Indiana Tribüne, Volume 27, Number 263, Indianapolis, Marion County, 27 June 1904 — Page 3
Jndiana Tribüne, 27. Juni 190
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Zweite Man. Armee Zieht sich zurück. Ow's und Kuroki's Vereinigung ; anscheinend nicht geglückt.
Zahlreiche Vorposten-Gefechte. Japaner in der Nähe von Kai Chou. Die ' Russen in Korea. Angeblich neues Sce-Gesccht. KriegsGefangene. Loomis noch immer vermißt.
Ostasien. Keine Vereinigung Oku 's mit K u r o k i. L i a o Y an g, 26. Juni. Die zweite javanische Armee, unter Gen. Oku, zieht sich auf der ganzen Linie zurück. Sie hat augenscheinlich die Absicht, eine Vereinigung mit Kuroki's Heer herbeizuführen, aufgegeben. Vorpoften-Gefechte günstigfürdieJapaner. L i a o Ya n g, 26. Juni. Meldüngen über Kämpfe zwischen den Vor-Posten-Regimentern gehen ständig ein. Die Gefechte sind nicht entscheidend, zeigen aber doch, daß die Japaner überall regelmäßig - vorrücken. Amtliche Depeschen bestätigen dies. Mitglieder des rothen Kreuzes zusammen mit Nicht-Combattanten, die Zeuge der Kämpfe sein wollen, reisen täglich nach Süden. JapanerinderNähe'von Kai C h o w. New Chwang, 26. Juni. Ein Courier der Affoc. Presse, der 3 Tage weg war, meldete heute Abend nach seiner Rückkehr, er habe heute füuf japanische Patrouillen 10 Meilen südwestlich von Kai Chow gesehen. Russischen Privatnachrichten zufolge haben die Russen zwischen Liao Fang und Kai Chow nur wenige Feldgeschütze. . Abermals ein Seegefecht beiPortArthur. Ehe ,?oo, 26. Juni. Dampfer, die 30 Meilen westlich von Liao Tin Shan gestern Nacht vorbeifuhren, hörten kein Schießen. Dies führt zur Vermuthung, daß der Kanonendonner, der hier gehört wurde, eine Seeschlacht südöstlich von Port Arthur anzeigte. Chinesen zufolge ist die japanische Armee 7 Meilen von Kaiping angelangt und die Russen haben sich nach Yamchiatient, direkt nördlich von Kaiping zurückgezogen, wo Kanonenboote nicht effektiv find. Die Russen verschanzen sich in der alten Stadt von New Chwang nördlich vom Hafen New Chwang. Ein Chinese, der japanischer Agent ist. sagt, die Japaner beabsichtigen spätestens Montag ohne Widerstand in Kai Chow einzuziehen und sie erwarten eine Schlacht in der Nähe von Tashikitao. - Falls siegreich, wollen sie sofort Truppen nach New Chwang werfen. Besorgnisse wegen der Kriegsgefangenen. T o k i o, 26., Juni. Die Unterlassung der Russen, Nachrichten über japanische Kriegsgefangene zu geben, wird hier scharf gerügt. Japan's Haltung gegenüber den russischen Gefangenen ist durchaus korrekt. Es werden sorgfältige Berichte über das Befinden der russischen Gefangenen ausgearbeitet und den Russen allwöchentlich durch die amerikanische Regierung ükrsandt. Besondere Aufmerksamkeit erregt der Fall des Major Togo. Wie die Japa ner behaupten, wurde er vor Ausbruch der Feindseligkeiten gefangen und schleunigst nach Moskau verbracht. Zahlreiche Versuche, etwas über Togo zu erfahren, blieben bis jetzt ohne Erfolg. Die Japaner find außerdentlich besorgt über ihre in Rußland gefangenen Landsleute. Sie befürchten, daß sie in Gefängnisse geworfen und schlecht bebandelt werden. Wahrscheinlich wird die amer. Regierung ersucht, über diese Punkte genauere Anfragen m Peters bürg anzustellen. Unterdrückung von Berichten. .St. Petersburg. 26. Juni. Bis heute Nacht wurde hier der japani sche Bericht über den Verlust dreier ruf sischer Kriegsschiffe in Port Arthur noch Nicht 'veröffentlicht;' nur eine Erklärung. welche einen Ausfall desGeschwaderS und den Verlust von zapani fchen Torpedo-Boot-Jägern meldet. Viele Gerüchte find miedet im Um lauf, darunter über ein Landgefecht bei Ta Tche Kiao, in welchem, die Russen geschlagen wurden. Bestätigung ist
nicht erhältlich..
