüthend. Zum Donnerwetter, in welchem Lande liegt Weißenburg denn in Deutschland, Frankreich, Rußland oder China?" " In China, Herr General." Herr," donnert der General den Leutnant an, Herr, mit solchen Leuten wagen Sie mir vor die Augen zu treten? Das nennen Sie Wissen"? Nur wer selber etwas weiß, kann sei nen Untergebenen etwas beibringen, und Sie, Herr Leutnant, scheinen selbst blitzwenig zu wissen!" Dem Herrn Leutnant geht es verdämmt scheußlich, der weiß ganz genau, was ihm bevorsteht, zunächst eine kleine Erholungsreise", drei Tage Stubenarrest, dann ein gradatim wachsender Anpfiff, täglich Jnstructionsstunden und,, was das Unangenehmste ist. schriftliche Ausarbeitung sämmtlicher Jnstructions - ThematS. Das ist das Allerschlimmste, denn Schreiben ist nicht Jedermanns Sache. Es gibt so viele Gelegenheiten, bei denen es dem Soldaten und dem Officiersoldaten scheußlich gehen kann, daß ti beinahe unheimlich ist. Eine solche Gelegenheit ist auch das Arme - Prüfungsschießen. Der Hauptmann, der vielgeplagte Mann, soll jedem Dienstzweig seine ganz besondere Aufmerksamkeit sehenten; leicht ist das ja nun gerade nicht, aber das schadet ja auch nicht, die Hauptsache ist, daß eS verlangt wird.' Wie der Häuptling dem Verlangen leiner Vorgesetzten nachkommt, wie er das macht, ist seine Sache. ' Von allen Dienstzweigen ist das Schießen entschieden die Hauptsache. Das ist so klar wie eine totale Sonnenfinsterniß. In jedem Jahre wer den von Oben herab für die ganze Armee die Bedingungen bestimmt, die innerhalb von zehn Tagen geschossen werden müssen: da schießt jeder Jnfanterist fünf Schuß auf derselben Entfer nung gegen dieselbe Scheibe. Diese zehn 'Tage, bis das Prüfungsschießen erledigt ist, gehören zu dem Furchtbarsten, was ein Hauptmann durchzumachen hat: er lebt während dieser Zeit nicht wie ein Sterbli cher von Fleisch und Brod, sondern nur von der Aufregung, in der er sich befindet. Nachts versucht er, meist vergebens, zu schlafen, aber erst gegen Mor gen verfällt er in einen unruhigen Schlummer. Plötzlich schlägt er im Schlaf wie wild um sich und die treue Gattin, die mit ihm das Lager theilt, rückt, so weit sie kann, nach der Wand, um nicht getroffen zu werden. Bei dem Prüfungsschießen kommt es auf den Durchschnitt an, den eine Compagnie mit der Ringzahl erzielt, und dieser Durchschnitt durchschneidet so oft den militärischen Lebensfaden eines Häuptlings. Bei dem Schießen hört jede Freund schaft auf. Da gönnt kein Hauptmann dem anderen einen Ring, und wenn auf einem Stand vorbeigeschossen wird, herrscht auf den Nebenständen eitel Jubel und Freude. Alle wollen sie die Besten werden, und damit die Leute ganz ruhig bleiben, sind die Häuptlinge freigebig wie die Fürsten und spendiren ihren Leuten Zielwasser" in ungeahnten Quantitäten. Theuer kommt ihnen diese Verschwendung nicht, denn ZielWasser" ist gewöhnliches, frisches, klares Pumpenwasser. , Alle wollen sie die Besten werden, und als das Schießen zu Ende ist und die Resultate mit einander verglichen werden, da ist ein Hauptmann der schlechteste , im Regiment. Der Herr Oberst nimmt sich in wahrhaft väterlicher Weise des Unglücklichen an: Herr Hauptmann, wie ist das nur möglich?" ' Der Hauptmann zittert und fliegt vor Angst und nicht ohne Grund, es geht ihm so scheußlich, daß es ihm gar nicht scheußlicher gehen kann. Herr Oberst, ich weiß nicht," stöhnt m, an wem es liegt, zumal ich sonst immer sehr gut geschossen habe, ebenso gut wie die anderen Compagnien!" So, meinen Sie?" fragt der Herr : Oberst. Wollen Sie 'die Beurtheilung Ihrer Leistungen nicht? lieber Denjeni-
gen klVerlassen die dazu berufen sind?"
