Indiana Tribüne, Volume 27, Number 264, Indianapolis, Marion County, 28 June 1904 — Page 3

Jndiana Tribüne, 28. Juni 1904.

3

Aerzte.

DR.C.L. RITTER, Newton Claypool eVänU, Stmmetr 8S3 833. Neue Telephon 45i lBenpsylvaxiaund Ohio Str.) 2. Stock. 0ssiceStunden: g bis 10:30, 2 bi 3:30 Uljt 7 Ml 8 Uhr Abend am Montag. Dienstag, Donnerstag, Samstag. ' hnng : 1448 Prpet etXAfc, tnuden : 8 Uhr Vormittags und l Uhr Nachmittag. 9eu8 3frnfinn . y Dr. J. A. Sutcliffe, Wund -Arzt, Geschlechts., Urin unRectum Krankheiten. Office : 155 OS Market Stt. Tel. 941 Office-Stunden : 9 bi 10 Ubr Bm. : 8 bi 4Uhr Nm DU F. M. PEAT, Spezialift. Angen, Ohren, Nase und SalS 31 Oft Ohio Straße, Indianapolis. Hm ebäud. Osftet'Stunden : 9 12 Uhr Vorm.; 16 Uhr. Nachm. Sonntag von 2 bis 4 Uhr Nachm. 301 West Washington Str. Verkäufer deS berühmten Quinine :: Whisky Da beste Mittel gegen Malaria und Erkältung. Saloon und Restaurant. Neues Telephon 4043. sie x und acht. Pretty rnaiden teil rne why Heälth is dancing in your eye ; Why tlie roses oh your cheek And your springy step bespeak Such a haoov. haoov lot? You can teil nie, can you not ? And she answers : "Yes, I can, Mamrna buys the PURITAN !" Joseph Taggart's Puritan Bread is the health food all are praising. Sold by grocers. Also by the Taggart bakeries. Ask for it. Dichmann 8 Grabhorn, ....Fabrikanten von seinen...... Schnu - Kästen. GlaS Ladentische und Cigarren-Tische 24 Oft Washington Straße. Alter Phone Main I 135. PocahontasrauchloseKohlen $4.25 per Tonne. Pocahontas rauchlose Schaufelkohlen 84.00 per Tonne. Anthracite, irgend eine Größe 86.80 per .Tonne. für Ablieferung in diesem Monat. 25c weniger per Tonne bei 'einer Bestellung von 10 Tonnen oder mehr, j Zerkleinerte Coke. . 10c per Bushel für Ablieferungen in diesem und nächsten Monat. Home Fuel Co Oncorporirt.) Neuer Phone 9291. Altes Phone, Main 1150. Grotze Auswahl von Äa No. 449 Oft Nlashwgton Str. Neues Telephon 2525. IM ERIE & WESTERB R.R. Fahrzeit der Züge.. .. bsahrt Ankunft Toledo. Ehieago und Mchigan Exvreß... 7.15 ' tl0.fci Doledo, Detroit und Chicago Lim 12.20 s 8.25 Michigan ity, Muncie u.LafayetteSpl..1- 7.20 flv. täglich . t ausgenommen SomttagS.

Jacob

Mm

J? TAG6ÄRTS Lj BREAD

s ts jfryi i 2 (jf K TrV ö ä- J J M US jg T M ''f t-i 5 fT; djrv 2 Aug. Diener

Große Entscheidungsschlacht In der Entwickelung. Die Vorposten auf der ganzen Linie stehen bereits im Gefecht.

300,000 Mann auf beiden Seiten betheiligt. Die strategische Stellung der Heere. Togo über das Port Arthur - Gefecht. Alle Chinesen aus jener Stadt ausgewiesen. Deutschland und Hayti. .

