Indiana Tribüne, Volume 27, Number 265, Indianapolis, Marion County, 29 June 1904 — Page 3

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Znquest des C

Endet mit einem vemichtenden Verdikt gegen die Eigenthümer des Slocum." Haftöefchle gegen die Schuldigen. Capitain van Schaick auf dem Zeugenstand Lehrcr-Conventton in St. Louis. Die scheidenden CaöinetsMitglieder. Leiters Vermögen. Furchtbares Ende.

Das Slocum-Verdikt. New York, 23. Juni. Die Coroners-Jury in dem Slocum-Jn quest gab folgendes Verdikt ab: Daß der große Verlust an Menschenleben auf dem Gen. Slocum der Mißverwaltung der Direktoren der Knickerbocker S. S. Co. zur Last fällt. Daß Capitän van Schaick strafrecht, lich verantwortlich ist. Daß Capt. Pease von der Grand Republic als Capitän der Gesellschafts, flotte insofern strafrechtlich verantwortlich ist, als er es unterließ, den Slocum in genügender Weise mit FeuerApparaten auszurüsten. Daß Bootsmann Flannagan in feiger Weise" handelte. .. Daß die . Handlungsweise von Inspektor Lundberg zur Kenntniß der Bundes -.Behörden gebracht werden sollte. Coronet Berry erließ Haftbefehle gegen die Direktoren und Beamten der Knickerbocker Co. Inspektor Lundberg und Flannagan stehen unter je $1.000 Bürgschaft. . Capitän o an Schaick als Zeuge. New York, 23. Juni. In der heutigen Sitzung der Coronersjury, welche das General Slocum"Unglück untersucht, erschien als erster Zeuge der Capitän des Schiffs, van Schaick. Er wurde in einem Krankenftuhl in den Gerichtssaal geöracht und erklärte, daß er seit Indienststellung Capitän des Slocum" war. Jedoch hatte er weder mit der allgemeinen Ausrüstung des .Dampfers noch mit den Apparaten zur Rettung etwas zu thun. Zusammen mit Capitän Pease besichtigte er jede Saison die Ausrüstung der Slocum". Die Regierungs-Jn-spektoren hatten 1891 einige Rettungsgürtel für unbrauchbar erklärt und er selbst hatte etwa 30 wegschaffen laffen. Der Capitän gab eine Beschreibung des Schiffs sowie seiner Feuers- und Le-densrettungs-Apparate. Auf die Frage, was er nach Mittheilung des Brandausbruchs gethan, bemerkte der Capitän, daß er volle Fahrgeschwindigkeit angeordnet habe, es war Fluth-Zeit und das Boot legte 15 oder 16 Meilen die Stunde zurück. Aus dem , Steuerhause hatte sich der Capitän, seiner Aussage nach, vor Brandausbruch bis zur Landung des Dampfers höchstens eine halbe Minute entfernt und die Landung habe nicht länger als 2 Minuten in Anspruch genommen. Zeuge eruane, oay eme L andung an anderer Stelle, mit gleich guter Aussicht auf Rettung von Leben, unmöglich gewesen sei. Schaick sagte aus, er und seine Leute hätten dieses Frühjahr jeden Rettungsgürtel auf dem Dampfer besichtigt. Auch Bundes - Inspektor Lundberg that dleS, zedoch nahm er lerne Prüfung im Wafser vor. Weder bei dem abgebrannten Wafserschlauche noch bei den Rettungsbooten wurden vom Zeugen oder Lundberg jemals Unter suchungen vorgenommen. Zeuge der anstaltete vor dem 15. Juni drei Feuer Uebungen zwischen den Decks, wobei den Leuten die Benukuna des Schlauches gezeigt wurde. Während der Vernehmung des CapitänS pro teftirte der Anwalt der Knickerbocker Co. verschiedentlich gegen die Art, in welcher die Untersuchung geführt wurde. li wurden nachher noch verschiedene ' Zeugen vernommen, die sich zur Zei des Brandes auf dem Dampfer befan den. August Lutzens, ein Mitglied der Markus Kirche, der die Kaffe bei der Bar unter sich hatte, sah das Feuer zuerst an 19. Straße und benachrich tigte einen Angestellten. Er sah, wie ' verschiedene Leute der Mannschaft den Schlauch benutzen wollten; sie hatten indeß keinen Erfolg. Coroner O'Gorman, der bald nach Landung des Slocum auf North Bro tber Island anlanate. erklärte, die Rettungsgürtel, welche er gesehen, seien in sehr verrottetem Zustande gewesen. Sie waren zerrissen und mit einer .'Masse gefüllt, die wie Sägespähne gus sah.

