Indiana Tribüne, Volume 27, Number 261, Indianapolis, Marion County, 24 June 1904 — Page 5
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erleben, und gedeihen und blühen möge noch' ungezählte Jähre hindurch.'
Der Jndianapolls Mannercyor, er lebe hoch! . '. ri : . .. c :t(.....:i. mki,t neiuu uucutiiyis u v'uiwui Murr im Namen seines Vereins eine prachtvolle seidene Standarte, ' die all' fettige Bewunderung erregte. JmNamendes Socialen Tu rn Vereins begrüßte hierauf Herr Philip Rappap o rt den Jubilar mit folgender Ansprache. ' Ich bin vom Sozialen Turnverein, dem ältesten Verein der Stadt beauftragt, in seinem Namen ' den nur um wenige Jahre jüngeren Männerchor zur ' Feier seines fünfzigjährigen Bestehens zu beglückwünschen. Gestatten Sie mir, an die' Ausführung dieses Auftrages einige Worte zu knüpfen. Wenn in Amerika ein Verein fein fünfzigsähriges Bestehen feiert, dann darf er sich sagen, w.e. : rAi.ulxfc.!, .iTni-rt vkl j wuj ti tiin i3'öi"bk . . . n . i m. . o m sÖ-f.. ylNier ficy y. was fliu juiuuu vereine sowohl wie für Turnvereine. Denn schwerlich giebt es hierzulande etwas, das das Geistes' und Gefühls' leben des amerikanischen Volkes mehr beeinflußt hat, als die deutschen Turnund Gesangvereine. Dieser tiefe Eindruck ist begreiflich, wenn wir bedenken, daß das amerika nische Volk noch nicht genügend Zeit gehabt hat, sich eine traditionelle Ler bensweise zu schaffen, und daß sein gesellschaftliches Empfinden noch keine nationale Form gewonnen hat. Beides ist noch im Werden und somit die Kulturaufgabe unserer deutschen Vereine noch nicht erfüllt. Wir müssen weiter wirken, wie bisher, und wie sich auch in der Zukunft das gesellschaftliche Empsinden des amerikanischen Volkes gestalten möge, eS wird den Charakter nicht verleugnen, den wir ihm einge impft. , Vrh trslste die lMer?etmurm in mir. vj O -- u o Ö - w daß der Männerchor nicht auf seinen gewonnenen Lorbeeren ausruhen wird, daß er den fünfzig Jahren eifrigen Strebens, heutschem Sang und deutschem Empfinden hier eine heimathliche Stätte zu schaffen, noch viele Jahre solchen Wirkens und StrebenS folgen lassen wird. Die, Feier des hundertjährigen Bö' .stehens des Männerchor werden wohl Wenige von uns erleben und nur wenige der Anwesenden werden im Stande sein, dabei mitzuwirken.' Aber wenn ein kräftiges Gut Heil" aus deutscher Turner Munde dazu beitra gen kann, diese Tage zu sichern, dann sei eS hiermit dem Männerchor gebracht. Möge er blühen und gedeihen, wie er bisher gedieh und möge ihm eine glänzende Zukunft beschicken sein. Der Redner forderte darauf die Turner zu einem Gut Heil" auf und alle Anwesenden stimmten in dasselbe ein. Hierauf ersolgte durch Herm Fred Mack die Ueberreichuna des E kr e ng e 1 cy en IS oer A c l l v e n 'c l Iglieder des Männerch o,r. Dasselbe bestand aus S1000, welche sie für einen Fonds für ein eigenes Heim gestiftet hatten. Auf einem in kunstvoller Kalligraphie ausgeführten Bogen befinden sich' die Namen der Geber. Das kalligraphische Kunstwerk trug folgende Widmung : Der Activen und der Vorstandsmitglieder Ehrengäbe an den Indianapolis Männerchor" Juni 1904. ' Freudübersprndelnven Herzens entbieten die Activen und die Mitglieder des Vorstandes dem Lieblinge ihrer Muse, dem Indianapolis Männerchor" zu seinem Ehrenfest ihren aufrichtigen Glückwunsch. Fünfzig Jahre ehrenvoller Arbeit und ersprießlicher Thätigkeit hat der Jubilar, dem der frische lebendige Geist, der frohe Lebensmuth, die selige Hoffnung der Jugend geblieben, hinter sich. Heute dem Männerchor anzugehören erfüllt unsere Sängerbruft mit berechtigtem Stolze, und treu ihm zu bleiben für immerhin, sei unser ernst' Gelöbniß. Als Ausdruck treuer Anhänglichkeit und innigen Empfindens überreichen wir dem Geburtagsktnde als Ehren gäbe hiermit ein Baargeschenk mit dem außdrücklicheu Wunsche, daß dasselbe das Fundament bilde für einen Fond, mit welchem dem Indianapolis Män nerchor ein e i g e n H e i m errichtet werde. Möge der Saamen heranreifen zur X. L rw . ' CW1 f l kräftigen Saat, auf daß bald erstehe die neue, d i e e ig en e H a l l e des Männerchor.