Der E n t f ch e i d u n g ! a m p f b e i T a T ch e K i a o. St. Petersburg, 27. Juni. Eine heute Abend von Generalleutnant Sakharoff über VorpostenGefechte ein gegangene Depesche bestätigt die Meinung, daß die große Entscheidung Macht zwischen General Kuropatkin's Hauptarmee und den Heeren der Generale Kuroki und Oku unmittelbar be vorsteht. Die 3 Heere betragen zusammen wahrscheinlich 300,000 Mann und auf der ganzen Linie find heute die Vorposten im Gefecht. Augenscheinlich suchten die Japaner Kurotpatkin so weit südlich als möglich zu ziehen; inzwischen machte Olu eine scharfe OstWendung, um sich mit Kuroki gegen den Chapan Paß hin zu vereinigen. Zu gleicher Zeit schob Kuroki eine starke Streitmacht nach der rechten Flanke gegen Hai Cheng vor. Der japanische Hauptvormarsch geht auf der Feng Wang Cheng Liao VangStraße weiter, den Mao Tein - Paß durch eine Schwenkung nordwärts dermeidend. Auf allen Punkten ist der Vormarsch von steten Scharmützeln begleitet. Ueber den genauen Punkt, wo Ku ropatkin'S Hauptstreitmacht concentrirt ist, ist hier nichts bekannt. Wahrscheinlich steht ein großer Theil der Liao Vang'Armee zwischen Kin Chou und Ta Tche Kiao. Nach der heutigen Affoc. Presse Depesche von Ta Tche Kiao wurde eine große Abtheilung von Ta Tche Kiao südlich gegen Oku vorgeschoben. Während sich Kuropatkin auf diese Weise ausdehnt, versuchen die Japaner mit großer Beweglichkeit sich zu concentri' ren, um die Russen in der Flanke und im Rücken zu treffen. Eine heutige kurze Depesche von Admiral Witshoeft (Flotten-Commandeur in Port Arthur) wirft auf das Seegefecht von Port Arthur wenig neues Licht. Spannung a u f ' s Höchste gestiegen. St. Petersburg, 27. Juni. Seit dem Kriegsbeginn herrschte im Kriegs- und Marine-Ministerium keine solch' erregte Stimmung wie heute. Von den Nachrichten, die während der nächsten Tage eingehen, erwartet man zum großen Theil eine Entscheidung über das Geschick des gegenwärtigen Land- und See-Feldzugs. i Trotz allem scheint der Ausfall des Port Arthur Geschwaders, wenn auch einige russische Schiffe dabei verloren gingen, erfolgreich gewesen zu sein. Nach einer heutigen Ehe Foo Depesche wurden am Freitag bei Port Arthur 2 große japanische Kriegsschiffe und derschiedene Torpedo Boote beschädigt. Dies stärkt die Ueberzeugung, daß eine große Seeschlacht stattfand und daß die Japaner, die allein durch Funken-Te-legraphie stete Verbindung mit ihrer Base unterhalten können, die Nachricht zurückhalten. Alle direkten Nachrichten von Land künden eine gewaltige und entscheidende Schlacht bei Ta Tche Kiao. Nach den Nachrichten der Assoc. Presse hat Gen. Kuropatkin persönlich das Commando. Sein Zweck scheint eine Vereinigung der Heere Oku's und Kuroki's zu hin dern. Russische Stellung n g e b l i ch u n h a l t b ar. Chicago, 27. Juni. Nach einer Daily News"Depesche aus Tokio hat Oku's Armee die Gebirgs-Barriere, welche die rechte Flanke und den Rücken von Kuropatkin's Truppen schützt. durch die Pässe zwischen Haiping und Motien überschritten. Hierdurch wurde die russische Stellung strategisch un haltbar und sie wird auch thatsächlich unhaltbar gemacht, falls sich in der kom menden Woche die Russen dem japani schen Vormarsch nicht erfolgreicher als bisher widersetzen. " T o g o's B e r i ch t. T o k i 0 27. Juni. Admiral Togo'S genauer Bericht über den wir kungsvollen Angriff auf Port Arthur am letzten Donnerstag ist heute ange langt. Der Bericht bestätigt die

Zerstörung eines russischen Schlachtschiffs vom Perreviet - Typ, die Be schädigung , eines Schlachtschiffs der Sevastopo!Classe, sowie eines Kreuzers und eines Torpedoboot-Jägers. Licht über den russischen Plan . wird nicht verbreitet. Die ganze russische Flotte fuhr in Schlachtordnung aus. Plötzlich aber, noch 14,000 Meter von der japanischen Flotte entfernt, weigerte sie sich, eine Schlacht anzunehmen, und dampfte zu einem Ankerplatze außerhalb des Hafens zurück, wo während der Nacht die 8 japanischen Zerstörer und Torpedoboote verzweifelte Angriffe , unternahmen. . Am Freitag fuhren die russischen Schiffe in den Hafen zurück und zeigten sich seither nicht'wieder. Der Verlust der Japaner war -sehr klein. Der Zerstörer Shirakump" wurde von einem Geschosse getroffen, 3 Leute getödtet und 3 verwundet; außerdem wurden noch vier Torpedoboote beschädigt. Kosa cken-Attacke. M u k d e n , 27. Juni. General Mischtschenko mit verschiedenen Schwadrnen Kosacken wurden am 25., als sie westlich vom Jalu recognoscirten, von einer beträchtlichen Abtheilung Japaner verfolgt. Die Kosacken wandten sich zum Angriff, die japanischen Linien durchbrechend und ihnen in zwölfstündiger Verfolgung schwere Verluste beibringend. Die Hitze läßt nach und die

