Indiana Tribüne, Volume 27, Number 262, Indianapolis, Marion County, 25 June 1904 — Page 6

Jttdiana Tribüne. 23. Juni

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Lei allen Vergnügungen im Freien o CFturn so leicht i Unglück pasflren kann wi ,. B. v Verrenkungen Verstauchungen Quetschungen Nimmt I Jakobs M S K K den ersten Play ein alt da beste und sicherst Heilmittel. i Preis 25c und 60c. $ WMM4S Warum nicht $'(ö et 2 dj 2 j? IP r? ' .P sparen beim Einkaufe ihrer ict . . . . Unö .... Teppiche ... .sowie. ... GedxMrad Oefen und ' Ranges. WILLIG'S , 141 West Washington Str. ÄMIÄN0O R 42 Nord Pennsylvania Straße. Hauptquartier für SriUen und Operngläser ' Brillen werden ack den besten Wietbahfn K Lugen angepaßt. ' Künstliche Augen werden schmerzlos eingesetzt. Route ...Cxcttrsionen. Sonntag, 26. Juni. $1.50 Cincmnati und zurück. Spezialzug, (nach beiden Richtungen nir Sends für Passagiere anhaltend) verläßt Indianapolis um 7 Uhr Morgens. Rückfahrt von Cmcinnati 7 Uhr Abends. Terre Haute $1.00 ) NundGreencastle . ..73e fahrt. Spezialzug verläßt Indianapolis um .7 Uhr Morgens. Retourfahrt von Terre Haute 7 Uhr Abends. H. M. Bronson, A. G. P. A. IM ERIE & WESTERN R. R, . . . . Fahrzeit der Züge Abfahrt nkunst Toledo, Chicago und Michigan xvreß... 7. 15 H0.fc5 Toledo. Detroit und Chicago Lim 12.20 f S.tfi Michigan ity, Muncie u,Lafaöettrepl..f- 7.20 fio. tö glich t ausgenommen Sonntags.

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Später Frieden. Novellette von Julius Berger. .' Gnädige Frau!" wandte sich der Hausarzt an die Mutter, welche am Bettchen ihres schwer kranken, ein Jahr alten, einzigen Kindes kniete, dessen Händchen an ihre Lippen gepreßt hielt und unverwandt in des Bübchens große, blaue Augen schaute. Die Dame aber hörte des Doctors Worte nicht, weshalb er sie noch einmal lauter wiederholte, da er nicht mehr zu fürchten brauchte, den kleinen Patienten in seiner Ruhe zu stören. Jetzt erst hob die Mutter ihren Blick zu dem Arzt auf und fragte ihn, wie traumverloren: Was sagten Sie soeben, Herr Doctor?" Ich rief nur Ihren Namen, gnä dige Frau," antwortete der Arzt ruhig, weil ich Sie darauf aufmerksam machen wollte, daß ich des kleinen Dulders Augen zudrücken und seine Hände auf die Brust legen will, denn, gnädige Frau, wie ich es Ihnen ja leider vorher sagen mußte, hat das Kind inzwischen ausgelitten." Arthur ist auch todt!" hauchte die Dame, nur, nach all' den in der letzten Zeit ausgestandenen Schmerzen unfähig, im Moment eine Thräne zu weinen. Sie erhob sich, bat den Arzt, im Verein mit ihrer Wirthsch afterin das Weitere gütigst zu veranlassen, und begab sich in den anstoßenden Salon. Hier stand die schöne junge Frau eine geraume Zeit am Fenster und schaute hinab auf die vorüberführende Straße der Hauptstadt, auf der es jetzt am Nachmittage von Passanten wimmelte; aber sie schien weltvergessen, nichts regte sich in dem bleichen Gesicht, und die Augen waren halb geschlossen. Da mit einem Male löste sich ein Schrei aus der gequälten Brust des Weibes, Thränen stürzten aus den Augen. und ihre zitternden Hände auf der hochklopfenden Brust kreuzend, ließ sich Frau