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Gen. Dumont, der unmittelbare Vorgesetzte von Lundberg, sagte aus, daß alle Rettungsgürtel, welche die Bundes-Jnspektoren für gut erklKrten, vor der Stempelung im Wasser geprüft wurden. Formelles Zeugniß wurde beigebracht, daß 905 Leichen gefunden sind. Alle hiervon, außer 40, sind ertrunken. LehrerConvention. St. Louis, 23. Juni. In der Festhalle des Ausstellungsplatzes trat heute die 43. Jahres-Convention deS Nationalen Erziehungs-Verbandes zu sammen. Später versammelten sich die einzelnen Erziehungs-Departements in den verschiedenen Hallen auf dem Platze; das Ganze stellt die General-Verfamm-lung des Verbandes dar, die bis Freitag in Sitzung bleibt. Die General-Sitzungen beginnen jeden Morgen 10 Uhr, die Departements-Sitzungen Nachmittags 3 Uhr. Die Festhalle faßt 2.5000 Sitzplätze, allein, wäre die Halle auch fünfmal so groß, so hätte die ganze Menge schwerlich Platz gefunden. Erzieher aus dem ganzen Lande und viele vom Auslande suchten in gewaltigem Andränge ein Unterkommen in der Halle'zu finden. Die Convention wurde von Präsident John Cool aus DeKalb, Jll., eröffnet, worauf W.' T. Carrington, Superintendent des öffentlichen Unterrichts im Staate Missouri und der Präsident der St. Louiser Erziehungsbehörde, C. W. Woodward, die Delegaten willkommen hießen, ebenso nachher Bürgermeester Rolla Wellsl und Ausstellungspräfident Francis und Andere. Nach verschiedenen Antwort-Anspra-chen und Ernennung eines BeschlußComites vertagte sich die Versammung. Die scheidenden CabinetsMitglieder. Washington, 28. Juni. - Generalanwalt Knox und Handels Sekretär Cortelyou verabschiedeten sich in der heutigen Cabinets-Sitzung von ihren 'Collegen. Ihre Nachfolger, Sekretär Moody und V. H. Metcalf, leisten wahrscheinlich am Freitag, dem Beginn des neuen Fiscaljähres, den Amtseid. Paul Morton. Moody's Nachfolger im Marine-Amt, tritt seine Stelle schwerlich vor Montag an. Prä sident und Cabinets-Mitglieder zollten den scheidenden Beamten herzliche Tri dute. Herr Cortelyou, der an die Spitze des republ. NationalComite's tritt, bleibt in enger Fühlung mit Präsident und Cadinet. Er macht zunächst eine Woche Pause und schlägt dann sein Hauptquartier mit Sekretär Dover im Arlington Hotel auf. Leiter 's Vermögen. W a s h i n g t o n, 23. Juni. Das hiesige Personal-Eigenthnm des verstor denen Chicagoer Millionärs Z. L. Leiter wurde heute im Probat-Gericht auf $3,460,610 abgeschätzt; $3,434, 810 davon sind verschiedenartige Jndustrie- und Bahn-Aktien. Die Abschä tzung des Grundeigenthums ist noch nicht erfolgt. Wie heute einer der betheiligten An wälte erklärt, ist der Gefammt-Nachlaß Leiter's gegen 818,000,000. Furchtbares Ende. Shelby, O., 28. Juni. Bei Shelby Junction fand man heute früh die zerstümmelten Leichen von 3 Arbei tern. Sie hatten unter einem Fracht wagen vor dem Sturme Schutz gesucht, als ein Frachtzug nahte und die Män ner in Stücke riß. Heirat hsglück einer Lehrerin. Chicago. 23. Juni. Maria Lmtner, eine hiesige Kindergarten-Leh rerin, hat sich mit Samuel Park, einem Millionär und Holzhändler in Beau mont, Tex., vermählt. , Die Hochzeit fand am gleichen Tage statt, an welchem die Braut eine Schei dung von H. H. Newton aus Toledo, O., erhielt.