Truppen sind in trefflicher Verfassung. S e n u C h e n geräumt. S t P e t e r s bu rg, 27. Juni. Die Japaner haben Senu Chen geräumt, augenscheinlich um Gen. Kuropatkin im Süden zu umzingeln. Inzwischen rückt Gen. Kuroki gegen Hai Chen, bereit zum Angriff auf die russi sche linke Flanke und schickt zugleich nördlich Truppen von Feng Wang Cheng aus. Nach Ansicht des Generalstabs wird durch die jüngsten Operationen die Ausficht auf eine Hauptschlacht der zögert. In dem kürzlichen Kampfe bei Ai Yang Pie Mer, 60 Meilen von Feng Wang Cheng, Mukden Straße, der loren die Russen 81 Mann. Alle Chinesen ausge 'wiesen. C h e F o o, 27. Juni. Nach Chr nesen, die aus der Gegend Port Ar thur's eintreffen, haben die Russen sämmtlichen Chinesen daselbst das Verlassen des Platzes anbefohlen. Während der Beschießung am 23. fielen Geschosse in die Stadt Port Ar thur, allein es wurde kein Schädeln gerichtet, da viele Granaten nicht explo dirten. Werth volle Prisen. Vladivoftock, 27. Juni. Das Prisengericht erklärte die kürzliche Ka perung des von den Russen in der Korea Straße genommenen britischen Dampfers ,Allanton", wegen Kriegs Contre-Bande - an Bord, für gerecht fertigt. Schiff und Ladung von 6,500 Tonnen Hartkohlen im Werthe von 500,000 ist confiscirt. Auch den gleichzeitig genommenen japanischen Schoner traf das gleiche Schicksal. ,Die Capitäne haben einen Monat Zeit zur Berufung. , Großbritannien. Gerücht überLoomiS. London, 27. Juni. Eine De pesche ar: die Central NewS aus Ham bürg sagt, die Leiche von K. I. Loo mis, der vom Dampfer Kaiser Wil Helm II. verschwand, sei bei Cherbourg an'S L and gespült worden. ' Bestätigt ist dieses Gerücht nicht. . 'Tanger. Das amerikanische Kreuzer-Geschwader, Contre Admiral Chadwick; ist nach Gibraltar abge fahren. S t. Petersburg. Botschaf ter McCormick,trat mit seiner Frau die Reise nach Nord-Rußland an, der später ein Besuch Carlsbad's folgt. .

Zahlreiche Opfer.

