Indiana Tribüne, Volume 27, Number 261, Indianapolis, Marion County, 24 June 1904 — Page 6

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Das Fest der Kirschbanmblüth, in Zapan.

Won A. von Schmidt auf Altenstadi Wenn die Natur aus dem Winterschlafe erwacht ist und ein laueres Lüftchen die erstarrende Winterkälte ersetzt hat, wenn sich die Hügelabhänge mit dem hellen Grün der ausfchlagenden Knospen bedecken, Azaleen ihre zart abgetönten Kelche an den noch blätterlosen Stengeln entfalten, dann ist in Japan die Zeit zum 'Festfeiern gekommen. In diesem Landewo der, Mensch von, einem tiefen Gefühl für Naturschönheiten beseelt ist, hat man allgemein den Gebrauch der Blumenfeste in Ehren gehalten. Jung und Alt, vom Mikado bis zum einfachen Landmann herab, jeder äußert seine Freude über das Wiedererwachen der Natur und bringt den jungen Blüthen seine Huldigungen dar. Obwohl schon Ende Januar die Pfirsich- und Pflaumenbäume Blüthen getragen haben, wird doch die Zeit der Kirschbaum blüthe zum Festfeiern bestimmt. In den ersten Wochen des April oder mitunter in der Mitte dieses Monats beginnen die Bewohner ihre Züge nach jenen Gegenden, wo es viele Kirschenbäume gibt. Ganze Familien ziehen dahin und suchen die ' malerischen Punkte auf, wo, meistens an den Hllgelabhangen gelegen, Theehäuser schon von weitem mit ihren bunten Wimpeln zur Einkehr laden. . Unter den Zweigen der blühenden Bäume hat man niedrige, mit rothem Kattun überzogene Ruhebänke niedergestellt; in kleinen Gruppen sitzen hier die Leute beisammen auf den flachen Kissen, trinken ein Täßchcn grünen Thee oder schmauchen ein Pfeifchen dabei und weiden das Auge an dem sanftröthlichen Schimmer des Blüthenmeeres das ist eine der hervorragendsten Volksbelustigungen der Japaner. In den Städten, besonders in Kioto, versammeln sich um diese Zeit des Jahres junge Mädchen und Frauen zur Veranstaltung des MyakoOdori, des Kirschbaumblüthentanzes. Dieser findet regelmäßig vierzehn Tage lang in dem kleinen Theatersaale neben der Geisha - Schule statt, und da dieser Tanz sowohl durch die Ausführung als auch durch die Ausschmückung des Tßeaters einen glänzenden Eindruck mächt, richten die FrühjahrsTouristen ihren Reiseplan danach ein, o daß Kioto um diese Zeit, einen beInders starken Fremdenverkehr aufzuveisen hat. Der Mikado von Japan gibt wäh rend dieser Blllthezeit an einem bestimmten Tage ein glänzendes Gartenfest in einem seiner Paläste zu Tokio. Als wir uns dort befanden, wurde das Fest im Hama - Rikiyu - Palaste abgehalten. Diplomaten, japanische und europäische Beamte, Offiziere und Träger hoher japanischer Orden, wie auch Fremde, die sich nur vorübergehend in Japan aufhalten, können zu diesem Feste eingeladen werden. Durch Vermittelung der Gesandtschaft erhält man einige Tage vor dem bestimmten Datum eine mit dem kaiserlichen Wappen, einer sechzehnblätterigen Chrysanteme, geschmückte Enveloppe, die ein Kärtchen mit für uns unlesbaren Charakteren in japanischer Schrift enthält. Diese Zeichen sind in langen Reihen untereinander gestellt. Von rechts beginnend und jede Reihe von oben nach unten gelesen, enthält die Karte, wörtlich übersetzt, die Mittheilung, daß das Ministerium des königlichen Hauses sich ...beehrt, Fräulein von Schmidt auf Ältenstadt im Auftrage Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin auf den 17. Tag des 4. Monats des 35. Meidji - Jahres, Nachmittags 2 Uhr, in den Park des HamaRikiyu - Palastes einzuladen, um die Kirschbäume zu sehen." Meidji ist die Zeitpcriode, die im Jahre 1868 begann. Man rechnet aber jetzt durchgängig nach christlicher Zeitrechnung. Der Sonntag Don taku ist ein offizieller freier Tag, an dem Bureaus und Schulen geschlossen sind. Außerdem gibt es noch eine große Anzahl offiziell gefeierter Tage. Besonders , in Dokohama ist es deutlich erkennbar, daß das Frühjahr von den Fremden als die geeignetste Zeit, Japan zu besuchen, angesehen wird; und da die blühenden Kirschbäume einer der Merkwürdigkeiten des Landes sind,, richtet man seine Pläne danach ein, um gegen diese Zeit eine Passagierkarte auf einem Dampfschiffe zu bekommen. In den Hotels ist das Personal verdoppelt, schon Tage vorher muß man sich ein Zimmer sichern, um nicht abgewiesen zu werden; und von ien Führern ist selten einer frei. Tausende von Touristen sind mit den amerikanischen Schiffskolossen angekommen. Das Hauptziel dieses Touristenstromes, die größte Anziehungskraft ist das kaiserliche Gartenfest; nicht die blühenden Kirschbäume, sondern die gedruckte Einladung mit dem kaiserlichen Wappen zieht diese Gäste nach dem Lande der aufgehenden Sonne. Trotz seiner demokratischen Grundsätze ist es für den Fankee eine wahre Seligkeit, später so leichthin erzählen zu können, daß er auf dem kaiserlichen Gartenfeste gewesen ist und den Kaiser persönlich gesehen und vielleicht gar gesprochen habe. Dies und der Betrag seiner Einkäufe ist für die Söhne und Töchter des freien Amerika ein beliebter' Unterhaltungsgegenstand. Die vorstehenden und andere Bemer-