Cäcilie Claaßen in einem Fauteuil nieder. Das also ist das Glück, das für mich armes Weib vom gütigen Schicksal ausersehen war!" Diese Worte rangen sich in bitterem Weh aus ihrem Herzen. Und, mein Gott, womit habe ich all' dieses namenlose Unglück verdient?" Und da waren sie auch schon, die Bild'er ihrer Vergangenheit, die an ihrem inneren Auge vorüberzogen. So ist's bei jedem Menschen der Fall, es ist sonderbar, aber es ist so! Warum! sie kommen, die Bilder vergangener Zeiten? Warum sie gerade in Stunden bitteren Wehes, unheimlichen Verlassenseins Revue passiren? Fragt danach nicht erst, ein Jeder weiß es! Die unglückliche Frau sah sich in ihrer blühenden Jugend als die einzige, allerseits beneidete Tochter eines steinreichen Häuser- und GrundstücksMaklers im kleinen Städtchen St. an der deutsch - russischen Grenze, sjdxi spielte ihre Familie, aber nur des Geldes wegen, stets eine große Rolle. An den im Hause arrangirten Gesellschaften, Kränzchen und Bällen nahmen die anderen reichen und hochgestellten Familien des Qertchens regelmäßig theil; denn man wußte, daß Alles auf's Beste hergerichtet und daß auch das Geld hierzu vorhanden war. Fräulein Cäcilie, in ihrer blendenden Schönheit und jugendlichen Frische, bildete stets den Angelpunkt des Amüsements, sie unterhielt sich in der denkbar reizendsten Weise, sie sang und spielte vorzüglich und war auf das Allerbeste von Jedermann zu leiden. Sie hatte nicht . ein Fünkchen von dem Stokz und Protzenthum in sich, die ihren Eltern eigen waren, die durch fabelhaftes -Glück von ganz einfachen Besitzersleuten zu den Reichsten im Städtchen avancirt waren. Daß es der jungen, hübschen und reichen Dame an zahlreichen Bewerbern nicht fehlte, läßt sich denken. Aber es kam zu keinem greifbaren .Gerede im Städtchen; denn sie verstand es geradezu meisterlich, jeden Herrn mit ausgesuchter Höflichkeit zu behandeln, in keinem aber das Bewußtsein aufkommen zu lassen, daß er etwa der Bevorzugte sei. Und doch gab es einen jungen, hübschen und eleganten Volksschullehrer im Städtchen, einen bescheidenen, allerseits beliebten Herrn, der Fräulein Cäcilie im Gesang and Flügelspiel meisterhaft unterrichtete, weil er selbst Künstler in diesen Sachen war; diesem Herrn mit dem, einfachen Namen Karl Richter war es immer so eigen um's Herz, wenn er in Cäciliens Nähe war. Ihm hatte es mmcher Blick aus der jungen Dame reizenden Augen, manches Wort ihrer rosigen Lippen und mancher Händedruck beim Kommen und Gehen schon öfter verra then, daß er ihr nicht so ganz gleichgiltig war. Richter aber wußte, daß er Cäcilie um ihrer selbst willen liebte und sie zur Frau genommen haben würde, wenn sie auch bettelarm gewesen wäre? Doch das war und blieb Ande ren gegenüber seinGeheimniß; und das Stadtgespräch ließ ihn aus dem Spiele, weil er ein armer Schlucker war! ; Ganz für sich behalten konnte er dieses süße Geheimniß aber auf die Dauer doch jricht! Er fand einmal, als er mit der Dame wieder musizirte, Gelegenheit, ermuthigt durch ein Erglühen ihrer Wangen bei einem seiner Blicke, ihr sein Herz auszuschütten. Und auch sie gestand ihm, durch Worte nicht, aber durch zahllose Küsse.