Anscheinende Fahrlässigkeit kostet 33 Arbeitern das Leben. Kingston, Jamaica, 27. Juni. 33 Arbeiter fielen heute einem Unfall zum Opfer, der sich 10 Meilen westlich von hier in der Hauptleitung der WestJndia Electric Co., welche den Straßenbahnbetrieb Kingston's in Händen hat, abspielte. Gegen 100 Arbeiter waren damit beschäftigt, Sand aus der gewaligen. eine Meile langen Röhre zu entleeren, welche das Wasser aus dem Rio Cobre nach den Turbinen der Betriebsstatut leitet. Die Arbeit war schon fertig. als der Befehl kam, eine kleine Quantität Wasser in die Leitung zu lassen. Durch Mißverständniß oder Fahrlässigkeit wurde die volle Wasserkraft ange dreht und in dem verzweifelten Kampfe um'S Leben fanden 33 Menschen den Tod.' Deutschland. Kriegsschiff nach Hayti. Berlin. 27. Juni. Die Regierung beschloß Entsendung eines Kriegsschiffs nach Port - au Prince, Hayti. Sie kam mit der französischen Regierung zum EinVerständniß, daß eine einfache Entschuldigung keine genügende Entschädigung für die kürzlichen Stein-Angriffe auf die Gesandten durch die Schloßwache in der Hauptftadt Hayti's bilde. Ueber die Art der Sühne, die verlangt wird, ist nichts bekannt; jedoch beschloß Deutschland, im Einklang mit Frankreich zu handeln. Automobll-Unfall. Wiesb aden, 27. Juni. Bei Langenschwalbach kam gestern Kammerherr von Specht, der mit dem ErbPrinzen von Schciumburg - Lippe in einem Motorwagen fuhr, um's Leben. Um einem Hunde auszuweichen, machte der Wagen eine Wendung und stieß gegen eine Telegraphen - Stange, die zusammenstürzte, den Kammerherrn sofort tödtend. Prinz und Chauffeur entkamen mit leichten Verletzungen. Keine Flotten Parade. Kiel, 27. Juni. Die FlottenRevue, welche heute und morgen stattfinden sollte, wurde auf Wunsch des Königs Edward abbestellt. Kaiser Wilhelm und der König de fichtigten heute beim Besuche der Ger mania-Werfte das Schlachtschiff Braun schweig und die Erholungsräume der Mannschaften. Nachher gab Admiral Koester an Bord des Schlachtschiffes Kaiser Wilhelm II. ein Frühstück. König Edward verlieh dem Staatsseeretär von Richthofen das Großkreuz des Victoria Ordens. Den gleichen Orden erhielten Staats sekretär der Marine v. Tiehitz und die Admiräle v. Koester und Buechsel (Stabschef der deutschen Flotte.) Der, Kaiser verlieh dem . deutschen Botschafter bei Großbritannien, dem Grafen Wolff-Metternich, den. Rothen Adler-Orden I. Cl. . Später empfing der Kaiser die Ge winner der Helgoland Wettfahrt auf der Hohenzollern und vertheilte die Preise. König Edward wohnte gegen Abend einem Empfange, den die Kai serin auf der Hohenzollern gab, bei ; am Abend gab der Yacht-Club, dessen Ehrenmitglied der König ist, ihm ein Diner. Base-Ball. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: American Association. St. Paul, 27. Juni. St. Paul. 10320010 7 Milwaukee ....000 004000 4 .'- MinneapoliS, 27. Juni. Minneapolis ..10000110 Kansas City. ..00 00 01 00 0 1 Columbus, O., 27. Juni. Columbus 1 1 0 0 0 1 7 10 Indianapolis . . . 0 0 2 0.0 0 0 0 2 Louisville, 27. Juni. Louisville 03 2 000 00 5 Toledo . . . . .... .0 1 0 1 1 0 0 0 0 3 National-Liga. Cincinnati, 27. Juni. . Cincinnati j Spiel verschoben. Regen; St. Louis 5 zwei Spiele morgen. Brooklyn, 27. Juni. Brooklyn 0 0 00000 1 01 Boston .01 0000 100 2 New York, 27. Juni. New York 3 0 0 3 2 1 0 0 10 Philadelphia .3002000012 Chicago, 27. Juni. Chicago ... . . .00 00002024 Pittsburg .. ..0 1 3 0 0 01 0 0 5

Per Atttomobil zum Nordpol.