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Rear Admiral French E. Chadwick. Rear Admiral Chadwick. .dessen große Flotte dem Sultan von Marocco

solche Angst einjagte, daß er den, unter dem Schutz des amerikanischen Bürgerrechts stehenden Ion Perdicaris freilöste von seinen Räuberbanden, wurde am 29. Februar 1844 geboren, hat somit, obwohl er 60 Jahre alt ist, nur 14 Geburtstage gehabt. Während dem spanischen Kriege befehligte er die New York, Admiral' Sampson's Flaggenschiff.

kungen über die Amerikaner sind natürlich nicht auf die ganze Nation, sondern nur auf vi:le amerikanische Touristen anwendbar. Reisende Amerika ner gehören nicht zu der Elite eines Landes, wo Mighty King Dollar der Maßstab für die Beurtheilung einer Persönlichkeit ist. Es steht aber fest, daß der Einfluß amerikanischer Touristen auf die Kunst für die Japaner ein corrumpirender ist. Mit ängstlichen Blicken beobachteten wir während der letzten Tage das"Firmament; die veränderliche Witterung, die auch das japanische Frühjahr kennzeichnet, hielt uns stets in Unruhe, denn vom Wetter hängt bei diesem Feste alles ab. Glücklicherweise lachte an dem großen Tage die helle Sonne von dem blauen wolkenlosen Himmel auf uns hernieder. Ein sehr dekoratives Publikum füllte an diesem Tage die Züge von Yokohama nach Tokio. Damen in heilen Toiletten, Offiziere der Land- und der Seemacht, Consuls aller möglichen Nationen in großer Gala alles zog nach Tokio. Zu der auf der Einladung angegebenen Stunde waren die Straßen von Tokio mit Neugierigen angefüllt, und das Gedränge wurde noch größer durch die Unmenge Magen und Rikshas, die dem gleichen Ziele zustrebten. Dieses Gewimmel bunter Trachten, blitzender Orden, wehender Federn und rauschen der Toilette wogte in buntem Carne valsaufzuge an den ruhigen, in Kimo nos gekleideten Gestalten vorüber, auf deren Gesichtern sich große Verwunderung ausdrückte. In Staubwolken gehüllt, rollt dort ein Magen.daher, worin man die mit herabhängender Pfauenfeder ge schmückte Mütze des chinesischen Gesandten erkennt, dahinter ein anderer Wagen, in dem die blanke Spitze auf dem Helm eines preußischen Offiziers funkelt; dann folgen die lanzwehenden Hahnenfedern eines italienischen Betsaglieri - Soldaten) goldene Epauletten und der Dreispitz eines Marineof fiziers, ferner die Bärenmütze eines Kosakenier lang herabwallende Roßschweif eines französischen Kürassiers und die altmodischen hohen Hüte japanischer Beamten. In diesem bunten Kaleidoskop vermißt man eine Erscheinung: die. der japanischen Edelfrau, wie die Ueberlieferung sie uns schildert, und wie sie noch vor kurzem bestand, in einem malerischen Kleide von harmonisch getöntem sanften Krepp und stattlichem fteifen Brokat in grellen ' bunten Farben. Sie hat vor Frau Mode die Flagge streichen müssen, als diese mächtige Herrscherin aus dem fernen Westen ihren Einzug in das Land mit seiner malerischen Tracht hielt, und diese erbarmungslos aus der kaiserlichen Umgebung verbannte. Nach einem Lunch auf dem Shiba - Hügel hatten wir uns diesem Zuge dr zahlreichen Gäste angeschlosse.i, und bald befanden wir uns vor dem Thore des Hama - RikiyuPalastes. Im Vorhof wurde auszestiegen, und nachdem die Controllkarten abgenommen waren, erlangte man Zutritt. Hier erhoben sich kleine Zelte, bei denen japanische Lakaien in tadelloser Tuch - Uniform bereit stünden, um uns die Mäntel abzunehmen; dann erst schlug man den Kies - Pfad ein, der nach dem Park führt. Bei einem orvßen Weiher auf einer Lichtung versammelten sich die Gäste; es war ein Gewimmel heller schleppender Toi leiten und Uniformen und em Durcheinander von Stimmen in allen Sprachen. Dazwischen liefen japanische Ordner in modernster europäischer Kleidung umher, mit einem Papier in