Unter der bewährten Leitung feines
Dirigenten .20 u i s Eh r g o 1 1 drillirte hierauf, der E i nc i n n a t i L i e d e r k r a n z mit dem Vortrag eines Liedes. Sein Präsident Herr A. W. Fuhrmann erntete reichen Beifall mit folgender wohldurchdachter Rede: :....,. Wenn der MenschUrsache hat einen Tag festlich zu begehen, umgiebt er sich gerne mit seinen Freunden, um sich mit ihnen vereint sich zu freuen, mit ihnen vereint das frohe Ereignis zu feiern, in ihrem Kreise dem.Tage . eine höhere Weihe zu geben. Und freudig folgen die freunde der Einladung, gilt eS doch den zu ehren, der in ihrem Herzen eine warme Stelle einnimmt, der mit ihnen dasselbe Bestreben hat, dem die selben Ziele, dieselben Ideale vorschweben. Dasjenige, das für den. einzelnen Menschen Bedürfniß ist, ist es in nicht geringerem Maaße auch für den Ver ein. der ja, aus Menschen bestehend, auch viele menschliche Eigenschaften be sitzen muß. Wir rechnen es uns als hohe Ehre an, von Ihnen mit einer Einladung zu Ihrem Jubelfeste bedacht zu fein; die Gelegenheit zu haben, Jhnen zum fünfzigsten Geburtstage des Indianapolis Männerchors zu gratuliren; mit Ihnen dem' Kranze der Freundschaft, die seit Jahren Yen Indianapolis Männerchor " und unseren Liederkranz verbindet, ein neues Gedenkblatt einfügen zu können. , In vielen Punkten läßt sich das Leden des Vereins mit dem des Menschen vergleichen. Wie dieser seine Kindes tage, seine Jünglingsjahre und sein ge reiftes Mannesalter als die Hauptabschnitte, seines Daseins betrachtet, so auch jener. Die Tage der kindlichenUnterstützun'gsbedürftigkeit, des allmählichen Heranwschsens, das Knospen des Jünglingsalters und das freudige Genießen des Errungenen während der ruhigeren Mannesjahre find beiden gemein. Wohl dem Manne, wohl dem Vereine, der auf eine Lebensgeschichte zu rückblicken kaun, die , ihn mit gerechtem ruaoiiaen raun, pie;ign mir gerec Stolze 'auf '.d'ie. Vergangenheit erf die ihn zufrttom'' seinäßt mit ! jC '4L.'V:'it ' . sri . füllt. mit dem bisher erreiten'dlellhm neue Garanlie bietet för,ieVy.künft und die den Drang,' das Bestrebens ihm wach er hält, weiter zu schreiten auf der bisher verfolgten., Bahn, neue. Ehren,, neue Lorbeeren den schon, erkämpften hinzuzufügen. Der Indianapolis Männer chor hat dieses Ziel erreicht, und unser innigster Wunsch zu seinem Glücke ist der, daß er noch lange Jahre seinen Mitgliedern, dem gesammten Deutschthum dieser tadt erhalten bleibe. Das Entstehen ' ihres Vereins fiel in bewegte Zeiten. Es war kein kleines Unternehmen, keine leichte Aufgabe den die Gründer desselben sich aufbürdeten, als sie in den Tagen des krassesten Knownothingismus, des Fremdenhasses und der Deutschenhetze, den Grundstein legten zu ..bem Bau, der sich heute so stolz erhebt. . Auch die Kindertage des Männerchor fielen nicht unter einem glücklichen Stern. Von den schrecklichen Eonvulsionen des Bürgerkrieges zerrissen, blutete unser Gemeinwesen aus tausend Wunden, und für ideale Bestrebungen war wenig Zeit, und weniger Verständniß. Und doch hielt die