Kapitüu BersierS kittzn Plan und die Mit tcl zu Scsseu Ausführung. Kapitän I, Elzear Lermer hat kürzlich mit Offizieren und 19 Mann Besatzung in Bremerhaven das deutsche Südpolarschiff Gauß," welches von der kanadischen Regierung für ttne Nordpolezpedition angekauft wurde, übernommen. Seine Expedition gedenkt Bernier, der mit Fahrten in den Eismeeren viele Erfahrung besitzt, nach folgendem Plane zu unternehmen. Zuerst will er von Kanada um das Kap Horn herum nach der Behringsstraße segeln und vondort im nächsten Frühjähr die eigentliche Expedition beginnen.. Er will sich mit Provisionen für sieben Jihre ausrüsten. Von der Behringsstraße will er so weit nordwärts dringen, wie die Eisverhältnisse es erlauben, und dann sich der bekannten Strömung, die die Trümmer der Jeanette" nach Grönland gebracht und der sich auch Nansen mit seiner Fram" anvertraut hat, überlassen. Er hofft, daß die Strömung ihn 100 Seemeilen mehr nördlich führen wird als Nansen, wen er mehr ostwärts xn das arktische Meer eindringt, als dies Nansen gethan. Er ist dann nur 150 englische Meilen von dem Nordpol entfernt, eine Entfernung, welche er aber -nicht mit Hunden, sondern mit Schlittenautomobilen zurücklegen will. Und zwar will er vier solcher Fahrzeuge mitnehmen, die er etappenmäßig benutzen will. Bernier geht dabei von der Thatsache aus, die von Nansen und hauptsächlich von Cagni, dem Theil nehmer an der Expedition des Herzogs der Abruzzen, bestätigt ist, daß ganz im hohen Norden jenseits vom 84. Breitengrade sich nur glattes Eis beKapitän I. Elzear Bernier. findet, welches allein die Fortbewegung mit Automobilen ermöglicht. wahrend südlich davon sehr viel Pack eis, welches den Nordpolfahrern die meisten Schwierigkeiten bereitet, ange troffen wird. Hat Bernier den Nordpol mit einem seiner Automobile erreicht, so will er das Schiff aufsuchen und dann in der Nähe der östlichen Küste von Grönland wieder das offene Meer gewinnen. Um nun den Stand Punkt seines Schiffes immer zu erkennen, nimmt er Apparate für drahtlose Telegraphie mit, die ihn in ständige Verbindung mit dem Schiffe und den anderen Automobilen setzen. Auch ein Fesselballon wird von dem Schisse mitgenommen. Außer der rein sportlichen Leistung, den Nordpol zu erreichen, will Kapitän Bernier hauptsächlich magnetische Beobachtungen .anstellen. ' , Kapitän Bernier ist 51 Jahre alt und entstammt einer alten Seefahrerfcrmilie. Er selbst ging mit 14 Iahren zur See und befehligte bereits mit 18 Jahren einen Dampfer, der von Montreal nach Glasgow fuhr. Ein Codtenschiss. Ter im Nn Yorkee Hafen verbrannte Ex kurflouSdampfer General Tlocum." . Der infolge des furchtbaren Unglücks im New Jorker Hafen zu trauriger Berühmtheit gelangte Dampfer General Slocum" war der größte Raddampfer unter den dortigen Exkursionsschiffen. Er war 1891 in Süd-Brooklyn gebaut und man hielt ihn, da er vor ewiger Zeit gründlich reparirt worden war, für ein in gutem Zustand befindliches Dampfer General Slocum." Fahrzeua. Er hatte 1284 Tonnen Gehalt, war 263 Fuß lang, 38 Fuß breit und 12.4 Fuß tief. Seine Bemannung bestand aus 23 Personen und er war für die Aufnahme von 2500 Passagie ren lizenfirt.

'

In der Dcad Zettcr-Dsficc."