Schanzwerke bei Kaiping. Tients in, 26. Juni. Es wird hier gemeldet, daß 40.000 Russen in Ta Toke Kiao, 15 Meilen nördlich von Kaiping, stehen, wo Schanzwerke aufgeworfen werden. Man erwartet, daß dort den Japanern Widerstand geleistet wird. . 30 Beamte des Rothen Kreuzes kamen gestern nach New Chwang und kauften Medizin und Anderes für die Kranken. Söul, 26. Juni. Einer Depesche aus Gensan, Korea, zufolge, haben die Russen in den Ortschaften Kilju und Ham Heung zahlreiche Wohnhäuser eingeäschert xirnb an letzterem Platze Frauen mißhandelt. , Eintaufend Russen requiriren Vieh und Wagen aus einem weiten Gebiet in Nordoftkorea. Sie befinden sich auf dem Wege nach Vladivostock und wollen den Tumen Fluß auf kürzlich errichteten Brücken kreuzen. Drei CholeraErkrankungen an Eingeborenen sind hier vorgekommen. Unter den japanischen Truppen tritt die Krankheit nicht auf. Die Verluste bei Telissu. Washington, 26. Juni. Die japanische Gesandtschaft erhielt heute eine Depesche, wonach General Oku die Verluste bei Telissu auf 249Gefallene, darunter verschiedeneOffiziere, und 943 Verwundete, 43 Offiziere eingeschlossen, angibt.
Hayti. DerAngriff'aufdie Gesandten. Port au P r i n c e, 26. Juni. Die Berichte, daß Frankreich und Deutschland im Begriffe stehen, wegen des Angriffs auf ihre Gesandten Kriegsschiffe nach haytischen Gewässern zu senden, find hier nicht be-iätigt. Die Gesandten warten auf Instruktionen; indessen betrachtet die Regierung durch die Abbitteleistung den Zwischenfall für geschlossen. Frankreich. LoomiSnoch immerver- , mißt. P a r i S, 26. Juni. Von dem Auf. enthalt des verschwundenen F. I. Loomis, eines Bruders des amerikanischen Hilfsstaatssekretärs verlautete auch heute kein Wort. Trotzdem heute um Mitternacht feit dem Verschwinden eine Woche vergangen ist. glauben die Beamten noch immer, daß Loomis wieder auftauchen wird. Ein Unglücksfall oder ein Verbrechen scheint nicht wahrscheinlich. m tut , , Bandit Raisuli. Perdicaris gibt eine Schilderung seines berühmten Entführers.