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Präsident Theodor Noosevelt. Noch nie wurde ein Vice-Präsident, nachdem er durch den Tod des Präsidenten zur höchsten Stelle des Landes empor stieg, abermals für dieses Amt nominirt, wie das bei Roosevelt der Fall ist. Ob Roosevelt dem Volk genü gend Sand in die Augen streuen kann um erwählt zu werden, ist eine andere Geschichte.

daß sie ihn liebe. O, der ganze Himmel hätte sich jetzt niedergesenkt auf daö junge Liebespaar, wenn nicht, die rauhe Wirklichkeit dazwischen getreten wäre, wie leider so oft in der Welt! Der Vater hatte von der Nebenstubc aus die Liebkosungen vernommen uno zuerst seine Tochter, dann den zungen Lehrer zur Rede gestellt. Sie leugneten nicht, sie gestanden ihm, wie es um ihre Herzen bestellt sei doch lächelnd sagte der Alte: Kindereien sind es, die ich mir ein für alle Mal verbitte. Sie, Herr Richter, sind ein armer Teufel und spekuliren auf Geld, ich kenne das! Zudem habe ich für Cäcilie schon gewählt! Ich sehe nicht ein, warum sie mit ihrem Reichthum nicht in der großen Stadt glänzen soll!" Wie sehr sich der tiefbeleidigte junge Mann dagegen verwahrte, auf Reichthum sein Sinnen zu richten, wie sehr das Mädchen weinte und bat, doch nachzugeben, es half nichts! Der kleine Auftritt endete damit, daß der junge Lehrer versprach, die Stunden für immer abzubrechen. Cäcilie trat gleich am nächsten Tage in Begleitung ihres Vaters eine längere Vergnügungsreise" an. Auf dieser trafen sie, wie es von ihrem Vater offenbar beabsichtigt war, mit einem stattlichen, distinguirten, aber nicht mehr jungen Herrn Namens Claaßen zusammen, der sich ihnen auf der weiten Tour anschloß und nach beendeter Reise mit nach Cäciliens Heimathsstädtchen kam.' Er war Leutnant d. R. und Generaldirector einer Versicherungsbank in der Großstadt, die mit Cäciliens Vater in Geschäftsverbindung stand. Er war zu der Dame von der ausgesuchtesten Höflichkeit, sie merkte sofort, wo das hin sollte! Aber allen ihren Thränen gegenüber blieb der Vater theilnahmslos; er sagte nur ich will es", und das schwache Mädchen fügte sich endlich fei nem Willen. Bald ging die Kunde von der Verlobung des Fräulein Cäcilie mit Herrn Claaßen durch das Städtchen. 'Man kannte dort den glücklichen Bräutigam gar nicht, der schon nach wenigen Monaten das schönste und reichste Mädchen des Ortes nach der Großstadt heimführte." .Claaßen liebte, nachdem er feine edlen Herzensregungen kennen gelernt hatte, sein junges Weib abgöttisch, denn ein Jeder mußte das schöne, herzcnsgute und edle Wesen lieben Sie hatte sich an ihn schließlich gewöhnt und brachte am Ende auch ihm Achtung entgegen. Schon nach einem halben Jahre nahm sich jedoch Cäciliens Vater infolge verfehlter Spekulationen das Leben, die Mutter starb bald danach aus Gram. Claaßen erhielt keinen Heller Mitgift mehr; auch ein Theil seines Besitztums schwand dahin, das mit in eine Spekulation seines Schwieaervaters verwickelt aewesenl war. icymerzle mes Beioe, voch es vermocyn nicht, das Eheglück der Gatten zu trüben; die Liebe des Gatten und die Ach. tung der Ftau hielten sie aufrecht. Nach einem Jahr schenkte die junge Mutter ihrem Gatten ein Söhnchen. Siehst Du, herziges Weib!" jubelte er und küßte im Wochenbett seine Gattin. Wir sind wieder reich, reicher als zuvor!" Claaßen war gleichzeitig Mitinhaber einer Fabrik. Eines Tages hatte Frau Cäcilie das Kindermädchen mit dem kleinen herzigen Arthur nach der Fabrik gesandt, wo ihr Gatte beschäftigt