der Hand und lebhaft miteinander sprechend. Weder das Publikum noch die Umgebung erinnerte uns daran, daß hier ein japanisches Fest gefeiert wurde; man konnte sich ebensogut einbilden, einer englischen garden party" beizuwohnen. Der an der Bai von Tokio liegende Park ist breit angelegt, mit rasirte Rasenplätzen und breiten Kieswegen. Mitten 'im Weiher steht ein Pavillon im rustikalen Stile, der durch eine lange Brücke mit dem Ufer verbunden ist; diese Brücke ist mit einem gewölbten Dach überdeckt, um das sich Witsaria - Ranken winden, und läuft auf den Theil des Parkes hinaus, wo die Gäste warten. Ganz in der Ferne schimmert zwi schen den Bäumen hindurch die schwarz und weiß gestreifte, mit riesigen Chrysantemen bemalte Draperie, die den Eingang verdeckt, durch den der Mikado den - Park betritt; ähnliche Draperien, aber in violett und weiß, hängen da und dort über den Wegen an langen Stangen und bilden Bogen, unter denen man hinwegschreitet. Es dauerte geraume Zeit, bis es den

Ordnern gelungen .ist, die europäischen Gaste m kleinen Gruppen zu beiden Seiten des Weges aufzustellen. Je nach der Nation werden sie hinter den Vertretern ihres Landes gesammelt, so daß überall Zwischenräume freibleiben. Amerika hat den Ehrenplatz und ist am zahlreichsten vertreten, durch eine Gruppe von Frauen, von denen - die meisten sehr schön, schlank und anmuthig, aber ungenirt in ihrem Auftreten md; die sie begleitenden Männer kön ,ien weder auf Distinktion noch äußere Schönheit pochen. Dann folgen England und die anveren Nationen. Wir haben glückncherweise einen guten Platz an der Brücke erhalten, und ich sehe schon von ferne mehrere Gestalten aus dem Paoiuon unrer vem auoengang ver Brücke näherkommen. Es geht sehr langsam, allzu feierlich, um in Harmonie mit der europäischen Kleidung, die der Hof angenommen hat, zu bleiben. Zuerst erscheinen zwei japanische Lakaien; sie gehen nebeneinander und schauen sich immer wieder um, ob sie auch den richtigen Abstand einhalten. Gleich darauf kommt Se. Majestät Mutsuhito, Kaiser von Japan, in Militäruniform, gefolgt von zwei Ceremonienmeistern und einem Adjutanten; dann wieder zwei Lakaien und dahinter die Kaiserin in ei nem hellotoletlen Brokatkleide mit kurzer Schleppe. Ihr folgen eine japanische Dame und vier Hofdamen; dann wiederum zwei Lakaien, hinter ihnen der Kronprinz mit einigen Adjutauten und Leuten vom Hosperfonal. Nach rechts und links grüßend, schreiten die fürstlichen Personen zwischen den sich verbeugenden Gästen da hin und begeben sich nach einem Zelte, wo die Musik spielt und für die Gäste Sitzgelegenheit vorgesehen ist. Der Kaiser macht den Eindruck eines ener gischen, entschiedenen Mannes. Sein strenges Gesicht macht ihn mit dem Oberkörper zu einer kräftigen Gestalt, aber die Beine erinnern an den Bau der Japaner, und sein Gang harmo nirt nicht mit dem Eindruck, den sein Gesicht auf' uns macht. In seinem ganzen Auftreten liegt etwas, aus dem man herausfühlt, daß er sich nicht ungezwungen unter gewöhnlichen Sterbliehen bewegt und Haß er nicht daran gewöhnt ist, eine europäische Uniform nebst Schleppsäbel und Stiefeln zu tragen. Die Kaiserin hat ein ' anmuthiges einnehmendes Gesicht. Sie muß getoiß einmal sehr schön gewesen sein,