kleine Schaar fest zusammen, und strebte unentwegt dem selbst gesteckten Ziele zu. Daß sie es erreicht, und wie sie es erreicht, das beweist uns am Besten der heutige Tag, und die Umgebung in der wir uns befinden. Ehre den Männern, die den Grundstein gelegt, aber auch Ehre denen die weiter an dem Ausbau gearbeitet, so . daß der Indianapolis Männerchor heute dasteht, ein lebendes Denkmal seinen Gründern, der Stolz seiner Schützer und Erhalter. Wie nun der Freund dem Freunde zu seinem Ehrentage ein fichtbares Zeichen seiner Antheilnahme in irgend einer kleinen Gabe darbringt, so erlauden auch wir uns, als Sinnbild der warmen Zuneigung, die seit vielen Jahren den Indianapolis Männerchor und den Cincinnati Liederkranz verbin det, Ihnen ein Angebinde zu überreichen zur Erinnerung an diesen feftli chen Tag. Möge dieserPokal oft beider Wiederkehr dieses Tages im Kreise Ihrer Mit glieder die Runde machen, gefüllt mit edlen Tropfen, anfeuernd zu edlem Streben. Nicht a!s Schaustück soll er dienen, fondern als lebendes Pfand innigster Freundschaft. So weihe ich ihn seiner Bestimmung indem ich den ersten Trunk aus ihm thue, auf das Wohl des I. M. Er lebe, er blühe und gedeihe
Hierauf überreichte er dem Männer chor einen prachtvollen goldenen Pokal. Wahre Beifallsstürme entfesselte Bundespräsident I. Hanno Deiler mit seiner Begrüßungsrede, welche wie folgt lautete: Herr Präsident des Indianapolis Männerchor ! Hochgeehrte Festversammlüng ! Wer ist es, der heute im Triumphe in diese Stadt einzog ? Thore und Thü ren, Herzen und Arme öffneten weit sich zum Empfange, Freudenrufe erschallten, holde Frauen, die Spitzen der Behörden, die auserlesensten Kreise der Bürgerschaft. Gäste, von Fern und Nah versammelten sich, und ein mit brausendem Jubel begrüßtes Banner seh' ich lorbeerbekränzt in unserer Mitte aufgestellt. Das muß ein Sieger sein, der reich an Ruhm und Ehren, heimgekehrt. Ja, Verehrte, eine Siegerin ist's, eine Königin, die Bezwingerin der Men schenherzen, das deutsche Lied, und das Gedächtniß jenes Tages feiern wir, an welchem Stammesgenossen, deutsche Sänger, die Gründer des Indianapolis Männerchor, diese Königin vor 50 Iah ren aus ihrer Liederheimath überm
Meer nach dieser Stadt geleiteten und hier sich ihrem Dienst gelobten. . Worte können es nicht sagen, als eine wie segensreiche That die Grün dung dieses ersten deutschen GesangVereins sich für Indianapolis erwiesen hat. Es war vor allem eine deutsche, eine patriotische That, indem der Jndiana polis Männerchor der erste SammelPunkt der zerstreuten und damals noch recht schwachen deutschen Bevölkerung ward, ein Einigungspuüktan welchem die Erinnerung an die alte Heimath und Sprache. Sitten und Ideale des deutschen Volkes gemeinsam gepflegt und bewahrt wurden, ein Mittelpunkt, von welchem das deutsche Leben später nach allen Richtungen hin ausstrahlte, und ein Bollwerk der Vertheidigung gegen Anfeindungen und Angriffe maneher Art. Und für die Stadt im Allgemeinen war es ein kulturhistorisches Ereigniß, indem durch die Verpflanzung des