3ua ni. Äu Befebl. öerr Oberst!" . Ich denke, mein sehr verehrter Herr Hauplmann, & hatten alle Ursache, nach dem Woblwollen öftrer Boraeseü. ten z trachten und nicht durch eitle L?elvstuverhebung sich d:e Gunst Ihrer CT . k' K I f Ää orgeieZien zu oericyerzen! Armer Hauptmann! Acht Tage spa ter sind die Schießergebnisse des Armeecorps bekannt und unser Hauptmann ist der Schlechteste im ganzen Corps. Als der Häuptling das erfährt, kauft er sich einen großen Koffer. Wieder acht Tage später sind die Schießergebnisse der ganzen Armee bekannt und unser Hauptmann ist der Schlechteste in der ganzen Armee. AIS der Häuptling das erfährt fängt er an, einzupacken. Und gerade als er damit fertig ist, in dem Augenblicks als er den Deckel zuklappt, erhält eT die Nachricht von seiner Verabschiedung. Mit einem genialen Sprung setzt er sich oben auf den Deckel seines haushohen Koffers und Pfeift ein gar lustig Lied. Aber was machst Du denn da?" fragt ein Freund, der, um ihn zu trösten, in'S Zimmer tritt. Ich pfeife auf den ganzen Kram!" Für die Köche. Petersiliengemüse mit Klößchen. Zu diesem sehr femen und .wenig bekannten Gemüse wird die im Frühjahr reichlich vorhandene Petersilie von den Stengeln befreit, sehr gut gewaschen und in Salzwasser weich gekocht. -Sie wird dann gut ausgegedrückt und fein gehackt. In etwas Butter schwitzt man Mehl gelb, füllt Bouillon auf, gibt Salz und Muskat blüthe, hinzu und läßt die Petersilie darin aufziehen. In einen Topf gibt man dann ein Eidick Butter,' Pint Wasser Und etwas Salz, rührt soviel Mehl darin, daß es sich gut vom Tops löst, ohne steif zu werden, fügt, wenn es abgekühlt ist, ein zerrührtes ganzes Ei hinzu und sticht . nußgroße Klößchen von der Masse ab, die man in SalzWasser kocht, .bis sie gar sind. Da Gemüse paßt vorzüglich zu junge: Tauben, Kalbsschnitzeln und feiner. Vorgerichten. Wird unter das Peter siliengemüse noch eine kleine Büchst junge Schoten gemischt, q hat man ein Gemüse, das auch den Ansprüche!: die man an eine feine Tafel stellt, genügt. Majoran-Kartoffeln. (AI; Beigabe zu gekochtem Rindfleisch vor: züglich.) Die nöthigen Kartoffeli werden in der Schale gar gekocht, ab. gezogen und in Scheiben geschnitten. Unterdessen läßt man zwei Löffel Meb. in Mutter gar werden (nicht bräunen), fügt ein bis zwei fein gehackte Zwiebeln und das nöthige Salz dazu, verkochi dieses mit etwas Brühe oder Wasser zu einer ebenen Sauce und thut einen Eßlöffel gehacktes, frisches oder getrocknetes Majorankraut daran. Dann gibt man die Kartoffeln hinein, läßt sie in der Sauce durchkochen, schmeckt sie ab und würzt mit acht bis zehn Tropfen Maggi-Würze. Hammelrücken mit Toma ten. Einen Hammelrücken befreit man gründlich von Haut-und Feti theilen, klopft ihn tüchtig und legt ihn in eine Marinade von schwachem Essig, Zwiebeln, Nelken, Lorbeerblatt und Wachholderbeeren. Nach 3 4 Tagen nimmt man das Fleisch heraus, salzt es, spickt es reichlich mit feinen Speckstreifen und brät es, mit y Pfund brauner Butter begossen, in .einer Bratpfanne bei fleißiaem Begießen gar. In der letzten Stunde giebt man einen Suppenteller Tomaten zu dem Braten in die Pfanne und läßt sie mit gar. werden, während man nach und nach kochendes