Das letztemal. .. r . .

Neun Millionen Acker Regierungs' Ländereien in Nebraska geöffnetO m a h a. Neb., 28. Jun! Neun Millionen Acker Regierungsland wurde heute in Nebraska zum HeimstätteEintrag, gemäß dem Kinkard-Gesetze, geöffnet., -'... Heimftättesuchern ist die Erwerbung bis zu 640 Ackern gestattet. Das L and ignet sich vornehmlich für Weidezwecke. Es war dies die letzte große Eröffnung von Regierungsland, die jemals ge macht werden wird und der Andrang war riesig. In den 6 Landämtern Nebraska's spielten sich Scenen von großer Aufregung ab. In O'Neil standen mit Sonnenaufgang gegen 000 Personen, darunter zahlreiche Frauen, in Linie. Die größte Erregung herrschte in Broken Bow, wo über eine Million Acker des besten Landes geöffnet wurden. Mehr als 2000 Leute'hatten sich eingestellt und der Sheriff hatte bereits zur Vermeidung von Unruhen eine Extratruppe von Gehilfen herbeigezogen.- Heute erjucyle er oen wouverneur Mickey um Einberufung der Miliz. Unter der Menge befindet sich eine große Anzahl Cowboys, die, wie es heißt, Einträge auf eingezäuntes Regierungsland machen wollen, auf welches große Viehzüchter schon seit dieen Jahren ein Monopol gelegt haben. Componift von Dixiegestorben. Columbus, O., 28. Juni. Eine Telephon-Botschaft aus Mount Vernon, O., kündigt heute Abend den Tod von Dan. Emmett, als Componist von Dixie" berühmt, an. Zum letzenmal trat er vor 4 Jahren mit einer Minstrel - Gesellschaft ' öffentlich im Lande auf. Aus dem Po st De Pate-' m e n t. Washington, 23. Juni. B. W; Taylor, von W. Va.. Haupt-Clerk im Post - Departement, tritt am 20. Juli zurück. Nachfolger wird M. O. Chance aus Illinois, der frühere Privat- Sekretär des Kriegs - Sekretärs. Taylor ist Demokrat. B u d l e r-K n i f f e. St. Louis. 23. Juni. Wie mitgetheilt wird, legte Charles A. Gudke, früheres Mitglied des Delega ten-Hauses und wegen Bestechung der urtheilt, heute vor Kreisanwalt Josef W. Folk ein vollständiges Geständ niß ab. Er erklärte darin, daß der frühere Delegat Chr. F. Kelley, wie er ihm erzählte, $50,000 unter der Bedingung einer Europa - Reise erhalten habe, falls seine Anwesenheit in St. Louis Leute von Ansehen kompromitiere. Kelley ist gleichfalls verurtheilt und wird, wie auch Gutke, noch wegen an derer Anklagen prozefsirt. Kreisanwalt Folk mißt den Enthül lungen von Gutke große Wichtigkeit bei. Er sagt, sie eröffnen einige neue Wege für die Untersuchung und es seien Dinge an's Licht gebracht worden. von denen man früher nicht gehört habe. ' Kurze Depeschen. 7 , 28. Juni. Inland. Lacrosse, Wis. Smith, der an gebliche Mörder von Sheriff Harris, ist seinen Verfolgern während der Nach entwischt. Ausland. Paris. Die kirchliche Trauung der Tochter des amerikanischen Gesand ten bei der Türkei, des Herrn Leisman, mit dem Grafen Goutant-Biron fand in der Kirche St. Pierre de Chaillo statt.' Schiffsnachrichten. Angekommen: Neew York: Vaderland" von Ant werpen; Großer Kurfürst" von Bremen. Aniwerven: ..Zeeland" von New York Cherbourg: Kaiser Wilhelm der Gro ße" von New York über Plymouth nach Bremen. Liverpool: Welshmad" von Portland Glasghw: Sarmatian" von Boston. Yokohama :,Empreß von Japan" von Van Couver. Bremen: Kaiser Wilhelm der Große" von New York über Plymouth ur Cherbourg. ..... ,