deutschen Liedes auf den amerikanischen Boden dieser befruchtet und auch andere Bevölkerungs-Elemente angeregt und für ideale Bestrebungen begeistert wurden. . . ' ' Ehre darum den Gründern des Indianapolis Männerchors, Ehre Denen. die das edle Werk us ihren Händen empfingen und mit .manchen Sorgen und Mühen, in guten wie in trüben Tagen, in Treuen weiterführten. Die höchste Ehre aber den' Sängern, die heute sich um dies ehrwürdige Banner schaaren; denn sie haben durch hohe Begeisterung, beispiellose und opfer willige Hingabe, durch bewi-ndernngs-würdige Disciplin und nimmermüden Eifer in der Pflege des deutschen Liedes die Höhe der Vollkommenheit erklom men, von der die Gründer des Vereins wohl kaum zu träumen wagten. Billig ist eS darum und recht, daß man dem Indianapolis Männerchor an diesem seinem Jubelfeste Ehren erweise und den Tribut des Dankes zolle. Auch wir, die Vertreter des Nordamerikanischen Sängerbundes, find erschienen, um dem Jubelverein, unsern lieben und hochgeehrten Bundesbrüdern, unsere herzlichsten Grüße und Glückwünsche, die Grüße und Glückwünsche des großen deutschen NationalVerbandes, zu entbieten und unserer Freude darüber Ausdruck zu geben, daß seine hohen Verdienste so allgemeine und begeisterte Anerkennung finden. Mit Stolz und Freude erfüllte uns besonders die hohe Auszeichnung, welche Sr. Majestät der deutsche Kaiser WilHelm II. unserem Jubelverein zu verleihen geruhte. Der Bund selbst fühlt sich geehrt dadurch, und wir bitten den deutschen Botschafter Seiner Majeftät des deutschen Kaisers, auch unsern Dank für die dem Indianapolis Män nerchor, unseren Bundesbrüdern, ver liehene Allerhöchste Auszeichnung ent gegenzunehmen.. Heil dem Lande, wo des Volkes Ideale sich so hoher Gunst erfreuen ! Seit den Tagen der Hohenstaufen und der Minnesänger, da selbst Könige Sänger waren und von .allem Süßen sangen, was Menschenherz durch bebt, und von allem Hohen, was Menschenherz erhebt", hat deutscher Sang sich solcher Huld und thatkräf tigen Förderung auf deutschem Kaiserthron nicht mehr erfreut. Möge der Indianapolis Männerchor aus den ihm zum goldenen Jubelfest j
gewordenen Ehrungen frische Kraft zu neuem Werke schöpfen, und sein Sang
in ewigen - Klängen fortertönen zum Preise des deutschen Vaterlandes, zur Ehre des deutschen Namens und zum Ruhm des deutschen Liedes. In diesem Sinne erhebe ich mein GlaS und fordere Sie auf, mit mir einzustimmen in den Ruf: Der Indianapolis Männerchor, der Stolz und Liebling des Noroamerikanifchen Sän gerbundes, er lebe hoch! hoch! hoch! Nachdem der I n d"i a n a p o l i s L i e d e r k r a n z unter Leitung seines Dirigenten Herrn Carl Riegener die Zuhörer mit dem Vortrage eines Liedes erfreut hatte, überreichte Herr Franz S ch a e f e r im Namen des Vereins dem Jubilar eine wundervolle goldene Punschbowle und goldenem Löffel mit folgender Ansprache: Wertbe Sangesbrüder vom Männerchor ! , Der Jndpls. Liederkranz" entbietet Ihnen die herzlichsten Glückwünsche zum Goldenen Jubelfeste. Als Zeichen . wahrer Freundschaft, als