Wasser und Quart sauren Rahm zufügt. Dann wird der Braten herausgenommen und angerichtet. Die Sauce kocht man mit etwas Mehl und Wasser sämig, treibt sie durch ein Haarsieb und reicht sie zum Braten. - Kalbfleisch mit Reis. Man nehme ungefähr 4 Pfund Schlegelfleisch, entferne alle Haut und lege das Stück Fleisch in einen tiefen Tnpf und brate es mit Butter auf beiden Seiten braun; während dieser Zeit nehme man 1 Pfund Reis, brühe ihn mit heißem Wasser, mache den Reis wceder trocken und röste ihn in Butter hellgelb, dann giebt man folgende Gewürze zum Fleisch: Salz, etwas weißen Pfeffer, 2 Nelken, 1 kleines Stückchen Lorbeerblatt, 1 kleines Stückchen Citrone, etwas Muskatnuß, und decke den Topf gut zu bis es eine eigene Sauce gezogen hat, dann kommt der Reis hin zu, wird gut zugedeckt und langsam gedämpft; wenn es nicht Sauce genug zieht, so gieße man etwas Fleische? trakt hinzu; wenn es schön weich ist, so richte -man es auf einer tiefen Platte mit Kartoffelfritter an. Diese Speise ist einfach, aber sehr kräftig. H e ch t m i t M e e r r e t t i ch. Der gesäuberte, geschuppte und in Stücke zerschnittene Fisch wird in Salzwasser gekocht. Die Hälfte von der Fischbrühe wird mit Quart seinemEssig, drei bis vier Eßlöffeln geriebener Semmel, Butter, drei bis vier Eßlöf feln geriebenem Meerrettich, etwas Zucker und nach Belieben gereinigten Korinthen eine Weile verkocht, die Fischstücke wieder hineingelegt, darin nmal aufkochen lassen und angerich tet. ,. ; -
Bekämpfung der Tuberkulose.
Ti Volksheilftätten in Deutschland nd ihre wunderbaren Erfolge. In Berlin - trat unlängst die Generalversammlung des Deutschen Centralkomites zur Errichtung von Heilstatten für Lungenkranke zusammen Seit der im Herbst 1895 erfolgten Begrundung des über ganz Deutschland verzweigten Vereins hat die Bekämpsung der Lungenschwindsucht wesent liche Fortschritte gemacht. An in Vetrieb befindlichen Volksheilftätten oe saß das Deutsche Reich mit Beginn des Jahres 1904 insgesammt 69. , Die Anzahl der in diesen Anstalten zur Verfügung stehenden Betten belief sich auf zusammen 5800. Außerdem waren in Deutschland noch 52 Privat-Heilanstal ten für Lungenkranke vorhanden, von denen die Mehrzahl gleichfalls auch Minderbegüterten und Kranken der Versicherungsanstalten zu mäßigem Preise Aufnahme gewährt.' Im Bau begriffen sind zur Zeit 9 Heilanstalten, projektirt außerdem noch 18 Anstalten. Die Sumn,en, welche für die Errichtung der bis zum Beginn des Jahres 1904 eröffneten Volksheilstätten derausgabt wurden,-beliefen sich auf über 30,000.000 Mark. Die Zahl aller im Betriebe befindlichen Anstalten überHaupt, einschließlich 51 Kinder-Heil-stätten für Vortuberkulöse, hat sich auf 235 erhöht. Besagter Verein hat seit seinem Entstehen an 65 Anstalten 1.250,000 Mark Zuschüsse geleistet und damit die Errichtung zahlreicher VolksHeilstätten finanziell erst ermöglicht. Der nach wissenschaftlichen Grundfätzen geführte Kampf gegen die Tuberkulose hat sichtbare Erfolge aufzuweisen. Für die Jahre 1892 bis 1900 waren zehn deutsche Staaten an der Statistik über die Tuberkulose betheiligt. Nach dieser Statistik starben in jenen zehn Bundesstaaten in den vier Jahren 1897 bis 1900 trotz