war; sie wollte ihm damit nur eine Freude bereiten. Da aber sollte sich etwas ganz Entsetzliches ereignen. Das Kindermädchen war mit Augenzeuge, wie ihr Herr gelegentlich einer Besichtigung einer Maschine von der TransMission erfaßt, herumgeschleudert und auf der Stelle getödtet wurde. Vor Schreck stürzte das Mädchen mit dem ihm anvertrauten Kinde die Wendeltreppe herab; das Mädchen kam mfc geringen Kopfverletzungen davon, da! Kind aber, schwer verletzt, wurde heim geschafft: die Leiche ihres Gatten um ihr nur noch halb lebendiges Kind sal das tief unglückliche Weib wieder! Naä kurzem Krankenlager war auch ihr herziger Arthur gestorben .... Das waren die Bilder alle, die in hellen Farben glänzend und furchtbar düster am Auge der tief unglücklichen Frau auf dem Fauteuil hier im Salon vorüberzogen! Mein Gott, womit habe ich all' die ses namenlose Unglück verdient?" jammerte sie immer und immer wieder. Beileidsbezeugungen in reichsterZahl waren ihr zu Theil geworden; doch nichts, nichts brachte ihr das verlorene Glück, den verschwundenen Frieden wieder. Sie hatte sich in stifle Einsamkeit zurückgezogen und so nun ein Jahr verbracht. In stiller Wehmuth entnahm sie am Todestage deö kleinen Arthur einem Kästchen das einzige Bild, das sie von ihrem Buben besaß, küßt es und schüttete auch noch die ihr damals zugegangenen Condolationen auf den Tisch, die sie in dem nämlichen Kästchen verwahrt hatte. Sie blätterte gedankenlos fast in den Papieren, als sie zufällig ein noch uneröffnetes Briefchen unter ihnen vorfand., Sie hatte damals in ihrem Schmerz vergessen, dieses Beileidsschreiben zu lesen. Wa rum zitterte jetzt das schwarzumran dete Papier in ihren bleichen Fingern? Gnädigste Frau! Seit längerer Zeit auch hier in der Großstadt als Lehrer am Conservatorium, habe ich von dem entsetzlichen Unglück gehört, das Ihnen Gatten und-Kind so schnell hintereinander raubte. Niemand in der Welt wird Ihren Schmerz mehr fühlen, als ich. Und so Gott es will und Sie, theuere Cäcilie, es mir gestatten, werde ich mir nach einem Jahre die Freiheit nehmen, Ihnen mein herzlichstes Beileid mündlich auszudrücken." Karl Richter." . Also er! Er hatte damals auch ihrer gedacht und wollte es auch b'.ute noch nach einem Jahre, thun, wollte sie trö sten in ihrem aroken Sckmerze'Z Sie sagte nichts, sie legte ihren Kopf in die Hände und weinte. Da klopfte es. Ihr Herz pochte hörbar, sie rief leise Herein!" und im nächsten Augenblick standen sich zwei Menschenkinder gegenüber, die einst einander gar sehr geliebt! .... Im Augenblick weinte sie, wie einst! Dann aber jubelte es in Beider Herzen auf, und nun senkte sich der ganze Himmel nieder auf das Paar, das kein Wille der Welt mehr zu trennen dermochte, dem endlich beschieden war ein später Brieden! I Auf d e r Kneipe. Erster Student: Mensch, haben wir ein glückliches Loos gezogen! Zweiter Student: Wieso? Erster Student: Daß wir keine Mädels geworden sind bei unserer Vorliebe zum Sitzenblei-

Allerlei für 's Haus.