Zeichen der Anerkennung für die treue Pflege des deutschen Liedes, für das der Männerchor" seit 50 Jahren kämpfte, überreicht der Lieder kränz" Ihnen werthe Sangesbrüder dieses goldene Geschenk. In der Hoffnung, daß der Männer chor" noch lange Jahre blühen und gedeihen möge, und mit dem Wunsche, daß unser Freundschaftsband sich noch enger schließe, um im Nothfalle Hand in Hand für die . deutsche Sprache und das deutsche Lied einzustehen, daraufhin ersuche ich die Sänger vom Liederkranz" mit mir einzustimmen und ein dreifach donnerndes Hoch dem Männerchor" zu zollen. Im Namen des Unabhängigen Turnvereins überreichte Herr Joseph Keller dem Männerchor eine prächtige große broncene Statue, Orpheus darstellend, mit folgender gediegener Ansprache: Herr Präsident! Mitglieder des Männerchor! ; Im Namen des Unabh. Turnvereins überbringe ich Ihnen unseren aufrichtigen Glückwunsch und treudeutschen Turnergruß. - Als vor etlichen Monaten unser Verein fein silbernes Jubiläum feierte, w,ar '. es uns vergönnt, Sie meine Herren vom Männerchor in unsrem HeiM begrüßen zu dürfen und Sie persichern zu können, daß von keine? Seite Ihnen zu Ihrem goldenen Ju biläum aufrichtigere ,und innigere Wünsche dargebracht würden, als es von unserer Seite aus der Fall wäre, und freudig sind wir ihrer freundlichen Einladung gefolgt, um jenes gegebene Wort einzulösen. Seit einem Viertel-Jahrhundert ist der Unabh. Turnverein in trautem Verhältnisse zu Ihnen gestanden, und in den Reihen unserer Turner schlagen warme Herzen für, das Wohl des Indianapolis Männerchor., . t Als in den frühesten Jahren seiner Existenz auch der Unabh. Turnverein mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, war es der Männerchor der jederzeit bereitwilligft sein Ja gab, wenn seine Mi'thilfe bei unseren Veranstaltungen erheischt wurde, und so entspann sich schon frühe ein intimes Verhältniß unter den Mitgliedern beider Vereine. Mögen die Bande der Freundschaft die uns umgürten nie gelockert werden. Möge der Indianapolis Männerchor, dem trotz seiner 50 Jahtt die strotzende Kraft der Jugend geblieben, immer unentwegt den Idealen nachringen, die ihm vorschweben, und mögen am heutigen Tage die Mitglieder einen neuen Treueschwur leisten, ihr bestes Können einzusetzen für das fernere Wohl ihres Vereins, für die Pflege des herrlichen deutschen LiedeS, und möchte ich hier mit Konrad Nieß ihnen zurufen: ' ..Auf's Neu' sei, eh' der Festglanz flieht, Die Treu dem alten Stern geschworen, Wahrst, Herz, du dir das deutsche Lied, Geht nie die Heimath dir verloren! Gestatten Sie mir, Herr Präsident, durch Sie dem Indianapolis Männer chor zu seinem Ehrenfeste dieses Angebinde als Freundschaftsgabe des Unabhängigen Turnvereins darbringen zu dürfen, und nehmen sie meine Wersiche rung abermals, daß der Wünsche aller beste dieselbe begleiten und" daß der Unabhängige Turnverein aus tiefem und vollem Herzen Ihnen zujubelt: Heil Dir, Männerchor, Heil Dir auf immer! , Nachdem die Activen des Deut schen Club und Musikver eins nnter Leitung von Herrn Prof.