Tanger, 26. Juni.. Ion Perdicaris, der von dem Briganten Raisuli letzte Woche freigelassene Amerikaner, befand sich heute Abend bedeutend besser und beschrieb in einem Interview mit der Assoc. Presse die Vorgänge bei seiner Gefangennahme und feine Ersahrungen als Gefangener in Raisuli's Lager. Am 18. Mai hatte er soeben nach dem Diner das Wohnzimmer betreten, als er, ein Geräusch unter den Dienern hörend, mit seinem späteren Mttgesange genen Varley hinausging, um die Ursache zu untersuchen. Sofort sahen sie sich von bewaffneten Marokkanern umzingelt, die sie fesselten und mißhandelten. Varley leistete Widerstand; er bekam einen Kolbenhieb über den Kopf und einen schlimmen Messerstich in die Hand. Sodann wurden Perdicaris und Varley zu Pferde weggebracht, mit Stricken gebunden; eS wurden entlegene Wege gewählt,' um Dörfer zu vermeiden. Die Banditen hielten in Tfarradent, 24 Stunden von Tanger, und Raisuli gestattete Perdicaris, an seine Frau und den Shereff von Wazan zum Zwecke der Intervention zu schreiben. Zunächst wurden die Gefangenen in einer schmutzigen Hütte scharf bewacht; ..'-v- ... 4 - :
als der Shereff von Wazan ankam, er hielten sie ein geräumiges Zelt und auch sonst wurde ihre Lage beträchtlich erleichtert. Während der ganzen Zeit befanden sich Spione des Prätendenten im Lager, die Varley zu überreden suchten, er solle eine Stellung unter dem Prätendenten annehmen. Raisuli sprach täglich lange mit den Gefangenen. Er sagte. Anarchie Herrsche im Lande. Der Haß des Volkes richte sich nicht gegen den Sultan, sondern gegen dessen Statthalter. Raisuli hatte von seinem Vater zahlreiches Grundeigenthum und Vieh ge erbt; alles wurde ihm von den Beamten des Sultans geraubt und er selbst schließlich 4 Jahre lang in Mogador in den Kerker geworfen. Nach seiner Freilassung wandte sich Raisuli an Mohammed el Tores, Vertreter des Sultans in Tanger, , wegen Rückgabe seines Eigenthums. Da die? keinen Erfolg hatte, so schwur Raisuli, die Gesetze selbst in die Hand zu nehmen mit den bereits bekannten Resultaten. j Raisuli sagte, er habe nichts gegen die Europäer, wolle vielmehr durch deren Gefangennahme den auswärtigen Mächten die thatsächlich in Marocco existirenden Verhältnisse vor - Augen führen. Perdicaris erklärt, Raisuli gebe sich für einen Patrioten aus, der sein Land glücklich und friedlich zu sehen wünsche. Er fand in Raisuli einen gebildeten und intelligenten Mann. Bei dem Austausch der Gefangenen gegen das Lösegeld fürchtete Raisuli offenbar, man wylle versuchen, ihn gefangen zu nehmen. Sobald er das Geld erhalten und die Gefangenen übergeben hatte, eilte er schleunigst nach seinem Dorfe. Deutschland. Edward'sBesuch. Kiel, 26. Juni. Das günstige Wetter führte zahlreiche Sonntagsbesuch ljer.' König Edward und der Kaiser nahmen an der Regatta, die bei klarem Himmel und einem starken Westwind stattfand, nicht theil. Das Rennen für Schooner-Vachten gewann W. I. Plant's Jngomar, Meteor 111. war an zweiter, Hamburg an dritter Stelle. König und Kaiser wähnten dem Gottesdienst an Bord der Hohenzollern bei und frühstückten nachher auf der Yacht der Kaiserin, Jduna. Später besuchte der König den Aachtclub. Abends speiste das Kaiserpaar auf . der britischen Yacht Victoria und Albert. M a t i n " v e r b o t e n. Berlin, 26. Juni Der Pa riser Matin" ist in den Reichslanden verboten worden. Der Grund für dieses Verbot ist der Thatsache zu suchen, daß das sensationslüsterne Blatt vor Kurzem vier, großes Aergerniß erregende, Artikel veröffentlichte. Skandalgeschichten über den Kaiser, sowie über die Metzer Gesellschaft bildeten den Inhalt dieser Artikel, die in phantastischer Ausschmückung den stets nach Pikantem lechzenden Lesern aufgetischt wurden. Fama erzählt, die in Frage kommenden Artikel seien von einem hervorragenden Mitgliede der Berliner Gesellschaft inspirirt worden. Geplante Verfassung sAenderung. Berlin. 26. Juui. Wie aus München gemeldet wird, haben die Bauernbündler und Konservativen in der Abgeordneten-Kammer des bayerischen Landtags den Antrag eingebracht, die Kammer möge den Prinzen Luit pold auffordern, eine Aenderung der Verfassung herbeizuführen, durch welche die Regentschaft an Stelle des hoffnungslos geistesgestörten Königs Otto beendet werde. Der Antrag hat aber, allgemeinem Dafürhalten nach, wenig Aussicht, beim Prinzregenten günstig aufgenommen zu werden. Die Schul den des am 13. Juni 1836 auf so tragische Weise im Starenderger See zu Tode gekommenen Königs Ludwig II. sind kaum zur Hälfte getilgt, , und der Prinzregent weigert sich ganz entschieden, den verschuldeten Thron zu be' steigen. , Somit wird es bei der Regentschaft des im 84. Lebensjahre stehenden Prinzen Luitpold vorderhand sein Bewenden haben. Alle Versuche, den greisen Onkel des irrfinnigen Königs zu beftimmen, in eine Verfassungs Aenderung zu willigen,' find bis jetzt fehlgeschlagen, wie oft auch schon der Landtag dieserhalb bei der Krone vorstellig gewor den ist. Die gleiche Frage mag sich aber in absehbarer Zeit von selbst erledigen.