Funken-Telegraph.

Unsere FlottenStützpunkte künftig drahtlos verbunden. W a s h i n g t o n, 23. Juni. Admiral Manning, Vorstand des Equipi-rungs-Bureaus im Marine-Amt, schloß heute ein Abkommen mit der Amer. De Forest Wireleß Telegraph Co. auf Erwerbung von fünf der längsten bisherigen drahtlosen Linien in der Welt; zwei sind über 1000 Meter lang. Die Marine fühlt das dringende Bedürfniß nach einer drahtlosen Verbindung ihrer Stützpunkte in Guantanamo, Culebra und Key West, da im Falle eines Krieges mit einer auswärigen Macht das gegenwärtige CabelSystem den ersten Angriffspunkt bilden würde. Der außerordentliche Werth der Fun-en-Telegraphie für Flotten-Operatio-nen, den Admiral Togo's letzte Vollbringungen vor Port Arthur bewiesen, veranlaßte das Marine-Departement zur Eile bei Abfchließnng dieses Conrakts. Der Gerucn der Europäer. Die Japaner machen sich nicht allein die neuesten Errungenschaften des Abendlandes im Knegswezen zunutze, sondern zeigen auch für die Ethnologie der weißen Rasse ein besonderes Inereffe. Neueromgs behauptet ein iapanischer Arzt, dan diese sich durch einen eigenthümlichen scharfen und ranzigen Hautgeruch auszeichne, der nach Alter und Geschlecht 'iärker oder schwächer sei. Ber lange.-m Aufenthalt m Europa verliere der Japaner die Empfindlichkeit gegen diese Ausdünstung, dagegen macht letztere sich an den m Japan lebenden Europäern sehr bemerkbar. Uebrigens trete der tato Paische Geruch veremzelt auch bei Japanern auf, denen aber dadurch die Heiraty erschwert werde und mt weqen dieses Uebels sogar von der Wehrpflicht oesrett werden konnten. Die ??achschrift Anthropologie" bemerkt hierzu, daß die erwähnte Beobachtung sich theils durch die Rassenverschiedenheit, theils durch die schwerere und enqcre Kleidung, theils durch die stärkere Fleischnahruug der Europäer erklären lasse. Jedenfalls dürfte das Urtheil der Japaner über den Duft der abendlanmschen Haut deren Traqer tn Zukunft etwas abhalten, über den unsern Nasen widerlichen Geruch der Neger und Asiaten zu klagen. Beruht die Wahrnehmung der Japaner auf Thatfachen, so splelt dabei wahrschemuch außer den schon erwähnten Umständen auch der außergewohnnche , Smn der Japaner für körperliche Reinlichkeit eme wichtige Rolle. Knabe als Retter sein e s Vaters. Zwischen Zerney und Süs im Schweizer Kanton Graubunden scheute unlängst das Pferd eines Wagens wegen eines zwischen zwei Lawinenresten plötzlich hervorschießenden Wasserfalles. Einer der Insassen des Wagens, Kreispräsident Regt, wurde über den ziemlich breiten und auch hohen Schneehaufen hinweg m den aerobe hochanaeschwollenen rei ßenden Jnn geworfen. Sein neunjähnger Sohn faßte emen raschen Entschluß, sprang sofort in die Fluth, schwamm energisch auf den Vater zu. packte ihn, der schon Mit dem Kopse unter Wasser war, bei den Kleidern und zog ihn an's User. Telegraphen -Linien haben die Ver. Staaten 53 mal mehr Meilen als Runland und Postsachen werden w Onkel Sams Land 15 mal mehr versandt, als im Zarenreiche. -m Base-Ball. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt : American Association. . Indianapolis, 23. Juni. ' Indianapolis. ...0230401 010 Toledo ..1011001105 Columbus, O., 28. Juni. Columbus ....10100000 2 Louisville ... .0 0 0 0 0 0 0 1 0 1 - St. Paul, 23. Juni. St. Paul..... .00020202 6 Milwaukee ....1 3 1 000000 5 Minneapolis, 28. Juni. Minneapolis ..30000100 4 Kansas City. ..0000 1 0 0 0 0 N a ti on a lL i g a. Cincinnati, 23. Juni. Cincinnati ..100000000 12 St. Louis. . .000010000 4 5 Brooklyn, 28. Juni. Rrnnkln 0 0 1 nannn n & Boston ......02 2 00 1 00 16 Chicago, 28. Juni. Chicaga 2001000025 Pittsburg ....00000104 49 New York, 23. Juni. NewYork.. . . ..4 0 3 0 0 0 9 Philadelphia . ,00 01020306