denn obwohl sie nicht mehr jung, ift ! so stellt sie sich doch' noch als eine ge fällige Erscheinung mit regelmäßigen ri.rjciü.-". ... - .

Veucoiszugen oar. In nocy geringe rem Grade als die Uniform für den Kaiser, paßt das europäische Kleid zu dem Auftreten der Kaiserin, und es ist zu bedauern, daß auch sie die Nationalrracyt abgelegt hat. ' Der Kronprinz ist' ein junger Mann von angenehmem günstigen' Aeußeren, der sich frei und ungezwungen bewegt. , Nach, einem kurzen Aufenthalt in dem Zelte beginnt die ' Wanderung durch den Park unter den blühenden Kirschbäumen. Zu beiden Seiten des Weges soweit das Auge reicht, nichts als Blüthen, ohne Blätter, in dicken in dicken Bündeln herabhängend, zu einer sanftrosigen durchsichtigen Decke verwebt,' die über den Bäumen ausgebreitet scheint und die Luft mit süßen Düften erfüllt. Ama-Tarasu, die liebliche Sonnengöttin, blickt mit hel lem Lächeln nieder auf das schöne Frühlingskleid von Blüthen und auf diese Menge, die gekommen ist, um sie zu bewundern; von dem fleckenlos blauen Himmel läßt sie heiße Strahlen herabfallen auf den Wundergarten, allem rings um uns Warme und Gluth verleihend, der leicht gekräuseltten Oberfläche der See, den jungen Ahornbäumchen und den . sprossenden Sträuchern. Ab und zu schüttelt eine milde Brise die Zweige, und dann wirbeln die Blllthenblättchen über die Menschen hinweg und bedeckenvden Rasen mit einem rosigen Schleier. Man fühlt in sich das Verlangen auf steigen, noch einmal in diesen Märchengarten zurückkehren zu können, aber ohne diese vielen Leute, und die Blü then zu bewundern, nichts als die Blü then, mit denen der Frühling die Bäume so verschwenderisch geschmückt hat. Aber diese poetische Stimmung weicht, sobald aus der Ferne die Töne eines neuen japanischen Volksliedes, vorgetragen'von einer Militärkapelle, erklingen und wir uns wieder in der Nähe des Zeltes befinden, in dem das kaiserliche Paar jetzt Vour hält. Nach einigen feierlichen Verbeugungen werden Diplomaten und diejenigen Gäste, die sich vorstellen lassen, in die Gelegenheit versetzt, mit den fürstlichen Personen einige Worte zu wechseln. Für den Kaiser dient Prinz Komatsu, für die Kaiserin Viscount Kagawa als Dolmetscher. ' Die Hofsprache ist das Englische. Dann werden die Schnüre gelöst, die das Publikum von den Büf fetts trennen, und nunmehr denken nur noch wenige . an ' Kirschbaumblüthen und an den Zweck dieses Festes. Das Materielle im Menschen macht seine Rechte, geltend, und jeder sucht sich in den Besitz einer Erfrischung zu setzen. Das kaiserliche Paar hat mit einigen Mitgliedern der Hofhaltung an einer Tafel Platz genommen, die nur auf drei Seiten besetzt ist. Speisen und Getränke sind europäisch, aber drüben in einem besonderen Pavillon finden die Japaner Gelegenheit, um, trotz ihrer abendländischen Kleidung, auf dem Boden sitzend, Thee zu trinken. Man bleibt noch beisammen und hört eimae Concertstucke an, bis der kaiserliche Zug ebenso feierlich wlher über die belaubte Brücke verschwindet. Dann sucht jeder em gutes Fortkom men, was außerordentlich schnell