Gefrorene Topfpflanzen. Pflanzen, die vielleicht über Nacht gefroren sind, dürfen nicht in's warme Zimmer oder in die Sonne gestellt werden. Das schnelle Aufthauen wäre ihr Tod. Bringt man sie dagegen in einen kühlen, dunklen Raum und läßt die Kälte allmählich ausziehen, dann sind selbst sehr krautartige Pflanzen oft noch zu retten, wenn sie nicht zu steif gefroren waren. Zur Entfernung von FettfleckenausTapeten gibt es zwei Verfahren: Ist der Fleck frisch, so bestreue man ihn mit Talkum, lasse dies eine Zeit lang auf ihn einwirken und wische es dann mit einem Wattebäuschchen herunter. Das Bestreuen und Abwischen ist mehrere Male vorzunehmen. Bei älteren Flecken ist Benzin anzuwenden, und zwar gieße man dieses auf einen Wolllappen und reibe den Fleck damit ab. Für die in den meisten Fällen nothwendige Wiederholung suche man sich stets eine neueStelle des Lappens, aus. Es ist jedoch zu bemerken, daß' sich beide Verfahren bei empfindlichen Tapeten nicht anwenden lassen und es besser ist, die Stelle von vornherein zu überkleben. ZurBeseitigungvonRostflecken aus Messern und Gabeln erhitze man die Klingen und bestreiche sie mit gelbem Wachs, das man erkalten läßt; dann tupfe man einen feuchten - Wollläppen in Kochsalz und reibe das Wachs damit ab. Den gleichen Erfolg hat man durch Befeuchten ' mit Petroleum, doch ist darauf zu achten, daß das letztere nicht, antrocknet. Es ist daher zu wiederholen. Ein Abreiben mit SchmirgelpaPier und Abwäschen in Sodawasser werden die Reinigung vollenden. St o.ck fleckige Glacöh andschuhe reinigt man am besten' mit Benzin. Man taucht die Handschuhe ganz in das Benzin, läßt sie einige Zeit darin liegen, drückt sie dann aus, reibt sie mit einem Bäuschchen Baumwolle, spült sie in reinem Benzin und läßt sie trocknen. N i ck e l r 0 st. Nickel - Gegenstände rosten so leicht wie Artikel aus Stahl und Eisen, und es ist eine durchaus irrige Ansicht, wenn man denkt, daß Nickel dem Rost widersteht und man es deshalb nach dem Waschen etc. nicht sorgfältig genug trocknet. Sind Nickelgegenstände aber verrostet, so kann man sie nur reinigen, wenn man die Rostflecke stark mit Fett bedeckt, sie damit zwei bis drei Tage stehen läßt und dann mit einem Wolllappen, den man in eine Ammoniaklösung getaucht hat, Rost und Fett gleichzeitig abreibt. Sollten die Schäden nach einmaliger Behandlung nicht' verschwunden sein, so muß man das Verfahren wiederholen. Mittel gegen Kopfschupp e n. Das einfachste und sicherste Mittel gegen Kopfschuppen ist Seifenspiritus, den, man in der Apotheke erhält. Man reibt den Spiritus des Abends mit einem Flanelllappen tüchtig auf die Kopfhaut, nicht in die Haaie, und wäscht Morgens den Kopf erst mit warmem, dann mit kaltem Wasser. Weitere Mittel sind: KopfschuppenWasser. Zum Entfernen der so lästigen Kopfschuppen empfiehlt sich eine Mischungwelche aus 5 Theilen Borax, 10 Theilen Eau de Cologne und 250 Theilen destillirtem Wasser besteht. Mit dieser Mischung wird die Kopfhaut täglich mittelst eines Schwämmchens tüchtig eingerieben. Zum Vertreiben der Kopfschinnen werden auch Honigwasser u.nd rohe Eier empfohlen. Die Mischung wird in die Kopfhaut eingerieben. Auch Einreibungen