Dahnvsukcn in Nicarsgu.

Ochiencnverbinöungcn zwischen dem atlantb sche und stlllen Ozean. Der Gesandte Nicaraguas, Corea, welcher nach mehrmonatlichem Urlaub aus seinem Heimathslande: auf seinen Posten in Washington, D. C., zurückgeehrt ist, berichtete, daß die Republik ihre Enttäuschung hinsichtlich der Jsth-mus-Kanal-Frage überwunden habe und nunmehr sich mit anderen kommerziellen Projekten beschäftige, darunter vornehmlich dem Bau von Eisen-bahn-Linien. Man hat sich in Nicaragua entschlossen, die beiden Ozeane durch eine Bahn zu verbinden. Die Vermessungen für diese Bahnlinie sind ast beendet, und letzthin ist von New York eine Abtheilung von Ingenieuren abgereist, um mit der Legung der Schienenstränge bei San Miguello, am udostlichen Ufer des Nicaragua-Sees, zu beginnen. Die Bahnlinie wird nicht den ganzen Isthmus durchqueren, sondern erleidet eine Unterbrechung am Nicaragua-See, wo der Verkehr mit Dampfern betrieben werden soll. Die Dampferroute beträgt 56 Meilen. Von Granada lauft schon jetzt eine Bahnlnre nach Cormto, dem hauptsächlichsten Hafen Nicaraguas. Der östliche EndPunkt der Jsthmus-Bahn wird Monkey Point sem, woselbst sich em vortressicher Hafen befindet. Die Vermessungen für den östlichen Theil der Jsth-mus-Bahn, welcher als Atlantische Eisenbahn" bekannt sein wird, werden im Juli d. I. beendet sem. Man erwartet, daß die -ganze Bahnlinie, einchneßlich des Dampferdenehrs, in lh Jahren in Betrieb sein wird. Die Regierung hat $3,000,000 für diese Arbeiten bewilligt. Außer dieser Bahnliiiie wird noch eine andere vermessen, nämlich von Jinotega, im westlichen Theile der Republik, nach Kap Grams, welches m der noroo tucyen (öae beleben ist. In Verbindung mit der bereits bestehenden Linie von Jinotega nach La Paz wird diese geplante Linie eine zweite Jsthmus-Bahn, welche die ersterwähnte im rechten Winkel kreuzt, liefern. Von d lesen Bahnen werden vornehmlich die Kaffee- und BananenPflanzungen profitiren. Verhütung von Kefselexplosionen. In Betrieben, wo 'die Arbeit während der Nacht oder während der Mittagspause ruht und das Feuer unter dem Dampfkessel nicht vollständig gelöscht, sondern nur gedämpft wird, z. B. für Ziegeleien, Hammerwerke und ähnliche Betriebe, kann durch folgende Einrichtung die drohende Gefahr emer Explosion beseitigt werden, wenn das Wasser im Kessel unter den niedrigsten Stand gesunken ist: Oberhalb des Rostes ist vom Flammrohr des Kessels aus nach der obern Kesselwandung ein Rohr durchgelegt; damit