denn von Schloß Fürftenried, wo der unheilbar geisteskranke König Otto nun schon seit einem Vierteljahrhundert auf das Strengste überwacht wird, verlautet von Neuem, daß der Patient sichtlich verfällt und untrügliche Symptome des herannahenden Endes sich bemerkbar machen. Aufruf zur Hilfe. Berlin. 26. Juni. Die Nationalliberale Korrespondenz" versende! einen Aufruf zu werkthätiger Hilfe für die Familien, welche durch die entsetzliche General Slocum" - Katastrophe getroffen worden sind. In dem Aufruf heißt es u. A.: Für Aalesund und die Linderung der indischen Hungersnoth wurden in Deutschland Hunderttausende aufgebracht. Warum sollte keine Hand für unsere früheren deutschen Landsleute in New York sich rühren? Die Leipziger Neuesten Nachrichten" bemerken zu diesem Aufruf, materielle Unterstütznng sei in diesem Falle äugenscheinlich nicht nothwendig, weil zumeist Frauen und Kinder verunglückt seien. Vor der Einleitung einer Sammlung sollte jedenfalls Pastor Haas in New York betreffs der Thunlichkeit des Schritts zu Rathe gezogen werden.
Schiffsnachrichten. Angekommen: New York: Furnessia" von Glasgow und Moville; Germanic" von Southampton und Cherbourg; La Champagne von Havre; Moltke" von Hamburg, Southampton und Cherbourg; Perugia" von Leghorn und ' Neapel. Liverpool: Cocinthian" von Montreal; Bavarian" von Montreal übrr Moville. Teneriffe: Mera" von Tacon, San Eran. über Central- und SüdAmerican Ports für Hamburg. Base-Ball. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt i America Association. Columbus, O.. 26. Juni. Columbus ....00001203 6 Indianapolis. .0,2 110100 0 5 Louisville. 26. Juni. L ouisvillö 30000000000014 Toledo ..21000000000003 Minneapolis, 26. Juni. Erstes Spiel. Minneapolis ..00200 120 5 Milwaukee 00000 0 01 23 ZweiteSSpiel. Minneapolis ..1 003000004 Milmaukee....0 00 02 0 43 0 9 St. Paul, 26. Juni. Er st e s Spiel. St. Paul... Kansas City , . 3 ..000201000000000 ..100010100000001 e i t e s Spiel. . St. Paul... Kansas City. N a t ..1 05000 0 0 ..300 100000 i on a l-L i g a. Cincinnati, 26. Juni. .0 10 0 300100 ,3 00000020 2 Chicago, 26. Juni. ...1 0010230 ...0 0 0 10 0 0 0 0 Cincinnati . St. Louis. .' Chicago . . . Pittsburg . Brooklyn .. Boston ... Brooklyn, 26. Juni. . ..00011000 02 ,..6 0 01 0 00 1 8 In Uganda werden die von den christlichen Missionsgesellschafien an die Eingeborenen gesendeten Bibeln oft von den Ratten völlig aufgefressen. Diese Nager überschwemmen das Land in ungeheuren Schaaren und verzehren jedes Buch, dessen sie habhaft werden können. Aus diesem Grunde erhalten die für Uganda bestimmten Bibeln jetzt einen Einband aus Weißblech, der sie gleichzeitig vor dem Wurmftaße schützt. Nach englischem Muster fand unlängst in Kopenhagen ein Kinderhülfstag statt, an welchem in den Straßen der Stadt, sowie in allen Localen Sammlungen zuGunsten der Wohlthätigkeits - Vereine, die sich armer, krankerKinder annehmen, veranstaltet wurden. In allen Gesellschaftskreisen brachte man das lebhafteste Interesse solchen: Werke der Barmherzigkeit entgegen. Große Geschäftshäuser haben 10 Prozent ihrer Einnahme an diesem Tage zur Verfügung gestellt. Die beliebtestenSchauspielerinnen der Hauptstadt verkauften Blumen oder nahmen in den Straßn Geldspnden entgegen. Frau Nansen, die bekannte Künstlerin, die Gattin des Schriftstellers Peter Nansen, sammelte allein über 2000 Kr. Der Tag soll über 150.000 Kr. eingebracht haben.