Erneftinoff . zur Freude Aller ein Lied zum Besten gegeben hatte, übergab Herr Otto Lieber im Namen des Ver eins, dem Präsidenten Murr einen goldenen Lorbeerkranz mit folgender Anspräche: Es gereicht mir zur besonderen Be friedigung, dem Jubilar für seine 50 jährige Thätigkeit im Auftrage des Deutschen Klubs und Musikvereins diesen Lorbeerkranz zu überreichen. Zu gleicher Zeit spreche ich den Wunsch aus, daß er zu den erfolgreichen Iahren noch viele hinzu fügen möge. Laßt uns hoffen, daß er zu dem geselligen deutschen Leben und für die Verbreitung des deutschen Liedes auch fernerhin das Seinige beitragen wird. Und ' nun, erlaube ich mir den Männerchor mit seinen Gästen auf unfere frühere Einladung auf Sonntag Morgen aufmerk fam zu machen mit dem weiteren Ver ständniß Euch Allen während dem Feste das Deutsche Haus zur Verfügung steht. Jetzt, ihr Sänger vom Mufikverein, laßt unser Lied erschallen. Herr Henry Victor, Erster Sprecher des Südseite TurnVereins, begrüßte den Jubilar in folgender herzlicher Weise: Sie hatten die Güte eine Delegation bes Südseite Turnvereins zu der heutigen Festlichkeit, der Vorfeier Ihres goldenen Jubiläums, mit einer Einla dung zu beehren; ich danke Ihnen Namens unseres Vereins für diese AusZeichnung und überbringe dem Männer chor die herzlichste Gratulation zu dem glorreichen Feste des fünfzigjährigen Bestehens desselben, den Wunsch anfügend, daß der Männerchor auch in Zukunft weiter blühen und gedeihen möchte, wie eS bisher , der Fall,. . war. Wie Ihre Mitglieder allezeit , bemüht waren, für das Deutschthum einzutreten, davon haben wir in unseremnoch jungen Verein ein Beisviel aufzüweisen. Viele Ihrer Mitalieder haben uns bei der Erbauung unserer Turn-Halle sehr werthvolle Unterstützung gewährt und eine Anzahl von Ihnen gehört auch zu unseren besten Mitgliedern. Ich bitte nun alle Festtheilnehmer mit mir anzustimmen in ein dreifaches Gut Heil für das fernere Gedeihen des Indianapolis Männerchor. ' Alle stimmten begeistert in das Gut Heil ein. ' ' , Auswärtige K u n d g e b u n g e n. Per Telegraph waren folgende Glück-
wünsche eingelaufen, von : H. Sturm, Denver, Col. Familie Bertermann,' Essenuth Deutschland; Reese, Bremen. Victor Stein und Söhne, Louisville, Ky. I. Ricardo, Rocamora, Hamburg. Paul Zschocher, Musikalien 'Verleger, Leipzig. t:i'J'; Festbehörde des ersten Liederfestes des Bezirks Pittsburg des N. A. S. B. B o t s ch a f t e r v o n S t e r n be r g hatte folgende Glückwunsch-Depesche gesandt: Dem Indianapolis Männerchor zu seinem goldenen Jubiläum aufrichtigen Glückwunsch. Wie der' Männerchor es in der Vergangenheit verstanden hat, das deutsche Lied und deutsches Wesen auch unter seinen Mitbürgern englischer Zunge zu hohem Ansehen zu bringen, so wird er, davon bin ich bei feiner vorzüglichen Gesinnung überzeugt, auch in Zukunft sich weiter auszeichnen zur Ehre des deutschen Namens und der neuen Heimath. Da ich zu meinem lebhaften Bedauern der Feier nicht beiwohnen kann, so wünsche ich dem Männerchor auf diesem Wege einen ganzen Erfolg für das Jubelfest mit hochachtungsvollem Gruße." - Der Leipziger Männer ch o r hatte folgenden Wunsch gesandt: Gruß und Handschlag zuvor. Werthe Sängerbrüder! Zum 50-jährigen Jubiläum Ihres geschätzten Vereins senden wir Ihnen hierdurch über den Ocean unsere herzlichsten Glückwünsche. Möge Ihr geehrter Berein, welcher nunmehr schon 50 Jahre lang treu den deutschen Männergesang gepflegt hat, weiter blühen und gedeihen zur Freude aller Männergefäng-Vereine deutscher Zunge und zur Ehre der deutschen Lieder. ' r- ' Mit treu deutschem Sängergruß Der Vorstand des Leipziger Männerchor. Im Auftrage Paul Z: Jordan, 1. Vorsteher. Emil Rauh, 1. Schriftführer. Chormeifter Wohlgemuth.