dieses durch die strahlende Wärme der Feuerung keinen Schaden nimmt, ist es mit Schamottemasse oder Mauerwerk gut aus gefuttert. Auf der obern Mundung des Rohrs sitzt ein mit Sand gefüllter Behälter, dessen Oeffnung im Boden durch eine drehbare Klappe geschlossen wird. Diese Klappe steht durch eme Hebelanordnung mit einer vertikalen Stange in Verbindung, die durch eme Stopfbüchse hindurch in das Innere des Kessels führt und dort mit einem Schwimmer verbunden ist. Sinkt der Wasserstand im Kessel unter die festgesetzte Grenze, dann fallt auch der Schwimmer und zieht die Stange mit. Von der Stange wird das Hebelwerk bewegt und der Boden des Sandbe hälters geöffnet. Sofort stürzt der Sand herunter und bedeckt den Rost Damit ist in kurzer Zeit das Feuer erstickt und die weitere Dampsentwicke lung im Kessel unterbunden. Kurokis Abstammung. Ein Athener Blatt schreibt: General Kuroki, der Sieger vom Yalu. ist gnechischer Abstammung. Er gehört der großen Familie der Kuroki aus Areupolis an. Diese Kuroki besitzen den Grafentitel, welcher einem ihrer Vor fahren von Morosini verliehen war. und zwar, weil er sich m den Kriegen gegen Venedig ausgezeichnet hatte. Emer der Ahnen Kurokis war in die Affäre des Todes Kapodistrias' verwickelt und wurde deshalb aus Griechenland vertrieben. Er entfloh nach Rumänien, wo er sich verheirathete Zwei Kinder gingen aus dieser Ehe hervor, ein Sohn und eine Tochter. Ersterer wanderte nach Japan aus. wahrend letztere emen Griechen von den griechischen Inseln heirathete. Der vielgenannte japanische General ist kein anderer als der Sohn dieses nach dem äußersten Osten ausgewanderten Hellenen. Ein Vetter dieses letzteren, Dr. Kuroki aus Areupoli.s, kam nach Athen, um auf Grund unumstößlicher Beweise ? Ti 4. sw t r n vie lseneaiogie oes seioyerrn feiizustellen. : Eine wichtige E n t s ch e i , d u n g hat kürzlich die Kammer für Handelssachen des Hamburger Landgerichts erlassen. Vom Registergericht waren diejenigen Assekuranz-Gesell schaften, welche im Auslande domizi lirt sind, aufgefordert worden, ihre Generalagenturen als Zweigniederias sungen in's Handelsregister eintragen zu lassen. ' Sie erhoben Beschwerde an's Landgericht, und dieses hob die Verfugung auf, mdem es aussprach daß die Generalagenten nicht Vorsteher einer Zweigniederlassung, sondern selbststandige Kaufleute und zwar Handlungsagenten im Sinne des Handelsgesetzbuches seien.

Merzte.

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