Buays Nachfolger. Die Ernennung deS Ber. Staaten-General anwaltS Knox zum Senator. Der bisherige Ver. Staaten-Gene-ralanwalt Philander Chase Knox, der von Gouverneur Pennypacker von Pennsylvanien zum Bundessenator ernannt worden ist, tritt damit an die Stelle des verstorbenen Senators
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Philander Chase Knox. Quay. Aus einer Bekanntmachung Pennypackers, daß er keine Extrasession der Legislatur einberufen werde, ist ersichtlich, daß die Ernennung nur für den unerledigten Amtstermin Quays (bis zum 4. März 1905) gilt. Philander Chase Knox wurde 1853 als Sohn eines Bankiers in Brownsville, Pa., geboren. Er besuchte die Universität von West-Virginien, graduirte am Mount Union College zu Alliance, O., studirte hierauf im Anwaltsbureau von H. P. Swoope in Pittsburg, Pa., die Rechte und wurde 1876 zur Bar zugelassen. Knox war von 1876 bis 1877 Hilfs-Bundes-Distriktsanwalt für den westlichen Distrikt des Keysione"-Staates; er begründete nachdem mitJames H. Reed in Pittsburg zusammen eine Advokatenfirma und wurde Anwalt für viele große Korporationen, darunter die Carnegie Steel Company. Knox wurde 1897 zum Präsidenten der Bar-Asso-ciation von Pennsylvanien erwählt. Nachdem er im selben Jahre einen Antrag McKinleys, als Generalanwalt in sein Kabinett einzutreten, abgelehnt hatte, nahm er eine neuerliche oahingehende Offerte im Jahre 1901 an. Den Posten behielt er auch, als Roosevelt den Präsidentenstuhl bestieg. Der lange Joseph." Sin Riesenknabe vo über sieben Fuh Höhe im Berliner Panoptikum. Im Berliner Passagepanoptikum wird zur Zeit ein Wunderknabe" gezeigt, der trotz seines jugendlichen AIters bereits , zu den Riesen des MenDer Riesenknabe Schippers. schengeschlechts gezählt werden darf. Es ist dies der 19jährige Joseph Schippers, von seinen Verehrern mit vollem Rechte der lange Joseph" genannt. Er stammt aus München - Gladbach. Rheinprovinz, wo or im April -1888 als Sohn eines dortigen Schlächtermeisters geboren wurde. Als er zwölf Jahre alt war. mußte er wegen seiner Größe er maß damals 1.90 Meter (1 Meter gleich 39S Zoll) aus der Schule entlassen werden. Jetzt ist er bereits 2.17 Meter lang, und wenn nicht alle Anzeichen trügen, so hat er bei seinem starken Wachsthum die beste Aussicht, der größte Mensch der .Welt zu werden. Im Uebrigen ist er ganz normal entwickelt. In einen blauen Matrosenanzug gekleidet, das jugendliche Gesicht mit den frischen, rothen Wangen und den blauen Augen von lang Herabwallenden blonden Locken umrahmt, macht der Riesenknabe einen angenehmen Eindruck. Auffallend ist, daß er als der einzige seiner Familie aus der Art geschlagen ist; Eltern wie Geschwister, zehn an der Zahl, sind ohne Ausnahme von gewöhnlicher Statur.
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