vor sich geht, da jeder Rikshä - Läufer ein kleines Fähnchen bekommen hat in den Farben derjenigen Nation, der feine Kunden angehören, ie er hierher gebracht hat. Es gibt zwei Blumenfeste in Japan. In November findet im Aoyama - Palaste zu Tokio, das Chrysantemencst statt, das nicht weniger glänzend ist als das eben beschriebene. Wollten die Japaner jeder Blumenart durch'- ein fteft buldiaen. so würden die Festlich :ien gar rein Cnoe neymen, denn Ja pan ist thatsächlich niemals ohne Blu men. Auf die Kirschbaumblüthe folgt die Wistariablüthe," dann blüht die Päonie, die man in Japan die Königin nennt; die Azalee im Mai, die Iris im Juni und Juli, der Lotus im August, die Chrsantemen im October und Novembers die Ahorn ebenfalls im November und die wilde Kamelie im December. Infolge der Vorliebe der Japaner für Blumen trifft man diese in solch großen Mengen an, daß ihr Anblick auf den Fremden wahrhaft verblüffend wirkt. Von praktischen Gesichtspunkten aus ist darauf hingewiesen worden, welch große Ausdehnung an Grund und Boden für den Nutz-Anbau durch die AnPflanzung von Kirschbäumen verloren geht, die eigentlich keinen Nutzen haben, da ihnen die ungeheure Anzahl von Vlütben jede Kraft' nimmt und sie außer Stande setzt, Früchte zu tragen, und das Holz als Baumaterial ganzlich ungeeignet ist. Aber man fährt trotzdem fort, Kirschbäume anzupflan zen, da diese im Frühjahr immer mehr Touristen herbeilocken und dadurch schließlich eine nicht geringe Einnahmequelle bilden. Der Japaner bewundert aber nicht allein die Blüthen, er hat auch für die Bäume selbst eine Vorliebe. Manchmal wird man ein Bäumchen finden, in dessen Stamm ein langer Pfahl gebunden ist; die Zweige sind mit den Spitzen an diesem Pfahle durch Schnüre befestigt. Solcher Baum hat einen Geist zu beherbergen, und um sich diesen zum Freunde zu er halten verwendet man auf ihn groß Sorgfalt. Mit der f größten Geduld stutzt und biegt derJapaner die Zweige, bis sie endlich irgend eine phantastische Form angenommen haben.- Alte

Baume werden zu Zwergpflanzen verstümmelt: durch Kreuzung und Ver-

edelung bemüht man sich, die wunder lichsten Resultate zu erlangen. , urz: das Gartenbaufach ist in apan zu einer wabren Kunst geworden mit dem echt nationalen Stempel der Zierlich keit. und der damit verbundenen oizar. ren Formen. ; - Aus dem S ck w u r a erichtssacUe. Präsident (zu dem Angeklagten): Sie haben bisher noch nickt ein Atom von Reueaefühl über Ihre schweren Thaten zum Ausdruck gebracht, nicyt einmal ver der .onsron tation mit Ihren Opfern eine Thräne vergossen!" Vertheidiger: Hoher Gerichtshof! Meine Herren Geschworenen! Mem Klient hat Neue genua nur weinen kann er nicht, denn er leidet an Thränenkanal-Verstopfung!" Mer Signale. ä Pennsyw 5 Market 5 Engliff'i OprHm 6 Eastund 9tto Dort 7 Noble und Michigan ' N. Jerjey u. Mag A S Pme und North 60 Market und Pine 'l Vermont nahe East U No. 8 Spritzenhaus Mass. Ave nahe Noble !S Devaware und Walnut ti .Jersey Central A. 16 Mass. und Eorneil Av, H AIh u,!d 11. 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