Ein ehrwürdiger D i r i g e n t en st a b. . Eine hübsche Episode war es, als Frau Henry Runge dem Präsidenten Murr den Tactstock überreichte, welcher einst, vor mehr als 40 Jahren A. Despa, her zweite Dirigent des Männerchor (18551861) benutzte. Jeder konnte zu frieden fein. Der im Laufe des Abends gereichte Imbiß mundete Allen vorzüglich; die Bewirthung ließ absolut nichts zu wünschen übrig. Das Waldfest am Samstag d. 25. I u n i. Die während des Nachmittags zur Schau gelangenden allegorischen Täb leaux. welche Landschaften am Rhein nachgebildet sein werden, werden wohl das Schönste sein, welches jemals in hiesiger Stadt auf einem Feste den Be suchern vor Augen geführt wurde. Doch werden dieselben nicht nur eine seltene Augenweide, sondern auch ein Ohrenschmaus sein, wie er ihnen nicht oft geboten worden ist. Während des ersten Tableaus werden die vereinigten Chöre, des Cincinnati Liederkranz" und des Jndpls. Män nerchor" unter Leitung des Prof. Louis Ehrgott das Lied Aus der Frühlingszeit" von S. Breu zum Vor trag bringen. Lorelei" mit Mendelssohns Musik wird das zweite Bild sein; der Jndpls. Liederkranz" wird unter der Leitung von Prof. Karl Riegner das Lied vortragen. Während des 3. Tableaus, reprä sentirend Studenten Leben am Rhein" : wird der Männerchor des Musikvereins", Prof. Alexander Ernestinoff Dirigent. Abt's Studenten Serenade" vortragen. , Ein Herbstfest am Rhein" stellt das 4. Bild dar; der Männerchor wird ew r. i L i.
ncax 55me s reizenoes keo visiern" unter Leitung von Prof. Franz Bellin ger zum Vortrag dringen. ' Das Schluß Tableau repräsentirt eine Begnung der Germania" mit der Columbia" am Ufer des Rheins". Die sämmtlichen Gesangvereine, sowie das Publikum werden die Lieder Die Wacht am Rhein" , und Columbia" fingen. Die Decorationen für die allegorischmusikalischen Bilder und Scenerien werden von dem rühmlichst bekannten Kunstmaler JameS L. Slipper von Chicago hergestellt werden. Keine Kosten werden gescheut, um dieses Waldfeft zu einem glanzvollen und der Erinnerung werthen zu ge stalten. Nachdem das letzte Lied Der Tag des Herrn", welches von allen beiwohnenden Sängern unter wahrhaft hypnotlfchen Leitung des Dirigenten Herrn Ehrgott Prächtig gesungen worden war, erhielt Herr Heßling das Wort zu einer begeisterten Ansprache. - " - Das Journalistenherz aber schwoll mit inniger Freude über die während athemloser Stille dargebrachte Danksagung. welche der deutschen Presse für ihre .keine Kosten scheuende Bethätigung und Arbeit für das schöne Fest in so ehrender Weise dargebracht wurde, nachdem die Republik von HerrnRappaport, der Präsident und die alten Mitglieder und die Da men von Herrn A. M. Kühn, Mayor Holtzman und Herrn Fred Rusch gefeiert worden waren. Es war ein herrliches Fest, welches als würdige Einleitung für die noch folgenden Festtage gelten kann. renze 5!o. 1 23. Washington Str (Merchants National Bank) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen aus alle Städte Europa. Schiffsschetne nar 2Xn und Verkauf ausländischen Geldes.
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