der Zu nähme der Bevölkerung im Durchschnitt jährlich 7566 Personen weniger an Tuberkulose als durchschnittlich in jedem Jahre des Zeitraumes von 1892 bis 1895. Für die Jahre 1901 und 1902 stand eine gleiche Statistik aus 20 Bundesstaaten zur Verfügung. Danach betrug der Rückgang der tuberkulosen Sterblichkeit von 1900 bis 1901 4.40 Prozent, von 1901 bis 1902 1.04 Prozent. Auch die Statistiken über die Heilerfolge lassen mit Sicherheit erkennen, daß sich die deutschen Heilstätten für die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit der Erkrankten in sortgesetzt steigendem Umfange bewährt haben. Moschusochse. Mit dem vor einigen Jahren begonnenen Versuch, Moschusochsen im nördlichen Schweden und Norwegen einzuführen, hat man wenig Glück gehabt. Von diesen Thieren, die von Fangschiffern und wissenschaftlichen Expeditionen nach Europa gebracht wurden, gab es auf dem Gute Holmfors bei Boden ein Paar und in der Provinz Jemtland drei Stück.' Man glaubte, mit den Versuchsthieren allmälig einen Stamm Moschusochsen heranziehen zu können, was auch praktische Bedeutung gehabt hätte, da Moschusochsen ein. üppiges Haarfell besitzen, das sich sehr gut zur Verarbeitung von Tuch eignet. Auf beiden Stellen blieb jedoch nur je ein Exemplar übrig, und da diese verschiedenen Geschlechts sind, hat man sie jetzt vereinigt, in der Hoffnung, daß diese Verbindung 'möglicherweise den gewünschten Erfolg hat. Die Mofchusochsen, die vornehmlich in Ostgrönland und Spitzbergen angetroffen werden, sind Ueberbleibsel aus der Eiszeit. Sie sind, im Laufe der letzten Jahre stark zusammengeschmolzen, denn die norwegischen Fangleute scheuen selbst nicht die schwierigen EisVerhältnisse der grönländischen Ostküsie und finden sich dort öfter ein, um hauptsächlich Moschusochsen zu jagen. Dänemarks Hoheitsrechte an, der grönländischen Ostküste erstrecken sich nicht auf die Gebiete, in denen die meisten Mofchusochsen zu finden sind,' und Spitzbergen ist als herrenlos zu betrachten, wenn auch Rußland vor einigen .Jahren in der Nähe der Nordküste auf einer Stätte, wo früher ein rufstfches Blockhaus stand, seine Flagge hissen ließ. Der Ehrgeiz des Mikad o s. Der Kaiser von Japan hat sich, wie die englische Zeitschrift Vanity Fair" schreibt, mit dem Herausgeber des Gothaer Almanachs in Verbindung gesetzt und den Wunsch ausgesprochen, er möge in Zukunft auch die Genealogie des japanischen Kaiserhauses wie die der anderen Fürsten in seinem Almanach aufnebmen. Seinerzeit berührte es Japan sehr unangenehm, daß keiner der europaischen Hose anlaßlich des Todes der Kaiserin von Japan Trauer anlegte, obwohl der japanische Hof bei Todesfällen europäischer Fürstlichkeiten stets allen Anforderungen der Etikette gerecht würd Vertilgung des Voll W e e v i l. " Auf den mehrere hundert Acker großen Baumwollfeldern Jose Cassianos in Bexar County, Tex., wimmelte es von Boll Weevus. Cassiano führte auf seiner Besitzung eme rothbraune Ameisenart aus Guatemala ein, die den schädlichen Inselten den Garaus machte. Die Fürchen waren bedeckt mit todten Weevils," welche die fleißigen Ameisen zu Taufenden forttrugen, wahrscheinlich um, sie in ihren Wohnungen zu Nahrungszwecken aufzubewahren. ;..