mit einfach 95pröcentigem Spiritus sollen sehr zweckdienlich und schon nach wenigen Malen soll das Leiden verschwunden sein. Kernseife zu kochen. Man sammelt alles im Haushalt Übrigbleibende,. sonst nicht verwendbare Fett. Hat 'man eine hinreichende Menge, so kocht man dasselbe in einer Lauge von Sodalösung mit Zusatz von Aetzkalk so lange, bis eine durchsichtige, 7 gallertartige Masse, der Seifenleim, entstanden ist; diesem setzt man' Kochsalz zu, welches , sich im Wasser löst und die Seife zur Abscheidung bringt. Soll die Seife recht gut. sein, so wird das Aussieden mit schwächeren Laugen und das Aussalzen noch mehrere Male wiederholt, wodurch alle Unreinigkeiten in die Lauge gehen. Danach wird die obenauf schwimmende Seife in hölzerne Gefäße geschöpft, in denen sie zu einer undurchsichtigen Masse erstarrt. Schweißabsonderung ist als Achsel-, Hand- und Fußschweiß lästig. . Die Menge der Absonderung kann vermindert werden durch öfteres Waschen mit frischem Wasser oder Ei-chenrinden-resp. Weidenrinden - Abkochung (kalt). Selbstverständlich dürfen solche Waschungen am Fuße nicht unmittelbar nach Anstrengungen gemacht werden. Außerdem pudert man die schwitzenden Stellen oft mit Schweißpulver" und wechselt die Fußbekleidung. Was die Achsel betrifft, so sind Einlagen von Flanell, Filz u. dergl. in die Kleidung und darunter wasserdichter Stoff neben dem Waschen und Pudern zu empfehlen. Auch sind gegen Achselschweiß häufige Waschungen mit verdünnter Salicylsäure anzuwenden. Nach jeder Waschung trockne man die gewaschene Stelle sorgfältig ab und pudere sie mit SalicylStreupulver. , .

Teppiche zu reinigen. Mun kann im Winter einen Teppich auf sehr billige Weise reinigen, wenn man ihn mit der Außenseite auf eine reine 'Schneefläche , legt. Dann klopft man tüchtig auf den Teppich, und man wird slckl wundern rr,i rncT &Amif Yior

Teppich an den Schnee abgegeben hat. Auch die Farben treten wieder recht schön hervor. Sind geraucherteFleischWaaren schimmelig geworden, was leicht der Fall ist, wenn sie auch nur kurze Zeit in einem dumpfig feuchten Raume aufbewahrt werden, so übergießt man Kochsalz mit so vielWasser. daß eine Art Salzbre.i entsteht. Mit demselben bestreicht man dünn die schimmeligen Stellen. Nach einigen Tagen überziehen sich die Waaren mit sehr feinen Crystallen. der Schimmel verschwindet, und es. findet kein weiteres Schimmeln statt. Sind geräucherte Waaren riechend geworden, so läßt sich die angehende Fäulniß dadurch beseitigen, daß man jedes Stück in frischem Wasser gut abwäscht, dann in rohen Holzessig taucht, in einen Bottich mit Zwischenlegen von Holzstäbchen legt und so viel Holzessig aufgießt, daß die obere Schicht derFleischWaaren 1 Zoll hoch von dem Holzessig bedeckt ist. Nach 8 Tagen werden die Fleischwaaren aus dem Bottich genommen, jedes einzelne Stück wird mit frischem Wasser abgewaschen und an der Luft im Schatten getrocknet. Um diesem besonders in nassen Jahren häufig vorkommenden Mißstände abgeholfen, wird gerathen die Kartoffeln vor der Zu bereitung einige Zeit in der Nähe des warmen Ofens auszubreiten. Nachdem die überflüssige Feuchtigkeit dadurch verdunstet ist, werden die Kartoffeln