Aufgab des VnreauS und eigenartige Schau objekt im Poftmuseum. Trotz der großen Findigleit, welche die hierländischen Postbeamten bei der Aufsuchung von Brief- und. Packetempfängern gemeinhin bekunden, werden noch täglich über 30,000 solcher Sendungen als unbestellbar an die , Dead Letter Office" in Washington, D. C.. eingeliefert. Mehr als 100 Clerks sind hier damit beschäftigt, die Umschläge der Briefe und Packete aufzureißen, um aus dem Inhalte und den Unterschriften der Schreiben den Absender oder Empfänger zu ermitteln. Aber nicht immer ist es nothig, in die Geheimnisse dieser Sendungen emzudringen. Während z. B. im vergangenen Jahre in der Dead Letter Office" rund 8.300.000 Briefe und Packete - geöffnet wurden, konnten 1.000.000 den Absendern uneröffnet wieder zugestellt werden; hiervon entfielen allein 800.000 Sendungen auf das Ausland. Von den Briefen und Packennhalten, die nicht reklamirt wurden oder deren Absender und Empfänger nicht zu ermitteln waren, sind eine Anzahl, undzwar solche von kurioser Art, im Postmuseum ausgestellt. Da sieht man zunächst zahlreiche Photographien von Soldaten, des Ferneren eine HollenMaschine, eine Dynamitbombe, Gewehrkugeln, Stilette, Seitenwaffen von prächi'.ger Arbeit und ein Paar Handftsseln. Selbst die Thierwelt ist ver treten. Mit Grauen erblickt der Befucher eine Klapperschlange, eine gehörnte Kröte, eine Tarantel und viele Krokodile. Berechtigtes Interesse erregen weiter ein menschlicher Schädel, ein Kinnbacken, indianische Mokkasins, Babyschuhe, Puppen, ein Hochzeitskuchen, em Korbchen mit Rosinen, feme Elfenbein- und Holzschnitzereien vom einfachen Kamme bis zu emer .Nachbildung des Luzerner Löwen. Die Industne dokumentirr sich tn dem Museum des Ferneren in Taschenuhren. Siegeln, Ringen, Haariuwelen und -Nadeln, Fingerhüten, einem Theekessel, Theelöffeln, Porzellantassen, einem feinen Damen-Sonnenschirm. Feldflaschen. Sagen. Rasirmessern, Scheeren und Musikinstrumenten verschiedener Art. In einem Behälter thront ein geräucherter Schinken, m einem anderen ein Rosenkranz. Daß Bilder vom primitiven Daguerreotyp bis zur modernsten Photographie in großer Zahl m dem Museum angetroffen werden. ist selbstverständlich. Von den vielen kuriosen Briefen m dem Museum ist ein Brett von drei Fuß Länge und einem Fuß Breite der seltsamste. Das in einen Umschlag gehüllte Brett enthalt eine Liebesbotschaft. Dick," der Absender, macht seiner Angebeteten, Hattie," Vorwürfe wegen ihres langen Schweigens. Hattie wurde nach einiger Zeit von den Beamten der Dead Letter Office" entdeckt," und es wurde ihr bedeutet, daß ihrer gegen die Entrichtung eines Extraportos von 96 Cents ein Postillon d'Amour" in Gestalt eines Brettes harre. Hattie erschienen, die 96 Cents, im Verhältniß zum Werthe der Sache als eine zu hohe Summe; sie verweigerte die Annahme des Liebesboten" mit der Begründung, daß sie weder für Bauholz noch für Dick" irgend welche Verwendung besitze. So blieb das, werthvolle" Dokument " Eigenthum Onkel Sams. Abhärtung der Kinder. Viele' Kinder neigen zu Katarrhen der Luftwege. Am besten begegnet man dieser Disposition durch systematische Abhärtung, und eines der vorzüglichsien Abhärtungsmittel ist das kühle Bad. , Doch darf man nicht in den Fehler verfallen, schon ganz kleine Kinder abhärten zu ,,wollen. Das kleine Kind bedarf der Wärme. Durch zu frühzeitige Abhärtung sind schon viele Kinder katarrhalisch, blutarm und schwächlich geworden. Die Abhärtung durch das kühle Bad kann erst von dem Moment angefangen als eine vernünftige Methode der Gesundheitspflege für das Kind betrachtet werden, in dem dasselbe schon ganz sicher gehen kann. Man soll daher Kinder erst vom dritten Lebensjahre angefangen an kühlere Bader gewöhnen. Nach dieser Zeit kann man mit energischeren Abhärtungkuren beginnen. Dazu sind am besten Halbbäder von 88 Grad Fahrenheit mit Abreibungen. Dauer und Art des Bades hat natürlich in jedem einzelnen Falle der Arzt zu bestimmen. Die beste Zeit, eine solche Kur zu beginnen, ist der Sommer, die schlechteste der Herbst. Man muß dann im Winter damit aufhören. Vertragen die Kinder die AbHärtungskur gut und dauert dieselbe schon einige Monates so kann man sie vorsichtig auch über den Winter fortsetzen. Entsernte Gehirnsub stanz. Der 28jährige John Sampon von Greenwood, Del., litt an epieptischen Anfällen, sowie Gedächtniß'chwäche' und fand deshalb im Univer-itäts-Hofpital zu -Philadelphia Aufnähme. Nach einer genauen Untersuchung entschlossen sich die Aerzte zur Vornahme einer Schädel-Trepanirung, um die Ursache des Leidens zu ermittein. 125 wurve vann aucy ein ise-, schwur vorgefunden und dieses sammt einem Theil der Gehirnsubstanz entfernt. Das Befinden des Patienten ist ein normales geworden, und es hat derselbe sowohl sein Erinnerungsvermögen zurückerlangt, wahrend zu gleicher Zeit sich die epileptischen Anfälle nicht mehr eingestellt haben.

. '

-v. Wfc. :nT'" l1! -;'" '--, ' - i-Ä',i;ltSS-TdI