Folgt tr Fahne! .. l 7 ; D eutsch-amerikanif cheDemokraten Club erwählte durch allgemeines Uebereinkommen bic
C. E. & Ik und nach St. Louis und zurück - - zur Demokratischen National-Convention Abfahrt von Indianapolis am Dienstag, 5. Juli, Vormittags 11.5 Uhr. $7.5 für die Rundfahrt gut für IS Tage. $6.00 Fahrkarten sind giltig für die Hinfahrt am 2., 3., 4., 5., und 6. Juli und für die Rückfahrt 15 Tage vom Datum. Ticket-Office, 8 Nord Illinois Straße und Union Bahnhof. Monon Route. ...Vierte Juli... Excurfions Raten Chicago und zurück Ein Fahrpreis Plus 25c nach allen Punkten innerhalb 200 Meilen. Tickets werden am 2., 3. und 4. Juli ver kauft; Rückfahrt limitirt auf 5. Juli. R. V. Algeo, D. P. 21., Indianapolis. 4. Juli Cxcursions Raten 3.55 nach Cincinnati ) tl'5 nach Lima"".'! .' 5 Ud ZMÜck. SZ.25 nach Chicago... ) Ein Fahrpreis pluS 2Se nach allen Punkten innerhalb 200 Meilen. 6 Schnellzüge erster Klasse täglich nach jeder Richwng zwischen Jndiana fesifi tX IX rttnttift 0Tnhtntt fl'llj? UHU irWlVltttMtt Will Fahrkarten werden am 2.. 3. und t. Juli der kauft ; Retourfahrt limitirt aus S. Juli, Jndiana polis Office. No. S Nord Illinois Etrafze und Union ahnhos. . P. Algeo, D. P. . Big Route ...Ezeursionen... Sonntag, 3. Juli. Lawrencedurg, Aurora und Zwischenstationen. oder weniger die Rundfahrt. Spezial - Zug fährt von Indianapolis 7.30 Morgens ab und verläßt Aurora zur Rückfahrt um 7.20 Abends. H. M. Bronson, A. G. P. A. MarinirteSchwernscore. l e t t s. Die gut zugestutzten und geklopften Coteletts werden nebst einer fein gehackten Zwiebel, einem bis zni Eßlöffel Petersilie, etwas Sal und Pfeffer auf eine Schüssel gelegt, mit feinem Speiseöl Übergossen, nach 2 Stunden umgewendet und nochmals 2 Stunden marinirt, dann in der Marinade in der Kasserolle auf gelindem Feuer weich gedünstet und mit Tomatensauce aufgetragen. Kalbsmilch - Suppe. Eine schöne Kalbsmilch wird in kochendem Wasser blanchirt, dann mit 1 Pint leicht Brühe (die man nach Bedarf aus einer halben Maggi-Bouillon kapsel herstellen kann) weich gekocht. Dazu fügt man noch ein Stückchen frische, mit etwas feinem Mehl durchgeknetete Butter. Sobald die Kalbs milch ordentlich ausgekocht ist, wird die Suppe durch ein Haarsieb gestri-. chen, mit einem Eigelb abgezogen und aufgetragen. Blumenkohl. Wenn der Blumenkohl in Theilchen abgezogen und gewaschen ist, brüht man ihn in Salz Wasser ab, aber ja nicht zu weich. Dann röstet man in frischer Butter einen halben Löffel voll Weckemehl, ebensoviel Weißmehl, gelb; gießt gute ffleischbrübe und von der Blumenkobl brühe daran, verrührt es recht zart, reibt Muskatnuß daran, legt das Gemüs behutsam mit einem Schaumlöffel hinein, läßt es noch em wenig aufkochen, und richtet es vorsichtig an, damit vle Blumen möglichst ganz vttiveii Auch kann man den Blumenkohl ganz' lassen weich sieden, auf eine heiße tiefe Schüssel legen und die obige Sauce, mit Eidotter und Rahm abgerührt und verbessert, darüber gießen.
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