mehlig und gewinnen merklich anWohlgeschmack. Dasselbe kann übrigens auch unmittelbar vor dem Kochen dadurch erreicht werden, daß man an jeder einzelnen Kartoffel rund herum einen schmalen Streifen abschält. Die so vorbereiteten Kartoffeln brauchen nicht so lange zu kochen, werden mehlig und auch schmackhafter. i fiitfiitfitnn(in 5TT)rtlt VlVl UUfgU.VW4VV4s4.yvw h. jvui nehme recht frische Eier und stelle sie mit der Spitze nach unten auf ein vom Schreiner mit Löchern versehenen Brett an einen 'Ort, wo die frische Luft immer Zutritt hat. Ungeziefer bei Thieren. Hausthiere wasche man mit einemAufgusse von Wermuth; empfehlenswerth ist bei diesen auch eine flüchtige Einreibung von verdünntem Benzin zurVertreibung der Flöhe. Hunde befreit man dadurch sicher von Flöhen, daß man gewöhnliches Olivenöl in die Haut einreibt, so daß das Haar an der Haut durchtränkt ist; nach einer halben Stunde wäscht man dann gut Mit gelber Seife und Wasser ab. Eme kleine Portion Oel, einem wolligen Hunde gelegentlich in's Fell gerieben, läßt das Ungeziefer bei ihm garnicht aufkommen, da Insekten aller Art in Fett überhaupt nicht existiren können. , M i t t e l g e g e n R 0 st. Die Beseitigung und spätere Verhütung des Rostes auf Eisenblech geschieht durch Eintauchen des betreffenden Gegensiandes in eine Lösung von Zinnchlorid. Die Eintauchung ist abhängig von der größeren oder geringeren Dicke der Rostschicht ; meistens genügen 12 24 Stunden. Die Lösung darf keinen Ueberschuß an Säure enthalten, i.it :.r 4 rc:rv.rj; sru nn iücu rncc vu viituvicu uvu ' greift. Nachdem das Eisenblech aus dem Bade genommen, muß es zuerst mit Wasser und dann mit Ammoniak abgespült und hierauf schnell abgetrocknet werden. , Waschechte Zeichentinte f ü r W a s ch e. Man löse 22 Theile Soda in 85 Theilen Glyzerin und verreibe die Lösung mit 20 Theilen Gummiarabikum. Andererseits löst man 11 Theile Silbernitrat in . 20 Theilen verdünnter Ammoniakflüssigkeit. Beide Lösungen werden gemischt, und zum Kochen erhitzt, wobei in Folge der eintretenden Reduktion des. Silders die Flüssigkeit sich tief dunkel färbt. Schließlich kann man noch 10 Theile venezianischen Terpentin hinzufüaen. Glycerincream. Hautcream, der den Vorzug hat, nicht zu fetten, und sich mit kaltem Wasser leicht abwaschen läßt, erhält man durch Einweichen von bis einer Tafel bester Gelatine in kaltem Wasser und Lösen der aus dem Wasser genommenen Gelatine bei gelinder Wärme in 2-L Unze Glycerin. Nachher werden 1-3 Unze Rosenwasser und y2 Unze Wasserstoffsuperoxydlösung zugefügt und mit einigen Tropfen eines feinen Extrakts parfümirt. F lasche nraschzutrocknen. Man macht aus Lösch und DruckpaPier eine Rolle und schiebt sie durch den Hals der Flasche bis an den Boden derselben. Dann saugt man recht stark Luft aus der Flasche, welche dadurch in mehreren Minuten trocken wird. Fe tt Fla nz wichse. '4 Gewichtstheile Beinschwarz werden mit 1 Theil Schwefelsäure übergössen; nach mehreren Stunden Ruhe setzt man 2 Theile Baumöl und iy2 Theile Sirup zu, in welchem 4 Theile puhverisirtes arabisches Gummi gelöst worden sind. Eine Erwärmung auf 75 bis 80 Grad Fahrenheit ist für die Mischung vortheilhaft. '